Über das Wesen Gottes


Eine Auswahl von Göttlichen Offenbarungen, durch das „innere Wort“ empfangen

von Bertha Dudde

Über das Wesen Gottes
Inhaltsverzeichnis                                                                                                              B.D. Nr.


Das Wissen um das Wesen Gottes ist nötig ... --------------------------- 8125
Ist Gott zu beweisen? ... ---------------------------------------------- 8265
Glaube an Gott ... Offenbarung ... Wahrheit ... ------------------------ 5706
Gott enthüllt durch Seine Ansprachen Sein Wesen ... -------------------- 8498
Gott ist die Liebe ... ------------------------------------------------- 8082
Das Wesen der Liebe ...------------------------------------------------- 1588
Gottes große Liebe ... ------------------------------------------------- 8042
Liebe gleich Leben ... ------------------------------------------------- 7494
Aus dem Feuer der Liebe strahlt das Licht der Weisheit ... ------------- 7650
Weisheit ist geistiges Wissen ... -------------------------------------- 3140
„Ich bin das Licht der Welt ...“ Licht ist Wahrheit ... ---------------- 5592
Der Quell aller Kraft ist Gott ... ------------------------------------- 8649
Gottes Wille regieret alle Kräfte ... Freier Wille ... ----------------- 3598
Ewiger Schöpferwille Gottes ... ---------------------------------------- 8230
Vollkommenheit Gottes ... Zweck Seines Willens ... --------------------- 3609
Gottes unermeßliche Größe und Macht ... -------------------------------- 8767
Durch Naturgeschehen offenbart Gott Seine Macht ... -------------------- 8080
Bei Gott ist nichts unmöglich ... -------------------------------------- 7118
Gesetz von Ewigkeit: Liebe ... Göttliche Ordnung ... ------------------- 6150
Gottes Gerechtigkeit fordert Sühne für die Schuld ... ------------------ 8504
Gottes Gerechtigkeit ... Strafgericht ... Erlösungswerk ... ------------ 8062
Gott ist ein gütiger, barmherziger Richter .... ------------------------ 7547
Gott ist der Herr über Leben und Tod ... ------------------------------- 8709
„Ich Selbst bin das Wort ...“ Evangelium der Jünger ...----------------- 4909
Gott ist das Wort... Gegenwart Gottes... Verschiedenes Zuleiten des Wortes
.... ------------------------------------------------------------------- 3596

Allgegenwärtigkeit Gottes ... Wesenheit - Kraft ... -------------------- 3398
Gott ist in uns ... Er ist uns gegenwärtig ... ------------------------- 8095
Gott ist ein Geist, Der Sich in Jesus manifestiert hat ... ------------- 7828
„Und das Wort ist Fleisch geworden ...“ -------------------------------- 8141
Die Liebe hat das Erlösungswerk vollbracht ... ------------------------- 5215
Dreieinigkeit ... ------------------------------------------------------ 2056
Gott als liebender Vater ... ------------------------------------------- 7648
Ich bin, Der Ich bin ... ----------------------------------------------- 3537
Gottes Wesen ist ein Geheimnis ... ------------------------------------- 8006

4
Das Wissen um das Wesen Gottes ist nötig .... B.D. Nr. 8125
14.3.1962
Groß ist die Macht Dessen, Der euch erschaffen hat .... Endlos ist Seine Liebe und
unübertrefflich Seine Weisheit .... Dessen gedenket immer, auf daß ihr euch selbst mit
Ihm in Verbindung setzet, auf daß ihr stets eure Gedanken hinaussendet zu Mir, Der Ich
Mich nach eurer Rückkehr sehne und wahrlich auch Meine Macht, Liebe und Weisheit
walten lasse, um euch diese Rückkehr zu Mir zu ermöglichen. Wenn ihr Menschen euch
euren Gott und Schöpfer als höchst vollkommenes Wesen vorstellet, wenn ihr überzeugt
daran glauben könnet, daß dieses höchst vollkommene Wesen euer Vater sein will, dann
werdet ihr auch euren inneren Widerstand aufgeben, der euch endlos lange Zeiten
getrennt hielt von Mir .... ihr werdet versuchen, das rechte Verhältnis zu Mir
herzustellen, das Verhältnis eines Kindes zum Vater .... und ihr werdet als schwache
Kindlein euch Meinen Schutz und Meine Hilfe erbitten, wenn ihr in Not seid .... Ihr
werdet aber auch Liebe für Mich empfinden, ihr werdet zutraulich zu eurem Vater
kommen und euch also auch Mir hingeben, und dann werdet ihr Mich auch nicht mehr
aufgeben wollen, weil Ich Selbst euch nun halte, weil Mein Liebeband euch umschlingt,
das ihr auch nicht mehr lösen werdet. Aber es ist dazu das Wissen um Mein höchst
vollkommenes Wesen nötig .... Ihr sollet Mich liebenlernen, und darum müsset ihr
zuvor wissen, daß Ich Selbst die Liebe bin; ihr sollet nicht Mich als einen strafenden
Gott fürchten, sondern als einen treuen, fürsorgenden Vater lieben .... Dann erst tretet ihr
in das rechte Verhältnis ein zu Mir, ihr gebt euch freiwillig Mir zu eigen, und ihr habt
die Rückkehr vollzogen, die Zweck und Ziel eures Erdenganges ist .... Und darum suche
Ich, euch Menschen immer wieder Meine Macht, Meine Liebe und Meine Weisheit zu
beweisen .... Wenn ihr in Not geratet, so führe Ich euch immer wieder heraus, weil es für
Mich nichts gibt, was zu leisten Mir unmöglich wäre .... Und Ich lasse euch auch
immerwährend Beweise Meiner Liebe zugehen, indem Ich euch auch Freuden bereite,
die ihr immer als Geschenk Meinerseits betrachten sollet .... Immer könnet ihr euch in
Meiner Fürsorge geborgen wissen, denn Ich erkenne wahrlich, was ihr benötigt geistig
und leiblich, und das wende Ich euch auch zu, sowie ihr euch Mir ergeben habt, sowie
ihr die Bindung mit Mir herstellet durch innige Gedanken, durch Gebet und
Liebewirken .... Und ihr werdet dann ständig Beweise Meiner Liebe, Weisheit und
Macht erfahren dürfen, weil Ich dadurch nur eure Liebe gewinnen will, weil Ich in euch
das Verlangen nach Zusammenschluß mit Mir erwecken will und dann auch euer
Erdenlebenszweck erfüllt ist, sowie ihr die innige Bindung mit Mir herstellt .... sowie
ihr euch als Kinder dem Vater hingebt und ganz in Seinem Willen aufgeht. Dann werdet
ihr auch nicht mehr in geistiger Finsternis dahingehen, ihr werdet von Mir Selbst mit
Meinem Liebelicht durchstrahlt werden, Ich werde in der innigen Bindung mit euch
sprechen können, und eure Liebe wird stets mehr entflammen, und es wird keine
Finsternis mehr in euren Herzen sein. Sowie ihr Mich als einen Gott der Liebe, Weisheit
und Macht erkennet, werdet ihr Mich auch anstreben, und das bedeutet, daß ihr Mich
auch anerkennet, Dem ihr einstens eure Anerkennung verweigertet .... Und darum werde
Ich während eures Erdenlebens nichts unversucht lassen, um euch eine rechte
Aufklärung zu geben über Mein Wesen .... Denn solange ihr Mich nicht erkennet als
das, was Ich bin: als höchst vollkommenes Wesen, Das euch liebt und eure Liebe
gewinnen will .... solange ihr nicht in Mir euren Vater sehet, Der Seine Kinder ewiglich
beglücken will .... so lange haltet ihr euch auch noch entfernt von Mir .... Und darum
offenbare Ich Mich euch in Meiner Liebe, Weisheit und Macht .... Und Ich werbe
unausgesetzt um eure Liebe .... Aber Ich werde sie auch einmal gewinnen, und dann
werdet ihr bei Mir verbleiben ewiglich .... Amen
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6
Ist Gott zu beweisen? .... B.D. Nr. 8265
6.9.1962
Es kann euch Menschen niemals Meine Existenz bewiesen werden, weil ihr dann
einem Glaubenszwang unterliegen würdet .... Ihr sollet aber im Erdenleben zum Licht
und zur Erkenntnis Meiner Selbst kommen im freien Willen, und es ist dies auch
möglich. Ihr brauchet nur nachzudenken, denn alles, was euch umgibt, kann euch die
Existenz eines Gottes und Schöpfers beweisen .... Denn ob ihr vorerst ein Gottwesen zu
leugnen suchet, so müsset ihr doch eine Kraft anerkennen, Die Sich in der gesamten
Schöpfung äußert. Diese Kraft also könnet ihr nicht leugnen, die Gesetzmäßigkeit aber,
die von euch gleichfalls nicht geleugnet werden kann, die Zweckbestimmung der euch
umgebenden Schöpfungswerke .... sind wiederum Beweise einer willensmäßig
gelenkten Kraft, Die auf ein denkendes Wesen schließen läßt .... Euer Ziel auf dieser
Erde nun ist, daß ihr mit diesem denkenden Wesen die Verbindung herstellt, ansonsten
es gleichgültig wäre, ob ihr Mich als diese euch erkenntliche Kraft bezeichnet. Doch
eine „Kraft“ werdet ihr nicht anrufen und euch mit ihr in Verbindung setzen .... Sowie
ihr ernstlich nachdenket mit dem Willen, die Wahrheit zu ergründen, offenbare Ich
Mich euch auch als ein wesenhafter Gott und Schöpfer .... Lässet es euch aber
gleichgültig, Wem ihr selbst euer Leben als Mensch zu verdanken habt, dann mangelt
euch der ernste Wille, und ihr werdet niemals zur inneren Klarheit gelangen. Zudem
müßte euch euer eigenes Wesen als Mensch zu denken geben .... Kein Mensch vermag
selbst ein Wesen zu schaffen mit Denkfähigkeit, mit Ichbewußtsein und freiem
Willen .... Also müsset ihr hervorgegangen sein aus einem gleichen Wesen, Das nur im
Gegensatz zu euch in höchster Vollendung steht, aber auch dieses Wesen muß
Ichbewußtsein, Denkfähigkeit und einen Willen haben, und dieses Wesen wirket in
Liebe, unübertrefflicher Weisheit und Macht .... Niemals könnet ihr euch als
Zufallsprodukt einer Kraft ansehen, denn wäre diese Kraft nicht gelenkt von einem
Willen, dann würde sie sich stets elementar auswirken, also zerstörend, niemals aber
aufbauend, was jedoch die Zweckbestimmung und die Gesetzmäßigkeit in der
Schöpfung widerlegt .... Meine Existenz kann euch nicht bewiesen werden, aber jedem
nachdenkenden Menschen ist die Schöpfung ein überzeugender Beweis eines
allmächtigen Wesens, auch wenn dieses Wesen ihm nicht vorstellbar ist, wenn er sich
keinen rechten Begriff davon machen kann .... Er steht nur noch in weiter Entfernung
von Mir, daß er völlig verdunkelten Geistes ist .... die Folge seines Falles zur Tiefe, der
ihn jeglichen Lichtes beraubte. Und wird nun einem solchen Menschen Kenntnis
gegeben von Mir als höchstem und vollkommenstem Geist in der Unendlichkeit, so
kommt sein Widerstand gegen Mich zum Durchbruch, und er will Mich leugnen, wie er
es einst getan hat, daß er Mein Liebelicht zurückwies und also verfinsterten Geistes
wurde. Er muß aber im Erdenleben der Finsternis zu entfliehen suchen, er muß wollen,
daß in ihm Klarheit sei über sich selbst und seinen Ausgang, und er muß willig sein, das
Rechte zu tun, und also auch sich belehren lassen von denen, die befähigt sind, ihm ein
Licht zu bringen. Einem völlig verfinsterten Geist aber wird auch der Wille fehlen, und
jede Aufklärung wird er zurückweisen immer aus dem Gefühl heraus, daß das Wissen
um einen Gott und Schöpfer in ihm ein Schuldbewußtsein aufkommen läßt, gegen das er
sich sträubt. Darum hat es immer nur dann einen Sinn, einen Mitmenschen überzeugen
zu wollen von der Existenz eines machtvollen Gottes, wenn dieser selbst verlangt, etwas
zu erfahren, während ein Mensch, der ständig leugnen möchte, auch unbelehrbar ist und
an diesen auch keine Kraft verschwendet werden soll, denn sein Wille ist das
Entscheidende, ob er jemals aus der Finsternis herausfindet. Er muß auch ohne Beweis
zur Erkenntnis eines Gottes und Schöpfers kommen, was auch geschehen wird, wenn er
sich bemüht, einen Lebenswandel in Liebe zu führen, weil er dann schon die Bindung
anknüpft mit Mir und sich dann auch das Verlangen nach der Wahrheit bei ihm
einstellen wird. Und sein Denken wird dann schon gelenkt, er wird gedanklich
beeinflußt von den Lichtwesen, denen er zur Betreuung übergeben ist, und sein
Widerstand beginnt zu schwinden .... wozu auch Fürbitte von seiten der Menschen
verhilft, die sich dann immer als verstärkte Willenskraft auswirken wird .... Amen
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8
Glaube an Gott .... Offenbarung .... Wahrheit .... B.D. Nr. 5706
24.6.1953
Ich will als Gott und Schöpfer, als euer Vater von Ewigkeit anerkannt werden. Ich
muß von euch Menschen als erstes den Glauben an Mich fordern; ihr müsset die innere
Überzeugung gewonnen haben, daß ihr aus der Kraft und Macht eines Wesens
hervorgegangen seid, Das in aller Vollkommenheit wirket und regieret, unter Dessen
Willen ihr steht, Das Sich aber in nie endender Liebe euch zuneigt, weil ihr aus Seiner
Liebe hervorgegangen seid. Diesen Glauben muß Ich fordern, denn er erst stellt euch in
das rechte Verhältnis zu Mir, vorerst in das Verhältnis des Geschöpfes zum Schöpfer,
Dem ihr euch unterwerfet, und dann in das Verhältnis des Kindes zum Vater, Den ihr
liebt und Dem ihr zustrebt. Ich will euch nicht ewig als isoliert von Mir stehende Wesen
wissen, Ich will mit euch eng verbunden sein, Ich will das Ziel erreichen, das Ich Mir
gesetzt habe, als Ich euch ins Leben rief: mit vollkommenen göttlichen Wesen zu
wirken und zu schaffen, die Ich als Meine Kinder unendlich beseligen kann, die Ich
liebe und deren Liebe Ich besitzen will im Vollmaß. Der Glaube an Mich, Den ihr nicht
sehen und doch erkennen könnet, ist die Grundbedingung, der erste Schritt auf dem
Wege, ein rechtes Kind eures Vaters zu werden, denn um Mir zuzustreben, muß Ich
zuvor erkannt werden, Ich muß Meinen Geschöpfen so vorstellbar sein, daß sie Mich
lieben können; doch Ich kann ihnen erst dann Mich offenbaren als höchst vollkommenes
Wesen, wenn sie an Mich glauben, daß Ich wirklich und wahrhaftig bin .... Und sie
können diesen Glauben gewinnen, denn sie brauchen nur zu verlangen, die Wahrheit zu
erfahren über ihren Ursprung, über ihr Sein und über ihre Bestimmung .... Wo Ich dieses
Verlangen in einem Menschen erkenne, dort ist auch ein rechter Boden für einen starken
überzeugten Glauben an Mich .... und dort offenbare Ich Mich in vielerlei Weise ....
durch die Schöpfung, durch alles, was der Mensch um sich sieht, Ich offenbare Mich
ihnen gedanklich, Ich bringe ihnen die Wahrheit nahe in jeder Form, Ich führe ihn auf
den rechten Weg, wo er sicher finden wird, was er begehrt: Aufschluß über Mich als
Gott und Schöpfer, als Vater von Ewigkeit. Jeder Mensch kann glauben, wenn er es
will .... aber erst, wenn er an Mich glaubt, kann Ich auf ihn einwirken, weil ihr als
Mensch, im Stadium des freien Willens, von jeder zwangsmäßigen geistigen
Beeinflussung verschont bleiben müsset, auf daß eure Entwicklung nicht gefährdet
werde. Ist aber der Mensch im freien Willen zum Glauben gelangt, dann wird er auch
die Kraft und Macht und Liebe Dessen erfahren, an Den er glaubt, denn sowie er Mich
anerkennt, hat er den Weg zur Höhe beschritten, wo ihm nun ständig Hilfe aus der Höhe
entgegenkommt, auf daß er sein Ziel erreiche. An Mich, d.h., an Meine Existenz zu
glauben, kann auch rege Verstandestätigkeit zuwege bringen denn dafür habe Ich dem
Menschen den Verstand gegeben, daß er Folgerungen ziehe aus dem Bestehen dessen,
was ihm als Schöpfung ersichtlich ist .... Er kann kraft seines Verstandes schon eine
Macht über sich erkennen, Der er ausgeliefert ist, Die den menschlichen Willen
unbeachtet läßt, Die stärker ist als der Mensch selbst. Doch ob er diese Macht zu lieben
vermag, ob er Ihr zustreben will, das ist seinem freien Willen anheimgestellt, und je
nach diesem Willen gibt Sich auch diese Macht dem Menschen zu erkennen .... Denn
Ich will, daß Meine Geschöpfe selig werden, daß sie die Verbindung herstellen mit Mir,
um Mich nun ihnen zu offenbaren als ein Gott der Liebe, Weisheit und Macht .... als
Vater, Der nach Seinen Kindern verlangt .... Amen
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9
Gott enthüllt durch Seine Ansprachen Sein Wesen .... B.D. Nr. 8498
16.5.1963
Wenngleich ihr auch Mich und Mein Wesen bis in alle Ewigkeit nicht werdet
ergründen können, so soll euch doch ein klares Bild gegeben werden von eurem Gott
und Schöpfer, und ihr sollet nicht in falschem Denken gelassen werden. Ihr sollet
wissen, daß Ich das höchste und vollkommenste Wesen bin, Das ewig in Seiner
Vollkommenheit nicht erreicht werden kann, Das ihr aber dennoch anstreben sollet, weil
ihr als Seine Ebenbilder einst aus Ihm hervorgegangen seid in aller Vollkommenheit
und auch wieder dazu werden sollet .... Und eure Seligkeit besteht darin, daß ihr
unaufhörlich Mir zustrebt, und es nimmt diese Seligkeit kein Ende, weil auch das
Streben nach Mir niemals aufhören wird, denn im Vollkommenheitszustand ist alles
unbegrenzt, sowohl für Mich als auch für euch .... Ihr werdet auch den Begriff
„Vollkommenheit“ nicht zu fassen vermögen, eben weil euer Denken noch begrenzt ist,
solange ihr auf Erden weilet. Und je unvollkommener ihr nun noch eurem Wesen nach
seid, desto weniger vermöget ihr Mich Selbst und Mein Wesen zu erfassen, und es ist
dann auch leicht, daß euch Mein Gegner ein Zerrbild von Mir gibt, daß Ich hingestellt
werde als ein höchst unvollkommenes Wesen, das ungöttliche Eigenschaften an sich
hat, wie richterliche Unbarmherzigkeit und Lieblosigkeit .... die ewig verdammet .... und
unedle Empfindungen, wie Rachsucht, und ewige Strafen für Vergehen, die Ich niemals
verurteile .... (Rachsucht die Vergeltung übt für Vergehen, die Ich niemals verurteile)
sondern in Liebe immer bereit bin, euch zu helfen .... Mein Gegner sucht Mich euch als
ein unvollkommenes Wesen hinzustellen, auf daß ihr Mir die Liebe verweigert .... Und
dieses Zerrbild von Mir will Ich euch immer wieder als Lügenwerk Meines Gegners
aufdecken und euch so weit aufklären, daß ihr in Mir einen Gott der Liebe, Weisheit und
Macht erkennen könnet, daß ihr ein vollkommenes Wesen zu erkennen vermögt, Dem
ihr eure Liebe schenken könnet, nach der Ich Mich sehne, weil ihr Kinder Meiner Liebe
seid, die Meine Liebe ewiglich nicht mehr verlieren werden, selbst wenn sie sich im
freien Willen von Mir abwenden. Denn ein Wesen, Das vollkommen ist, kann nicht
hassen und verdammen, Es wird nur immer bemüht sein, Seinem Geschöpf aus dem
Zustand der Unvollkommenheit herauszuhelfen, damit es sich wieder mit Ihm verbinden
kann auf ewig .... Und darum enthülle Ich euch ein klares Bild von Mir, von Meiner
alles erfüllenden Liebekraft, die in Weisheit tätig wurde und auch euch erschaffen hat ....
Ich enthülle euch das Ziel, das Ich Mir bei der Erschaffung aller Wesen setzte, und auch
den Heilsplan, der zur Vergöttlichung der Wesen führt .... Ich begründe euch alles, so
daß ihr wahrlich Meine Liebe, Weisheit und Macht erkennen könnet, denn sowie euch
alles dieses in Wahrheit unterbreitet wird, schimmert euch wieder das Licht der
Erkenntnis, wenn auch noch in geringem Grade, und ihr beginnet, euch selbst zu
erkennen als Meine von Mir ins Leben gerufenen Geschöpfe .... Die Wahrheit wird auch
in euch das Liebefünkchen anzünden, und ihr werdet dann stets tiefer eindringen, ihr
werdet wissen, daß ihr auf dem Wege der Rückkehr zu Mir euch befindet, von Dem ihr
euch einstens freiwillig entferntet und dadurch euer vollkommenes Wesen gänzlich
verkehrtet und unvollkommen wurdet .... Was aber mit Mir sich wieder
zusammenschließen soll, muß vollkommen sein, und es muß freiwillig in Meinen
Willen eingehen, gegen den es einstens verstoßen hat .... Doch sowie es Mein Wesen
erkannt hat, das in sich Liebe, Weisheit und Macht ist .... wird es sich auch wieder
freiwillig Meinem Willen unterstellen .... Und daher enthülle Ich ihm Mein Wesen, was
wieder nur geschehen kann durch Meine Ansprache, durch Mein Wort, das Ich den
Menschen zuführe und das auch helles Licht schenken wird dem, der Meine Ansprache
entgegennimmt. Denn nur Ich allein kann reine Wahrheit zur Erde leiten, nur Ich allein
bin das Licht, Das in eure Herzen einstrahlen will .... Ich allein bin die Liebe, Die euch
nicht verlorengehen lassen will .... Ich bin die Weisheit, Die alle Mittel und Wege kennt,
um euch zum Licht zu führen, und Ich habe auch die Macht, euch den Händen Meines
Gegners zu entreißen, wenn ihr selbst Mir keinen Widerstand entgegensetzt .... Jedoch
alles bestimmt euer freier Wille .... Und dieser wird erst dann Mir zugewandt sein, wenn
ihr Mich erkennet als ein höchst vollkommenes Wesen, Das ihr lieben könnet .... Und
das bedingt, daß ihr euch in der Wahrheit bewegt, daß ihr frei werdet von irrigem
Gedankengut, von einem Geistesgut, das Mein Gegner an euch herangetragen hatte, um
zu verhindern, daß ihr den Weg zu Mir nehmet .... Und darum spreche Ich Selbst euch
an aus der Höhe, Ich leite Mein Wort zur Erde nieder, auf daß ihr frei werden könnet
von irrigem Geistesgut, das euch hindert, Mich recht zu erkennen, Der Ich, als höchst
vollkommen, euch liebe und euch ewiglich zu Mir ziehen will .... Amen
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11
Gott ist die Liebe .... B.D. Nr. 8082
19.1.1962
Aus der Liebekraft Gottes ist alles erstanden .... Er Selbst ist der Urquell der Kraft,
Sein Urelement ist Liebe, Er Selbst ist also die Liebe .... Und doch ist Er ein Wesen,
Das wirket und schaffet nach weisem Ermessen .... Er ist ein Wesen, Das Seine
Gedanken zur Ausführung bringt, Das unentwegt neue Schöpfungen erstehen lässet, Das
Seine Liebekraft hinausstrahlt in die Unendlichkeit, die aber immer ihren Zweck erfüllt,
die nicht willkürlich wirket, sondern von der Weisheit und Macht Gottes bestimmt wird
in ihrer Auswirkung .... Gott ist die Liebe .... Diesen Ausspruch werdet ihr Menschen
nicht verstehen, solange ihr nicht das Wesen der Liebe ergründen könnet, was eine
Selbstgestaltung zur Liebe bedingt. Denn immer werdet ihr die Liebe betrachten als eine
Eigenschaft, die ihr dem höchsten und vollkommensten Wesen zuerkennt. Daß aber
dieses Wesen Selbst die Liebe ist, wird euch unbegreiflich bleiben, solange ihr als
Mensch über die Erde geht. Und ihr alle seid aus jener Liebe hervorgegangen, ihr seid
ausgestrahlte Kraft, ihr seid in eurer Urbeschaffenheit selbst Liebe .... doch ebenfalls
Wesen, die denken und wollen können .... die Beweise einer „Wesenheit“ .... Nichts ist
daher planlos, was erstanden ist und noch erstehen wird .... Alles ist weisheitsvoll
bedacht, alles sind Gedanken eines höchst vollkommenen Wesens, Das ihr Menschen
„Gott“ benennet .... Und dieses Wesen vervielfältigte Sich .... Es ließ aus Sich heraus
gleiche Wesen erstehen, Es strömte Seine Liebekraft aus und gab ihr Formen .... Es
erschuf .... Alles, was Gott erschaffen hat, ist und bleibt in seiner Ursubstanz Liebe. Es
ist und bleibt eine Kraft, die wirksam werden soll laut göttlichem Willen .... Wird sie
jedoch gehindert in ihrer Wirksamkeit, so wird die göttliche Ordnung umgestoßen ....
Das Liebeprinzip wird verkehrt in das Gegenteil. Es wird dem Wesen, Das in Sich
Liebe, Weisheit und Macht .... also „Gott“ ist .... Widerstand entgegengesetzt, was wohl
geschehen kann von seiten der Wesen, die Er ins Leben rief, weil Er sie auch mit freiem
Willen ausgestattet hatte als Seine Ebenbilder .... Doch dann tritt das Wesen aus seiner
gesetzlichen Ordnung heraus .... es verkehret sich selbst in das Gegenteil .... es besteht
wohl, läßt aber die Liebekraft nicht mehr wirksam werden, und das bedeutet Erstarren,
es bedeutet Beweglosigkeit, es bedeutet den Tod dessen, was einst als „Leben“
hinausstrahlte von Gott .... Der Mensch ist in seiner Ursubstanz Liebe, doch er befindet
sich zumeist noch im Widerstand gegen Den, Der ihn als ein Wesen ausgestrahlt
hatte .... Und darum erkennt er auch nicht, was die Liebe ist .... Darum ist ihm auch das
Wesen Gottes unbegreiflich, Der die Liebe Selbst ist. Denn die Liebe ist auch
gleichzeitig Licht, Das dem Menschen jedoch noch wenig leuchtet, solange seine Liebe
schwach ist. Er kann daher Gott auch nicht erkennen in Seinem Wesen, er kann nur
glauben, was ihm darüber berichtet wird, doch sowie solche Berichte der Wahrheit
entsprechen, werden sie ihm auch Licht bringen, denn dann wird er sich bemühen, sein
Wesen zur Liebe zu wandeln, und er wird sich auch dem Wesen zuwenden, Das überaus
vollkommen ist und Das er nun als „Ewige Liebe“ zu erkennen beginnt .... Aber er wird
das Wesen Gottes niemals zu ergründen vermögen, denn Er ist das Kraftzentrum von
Ewigkeit, während alle erschaffenen Wesen Kraftfunken sind, die ausgestrahlt wurden,
die aber in ihrer Winzigkeit niemals das Urfeuer schauen konnten, ohne zu vergehen ....
Die Liebe, Weisheit und Macht eines wesenhaften Gottes wird auch der Mensch auf
Erden schon erkennen können, wenn sein Wille gut ist und sein Herz sich öffnet der
erneuten Liebeanstrahlung des Wesens, aus Dem er seinen Ausgang nahm .... Denn
dieses höchst vollkommene Wesen offenbart Sich Seinen Geschöpfen .... Und das ist
der größte Liebesbeweis Dessen, Der Selbst die Liebe ist, daß Er Sich Selbst kundgibt,
daß Er den von Ihm geschaffenen Wesen Aufschluß gibt über Sich Selbst, soweit diese
es zu fassen vermögen .... und daß Er dadurch die Liebe wieder entflammen will, auf
daß sie wieder wirksam werden kann dem Urelement entsprechend .... auf daß Seine
Geschöpfe wiedereintreten in die ewige Ordnung, um ihrer Bestimmung nach schaffen
und wirken zu können, wie es war im Anbeginn .... Amen
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13
Das Wesen der Liebe .... B.D. Nr. 1588
30.8.1940
Der Inbegriff alles Geistigen ist die Liebe .... Sie ist eine im Gefühlsleben sich
äußernde Kraft, die je nach Stärke und Tiefe verschieden beglückt .... sie ist ein Gefühl,
das Verbindung sucht mit dem von ihr erfaßten Objekt, das alles zu sich heranziehen
möchte, weil der Zusammenschluß unsagbar beglückend ist. Es gibt keine innigere
Verbindung als der Zusammenschluß in Liebe. Es ist keine Kraft, die stärker ist als die
Liebe, es ist die Liebe die letzte Erfüllung und der Inbegriff aller Seligkeit. Denn es ist
die Liebe göttlich, sie ist der Strom, der unaufhörlich das Weltall durchfließt, um
unaufhörlich Sich-entfernen-Wollendes aufzusammeln und zu verschmelzen zur
unsäglichen Beglückung dessen. Es ist die Liebe unwandelbar in sich, sie kann nur als
Objekt ihres Verlangens etwas wählen, was Gott-fern ist .... Und dann ist es eine
verkehrte Liebe, die dem Bösen gilt, also den Zusammenschluß sucht mit dem, was sich
von Gott entfernt hat. Es ist das gleiche Gefühl, das sich äußert, jedoch der Gegenstand
dieses Gefühles ein anderer Pol, er ist Gegenkraft. Und also kann die Liebe sich dem
einen oder dem anderen Pol zuwenden, und das Zuwenden zu dem einen wird immer
das Abwenden vom anderen bedeuten. Es ist also gleichsam die Liebe ein Gefühl, das
seinen Ursprung hat in Gott, in das Weltall ausgesendet wird und nun aber sowohl
wieder den Zusammenschluß suchen kann mit seinem Schöpfer als auch mit Dessen
Gegenpol, der gleichfalls die Kraftausstrahlung aus Gott, die Liebe, benötigt, um
herrschen zu können und mächtig zu sein. Jede Zuwendung von Liebe eben dieser
Macht vergrößert sie, jede Rückstrahlung zum Ausgangsort vermindert die Kraft des
Gegners und vermehrt die göttliche Kraft .... Alles, was durch die Liebe miteinander
verbunden ist, strömt unaufhaltsam dem Ausgangsort der Liebe zu, und da die Liebe
etwas Geistiges ist, etwas nicht Greifbares, sondern nur mit der Seele zu Spürendes,
muß auch der Ausgangsort etwas Geistiges sein .... etwas Unergründliches, mit den
körperlichen Sinnen nicht Wahrnehmbares. Wird aber dieses mit der Seele zu
Empfindende auf irdische Dinge verschwendet, indem sie Verbindung sucht mit
irdischem Gut, d.h. mit der Materie, die dem Reich der Finsternis angehört, so sucht sie
also gleichzeitig Verbindung mit dem Herrn der Finsternis. Sie entfernt sich von ihrem
Ausgangsort, sie verlangt zum Gegenpol Gottes, und also ist es eine verkehrte Liebe, die
den Zusammenschluß sucht mit allem in Widerspruch zu Gott stehenden Geistigen. Es
ist die Liebe zum Besitz, zu irdischem Glück, zum Erdenleben und zu jeglicher Materie
eine solche verkehrte Liebe, die nicht zu Gott führt, sondern zu Dessen Gegner. Und der
Zusammenschluß mit diesem von ihr Begehrten löst auch nur unvollkommenes
Glücksempfinden aus, das zeitlich begrenzt ist und nur ein Schein-Glück bedeutet für
das Wesen, das solche Liebe nährt, während die reine göttliche Liebe, die dem Geistigen
gilt, unzerstörbares Glück auslöst auf Erden schon und dereinst im Jenseits, das
Ewigkeiten überdauert .... Denn es führt diese Liebe zu Gott, Der die Liebe Selbst ist ....
Amen
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14
Gottes große Liebe .... B.D. Nr. 8042
18.11.1961
Lasset euch von Mir beschenken, denn Meine Liebe zu euch ist übergroß und will
immer nur geben und beglücken. Und Ich fordere nichts weiter von euch als ein
geöffnetes Herz, d.h. euren Willen, von Mir Liebegaben entgegenzunehmen. Dann aber
werdet ihr reichlich bedacht werden, Ich werde euch geistig und irdisch bedenken ....
alles, was ihr benötigt für Leib und Seele, wird euch zugehen, auf daß ihr euren
Erdenweg mit dem Erfolg zurücklegen könnet, geistig ausgereift zu sein und mit Mir
den Zusammenschluß gefunden zu haben .... was Zweck und Ziel eures Daseins auf
Erden ist. Lasset euch beschenken von Mir .... In Fülle will Ich Meine Gnaden
ausschütten über euch, weil ihr schwach und hilfsbedürftig seid und weil ihr ohne Meine
Hilfe nicht zur Höhe gelangen könntet. Ich aber will, daß ihr die Höhe erreichet, Ich
will, daß ihr wieder werdet, was ihr waret im Anbeginn: vollkommene Wesen, die
unaussprechlich selig sind .... Ihr seid Mein Anteil, und darum sollt ihr auch verbunden
sein mit Mir. Noch aber haltet ihr euch von Mir entfernt, es sei denn, ihr öffnet Mir
freiwillig euer Herz und begehret, daß Ich Selbst Besitz nehme von euch .... Dieser
Wille, dieses Verlangen, muß in euch rege werden, und dazu benötigt ihr Kraft und
Gnade, denn ihr seid noch schwache Wesen, und ihr befindet euch noch in der Gewalt
Meines Gegners, solange ihr euch noch nicht bewußt Mir angeschlossen habt durch
euren Willen .... Und darum ist Meine Liebe ständig bemüht, euch so
gegenüberzutreten, daß ihr euch von ihr berühren lasset .... oder auch, Ich schenke euch
ständig Liebegaben, auf daß ihr euch dem Geber zuwenden sollet, denn erst dann sind
diese Liebegaben für euch von Wert. Ich liebe euch und Ich will nur, daß ihr Meine
Liebe fühlet, wozu aber ein Öffnen eures Herzens nötig ist, eine innere Bereitwilligkeit,
Meine Liebestrahlung in Empfang zu nehmen. Und diese beweiset ihr Mir, wenn ihr an
Mich denkt .... wenn ihr eines Gottes und Schöpfers gedenkt, von Dem ihr selbst
ausgegangen seid. Dann ist schon euer Wille zu Mir gerichtet, und Ich nütze jede solche
Gelegenheit, euch dann Liebegaben zu übermitteln, in welcher Form dies auch sei ....
Ich bringe euch Mein Wort nahe, Ich schüre in euch das Verlangen nach der Bindung
mit Dem, Den ihr als euren Schöpfer anerkennt, und Ich gebe euch gedanklich
Aufklärung oder leite euch Schriften zu, die der Wahrheit entsprechen, oder Ich bringe
euch mit Menschen zusammen, mit denen ihr geistige Gespräche führen könnet .... Ich
nehme Mich eines jeden einzelnen an und möchte in dessen Herzen Liebe einstrahlen,
auf daß diese Liebe Erwiderung finde und ihr nun bewußt den Zusammenschluß
anstrebet mit Mir, Der Ich die Ewige Liebe bin. Denn Ich will Mich ständig
verschenken, Ich will ständig euch, Meine Geschöpfe, beglücken, weil Ich auch ständig
eure Gegenliebe gewinnen will, die wieder das Urverhältnis herstellt, das ewige
Glückseligkeit bedeutet. Und ihr könnt dessen gewiß sein, daß Meine Liebe euch
niemals aufgibt, daß sie euch verfolgt, auch wenn ihr euch noch fernhaltet von Mir ....
Ich werde nicht eher ruhen, bis Ich auch eure Liebe gewonnen habe, denn erst die
erwiderte Liebe beglückt .... Meine Liebe zu euch aber höret nimmer auf, weil ihr aus
Meiner Liebe hervorgegangen seid .... Und darum werde Ich auch niemals aufhören,
Mich euch zu verschenken .... Ich werde niemals aufhören, eure Rückkehr zu Mir zu
fördern .... Ich werde ständig eure Herzen anrühren, und ob ihr euch auch noch
verschließet .... einmal wird Meine Liebekraft durchbrechen, ihr werdet euch freiwillig
ihr ergeben, ihr werdet Mir zudrängen in Liebe, und die Seligkeit des Empfangens und
Gebens wird kein Ende nehmen .... Denn Meine Ursubstanz ist Liebe, und auch ihr
werdet wieder in euren Urzustand zurückkehren, weil Ich euch nicht aufgebe, weil Ich
euch ständig mit Meiner Liebe verfolge, bis ihr Mein geworden seid und bleibet auf
ewig .... Amen
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16
Liebe gleich Leben .... B.D. Nr. 7494
4.1.1960
In der Liebe nur findet ihr das wahre Leben .... Die Liebe erweckt euch zum Leben,
und die Liebe erhält euch das Leben ewiglich .... Denn wer in der Liebe lebt, der lebt in
Mir und Ich in ihm, und da Ich Selbst die Liebe und das Leben bin von Ewigkeit, muß
sich auch alles im Leben bewegen, was in der Liebe steht .... Mein Urwesen muß in dem
sein, der die Liebe übt .... Ihr seid auf ewig dem Tode entronnen, wenn die Liebe euch
zum Leben erweckt hat, denn ihr seid dann auch dem entronnen, der den Tod in die
Welt gebracht hatte durch seine Lieblosigkeit. Wer die Liebe hat, der hat auch das
Leben .... Leben aber ist ständiges Nutzen Meiner Kraft, Leben ist ständiges Anfordern
dieser Kraft und Nützen nach Meinem Willen. Es kann also kein Mensch mehr untätig
sein, der in der Liebe und darum im Leben steht, denn er wird immer die Kraft, die ihn
durchflutet, verwerten in Meinem Willen, der auch sein Wille ist, weil die Liebe und das
Leben immer Anschluß bedeuten an Mich Selbst .... Und es kann darum der Mensch
schon auf Erden zum vollen Leben seiner Seele gelangen, wenn er sich bemüht, in der
Liebe zu leben, wenn er durch die Liebe sich mit Mir zusammenschließt und ständig
nun von Mir Kraft empfängt, die nun auch „Leben“ verrät .... einen Zustand der
unentwegten Tätigkeit in Seligkeit. Dieser Mensch braucht auch ewig keinen Tod mehr
zu fürchten, denn er hat diesen überwunden, mag es auch in der Welt scheinen, als sei
der Mensch kraftlos und zu irdischem Tun nicht mehr fähig, seine Seele aber ist nicht
mehr gebunden, sie ist frei und kann in ihrer Freiheit wirken und schaffen, was sich
jedoch mehr geistig auswirken wird als irdisch, denn es wird gesprochen vom wahren
Leben .... Das Leben auf der Erde kann dennoch ein Zustand des Todes sein, wenn es
nur den Lebensgrad des Körpers bezeichnet, der aber jeden Tag auch sinken kann, daß
der Zustand des Todes dann Körper und Seele überfällt und das Leben ewiglich
verlorengeht. Es soll für das Leben der Seele gesorgt werden, und das geschieht allein
durch ein Liebeleben, das Kraft einträgt der Seele und ihr also das rechte Leben schenkt,
das Bestand hat für die Ewigkeit. Die Liebe allein verschafft euch ein solches Leben,
und eure Seele wird sich freuen, aus dem Zustand des Todes herausgefunden zu haben
in den Zustand des Lebens, wo sie nun unentwegt tätig sein kann und auch tätig ist, weil
die ihr ständig zuströmende Kraft keine Untätigkeit, keine Bewegungslosigkeit mehr
zuläßt, weil sie arbeitet und wirket in Meinem Willen und diese Arbeit darin besteht,
den Seelen zur Erlösung zu verhelfen, die noch im Zustand des Todes sind und darum
als kraftlos Hilfe benötigen. Diese Arbeit leistet die Seele, auch wenn der Körper nichts
davon spürt, denn sie hat ihre geistige Tätigkeit, die unabhängig ist vom Körper, aber
die Seele nicht mehr ruhen lässet, die einmal zum Leben durch die Liebe gelangt ist.
Liebe allein ist das wahre Leben .... Darum könnet ihr euch nicht im Zustand des Lebens
befinden, solange ihr noch ohne Liebe seid, und also könnet ihr auch nicht wirken und
schaffen für das geistige Reich, wenn euch die Liebe fehlt .... Seid ihr aber für Mein
Reich tätig, so wird euch auch die Liebe nicht mangeln, und ihr brauchet immer nur eure
Kraft zu verstärken suchen, ihr brauchet immer nur die Liebe zu üben, auf daß stets
mehr Kraft euch durchflute und ihr bewußt und unbewußt nun arbeiten könnet zum
Wohl der Seelen, die in Not sind, weil sie noch nicht das wahre Leben gefunden haben.
Jede Arbeit, die ihr an solchen Seelen verrichtet, sind Zeichen, daß ihr selbst das Leben
gefunden habt, und jede solche Arbeit wird auch gesegnet sein, denn Leben gebärt
wieder neues Leben, und was ihr dem ewigen Tode entreißet, das wird für euch und euer
Leben zeugen, denn ihr könntet nichts tun, hättet ihr nicht schon das Leben gefunden
durch den Zusammenschluß mit Mir und ständiges Überströmen Meiner Kraft in
euch .... Ihr lebet und werdet leben ewiglich .... Und ihr werdet tätig sein nach Meinem
Willen und selbst dabei eure Seligkeit finden auf Erden schon und auch im geistigen
Reich .... Amen
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18
Aus dem Feuer der Liebe strahlt das Licht der Weisheit .... B.D. Nr. 7650
18.7.1960
Die Liebe allein ist der Schlüssel zur Weisheit .... und es wird schwer sein, den
Irrtum von der Wahrheit zu trennen, für den, der die Liebe nicht hat, denn er selbst
befindet sich außerhalb der Wahrheit, und er kann diese nicht erkennen. Es wird aber
wiederum möglich sein, zur Wahrheit zu gelangen, wenn der ernste Wille dazu
vorhanden ist und wenn der Mensch um die Auswirkung der Liebe weiß. Die Liebe ist
das Licht selbst, und ein liebewilliges Herz wird vom inneren Licht erleuchtet .... denn
die Liebe erweckt den Geist zum Leben, der, weil Anteil des Vatergeistes von Ewigkeit,
auch alle Weisheit in sich trägt und sie dem Menschen nun von innen heraus vermitteln
kann. Das Feuer der Liebe strahlt das Licht der Weisheit aus .... Wenn ihr Menschen
doch diese tiefe Wahrheit zu fassen vermöchtet, daß es kein wahrheitsgemäßes
Wissen .... also Weisheit .... geben kann, wenn die Liebe nicht im Menschenherzen
erglüht ist. Denn nur wo Liebe ist, kann der Mensch eindringen in die tiefsten Tiefen
göttlicher Weisheit, und dann wird er auch das Wissen des Mitmenschen weit
überflügeln, weil er .... wenn er die Liebe in sich hat .... Gott Selbst in sich birgt und von
Ihm nun eingeführt werden kann in alle Wahrheit. Der Mensch sollte sich dessen immer
bewußt bleiben, daß er in sich selbst alle Weisheit birgt .... daß er in seinem Urzustand
im hellsten Licht gestanden hat und also in vollster Erkenntnis und daß dieses Licht nur
verschüttet wurde durch seinen Sündenfall, aber jederzeit wieder zur Oberfläche
gelangen kann, wenn er frei ist von seiner Sündenschuld, wenn er erlöst ist durch Jesus
Christus und nun durch ein Liebeleben den Geist in sich zum Erwachen gebracht hat.
Und dann wird er auch unterscheiden können Irrtum von Wahrheit .... Er wird ein
weises Urteil fällen können, sowie sich Streitfragen ergeben, die geistiges Wissen
betreffen. Und dieser soll angehört werden, wenn es gilt, zu prüfen, ob ein Geistesgut
der Wahrheit entspricht. Aber es werden viele Menschen von sich aus behaupten, ihren
Geist zum Erwachen gebracht zu haben, es werden viele Menschen sich zu den
Erweckten im Geist zählen, und man wird voneinander-abweichendes Gedankengut als
Wahrheit vertreten, das aber niemals Wahrheit aus Gott sein kann, wenn es voneinander
abweicht .... Und die Menschen selbst können auch nicht den Liebegrad des
Mitmenschen ermessen, und es gibt dann nur den einen Ausweg .... zu Gott Selbst zu
gehen und Ihn um Aufklärung zu bitten, Der Selbst die „Ewige Wahrheit“ ist. Denn das
sei euch gesagt, daß auch der Gegner Gottes sich tarnen kann unter dem Deckmantel der
Liebe .... daß dann aber nicht von uneigennütziger Nächstenliebe gesprochen werden
kann, sondern Liebe geübt wird um eines Vorteiles willen, den der Mitmensch zumeist
nicht merkt. Aber es besteht diese Gefahr, und dann kann nicht von Übermittlung der
Wahrheit, von der „Weisheit“ gesprochen werden, von dem Licht, das aus dem Feuer
der Liebe ausstrahlt. Und darum sollet ihr Menschen prüfen und euch nicht beirren
lassen von Lehren, die euch schwer anzunehmen dünken .... Dann werdet ihr innerlich
gewarnt, denn wer die Wahrheit begehrt, der braucht nicht zu fürchten, dem Irrtum zu
verfallen, er wird ein rechtes Empfinden haben für Abwehr, wenn ihm zuweilen
Geistesgut geboten wird, und er wird auch erkennen, wenn sich der Gegner
eingeschaltet hat und wo er sich einschalten kann. Und er soll sich nur desto inniger an
Gott anschließen und Ihn bitten um Schutz vor Irrtum und um rechtes Erkennen .... Und
sein Denken wird recht sein, er wird in seinem Urteil nicht irren .... Amen
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19
Weisheit ist geistiges Wissen .... B.D. Nr. 3140
30.5.1944
Weisheit ist geistiges Wissen, das voll und ganz der Wahrheit entspricht. Weisheit ist
ein Wissen, das, in seiner ganzen Tiefe erschöpft, die Menschen unsagbar beglückt; sie
ist ein Wissen, das nimmermehr widerlegt werden kann, denn der Weisheit hält kein
Gegenwissen stand. Und darum muß die Weisheit göttlichen Ursprungs sein, weil nur
von Gott allein etwas ausgehen kann, was vollkommen ist und daher nicht bemängelt
werden kann. Gott allein kann ein Wissen austeilen, das diesen Anspruch auf
Vollkommenheit hat, weil Sein Wesen Selbst Weisheit ist. Menschliches Wissen aber
wird immer ein Streitobjekt sein und auch bleiben, denn es wird niemals unantastbar
sein, sondern es wird sich ändern, wie sich die Menschen ändern, die das Wissen
verstandesmäßig erworben haben. Der Mensch glaubt sich wissend, sowie er seine
Forschungen auf einem Gebiete abgeschlossen hat; ob es aber nun das rechte Wissen ist,
das der Wahrheit entspricht, ist nicht bewiesen. Irdischerseits kann für weltliches
Wissen auch der Beweis gefordert und erbracht werden, dann ist es nicht grundlos, und
der Mensch glaubt nun auch mit Recht, wissend zu sein .... Jedoch ist dieses Wissen
noch keine Weisheit .... Irdisches Wissen kann durch Forschung erworben werden,
geistiges Wissen aber .... die Weisheit .... wird vom Geist Gottes dem Menschen
vermittelt, von einer wissenden Kraft, die nicht irren kann und auch niemals irriges
Gedankengut weiterleitet. Also es ist die Weisheit die von Gott übermittelte Wahrheit in
reinster Form .... Wer die Weisheit von Gott entgegengenommen hat, dem wird das
irdische Wissen nicht mehr begehrenswert erscheinen, denn die Weisheit aus Gott
steigert ständig sein Verlangen danach, und sie ist dem Menschen nun das köstlichste
Gut, das er nicht mehr hingeben mag und das er auch nicht durch irdisches Wissen
ersetzen will. Denn der weise Mensch weiß, daß das irdische Wissen keinen
Ewigkeitswert hat und daß es auch nicht unwiderlegbar ist; er weiß, daß der Erfolg
irdischen Wissens wieder nur irdische Güter, Ehre und Ruhm sind, während die
göttliche Weisheit dem Menschen das letzte Ziel ermöglicht .... vollkommen zu werden
auf Erden und als Lichtwesen einzugehen in das geistige Reich .... Denn die göttliche
Weisheit trägt Kraft in sich, sie erleuchtet den Menschen und macht ihn fähig für eine
Arbeit auf Erden, die er im Dienst des Herrn verrichtet .... sie macht ihn fähig, wieder
geistiges Wissen auszuteilen und zahllose Seelen zur Erkenntnis zu führen und ihnen
den Weg zu weisen zu Gott. Die Weisheit geht von Gott aus und leitet alle Wesen
wieder zu Ihm hin, Der die Weisheit Selbst ist .... Amen
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20
„Ich bin das Licht der Welt ....“ Licht ist Wahrheit .... B.D. Nr. 5592
1.2.1953
Ich bin das Licht der Welt, und nur, wo Ich bin, kann das Licht leuchten, wo Ich aber
nicht bin, dort ist Finsternis .... Wer diese Worte tief in das Herz eindringen lässet, der
wird auch bald von einem Lichtstrahl berührt werden, denn er wird erkennen, daß er den
Weg zu Mir nehmen muß, um zum Licht zu gelangen. Licht aber ist Wahrheit, und
die Wahrheit geht von Mir aus. Und so kann niemand in der Wahrheit wandeln, der in
Gottferne sich befindet, der Mich Selbst nicht in sich aufgenommen hat, daß Ich in ihm
ein Licht entzünde. Mich aufnehmen aber heißt die Liebe sich zum Eigentum machen,
denn wer in der Liebe lebt, der lebt in Mir und Ich in ihm .... Ich also bin die Liebe, die
Wahrheit, das Licht, das Leben .... Ohne Mich lebet ihr abseits, in der Finsternis. Wo
immer ihr sonst auch das Licht suchet .... ihr werdet es nicht finden, so ihr es nicht in
euch selbst entzündet durch die Liebe, so ihr Mich, Der Ich Selbst die Liebe bin, nicht
an euch ziehet durch Wirken in Liebe. Es kann Unordnung in euren Gedanken sein,
dann ist aber auch Unordnung in eurem Herzen, dann ist die Liebe nicht in euch, die
alles ordnet nach ewigem Gesetz, die auch euer Denken recht leitet und keine
Unklarheit, keine Fragen und keine Zweifel in euch aufkommen läßt. So ist also Licht
erst dann in euch, wenn Ich Selbst im Herzen Aufnahme gefunden habe, weil Ich Selbst
das Licht bin von Ewigkeit. Euch aber steht es frei, das Licht zu wählen oder die
Finsternis .... Glaubet ihr an Mich, durch Den das Licht in die Welt gekommen ist,
glaubet ihr an Jesus Christus und Sein Erlösungswerk, dann werdet ihr auch Mich zu
gewinnen suchen, ihr werdet euch durch Mich aus der Finsternis rufen lassen, ihr werdet
hören auf Meine Stimme, ihr werdet Meine Gebote der Liebe erkennen als Meinen
Willen, und ihr werdet in Meinen Willen eingehen um des Lichtes willen, es wird euch
verlangen nach Mir, nach Meiner Liebe, nach dem Leben, das Ich euch verheißen habe,
ihr werdet erkennen, daß es ohne Mich kein Leben gibt, und also freiwillig in den
Lichtschein treten, den Ich Selbst ausstrahle, ihr werdet das Licht suchen und es auch
finden .... Ihr werdet euch in der Wahrheit bewegen, sowie ihr euch in der Liebe
beweget .... Es gibt keinen anderen Weg, zur Wahrheit zu gelangen als durch die
Liebe .... Und das wird euch auch den über die ganze Welt verbreiteten Irrtum erklären,
der unfehlbar dort sein muß, wo keine Liebe ist .... Die Liebe aber ist erkaltet unter den
Menschen .... Wo soll da noch die Wahrheit anzufinden sein, die nicht sein kann, wo
Ich nicht Selbst bin, die nicht außer Mir ist und die von der Menschen Lieblosigkeit
selbst verdrängt wurde. Wo keine Liebe ist, ist Finsternis, und ob der Verstand der
Menschen noch so hoch entwickelt ist .... Ich bin das Licht der Welt, Ich bin aber auch
die ewige Liebe .... wo aber das Licht verlöscht wird, wo die Liebe nicht anzutreffen ist,
dort ist auch Finsternis des Geistes, dort ist Irrtum, Unwissenheit, Verblendung und
geistige Überheblichkeit, denn dort herrschet der Fürst der Finsternis, der die Wahrheit
verdrängen will und dadurch auch Den, Der die ewige Wahrheit, Der das Licht ist von
Ewigkeit .... Amen
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21
Der Quell aller Kraft ist Gott .... B.D. Nr. 8649
19.10.1963
Als Kraftquell von Ewigkeit strömt von Mir allein nur Kraft aus in die
Unendlichkeit .... Es gibt kein anderes Wesen, das eigenmächtig über Kraft verfügt, es
sei denn, es ist ihm von Mir aus die Kraft zugeströmt. Und Mich wird ewig kein Wesen
außer Kraft setzen können, denn alle Wesen sind die Erzeugnisse Meiner Kraft, die
Mein Wille außer Mich stellte. Und ob sie auch noch so vollkommen erschaffen
wurden, ob sie sich im freien Willen auch zur höchsten Vollkommenheit gestalten und
Meine Kinder werden .... sie werden niemals Mich Selbst, als den Kraftquell,
übertrumpfen können, sie werden niemals fähig sein, Mich Selbst an der Ausführung
Meines Willens zu hindern, weil Mir immer dazu die Kraft zur Verfügung steht .... Und
also werde Ich immer und ewig bleiben der Herr des Himmels und der Erde, der Herr
des Universums, Dem alles, was ist, untersteht .... Und ob es auch die Hölle ist .... die
finsterste Macht .... sie wird sich Meinem Willen und Meiner Kraft fügen müssen, sie
wird Mich niemals außer Kraft setzen können, denn auch der Fürst der Finsternis ist erst
aus Meiner Kraft hervorgegangen, und er wäre längst vergangen, hätte Ich ihm Meine
Kraft völlig entzogen, denn auch er ist unvergänglich, also wird er von Meiner Kraft
gehalten, ansonsten er vergehen müßte. Und so sichert Meine Kraft auch das Bestehen
alles dessen, was aus Mir hervorging, seien es geistige oder irdische Schöpfungen, denn
auch die irdischen Schöpfungen sind Träger Meiner Kraft, und ob sie euch Menschen
auch vergänglich scheinen und auch ihrer Außenform nach vergänglich sind, so bleibt
doch die geistige Kraft bestehen, aus der sie gebildet sind, denn auch jegliche Materie
ist Kraft, die sich verdichtet hat zur Form. Und so bin Ich alles in allem .... Und Ich
werde sein bis in alle Ewigkeit .... Es wird sich die Kraft niemals aufbrauchen, sie wird
nicht abnehmen, und ob auch Mir Selbst als dem ewigen Kraftquell ständig Kraft
entströmet und die gesamte geistige und materielle Schöpfung belebt und sie erhält, so
wird sie niemals sich verringern, sie wird ständig neue Schöpfungen erstehen lassen.
Die Zahl der erst-geschaffenen, von Mir abgefallenen Wesen nun ist endlos, und es
gehören Ewigkeiten dazu, um diese in die Tiefe Gefallenen wieder zurückzuführen zu
Mir .... Also gehören auch unzählige Erlösungsperioden, unzählige Schöpfungen
geistiger und materieller Art dazu, was wieder ständige Kraft-Ausstrahlung aus Mir
erfordert .... Doch es gehört alles Erschaffen zu Meiner Seligkeit, und es soll auch die
Seligkeit aller geschaffenen Wesen erhöhen, die wieder in dem Vollkommenheitsgrad
angelangt sind, daß sie selbst schaffen und gestalten können im freien Willen. Alle diese
Wesen nun beziehen die Kraft von Mir, und dieses Zuströmen von Kraft ist ihre
Seligkeit, die durch das Verwenden der Kraft im rechten Willen ständig erhöht wird.
Und es wird dieses Durchströmen der Wesen mit Meiner Kraft kein Ende nehmen, also
wird auch das Schaffen und Gestalten-Können kein Ende nehmen, immer aber wird
Meine endlose Liebe und Weisheit auch im Gesetz ewiger Ordnung die schöpferische
Tätigkeit bestimmen, und die vollkommenen Wesen werden sich auch stets dieser
Ordnung gemäß betätigen. Und ob auch Mein Gegner, der aus dieser ewigen Ordnung
heraustrat, die auch ihn durchströmende Kraft falsch zu lenken und dadurch chaotische
Zustände zu schaffen sucht, so wird ihm dies immer nur bis zu einem gewissen Grad
gelingen .... Niemals aber wird er Mich daran hindern können, ständig neue
Schöpfungen entstehen zu lassen, die nur den einen Zweck haben, sein negatives
Wirken zu entkräften insofern, als daß diese Schöpfungen jenes gefallene Geistige
bergen, das der Gegner einstens zu veranlassen suchte, die von Mir ausströmende Kraft
zu mißbrauchen .... Diese falsch verwendete Kraft ist nun in jenen Schöpfungen
gebunden und kann nicht mehr gegen Mich wirken, sie ist auch dem Einfluß Meines
Gegners entwunden und wird nun zwangsmäßig zu dienenden Funktionen veranlaßt, so
daß sie sich wieder der göttlichen Ordnung gemäß betätigt .... Jegliche Kraft, die von
Mir ausgeht, strömt unwiderruflich wieder zu dem Kraftquell zurück, und dieses Gesetz
garantiert auch die sichere Rückkehr alles gefallenen Geistigen (zu Mir) und selbst Mein
Gegner wird einmal wieder den Weg zu Mir nehmen .... Die Kraft, die sich einst
freiwillig von Mir entfernte, die nicht mehr der ewigen Ordnung gemäß sich betätigen
wollte, wird auch wieder zu ihrem Ausgang zurückkehren .... Denn wenngleich Mein
Gegner als Gegenpol anzusprechen ist und also die Gegenkraft verkörpert, ist diese
Kraft nicht stärker als Ich, denn auch sie nahm erst ihren Ausgang bei Mir Selbst als
dem Ewigen Kraftquell, nur lasse Ich jeglicher als Geschöpf ausgestrahlten Kraft ....
jedem erschaffenen Wesen .... die Freiheit, seine Kraft zu gebrauchen nach seinem
Willen. Und ist dieser Wille auch nun verkehrt gerichtet, so wird er doch nicht mehr
entgegenwirken können, soweit Ich das nicht zulasse, denn Ich allein bin der Herr, und
Mir untersteht alles Geschaffene, und ob es noch so vollkommen aus Mir herausgestellt
wurde .... Ein Kampf wider Mich ist erfolglos und trägt nur zur eigenen Schwächung
des wider Mich Kämpfenden bei .... Es veranlaßt Mich aber zu ständig neuem Wirken
und Erschaffen, denn Meine Kraft kann nicht ruhen, und immer will sie in beglückender
Weise wirken und daher auch alles Erschaffene so gestalten, daß auch diese Geschöpfe
in der rechten Verwendung der ihnen fortgesetzt-zuströmenden Kraft ihre Seligkeit
finden .... Amen
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23
Gottes Wille regieret alle Kräfte .... Freier Wille .... B.D. Nr. 3598
9.11.1945
Alle Kräfte müssen Mir gehorchen, denn Mein Wille regieret Himmel und Erde und
auch das Reich der Unterwelt. Nur dort ziehe Ich Meinen Willen zurück, wo durch die
Entfaltung des freien Willens sich die Wesen entscheiden sollen für Mich oder Meinen
Gegner. Und so ist auch das große Unrecht auf Erden zu erklären, das sich die
Menschen gegenseitig zufügen, so ist auch der Einfluß der geistigen Kräfte auf das
Denken der Menschen zu erklären, den gleichfalls der freie Wille des Menschen gut
oder schlecht gestalten kann, denn es soll der Mensch sich bewähren auf Erden, er soll
die Probe ablegen, deren Bestehen ihn zum freien, kraftvollen Wesen macht. Und
dennoch steht Mein Wille über allem .... Auch die Versuchungen sind zugelassen, für
den Menschen zum Segen, so er sie besteht. Doch niemals heiße Ich das gut, was böser
Wille gebärt, sei es auf Erden oder im geistigen Reich. Und es stürzen sich die Kräfte
der Finsternis in immer größere Sünde, in immer größere Dunkelheit, so sie dazu
beitragen, das Denken der Menschen auf Erden zu verwirren, sie zu schlechtem Handeln
anzuregen und sie also mitsündig zu machen. Das Schlechte bleibt schlecht, auch wenn
Ich durch Meine Zulassung es zur Ausführung kommen lasse, auch wenn es wieder zur
Umwandlung des menschlichen Willens dient. Und darum muß alles Schlechte gebüßt
werden auf Erden oder im Jenseits. Und es ist die natürliche Folge der Sünde schon auf
Erden Leid und Not, weil es eine Äußerung der Lieblosigkeit ist und weil Lieblosigkeit
immer Meine Ordnung von Ewigkeit umstößt und also Unordnung nach sich zieht, die
niemals Glück-bedeutend für die Menschen ist. Wo Leid ist und irdische Not, dort ist
auch ein Zustand der Unordnung, der immer die Lieblosigkeit als Ursache hat. Dort sind
auch die Kräfte der Unterwelt verstärkt tätig, denn sie finden guten Boden für ihre
Aussaat, sie streuen wieder Haß und Neid aus und tragen zu immer größerer Unordnung
bei. Meinem Willen kann das niemals entsprechen, und doch lasse Ich es zu, um den
menschlichen Willen nicht unfrei zu machen, doch verantworten muß sich der Mensch,
so er seinen Willen nicht recht gebraucht hat .... Und um ihm das Falsche seines Willens
klarzumachen, lasse Ich auch die Auswirkungen des bösen Denkens in aller Schwere zu,
auf daß er zur Erkenntnis komme und sich und seinen Willen wandle. Denn dies ist Ziel
des Menschen auf Erden, dazu gab Ich ihm das Leben, aber auch seine Willensfreiheit,
wie Ich auch den geistigen Kräften Freiheit lasse, einzuwirken auf die Menschen je nach
deren eigenem Willen. Doch Mein Wille steht über allem, und er regieret in aller
Weisheit und Liebe alle Wesen in der Unendlichkeit .... Amen
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24
Ewiger Schöpferwille Gottes .... B.D. Nr. 8230
1.8.1962
Erfasset es, daß Meine Liebe unbegrenzt ist und daß diese Liebe sich unentwegt
schöpferisch betätigt, daß sie selbst Kraft ist, aus der alles hervorgeht. Ein jeder
Gedanke von Mir wird zur Form, ganz gleich, ob irdische oder geistige Schöpfungen
hervorgehen .... Darum wird auch der Schöpfungsprozeß nicht aufhören, weil Meine
Liebe nicht aufhört und Meiner Liebekraft nichts unmöglich ist. Das noch zu erlösende
Geistige, das einst von Mir abfiel und in völlig verhärtetem Zustand noch endlose Zeiten
zubringen muß, bevor Ich es zur Materie werden lasse, die nun den Weg der
Aufwärtsentwicklung beginnt .... benötigt noch Schöpfungen in einem Ausmaß, das ihr
euch nicht vorzustellen vermögt; aber es wird unwiderruflich alles gefallene Geistige
einmal durch die Schöpfung hindurchgehen, weil anders eine Rückkehr zu Mir nicht
möglich ist .... Denn es muß bedacht werden, daß auch der Abfall ewige Zeiten gedauert
hat und die Rückkehr wieder endlose Zeiten erfordert; und es sind stets neue
Schöpfungen nötig, die das gefallene Geistige aufnehmen sollen .... Ich aber übersehe
alles, und Meine Weisheit und Liebe erkennt auch die Erfolgsmöglichkeit eines solchen
endlosen Ganges durch Schöpfungen aller Art. Mein Schöpfungswille wird immer neu
angeregt, weil Meine Liebe unermeßlich groß ist und sich entäußern will und darum
ununterbrochen Kraft hinausstrahlt in die Unendlichkeit, die wieder tätig wird laut
Gesetz von Ewigkeit .... Ich bin von Ewigkeit und werde sein bis in alle Ewigkeit ....
Meine Liebe wird kein Ende nehmen und darum auch Mein Schöpferwille unermüdlich
tätig sein, weil Meine Liebe sich entäußern will, und dies geschieht durch ständiges
Erschaffen und Beleben des Erschaffenen .... Für den Menschen ist eine Vorstellung
dessen unmöglich, da er noch dem Gesetz von Zeit und Raum unterliegt und er in
seinem unvollkommenen Zustand auch begrenzt ist in seinem Denken .... Für Mich aber
gibt es keine Begrenzung, und für Mich gibt es auch keine Zeit, für Mich sind tausend
Jahre wie ein Tag .... und auch diese Bezeichnung ist nur bildlich zu verstehen, weil Ich
Selbst nicht unter dem Gesetz von Zeit und Raum stehe. Ich will euch aber Aufschluß
geben, soweit ihr dafür aufnahmefähig seid, und wie ein endlos weites Meer zahllose
Wassertropfen enthält und euch dieser Vergleich schon unfaßbar ist, so auch wird euch
Mein Wesen, Mein Wirken, Meine Liebe, Weisheit und Macht, ewig unergründbar
bleiben .... Und doch bin Ich, und ihr könnet Mich Selbst erfahren in Meiner Liebe,
Weisheit und Macht .... ihr könnet Mich nicht leugnen, denn Meine Werke in der
Schöpfung um euch beweisen Mich .... Und wiederum kann Ich Mich nur so weit
offenbaren, wie ihr selbst es zu fassen vermögt. Und ob ihr noch soviel darüber
nachdenkt, euer Verstand wird Mich nicht ergründen können und auch Mein Schaffen
und Wirken nicht begreifen .... Doch sowie in eurem Herzen sich die Liebe entfaltet,
dann kommt euer Urelement zum Durchbruch, und dann erst gewinnt ihr das rechte
Verständnis für Mein Walten und Wirken, selbst wenn ihr niemals Mich Selbst und
Mein Wesen in seiner ganzen Tiefe ergründen könnet. Meine Liebekraft wird sich
niemals erschöpfen und darum auch Mein Schöpferwille unermüdlich tätig sein, denn
Mein Reich ist eine lebendige Welt, wo alles sich schöpferisch betätigt, was
vollkommen aus Meiner Hand hervorgegangen ist und in seiner Vollkommenheit
verblieb oder nach endlosem Gang durch die Schöpfung wieder zu Mir zurückgekehrt
ist als Mein Kind .... und darum auch im gleichen Sinne, im gleichen Willen tätig ist wie
der Vater, der große Gott von Ewigkeit, Der unbegrenzt ist und auch unbegrenzt
schaffen und wirken wird bis in alle Ewigkeit .... Amen
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25
Vollkommenheit Gottes .... Zweck Seines Willens .... B.D. Nr. 3609
18.11.1945
Groß und mächtig ist Gott, und Seine Liebe kennt keine Grenzen .... Sein Wesen
strahlt tiefste Weisheit aus, Seine Kraftfülle ist unbesiegbar, und Sein Wille strebt nur
das Vollkommene an, und darum ist alles vollkommen, was aus Seiner ewigen
Schöpferkraft hervorgegangen ist. Es ist von Seiner unübertrefflichen Weisheit als gut
und richtig erkannt für den Zweck, dem es dienen soll. Was aus Gott hervorgeht, kann
niemals mangelhaft sein, ansonsten Er nicht vollkommen wäre, ansonsten auch Seine
Macht begrenzt und Seine Liebe nicht unendlich wäre. Gott ist überaus weise, und Seine
Weisheit ist mit einem Willen gepaart, der alle Seine Gedanken zur Form werden lassen
kann durch Seine Kraft. Also ist Ihm nichts unmöglich, Er kann alles, was Er will, will
aber nur das, was Seine Weisheit als zweckvoll erkennt .... Und Zweck ist unbegrenzte
Seligkeit dessen, was aus Seiner Kraft einst in aller Vollkommenheit hervorgegangen,
aber durch eigenen Willen unvollkommen geworden ist. Niemals wird Sein Wille tätig
in umgekehrter Richtung, niemals wird Er durch Seine Kraft etwas ausführen oder
verhindern, was den Zweck hinfällig werden ließe, soweit nicht der freie Wille des
Menschen ausschlaggebend ist, den Er wohl achtet, wenngleich Er ihn nicht gutheißen
kann. Doch Gottes Wille ist ewig unveränderlich, er ist gut und bezwecket nur
Vollkommenes. Doch das Unvollkommen-Gewordene setzt Seinem Willen großen
Widerstand entgegen, denn es erkennt nicht das vollkommenste Wesen, das Wesen, Das
in Sich Liebe, Weisheit und Kraft ist .... ansonsten es sich Ihm bedingungslos
unterwerfen müßte. Der eigene Wille hat die Erkenntnislosigkeit verschuldet, aus freiem
Willen hat sich das ursprünglich Vollkommene jeglicher Erkenntniskraft beraubt und in
den Zustand der Unkenntnis gestürzt, aus dem es wieder nur der freie Wille erlösen
kann. Und also weiß es nicht um die Kraft und Macht der höchsten Wesenheit, es weiß
nicht um Deren Liebe und Weisheit, es weiß nicht um den beglückenden Zustand der
Vollkommenheit. Und es erkennt darum auch nicht die eigene Unvollkommenheit und
ist somit in einem Zustand tiefster Not, so Gott ihm nicht zu Hilfe kommt. Alles, was
Gott tut, ist ein Mittel dazu, die Unvollkommenheit zu heben, dem von Ihm einst aus
freiem Willen Abgefallenen zu helfen, daß es wieder vollkommen werde, daß es zu Ihm
zurückfinde, um selig zu werden. Und was Er tut kraft Seines Willens und Seiner Liebe
und Weisheit, führt unweigerlich zu diesem Ziel, selbst wenn es endlose Zeiten dauert,
ehe dieses Ziel erreicht ist, so der Wille des Unvollkommenen Widerstand
entgegensetzt .... Erst wenn der Widerstand erlahmt, beginnt das Wesenhafte zu
erkennen, daß es unvollkommen ist; es beginnt zu ahnen, daß ein höchst vollkommenes
Wesen sein Schöpfer ist von Ewigkeit und daß es dieses höchste Wesen anstreben
muß .... Und mit dieser leisen Erkenntnis beginnt sein Aufstieg, es beginnt das
Angleichen des Unvollkommenen an das höchst vollkommene Wesen, es beginnt das
Unterordnen des Willens unter den Willen Gottes, und es erkennt alles, was Gott tut, als
weise und in Seiner unendlichen Liebe begründet .... Und sowie dieser Zustand erreicht
ist, kann das Wesenhafte ewig nicht mehr versinken in den Zustand der
Unvollkommenheit, es kann Gott ewiglich nicht mehr abtrünnig werden, denn es
verschmilzt sich durch unausgesetztes Streben zur Höhe mit der Urkraft, von Der es
einst ausgegangen ist, und ist unaussprechlich selig bis in alle Ewigkeit .... Amen
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26
Gottes unermeßliche Größe und Macht .... B.D. Nr. 8767
1.3.1964
Euch ist nur ein winziger Bruchteil Meiner Schöpfung ersichtlich, selbst wenn ihr das
Sternenzelt betrachtet, soweit euer Auge reicht .... Die ganze Unendlichkeit ist erfüllt
mit Meinen Schöpfungen, und daraus könnet ihr auch auf die Unzahl geistiger Wesen
schließen, von denen alle diese Schöpfungen bewohnt sind, die vorerst selbst geformtes
Geistiges sind und weiter (höher) entwickeltes Geistiges bergen, das zum Ausreifen
gelangen soll .... Es ist ein unermeßlich großes Heer von Geistwesen .... einst gefallenen
Urgeistern .... in diesen Schöpfungen gebunden zwecks Rückkehr zu seinem
Ausgang .... zu Mir .... Und ihr werdet daraus auch auf endlos lange Zeiten schließen
müssen, die ihr mit dem Wort „Ewigkeiten“ benennen könnet, die dazu nötig sind, um
alles einst Gefallene zu vergeistigen, aus der harten Materie zu befreien und wieder zu
dem werden zu lassen, was es war im Anbeginn. Und ihr werdet dann auch euch die
Ewige Gottheit anders vorstellen, denn Meine Größe und Macht geht ins
Unermeßliche .... Es ist alles unbegrenzt, was in Zusammenhang mit Mir gebracht
werden kann, sei es Mein Wesen, sei es Mein Walten und Wirken in der
Unendlichkeit .... Und dann wird es euch ganz unfaßlich scheinen, daß Ich Mich zu
einem jeden Meiner geschaffenen Wesen herniederneige und es anspreche .... Ihr könnet
aber als Mensch euch auch keine Vorstellung machen von Meinem Wesen, Das alles
euch Vorstellbare übertrifft, Das nicht in eine Form gebracht werden kann, Dem die
ganze Unendlichkeit untersteht, die Es regieret mit Seinem Willen und Seiner Macht ....
Denn euer Denken ist begrenzt und kann das Unbegrenzte nicht fassen, bevor ihr nicht
selbst einen Grad der Vollkommenheit erreicht habt, der es euch ermöglicht, tiefer
einzudringen in das größte Geheimnis des Wesens eures Gottes und Schöpfers.
Ewigkeiten also bestehen die Schöpfungen im Universum schon, und Ewigkeiten
werden noch vergehen, bis alles vergeistigt ist .... Denn es gibt für Mich weder Zeit noch
Raum .... Ich beherrsche die ganze Unendlichkeit, und für Mich ist Vergangenheit,
Gegenwart und Zukunft eines .... Aber Ich finde Meine Seligkeit in ständigem
Erschaffen und Ausstrahlen Meiner Kraft in die Unendlichkeit, und Ich erschaffe nichts,
ohne Meine Liebe und Weisheit wirken zu lassen, und daher sind alle Schöpfungen
zweckdienlich, nur daß euch Menschen darüber nicht volle Aufklärung gegeben werden
kann, denn ihr könnet nur das fassen, was für euren Gesichtskreis besteht .... Und auch
diese Aufklärungen übersteigen euer Fassungsvermögen, solange ihr noch nicht
vollendet seid. Die ungeheuren Welten, von denen ihr keinerlei Kenntnis besitzet,
werdet ihr erst zu erschauen vermögen, wenn ihr selbst im geistigen Reich in einem
hohen Lichtgrad stehet .... Denn auch sie gehören dann zu den Beglückungen, die euch
erwarten, weil es Schöpfungen sind von unvorstellbarer Art, die ihr dann in
Augenschein nehmen dürfet, weil ihr geistig zu schauen vermöget und dann auch ihre
Zweckbestimmung erkennt .... Ich bin das größte und vollkommenste Wesen, Das euch
ewiglich unerreichbar bleibt, weil die geschöpflichen Wesen Meine Urgewalt nicht
ertragen könnten .... Und doch bin Ich euer liebevollster Vater, Der jedes einzelne
Geschöpf im Übermaß zu beglücken sucht und für dieses alle Freuden und
Herrlichkeiten bereit hat im geistigen Reich .... Aber da Ich höchst vollkommen bin,
muß auch das geschöpfliche Wesen einen Grad der Vollendung erreichen, um mit Mir
in inniger Verbindung nun selig sein zu können .... Und diese Vollendung kann nur
erreicht werden durch die Rückwandlung des Wesens zur Liebe, die einst sein Urwesen
war, denn Meine Liebe hat es ausgestrahlt als selbständiges Wesen, und so war es in
seiner Ursubstanz eben Meine ausgestrahlte Liebekraft .... Und es muß sein im freien
Willen verkehrtes Wesen wieder zurückgestalten zur Liebe, dann wird es auch alle
Herrlichkeiten genießen dürfen, die Ich allen Meinen Kindern bereitet habe .... Und
darin besteht Meine Seligkeit, alle von Mir einst abgefallenen Wesen wieder
zurückzuleiten, sie so lange mit Meiner Liebe zu verfolgen, bis sie keinen Widerstand
mehr leisten und sich Mir und Meiner Liebe ganz ergeben. Und diesem letzten Zweck
dienen alle Meine Schöpfungen in der Unendlichkeit, alle Gestirne mit allen ihren
Bewohnern haben ihre besondere Aufgabe, und alle dienen dem Geschöpflichen zur
letzten Vollendung. Und alles Geschöpfliche muß wissen um seinen Gott und Schöpfer,
sowie es in dem Stadium des Ichbewußtseins steht. Und es muß im freien Willen diesem
seinem Gott und Schöpfer zustreben, um einmal den Zusammenschluß herzustellen mit
Ihm, Der ihm dann die höchste Seligkeit garantiert. Euch Menschen lasse Ich diese
Kenntnis zukommen, um euch nur einen kleinen Einblick zu gewähren in die endlose
Schöpfung, die nur für euch .... für die einst gefallenen Urgeister .... erstanden ist und
die nur Meine endlose Liebe zu euch hat erstehen lassen, auf daß sie euch der Weg sei,
auf dem ihr wieder zu Mir zurückkehret, von Dem ihr einst in aller Vollkommenheit
ausgegangen waret. Ein kleines Licht nur will Ich euch anzünden, wer Ich bin und welch
unermeßliche Liebe Mich bewegt hat, die Schöpfung erstehen zu lassen .... und daß Ich
aus der höchsten Höhe Mich herabneige zu euch, Meinen Geschöpfen, um Selbst euch
anzusprechen und euch Mein Wesen zu enthüllen, soweit ihr dies zu fassen vermöget,
und daß Ich euch ständig Meine Liebe zuwende, die euch gilt immer und ewig und die
es auch einmal erreichen wird, daß ihr sie freiwillig erwidert und nun also eure
Wandlung zu eurem Urwesen vollzogen habt .... Und dann erst werdet ihr Meine Liebe,
Weisheit und Macht erkennen, denn ihr werdet die gesamte Schöpfung überschauen
können und unermeßlich selig sein, denn die Herrlichkeiten werden kein Ende nehmen,
die Ich denen bereitet haben, die Mir ihre Liebe schenken .... Amen
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28
Durch Naturgeschehen offenbart Gott Seine Macht .... B.D. Nr. 8080
15.1.1962
Über alles will Ich euch aufklären, was nur dazu dienet, daß ihr noch vor dem Ende
den Weg nehmet zu Mir, eurem Gott und Schöpfer, Den ihr einst freiwillig verlassen
habt. Ihr Menschen wisset nicht um den Anlaß eures Daseins als Mensch auf dieser
Erde, und doch solltet ihr darüber Aufschluß zu erfahren suchen, denn dann erst lebet
ihr euer Erdenleben bewußt. Es wird euch zwar gesagt, ihr seid auf der Erde, um
vollkommen zu werden, aber weil euch das nähere Verständnis fehlt, berühren euch
diese Lehren nicht .... Ihr müsset zuvor wahrheitsgemäß unterwiesen werden und selbst
gedanklich dazu Stellung nehmen .... Dann erst werdet ihr euer Leben
zweckentsprechend ausleben. Und diese Wahrheit suche Ich euch zuzuführen, doch euer
freier Wille ist ausschlaggebend, ob ihr sie auch annehmet und erkennet als Wahrheit.
Nun aber stehet ihr Menschen kurz vor dem Ende, und wollet ihr noch bis dahin eure
Seelenreife erreichen, so müsset ihr es ernst nehmen und bewußt euch mit eurem Gott
und Schöpfer in Verbindung setzen .... Ihr müsset also vorerst an Ihn glauben .... Und
darum werdet ihr noch vieles erleben, was euch eine „Macht“ außerhalb der irdischen
Welt (Macht?) beweiset .... ihr werdet das Eingreifen einer Macht nicht leugnen können,
Die ihr selbst nicht bestimmen könnet, Die auch euer Schicksal gestaltet und Der ihr
euch ergeben müsset. Wenn ihr nur zu dieser Erkenntnis kommet im Erdenleben, dann
ist schon der erste Schritt getan, denn dann ist es auch möglich, daß ihr mit dieser Macht
Verbindung aufnehmet, und dann werdet ihr erfaßt von Mir und wahrlich Schritt für
Schritt zur Höhe geleitet .... Und ihr werdet nun auch verstehen, warum Ich Mich so oft
in Naturgeschehen zu offenbaren suche .... Es müssen die Menschen ersehen können,
daß menschlicher Wille, menschliche Kräfte ausschalten, wenn sich in der Natur Dinge
vollziehen, die als Katastrophen auch unzählige Menschenleben fordern .... Sie müssen
eine Macht über sich erkennen lernen, wenngleich auch solche Geschehen noch keinen
Glaubenszwang bedeuten, da sich die völlig ungläubigen Menschen auch andere
Begründungen solcher Geschehen geben, wenn sie noch Mir völlig widersetzlichen
Sinnes sind. Doch Ich offenbare Mich in Naturgeschehen jeglicher Art .... werden doch
immer einzelne Menschen sich dadurch angesprochen fühlen, d.h. erkennen, daß Ich bin
und auch sie selbst von Mir ihren Ausgang nahmen. Die Zeit ist nur noch kurz bis zum
Ende, Offenbarungen solcher Art aber werden noch viele sein, denn anders kann Ich
nicht mehr reden zu denen, die verhärtet sind, und nur durch schwerste
Schicksalsschläge sind noch einige Seelen zu gewinnen, die plötzlich erkennen, daß sie
selbst ohnmächtig sind und abhängig von Dem, Der sie erschaffen hat .... Und immer
wieder werde Ich daher die Menschen ansprechen .... laut und gewaltig jene, die einer
leisen Ansprache nicht achten, denn die Verbindung von Mir zur Erde wird immer
bestehenbleiben, weil ihr Menschen Geschöpfe Meiner Liebe seid, die Ich
zurückgewinnen will. Und je näher das Ende ist, desto lauter wird Meine Stimme
ertönen, die sich durch die Naturelemente äußern wird .... bis dann der letzte Tag
gekommen ist, wo Ernte gehalten wird .... wo alles erneut dem Tode verfällt, was Mir
völlig abgewandt ist, und ein neues Leben beginnen wird auf der neuen Erde .... Amen
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29
Bei Gott ist nichts unmöglich .... B.D. Nr. 7118
12.5.1958
Mir ist wahrlich alles möglich, aber Meinem Wirken werden von euch Menschen
sehr oft Schranken gesetzt, die Ich um eurer selbst willen auch nicht durchbreche.
Einem ungläubigen Menschen würde es nicht zum Segen gereichen, so ihm Meine
Macht und Stärke bewiesen würde durch Werke, die eben nur Ich Selbst vollbringen
kann und die also dann auch Mich Selbst beweisen würden. Er würde ewig nicht mehr
zur Freiheit gelangen, denn ein solches ungewöhnliches Wirken wäre für einen
glaubenslosen Menschen nur ein Zwang, der ihn hinderte, jemals zur Vollkommenheit
zu gelangen. Auch der gläubige Mensch hat sehr oft noch nicht die Stärke seines
Glaubens, daß Mir also ein wundersames Wirken möglich wäre, auch der gläubige
Mensch ist noch sehr begrenzt in seinem Denken, er vermag noch nicht das unbegrenzte
geistige Wirken zu fassen, er sieht immer noch mit irdisch-beschränktem Blick .... Und
so lange darf Ich auch seinem Glauben keinen Zwang antun, wenngleich nur noch
wenige Schritte von ihm zu gehen wären, um jene Schranken zu übersteigen. Ich möchte
euch Menschen gern zu dieser Glaubensstärke verhelfen, die ein uneingeschränktes
Wirken an euch zuläßt, denn Ich möchte euch allen Meine Liebe und Meine Macht
beweisen, um eure Liebe zu erhöhen, und Ich möchte euch auch aus Nöten befreien, die
ihr selbst nicht beheben könnet. Und Ich kann euch daher nur immer wieder sagen, daß
Mir nichts unmöglich ist .... Das solltet ihr euch ständig vorhalten, daß Meine Macht
unbegrenzt ist und alles zuwege bringt. Aber es ist weniger Meine Macht, an der ihr
zweifelt, als Meine Liebe .... Und darum sollet ihr wissen, daß ihr doch Kinder Meiner
Liebe seid, daß Meine Liebe zu euch unendlich ist, daß sie niemals aufhören wird, daß
sie euch beschenken möchte in aller Fülle, daß ihr sie immer nur anzufordern
brauchet .... und daß eure Liebe Mir nur die Tür eures Herzens öffnet, damit Meine
Liebe nun auch einstrahlen kann in euch .... An Meiner Liebe dürfet ihr niemals
zweifeln, die euch doch auf Schritt und Tritt verfolgt, die nur will, daß ihr euch Mir
zukehret und dann auch alles für euch zu tun bereit ist, was ihr erbittet .... Die Liebe
verschenkt sich immer, die Liebe wird niemals sich versagen .... Und daß Ich euch liebe,
das allein beweiset euch schon eure Existenz, denn ihr könntet nicht bestehen, wenn
Meine Liebe euch nicht erfaßt hätte mit aller Glut. Und da ihr also als Mensch auf dieser
Erde wandelt, ist euch auch der Beweis Meiner Liebe erbracht, und nun solltet ihr euch
in dem Bewußtsein Meiner nie endenden Liebe ganz vertrauensvoll an Mich wenden,
wenn euch eine Not drückt, die ihr allein nicht abwenden könnet .... Dann wird auch
euer Herz Mich gegenwärtig fühlen, und ihr werdet nun überzeugt auch Meine Hilfe
erwarten, ihr werdet nicht mehr zweifeln oder fragen, ob ihr Meiner Liebe würdig seid,
ihr werdet wissen, daß die rechte Vaterliebe nicht vergehen kann, daß sie um das Kind
besorgt ist und ihm gern gibt, was es begehrt. Ihr sollt diese Meine Worte euch tief in
das Herz schreiben, ihr sollt sie nicht vergessen, sondern euch immer wieder daran
aufrichten, wenn ihr wankelmütig werdet .... Denn es liegt allein an eurem Glauben, ob
Ich ungewöhnlich wirken kann an euch oder nicht .... Es gibt nichts, das Mir zu tun
unmöglich wäre, denn Der die ganze Welt erschaffen hat, Der wird auch die Nöte eines
Seiner Geschöpfe beheben können .... Der um alles weiß, Der kennt auch alle eure Nöte,
aber Er will eure gläubige, liebende Hingabe, um euch nun auch bedenken zu können
eurem Glauben gemäß .... Amen
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30
Gesetz von Ewigkeit: Liebe .... Göttliche Ordnung .... B.D. Nr. 6150
31.12.1954
Es besteht ein ewiges Gesetz, dem ihr alle euch unterordnen müsset, wollet ihr selig
sein .... Ihr könnet zwar abweichen, ihr könnet wider das Gesetz auch verstoßen, aber
dann gebet ihr auch eure Seligkeit auf, dann geratet ihr in einen Zustand, wo alle
Harmonie aufgehoben ist .... wo ihr unselig seid. Das Gesetz von Ewigkeit aber heißt:
Liebe .... Und nun wisset ihr auch, wann ihr gegen das Gesetz verstoßet .... wenn ihr
euch gegen die Liebe versündigt. Wo Liebe ist, ist Ordnung, Harmonie und
Vollkommenheit .... und darum auch Seligkeit .... Wird die Liebe außer acht gelassen,
dann wird auch alles andere zerstört, es entstehen aus der Lieblosigkeit andere
gesetzwidrige Eigenschaften, die alle nur dazu beitragen, einen elenden Zustand zu
schaffen und Böses zu gebären, das sich ständig vermehrt und also jegliche Harmonie
ausschließt, die zur Seligkeit Bedingung ist .... Ein Leben wider das Gesetz göttlicher
Ordnung, ein Leben wider die Liebe, wird sich auswirken in einem chaotischen Zustand,
weil es niemals aufbauende, sondern stets zerstörende Folgen hat .... bis zuletzt dieser
Zustand einen Grad erreicht hat, wo diese zerstörenden Wirkungen sichtbar werden ....
wo darum ein gewaltsames Zurückführen zur göttlichen Ordnung stattfindet, ansonsten
ein nicht zu übersehendes Chaos ein Leben der Menschen auf der Erde unmöglich
werden ließe und somit auch der Hauptzweck der Schöpfung .... das Ausreifen des
Geistigen in ihr .... nicht mehr erfüllt werden könnte. Gott aber richtet alles recht .... Er
stellt die Ordnung wieder her, sowie die Zeit gekommen ist, da die Grenzen
überschritten werden, da der Menschheit die Liebe mangelt und sie deshalb ganz aus der
göttlichen Ordnung herausgetreten ist .... Es ist aber ein solches Herstellen der
göttlichen Ordnung überaus leidvoll, es erfordert eine harte Hand, die recht richtet, was
verkehrt worden ist .... die geradebiegt, was krumm war. Und die Leidtragenden werden
die Menschen sein, die sich im Widerstand aufbäumen, die sich durch ihre Lieblosigkeit
beweisen als völlig aus der Ordnung getreten .... Diese müssen durch ein
Läuterungsfeuer hindurchgehen, das ihren Widerstand noch brechen kann, bevor sich
der Richtakt vollzieht .... oder aber sie zum Einhalten der ewigen Ordnung gezwungen
werden durch Fesselung, der sie sich nicht mehr widersetzen können .... Es muß die
Ordnung wiederhergestellt werden um der Erlösung des Geistigen willen .... Es muß die
Liebe wieder herrschen auf Erden, es muß wieder Harmonie und Glückseligkeit den
Bewohnern der Erde gewährleistet sein, die sich dem ewigen Gesetz unterordnen, die
also leben in Liebe und inniger Verbundenheit mit Gott, Der die ewige Liebe Selbst
ist .... Erst die Erfüllung Seines Gesetzes befreit das Geistige aus seiner Fessel .... die
aber von neuem sich um das Geistige schließt, das gegen das Gesetz der Liebe verstößt
in einem Maß, wie es vor dem Ende einer Erlösungsperiode ersichtlich ist .... daß geistig
und irdisch nur von einem Chaos gesprochen werden kann, das einmal völlige
Zerstörung auslöst. Einmal wieder wird die göttliche Ordnung hergestellt, auf daß zur
Seligkeit gelangen kann das Gute und gebannt wird das Böse .... Denn Gott ist der Herr
über Himmel und Erde, und Ihm muß sich beugen alles, was aus Ihm hervorgegangen
ist .... Sein Wille muß erfüllt werden, und Sein Wille ist Liebe .... Amen
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31
Gottes Gerechtigkeit fordert Sühne für die Schuld .... B.D. Nr. 8504
21.5.1963
Ich bin ein guter und gerechter Gott .... Meine Liebe zu Meinen Geschöpfen ist
unermeßlich, und alle möchte Ich beseligen und ihnen das höchste Glück bereiten, weil
Mich dazu die Liebe drängt .... Doch da Ich höchst vollkommen bin, muß Ich Selbst
Mich auch in Meiner Ordnung von Ewigkeit bewegen, es müssen alle Zeichen Meiner
Vollkommenheit zu erkennen sein, und also muß auch Meine Gerechtigkeit Meine
Vollkommenheit beweisen, die darum auch Meiner übergroßen Liebe Grenzen setzt, die
Ich allen Meinen Geschöpfen beweisen möchte .... Ich kann nicht beseligen ein Wesen,
das sündig geworden ist, weil dies Meiner Gerechtigkeit widersprechen würde ....
Darum also ist Meine Liebe gebunden an Mein ewiges Gesetz, sie kann nur das
Vollkommene beglücken in dem Maße, wie Ich es möchte, daß das Wesen
unbeschreiblich selig ist .... Ich kann wohl Gnade für Recht ergehen lassen, indem Ich
dem sündig gewordenen Wesen helfe, daß es seiner Sünden ledig wird .... Doch es muß
der Wille dazu von dem Wesen selbst ausgehen, es muß sich seiner Sündenschuld
bewußt sein und davon frei zu werden begehren, und es muß sich Hilfe dazu erbitten ....
Also Ich kann das Wesen nicht von seiner Schuld befreien wider seinen Willen, und Ich
kann es auch so lange nicht mit Meiner Liebe beglücken, bis Meiner Gerechtigkeit
Genüge getan ist, wozu das Wesen selbst bereit sein muß .... Viele der von Mir ins
Leben gerufenen geistigen Wesen hatten sich gegen Mich vergangen .... Sie waren
sündig geworden, und Meiner endlosen Liebe wurden Schranken auferlegt, weil Meine
Gerechtigkeit es nicht zuließ, daß die Liebe wirken konnte wie zuvor, daß sie also die
Wesen unermeßlich beseligte .... Und darum wären diese Wesen für ewig verbannt
gewesen aus Meinem Liebestromkreis, wenn nicht Meiner Gerechtigkeit Genüge getan
worden wäre, was jedoch die Wesen selbst nicht konnten, wozu sie gänzlich unfähig
waren durch ihre Abwehr Meiner Liebekraft .... in der ihre große Sünde bestand ....
Dennoch mußte die Sühne geleistet werden laut Gesetz göttlicher Ordnung, sollte das
Wesenhafte jemals wieder von Meiner Liebe durchstrahlt, also beglückt werden
können .... Und dieses Sühnewerk vollbrachte der Mensch Jesus aus Liebe zu Mir und
zur Menschheit, deren unseligen Zustand Er erkannte und ihn beheben wollte kraft
Seiner Liebe .... Dadurch wurde Meiner Gerechtigkeit Genüge getan, und Meine Liebe
konnte nun hervortreten und sich den von Mir einst ausgegangenen Wesen zuwenden
und ihnen wieder eine Seligkeit bereiten, die nur Ich Selbst als die Ewige Liebe ihnen
erweisen kann, die aber auch jedes Wesen unermeßlich beseligt .... Durch die einstige
Sünde des Abfalls von Mir wurde von seiten des sündig Gewordenen Mir eine
Beschränkung Meiner Liebe auferlegt .... weil Ich nicht wider den Willen eines Wesens
ihm Liebekraft zuwende .... Und selbst wenn es seinen Widerstand aufgibt, muß es
zuvor seiner Sündenschuld ledig geworden sein, um wieder Meine Liebe empfangen zu
dürfen, weil dies die Gerechtigkeit erfordert, die zu Meinem vollkommenen Wesen
gehört, und weil Ich ewig nicht das Gesetz der Ordnung umstoßen kann .... das in
Meiner Vollkommenheit begründet ist. Der Mensch Jesus erfüllte das Gesetz, Er lebte
gänzlich in göttlicher Ordnung, Er ersah aber auch den völlig wider das Gesetz
göttlicher Ordnung gerichteten Lebenswandel Seiner Mitmenschen, und Er nahm alle
ihre Sündenschuld auf Seine Schultern und brachte Mir ein so unerhörtes Opfer dar, um
die Sündenschuld alles einst Gefallenen zu tilgen, und Ich nahm dieses Opfer an, Ich
ließ Mir daran genügen als Ausgleich für die unermeßliche Schuld, die die von Mir
abgefallenen Wesen und dann auch die Menschen auf sich geladen hatten .... Ich nahm
das Opfer des Menschen Jesus an, Der alle Menschen erlösen wollte von der Sünde ....
Denn die Liebe in Ihm brachte das Opfer .... Die Liebe aber war Ich Selbst .... Also hat
die Liebe die Schuld getilgt, was aber nicht möglich gewesen wäre ohne eine
Sühneleistung, die Ich nur in der Hülle eines Menschen vollbringen konnte, Der
leidensfähig und leidenswillig war .... Der Selbst unermeßlich gelitten hat als Ausgleich
für die Sündenschuld des Gefallenen. Und somit ist die Gerechtigkeit nicht umgangen
worden, ihr wurde Genugtuung geleistet, und nun konnte Meine Liebe wieder wirksam
werden, sie konnte sich verschenken und die Geschöpfe unermeßlich beglücken, denn
sie waren wieder ohne Schuld, und darum auch können sie sich mit Mir wieder
zusammenschließen und gänzlich von Meiner Liebe durchstrahlt werden, wie es war im
Anbeginn .... Und Meine Liebe lässet nicht nach, und sie wird allem einst sündig
Gewordenen verhelfen, daß es seine Schuld freiwillig unter das Kreuz trägt, sie Jesus
übergibt und so also Meine Gerechtigkeit nicht umgangen wird und dennoch das Wesen
frei wird von seiner Schuld, weil die Liebe Selbst Sich geopfert hat, weil Sie Sich in
dem Menschen Jesus bereit erklärte, zu leiden und zu sterben, damit die Menschen ....
die einst gefallenen Wesen .... nicht für ihre unermeßliche Sündenschuld zu leiden
brauchten, weil sie ewiglich nicht vermocht hätten, ihre Sünden zu tilgen und Mir (die)
Sühne zu leisten, die Ich als gerechter Gott fordern mußte, um den Wesen wieder die
Seligkeit zu schenken, die Meine unermeßliche Liebe ihnen bereiten will. Der Ausgleich
für die große Schuld muß zuvor geschaffen werden, denn Meine Vollkommenheit kann
nicht wider die gesetzmäßige Ordnung verstoßen, es muß jede Schuld getilgt sein, weil
dies Meine Gerechtigkeit fordert .... Amen
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33
Gottes Gerechtigkeit .... Strafgericht .... Erlösungswerk .... B.D. Nr. 8062
13.12.1961
Ich bin ein guter und gerechter Gott .... Meine Liebe gehört euch, Meinen
Geschöpfen, immer und ewig. Und doch kann Ich nicht aus Meiner Liebe heraus ein
Unrecht gutheißen, Ich kann euch nicht mit Meiner Liebe beglücken, so ihr sündig
geworden seid .... das heißt aber nicht, daß Ich euch für eure Sünden strafe, sondern ihr
selbst zieht durch die Sünde einen unseligen Zustand für euch selbst herauf, ihr tretet in
Abstand von Mir, und das bedeutet immer Unseligkeit, denn Meine Liebe kann euch
nicht berühren, weil ihr selbst durch die Sünde den Abstand schaffet und Ich nicht wider
Meine ewige Ordnung einwirken kann auf euch .... Und darum fordert jede Sünde laut
Meinem Gesetz der Ordnung Sühne, auf daß Meiner Gerechtigkeit Genugtuung geleistet
werde, auf daß ihr euch wieder Mir nahen könnet, um Meine Liebe zu empfangen. Mein
Wesen ist Liebe und Barmherzigkeit, und darum bin Ich auch überaus langmütig ....
Dennoch kann Meine Gerechtigkeit nicht ausgeschaltet werden, weil auch sie zu
Meinem Wesen gehört, das überaus vollkommen ist. Und so muß Ich also auch
Strafgerichte über euch kommen lassen, die aber immer ihr selbst veranlaßt, weil ihr
wieder zur Ordnung kommen müsset, um selig zu werden, und weil dazu Sühneakte
erforderlich sind .... Zustände, die immer nur Auswirkungen eines verkehrten Willens
der Menschen sind, also Folgen der Sünde .... die Ich darum zulasse, damit die Sünden
entsühnt werden und ihr Menschen wieder in einen Zustand eingeht, der euch Mir
naheführt, und ihr dann auch wieder von Meiner Liebe beglückt werden könnet. Solche
Strafgerichte sind immer nur Erziehungsmittel, es sind Mittel, euch wieder zu Mir
zurückzuführen; aber niemals sind es Beweise oder Ausdrücke Meines Zornes .... Denn
Ich empfinde keinen Zorn, weil Ich die Liebe bin .... doch Meine Gerechtigkeit
veranlaßt Mich, euch selbst die Folgen eurer Sünden fühlen zu lassen, um euch zu
wandeln. Und so zieht ihr also jedes Strafgericht selbst an euch heran, aber ihr selbst
könnt es auch zum Segen für euch werden lassen, wenn ihr euch Mir zuwendet in
jeglicher Not, sei es körperlich oder geistig .... wenn ihr euch sündig bekennet und Mich
in Jesus Christus um Vergebung eurer Schuld bittet. Meine Liebe zu euch ist so groß,
daß sie jeden Sünder annimmt, daß Ich seine Schuld in den Sand schreibe und daß Ich
auch keine Sühne mehr von euch fordere, wenn ihr zu Jesus rufet, und Ihm eure Schuld
übergebet .... Aber Ich kann dies nicht tun, solange ihr in der Sünde verharret, solange
ihr nicht an das Erlösungswerk Jesu glaubet und euer Erdenleben immer noch im
Abstand von Mir führet. Dann muß Ich euch in Form eines Strafgerichtes zu gewinnen
suchen, das dann immer nur für euch ein Zeichen Meiner Gerechtigkeit ist, die euch
nicht annehmen kann, solange ihr in der Sünde verharret .... Dann schlagen die
Auswirkungen der Sünde auf euch selbst zurück .... Dann könnet ihr betroffen werden
von Leiden und Nöten und Ungemach aller Art .... aber diese sind dann der Ausgleich
für eure Sünden, ihr sühnet, ihr traget Schuld ab, solange ihr noch auf Erden weilet, und
ihr könnet den Weg finden zum Kreuz .... Und dann wird für euch alle auch wieder der
Weg frei zu Mir, dann kann Ich euch wieder annehmen, Ich kann euch ein seliges Los
bereiten, weil Ich euch wieder Meine Liebe schenken kann .... und weil Meiner
Gerechtigkeit Genüge getan wurde .... Amen
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34
Gott ist ein gütiger, barmherziger Richter .... B.D. Nr. 7547
13.3.1960
Immer werdet ihr hingewiesen auf Meine unendliche Liebe und Barmherzigkeit, und
darum soll ein jeder Sünder furchtlos zu Mir kommen und Mich um Vergebung seiner
Sündenschuld bitten .... Ich bin als Mensch über die Erde gegangen, Ich habe als
Mensch alle Schwächen Meiner Mitmenschen erlebt, Ich habe Verständnis dafür gehabt,
weil Ich Selbst Mensch war .... Ich sehe mit übergroßer Liebe auf alle Menschen
hernieder, die sich in Schuld befinden, und Meine Barmherzigkeit will ihnen helfen.
Aber sie müssen selbst zu Mir kommen und sich Mir anvertrauen, und deshalb müssen
sie wissen um Meine Liebe, auf daß sie Vertrauen haben zu Mir, Der Ich sie nicht
verdamme, sondern ihnen helfen will, von ihren Sünden frei zu werden. Denn der
Sünder steht noch unter der Gewalt Meines Gegners, er ist ihm noch verfallen, und er
wird darum in der Sünde verbleiben, solange er Meinem Gegner noch nicht entflohen
ist. Er wird aber auch erst dann von ihm frei werden, wenn er zu Mir seine Zuflucht
nimmt, daß Ich ihm helfe .... Und er wird erst dann seine Zuflucht nehmen zu Mir, wenn
er Mich erkannt hat als einen gütigen, barmherzigen Richter, unter Dessen Macht er sich
willig beuget .... Darum sollt ihr nicht von einem Gott des Zornes reden, von einem
unbarmherzigen Richter, der gnadenlos verurteilet, was sündig geworden ist .... Meine
Liebe und Erbarmung kennt keine Grenzen, und wären eure Sünden rot wie Blut, so will
Ich euch weißwaschen wie Schnee .... das könnet ihr glauben, denn ihr seid alle Meine
Geschöpfe, die aus Meiner Liebe hervorgegangen sind und die Ich lieben werde bis in
alle Ewigkeit. Nur müsset ihr eure Schuld erkennen, ihr müsset selbst eingestehen, daß
ihr schuldig geworden seid, und mit diesem Eingeständnis zu Mir kommen .... Und ihr
müsset Mich in Jesus Christus angehen um Vergebung eurer Schuld. Denn für diese
Schuld bin Ich gestorben am Kreuz und habe sie also getilgt. Ihr sollt immer dessen
eingedenk sein, daß Ich ein Gott der Liebe bin, nicht ein Gott des Zornes. Daß Meine
Gerechtigkeit euch zwar nicht bedenken kann mit Seligkeit, soll euch immer nur danach
streben lassen, selbst den gerechten Ausgleich herzustellen, der darin besteht, daß ihr
eure Schuld erkennet und bekennet .... daß ihr Mich bittet um Vergebung, um nicht
Meiner Gerechtigkeit zu verfallen, die nicht ausgeschaltet werden darf trotz Meiner
übergroßen Liebe, weil die Gerechtigkeit zu Meinem vollkommenen Wesen gehört.
Doch da Ich Selbst die Schuld getilgt habe am Kreuz, brauchet ihr nur zu wollen, daß
Ich auch für euch Mein Blut vergossen haben möge, und ihr könnet dann auch die
Gnaden Meines Erlösungswerkes in Anspruch nehmen .... Ihr könnet mit voller
Vergebung eurer Sünden rechnen, weil Meine Liebe sie getilgt hat. Und Ich rufe allen
Sündern zu: Kommet zu Mir, unter Mein Kreuz, und werfet eure Sündenlast ab .... und
ihr werdet frei werden davon, weil Meine Liebe und Barmherzigkeit euch ein seliges
Los bereiten will .... weil Ich will, daß ihr zu Mir zurückkehret, von Dem ihr einst
ausgegangen seid .... Amen
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35
Gott ist der Herr über Leben und Tod .... B.D. Nr. 8709
27.12.1963
Ihr wisset, daß Mein Gegner am Ende große Macht hat und daß er diese auch
ausnützet in jeder Weise. Und seine Macht ist deshalb so groß, weil ihr Menschen selbst
sie ihm einräumt, weil ihr seinem Willen nachkommt und euch nicht im geringsten
gegen seine Versuchungen wehret oder ihnen Widerstand leistet. Ihr seid es selbst, die
ihr ihm ein solches Wirken gestattet, daß er heillose Verwirrung anrichten kann unter
euch Menschen, denn er hat euch völlig in seiner Gewalt, weil ihr ohne Liebe seid ....
Die Liebe würde ihn euch fernhalten, denn da er selbst bar jeder Liebe ist, kann er selbst
nicht wehren gegen die Liebe, er unterliegt der Liebe bedingungslos, ihr Menschen aber
wendet sie nicht an, sondern seid gleichen Wesens wie er .... ohne Liebe und daher auch
ohne Kraft zum Widerstand. Und ihm ist es daher möglich, sich ganz in euer Denken
einzuschalten, euch irrezuführen und euch zu beeinflussen, daß ihr immer nur ausführet,
was sein Wille ist .... Sein Wille aber ist, euch Menschen zu hindern, den Weg zu Mir
zu finden .... sein Wille ist, euch in seiner Gewalt zu erhalten, euch anzustiften zu
Handlungen bösester Art, euch dauernd zur Sünde zu reizen und allen Meinen Geboten
der Liebe zuwiderzuhandeln. Sein Wille ist ferner, überall das Licht zu verlöschen, wo
es aufleuchtet, um das Dunkel zu durchdringen .... Und wo er es nicht verlöschen kann,
dort sucht er, es zu trüben, Blendlichter daneben aufzustellen, die so grell leuchten, daß
das rechte Licht nicht erkannt werden kann von den Menschen, deren geistiges Auge
geblendet wird. Alles tut er, um seinen Anhang nicht zu verlieren und um den
zurückzugewinnen, der sich ihm schon entzogen und Mir sich zugewendet hat. Und
diese Bemühungen wird er fortsetzen bis zum Ende, und immer williger werden die
Menschen sein, seinem Begehr nachzukommen und sich in der Sünde zu bewegen, wie
es seine Absicht ist. Und so wird er auch Menschenleben zu zerstören suchen, um deren
Entwicklung ganz abzubrechen. Er wird wieder Menschen zu bestimmen suchen zu
Zerstörungswerken jeglicher Art, weil ihm selbst über jedes Schöpfungswerk die Macht
genommen ist, wenngleich es das Geistige in sich birgt, das ihm noch angehört. Aber
die Schöpfungswerke kann er nicht zerstören, und er kann auch nicht das Leben eines
Menschen beenden, doch Menschen gleichen Willens dazu anstiften .... Und Ich wehre
ihm nicht, weil ein jeder Mensch freien Willen hat und nicht auszuführen braucht, was
ihm Mein Gegner einflüstert. Tut er es, dann wird er es auch zu verantworten haben
eben seines freien Willens wegen. Wie aber stehe Ich Selbst zu solchen Taten, die gegen
das Leben eines Menschen gerichtet sind .... ? Wieder lasse Ich den freien Willen des
Menschen gelten, was er auch beabsichtigt. Doch immer noch entscheide Ich über
Leben oder Tod .... Denn Ich kann sehr wohl auch einen bösen Plan vereiteln, Ich kann
einen jeden Menschen schützen davor, Angriffen böser Menschen zum Opfer zu fallen,
und Ich weiß es, ob und wann Ich einem Menschen diesen Schutz angedeihen lasse ....
Ich weiß auch, wann eines Menschen letzte Stunde geschlagen hat, die Ich bestimmt
habe für sein Erdenleben. Denn dann rufe Ich des Menschen Seele ab zu ihrem Heil ....
um sie zu schützen vor dem Rückfall zur Tiefe, wenn sie schon eine gewisse Reife
erreicht hat, oder auch, um eine Seele weiter zu gebrauchen im geistigen Reich, daß sie
sich am Erlösungswerk beteilige von diesem Reich aus .... wie Ich aber auch das Leben
derer beende, die keinen Fortschritt auf Erden mehr erkennen lassen oder deren Aufgabe
auf Erden Ich als beendet ansehe. Alles dieses bestimme Ich, denn Ich bin der Herr über
Leben und Tod .... Und ob Mein Gegner noch so brutal vorgeht, ob er die ihm hörigen
Menschen auch anstiftet zu Taten des Hasses und der Lieblosigkeit, er besitzt nicht die
Macht, dem Leben eines Menschen ein Ende zu bereiten .... Er kann nur den Menschen
als Mittelsperson bestimmen, doch wie die Auswirkung jeglicher noch so bösen Tat ist,
das wird immer Meinem Willen überlassen sein. Doch für den Willen zur Tat muß sich
eine jede Seele verantworten, und auch Meinem Gegner selbst bleibt die Fesselung nicht
erspart nach seinem Wirken in der letzten Zeit vor dem Ende. Ich werde also wohl dem
Menschen den freien Willen lassen, der sich dem Willen Meines Gegners ergeben hat,
Ich werde ihn nicht hindern, sein Vorhaben auszuführen, und wenn es noch so schlecht
ist, aber Ich Selbst bestimme die Auswirkung oder lasse sie zu. Und verliert ein Mensch
sein Leben durch teuflischen Anschlag, dann hat Mein Wille das Ende dessen
vorbestimmt, denn Ich Selbst rufe einen Menschen ab, weil Ich es ersehe, wann die
Stunde dafür gekommen ist. Und ob auch nun Mein Gegner triumphiert .... er ist auch
nur ein Werkzeug in Meinem Heilsplan von Ewigkeit, er ist es, der den freien Willen
des Menschen erst benötigt, um seine schändlichen Pläne ausführen zu können. Doch
alles, was geschieht, ist in Meinem Heilsplan von Ewigkeit einbezogen, und auch Mein
Gegner trägt durch seinen Willen dazu bei, diesen Heilsplan zu unterstützen und die
Menschen zu einer Entscheidung zu drängen, weil ein jeder Mensch seinen freien
Willen unter Beweis stellen muß, ob sich dieser für Mich oder für ihn entscheidet, und
entsprechend sich auch alles Weltgeschehen abspielt, wobei er wohl stark beteiligt ist,
letzten Endes aber doch Mein Wille bestimmend bleibt, wieweit Ich sein Wirken dulde
immer in der Voraussicht des Ausganges, der Mir allein bekannt ist .... Amen
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37
„Ich Selbst bin das Wort ....“ Evangelium der Jünger .... B.D. Nr. 4909
4.6.1950
Vertiefet euch in das Evangelium, das Ich euch von der Höhe zugehen lasse, und ihr
werdet erkennen, daß es das gleiche ist, das Meine Jünger niedergeschrieben haben, die
es taten in Meinem Auftrag. Immer bin Ich es, Der zu euch Menschen spricht, so ihr
Mein Wort entgegennehmet, wo es auch sei. Ich habe durch Meine Jünger zu den
Menschen gesprochen und spreche auch heute noch, weil Meine Liebe nicht begrenzt ist
und somit auch Mein Wort nicht begrenzt, also die Ausstrahlung Meiner Liebe, die
durch Mein Wort zum Ausdruck kommt, niemals aufhört, was euch Menschen wohl
verständlich sein wird, wenn ihr es wißt, was Mein Wort ureigentlich ist. Ich Selbst bin
das Wort .... Und das schon muß euch Beweis sein, daß Ich Mich nicht festgelegt habe
in Buchstaben und daß Mein Wort immer und ewig dem Geistigen zugeleitet wird, das
sich als Mensch auf der Erde verkörpert hat. Wohl bleibt Mein Wort ewig das gleiche,
weil es als die alleinige Wahrheit niemals umgestaltet werden kann von Mir aus, doch
ihr Menschen formt es durch euren Willen um, ihr gebt Meinem Wort eine andere
Bedeutung, sowie ihr noch nicht vom Geist erleuchtet seid. Und schon darum muß Ich
immer wieder Mein reines Wort zur Erde leiten, auf daß sich Mein Wort erfülle:
Himmel und Erde werden vergehen, aber Mein Wort bleibt bestehen in alle Ewigkeit ....
Mein Wort, das reine Evangelium aus den Himmeln, das euch immer wieder Zeugnis
gibt von Mir und Meiner Liebe. Solange ihr Menschen noch unvollkommen seid, werdet
ihr nichts Vollkommenes so lassen, wie es ist .... sondern immer nach Veränderung
trachten eben durch eure Unvollkommenheit. Es ist dies ein Naturgesetz, daß nichts so
rein erhalten bleibt, sowie es in unreine Umgebung kommt, und es ist der menschliche
Wille weit mehr dem Unvollkommenen zugewandt, und wird immer herabzuziehen
suchen, was über ihm steht. Dennoch ist es freier Wille, der von Mir aus unantastbar
bleibt, so daß Ich also niemals zwangsläufig Meine Lehre rein erhalte, sondern immer
wieder die reine Lehre euch zuleite, die ihr danach verlangt. Niemals werden
Menschen sich der Verunstaltung Meiner ursprünglich reinen Lehre bewußt sein, die
nicht selbst im tiefsten Wahrheitsverlangen stehen, ansonsten der Irrtum nicht so
verbreitet wäre. Und diese nehmen auch nicht an, was ihnen in Liebe von Mir
dargeboten wird, denn sie sind blind im Geist, sie halten sich an den Buchstaben und
sind vom Geist Meines Wortes unberührt. Niemals werde Ich Mich verausgaben, und
niemals werde Ich aufhören, die Ausstrahlung Meiner ewigen Liebe den Menschen
zuzuwenden. Und darum werde Ich nie aufhören, im Wort zu den Menschen Selbst
herabzusteigen .... was Ich mit den Worten euch verheißen habe: Ich bleibe bei euch bis
an der Welt Ende .... Wenn Ich also Selbst bei euch weilen will, dann müsset ihr Mich
auch vernehmen können, denn Ich bin Leben, Ich bin Kraft und also auch das Wort von
Ewigkeit, das Leben und Kraft, Licht und Liebe zum Ausdruck bringt. Ich will euch
Menschen nicht der ferne Gott sein, Den ihr in Mir seht. Ich will euch ein Vater sein,
immer nahe und immer bereit, euch Worte der Liebe zu geben, so ihr sie vernehmen
wollet. So wie Ich einmal zu den Menschen gesprochen habe, als Ich auf Erden
wandelte, so wie Ich zu Meinen Jüngern sprach nach Meiner Auffahrt in den Himmel, in
denen Ich im Geist weiterwirkte wie zuvor auf Erden, so will Ich auch immer zu den
Menschen wie zu Meinen Kindern reden, Ich will ihnen Worte der Liebe und der
Weisheit vermitteln, um Mich ihnen zu erkennen zu geben als Gott, Schöpfer und Vater
von Ewigkeit. Und darum werde Ich nie aufhören, im Wort bei Meinen Erdenkindern zu
sein, und ihnen doch nur das gleiche vermitteln, was auch Meine Jünger als Evangelium
von Mir empfangen haben, weil es die reine Wahrheit ist, die erhalten bleiben soll, auch
wenn Himmel und Erde vergehen .... Amen
««««

39
Gott ist das Wort .... Gegenwart Gottes .... Verschiedenes Zuleiten des Wortes ....
B.D. Nr. 3596
6.u.7.11.1945
Und also bin Ich im Wort mitten unter euch, wie Ich es verheißen habe. Ich lasse
euch nicht allein, und Meine Gegenwart sollet ihr auch spüren, und so trete Ich im Wort
euch nahe, denn das Wort bin Ich Selbst, und wer Mein Wort hat, der kann auch von
Meiner Gegenwart sprechen und sich sicher fühlen in Meiner Nähe. Ich Selbst bin ein
Geist, Der nicht materiell gebunden ist in einer Form, sondern Kraft und Licht in
höchster Potenz ist, und Der durch Seinen Willen und Seine Denkfähigkeit als
Wesenheit angesprochen werden muß, Die in Liebe und Weisheit wirket und also Licht
und Kraft ausstrahlen lässet in die Unendlichkeit. Und Meine Liebe gibt der Kraft und
dem Licht eine Form, auf daß ihr Menschen ihrer inne werdet, die ihr noch nicht reif
genug seid, um Kraft und Licht in seiner Ursubstanz zu empfangen .... Und diese Form
ist Mein Wort, das Ich euch vermittle, auf daß ihr die Reife erlanget .... Ein Geist, der in
sich Licht und Kraft ist, kann auch nur in Form von Licht und Kraft gegenwärtig sein,
und also muß Mein Wort, die Ausstrahlung Meiner Selbst, Licht und Kraft in sich
bergen, und dies kennzeichnet Meine Nähe. Und also habe Ich euch die Verheißung
gegeben, unter euch zu weilen bis an das Ende der Welt .... indem Mein Geist ständig
bei euch ist, die ihr Licht und Kraft empfangen wollt .... indem euch ständig Mein Wort
zugeht, unmittelbar von Mir ausgehend, um euch Meine Gegenwart kundzutun. Ich bin
bei euch .... und ob Ich auch nicht sichtbar bei euch weile, so habt ihr doch einen Beweis
Meiner Gegenwart in euren Händen, so ihr Mich im Wort erkennt. Denn Ich Selbst bin
das Wort .... und ihr empfanget es unausgesetzt, sowie ihr Mich und Meine Nähe
begehret. Wer Mich also erkennt im Wort, der wird auch tief beglückt sein ob Meiner
Nähe, und jeder Zweifel, jede Bangigkeit und jede Sorge wird abfallen von ihm, weil er
den Einen neben sich weiß, Der ihm helfend beisteht in jeder Not des Leibes und der
Seele. Mein Wort ist sonach Kraft- und Segen-spendend, denn wer Mein Wort begehrt,
der öffnet Mir die Tür seines Herzens, durch die Ich nun eintreten kann, um Wohnung
zu nehmen bei ihm. Und Ich verlasse ihn ewiglich nicht mehr, so sein Wille einmal Mir
gilt und er Mich im Wort erkannt hat. Denn das Wort ist die Form, durch die Ich Mich
äußere, durch die der vollkommenste Geist von Ewigkeit Sich kundgibt den
unvollkommenen Wesen, um sie zur Vollkommenheit zu führen .... Ich bin euch
nahe .... Was zaget und banget ihr dann noch, die ihr Mein Wort habt, die ihr es direkt
empfanget oder durch den Mund des Empfängers vernehmet .... Ich bin bei euch allen,
weil ihr durch das Verlangen nach Meinem Wort Mir eure Liebe beweiset ....
(7.11.1945) Und das sei euch gesagt, daß erst das Zuströmen Meines Wortes euch den
sicheren Beweis gibt, daß Ich Selbst bei euch bin. Wer Mich nicht zu hören begehrt, der
verlangt nicht nach Meiner Nähe, ihn drängt nicht das Herz zu Mir, denn dieses würde
Verlangen tragen nach der Äußerung Meiner Liebe, nach einem Beweis der Gegenwart.
Es kann das Verlangen nach Meinem Wort wohl verschiedener Art sein .... es kann der
Mensch getröstet und gestärkt sein wollen durch geistigen Zuspruch, er kann sein
Wissen bereichern wollen auf geistigem Gebiet, er kann auch in Dankbarkeit Meiner
gedenken und Mir diese zum Ausdruck bringen wollen und darum Meine Nähe
begehren, er kann in inniger Zweisprache mit Mir verbleiben wollen und in Gedanken
Mein Wort aufnehmen .... jedoch immer muß sein Sinn geistig gerichtet sein, dann
werde Ich Mich auch finden lassen, sein Ruf wird Mich zu sich ziehen, und durch Mein
Wort werde Ich Mich kundtun, weil anders der Mensch Meine Nähe nicht ertragen
könnte. Und Mein Wort wird gleichfalls in verschiedener Weise ihm zugehen .... durch
direktes Wirken des Geistes in ihm, daß er fähig ist, Meine Stimme selbst zu
vernehmen .... durch Vermittlung eines direkten Empfängers, der in Meinem Auftrag
ihm Mein Wort verkündet, oder auf dem Wege einer gedanklichen Übertragung von
Wissen aus dem geistigen Reich .... durch Lesen Meines zur Erde geleiteten Wortes ....
durch geistige Unterhaltung mit Mitmenschen .... immer werde Ich Mich eines
verlangenden Herzens annehmen, immer werde Ich Selbst bei denen sein, die Mich
vernehmen wollen, denn Ich Selbst bin das Wort, und also weile Ich Selbst mitten unter
den Menschen, so sie Mein Wort hören im ernsten Willen, Mich zu sich sprechen zu
lassen. Dann biete Ich ihnen das Brot des Himmels dar, Mein Fleisch und Mein Blut ....
Und so sie Mich Selbst also essen und trinken, müssen sie auch aufs innigste mit Mir
verbunden sein .... so sie Mein Wort aufnehmen im tiefen Glauben, daß Ich Selbst das
Wort bin, nehmen sie Mich auf in ihre Herzen, und Ich werde sie ständig mit Meiner
Gegenwart beglücken .... Denn Ich gab euch die Verheißung, bei euch zu bleiben bis
zum Ende der Welt, und Meine Verheißung erfüllet sich aufs Wort, weil Mein Wort
Wahrheit ist und bleiben wird bis in alle Ewigkeit .... Amen
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41
Allgegenwärtigkeit Gottes .... Wesenheit - Kraft .... B.D. Nr. 3398
8.u.9.1.1945
Gegenwärtig ist Gott überall, Sein Geist ist nicht an Ort und Zeit gebunden, denn
Sein Geist ist Kraft, die alles durchflutet und daher überall und zu gleicher Zeit
gegenwärtig ist. Doch es ist diese Kraft nichts Wesenloses, weshalb sie stets und überall
angerufen werden kann, weil Gedanke und Wille diese Kraft beseelen und der Gedanke
und Wille stets tätig wird, entsprechend auch dem Anruf durch Wesen, die gleichsam
Kraftausstrahlung von ihr sind und folglich das gleiche wie Gott, nur im winzigsten
Ausmaß .... Wesenheiten, die ein Abbild sind von der vollkommensten Wesenheit ....
Gott ist überall, ansonsten Er nicht vollkommen wäre, denn die Vollkommenheit kennt
keine Begrenzung, sie kennt nichts an Ort und Zeit-Gebundenes .... Die
Vollkommenheit Gottes ist aber von Menschen nicht zu fassen, weil der Mensch nur das
Begrenzte kennt und etwas Unbegrenztes ihm nicht vorstellbar ist. Darum ist ihm auch
die Allgegenwart Gottes schwer glaubhaft zu machen, denn sowie er sich die ewige
Gottheit als Wesenheit vorzustellen versucht, steht ihm schon etwas Begrenztes vor
Augen, das ihm nur örtlich und räumlich vorstellbar ist. Folglich sucht der Mensch, mit
dem Ausdruck Kraft die ewige Gottheit zu erklären, was wohl an sich Wahrheit ist,
jedoch die persönliche Bindung des Menschen mit Gott stark beeinträchtigt, denn diese
kann nach menschlichem Verstand nur mit einem Wesen hergestellt werden, das
denkfähig ist und einen Willen hat ....
Die Verbindung mit Gott ist aber unerläßlich, und darum muß Gott als Wesen
anerkannt werden, was auch überaus leicht möglich ist, weil ein jegliches
Schöpfungswerk einen durch Seine Allmacht zur Form gewordenen Willen verrät und
tiefste Weisheit, also vollendetes Denken, erkennen läßt. Und solange ein
Schöpfungswerk dem menschlichen Auge ersichtlich ist, ist auch gewissermaßen Gottes
Allmacht bewiesen, weil jedes Schöpfungswerk eine Kraftäußerung Gottes ist, also Gott
Selbst sein muß, wo Seine Kraft zum Ausdruck kommt. Denkt der Mensch ernsthaft
darüber nach, so ist ihm der Gedanke an eine Wesenheit viel annehmbarer, weil Sinn
und Zweck der Schöpfungswerke keinen Zweifel aufkommen lassen, daß ein
weisheitsvoller Wille ihnen zugrunde liegt, und wo ein Wille ist, ist auch die
Möglichkeit, diesen Willen sich geneigt zu machen. Es kann also folglich die
Verbindung hergestellt werden durch bittende Gedanken, weil der Mensch in sich die
Überzeugung gewonnen hat, daß der gedankliche Bittruf gehört wird, und das überall
und zu jeder Zeit, und daß ihm entsprochen werden kann von seiten der Wesenheit, Die
vollkommen ist und daher auch voller Liebe ist und Macht ....
Es ist das Gottwesen keineswegs zu personifizieren, denn dies wäre eine Begrenzung
nach menschlichem Denken, die auch die Allgegenwärtigkeit schwer glaublich werden
ließe, denn die Wesenheit Gottes kann nicht in eine menschlich vorstellbare Form
gebracht werden. Doch in Jesus Christus hat sich die Urkraft Gottes, die Ausstrahlung
Gottes, manifestiert, d.h., sie hat eine körperliche Form voll und ganz erfüllt, sie ist
gleichsam Beleber dieser Außenform geworden und sonach schaubar denen, die sich
von Gott eine Vorstellung machen wollen .... Denn alle Seine Gedanken lässet Gott zur
Form werden durch Seinen Willen, so auch den Gedanken, Sich Selbst den Menschen
anschaulich zu machen, ohne daß diese von Seiner Kraft- und Lichtfülle verzehrt
werden. Eine sichtbare Form jedoch ist nach dem Naturgesetz an Ort und Zeit
gebunden, sie ist erst dann raum- und zeitlos, so sie sich völlig vergeistigt hat, dennoch
bleibt sie den Menschen vorstellbar. Und im geistigen Reich kann dann das Auge diese
Form erschauen und also Gott sehen von Angesicht zu Angesicht. Gottes Geist aber ist
überall, und zwar ständig, tätig, d.h., Er lässet Seine Gedanken durch Seinen Willen zur
Form werden. Er muß also demnach eine Wesenheit sein, weil Sein Wille und Seine
Weisheit in allem erkennbar ist, was Seine Kraft geschaffen hat. Und da die ewige
Gottheit die Verbindung zu Sich hergestellt haben will, muß der Mensch auch glauben
können, daß Gott eine Wesenheit ist, denn so er sich Diese als nur Kraft vorstellt, wird
er diese Verbindung nie und nimmer herzustellen suchen, dann aber lebt er sein
Erdenleben erfolglos, denn ein geistiger Fortschritt muß das Gebet zu Gott um Gnade
zur Voraussetzung haben, und dieses wird wohl zu einer Wesenheit, Die allgegenwärtig
ist, emporsteigen, niemals aber zu einer Kraft, der Wille und Denkfähigkeit, also die
Merkmale einer Wesenheit, abgesprochen werden .... Amen
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43
Gott ist in uns .... Er ist uns gegenwärtig .... B.D. Nr. 8095
5.u.6.2.1962
Es gibt kein größeres Gnadengeschenk für euch Menschen auf dieser Erde, als daß
ihr in direkter Ansprache von Mir belehrt werdet .... Denn dann bin Ich euch
gegenwärtig, und Ich beweise euch Meine Gegenwart durch Offenbarungen, die euch
nur von Mir Selbst zugehen können, Der Ich um alles weiß .... Ich also bin in euch, denn
ob ihr auch nur ein winziges Fünkchen Meines Gottesgeistes in euch berget .... es ist
Mein Geist unteilbar, und ihr könnet daher immer davon sprechen, daß Ich Selbst in
euch bin und wirke, wenn dieses Geistesfünkchen sich äußert. Und also werdet ihr auch
wahrheitsgemäß belehrt von Mir, da Ich Selbst die Ewige Wahrheit bin. So also müsset
ihr den Wortempfang bewerten, der darum ein ungewöhnliches Gnadengeschenk ist,
weil ihr als Mensch noch nicht im höchsten Reifegrad stehet, der einen gänzlichen
Zusammenschluß zur Folge hat. Doch Meine Liebe zu euch ist übergroß, und es muß
euch eine ungewöhnliche Hilfe geleistet werden, weil Mein Gegner große Macht hat
und diese anwendet, um euch zu verderben. Doch Ich würde Mich nicht äußern können,
wenn ihr selbst das Fünkchen Meines Gottesgeistes nicht aufflammen ließet, wenn ihr
selbst nicht ein Liebeleben führtet, das den Geistesfunken entzündet und ihm nun sein
Wirken gestattet. Und ihr würdet wiederum nichts vernehmen von seiner Entäußerung,
wenn ihr nicht im tiefen Glauben in euch hineinhorchen würdet, wenn ihr nicht an
Meine direkte Ansprache glaubtet .... Und dieses wieder setzt die innerliche Bindung
mit Mir voraus, die Mich nun veranlaßt, euch mit Meiner Liebe anzustrahlen und euch
zu beschenken im Übermaß. Ich will immer in euch sein und euch Meine Gegenwart
beweisen. Und daher werde Ich euch immer ansprechen, sooft ihr es zulasset, d.h. euch
Mir innerlich verbindet und nach innen lauschet .... Und dann schütte Ich einen
Reichtum aus über euch, der euch wahrlich beseligen wird .... Ich schenke euch Licht in
aller Fülle, Ich belehre euch wahrheitsgemäß über alles, was zum Ausreifen eurer Seelen
dienlich ist .... Ich strahle euch mit Meiner Liebe an, und Meine Liebe schenkt euch, was
euch mangelt, weil ihr noch nicht vollkommen seid. Oft schon habe Ich euch über das
„Wirken Meines Geistes“ aufgeklärt und euch also davon in Kenntnis gesetzt, daß wohl
dem Verstandeswissen des Menschen Grenzen gesetzt sind, niemals aber dem Wissen,
das durch das Wirken Meines Geistes gewonnen werden kann .... Dieses Wissen ist
wahrlich unbegrenzt, und doch kann es dem Menschen vermittelt werden von Mir
Selbst, Der Ich die Wahrheit, Der Ich das Licht bin von Ewigkeit. Aber auch nur Ich
Selbst kann euch dieses Wissen zuleiten, und Ich suche Mir wahrlich rechte Gefäße aus,
in die Ich Mein Licht einströmen lassen kann, das nun aber auch leuchten soll weit
hinaus in die dunkle Nacht .... Doch selten nur ist dies möglich, zumeist setzen Mir die
Menschen Widerstand entgegen, weil sie nicht das Herz, sondern den Verstand sprechen
lassen. Wo aber Mein direktes Wirken möglich ist, dort ist der Lichtstrahl von solcher
Stärke, daß er viele Menschenherzen erleuchten kann und wird, die nur ohne
Widerstand ihn auffangen, die sich der Liebeanstrahlung hingeben und also indirekt nun
Meine Ansprache entgegennehmen. (6.2.1962) Und das will Ich erreichen, daß die
Menschen ihre geistige Blindheit verlieren, daß sie wieder langsam zur Erkenntnis
kommen, was sie waren im Anbeginn und was sie wieder werden sollen .... Ich will in
jedem Menschen ein kleines Licht anzünden, denn dann wird er sein Erdenleben bewußt
leben, er wird Fragen stellen in sich, und diese werden ihm gedanklich beantwortet
werden, es wird sein Denken recht sein, wenn es sein Verlangen ist, Wahrheit zu
erfahren .... Er wird um Meinen Willen wissen und ihn zu erfüllen trachten, weil er auch
den Zusammenhang mit Mir als seinem Gott und Schöpfer zu erkennen beginnt .... Und
ihm wird sicher immer helleres Licht erstrahlen, denn er öffnet sich Meiner
Liebeanstrahlung, sowie er nur gedankliche Verbindung mit Mir herstellt, sowie er
jeglichen innerlichen Widerstand gegen Mich aufgibt. Ich bin Selbst in ihm als
winzigster Gottfunke, und dieser Meiner Gegenwart setzt er keine Abwehr mehr
entgegen, und Ich kann dann auch in ihm wirken .... Und Ich werde es auch tun, Ich
werde Mich einem jeden Menschen offenbaren, wenn auch in verschiedener Weise,
immer seinem Reifegrad entsprechend, aber jeder Mensch wird Mich erkennen können,
der es nur will. Mein Liebelichtstrahl wird ihn immer wieder berühren, bis er bewußt
sich öffnet und Mich und Meine Liebe begehret, die ihm dann zuteil werden wird in
aller Fülle .... Denn Ich liebe Meine Geschöpfe, und Ich will, daß sie selig werden .... Ich
will auch, daß sie um Meine große Liebe wissen sollen, auf daß sie Meine Liebe
erwidern. Dann aber ist auch der Zusammenschluß gesichert, dann wird Mein Geschöpf
auch jeglicher Finsternis entflohen sein, weil das Licht in ihm selbst leuchtet, weil Ich
Selbst ihm gegenwärtig sein kann und dann wahrlich kein Rückfall zur Tiefe mehr zu
fürchten ist .... Amen
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45
Gott ist ein Geist, Der Sich in Jesus manifestiert hat .... B.D. Nr. 7828
17.2.1961
Ihr dürfet euch nicht euren Gott und Schöpfer als ein eng-begrenztes Wesen
vorstellen, ihr dürfet Ihn nicht in eine Form zu bringen suchen, denn immer würde dann
eure Vorstellung falsch sein, weil etwas Begrenztes niemals Meinem Wesen entspricht,
das höchst vollkommen, also unbegrenzt, ist. Denn Ich bin ein Geist, Der alles erfüllt
und alles durchstrahlt. Ewig werde Ich auch für Meine Geschöpfe in Meinem Wesen
unergründbar sein, denn wenngleich auch Meine Geschöpfe in höchster Vollendung
aus Mir herausgestellt wurden, so sind es doch nur Liebefunken, aus dem Feuer Meiner
Ewigen Liebe ausgestrahlt und als Einzelwesen herausgestellt, die aber den Licht- und
Kraftquell von Ewigkeit nicht zu schauen vermöchten, wenn Ich Mich in ganzer
Leuchtfülle ihnen vorstellen würde, denn sie würden vergehen angesichts des Lichtes,
das ihnen erstrahlte .... Doch ihr brauchet euch auch kein anderes Bild von Mir zu
machen als das des göttlichen Erlösers Jesus Christus .... In Ihm bin Ich für euch der
„schaubare“ Gott geworden, in Ihm hat Sich der ewige, unendliche Geist manifestiert, in
Ihm sehet ihr Mich und könnet Ihn schauen von Angesicht zu Angesicht .... Ich gab Mir
also Selbst eine Form für euch, die Ich als Meine Geschöpfe hinausgestellt hatte aus
Meiner Liebe und Meiner Kraft .... Der Ewige Geist, Der die ganze Unendlichkeit
erfüllt, durchstrahlte diese Form und wurde für euch zu einem schaubaren Gott .... Und
dennoch walte und wirke Ich in der ganzen Unendlichkeit, und so kann Ich auch nicht
begrenzt sein in Meinem Wesen, Ich kann nur für euch, die ihr selbst noch begrenzt
seid, die ihr die höchste Vollendung noch nicht erreicht habt, in der Form Jesu Christi
zu einem vorstellbaren Begriff geworden sein, denn Ich muß euch bedenken eurem
Zustand gemäß, der immer noch weit von der Vollendung entfernt ist. Doch auch für
das in höchster Vollendung stehende Geistige bin und bleibe Ich unergründbar in
Meinem Wesen, was jedoch zu erhöhter Seligkeit Anlaß ist, weil Meine Kinder ständig
Mir zustreben, ständig von Mir beglückt werden durch Erfüllung ihres Verlangens und
doch ewig Mich nicht erreichen können .... und wiederum Mich schauen dürfen von
Angesicht zu Angesicht in Jesus Christus .... Auch dies bleibt für euch ein Mysterium,
und erst im Lichtzustand beginnet ihr zu begreifen und werdet doch ewig nicht Mein
Wesen ergründen können. Endlos fern scheine Ich euch und bin euch doch so nahe, wie
nur ein Vater sich seinem Kinde nahen kann. Aber dieses Bewußtsein beseligt euch, und
eure Liebe zu Mir steigert sich ständig und ist auch der Anlaß zur Seligkeit, weil sie
stets Erfüllung findet. Und immer heißer wird also die Liebe zu Jesus Christus
entbrennen, in Dem ihr euren Vater von Ewigkeit erkennet und in Dem Ich euch
Seligkeit bereite ohne Maß .... Denn in Ihm kann Ich nun Meinen Kindern nahe sein,
wenngleich Ich nicht an die Form gebunden bin, wenngleich Ich die ganze
Unendlichkeit erfülle mit Meinem Licht und Meiner Kraft, mit Meinem Wesen, das
unergründbar ist und bleibt. Ihr, Meine Geschöpfe aber, ihr sollt Mich in Jesus suchen
und finden, denn Ihn habe Ich Mir erwählet zur Form, die Mich aufgenommen hat; und
diese einstens menschliche Außenform vergeistigte sich völlig und blieb doch sichtbar
für jedes Wesen, das den Reifezustand erreicht hat, um geistig schauen zu können ....
Meinen Geist von Ewigkeit also sehet ihr, wenn ihr Jesus sehet, denn Er und Ich ist
eins, ihr sehet den Vater, wenn ihr Ihn sehet, weil Ich für euch, Meine erschaffenen
Wesen, schaubar sein wollte, um eure volle Liebe zu gewinnen. In Meiner endlosen
Fülle von Kraft und Licht aber könntet ihr Mich niemals schauen, ohne zu vergehen ....
Ich aber will mit Meinen Kindern schaffen und wirken können und also auch Mich
ihnen zeigen, um ihre Seligkeit zu erhöhen .... Und Ich will Selbst ihre Liebe erfahren
und darum ständig in der Nähe Meiner Kinder sein .... Amen
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47
„Und das Wort ist Fleisch geworden ....“ B.D. Nr. 8141
1.u.3.4.1962
„Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt ....“ Ich Selbst, das
Ewige Wort, stieg zur Erde und nahm Fleisch an .... Es war ein Akt übergroßer Liebe
und Barmherzigkeit, daß Ich Mich bewogen fühlte, die Verbindung aufzunehmen mit
den Menschen, die endlos weit sich von Mir entfernt hatten, die nicht mehr fähig waren,
Meine Stimme zu vernehmen, die Mein Wort in sich nicht mehr zu hören vermochten,
die keinerlei Bindung mehr hatten mit dem Wort von Ewigkeit .... Sie hatten selbst diese
weite Entfernung von Mir verschuldet, und niemals mehr wäre es ihnen möglich
gewesen aus eigener Kraft, diese weite Entfernung von Mir aufzuheben, niemals mehr
wäre es ihnen möglich gewesen, Mein Wort so zu hören, wie es war im Anbeginn, als
Ich Mich mit allen Meinen von Mir ins Leben gerufenen Geschöpfen austauschen
konnte durch das Wort .... Darum hat Meine Liebe Selbst die weite Entfernung
überbrückt .... Ich kam Selbst zur Erde und nahm Fleisch an und suchte nun, in
Verbindung zu treten mit Meinen Geschöpfen, um sie wieder anzusprechen und ihnen
eine Brücke zu bauen, die zu Mir zurückführte in das Reich des Lichtes und der
Seligkeit .... Ich Selbst bin das Wort von Ewigkeit, doch Ich hätte keinen Menschen
offensichtlich aus der Höhe ansprechen können, um sie nicht in einen Zustand des
Zwanges zu versetzen, die als freie Geschöpfe einst von Mir ihren Ausgang genommen
hatten. Sie sollten die Brücke zu Mir in aller Willensfreiheit betreten, und das konnte
Ich nur erreichen durch Meine Ansprache, die aber nicht ungewöhnlich ertönen durfte,
sondern wie ein von Mensch zu Mensch gesprochenes Wort klang. Und darum nahm
Ich Fleisch an .... Ich bezog die menschliche Hülle Jesu und sprach nun in dieser die
Menschen an .... Aber es war Mein Wort, das ihnen nun ertönte, und Ich konnte durch
dieses Wort den Menschen den Weg aufzeigen, Ich konnte sie belehren und ihnen
Meinen Willen kundtun, Ich konnte ihnen das Evangelium verkünden, die göttliche
Liebelehre, die ihre Seelen wieder in den Zustand versetzen sollte, daß jeder Mensch
selbst Mein Wort in sich vernehmen konnte, wenn dies sein ernster Wille war .... Doch
zuvor mußten die Menschen erlöst sein von Sünde und Tod, zuvor mußte die einstige
Sündenschuld des Abfalles von Mir getilgt sein, auf daß dann die Bindung mit Mir
gekrönt werden konnte mit der „Ausgießung Meines Geistes“ .... auf daß dann der
Mensch selbst Meine Stimme wieder in sich vernehmen konnte, wie es war im
Anbeginn .... „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt ....“ Wie
wenige Menschen verstehen den Sinn dieser Worte; das Ewige Wort stieg Selbst zur
Erde, denn die Menschheit war in größter Not, sie wußte nichts von ihrem elenden
Zustand, von ihrer Lichtlosigkeit, von der geistigen Finsternis, in der sie wandelte ....
Sie stand völlig abseits von Mir und tat nichts, um diesen weiten Abstand von Mir zu
verringern. Und es konnte den Menschen nur geholfen werden durch Belehrungen, die
der Wahrheit entsprechen .... Sie mußten erfahren von dem Willen ihres Gottes und
Schöpfers, und dieser Wille mußte ihnen von Mir Selbst verkündet werden .... Ich Selbst
mußte sie ansprechen und konnte das nur durch einen Menschen .... Also verkörperte
Ich Selbst Mich in diesem Menschen, und so nur war es möglich, in aller Wahrheit die
Menschen zu unterweisen, sie auf ihren verkehrten Lebenswandel aufmerksam zu
machen, ihnen Meinen Willen kundzugeben und ihnen das Leben vorzuleben, das sie
selbst führen sollten, um wieder aus ihrer geistigen Finsternis herauszugelangen, um den
Weg zu gehen, den Ich den Menschen aufzeigte, auf daß sie wieder zum ewigen Leben
gelangen konnten. Denn sie waren von Meinem Gegner beeinflußt, der sie ständig zur
liebelosen (3.4.1962) Lebensführung bewog, in der sie dann auch kraftlos waren und
blieben und nichts für ihren Aufstieg gewinnen konnten. Ich habe Selbst ihnen den
Beweis geliefert, daß sich die Liebe als Kraft auswirkte. Ich habe die Kranken geheilt
und auch andere Wunder gewirkt, die nur die Kraft der Liebe zustande bringen
konnte .... Ich habe ihnen auch über die Folgen eines liebelosen Lebenswandels
Aufschluß gegeben .... Denn Ich mußte den Menschen als erstes erklären, warum sie
sich in körperlicher und geistiger Not befanden .... Ich mußte sie davon in Kenntnis
setzen, daß ihr Zustand als Mensch kein seliger genannt werden konnte und was sie also
tun sollten, um zur Seligkeit zu gelangen .... Und alles dieses mußten sie aus dem
Munde Gottes vernehmen .... Mein Wort mußten sie vernehmen können, und also stieg
das Wort Selbst zur Erde hernieder und nahm Fleisch an .... Im Urzustand ertönte das
Wort in einem jeden Wesen und war Anlaß unermeßlicher Seligkeit .... Und diese
Seligkeit gaben die Wesen selbst hin, weil sie sich freiwillig entfernten von Mir und so
also auch Mein Wort nicht mehr vernehmen konnten, weil dieses Wort eine direkte
Liebeanstrahlung Meinerseits war, welche die Wesen aber nun zurückwiesen. Die
übergroße Not der Menschen auf Erden bewog Meine Liebe und Barmherzigkeit, Mich
Selbst ihnen zu nähern und ihnen trotz ihrer Abwehr im Wort entgegenzutreten .... Und
wer nur ein Fünkchen Liebe in sich entzündete, der erkannte Mich auch und nahm Mein
Wort an .... Er erkannte auch in Mir die Gottheit, und er folgte Mir nach .... Doch
zumeist sah man in Mir nur den Menschen und wertete also auch Mein Wort nur als das
eines Menschen .... Ich war mitten unter ihnen, und sie erkannten Mich nicht ....
Dennoch konnte Ich das Evangelium der Liebe verkünden, Ich konnte die göttliche
Liebelehre den Menschen immer wieder vorstellen, und Ich konnte Mir Meine Jünger
ausbilden und sie dann mit dem Auftrag hinaussenden in die Welt, Mein Evangelium zu
verkünden und von Mir Selbst zu zeugen .... Es war das „Wort Selbst“ zur Erde
gekommen, und Es hatte Fleisch angenommen zum Segen der Menschheit .... Und
immer, wenn Mein Wort ertönet, neigt Sich Meine endlose Liebe und Erbarmung nieder
zur Menschheit und verstrahlt Ihre Liebe in die Menschenherzen, die willig Mein Wort
entgegennehmen, die es anhören und als Stimme ihres Vaters erkennen und die Mir
dankbar sind für die große Gnadengabe .... Denn Ich Selbst bin das Wort von Ewigkeit,
und wer Mich anhöret, der tritt mit Mir Selbst in engste Verbindung, und er wird auch
sein letztes Ziel auf dieser Erde erreichen, er wird den gänzlichen Zusammenschluß
finden mit Mir, seinem Gott und Vater, zu Dem er endgültig nun zurückgekehrt ist und
ewig selig sein wird .... Amen
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49
Die Liebe hat das Erlösungswerk vollbracht .... B.D. Nr. 5215
21.9.1951
Ich bin für euch gestorben am Kreuz. Meine Liebe zu euch war grenzenlos und
entflammte im Menschen Jesus zu einer Stärke auf, die das Vergöttlichen Seiner Seele
bewirkte, ein Zustand, der Ihn über die menschlich irdische Sphäre hinaushob und er
eins wurde mit Mir .... Nur eine so starke Liebe war fähig, das Kreuzesopfer zu bringen,
denn sonst hätte Er als Mensch nicht standhalten können, wenn nicht die Kraft der Liebe
Ihn gestärkt hätte. Er starb als Mensch den Kreuzestod, und doch war Ich Selbst es, Der
Sich für euch Menschen hingegeben hat am Kreuz, denn der Mensch Jesus blieb in der
Liebe, bis Er Seinen Geist aufgab .... Die Liebe also brachte das Opfer, und die Liebe
war Ich Selbst .... Es ist dies auch ein Mysterium und wird es bleiben, solange die Erde
besteht und ihr Menschen mit irdisch gerichteten Sinnen das Erlösungswerk beurteilt ....
Der Mensch Jesus starb am Kreuze .... Ich Selbst kam zur Erde, um euch zu erlösen ....
Ein scheinbarer Widerspruch, und doch ist es die Wahrheit, die so lange unbegreiflich
ist, wie ihr Menschen nicht verstehen könnet, daß Ich Selbst die Liebe bin .... daß die
Liebe die Ursubstanz der ewigen Gottheit ist und daß also die Liebe dieses Werk
vollbracht hat, das die Menschheit erlösen sollte von der Sünde. Die Liebe aber war im
Menschen Jesus, den Kreuzestod starb demnach ein Mensch .... doch daß dieser Mensch
schon göttlich war, das bewies das Übermaß Seiner Leiden, dem Er nicht zuvor schon
erlag .... Seine Liebe zur Menschheit war so tief, daß Er begehrte, zu leiden, um ihnen
zu helfen .... Ein übermenschliches Maß von Leiden hat Er auf Sich genommen, das
allein schon genügte, einem menschlichen Körper die Lebensfähigkeit zu nehmen, doch
Seine Liebekraft hielt diesen Körper so lange am Leben, bis Ihn Seine Feinde erhöht
hatten, bis sie Ihn an das Kreuz genagelt, bis der Höhepunkt Seines Leidens erreicht
war. Er wollte die Menschen die Schandtaten ausführen lassen, zu denen sie Mein
Gegner antrieb, um auch diesem zu zeigen, daß die Macht eines Gottsohnes auch über
den Tod hinausreichte, daß Er auch Herr war über den Tod ....
Und von Seinem Tod sollte die ganze Menschheit Kenntnis nehmen, so sie erlöst
werden wollte .... Er war durch Seine Liebe bis zuletzt mit Mir, dem Vater, verbunden,
doch Seine geängstete Seele erkannte Mich nicht mehr, sie suchte Mich außer sich, und
Jesus rief daher die Worte aus: „Mein Gott, Mein Gott, warum hast Du Mich
verlassen?“ Die machtvolle Gottheit nur hatte Sich zurückgezogen, doch die Liebe war
und blieb in Ihm .... Die Liebe war wohl in sich Kraft, doch Jesus nützte diese Kraft
nicht mehr, um Seine Kreuzigung zu verhindern, sondern nur noch dazu, sie erleben zu
können, weil Er sie erleben wollte, um Mir als Mensch zu dienen und für die
Mitmenschen zu leiden und zu büßen. Darum hat Er bewußt gelitten und ist auch
bewußt gestorben, darum bat Er Mich um Erbarmen für Seine Peiniger, und in vollem
Bewußtsein sprach Er die Worte: „Vater, in Deine Hände empfehle ich Meinen
Geist ....“ Die Bindung zwischen Sich und Mir hielt Er aufrecht, denn Er konnte Sich
nicht mehr lösen von Dem, mit Dem Er eins geworden war durch die Liebe .... Und
darum war Ich Er und Er Ich, es gab keine Trennung zwischen uns beiden, weil die
Liebe, die Ursubstanz Meiner Selbst, auch Ihn voll und ganz erfüllte, Ich also bei und in
Ihm sein mußte, wenngleich Ich als Kraft untätig blieb, bis der Mensch Jesus Sein Werk
vollbracht hatte. Er und Ich, wir sind eins, und wer Ihn sieht, der sieht den Vater, denn
der Vater ist die Liebe, und die Liebe war im Sohn .... Die Liebe aber konnte nicht
sterben, und also ist sie am dritten Tag wieder auferstanden, und sie belebte auch den
Körper, der durch das Leiden Jesu völlig vergeistigt war und keinen weiteren
Entwicklungsgang auf Erden mehr benötigt. So hat die Liebe den Tod überwunden ....
der göttliche Heiland überwand den Satan .... das Licht durchbrach die Finsternis, und
der Weg zum ewigen Licht wurde frei .... Amen
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51
Dreieinigkeit .... B.D. Nr. 2056
3.9.1941
Die Lehre der Dreieinigkeit Gottes hat schon zur größten Zersplitterung der
Gläubigen Anlaß gegeben und wird ständig Ärgernis sein, solange sie nicht
richtiggestellt, d.h. den Menschen annehmbar geboten wird. Geistige Finsternis ließ sie
erstehen .... geistige Finsternis fand eine Auslegung der Worte „Vater - Sohn und
heiliger Geist“, die genügte, das Denken der Menschen zu verwirren. Es ist dies auch
eine Glaubenslehre, die bedingungslos angenommen werden mußte, weil der Mensch,
der darüber nachdachte, zu keiner befriedigenden Lösung kommen konnte, also sie
entschieden hätte verwerfen müssen. Und dies wurde unterbunden, indem das
Annehmen der Glaubenslehre zwangsmäßig gefordert wurde. Die Lehre vom dreipersönlichen
Gott ist unannehmbar für jeden denkenden Menschen .... Gott sich als
Wesenheit vorzustellen, ist für den Menschen schon nicht möglich, denn eine Wesenheit
ist für ihn der Begriff einer festen Form, ohne dies ist es ihm unverständlich. Sowie sich
der Mensch nun die Gottheit als Person vorstellt, gibt er der festen Form eine Gestalt ....
Es ist dies dem Fassungsvermögen des Menschen entsprechend, jedoch gänzlich von der
Wahrheit abweichend. Eine Lehre aufzustellen von einer dreipersönlichen Gottheit ist
nur dazu angetan, das Göttlich-Wesenhafte abzuschwächen und durch menschlich
begrenzte Vorstellung ein Zerrbild zu schaffen von der ewigen Gottheit. Der Begriff der
Dreieinigkeit Gottes ist nur dort erklärbar, wo die Voraussetzung zum Verstehen
gegeben ist durch das Ergründenwollen göttlicher Weisheiten auf dem Wege des
Glaubens und der Liebe. Menschen, die weder tief gläubig sind, noch in der Liebe
stehen, würden nur rein verstandesmäßig diesen Begriff zergliedern wollen, und dies
kann nicht zum Ziel führen, d.h., es kann kein Ergebnis zustande kommen, das der
Wahrheit nahekommt. Dem gläubigen Menschen jedoch ist vieles verständlich, weil er
gedanklich belehrt wird aus dem geistigen Reich. Glaube und Liebe sind die
Vorbedingungen zum Wissen um Gottes Liebe und Weisheit, um Gottes Wirken und
Walten .... Sie sind ferner auch die Vorbedingung zum Empfangen der Wahrheit .... Es
wird also jenen wahrheitsgemäß Kenntnis gegeben von der Liebe Gottes, die alles
hervorgebracht hat, was ist .... Sie werden unterwiesen über den Zusammenhang aller
Dinge, den Uranfang, den Zweck und das Ziel dessen, was ist, und dadurch erkennen sie
die unendliche Weisheit Gottes .... Sie werden in Kenntnis gesetzt von der Kraft, die
alles durchströmt, von der Allmacht Gottes, von Seinem Willen, der unentwegt tätig ist,
und von dem Zusammenhang jeglicher Schöpfung mit dieser Kraft. Der gläubige,
liebetätige Mensch faßt alle diese Weisheiten, denn so er gläubig und liebetätig ist,
durchströmt ihn göttlicher Geist, d.h., er nimmt die Kraft aus Gott unmittelbar entgegen,
und er wird dadurch sehend und wissend. Also begreift er nun auch, daß das Mysterium
der ewigen Gottheit nur ergründet werden kann, so Gott Selbst durch Seine Kraft im
Menschen wirken kann, denn Geistiges kann nur geistig erfaßt werden. Gott ist Geist,
und die Kraft aus Gott ist gleichfalls Geistiges .... Strömt diese nun dem Menschen zu,
dann kann er auch eindringen in sonst unergründliches Gebiet, denn dann ist es nicht der
Mensch, der diese Frage löst, sondern der Geist aus Gott im Menschen. Dem Menschen
mit nur Verstandesdenken aber wird das Geheimnis um das Wesen der ewigen Gottheit
ein Geheimnis bleiben .... Und so ist nun auch die Lehre von der Dreieinigkeit von
menschlichem Verstand ausgelegt worden, und also entstand die Lehre eines
dreipersönlichen Gottes .... Personifiziert kann Gott niemals werden, Er kann nur dem
Menschen unter der Gestalt Jesu Christi anschaulich gemacht werden, so daß also die
Menschen auf Erden sich selbst dadurch ein Bildnis Gottes schaffen, so sie sich Jesus
Christus in aller Glorie vorstellen .... Die ewige Gottheit ist Liebe, Weisheit und Kraft. -
Die Liebe ist der Erzeuger alles dessen, was ist .... Sie ist der Vater des Alls, sie ist die
Urkraft, ohne die nichts bestehen könnte, was ist .... Aus der Liebe ist alles
hervorgegangen, und zur Liebe soll alles wieder werden, was sich davon abgewendet
hat .... Die Liebe ist Gott Selbst. - Was aus der Liebe hervorgegangen ist, verrät Seine
Weisheit .... Die Liebe ist Gott Selbst, Seine Weisheit bezeugt alles aus Ihm
Entstandene, Seine Schöpfungen, und also ist, was aus dem Vater ist, Sein Sohn. - Und
Gottes Wille, Seine Kraft, die alles entstehen ließ, das ist Sein Geist .... Gott Vater, Gott
Sohn und Gott heiliger Geist sind in Sich das Wesen der ewigen Gottheit .... Liebe und
Weisheit und Willenskraft. „Der göttliche Liebewille nahm Form an“, diese Worte sind
das gleiche in ihrer Bedeutung wie „Vater, Sohn und heiliger Geist“. Denn die Liebe
Gottes ließ den Willen tätig werden und erschuf .... Gottes Liebe und Geist verkörperte
Sich als Weisheit .... Der Geist Gottes ließ den Sohn aus dem Vater hervorgehen. - Wer
gläubig ist und in der Liebe steht, der erfaßt diese Weisheit und für diesen ist die
Dreieinigkeit Gottes gelöst. Doch in welchem Irrtum wandeln die Menschen, denen der
Glaube und die Liebe mangelt und die dennoch etwas angenommen haben als
Glaubenslehre, das selbst für den weisesten Weisen unannehmbar bleibt. Denn die sich
eine personenhafte Gottheit vorstellen, denen mangelt noch jegliches geistige Wissen.
Sie wenden etwas rein Irdisches auf geistige Wesenheiten an, das völlig ausscheidet im
geistigen Reich. Die Vorstellung einer dreipersönlichen Gottheit ist irreführend,
obgleich der Zusatz gebraucht wird .... „sie sind eins“. Es wird der Mensch in wirres
Denken hineingedrängt, sowie er sich unterfängt, darüber nachzudenken. Es ist aber
dem Menschen von seiten Gottes nicht untersagt, darüber nachzudenken .... Gott will
ihm Klarheit geben, und es ist nicht Sein Wille, daß er durch menschliches Einwirken in
Blindheit dahergehe, nur soll der rechte Weg gewählt werden, der zum Erkennen führt.
Und es sind wahrlich nicht berufen zur Belehrung der Unwissenden, die selbst
unwissend sind und ihre Unfähigkeit, geistiges Wissen entgegenzunehmen, durch
Verstandesdenken und verstandesmäßig aufgestellte Lehren auszugleichen versuchen.
Gott ist Geist und kann nur geistig ergründet werden .... Amen
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53
Gott als liebender Vater .... B.D. Nr. 7648
15.7.1960
Für die meisten Menschen bin Ich der ferne, unnahbare Gott, vorausgesetzt, daß sie
noch an Mich glauben .... Aber sie haben keine Bindung mit Mir, sie suchen Mich in der
Ferne, sie sehen in Mir wohl ihren Gott und Schöpfer, aber nicht ihren Vater .... sie
haben noch nicht das Verhältnis eines Kindes zum Vater hergestellt, und sie wagen sich
darum auch nicht, Mich wie einen Vater anzusprechen, sie erwarten auch keine Hilfe,
weil sie die Vaterliebe ausschalten und nur in Mir den strafenden Gott sehen, den
unerbittlichen Richter, Der sie gnadenlos verurteilt, wenn sie nicht nach Seinem Willen
leben. Die Menschen wissen nicht um Meine übergroße Liebe zu ihnen, ansonsten sie
sich zutraulich Mir nahen würden und mit Mir Zwiesprache hielten .... Sie wissen nicht,
daß sie aus Meiner Liebe hervorgegangen sind und daß Meine Liebe ihnen gehört, auch
wenn sie sündig geworden sind .... Sie stehen Mir noch fern, und darum können sie auch
nicht von Meiner Kraft durchflutet werden, weil sie sich dann Mir gläubig zuwenden
müßten .... weil sie Meine Nähe suchen und den Willen haben müßten, von Mir als Kind
angenommen zu werden .... Und es ist schwer, ihnen dieses Wissen zu übermitteln ....
denn Ich bin und bleibe für diese Menschen das unerreichbare Wesen, Das überhoch
über den Menschen steht und wenig oder keine Verbindung mit ihnen hat. Sie glauben
nicht an einen Zusammenhang des Schöpfers mit Seinem Geschöpf, sie fühlen sich
isoliert und sind es auch, solange sie nicht selbst die Isolierung aufheben und sich Mir
anzuschließen suchen. Ich aber will der Vater Meiner Kinder sein, Ich will den
Menschen nahestehen, so nahe, daß sie Mich zu hören vermögen. Aber es gehört dazu
als erstes der freie Wille des Menschen, mit Mir Verbindung zu haben. Auch der
Mensch muß wollen, Mir nahezukommen, er muß die weite Entfernung zwischen uns
selbst aufheben eben durch den Willen, mit Mir verbunden zu sein. Und es kann dieser
Wille im Menschen erwachen, wenn ihm immer wieder von Meiner Liebe gekündet
wird, wenn Ich ihm dargestellt werde als ein höchst vollkommenes Wesen, Das nur
Liebe ist und Das Seine große Liebe an Seine Geschöpfe verschenken will, auf daß sie
selig sind. Ich muß den Menschen als höchst vollkommen hingestellt werden, und zur
Vollkommenheit gehört ein Übermaß von Liebe, die Meinen Geschöpfen gilt. Erst wenn
der Mensch glauben kann an Meine Liebe, wird auch seine Liebe zu Mir erglühen, und
er wird sich nach der Verbindung mit Mir sehnen .... Und dann wird er sich auch als
Mein Kind fühlen und zum Vater verlangen, um mit Ihm vertraulich Zwiesprache zu
halten. Er wird dann keine Hemmungen mehr kennen, er wird reden mit Mir, wie ein
Kind zum Vater spricht, und er wird auch Meine Liebe fühlen und darum zutraulich zu
Mir kommen .... Und dann kann Ich ihm gegenwärtig sein, dann ist die weite Entfernung
aufgehoben, dann kann das Kind auch Meine Stimme vernehmen, weil es .... wenn es
Mich Selbst anstrebt .... auch selbst zur Liebe geworden ist, die den Zusammenschluß
des Kindes mit dem Vater bewirkt .... Und sowie ihr also euren Mitmenschen Mich
Selbst, ihren Gott und Schöpfer, als liebevollsten Vater darstellen könnet, Der nur
danach verlangt, mit Seinen Kindern wieder zusammen zu sein, wie es war im
Anbeginn .... sowie ihr also Mich als einen Gott der Liebe hinstellt, wird auch die große
Scheu vor Mir sich verlieren, die Menschen werden sich vertrauensvoll an Mich
wenden, wenn sie in Not sind. Sie werden Meine Hilfe erfahren und dann Mir immer
näherzukommen trachten, denn dann ergreift sie auch Meine Liebe und zieht sie sanft,
aber stetig zur Höhe. Und es wird einmal dann auch die Vereinigung stattfinden, denn
sowie der Mensch einmal Meine Liebe gespürt hat, löset er sich auch nicht mehr von
Mir, sondern er strebt Mich immer eifriger an, und die weite Entfernung ist nun
endgültig aufgehoben, es sieht der Mensch nicht mehr in Mir nur seinen Gott und
Schöpfer, sondern seinen Vater, zu Dem er nun seinen Weg nimmt und auch sicherlich
sein Ziel erreicht .... Amen
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55
Ich bin, Der Ich bin .... B.D. Nr. 3537
4.u.5.9.1945
Ich bin, Der Ich bin, von Ewigkeit zu Ewigkeit .... Ich bin ohne Anfang und ohne
Ende .... Denn Ich bin ein Geist, Der in Sich Kraft und Liebe ist, aus Dem alles
hervorgeht, was ist, der Wille und Denkfähigkeit besitzt und somit in aller Weisheit
wirket .... Ich bin, Der Ich bin .... ohne Mich ist nichts, und ohne Mich kann nichts
bestehen, was ist .... Ich bin die Kraft, Die das ganze Weltall durchströmt, der Wille,
Der alles regieret, und die Liebe, Die alles erhält, was aus Meiner Macht
hervorgegangen ist. Von Mir nahm alles seinen Ausgang, was an sichtbaren und
unsichtbaren Schöpfungen das Weltall erfüllt, und ewiglich bleibt das von Mir
Geschaffene im Zusammenhang mit Mir, denn Kraft ist nicht teilbar, sie ist nicht zu
trennen von dem Kraftquell, sie bleibt, was sie ist .... Ausstrahlung Meiner Selbst. Alle
Schöpfungen sind der Form gewordene Wille, der mit der Kraft wirket und Meine
Gedanken zur Tat werden läßt. Doch Ich Selbst bin Schöpfung und Schöpfer zugleich,
denn sie birgt Meine Kraft, die Ursubstanz Meiner Selbst, in sich, also muß Ich Selbst
auch überall sein, wo Schöpfungen von Mir zutage treten. Ich bin ein Geist, Der
allmächtig ist, liebevoll und weise, Der ständig tätig ist und also wirket in Liebe und
Weisheit, Dem nichts unmöglich ist, weil die Kraft der Liebe unvorstellbar ist und sie
keine Grenzen kennt. Ich bin ein Geist und also ohne Zeit und Raum, Ich bin von
Ewigkeit und überall, nichts bleibt Mir verborgen, nichts ist Mir unerreichbar, denn Ich
bin das vollkommenste Wesen, und aus Mir geht nur Vollkommenes hervor. Was in Mir
seinen Ausgang nahm, war Geistiges, das als Mein Ebenbild gestaltet war in aller
Vollkommenheit und von Meiner Liebekraft belebt wurde. Es war ein Teil von Mir,
unlösbar mit Mir verbunden, es war Meine Ausstrahlung, der Ich eine Form gab, die nun
als freies, selbständiges Wesen gleich Mir schaffen und gestalten konnte durch Meine
Kraft, die gleichfort dem Wesen zuströmt. Und Mein Geist durchflutet alle Wesen, die
von Mir ausgegangen sind. Und also bin Ich Selbst in ihnen, und Ich werde nie
aufhören, zu sein, wie auch das Wesenhafte, das von Mir seinen Ausgang nahm,
niemals vergehen kann, weil es ein Teil von Mir, von Meiner Liebekraft ist. Und so
zeuget alles von Mir, was Ich geschaffen habe, wie alles Meine Kraft in sich birgt, denn
ohne diese kann nichts bestehen. Sichtbar und unsichtbar dem menschlichen Auge wirke
Ich, und Mein Wirken ist immer die Kraftäußerung von Mir, Der Ich bin von Ewigkeit
zu Ewigkeit. Wer Mich erkannt hat, der sieht Mich überall, er weiß Mich überall
gegenwärtig, und er fühlt Mich, denn mit jedem Atemzug nimmt er die Kraft von Mir
entgegen, die ihm Meine Nähe verrät. Und jeder denkende Mensch müßte Mich
erkennen, denn nichts ist, was nicht zeuget von Mir. Das Sein und Werden jeglichen
Schöpfungswerkes ist in Mir bedingt, und jede Kreatur ist mit Meiner Kraft und
Meinem Geist belebt, und das Leben allein schon ist Beweis Meines Seins, es ist Beweis
eines Schöpfers, Der Seinem Werk das Leben gab, da sich kein Wesen das Leben selbst
geben und erhalten kann. Und Leben trägt alles in sich, was ersichtlich ist, denn selbst
die tote Materie lebt, es bleibt nichts unverändert in seiner Außenform bestehen, also ist
es in sich tätig, wenn auch in minimalstem Maß, und Tätigkeit ist Leben. Ich war, Ich
bin und Ich werde bleiben in Ewigkeit .... das vollkommenste Wesen, Das alles vermag
kraft Seines Willens, Seiner Liebe und Seiner Weisheit, Das schaffend und gestaltend
Sich betätigt, Das unzählige Wesenheiten geschaffen hat und sie beglücken will bis in
alle Ewigkeit. Niemals wird ein Wesen an Meine Vollkommenheit heranreichen, und
dennoch ziehe Ich alles zu Mir empor in Meine Nähe, um Seligkeit zu spenden durch
Meine Kraftausstrahlung, die alles durchströmt, was Verlangen trägt nach seinem
Ausgang .... also durch unmittelbare Kraftübertragung den Zusammenschluß mit Mir
gefunden hat, Der Ich war, Der Ich bin und bleiben werde von Ewigkeit zu Ewigkeit ....
Amen
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57
Gottes Wesen ist ein Geheimnis .... B.D. Nr. 8006
29.9.1961
Ein großes Geheimnis ist und bleibt für euch Mein Wesen, denn solange ihr auf
Erden weilet, ist euer Denken begrenzt und vermag nicht, in geistige Tiefen
einzudringen. Aber auch für das lichtvolle Geistige bin und bleibe Ich unergründbar,
wenngleich es schon in tiefes Geisteswissen eingedrungen ist und sich selbst schon
gestaltet hat zu seinem Urwesen, das als Mein Ebenbild einst von Mir ausgegangen ist.
Zur Seligkeit, die ewig währet, gehört aber ein ständiges Anstreben Meiner Selbst, ein
ständiges Mir-Nähern .... Und doch bin Ich unerreichbar. Und wiederum wird das
Wesen von Mir Selbst angestrahlt und mit unbegrenzter Seligkeit erfüllt, so daß im
Zusammenschluß mit Mir auch das Wesen sich Meiner Gegenwart bewußt ist. Wäre Ich
aber erreichbar, dann wäre einmal auch die Seligkeit erfüllt .... was jedoch nicht
eintreten kann, denn es gibt kein Ende Meiner Beglückung; immer wird das Wesen
Mich anstreben und immer von neuem Erfüllung finden und doch ewig Mich nicht
ergründen können .... Ich bin und bleibe für alles aus Mir Hervor-Gegangene ein ewiges
Geheimnis .... aber Ich halte Mich nicht entfernt von ihm, weil Meine Liebe unendlich
ist. Und weil diese Meine Liebe nicht aufhört, kann auch die Beseligung Meiner Kinder
nicht aufhören .... weil es in der Vollkommenheit keine Begrenzung gibt, kann es
niemals ein Ende geben. Immer höher wird das Wesen steigen dem Licht zu, und das
Licht wird ihm gleichfort zustrahlen, doch das Licht wird unerreichbar sein und bleiben.
Denn Ich bin der Urquell des Lichtes und der Seligkeit, Der nicht zu erschöpfen ist,
Dem alles Geistige zustrebt und unendliche Beseligung findet, von diesem Urquell
gespeist zu werden. Mein Wesen ist und bleibt unergründbar .... Und so ist auch zu
verstehen, daß dieses Wesen nicht personifiziert werden kann, daß man sich nichts
Begrenztes darunter vorstellen kann. Und ihr werdet nun auch verstehen, warum dieses
Wesen .... der Urquell des Lichtes .... den erschaffenen Wesen nicht schaubar sein
konnte. Denn das Licht in seiner Urfülle hätte alles aufgezehrt. Es konnte sich wohl
verschenken in aller Fülle, doch das Wesen sollte etwas Selbständiges bleiben, es sollte
als Lichtfunke ein selbständiges Leben führen, dem Ich ein ständiges Glück bereiten
wollte. Und zur Seligkeit gehört ein ständiges Verlangen und ständiges Erfüllen .... Hat
das Wesen sich in lichte Höhen aufgeschwungen, so ist es von immer heißerer Liebe
erfüllt, und diese Liebe drängt zur ewigen Liebe .... Und Ich gebe die Liebe wieder
zurück und beglücke das Wesen unsagbar .... Doch das bedeutet nicht gestilltes Sehnen,
sondern es erhöht nur das Verlangen nach Mir, Der Sich dem Wesen immer wieder
verschenkt .... Als Mensch aber ist euer Denken begrenzt, und niemals könnet ihr solche
Weisheiten fassen. Doch in eurer Unvollkommenheit könnet ihr auch schon die
Verbindung herstellen mit Mir und euch beglücken lassen: Ihr könnet beten, ihr könnet
Zwiesprache halten mit Mir, und Mein Liebestrahl kann in euch einfließen, wenn auch
nur als schwacher Kraftstrom, weil ihr noch unvollkommen seid. Aber auch dieser
schwache Kraftstrom wird euch beglücken, und ihr selbst könnet ihn vermehren, sowie
die Liebe zu Mir in euch erglüht und immer heller aufflammt. Dann ist schon ein leises
Sehnen in euch, das Ich erfülle, und es wird dies zur Folge haben, daß euer Verlangen
nach Meiner Liebeanstrahlung immer stärker wird und ihr auch Erwiderung findet je
nach dem Grad eurer Liebe. Ihr werdet Mich spüren, ihr werdet euch Meiner Gegenwart
bewußt werden, und doch werdet ihr Mich mit eurem Verstand nicht erfassen können,
weil euch Mein Wesen ein Geheimnis ist und bleiben wird. Und dennoch offenbare Ich
Mich euch .... Ihr werdet Mich erkennen können als ein Wesen, Das in Sich Liebe,
Weisheit und Macht ist. Und ihr werdet Mich dann auch stets mehr lieben, und der
Beglückungsakt findet immer und immer wieder statt, denn niemals werdet ihr .... so ihr
einmal beglückt wurdet von Mir .... diese Seligkeit missen wollen. Es wird der Funke,
der aus Mir ausgestrahlt wurde als selbständiges Wesen, ständig dem Feuermeer Meiner
Liebe zustreben .... Und dieses Streben zu Mir wird ewig kein Ende nehmen, ewig wird
sich die Liebe verschenken, ewig werden die Gefäße sich öffnen und ewig Meinen
Liebestrahl in sich aufnehmen. Und immer wird das Verlangen nach Mir und das
ständige Erfüllen Seligkeit bereiten, die niemals mehr ein Ende nehmen wird .... Amen

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