„Seid in der Liebe tätig!“


Eine Auswahl von Göttlichen Offenbarungen, durch das „innere Wort“ empfangen
von Bertha Dudde
2
Jesus sagt ... - Teil 6          „Seid in der Liebe tätig!“

Inhaltsverzeichnis
                                                                                                   B.D. Nr.

Mt. 25, 31-40
„Wer den geringsten Meiner Brüder aufnimmt, der nimmt Mich auf ...“ -- 3941
Die unermeßliche Liebe Jesu ... -------------------------------------- 7962
Nachfolge Jesu .... Leben in Liebe ... ------------------------------- 5927
Beweis der Gottesliebe: Liebe zum Nächsten ... ----------------------- 8084
Nächstenliebe ... ---------------------------------------------------- 4706
Stärkung des Glaubens durch Liebewirken ... -------------------------- 5371
Liebewirken Zeichen von Gottes Gegenwart ... ------------------------- 6687
Liebeswirken ... Nützen der Kraftzuwendung Gottes ...
„Wer in der Liebe bleibt ...“ ---------------------------------------- 4629
Erwerben von geistiger Kraft durch Liebewirken ... ------------------- 7107
Liebetätigkeit bedeutet Wesenswandlung ... --------------------------- 6846
„Was ihr dem geringsten Meiner Brüder tut ...“ ----------------------- 5886
Liebeswerk gegen Feinde ... ------------------------------------------ 0605
Werke der Nächstenliebe ... Ohne Liebe ... Im Zwang ... -------------- 0985
Sorge um das Seelenheil uneigennützigste Nächstenliebe ... ----------- 1504
Not des Mitmenschen Antrieb zur Liebetätigkeit ... ------------------- 3915
Eigenliebe .... Liebe deinen Nächsten wie dich selbst ...------------- 4105
Anregen eines Ungläubigen zum Liebewirken ... ------------------------ 5787
Armut hindert nicht am Liebewirken ... ------------------------------- 6365
Erfüllen menschlich-erlassener Gebote ersetzt kein Liebewirken ... --- 6813
Liebewerk an Abgeschiedenen ... -------------------------------------- 7036
Pflichtarbeit ... Nur Liebewerke werden gewertet ... ----------------- 7261
Liebet einander ... -------------------------------------------------- 7811
Liebe zum Nächsten: Hilfe in geistiger Not ... ----------------------- 7914
Tatliebe ... Gutes Beispiel ... -------------------------------------- 8343
Gemeinsames Liebeswirken in der Endzeit ... -------------------------- 3343
Maßnahmen gegen Liebeswirken ... ------------------------------------- 3389
Rechtes Verständnis bedingt Liebewirken ... -------------------------- 6436
„Schaffet und wirket, solange noch Tag ist ...“----------------------- 4289


3
Mt. 25, 31-40
Wenn aber des Menschen Sohn kommen wird in seiner Herrlichkeit und alle Engel mit
ihm, dann wird er sitzen auf dem Stuhl seiner Herrlichkeit, und werden vor ihm alle
Völker versammelt werden. Und er wird sie voneinander scheiden, gleich als ein Hirte
die Schafe von den Böcken scheidet, und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen und
die Böcke zur Linken. Da wird dann der König sagen zu denen zu seiner Rechten:
Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbet das Reich, das euch bereitet ist von
Anbeginn der Welt! Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich gespeist. Ich bin
durstig gewesen, und ihr habt mich getränkt. Ich bin ein Gast gewesen, und ihr habt
mich beherbergt. Ich bin nackt gewesen, und ihr habt mich bekleidetet. Ich bin krank
gewesen, und ihr habt mich besucht. Ich bin gefangen gewesen, und ihr seid zu mir
gekommen.
Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich
hungrig gesehen und haben dich gespeist? oder durstig und haben dich getränkt? Wann
haben wir dich als einen Gast gesehen und beherbergt? oder nackt und haben dich
bekleidet? Wann haben wir dich krank oder gefangen gesehen und sind zu dir
gekommen?
Und der König wird antworten und sagen zu ihnen:
Wahrlich, ich sage euch:
Was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern,
das habt ihr mir getan.
(aus: Die Bibel, Textfassung 1912,
Stuttgart 1985
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4
„Wer den geringsten Meiner Brüder aufnimmt, der nimmt Mich auf ....“ B.D. Nr. 3941
23.12.1946
Versenket euch in Mein Wort, und ihr werdet jederzeit klar erkennen, woran es euch
mangelt, denn in Meinem Wort trete Ich Selbst euch nahe, und Ich gebe euch Meinen
Willen kund. Seid ihr nun nach Meinem Willen tätig, so wird es in euch zur Gewißheit
werden, daß ihr euch aufwärtsentwickelt, denn ihr reifet in der Erkenntnis .... Und also
müsset ihr leben nach Meinem Wort, ihr dürfet nicht nur Hörer dessen sein, was Meine
Gnade und Liebe aus der Höhe euch darbietet. Ihr müsset Mein Wort ausleben, und auch
alle Meine Verheißungen werden an euch in Erfüllung gehen. Eine Meiner
Verheißungen aber lautet: Wer den geringsten Meiner Brüder aufnimmt, der nimmt
Mich auf .... Also Ich bewerte seinen Liebesdienst am Nächsten überaus hoch, Ich
bewerte ihn, als gelte er Mir Selbst, und entsprechend wird auch Mein Lohn sein. Denn
von Mir aufgenommen zu werden, von Mir bedacht zu werden mit allem, was der
Mensch bedarf, ist wahrlich die größte Gegengabe, die euch geboten werden kann, und
so schließt diese Verheißung alles in sich, sie ist überaus trostreich für die armen,
bedrückten und schwachen Menschen, so sie nur immer an ihren Mitmenschen handeln
wie Brüder, so sie helfen, wo ihre Hilfe angefordert wird geistig oder leiblich. Niemals
werde Ich einen Menschen verlassen, der dem Mitmenschen in seiner Not beisteht,
immer wird er Meiner Hilfe gewiß sein können, und Ich sorge wahrlich für ihn in jeder
Weise. Denn er ist ein Täter Meines Wortes geworden, er hat sich Meinen Willen zur
Richtschnur seines Handelns und Denkens gemacht, er ist in Meinen Willen
eingegangen, und folglich kann er jegliche Sorge Mir anheimstellen .... Ich werde sie
ihm abnehmen, weil er Mich aufgenommen hat .... Und so ihr euch nur stets in Mein
Wort versenket, dann wird euch auch das Erdenleben leicht werden, denn immer wieder
ist dies abhängig von eurem Willen, wie weit er sich dem Meinen angleichet. Und Mein
Wort gibt euch diesen Meinen Willen kund .... Mein Wort enthält aber nicht nur Meine
Forderung an euch, sondern es setzt euch auch in Kenntnis von der Auswirkung der
Befolgung Meines Willens. Und da euch diese Kenntnis vermittelt wird, steht euch ein
reicher Schatz zur Verfügung, den ihr nur zu heben brauchet, denn irdisch und geistig
befindet ihr euch nun in Meiner Obhut, und ihr habt keinen Anlaß mehr, ängstlich zu
sein oder euch Sorgen zu machen, welcher Art sie auch seien. Ich stehe als Vater, als
Bruder, als Freund, als ständiger Helfer euch zur Seite, und Meine Hilfe ist euch
sicherste Gewähr, daß ihr den Lebenskampf bestehet und auch geistig reifet, denn mit
Mir und Meiner Kraft vermögt ihr alles. Darum vertiefet euch oft und lebendig in Mein
Wort, nehmet es auf und lebet danach, und eine jegliche Verheißung wird sich an euch
erfüllen, denn Mein Wort ist und bleibt ewige Wahrheit .... Amen
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5
Die unermeßliche Liebe Jesu .... B.D. Nr. 7962
9.8.1961
Als Ich über die Erde wandelte, erkannte Ich als Mensch die große Not der
Menschheit, weil die Liebe in Mir mächtig war und dadurch auch hellstes Licht in Mir
war über den Anlaß der Not, über den Zustand, in dem sich die Menschen befanden, und
auch, daß sie gefesselt waren von einer Macht, die schlecht war und die Menschen ins
Verderben stürzen wollte .... Die Liebe in Mir gab Mir diese Erkenntnis, und die Liebe
in Mir entschloß sich zu einem Opfer für die in tiefster Not schmachtende
Menschheit .... Ich entschloß Mich kraft Meiner Liebe zu einem offenen Kampf mit dem
Gegner, Ich wollte als Mensch ihm beweisen, daß Meine Liebe eine Kraft war, mittels
derer Ich ihn besiegen konnte. Ich wollte Meine Liebe einsetzen gegen seinen Haß ....
Und diese Meine übergroße Liebe sollte die Menschen erlösen aus seiner Gewalt .... Ich
wußte um die Ursache des Mensch-Seins, um den einstigen Abfall der Wesen von Gott,
weil die Liebe in Mir diese Erkenntnis Mir schenkte. Und so wußte Ich auch, daß nur
die „Liebe“ ihnen Rettung bringen konnte aus ihrem Notzustand .... Und so waren
Meine Bemühungen als „Mensch Jesus“ vorerst, den Mitmenschen die göttliche
Liebelehre zu unterbreiten und sie anzuregen, ein Liebeleben zu führen, damit sie sich
Kraft erwerben konnten, Meinem Gegner zu widerstehen .... Und Ich lebte ihnen ein
Leben in Liebe vor und krönte dieses Liebeleben dann mit Meinem Tod am Kreuz ....
Ich brachte dem Vater ein Liebeopfer dar für die Mitmenschen und kaufte durch dieses
Opfer die Seelen der Menschen von ihrem Kerkermeister los .... Ich bezahlte die Schuld
mit Meinem Leben .... Nur die Liebe vermochte ein solches Opfer zu bringen, und die
Liebe war in Mir .... Der Vater Selbst, die Ewige Liebe, erfüllte Mich, die Ewige Liebe
Selbst tilgte also die Schuld, die das Geistige auf sich geladen hatte, als es fiel, als es
dem Gegner in die Tiefe folgte .... Der einstige Fall zur Tiefe, die Trennung von Gott,
war nur möglich gewesen dadurch, daß die Wesen sich der Liebe entäußerten, daß sie
die Liebeanstrahlung des Vaters nicht annahmen .... Die Menschen mußten wieder zur
Liebe werden, und weil sie dazu nicht mehr die Kraft hatten, erwarb Ich ihnen diese
Willenskraft durch Meinen Tod am Kreuz und erlöste sie aus ihrem geschwächten
Zustand .... Und nun konnten sie sich frei machen aus der Gewalt des Gegners, denn sie
empfingen nun die Kraft von Mir, als dem göttlichen Erlöser, weil sie nun auch fähig
waren, ein Liebeleben zu führen, weil sie nun nach Meinem Erlösungswerk wieder die
Liebeanstrahlung empfangen konnten, die ständig von Mir als der Ewigen Liebe allem
Wesenhaften zugeht, das sich selbst öffnet zum Empfang .... Ich erkannte als Mensch
die große Not der Mitmenschen .... Ich wußte auch als vom Vater ausgegangener
Engelsgeist darum und erbot Mich Selbst, zur Erde niederzusteigen und dem Vater die
Kinder wieder zurückzubringen .... Ich erbot Mich, der Ewigen Liebe als menschliche
Hülle zu dienen, auf daß „die Liebe“ das Erlösungswerk vollbringen konnte .... Aber Ich
ging zunächst auch den Weg als Mensch über diese Erde, denn der freie Wille eines
Menschen sollte sich bereit erklären zu diesem Werk der Erbarmung, weil ein Mensch
unsägliches Leid als Sühne auf Sich nehmen mußte, da „Gott“ nicht leiden kann, aber
um der Gerechtigkeit willen ein großes Sühneopfer nötig war, um die große Urschuld zu
tilgen. Aber Ich kam mit einem Herzen voller Liebe zur Erde, und Mein Erdenwandel
war ein unentwegtes Liebewirken, denn die Liebe war die Kraft, die den Menschen
jedoch fehlte, weshalb Ich die göttliche Liebelehre predigte und die Menschen immer
wieder ermahnte, Mir nachzufolgen .... Doch bevor Ich nicht das Erlösungswerk
vollbracht hatte, war die Macht des Gegners noch zu groß und der Mensch aufs äußerste
geschwächt .... Darum mußte ein Retter kommen, Der sie befreite von seiner Macht,
darum mußte die „Liebe“ ein Werk vollbringen, durch das der Gegner besiegt wurde ....
Die Liebe eines Menschen mußte ihm Widerstand leisten und also den Kampf gegen ihn
siegreich bestehen, denn der Liebe war der Gegner nicht gewachsen, und also mußte er
ablassen von den Seelen, die sich der göttlichen Liebe hingaben, die Mich und Mein
Erlösungswerk anerkannten, die also freiwillig zurückkehren wollten zu Mir und wieder
in Meinen Liebestromkreis eintraten .... Und dieses Werk der Erlösung ist vollbracht
worden, und so kann jeder Mensch sich frei machen aus der Gewalt des Gegners, der die
Gnaden des Erlösungswerkes in Anspruch nimmt, der Mich und Mein Erlösungswerk
anerkennt, Mich um Vergebung der Schuld bittet und um Stärkung seines
Liebewillens .... Denn dieser wird fähig sein, Mir nachzufolgen, er wird fähig sein, einen
Lebenswandel zu führen gleich dem Meinen, und die Liebe, die er nun übt, wird ihm
Kraft vermitteln, daß er seinen Erdenweg erfolgreich zurücklegt .... daß er nur Mich
Selbst als die Ewige Liebe anstrebt und daß er den Zusammenschluß findet mit Mir und
in sein Vaterhaus zurückkehrt, von dem er sich einst entfernte im freien Willen und
darum auch im freien Willen die Rückkehr bewerkstelligen muß. Doch diese Rückkehr
kann nur durch die Liebe erfolgen, und darum predigte Ich auch die Liebe, als Ich auf
Erden wandelte, und Ich sandte Meine Jünger hinaus, daß sie die göttliche Liebelehre
verkündeten allen Völkern der Erde .... Denn nur die Liebe macht euch frei aus der
Gewalt dessen, der bar jeder Liebe und darum Mein Gegner ist, der er auch bleiben
wird, bis Mein Erlösungswerk endgültig beendet ist .... bis alles Geistige zu Mir
zurückgekehrt ist und es ewig dann keinen Tod mehr geben kann .... Amen
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7
Nachfolge Jesu .... Leben in Liebe .... B.D. Nr. 5927
12.4.1954
Nehmet euch alle ein Beispiel an Meinem Wandel auf dieser Erde, an Meinem
Leben, das nur ein Leben in uneigennütziger Nächstenliebe war .... Suchet Mir
nachzufolgen und bemühet euch immer nur, gleichfalls ein Leben in Liebe zu führen,
dann wandelt ihr den gleichen Weg, und ihr gelanget sicher zum Ziel. Ich stieg darum
zur Erde herab, weil die Menschen falsche Wege gingen, die niemals zur Höhe, sondern
stets weiter in die Tiefe führten. Und darum zeige Ich euch den rechten Weg und fordere
alle Menschen auf, Mir auf diesem Wege nachzufolgen .... Und Ich belehrte die
Menschen, weil ihnen jegliche Erkenntnis mangelte, warum sie nur durch ein
Liebeleben zur Höhe gelangen konnten, warum sie schwach und kraftlos waren und wie
sie diese Kraftlosigkeit beheben konnten .... Ich unterrichtete sie über die Kraft der
Liebe und gab ihnen für Meine Lehre den Beweis der Wahrheit, indem Ich ihnen Meine
Kraft bewies und somit auch die Auswirkung eines Lebenswandels in Liebe, wie Ich ihn
auf Erden führte .... Ich wußte um die große geistige Not der Menschen, Ich wußte aber
auch die Mittel, um diese zu beheben, und so war es Mein ständiges Bemühen, die
Menschen dazu zu bewegen, diese Mittel in Anwendung zu bringen .... Die Not ist in
der Zeit des Endes die gleiche, und auch die Mittel sind die gleichen, deren Anwendung
dafür garantiert, daß der Mensch aus der Tiefe zur Höhe gelangen kann .... Doch sie
achten dessen nicht, was Ich sie lehrte .... sie folgen Mir nicht nach, weil sie nicht an
Mich und Meine Lehre glauben. Sie führen einen Erdenlebenswandel, der weit entfernt
ist von dem Meinen; sie lassen die Liebe völlig außer acht und befinden sich folglich
nicht auf dem Wege, der nach oben führt .... Denn ohne Liebe gibt es keine Verbindung,
ohne Liebe besteht eine weite Kluft von euch Menschen zu eurem Gott und Vater von
Ewigkeit .... Die Liebe allein überbrückt diese Kluft, die Liebe allein ist der Weg zum
Herzen des Vaters, und die Liebe allein ist die Kraft, die euch den Weg hinangehen läßt,
der Kraft und Anstrengung erfordert. Wer den Weg der Liebe nicht gehen will, der wird
niemals sich aus der Tiefe erheben können, und Meine Hand kann sich ihm auch nicht
entgegenstrecken, um ihn emporzuziehen, denn er würde sie nimmermehr ergreifen,
solange er ohne Liebe ist .... Er muß im freien Willen Mir nachfolgen, denn Ich wende
keinen Zwang an, wenn ein Mensch Mir noch widersteht. Liebe duldet keinen Zwang,
doch sie erlöset, die gefesselt sind .... Nur belehren kann Ich euch Menschen und euch
dringend ermahnen, euch in der Nächstenliebe zu üben, zu wollen, daß ihr es Mir
nachtun könntet, daß Ich euch helfe, weil ihr des Willens seid, Mir nachzufolgen.
Darum stellet euch immer Meinen Lebenswandel vor Augen, und bemühet euch, es Mir
gleichzutun, und ihr werdet dann auch sicherlich Meine Hilfe erfahren, denn wer seine
Augen auf Mich richtet, der wird auch Kraft empfangen, den Weg der Nachfolge Jesu
zu gehen .... und er wird auch zum Ziel gelangen, mit Mir vereint zu sein .... Amen
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8
Beweis der Gottesliebe: Liebe zum Nächsten .... B.D. Nr. 8084
21.1.1962
Die Liebe zu Mir sollet ihr unter Beweis stellen, durch uneigennützige Liebe zum
Nächsten .... Was ihr dem geringsten Meiner Brüder tut, das habt ihr Mir getan ....
Gottesliebe ohne Nächstenliebe ist darum nicht möglich, denn Gefühle, die ihr euch
dann selbst vortäuschet, können nicht von Mir als „Liebe“ gewertet werden, weil Liebe
sich immer in Werken äußern wird, die dem Wohl des Nächsten dienen, der in Not ist.
Liebe ohne Werke ist gleichfalls unmöglich, denn Liebe ist Kraft, und Kraft will immer
tätig werden. Und darum werdet ihr immer den Gradmesser für eure Liebe haben: ob sie
euch antreibt zum Wirken, ob euer Wille angeregt wird, Werke der Liebe zu verrichten.
Ihr solltet euch ernstlich darüber Rechenschaft ablegen, und ihr solltet niemals an der
Not eures Mitmenschen vorübergehen .... ihr solltet immer nur suchen, Not zu lindern,
Freude zu bereiten, zu trösten und zu helfen, denn ihr werdet immer Not um euch
erkennen .... Und im besonderen sollet ihr euch der Menschen annehmen, die sich in
geistiger Not befinden. Zwar wird eine solche Hilfe nicht oft angenommen, denn dafür
sind die wenigsten Menschen aufgeschlossen, daß ihrer Seele Beistand geleistet wird.
Dennoch sollet ihr immer wieder versuchen, geistige Speise und Trank auszuteilen, wo
es nur angängig ist. Dann erst beweiset ihr Mir eure Liebe, wenn ihr euch der geistigen
und irdischen Not des Mitmenschen annehmet, der auch Mein Geschöpf ist, dessen
Seele Ich gewinnen will. Und erst eine solche in Werken sich äußernde Liebe wird euch
einen lebendigen Glauben eintragen, den Ich fordere, um euch die ewige Seligkeit zu
schenken .... „Wer an Mich glaubt, der wird selig werden ....“ Was versteht ihr aber
unter Glaube, der euch diese Seligkeit eintragen soll? Ich lasse Mir nicht genügen an
Worten, durch die ihr einen „Glauben“ bekräftigen wollet .... Wirken in Liebe fordere
Ich zuvor, Beweise eurer Liebe zu Mir durch uneigennützige Nächstenliebe. Denn diese
erst kann einen lebendigen Glauben gebären, der allein vor Mir Wert hat. Und solange
eure Liebe zum Nächsten noch gering ist, solange ihr euch ihm gegenüber nicht als
Bruder benehmet, solange ihr es an Werken der Liebe fehlen lasset, sollet ihr euch nicht
zu sicher fühlen, durch den „Glauben“ allein selig zu werden .... Denn es ist dann auch
euer Glaube nur Form .... ihr widersprechet nur nicht, aber ihr seid noch lange nicht
lebendig. Und werdet ihr dann jemals den Geist in euch zum Leben erwecken, der nur
durch Liebewirken zum Leben gelangen kann? .... Ständig wird Liebewirken von euch
gefordert, doch dieser Forderung kommet ihr nur selten nach, und darum ist auch selten
nur ein lebendiger Glaube zu finden. Wie schwer wird dieser Irrtum sich dereinst im
Jenseits auswirken, daß ihr glaubet, der Werke nicht zu bedürfen .... Doch nur die
„Werke“ folgen euch nach, und derer könnet ihr wenige nur aufweisen, weil zuwenig
Liebekraft in euch war, die sich in Werken betätigt hätte .... Dem Liebegrad
entsprechend wird eure Seligkeit sein, weil auch nur die Liebe einen rechten Glauben
zur Folge hat .... Ein Glaube ohne Liebe aber ist tot und wird folglich auch niemals zur
Seligkeit führen. Und „Liebe“ dürfet ihr nicht mit „Gefühlen“ verwechseln, die leicht in
einem Menschen aufsteigen können, die ihn aber doch nicht veranlassen, Liebewerke zu
verrichten am Nächsten .... Und es wird euch wahrlich viel Gelegenheit geboten, euch
liebend zu betätigen, und ihr sollt euch niemals den Bitten eurer Mitmenschen
verschließen, die in Not sind. Ihr sollt ihnen aufrichtig helfen wollen, und dann werdet
ihr es auch können, weil die Liebe euren Geist erhellet und euch auch die rechten Mittel
und Wege anzeigt, seien es irdische oder auch geistige Nöte, die ihr nun zu beheben
suchet. Doch verlasset euch nicht auf Worte, die so lange tot sind, wie ihr ihnen nicht
durch Wirken in Liebe das Leben gebet .... Ihr werdet niemals zum rechten Verständnis
kommen der Worte, die die Schrift birgt, wenn ihr nicht durch Liebewirken den Geist in
euch erwecket .... Und darum werden von euch „Werke“ gefordert .... denn „was ihr
dem geringsten Meiner Brüder tut, das habt ihr Mir getan ....“ Amen
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10
Nächstenliebe .... B.D. Nr. 4706
7.8.1949
In der christlichen Nächstenliebe liegt die Begründung des Friedens und der
Eintracht, sowohl im Großen als auch im Kleinen, d.h., Völker und Staaten werden in
Frieden leben miteinander, wie aber auch die Menschen unter sich einträchtig
zusammenleben werden, so ihr Verhalten vom Prinzip der Nächstenliebe ausgeht, sie
einander nur Gutes erweisen wollen und bemüht sind, dem Mitmenschen Leid und
Sorge fernzuhalten. Dann wird auf der Erde wirklich Friede sein .... doch wie weit sind
die Menschen nun davon entfernt .... Sie kränken einander und sind voller
Rücksichtslosigkeit, wenngleich sie auch nicht bewußt dem Menschen Schaden zufügen
wollen, doch von Liebe zueinander ist nichts zu spüren, und darum ist auch der große
geistige Verfall so offensichtlich, denn ohne Liebe kann der Mensch auch nicht geistig
streben, ohne Liebe gibt es keinen geistigen Fortschritt .... es gelangen die Menschen
nicht zum Ziel .... Wenige nur lassen noch das Gesetz der Liebe gelten, das aber erfüllt
werden muß, ansonsten es keinen Frieden geben kann. Und so soll sich jeder einzelne
ernstlich fragen, wie er sich diesem Gesetz gegenüber verhält .... er soll sich fragen, ob
er alles tut, was in seinen Kräften steht, um Freude zu machen, um Leid zu lindern und
der Not zu steuern, die ihm offensichtlich wird und seine Hilfe erfordert. Es soll der
Mensch mehr an andere als an sich denken, dann wird er auch sehen, woran es fehlt und
Abhilfe schaffen können. Es soll der Mensch alles vermeiden, wodurch er seine
Mitmenschen kränkt, dagegen alles tun, womit er ihnen Freude macht. Fraget euch
ernstlich, ob ihr euch rechtfertigen könntet, so eine solche Rechtfertigung von euch
gefordert würde. Und ihr werdet viele Unterlassungen entdecken, die dann eine Sünde
sind, wenn der Mitmensch dadurch leidet oder darbt, sei es seelisch oder körperlich.
Helfet, wo ihr helfen könnet und bewahret den Nächsten vor Leid, wo ihr dies
vermöget .... Lasset niemals die Ichliebe vorsprechen, lasset niemals den Nächsten
hungern, so ihr selbst es euch gut gehen lasset .... Es ist dies wörtlich und auch bildlich
zu verstehen, denn auch ein freundliches Wort, ein guter Blick, eine hilfreiche Handlung
können den Mitmenschen laben und stärken, darum lasset es daran nicht fehlen. Übet
die Nächstenliebe .... und euer Erdenleben wird harmonisch verlaufen, es wird Friede
sein und Eintracht in und um euch, und so alle Menschen diesem Gebot entsprechend
lebten, wäre wahrlich das Paradies auf Erden. Wie aber sieht es in der Welt aus? Alle
schlechten Eigenschaften, Habgier, Haß, Neid, Zwietracht, Unaufrichtigkeit und
Eigenliebe beherrschen die Menschen, sie sind einander nicht Freund, sondern Feind,
sie achten einander nicht, sondern suchen sich selbst hervorzuheben, sie legen keine
lindernde Hand auf Wunden, sondern schlagen neue, und also wird das Übel stets größer
und stürzet die Menschen ins Verderben. Die Liebe ist erkaltet unter den Menschen, und
das ist das Ende .... Denn wo die Liebe nicht mehr ist, verhärtet sich jegliche Substanz,
wo das Herz keine Liebe mehr empfinden kann, dort geht auch jegliche Erkenntnis
verloren, also wird auch alles Leben ersterben, denn nur die Liebe allein ist Leben .... Ihr
Menschen könnet daher wohl körperlich noch leben, doch geistig seid ihr tot, so ihr bar
jeder Liebe seid. Immer wieder wird euch die Liebe gepredigt, lasset diese
Ermahnungen nicht an eurem Ohr verhallen, sondern wisset, daß sie die letzten Rufe
sind aus der Höhe; wisset, daß nicht mehr viel Zeit ist bis zum Ende, ihr aber gerichtet
werdet nach eurer Liebe. Darum sorget, daß ihr das Gericht nicht zu fürchten
brauchet .... Übet euch in der Nächstenliebe und erwerbet euch dadurch den ewigen
Frieden .... Amen
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11
Stärkung des Glaubens durch Liebewirken .... B.D. Nr. 5371
21.4.1952
Ihr stärket euch gewaltig in eurem Glauben, so ihr ein Liebeleben führet und stets
darauf bedacht seid, Mir und dem Nächsten zu dienen. Was ihr auch unternehmet,
immer soll euch der Hilfswille treiben, immer soll die Liebe euch bestimmen und euch
anregen zum Denken, Reden und Handeln. Dann tretet ihr in engste Verbindung mit
Mir, und die Folge davon ist ein fester und unerschütterlicher Glaube, der euer ganzes
Wesen erfüllt, ein Glaube, der euch innere Ruhe und Sicherheit gibt, daß ihr in Meinem
Schutz steht, daß ihr als Kinder eures Vaters niemals verlassen und einsam seid, daß
euch also nichts passieren kann als das, was Ich gut halte für euch. Es muß die Liebe in
euch vertieft werden, auf daß euer Glaube stärker werde. Ihr müsset eurem
Mitmenschen helfen und ihn beglücken wollen, ihr müsset Leiden lindern und Not
verringern, ihr müsset mit Rat und Tat ihm beistehen wollen und euch dessen entäußern,
was ihm mangelt, wenn dadurch die Not verringert wird. Ihr müsset geistig ihm
beistehen, seiner Seele verhelfen zum Glauben, ihm durch Liebeswirken ein gutes
Beispiel geben, ihr müsset ihn belehren und euch seiner annehmen, so er schwachen
Glaubens ist und Mich nicht recht erkennet .... Ihr müsset alles tun, was ihr wünschet,
daß euch geschehe in gleicher Not. Und ihr selbst werdet dadurch den größten Segen
haben, denn ihr zündet dadurch ein Licht an in euch, das nun erstrahlet auf alle, die euch
umgeben. Ihr werdet euren Mitmenschen die Kraft eines starken Glaubens beweisen
können, ihr werdet Großes vermögen als Folge der Liebe und des aus ihr
hervorgehenden Glaubens. Es gibt dann für euch weder Kraftlosigkeit noch Angst,
weder Sorgen noch bange Fragen .... ihr fühlet euch in Mir geborgen, weil Ich sein muß,
wo Liebe ist, und Meine Nähe euch Ruhe und Sicherheit gibt .... Lasset nicht nach im
Liebewirken, gebet und beglücket, und lasset euch dann von Mir beglücken, Der euch
alles gibt und euch nichts versaget, so ihr nur glaubet .... Amen
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12
Liebewirken Zeichen von Gottes Gegenwart .... B.D. Nr. 6687
10.11.1956
Der innere Drang zum Liebewirken ist das sicherste Zeichen, daß Ich Selbst euch
gegenwärtig bin, denn die „Liebe“ treibt euch, und die Liebe bin Ich Selbst .... Und
unentwegt werde Ich euch antreiben, in Liebe tätig zu sein, wenn ihr Meine Gegenwart
in euch zulasset, wenn ihr vorerst euch Mir verbindet im Gebet und dadurch Mich an
euch heranrufet .... Und dann könnet ihr nicht anders als Liebe empfinden, denn ihr
werdet von Meiner Liebekraft angestrahlt, ihr werdet von Mir Selbst unablässig
gedrängt, in Liebe zu wirken. Welch köstliche Zusicherung ist es für euch, Mich Selbst
euch gegenwärtig zu wissen .... Und darum werdet ihr nun auch verstehen, daß
Lieblosigkeit auch Gottferne bedeutet, daß Ich nicht dort sein kann, wo die Liebe
erkaltet ist unter den Menschen, und daß darum auch wenig Not gelindert wird, weil den
Menschen dieser innere Drang fehlt zum Liebewirken. Und doch ist dieses Liebewirken
der Zweck eures Erdendaseins, denn es bedeutet die Umgestaltung eures Wesens oder
Rückgestaltung zu dem, was ihr waret im Anbeginn. Jeder Tag eures Erdenwandels ist
vergeblich gelebt, der euch nicht durch Liebe einen Schritt näherbringt zu Mir, denn der
Zweck des Erdenlebens ist die Annäherung an Mich, der gänzliche Zusammenschluß
mit Mir, der nur durch die Liebe stattfinden kann. Und wer nun die Liebe in sich
entzündet hat, wer sie angefacht hat zu heller Glut, der kann mit Gewißheit sagen, daß
er Mich gefunden hat, denn wo die Liebe ist, muß Ich Selbst sein, weil Ich die Liebe bin,
und wo Ich Selbst gegenwärtig bin, dort kann auch von der Rückkehr zu Mir gesprochen
werden, die Zweck und Ziel des Erdenlebens ist. Welche Seligkeiten könnten sich die
Menschen bereiten schon auf Erden, wo es ihnen möglich ist, sich gänzlich ihrem Gott
und Schöpfer, ihrem Vater von Ewigkeit, zu verbinden durch die Liebe .... Nur bitten
brauchtet ihr Mich, zu euch zu kommen, euch anzunehmen .... und wahrlich, diese Bitte
bliebe euch nicht unerfüllt, denn sie ist das, was Lebenszweck ist .... sie ist die bewußte
Willenswandlung zu Mir, von Dem ihr euch einstens abwandtet .... Und sowie ihr Mir
durch euer Gebet diesen Willen bekundet, erfasse Ich euch .... Euer Ruf zieht Mich an
und lässet Mich euch gegenwärtig sein, weil dieser Ruf auch nur aus einem liebevollen
Herzen kommt .... Und so nun Meine Liebeanstrahlung euer Herz berührt, weil es
keinen Widerstand mehr leistet, entzündet sich auch euer Herz, und dann fühlet ihr euch
innerlich gedrängt zum Liebewirken, denn dann kann Ich Selbst in euch sein, und Mein
Wirken wird immer Liebe sein. Und darum wird auch der liebende Mensch den inneren
Frieden haben, denn Ich Selbst bin es, Der alle Wege glättet, Der immer euch zur Seite
geht, Der nun sorget für euch, Dem ihr euch unbedenklich hingeben könnet und Dem ihr
vertrauen könnet, daß Er sicher und unbeschadet euch hindurchführet durch das
Erdenleben .... Ihr Menschen könnet alle den Liebefunken, den Ich in euch gelegt habe,
entzünden und auflodern lassen zu heller Flamme. Und ihr alle werdet von Stund an
auch fühlen, daß Ich Selbst euch gegenwärtig bin, und dann könnet ihr auch jeder
bangen Sorge ledig sein, denn dann habt ihr den Vater gefunden, und ihr gehet dann
auch an der Hand des Vaters den weiteren Erdenweg. Aber kein Mensch kann erwarten,
daß er ohne Gebet und ohne Liebewirken Mich Selbst gewinnen kann, denn von denen
halte Ich Mich fern, die Meiner nicht gedenken und deren Handeln immer nur
Lieblosigkeit verrät, denn er ist noch immer voller Widerstand gegen Mich, sein Wesen
ist noch nicht gewandelt, er ist immer noch Anhänger Meines Gegners, der bar jeder
Liebe ist .... Aber ein jeder hat die Möglichkeit, Mich zu erkennen und sein Wesen zur
Liebe zu wandeln, denn Ich Selbst trete einem jeden Menschen in den Weg, wenngleich
Ich nicht von ihm erkannt werde, aber Ich lasse es nicht an Ermahnungen und
Warnungen fehlen, Ich strahle auch die Herzen jener Menschen an .... um mit Meiner
Liebewärme den Liebefunken in ihnen zu entfachen. Doch ein jeder muß im freien
Willen auch die Liebewirkung zulassen, er muß seinen Widerstand aufgeben gegen
Mich. Dann komme Ich auch zu ihm und lasse nicht nach, ihn innerlich zum
Liebewirken anzuregen, bis er sich Mir gänzlich hingibt und Ich ihn nun gewonnen habe
für ewig .... Amen
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14
Liebeswirken .... Nützen der Kraftzuwendung Gottes .... „Wer in der Liebe bleibt ....“
B.D. Nr. 4629
4.5.1949
Immer wieder muß euch die Liebe gepredigt werden, ohne die ihr kraftlos seid und
bleibt. Liebeswirken setzt euch in den Besitz von Kraft, worunter aber nicht die
Lebenskraft zu verstehen ist, die ein jeder Mensch besitzet, auch wenn er das Gebot der
Liebe nicht beachtet. Diese Lebenskraft aber befähigt ihn zum Liebeswirken, so daß er
sich also auch leicht in den Besitz von geistiger Kraft setzen kann, mit welcher ihm
dann die Aufwärtsentwicklung der Seele gelingt. Darum soll auch den Menschen die
Liebe gepredigt werden, weil jeder dazu fähig ist, so er nur will, Werke der
Nächstenliebe zu verrichten. Und dies soll er nützen, um sich etwas zu sichern für die
Zeit nach seinem Tode, wo ihm die Lebenskraft entzogen ist, während ihm die geistige
Kraft, die er sich also erworben hat durch Liebeswirken, bleibt, und er damit arbeiten
kann im geistigen Reich an seiner eigenen Vollendung und an den Seelen, die noch
unter ihm stehen in ihrer Entwicklung. Erfüllet das Gebot der Liebe .... Nicht
eindringlich genug kann euch diese Mahnung ertönen, denn ihr seid lau und gleichgültig
und leget Meinen Geboten nicht viel Bedeutung bei. Daß aber jedes Werk der
Nächstenliebe die Annäherung an Mich zur Folge hat, daß diese gleichsam in einem
Werk der Liebe drin liegt, daß ihr, so ihr liebt, Mich Selbst zu euch ziehet, das macht ihr
euch nicht klar, ansonsten ihr bewußt eine Annäherung an Mich anstreben würdet und
unsagbar viel gewinnet für eure Seele, für die Ewigkeit. Liebeswirken ist schon ein
Nützen Meiner Kraftzuwendung, die euch gewährt wird, so in euch der Wille erwacht,
ein Werk der Nächstenliebe zu verrichten .... Liebeswirken ist also schon ein
gemeinsames Wirken mit Mir, und so ihr euch vorstellt, daß Ich euch immer
gegenwärtig bin, so ihr liebetätig seid, so muß euch schon das Verlangen nach Mir und
das Bewußtsein Meiner Nähe dazu antreiben, ständig mit Mir zusammen zu wirken ....
Nichts könnet ihr erreichen ohne die Liebe, nichts hat Wert vor Meinen Augen ohne die
Liebe, und erreichet ihr auf Erden alles und seid im Herzen ohne die Liebe, so brauchet
ihr euch nicht daran zu erfreuen, denn es ist wertlos für die Ewigkeit, es hat für die
Entwicklung eurer Seele keinen Nutzen, und arm und leer werdet ihr eingehen in das
geistige Reich .... Euch folgen keine Werke der Liebe nach, und das werdet ihr dereinst
bitter bereuen .... Der liebende Mensch aber kann auf Erden arm sein, irdische Güter und
irdisches Glück können ihm versagt bleiben, doch seine Seele kann jauchzen und jubeln,
weil sie mit Mir den Zusammenschluß gefunden hat, weil Ich ihr ständig nahe bin und
jedes Liebeswerk Meine Gegenwart beweiset: „Wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Mir
und Ich in ihm ....“ Ohne Liebe gibt es keinen Zusammenschluß mit Mir, die Liebe erst
verbindet. Es gleicht der liebende Mensch sein Wesen an Mein Urwesen an, das in sich
Liebe ist; er wird krafterfüllt wirken können auf Erden und im Jenseits, weil die Liebe
Kraft ist, die von Mir ausgeht und befähigt zu immer neuen Taten der Liebe. Nützet die
Lebenskraft, und seid in Liebe tätig .... Ich rufe euch immer wieder diese Mahnung zu,
denn nur die Liebe erlöset euch, sie macht euch frei von den Fesseln des Gegners und
trägt euch den Zusammenschluß ein mit Mir, Der Ich die ewige Liebe Selbst bin ....
Amen
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15
Erwerben von geistiger Kraft durch Liebewirken .... B.D. Nr. 7107
30.4.1958
Noch traget ihr das Erdenkleid, und das bedeutet, daß ihr Lebenskraft besitzet, die ihr
zum Heil eurer Seele nutzen könnet, die euch die Möglichkeit gibt, Werke der Liebe zu
verrichten. Habt ihr aber einmal dieses Erdenkleid abgelegt, so bedeutet dies auch
Kraftlosigkeit, wenn ihr nicht auf Erden euch geistige Kraft schon erworben habt, die
allein im jenseitigen Reich von Wert ist. Ihr könnt also dann nicht mehr tätig sein nach
eurem Willen, weil euch die Kraft dafür fehlt. Und ihr befindet euch darum in einem
Zustand des Todes, wenngleich eure Seele nicht vergehen kann. Die für das Erdenleben
euch geschenkte Kraft ist eine Gnade, die ihr Menschen alle nicht genug auswertet oder
die ihr falsch nutzet, d.h. sie nur verwendet zum Wohle eures Körpers, der jedoch
vergänglich ist. Es ist ein jeder Tag für euch ein Gnadengeschenk, dessen ihr euch
bewußt sein solltet, denn schon der nächste Tag kann eurem Leben ein Ende setzen, und
dann wird es sich herausstellen, wie ihr das Gnadengeschenk genutzt habt, wieviel eure
Seele gewonnen hat und ob ihr im Besitz seid von geistiger Kraft, wenn ihr in das
jenseitige Reich eingeht. Das irdische Leben weiß der Mensch wohl zu schätzen, und er
tut alles, um es sich angenehm zu machen. Und ein leichtes wäre es für ihn, sich
geistige Kraft zu erwerben, würde er nur Taten uneigennütziger Liebe verrichten. Er
selbst kann wählen zwischen Leben und Tod .... er kann sich das ewige Leben selbst
schaffen, und er weiß auch, daß er den Tod des Leibes fürchtet .... also ziehe er sich
selbst das „Leben“ vor .... Und Leben heißt, unentwegt tätig sein zu können in Licht
und Kraft. Und so muß der Zustand des Todes im Gegenteil bestehen: in Finsternis und
Kraftlosigkeit, ohnmächtig zu sein zum Schaffen und Wirken .... Aber es gibt kein
Vergehen, und so wird die Seele sich ihres toten Zustandes bewußt sein, und er wird ihr
unsägliche Qual bereiten. Der Mensch aber kann während des Erdenlebens jenen
qualvollen Zustand von sich oder seiner Seele abwenden, wenn er nur darauf hört, was
ihm durch das Wort Gottes gelehrt wird .... wenn er die Liebegebote Gottes erfüllt .... Er
ist nicht ohne Kenntnis vom Willen Gottes, er wird durch Seine Diener darauf
hingewiesen und er wird auch durch innere Empfindungen angetrieben zum Wirken in
selbstloser Liebe .... Aber er wird nicht dazu gezwungen. Und so steht es ihm also frei,
wie er seine Lebenskraft anwendet, aber unwiderruflich wirkt sich auch sein Wille aus
im jenseitigen Reich, ob er nun recht oder verkehrt gerichtet war im Erdenleben. Aber
solange ihr Menschen noch auf Erden weilt, wird euch auch Gelegenheit geboten, euch
in selbstloser Liebe zu betätigen, und ihr werdet es nun auch verstehen, warum es Not
gibt unter den Menschen, körperliche und geistige Not, denn stets könnt ihr helfend
eingreifen, und jedes Werk der Liebe wird doppelt gesegnet sein .... eure Mitmenschen
werden es euch danken, und ihr selbst traget wahrlich noch größeren Vorteil davon.
Denn eure Seele zieht aus jedem Liebewerk einen Gewinn .... Wer aber an der Not des
Mitmenschen vorübergeht, wer keine Hilfe leistet, obwohl er helfen kann, der wird
doppelt belastet bleiben, denn jegliche Unterlassungssünde wird er einmal bitter
bereuen, wenn auch Zeiten darüber vergehen können, ehe er zu dieser Erkenntnis
kommet, daß er sein Erdenleben vergeblich gelebt hat und niemals mehr das
nachzuholen vermag, was er auf dieser Erde versäumte. Mit Dank sollet ihr jeden Tag
als ein Geschenk ansehen, denn solange ihr lebt, so lange könnt ihr auch Liebe üben und
eurer Seele geistige Güter erwerben .... Solange ihr lebt, könnt ihr euren Lebenswandel
noch ändern, und immer sollt ihr daran denken, daß ihr einst Rechenschaft ablegen
müsset, ob und wie ihr die Gnadengabe nützet, wie ihr eure Lebenskraft verwendet habt,
ob ihr die Liebe in euch entzündet und immer nur uneigennützige Liebewerke verrichtet
oder ob nur die Eigenliebe euer irdisches Dasein bestimmt hat .... Denn dann werdet ihr
nicht zum Leben eingehen, sondern es wird eure Seele im Zustand des Todes noch
verharren müssen endlose Zeiten .... jedoch aus eigener Schuld .... Amen
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17
Liebetätigkeit bedeutet Wesenswandlung .... B.D. Nr. 6846
5.u.7.6.1957
Ihr sollet euch alle nur eines Lebenswandels befleißigen, in dem die uneigennützige
Nächstenliebe zum Ausdruck kommt. Ihr werdet dann alle noch sehr viele Fehler
ablegen müssen, ihr werdet noch sehr gegen eure Ichliebe anzukämpfen haben, ihr
werdet euch selbst überwinden müssen, Verzicht leisten und Opfer bringen, um euren
Mitmenschen zu Hilfe zu kommen in ihrer Not. Aber ihr werdet Schritt für Schritt
dadurch zur Höhe gelangen, denn nur ein Leben in Liebe sichert euch den Aufstieg. Ein
Leben in Liebe bedeutet also auch eure Wesenswandlung, die Wandlung der Ichliebe
zur Nächstenliebe, das Umgestalten zur einstigen Beschaffenheit, es bedeutet den Weg
zur Vollendung. Nichts anderes kann den gleichen Zweck erfüllen, nichts anderes kann
euch zum Ziel bringen als nur ein Lebenswandel in Liebe. Und ihr habt ständig
Gelegenheit dazu, denn das Zusammenleben mit Menschen schafft euch solche
Gelegenheiten, wo ihr in dienender Liebe euch betätigen könnet. (7.6.1957) Immer
wieder werdet ihr Not sehen und euren Mitmenschen Hilfe bringen, ihr werdet durch
guten Zuspruch und liebevolle Anteilnahme ihnen beistehen und auch in ihren Herzen
Gegenliebe erwecken können, und ihr werdet immer wieder in Lagen kommen, wo ihr
eure Opferbereitschaft beweisen könnet .... wo ihr die Ichliebe zurückstellen und des
Nächsten mehr gedenken müsset, wollet ihr dem Willen Gottes nachkommen. Und
dadurch werdet ihr selbst zur Höhe schreiten, denn dann erfüllet ihr eure Erdenaufgabe,
ihr wandelt euer Wesen zur Liebe .... Es ist dieser Wandel wohl schwer für manche
Menschen und erfordert einen starken Willen, und doch brauchtet ihr nur einen Versuch
zu machen, ihr brauchtet nur einmal den ernsten Willen dazu zu haben, daß euer
Erdenleben nicht vergeblich gelebt sei .... und es würde euch immer leichter fallen, euer
„Ich“ zurückzustellen und für den Nächsten zu sorgen, denn jede Tat der Liebe führt
euch Kraft zu und verstärkt euren Willen. Und bald wäre es auch kein Opfer mehr für
euch, sondern ihr fändet im Liebewirken eigene Beglückung, weil ihr mit jeder Liebetat
Gott näherkommt, Der Selbst die Liebe ist, und weil ihr die Annäherung an Gott als
Seligkeit empfindet. Ein Mensch, der in der Liebe zum Nächsten aufgeht, wird in stiller
Zufriedenheit und innerem Frieden dahingehen, er wird keine irdischen Begehren
kennen, denn er wird auch haben, was er benötigt; die Liebe, die in ihm ist, lässet auch
keine unguten Gedanken in ihm aufkommen, er geht heiteren Sinnes durch das
Erdenleben und strahlt auch auf seine Umgebung einen guten Einfluß aus, denn ein
liebevoller Mensch ist schon nahe seinem Ziel, weil er den Zusammenschluß gefunden
hat mit Gott durch die Liebe .... Doch es ist dies nur in geringem Maße den
Mitmenschen offensichtlich, die auch ohne jeden Willenszwang diese Wesenswandlung
an sich vornehmen sollen. Aber sein Beispiel, die in die Tat umgesetzte Liebelehre, wird
weit mehr zur Nachahmung anregen als es nur Worte vermögen. Es geht im Erdenleben
immer nur um diese Wesenswandlung, um die Selbstgestaltung zur Liebe, um das
Bekämpfen der eigenen Liebe und das Aufgehen in Sorge um den Mitmenschen ....
Aber es genügen keine Werke, die Liebe vermissen lassen .... Denn die „Werke“ tun es
nicht, sondern die Liebe, die den Werken zugrunde liegen muß. Und ein wahrhaft
paradiesisches Erdenleben kann darum nur ein Menschengeschlecht erwarten, das in
Liebe füreinander aufgeht. Und jedes Liebewerk trägt seinen Segen in sich, es wirkt sich
aus, sowohl an dem Nächsten als auch an dem Menschen selbst, der seine Liebe
verschenkt .... wohingegen alles Sinnen und Trachten, alles Wirken und Schaffen ohne
Wert ist, wenn es nicht die Liebe zur Begründung hat. Und das ist es, was den
Menschen in der letzten Zeit mangelt, was ihnen immer nur gelehrt werden kann, was
sie aber an sich selbst erproben müssen, um den Segen einer uneigennützigen Liebe zu
erfahren .... Die Menschheit ist besonders stark der Ichliebe verfallen, und es ist das
gleichbedeutend mit Stillstand oder Rückgang, kann aber niemals einen Aufstieg
bringen .... weshalb immer wieder die Liebe gepredigt und auch als gutes Beispiel den
Mitmenschen vorgelebt werden muß, denn ohne Liebe kann kein Mensch zur
Vollendung gelangen .... Amen
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19
„Was ihr dem geringsten Meiner Brüder tut ....“ B.D. Nr. 5886
24.2.1954
Was ihr dem geringsten Meiner Brüder tut, das habt ihr Mir getan .... Täglich und
stündlich ist euch dazu Gelegenheit gegeben, Gutes zu tun, ein freundliches Wort zu
sagen, hilfreich dem Nächsten beizustehen mit Rat und Tat und so dessen Not zu
lindern, die nicht allein aus irdischen Bedürfnissen zu bestehen braucht, sondern auch
geistig der Hilfe bedarf durch tröstenden Zuspruch oder Leiten auf den rechten Weg, der
aus geistiger und auch irdischer Not herausführt. Ihr sollet nur nicht euer Herz verhärten
und eure Augen abwenden, so ihr Not sehet; ihr sollet nicht gleichgültig werden und
glauben, genug getan zu haben, so ihr einmal Hilfe geleistet habt .... Ihr sollet stets und
ständig die Liebe üben, dann werdet ihr selbst in euch das glückselige Gefühl eines
Gebenden kennenlernen, der von Mir gesegnet ist .... der im gleichen Maß, wie er
austeilt, wieder empfängt von Mir, und wahrlich Gaben, die ihn weit mehr beglücken als
der irdische Besitz, dessen er sich entäußert .... Denn ihr gebet Mir, so ihr dem Nächsten
austeilet, ihr schenket Mir die Liebe, die der Nächste von euch empfängt. Ihr könnet die
Liebe zu Mir nur so beweisen, daß ihr dem Nächsten Liebe entgegenbringt. Ihr könnet
es nicht ermessen, welch großen Reichtum ihr euch ansammelt durch uneigennützige
Liebe, doch einstens werdet ihr beglückt die Wahrheit Meines Wortes erkennen und
zugeben, daß es wahrlich nicht schwer war, auf Erden geistige Schätze zu erwerben ....
Und diese Beglückung will Ich euch schaffen und euch daher ständig ermahnen zum
Liebewirken .... Sowie ihr stets daran denket, daß Ich Selbst als Bittsteller vor euch
hintrete, wenn ein Bedürftiger euch um eine Gabe bittet, wenn ihr daran denket, daß Ich
um eine jede Gabe weiß, die in Liebe dargeboten wird, und Ich euch dafür mit
segnenden Augen ansehe, dann wird eure Liebe zum Nächsten wachsen, weil Liebe
immer Gegenliebe erweckt und Kraft und Segen in sich trägt. Was ihr dem geringsten
Meiner Brüder tut, das habt ihr Mir getan .... Alle seid ihr Meine Kinder, und so die
Kinder sich untereinander lieben, schenken sie dem Vater das größte Glück, weil nur die
Liebe wahre Seligkeit bereiten kann und weil die Liebe euch alle zur Vollendung führt,
die ohne Liebe niemals erreicht werden kann. Seid dankbar, solange ihr Gelegenheit
habt, zu helfen und zu raten, denn noch besitzet ihr dazu die Lebenskraft, die euch aber
fehlt, wenn ihr dereinst eure Versäumnis erkennt und nachholen möchtet .... Nützet die
Erdenzeit zum Wirken in Liebe, auf daß ihr kraftvoll eingehet in das jenseitige Reich
und dort wirken könnet mit den Schätzen, die ihr euch durch Liebeswirken erworben
habt, auf daß ihr nicht schwach und hilflos seid und bitter bereut, was ihr auf Erden zu
tun unterlassen habt .... Amen
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20
Liebeswerk gegen Feinde .... B.D. Nr. 0605
6.10.1938
Lasset es euch angelegen sein, auch euren Feinden Gutes zu tun, und beherziget, daß
jedes noch so kleine Liebeswerk an diesen dreifach gesegnet ist .... Es hilft euch, den
Stachel der Feindschaft zu entfernen .... es verhilft euch selbst zur Gnade, und es
erweckt wieder Gegenliebe bei denen, denen ihr Gutes tut. Und ihr bringet dadurch ein
Opfer der Selbstüberwindung. Ihr habt Zeit und Muße genug, euch vorzubereiten auf
einen solchen Akt der Liebe zum Nächsten, wo immer ihr euch in Feindschaft befindet
mit diesem. Es fällt euch wohl schwer anfänglich, allmählich aber wird euch die innere
Stimme euer Vorhaben erleichtern. Sie wird euch gut zureden und wird nicht eher
schweigen, bis ihr das Liebeswerk ausgeführt (habt = d. Hg.) .... Und die einzige Gefahr ist
dann nur, daß ihr nicht inne werdet, wie unsäglich wohltätig sich ein solches Liebeswerk
auswirkt, wenn der Gegner es nicht eingestehen will, daß eure Liebe ihm wohltut ....
dann seid ihr leicht entmutigt und geneigt, von weiteren Liebeswerken abzusehen ....
und glaubt nicht, wie irrig diese Ansicht ist. Den geistigen Segen erkennt ihr nicht so
deutlich, doch für die Seele ist er von unnennbarem Wert, und jede Lauheit, deren ihr
euch schuldig macht, werdet ihr einst bitter bereuen. In der geistigen Welt wird ständig
darauf hingewirkt, die Menschen zu friedliebenden Wesen zu gestalten, Feindschaft zu
überbrücken und Haß und Lieblosigkeit gegeneinander in Liebe und Güte
umzuwandeln. So wertvoll das Wirken füreinander ist, so unsäglich schädigend ist es,
wenn sich die Menschen gegenüberstehen in Haß und Feindschaft. Es zerstört dies jede
geistige Gemeinschaft zwischen den Menschen, und Seelen, die sich voneinander
abwenden immer im Bestreben, einander zu schaden, verstricken sich so tief in die
Netze des Widersachers, daß ihnen das Befreien daraus immer schwerer fällt und dies
eben nur durch gegenseitig zugefügte Liebeswerke möglich ist. Ein Streben nach oben
mit Feindschaft im Herzen ist nicht gut möglich, zuvor muß diese erst ausgerottet
werden .... es muß der Mensch versuchen, allen Haß und Groll aus dem Herzen zu
entfernen und dann im gleichen Maß ein gutes Verhältnis herzustellen.
Dann wird aller Beistand ihnen gewährt werden, und für die Zeit ihres irdischen
Lebens ist ihnen die Hilfe der guten Geisteskräfte sicher, die sie schützen vor erneuten
Feindseligkeiten und somit auch die Seele vor Rückschlägen in ihrer Arbeit an sich
selbst. Darum beachtet allezeit dieses Gebot, eure Feinde zu lieben und ihnen Gutes zu
tun, so werdet ihr an geistigen Schätzen unermeßlich gewinnen für die Ewigkeit ....
Amen
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21
Werke der Nächstenliebe .... Ohne Liebe .... Im Zwang .... B.D. Nr. 0985
28.6.1939
Für das allgemeine Wohl zu sorgen soll denen überlassen bleiben, denen ein zu enger
Wirkungskreis zugewiesen wurde für die Dauer des Erdenlebens. Der Herr hat allen
wohlweislich die Aufgabe gestellt, die zu erfüllen sie fähig sind. Und es hat ein jeder die
Möglichkeit, zum gesamten Wohl tätig sein zu können. Es bleibt dem einen mehr, dem
anderen weniger Gelegenheit, die Lasten des Nebenmenschen auf seine Schultern zu
nehmen .... und je mehr er sich dessen befleißigt, desto größeren Segen kann er selbst
gewärtig sein und desto mehr wird in ihm die Liebekraft gestärkt und der Liebewille
erregt werden. Nur im Dienen wird der Mensch zur Höhe gelangen können .... austeilen
in Liebe dem Nächsten, was ihm selbst zur Verfügung steht, und sich für die Not des
Menschen einsetzen, auf daß diese gelindert und behoben werde .... jedoch immer von
der Liebe zum Mitmenschen getrieben .... Und es wird dies reichen Segen nach sich
ziehen und wird der Mensch selbst niemals zu darben brauchen, wenn er stets gibt von
dem, was er hat .... Er soll auch nie ängstlich erwägen, ob die Gaben seinen Besitz
schmälern könnten .... wer viel gibt, wird weit mehr empfangen, denn der Herr teilet
Seine Gaben gleichfalls ungeschmälert aus demjenigen, der aus Liebe zu Ihm die Not
des Mitmenschen zu lindern bestrebt ist. Denn „was ihr dem geringsten Meiner Brüder
tut, das habt ihr Mir getan.“ Und nun erwäget, um wie vieles edler der Mensch handelt,
der seinen Besitz teilet mit dem Armen, als jener, der in wohlgeordneten Verhältnissen
dahinlebt, jedoch alle Gaben, die er austeilen will, fordert von der Allgemeinheit. Eine
wohlorganisierte Nächstenliebe ist wie ein schwaches Öllämpchen .... es erfüllet nicht
den Zweck .... Es leuchtet nur unbedeutend und verbreitet keinen Lichtschein .... Und so
werden solche Werke der Nächstenliebe, die jedoch der Liebe entbehren, keinerlei
erlösende Wirkung haben .... Es werden wohl den Menschen Gaben geboten, doch es
spricht das Herz nicht mit .... Es opfert der Gebende nicht, sondern gibt gezwungen
seinen Tribut, und so wird dem Empfangenden auch nicht die Kraft der Liebe
übermittelt. Es wird gleichsam dem einen genommen, was dem anderen gegeben wird.
Es wird eine Handlung mechanisiert und zu gedankenloser Pflichterfüllung gemacht, die
in der Liebe des Herzens geboren werden und Liebe erwecken soll .... Und es sind diese
Werke tote Werke vor Gott .... Er kann nicht ansehen, was unter Zwang geboren,
niemals ein tätiges Liebeswerk sein kann. Es ist das Herrlichste im Leben, sein Gut zu
teilen mit dem, der doch gleichfalls ein Geschöpf Gottes ist .... zu teilen eine jede Gabe,
die der Vater im Himmel in Seiner Liebe dem Menschen zugehen ließ .... zu teilen aus
freiem Antrieb, weil das Herz den Menschen dazu treibt. Doch wertlos ist, was dem
Menschen zur Aufgabe gemacht wird irdischerseits. Es erfüllet der Mensch diese
Aufgabe wohl, doch nur, weil er muß, nicht aber aus eigenem Antrieb, und es können
solche Werke der Nächstenliebe nicht gewertet werden vom himmlischen Vater, Der
nur auf das Herz und den Grad der Liebe sieht, in dem die Gaben geboten werden ....
Amen
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22
Sorge um das Seelenheil uneigennützigste Nächstenliebe .... B.D. Nr. 1504
5.7.1940
Jede ungestörte Stunde soll genützet werden für eine Arbeit, die dem Wohl der
Menschheit gilt .... Es soll das geistige Wohl dem irdischen Wohl vorangestellt werden,
denn es ist keine Zeit zu verlieren. Es nützet der Dämon gleichfalls jede Gelegenheit,
der Menschheit geistig zu schaden, und darum muß die Gegenkraft unentwegt tätig sein,
um sein Wirken zu verhindern; es muß die gute geistige Kraft sich vereinen im Wirken
gegen diese Macht, und es darf daher keine Lauheit und keine Nachlässigkeit eintreten,
die dem Widersacher nur von Nutzen wäre. Denn desto stärker setzt er nun sein Treiben
ein, er schwächt auch die Willenskraft derer, die nicht eifrig sind bei der Gegenarbeit,
und machet, daß sie müde werden ....
Gegen das Gebot der Nächstenliebe verstößt auch, wer im Kampf um das Seelenheil
derer nachläßt, die hilfsbedürftig sind. Denn es soll eure eifrigste Sorge sein, denen zu
helfen, die dem geistigen Untergang nahe sind. Ihr sollt sie nicht in der Finsternis des
Geistes belassen und euch nicht gleichgültig abwenden von ihnen, denn sie bedürfen
eurer Hilfe. Sie sind schwach und nicht mehr fähig, sich aus der Macht des
Widersachers zu befreien. Sie erkennen die Not ihrer Seele nicht, denn alles um sie ist
dunkel und lichtlos, und sie begehren daher auch nicht das Licht. Doch euer Bemühen
soll es sein, das Lichtlein anzustecken und diesen Armen einen kleinen Lichtschimmer
zu bringen, daß sie aufmerken und eure Tätigkeit beachten. Ihr sollt alles versuchen, die
Gleichgültigkeit gegen das geistige Wissen zu wandeln in Aufmerksamkeit; ihr sollt
ihren Gedanken den rechten Weg weisen, ihr sollt sie belehren und beschwören, ihrer
Seele zu gedenken und den Sinn des Lebens zu erfassen; ihr sollt sie zur Annahme des
Glaubens an Jesum Christum zu bewegen versuchen und ihnen vorhalten, wieviel
segensreicher ein Wandeln auf Erden in Liebe ist, als nur der Eigenliebe, der Erfüllung
irdischer Wünsche zu leben. Ihr sollt ihnen nichts vorenthalten, was euch den Weg nach
oben finden ließ, ihr sollt ihnen die Lehre Christi unterbreiten, daß sie nur durch Dienen
in Liebe zur Höhe gelangen können. Ihr sollt alles tun, was diese Seelen aus der Nacht
des Geistes zur Helle des Tages führen kann. Dann seid ihr im wahrsten Sinne des
Wortes liebetätig. Es ist dies die uneigennützigste Nächstenliebe, die nur dem
Seelenheil des Mitmenschen gilt. Es ist dies eine Aufgabe, die unendlicher Liebe und
Geduld bedarf, denn es sind die in der Finsternis stehenden Wesen schwerlich zur
Annahme des Wortes Gottes zu bewegen; sie werden allen Widerstand entgegensetzen,
weil der Widersacher selbst euer stärkster Gegner ist und den Willen dieser Menschen
zum stärksten Widerstand antreibt. Und dennoch kann die Liebe des Menschen Sieger
sein, so in nimmermüder Geduld immer wieder um diese Seelen gekämpft wird eben
mit Mitteln der Liebe .... Es muß nicht des äußeren Menschen geachtet werden, sondern
seiner Seele, die in erbarmungswürdigem Zustand ist und selbst nicht mehr die Kraft
aufbringt, sich aus den Fesseln zu befreien, die ihr der Widersacher geschlagen hat. Wer
nun im Licht, d.h. im Wissen um die Wahrheit steht, dessen Liebe wird die Not solcher
Seelen erkennen und nicht nachlassen in seinem Bemühen um diese. Er wird durch
inniges Gebet ihnen Hilfe zu bringen versuchen, er wird die Not dieser Seele dem Vater
im Himmel vortragen und Ihn um Kraft bitten für das Erlösungswerk, so die eigene
Kraft nicht ausreichen will und der Wille des Menschen ermüdet, bevor die Seele für
das ewige Leben gewonnen ist. Darum seid unentwegt in der Liebe tätig, und wendet
alle Liebe den in der Not der Seele sich befindlichen Mitmenschen zu. Lasset euch nicht
von Mißerfolgen niederdrücken, sondern begehret allzeit die Kraft aus Gott, so werdet
ihr die schwersten Aufgaben zu lösen imstande sein, ihr werdet dem Widersacher die
Seelen entreißen und sie dem himmlischen Vater zuführen, und diese Seelen werden es
euch danken bis in alle Ewigkeit .... Amen
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24
Not des Mitmenschen Antrieb zur Liebetätigkeit .... B.D. Nr. 3915
26.10.1946
Das soll euch ständiger Antrieb sein zum Liebeswirken, daß ihr die Not des
Mitmenschen sehet und euer Herz davon berührt werde, auf daß die Liebesflamme in
euch aufleuchte und ihr das Verlangen habt, zu durchglühen auch das Herz des
Mitmenschen, auf daß seine Not gelindert werde geistig und irdisch. Denn was ihr nicht
aus Liebe tut, ist wertlos für eure Aufwärtsentwicklung. Ohne Erwartung eines Lohnes
müsset ihr dem Nächsten Gutes erweisen, nur getrieben von dem Gefühl, helfen zu
wollen und die Not zu verringern. Wer um des Lohnes willen Werke der Nächstenliebe
verrichtet, der steckt noch zu sehr in der Eigenliebe und dessen Seele hat noch nicht den
Lebenszweck erkannt .... sich zur Liebe zu gestalten. Wer um des Lohnes willen
liebetätig ist, der hat seinen irdischen Lohn schon empfangen und kann keinen geistigen
Lohn erwarten. Der aber vom Herzen getrieben die Liebe übet, der tut es, ohne an Lohn
zu denken, selbst wenn ihm der geistige Lohn gewiß ist; und dies ist die rechte Liebe,
die nur gibt, ohne empfangen zu wollen, und die dennoch empfängt, mehr, als sie gibt.
Und daher muß auch die große Not über die Erde gehen, um die rechte Liebe in den
Herzen der Menschen aufflammen zu lassen, die oft zu träge sind, den glimmenden
Funken in sich anzuschüren, auf daß er zur hellen Flamme werde. Viel Leid und Not
könnte gelindert werden auf Erden durch rechte Liebetätigkeit, und der geistige Aufstieg
wäre den Seelen gesichert. Doch die Menschen gehen zumeist achtlos am Elend des
Mitmenschen vorüber, und es ist somit keine Aufwärtsentwicklung zu verzeichnen,
vielmehr Stillstand und Rückgang, und die irdische Not wird dadurch immer größer.
Der Funke des göttlichen Geistes ruht in einem jeden Menschen, und also ist ein jeder
Mensch auch liebefähig geschaffen, doch so er das Edelste in ihm verkümmern lässet,
bleibt nur ein Zerrbild dessen übrig, was einstmals vollkommen war als Schöpfung
Gottes. Denn so die Liebe dem geschaffenen Wesen mangelt, ist nichts mehr von
Göttlichkeit in ihm, die geringste Rührung von dem Los des Mitmenschen aber
entzündet den göttlichen Funken der Liebe, und das Wesen ist gerettet für die Ewigkeit,
so es seinem innersten Gefühl nachgeht und also hilfsbereit dem Mitmenschen
gegenüber seine Liebe angedeihen läßt. Aus dem kleinen Funken kann eine helle
Flamme werden, und die Flamme wird sich mit dem ewigen Feuer verschmelzen .... der
Mensch wandelt sich zur Liebe, wie es seine Bestimmung ist auf Erden. Und so die
große irdische Not solches zuwege bringt, ist sie von unermeßlichem Wert für die
Seelen, denen noch die Liebe mangelt, und sie wird als eine große Gnade Gottes erkannt
werden dereinst, wenn das Erdenleben mit Erfolg zurückgelegt worden ist. Wer gibt in
Liebe, wird nimmermehr zu fürchten haben, daß er sich verausgabt, denn ihm wird seine
Gabe vergolten werden, zeitlich und auch ewig; wer das wenige, das er besitzet, teilet
mit einem Ärmeren, der wird selbst keine Not zu fürchten haben, denn mit ihm teilet
Gott, und Dessen Gabe ist wahrlich ums tausendfache wertvoller .... Wer gibt mit
liebendem Herzen, der wird Gegenliebe erwecken, und was das bedeutet, daß die Liebe
in sich vermehrt werde, das wisset ihr nicht. Doch ihr entreißet dem Satan, was er schon
zu besitzen glaubt, ihr gebt dem Leben wieder, was tot war, ihr leitet dorthin Kraft, wo
sie fehlt und übet dadurch die größte Barmherzigkeit an der Seele des Mitmenschen, der
nun auch liebefähig und liebewillig ist und Gutes tut um des Guten willen. Und so ihr
dies fasset, wird euch die große irdische Not auch verständlich sein, ihr werdet sie als
Schickung Gottes ansehen und ertragen mit Ergebung in Seinen Willen, ihr werdet ihr
zu steuern suchen durch Liebetätigkeit und gleichsam auch in der letzten Zeit erlösend
tätig sein, denn nur die Liebe ist das Lösemittel, nur die Liebe gibt euch Freiheit, Kraft
und Licht .... Amen
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26
Eigenliebe .... Liebe deinen Nächsten wie dich selbst .... B.D. Nr. 4105
14.8.1947
Gott hat euch aufgetragen, einander zu lieben, Er hat euch ein Gebot gegeben, das ihr
erfüllen müsset, wollet ihr selig werden. Und dieses Gebot fordert nichts als Liebe zu
Ihm und zum Nächsten .... Doch es umfasset die ganze Arbeit an eurer Seele, die ihr in
den Vollkommenheitsgrad versetzen sollet, solange ihr noch auf Erden lebt. All euer
Denken, Reden und Handeln soll diesem Liebegebot entsprechen, es muß im Gebenund
Beglücken-Wollen zum Ausdruck kommen, im Helfen, Trösten, Aufrichten und
Beschützen .... es muß der Mensch seinem Mitmenschen antun, was ihn selbst
beglücken würde, so er im gleichen Grade hilfsbedürftig wäre. Liebe deinen Nächsten
wie dich selbst .... Und also hat Gott dem Menschen einen Grad von Eigenliebe
zugebilligt, an dem er stets ermessen kann, wie weit er das Gebot der Nächstenliebe
erfüllt. Ist die Liebe des Menschen zu sich groß, dann hat er auch die Pflicht, den
Mitmenschen in erhöhtem Maß zu bedenken, so er den Willen Gottes erfüllen will.
Dann also muß auch seine Liebetätigkeit erhöht sein .... Ist die Eigenliebe geringer und
dem Menschen an der Erfüllung des göttlichen Willens gelegen, so wird die
Nächstenliebe den Grad der Eigenliebe übertreffen, und es wird dies dem Menschen
leichter fallen, denn er kann sich leicht von irdischem Gut trennen und dieses dem
Mitmenschen zuwenden. Stets aber wird von euch Menschen gefordert, daß ihr euch in
der uneigennützigen Nächstenliebe übet, und also müsset ihr auch Verzicht leisten
können, ihr müsset opfern können zugunsten des Mitmenschen, den ihr beglücken wollt.
Und desto leichter werdet ihr dies können, je mehr Liebe ihr dem Mitmenschen
gegenüber empfindet. Auf daß aber das Gefühl der Liebe zum Mitmenschen in euch
erwacht, müsset ihr euch vorstellen, daß ihr alle Kinder eines Vaters seid, daß ihr alle in
der gleichen Kraft euren Ausgang genommen habt und also alle Geschöpfe aus Gottes
Liebe seid .... Dann werdet ihr den Mitmenschen als euren Bruder betrachten lernen, ihr
werdet ihm Liebe entgegenbringen, ihr werdet ihm helfen wollen, so er in Not ist, und
eure Hilfswilligkeit wird euch glücklich machen, denn sie beseligt an sich und trägt
euch geistige Erkenntnis ein .... Gebt ihr dem Nächsten, was euch selbst begehrenswert
ist, so gibt auch Gott euch, was Sein ist .... Er gibt euch die Wahrheit, Er gibt euch Licht
und Kraft und Gnade .... Er beglückt und bedenket euch gleicherweise nur mit Gütern,
die Seinem Reich entstammen, die irdisch euch nicht geboten werden können. Er segnet
aber auch irdisch euren Besitz, indem Er vermehret, was ihr opfert, wenn es für euer
Seelenheil dienlich ist. So ihr euch also in Liebe zum Nächsten entäußert, werdet ihr
nicht zu darben brauchen, denn die Liebe Gottes gibt euch gleicherweise, so ihr in Not
seid, und Er bedenket nicht karg die Seinen, sondern Er teilet Seine Gaben ungemessen
aus .... sofern auch ihr opfert, ohne ängstlich zu rechnen, was ihr entbehren könnet.
Treibt die Liebe euch zum Geben, dann werdet ihr nicht zögern oder karg austeilen und
also auch reichlich von der ewigen Liebe bedacht werden. Und seid ihr des Gefühles der
Liebe nicht fähig, dann müsset ihr euch erziehen zu uneigennütziger Liebetätigkeit, ihr
müsset um euch blicken, und wo ihr Not sehet, eingreifen und helfenden Beistand
leisten. So ist es Gottes Wille, und diesen Willen sollet ihr euch zum eigenen machen,
dann wird euch die Liebetätigkeit dem Nächsten gegenüber beglücken in jeder Weise ....
ihr werdet selbst die Liebe in euch entfachen, bis sie zu einer hellen Flamme wird, die
alles ergreift, was in ihre Nähe kommet. Denn die Liebe ist göttlich, sie geht von Gott
aus und führt zu Gott zurück. Und darum ist das Gebot der Gottes- und der
Nächstenliebe das vornehmste Gebot, das auf Erden wie im Jenseits erfüllt werden muß,
um mit der ewigen Liebe vereint zu werden und dadurch zur ewigen Seligkeit zu
gelangen .... Amen
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28
Anregen eines Ungläubigen zum Liebewirken .... B.D. Nr. 5787
12.10.1953
Dem Ungläubigen kann kein geistiges Wissen zugeführt werden, weil er alles
ablehnt, was nicht bewiesen werden kann, sondern eben nur Glauben fordert. Doch er
kann angeregt werden zum Liebeswirken, denn nur auf dem Wege der Liebe kann er
zum Glauben gelangen. Es braucht das Herz eines Ungläubigen nicht verhärtet zu sein,
so daß er also sehr wohl Werke der Nächstenliebe verrichten wird, wenn ihm die
Notlage der Mitmenschen vor Augen gestellt wird, wenn er durch einen ihm
wohlgesinnten Mitmenschen angeregt wird, zur Linderung dieser Not beizutragen ....
wenn an sein Mitgefühl appelliert wird, an seine Hilfsbereitschaft und seine irdische
Lage, die es ihm möglich macht, zu helfen .... Es ist das größte Verdienst eines
Menschen, der selbst in der Liebe lebt, den Mitmenschen anzuspornen zum
Liebewirken, denn daraus kann dann auch ein Glaube hervorgehen, der ohne Liebe doch
nur ein toter Glaube ist und also nicht viel wertvoller als Unglaube. Solange ein Mensch
an der Not des Mitmenschen vorübergeht, kann er auch als ungläubig angesehen
werden, wenngleich er sich selbst gläubig nennt. Erst wenn der Gebewille des
Menschen durchbricht, wenn er den Mitmenschen zu beglücken sucht oder Leid von
ihm abzuwenden trachtet .... wenn er helfen will .... ist er auch fähig, ein ihm
dargebotenes Wissen anzuhören und dazu Stellung zu nehmen, und dann also ist es erst
möglich, in ihm einen Glauben aufleben zu lassen an ein außerhalb des irdischen
Reiches bestehendes geistiges Reich ....
Darum ist es vergebliche Liebesmühe, einen ungläubigen Menschen verstandesmäßig
überzeugen zu wollen, also ihm ein geistiges Wissen zu unterbreiten und ihn überreden
zu wollen, es anzunehmen, weil ein Mensch ohne Liebe dazu nicht fähig ist. Hingegen
kann ihm die göttliche Liebelehre vorgestellt und deren Auswirkung glaubhaft gemacht
werden, wenn ihm ein solches Liebeleben vorgelebt wird und auch an sein Herz
appelliert wird, sich zu beteiligen an der Linderung der Not des Mitmenschen .... wenn
er zuerst angeregt wird, von seinem Überfluß abzugeben, bis er dann selbst eine
Beglückung darin findet, Gutes zu tun .... Und dann ist er auch schon gewonnen, dann
wird sein Widerstand gegen geistiges Wissen immer geringer, er wird erschüttert in
seinem Unglauben .... er beginnt nachzudenken über sein Leben und nimmt williger an,
was einen Glauben voraussetzt .... er wird glauben lernen, weil er nun durch die Liebe
dazu fähig geworden ist .... Amen
««««

29
Armut hindert nicht am Liebewirken .... B.D. Nr. 6365
26.9.1955
Auch der Allerärmste kann das Himmelreich erwerben .... Denn Meinen Willen zu
erfüllen ist jedem Menschen möglich .... Mein Wille ist uneigennützige
Liebetätigkeit .... Und ob der Mensch noch so arm ist an irdischen Gütern, die Liebe am
Nächsten kann er üben, weil sie nicht nur im Geben materieller Güter besteht. Auch der
ärmste Mensch kann in sich die Liebeflamme auflodern lassen, er kann gerade in seiner
Armut die Lage des Mitmenschen ermessen, der in Not ist, und schon der ernste
Hilfswille ist Liebe, die nach Betätigung drängt. Es wird die Liebe nicht bemessen nach
dem materiellen Wert dessen, was sie verschenkt, es ist der Grad der Liebe maßgebend,
und dann kann selbst die kleinste Gabe unermeßlich hochbewertet werden .... Ein
liebeerfülltes Herz kann sich aber auch in anderer Weise seinen Mitmenschen mitteilen,
immer zum Segen dessen, weil Gegenliebe erweckt wird .... Es kann jedes gute Wort,
jede Anteilnahme am Schicksal des Mitmenschen, jeder liebevolle Blick oder tatkräftige
Hilfeleistung ein verhärtetes Herz treffen und zum Schmelzen bringen .... Es kann der
Mitmensch dadurch mehr angerührt werden, als durch materielle Hilfe es geschehen
kann, weil gerade die Armut des Schenkenden jenen von wirklicher Liebe überzeugt, die
nun auch Erwiderung findet, und ein Liebestrahl gezündet hat .... Und entäußert sich
nun ein in Armut lebender Mensch auch noch des wenigen, das er besitzt, so wird er
sich reiche Schätze erwerben für die Ewigkeit .... Ihm wird aber auch irdisch geholfen
werden, und er wird auch von seiner Armut den größten Segen selbst erfahren, weil in
ihm auch das Verlangen nach materiellen Gütern erstirbt, je hilfreicher er dem Nächsten
gegenüber ist, und er also weit schneller die Materie überwinden lernet, als ein Mensch
inmitten irdischen Besitzes es lernen wird. Die Liebe des Herzens ist nicht abhängig von
der Größe irdischen Besitzes. Die Liebe ist ein Gefühl im Herzen des Menschen, das
stets zur Betätigung drängt und auch immer eine Art der Betätigung finden wird. Schon
daß sich dann der Mensch seines Mitmenschen annimmt, daß er nicht teilnahmslos an
ihm vorübergeht, daß er ihn aufmerksam macht auf Gefahren oder ihm auf den rechten
Weg hilft .... Es kann der Mensch in jeder Weise seine Liebe zum Ausdruck bringen,
und immer wird seine Liebe dankbar empfunden werden und Gegenliebe erwecken ....
Darum wird kein Mensch sagen können, am Liebewirken durch Armut verhindert zu
sein .... Die Liebe hat mit materiellem Besitz nicht das Geringste zu tun, denn auch der
allerärmste Mensch kann beten aus liebeerfülltem Herzen, daß Ich Mich des
unglücklichen Nächsten annehmen möge und ihm helfen, weil er selbst es nicht kann ....
Ein solches Gebet aber bedingt erst die Liebe im Herzen des Menschen, und dann erst
wird es wirksam sein .... Denn Ich sehe den guten Willen dessen, und um seiner Liebe
willen bin Ich gern zur Hilfe bereit .... Uneigennützige Nächstenliebe könnte so viel Not
lindern; doch daran mangelt es der Menschheit, und jeder denkt nur an sich und geht an
der Not des Mitmenschen vorüber .... Sie werden sich große Schätze erwerben, die ihre
irdische Armut aufwiegen und die sie als unvergängliche Güter hinübernehmen dürfen
in das jenseitige Reich .... Sie werden reich sein drüben, weil sie auf Erden auch der
Armen gedachten, wenngleich sie selbst nicht im Überfluß gelebt haben .... Amen
««««

30
Erfüllen menschlich-erlassener Gebote ersetzt kein Liebewirken .... B.D. Nr. 6813
23.4.1957
Ihr Menschen müsset euch darüber klar sein, daß es keinen Ersatz gibt für das
Liebewirken, daß ihr durch nichts anderes euch die ewige Seligkeit erwerben könnet,
solange ihr das Erfüllen Meiner Liebegebote außer acht lasset, solange ihr nicht in
uneigennütziger Nächstenliebe tätig seid. Alles, was euch außer diesem Liebewirken als
heilsam oder Seligkeit-versprechend anempfohlen wird, ist wertlos, und es führt euch
keinen Schritt weiter in eurer Vollendung. Und es wird euch vieles als Segen-bringend
vorgestellt .... Und darum achtet ihr oft nicht dessen, was allein euch zur Seligkeit
verhilft. Ich habe von euch Menschen nichts anderes gefordert, als Meiner Liebegebote
zu achten .... Ich habe euch keine weiteren Gebote gegeben als nur jene, die immer eure
Liebe zum Nächsten fordern, Ich habe euch nur solche Lehren gepredigt, die ein
besseres Verhältnis bezwecken zwischen euch und euren Mitmenschen, denn Ich wollte
nur in euch die Liebe entzünden, die euch Menschen mangelte, was also euren
unglückseligen Zustand begründete. Und so gilt auch fortgesetzt Meine Sorge nur, eure
Liebewilligkeit zu erhöhen, weil die Liebefähigkeit euch allen innewohnt, aber der
Wille, Liebe zu üben, unter euch Menschen überaus schwach ist. Darum kann auch nur
der ein rechter Vertreter von Mir auf Erden sein, der gleich Mir nur die Liebe predigt,
denn dieser allein zeigt den Menschen den rechten Weg, der zu Mir, zur Seligkeit führt.
Ihr dürfet aber nicht glauben, das Liebewirken ersetzen zu können durch andere
Handlungen oder Gebräuche; ihr dürfet nicht glauben, daß Ich Mich zufriedengebe mit
dem Befolgen von Gesetzen, die nicht Ich erlassen habe und deren Befolgen ohne
Liebe völlig wertlos ist. Ihr erwerbet euch keinerlei „Gnaden“ damit, denn Ich sehe
solche Handlungen und Gebräuche nicht an, und es wird auch keine Seele gerettet
dadurch, denn dies sind nur menschliche Versprechungen, die Ich niemals sanktionieren
kann. Die Liebe allein rettet euch vor dem Rückfall zur Tiefe, die Liebe allein führt euch
zur Vollendung, und die Liebe wird sich immer äußern in Werken, weil die Liebe den
Menschen von innen herausdrängt, sich zu betätigen in göttlicher Ordnung. Es hat euch
Menschen aber eine gewisse Gleichgültigkeit Meinen Liebegeboten gegenüber erfaßt,
weil ihr in falsches Denken geleitet worden seid .... Denn ihr wurdet angehalten zur
Erfüllung der kirchlichen Gebote, die als Menschenwerk Meinen Geboten hinzugefügt
worden sind .... Diese kirchlichen Gebote nun zu befolgen seid ihr ängstlich bemüht,
was Ich aber von euch verlange, das beachtet ihr wenig oder gar nicht und lebet doch im
Glauben, recht und christlich euer Dasein zu führen. Welch ein Irrtum, der auch von
Meinem Gegner in die Welt gesetzt wurde .... Denn die Liebe zu entzünden und zu
hellster Glut aufflammen zu lassen ist euer einziger Erdenlebenszweck, weil dies die
Vereinigung bedeutet mit Mir, von Dem ihr euch einst getrennt habt. Diese Vereinigung
kann jedoch nur die Liebe zuwege bringen, nicht aber jene Mittel, die euch zur
Erreichung des ewigen Lebens als „Gebote“ gegeben wurden, wie da sind Formgebete,
Ablässe, als „Sakramente“ bezeichnete Handlungen und Segenserteilungen, die nur als
Zeremonien und Äußerlichkeiten betrachtet werden müssen und keinerlei geistigen
Erfolg euch eintragen, weder auf Erden noch im jenseitigen Reich. Was die Befolgung
Meiner Liebegebote zuwege bringt, das suchte Mein Gegner den Menschen zu
entziehen, indem er durch Äußerlichkeiten und falsche Lehren ihre Blicke von diesen
Meinen Geboten ablenkte und ihnen seine Gebilde als vordringlich hinstellte .... Denn er
wußte es, daß er viele Opfer finden würde, weil die Liebe von den Menschen
Überwindung forderte und diese nicht gern opferbereit sind. Immer wieder muß daher
die Liebe als Erstes und Wichtigstes herausgestellt werden, immer wieder muß Ich den
Menschen Meine Gebote der Gottes- und der Nächstenliebe in Erinnerung bringen,
immer wieder muß Ich sie belehren, daß alles andere nutzlos ist, wenn die Liebe fehlt,
und daß ein Wirken in Liebe durch nichts anderes ersetzt werden kann .... Doch diese
Lehre wird nicht ernst genommen, und man kommt jenen menschlich-hinzugefügten
Geboten bereitwilliger nach, weil Mein Gegner noch großen Einfluß hat auf jene
Menschen und er eine Rückkehr zu Mir mit allen Mitteln zu hintertreiben sucht. Doch
es ist auch allen Menschen Meine Liebelehre bekannt, die Ich auf Erden gepredigt habe,
und jeder, dessen Streben ernst ist, der wird sie auch als vordringlich erkennen und sich
nicht zufriedengeben mit nutzlosen Äußerlichkeiten, mit allem, was nicht von Mir
seinen Ausgang genommen hat .... Amen
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32
Liebewerk an Abgeschiedenen .... B.D. Nr. 7036
7.2.1958
Aller Seelen zu gedenken, die sich in geistiger Not befinden, ist ein Liebewerk von
größter Wirkung, denn diesen Seelen strömt durch ein liebevolles Gedenken Kraft zu,
die sie wohltätig empfinden und die auch ihren Willen wandeln kann. Es ist die Not der
Seelen im Jenseits ganz besonders groß, weil ihnen nur selten liebevolle Gedanken
folgen, wenn sie die Erde verlassen haben. Aber nur diese liebevollen Gedanken haben
eine Wirkung noch über das Grab hinaus, es sind gewissermaßen Wohltaten, welche die
Menschen auf der Erde ihren Abgeschiedenen erweisen können. Und es sind liebevolle
Gedanken auch die einzigen Mittel, ihnen zu helfen in geistiger Not. Und jeder Mensch,
der sich im Gebet ihrer annimmt, den die Liebe dazu veranlaßt, Hilfe zu erflehen für
diese Seelen, der übt uneigennützige Nächstenliebe, die wahrlich ihre Wirkung hat. Es
ist für die Seelen ein überaus qualvoller Zustand, wenn sie völlig in Vergessenheit
geraten bei den Menschen auf der Erde, wenn ihrer niemand liebend gedenkt und sie
daher keine Zufuhr von Kraft erhalten, die eine liebende Fürbitte für sie bedeutet ....
Und für diese Seelen kann es endlos lange dauern, bis sie sich aus ihrer Lethargie
erheben, bis sie eine kleine Besserung ihrer Lage verspüren. Und dies geschieht, wenn
Gebete für alle unerlösten Seelen emporsteigen, wenn Menschen auf der Erde auch
derer gedenken, die keine liebenden Fürbitter auf Erden haben, wenn einen Menschen
deren Los erbarmt und er ihnen helfen möchte, auch zum Licht zu kommen. Da die
Menschen aber wenig überzeugten Glaubens sind, daß es ein Fortleben der Seele nach
dem Tode gibt, machen sie sich auch wenig Gedanken über das Los der vor ihnen
Abgeschiedenen. Sie halten deren Existenz für abgeschlossen, und sie beschäftigen sich
auch gedanklich selten nur mit ihnen, was schon eine Erleichterung für jene Seelen
bedeuten würde. Doch oft bringen sich die Seelen selbst in Erinnerung, indem sie
plötzlich sich in die Gedanken der Menschen eindrängen .... Und dann solltet ihr
Menschen auch längere Zeit gedanklich bei ihnen verweilen, ihr solltet in Liebe derer
gedenken, die sich so in Erinnerung bringen, weil dies eine stille Bitte ist um Hilfe in
ihrer Not. Und ihr könnt ihnen helfen .... indem ihr voller Liebe ihrer gedenkt, indem ihr
nur aufrichtig wünschet, daß es ihnen gut gehen möge, daß sie nicht zu leiden brauchten
und ihr .... so ihr glaubt .... sie Gott anempfehlet im Gebet. Doch die sicherste Hilfe und
das erfolgreichste Mittel zu ihrer Errettung aus der Finsternis ist es, wenn ihr sie immer
nur in Gedanken hinweiset zu Jesus Christus, Der allein ihr Retter ist und Dem sie sich
anvertrauen müssen, um aus ihrer Not herauszukommen. Wer also selbst gläubig ist, der
hat wahrlich auch die Möglichkeit, den Seelen im Jenseits zur Seligkeit zu verhelfen,
wenn sein Liebewille diese erfaßt .... Denn um der Liebe des Menschen willen übt Jesus
Christus Barmherzigkeit an jenen Seelen, denen diese Liebe gilt. Und so ihr Menschen
nun Gott bittet um Seine barmherzige Hilfe für jene Seelen, die der menschlichen
Fürbitte entbehren müssen, so wird Er um euretwillen auch Kraft ihnen zuwenden und
ihnen jede Möglichkeit erschließen, auch zum Licht zu gelangen. Und euer Gebet
erweicht ihre verhärteten Herzen, sie finden sich willig bei euch ein und werden auch
nur guten Willens euch gegenüber sein, denn die noch gänzlich unter satanischem
Einfluß stehenden Seelen wehren jeglicher Kraftzufuhr, und diese werden auch
gehindert, an euch in Lieblosigkeit zu wirken. Aber ihr wisset es nicht, wie
bedeutungsvoll ein inniges Gebet ist für die leidenden Seelen .... Ihr wisset es nicht, daß
sich durch ein solches Gebet ganze Scharen lösen aus ihrer Erstarrung, daß sie zu leben
begehren und daß sie dann auch wieder zu bearbeiten sind von Lichtwesen, die in
Verkleidung sich ihnen nahen und ihnen ihre Hilfe anbieten. Immer muß die Liebe die
ersten Ketten sprengen, und dann ist auch eine Kraftzuleitung möglich, und der Aufstieg
aus der Finsternis zum Licht ist jenen Wesen gesichert .... Amen
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34
Pflichtarbeit .... Nur Liebewerke werden gewertet .... B.D. Nr. 7261
20.1.1959
Nur das hat Ewigkeitswert, was im freien Willen getätigt wurde, sowie es sich um
Werke handelt, die als Liebewirken bewertet werden sollen. Es soll der Mensch nicht
fragen um Lohn oder Vergeltung, wenn er ein Werk der Nächstenliebe verrichtet, er soll
auch nicht nur eine Pflicht erfüllen und glauben, daß ein solcher Dienst ebenso gewertet
wird wie eine Tat, die der freie Wille verrichtet, die über das Maß der Pflichterfüllung
hinausgeht .... Es kann vor Gott nur das gewertet werden, was die Liebe vollbringt, und
rechte Liebe ist immer selbstlos und ohne Berechnung. Und solche Werke also haben
Ewigkeitswert, denn sie wirken sich aus für die Ewigkeit, sie tragen der Seele die Reife
ein, die ihren Seligkeitsgrad bestimmt, und sie sind sonach bestimmend für das Los der
Seele nach dem Tode des Leibes. Der Menschen Erdenleben aber ist zumeist ausgefüllt
mit Anforderungen oder pflichtgemäßer Arbeit, das sie gern geneigt sind, zu glauben,
damit ihren Erdenlebenszweck zu erfüllen, sich aber nicht dessen bewußt sind, daß es
nicht um die Art ihres Wirkens geht auf Erden, sondern um den Liebegrad, in welchem
alles verrichtet wird, was der Menschen Leben ausfüllt. Zwar gehört auch ein Teil
Selbstliebe dazu, um den Ansprüchen des Körpers gerecht zu werden, weil der Mensch
auch Pflichten seinem Körper gegenüber hat, also ihm auch ein Teil Selbstliebe
zugebilligt worden ist von seiten der Ewigen Liebe. Dennoch darf nicht nur Ichliebe
alles Tun und Lassen eines Menschen bestimmen, sondern nur die Arbeit hat einen
Ewigkeitswert, die gänzlich ohne Berechnung ausgeführt worden ist, wo nur geben- und
beglücken-wollende Liebe der Antrieb war, und die deshalb auch unvergängliche
geistige Werte erringt, die der Seele Reichtum ist, wenn sie von der Erde scheidet. Jede
Tätigkeit, die pflichtgemäß ausgeführt wird, kann zwar auch von Segen sein, wenn sie
gern und selbstlos getan wird, weshalb eben jeder Arbeit Liebe zugrunde liegen muß,
soll sie sich segensreich auswirken für des Menschen Seele und deren Los in der
Ewigkeit. Denn was für die Erde getan wird, vergeht auch mit dem Tode des Leibes, der
allein Nutznießer war jener Tätigkeit, die von der Ichliebe bestimmt wurde. Es ist darum
nicht gleichgültig, wie sich der Mensch zu seiner irdischen Tätigkeit einstellt .... Er kann
seine „Pflicht“ tun und hat doch keinen Segen für seine Seele gewonnen; er kann aber
auch jede Pflichtarbeit mit innerer Freude und Liebe erfüllen, er kann bewußt dadurch
dienen seinem Mitmenschen und dies gern und freudig tun .... dann ist es nicht nur
„Pflichtarbeit“, sondern gleichzeitig Liebewirken, denn der Antrieb entspringt seinem
freien Willen, und der freie Wille allein bestimmt, ob die Ichliebe zurückgedrängt wird
und die uneigennützige Liebe zum Durchbruch kommt. Jede Arbeit des Menschen auf
Erden kann ihren dienenden Zweck erfüllen, wenn nicht bewußt im Auftrag des Gegners
von Gott gearbeitet wird, d.h. eine die Menschen schädigende Wirkung ganz klar zu
erkennen ist .... Dann kann niemals ein Segen auf dem Ausführenden ruhen, der sich
einer solchen Tätigkeit hingibt, die offensichtlich auf Antrieb des Gegners von Gott
erfolgt. Und diese Tätigkeit wird zwar auch einen Ewigkeitswert haben, aber in
negativer Weise .... auch sie wird sich an der Seele des Menschen auswirken, und die
Seele wird endlos lange Zeit wieder zu leiden haben, denn es haben den Menschen nur
selbstische Gründe dazu bewogen, sich jener Tätigkeit hinzugeben, und er muß sich
dafür verantworten. Aber es kann jeder Mensch den Trieb in sich fühlen, uneigennützige
Liebewerke zu verrichten. Und ist es ihm nicht im Rahmen seiner Pflichterfüllung
möglich, dann kann er es zusätzlich tun, und es wird sich dies ganz besonders
segensreich auswirken, indem er bald auch zu „dienender“ Pflichterfüllung wird
zugelassen werden, denn des Menschen Wille bestimmt allein seine Richtung, und dem
Recht-Wollenden wird auch von seiten Gottes Gelegenheit geboten werden, den Willen
recht zu gebrauchen: zum „Dienen in Liebe“ .... Amen
««««

36
Liebet einander .... B.D. Nr. 7811
30.1.1961
Ein Gesetz gilt für euch alle, daß ihr einander liebet und daß ihr dadurch auch eure
Zusammengehörigkeit mit Mir beweiset. Und wenngleich sich euch Gedanken
aufdrängen, daß ihr keine innere Verbindung habt mit dem Mitmenschen, den ihr lieben
sollet, so sollet ihr doch an dessen Seele denken, die sich noch in der Fessel des Leibes
befindet, und ihr sollt wissen, daß die Seele Mein Eigentum ist, selbst wenn ihr Wille
noch wider Mich gerichtet ist. Denn ihr seid alle Meine Kinder, und ihr sollt daher den
Mitmenschen als Bruder betrachten und gemeinsam dem Vater zustreben. Die Liebe soll
euch verbinden, dann gebet ihr ein Zeugnis, daß ihr Kinder eines Vaters seid. Und diese
Liebe soll euch zurückhalten von jeder Verdächtigung oder Aburteilung des Nächsten,
die Liebe soll alle seine Schwächen und Fehler euch ertragen lassen; ihr sollt nur immer
denken, daß die Seele dessen noch in einem niederen Reifegrad sein kann und daß der
Mensch darum so handelt, wie er es tut, auch wenn es euch mißfällt. Ihr sollt kein
scharfes Urteil fällen, denn ihr veranlaßt dann auch Mich, euch in gleicher Weise zu
verurteilen, denn ihr seid alle nicht ohne Fehler, ihr habt alle noch nicht den Reifegrad
der Seele erreicht, der Mängel und Schwächen ausschließt, und Ich ertrage euch
dennoch in übergroßer Liebe und Geduld und spreche kein hartes Urteil über euch aus.
Und darum habe Ich euch ein Gebot gegeben: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst ....
Erfüllet ihr dieses Gebot der Nächstenliebe, dann breitet ihr auch einen barmherzigen
Schleier über dessen Fehler und Schwächen, ihr sucht ihm nur Hilfe zu bringen, und ihr
werdet bei ihm nur Gegenliebe erwecken, wenn ihr ihn eure Liebe spüren lasset. Euch
alle spreche Ich durch diese Worte an, die ihr geneigt seid, die Fehler des Nächsten
aufzudecken, denn ihr beweiset dadurch eure eigene Lieblosigkeit und habt sonach kein
Recht zu einem Urteil über euren Nächsten. Und ihr macht euch dadurch selbst sündig,
denn ihr vergeht euch gegen das Gesetz der Liebe .... Wollet ihr also Meine Kinder sein,
dann müsset ihr euch auch befleißigen, den Willen des Vaters zu erfüllen, der immer
sein wird, daß ihr einander liebet, ansonsten ihr Meinem Gegner angehöret, der bar ist
jeder Liebe und euch immer zu beeinflussen sucht, wider das Gesetz der Liebe zu
handeln. Und liebet ihr euren Bruder, wenn ihr euch an ihm ärgert? Wenn ihr seine
Fehler und Schwächen hervorhebt, wenn ihr ein hartes Urteil fället über ihn? Ihr sollt
ihn ertragen lernen in seiner Schwäche und ihm helfen .... Dann handelt ihr in Meinem
Willen, und dann wird euch auch eure Handlungsweise Segen eintragen, ihr werdet ihn
zu eurem Freund gewinnen, er wird sich euer Beispiel zu Herzen nehmen, er wird es
euch gleichtun wollen, und auch sein Wesen wird liebeerfüllt sein euch gegenüber, denn
Liebe erweckt Gegenliebe, und dann gebt ihr auch den Beweis, daß ihr Kinder eines
Vaters seid, Dessen Wesen pur Liebe ist. Und dann wird euch auch Meine Liebe immer
inniger umfassen, und eure Herzen werden stets liebewilliger werden, so daß sie dem
Nächsten die Liebe weitergeben und ihr nun wahrlich Meine rechten Kinder seid, wie es
Mein Wille ist .... Amen
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37
Liebe zum Nächsten: Hilfe in geistiger Not .... B.D. Nr. 7914
9.6.1961
Ich habe euch ein Gebot gegeben, einander zu lieben .... Und das bedeutet auch, daß
ihr die Schwächen des anderen geduldig ertragen sollet, daß ihr ihm helfen sollet in
jeder Not des Leibes und der Seele. Denn der Schwache braucht den Starken als Stütze,
und darum soll auch eure Fürbitte dem Schwachen gelten, daß er Kraft empfange, zu
wandeln nach Meinem Willen .... Ihr sollt euch also auch der geistigen Not eures
Mitmenschen annehmen, indem ihr ihm durch gute Gedanken und Gebet Kraft
zuwendet, die er nötig braucht für seinen geistigen Fortschritt. Wer nun die Gnade hat,
von Mir direkt das Brot des Himmels, das Wasser des Lebens entgegenzunehmen, der
soll dieses als erstes dem Schwachen zukommen lassen, denn dann vermittelt er ihm
auch direkt die Kraft, die seine Seele wohltätig berühren wird. Dann wird auch die
Schwäche weichen, er wird stark werden im Geist, er wird ständig verlangen, von Mir
Speise und Trank entgegenzunehmen, und ihr habt an eurem Nächsten das größte
Liebewerk vollbracht, das sich auswirket bis in alle Ewigkeit .... Immer nur wird die
Liebe solches zuwege bringen, der Wille, den Menschen zu helfen in jeglicher Not ....
Und ihr beweiset dann auch die Liebe zu Mir, denn ihr wisset es, daß Mir eine jede
Seele lieb ist, daß Ich sie für Mich gewinnen will und daß Ich jeden segne, der Mir zum
Gewinn einer Seele verhilft .... Also bewerte Ich die Arbeit für Mich und Mein Reich
besonders hoch, weil Mir dadurch wieder Seelen zugeführt werden, die sich einstens
von Mir trennten .... Und die Arbeit für Mich und Mein Reich besteht darin, daß den
Menschen Mein Wort zugeführt wird, daß die geistige Not, in der sie sich befinden,
durch die Zuführung Meines Wortes behoben wird, daß den Seelen Kraft zugeführt
wird, weil sie schwach sind und Kraft benötigen. Diese Arbeit für Mich und Mein Reich
werden aber immer nur die Menschen ausführen, die ein liebewilliges Herz haben,
ansonsten die Not der Mitmenschen sie nicht berühren würde .... Darum wird auch
keinem Menschen, der freiwillig Weinbergsarbeit leistet, die Liebe abzusprechen
sein .... es sei denn, er suchet weltlichen Lohn, Ehre und Ruhm und irdische Güter.
Doch diese Arbeiter stehen nicht in Meinen Diensten, sie dienen noch der Welt und
dem, der Herr dieser Welt ist .... Meine Diener aber sind von Mir Selbst berufen und
auserwählt, und solange sie also selbstlos Mir dienen, werden sie von der Liebe in sich
getrieben, die Mir und ihren Mitmenschen gilt. Und da die geistige Not der Menschen
ersichtlich ist, setzen sie sich voll und ganz dafür ein, ihnen Hilfe zu bringen, die darin
besteht, Mein Wort hinauszutragen in die Welt, den Menschen Mein Evangelium zu
künden, wozu Ich Selbst ihnen den Auftrag gab. Diese also dienen Mir und dem
Nächsten, und sie beweisen Mir damit ihre Liebe zu Mir und zum Nächsten .... Doch Ich
weiß es auch, was ihr Menschen benötigt, die ihr noch schwach seid .... Ich weiß es,
welche Nahrung euch Kraft schenkt und was euch also Meine Diener darbieten müssen,
damit ihr gesundet, damit eure Seele ausreifet und den Weg zurückgehet zu Mir, von
Dem sie einst ausgegangen ist .... Und darum leite Ich die rechte Nahrung Selbst zur
Erde, und diese ist mit Meiner Kraft gesegnet. Ich komme Selbst im Wort zu euch, Ich
biete Mich Selbst euch an als Nahrung .... denn Ich bin das Wort .... Und ihr sollt Mich
Selbst aufnehmen in eure Herzen, und es wird euch dann wahrlich nichts mehr mangeln,
ihr werdet jegliche Schwäche verlieren, ihr werdet Kraft empfangen im Übermaß, und
ihr werdet euren Pilgerlauf auf Erden mühelos zurücklegen, mit dem Erfolg, daß ihr
nach eurem Leibestode eingehet in Licht und Kraft in das jenseitige Reich .... Denn das
bringt wahrlich Mein Wort zuwege, das Ich Selbst euch zuleite aus der Höhe .... Und
ihr, Meine Diener auf Erden, ihr lebet die Liebe aus, wenn ihr dem Nächsten helfet in
geistiger Not .... wenn ihr ihnen Mein Wort bringet. Ihr beweiset dann auch die Liebe zu
Mir, denn ihr bringet Mir dann Meine Kinder zurück, die lange Zeit von Mir getrennt
waren .... Amen
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39
Tatliebe .... Gutes Beispiel .... B.D. Nr. 8343
30.11.1962
Ihr sollet auf Erden Meine Lehre künden, die nur Liebe lehret (fordert) .... Liebe zu
Mir und zum Nächsten .... Und also müsset ihr selbst auch ein Leben in Liebe führen,
ansonsten ihr keinen Glauben finden werdet bei euren Mitmenschen, wenn ihr selbst
anders handelt, als ihr predigt .... Gebet ihr ihnen aber ein gutes Beispiel, so werden sie
auch selbst versuchen, diesem gemäß ein Liebeleben zu führen, und dann werden sie
auch die Auswirkung eines Liebelebens an sich selbst erfahren .... Der Segen wird auch
dann nicht ausbleiben, und sie werden viel gewinnen an Licht und Kraft, an Weisheit
und geistige Kraftzufuhr ständig entgegennehmen dürfen .... Zuvor aber müssen sie erst
einmal die Liebe in sich aufflammen lassen, und dazu sollet ihr ihnen verhelfen, durch
eure Lehren und euer eigenes Liebeleben .... Sehr oft werden wohl die Worte zitiert:
Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst .... Doch es bleiben immer
nur Worte, es werden diese Liebegebote nicht ausgelebt, und daher wissen nur wenige
um den Segen, den ein rechtes Liebeleben nach sich zieht. Die Liebe ist das Göttliche,
das als winzigster Funke im Menschen glimmt und vom Menschen selbst zum
Auflodern gebracht werden muß .... Die Liebe ist in sich Licht und Kraft, und also muß
ein liebender Mensch heraustreten aus dem Zustand der Finsternis und der Schwäche ....
Und es muß dies zu erkennen sein an einem reichen Wissen und an einer starken
Glaubenskraft .... Es muß der Mensch zum Erkennen der Wahrheit kommen und auch
durch sein Liebeleben sich mit Mir als der Ewigen Liebe verbinden und sonach auch
Kraft entgegennehmen dürfen, deren Zustrom jede Verbindung mit Mir zur Folge hat.
Nichts von allem aber wird der Mensch verzeichnen können, der sich an leeren Worten
genügen lässet, der die Liebe nicht auslebt und so den Mitmenschen ein führendes
Beispiel gibt. Denn oft hat ein gutes Beispiel mehr Erfolg, als Worte zu zeitigen
vermögen. Und wenn ihr Menschen euch das immer wieder saget, daß jegliche Form
vor Mir nichts gilt, dann werdet ihr euch auch bemühen, ein rechtes Liebeleben zu
führen, und es wird der Segen nicht ausbleiben, ihr werdet selbst beglückt sein über die
Auswirkung, denn da ihr nun in einen Zustand des Erkennens tretet, wird euch auch der
Sinn eures Erdenlebens klar, und ihr lebet nun bewußt .... Die Liebe in euch wird immer
stärker werden, weil euch auch unausgesetzt von Mir Kraft zuströmt, die ihr wieder zum
Liebewirken nützet. Was aber ist unter rechter Liebe zu verstehen? Ihr sollet alle eure
Mitmenschen als Brüder betrachten, die alle den gleichen Vater haben und nach deren
Heimkehr der Vater Sich sehnet .... Ihr sollet diesen Brüdern in jeder Not und Gefahr
Hilfe leisten, ihr sollet sie zu beglücken suchen, ihnen Freude machen, ihnen Gaben
austeilen, die sie benötigen; ihr sollet sie vor jeglichem Schaden bewahren .... ihr sollet
alles tun, was ihr dem wünschet, den ihr aus ganzem Herzen liebet, denn diese Liebe ist
in euch und braucht nur entzündet zu werden .... Ihr sollt auch wissen, daß jeder Mensch
in Gefahr ist, verlorenzugehen, der nicht den Weg findet zu Mir, und darum sollet ihr
ihm auf den rechten Weg helfen, ihr sollet seinen Weg erleuchten mit einem hellen
Licht, das euch selbst wieder durch Liebewirken hell erstrahlt und das ihr in das Dunkel
der Nacht hinausleuchten lassen sollet, auf daß auch eure Brüder den Weg erkennen, der
zurückführt zum Vater .... Ihr sollet mehr an euren Nächsten denken als an euch selbst,
denn wahrlich, Ich Selbst werde dann euch zu schützen wissen, wenn ihr in Liebe euch
des Nächsten annehmet, der zu schwach ist, um sich selbst helfen zu können. Ihr werdet
auch niemals zu fürchten brauchen, daß ihr selbst darben müsset, weil ihr zuerst an
euren Nächsten dachtet, der in Not war .... Denn wie ihr ausmesset, so auch wird euch
zugemessen werden, und also bannet ihr auch eure eigene Not, wenn ihr euch des
Nächsten annehmet .... Und ihr könnet es glauben, an einem solchen Liebeleben werden
sich auch eure Mitmenschen ein Beispiel nehmen, und dann wird auch ihr
Geisteszustand erhellt werden .... sie werden zugänglich sein der Wahrheit und auch
alles verstehen können, was ihnen über ihre Bestimmung auf Erden gesagt wird, denn
durch die Liebe werden alle Hüllen durchbrochen, es wird hell in den Herzen der
Menschen, sie können nun auch belehrt werden über alle geistigen Zusammenhänge,
über ihren Anfang und ihr Endziel .... Sie werden Verständnis dafür haben und wieder
ihren Mitmenschen von ihren Kenntnissen abgeben wollen, weil sie selbst beglückt sind
durch das Wissen und nun die Liebe sie antreibt, auch andere teilnehmen zu lassen an
dem Licht, das ihre Herzen erleuchtet. Denn zur rechten Verkündigung Meiner
Liebelehre gehört auch eine Tatliebe, es gehört ein Lebenswandel in uneigennütziger
Nächstenliebe dazu, der auch den Mitmenschen veranlassen wird, die Gebote der
Gottes- und der Nächstenliebe zu erfüllen .... Amen
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41
Gemeinsames Liebeswirken in der Endzeit .... B.D. Nr. 3343
24.11.1944
Die Meinen werden sich eng zusammenschließen müssen, wollen sie in der letzten
Zeit nicht schwach und mutlos werden. Sie müssen einander aufrichten und sich Mut
zusprechen, sie müssen vereint Meine Hilfe erbitten und gläubig erwarten, sie müssen
sich jede Gelegenheit zunutze machen, Mein Wort zu hören, die Liebe zu üben und
innere Zwiesprache zu halten mit Mir, auf daß sie immer wieder gekräftigt an ihr
Tagewerk gehen können und den Anforderungen der Welt gerecht werden, soweit sie
nicht umgangen werden können. Denn die Zeit wird hart sein für einen jeden, und wer
sich die Kraft nicht holt von Mir, wer nicht die Kraft Meines Wortes auf sich wirken
läßt, dem wird sie untragbar scheinen und ihn zu Boden drücken. Ich aber habe für die
Meinen allzeit den Kraftspender bereit .... Mein Wort, das aus den Himmeln euch
geboten wird .... Wer dieses hat, der wird auch diese Zeit durchhalten können, er wird
nicht achten der Drangsal und die Not nicht so fühlbar spüren, er wird immer wieder
herausgeführt, denn Ich Selbst breite Meine Hände aus über ihn, daß ihm kein Leid
geschehe .... Ich Selbst führe ihn an der Hand, daß sein Fuß nicht strauchle, und Ich
Selbst richte ihn auf und tröste ihn durch Mein Wort, so er verzagt ist und sein Herz
bangen will. Und darum wird Mein Wort der einzige Kraftquell sein, und zu Meinem
Wort müsset ihr euch zusammenfinden, ihr müsset Mich zu euch sprechen lassen zu
jeder Zeit, in Not und Trübsal, in Bangigkeit und Bedrängnis, ihr müsset auf Meine
Stimme hören und tun, was Ich von euch verlange .... Liebe geben stets und ständig,
denn nur durch Liebeswirken ist die Not zu lindern. Denn dann ziehet ihr Mich Selbst
zu euch, und mit Mir werdet ihr alles überwinden .... Und so ihr auch euren Feinden
Liebe entgegensetzet, werdet ihr auch geistige Erfolge erzielen können, denn wo ihr
Liebe gebet, gewinnet ihr die Herzen, und ihr schwächt so die Macht des Gegners. Und
ihr werdet viel Gelegenheit dazu haben, weil die Not alle Menschen in die Lage
versetzt, sich Hilfe zu erbitten. Dann werdet ihr euch bewähren müssen, ihr werdet
einander mit gutem Beispiel vorangehen und die Liebe praktisch ausüben müssen, und
Ich will euch die Möglichkeit geben, hilfreich tätig zu sein, auf daß ihr die Mitmenschen
anspornet und sie erziehet zur Liebe. Und jeder Kreis soll sich behütet wissen von Mir,
der sich zusammenschließt im geistigen Streben, der Mir zu dienen bereit ist und Mein
Wort begehrlich in sich aufnimmt .... Ich werde immer mitten unter den Menschen sein,
die Mich zum Ziel haben, Ich werde ihnen offensichtlich zu Hilfe kommen in der Not,
Ich werde die einzelnen zueinander führen, auf daß sie Mir gemeinsam dienen können,
Ich werde ihnen allen Schutz angedeihen lassen, so daß sie niemals zu bangen brauchen,
denn niemals wird die Not größer sein als Der, Der sie über die Menschheit kommen
läßt .... Wer Mich anerkennt, als Herrn und Schöpfer des Himmels und der Erde, der
wird nur seine Gedanken gläubig und vertrauend zu Mir zu erheben brauchen, und Ich
werde ihn nicht enttäuschen .... Sein Glaube ist auch Gewähr für Meine Hilfe, sein
Glaube ruft Meine Gegenwart herbei, und Sein Glaube läßt Meine Vaterliebe offenbar
werden .... er wird nicht vergeblich zu Mir rufen, er wird Erhörung finden in jeder
Not .... Und darum gehet unverzagt der kommenden Zeit entgegen, lasset Mich walten
und fürchtet euch nicht, denn Meine Liebe und Allmacht wird die Zeit beenden und
euch, Meine Getreuen, hindurchführen zur ewigen Glückseligkeit, und ihr werdet Mir
danken und Mich loben, daß ihr diese Gnadenzeit durchleben durftet, denn sie trägt
denen, die Mir treu bleiben, vermehrten Segen ein .... ein Paradies auf Erden und ein
glückseliges Leben dereinst in der Ewigkeit .... Amen
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42
Maßnahmen gegen Liebeswirken .... B.D. Nr. 3389
2.1.1945
Forderungen wird die Welt an euch stellen, die ihr nimmermehr erfüllen könnt, so ihr
Gottes Gebote achtet. Ihr sollt zwar der weltlichen Obrigkeit untertan sein, doch so
offen von euch verlangt wird, daß ihr Seinem göttlichen Willen entgegenhandelt, daß ihr
also das Gebot der Nächstenliebe unbeachtet lasset und sündiget durch liebloses
Handeln, dann sollt ihr Gott allein als eure Obrigkeit anerkennen, auf daß ihr eure Seele
nicht um irdischen Vorteils willen verlorengehen lasset. Und darum sollet ihr euch den
Willen Gottes fest einprägen, ihr sollt wissen, warum ihr ihn erfüllen müsset und welche
Folgen euch ein Handeln wider Seinen Willen einträgt. Ihr sollt wissen, wie überaus
nötig das Liebeswirken auf Erden ist und daß nur die Liebe allein euch erlösen kann ....
ihr sollt ferner wissen, wie unbeständig irdische Güter sind und welch unvorteilhaften
Tausch ihr eingehet, so ihr um dieser Güter willen euer Seelenheil hingebet. Ihr werdet
arg bedrängt werden, und es wird nicht leicht sein, den Anforderungen der Welt
Widerstand zu leisten, doch ihr werdet es können, sowie ihr Gott um Kraft bittet und
euch desto mehr Gott anschließet, je mehr die Welt euch von Ihm trennen will. Denn
dies allein bezwecket sie mit ihren Plänen und Maßnahmen, daß die christliche
Liebelehre ausgeschaltet und somit Gott Selbst den Menschen entfremdet wird, Der nur
durch die Liebe gefunden werden kann. Die Menschen wissen nichts von der Kraft der
Liebe, ansonsten sie versuchen würden, diese zu erwerben. Sie kennen nur die
Eigenliebe, und sie suchen ihren Besitz zu vermehren auf Kosten des Nächsten. Und
also achten sie kein Gebot der Nächstenliebe, und sie fordern das gleiche von den
Mitmenschen, anstatt sie zur Liebe anzuregen. Und sie werden die Menschen hart
bedrängen, die sich die Gebote Gottes zur Richtschnur machen, weil letztere nicht im
Einklang stehen mit den Geboten der weltlichen Obrigkeit. Und dann sollen sie ernstlich
prüfen, wieweit der Wille Gottes erkennbar ist in den Anforderungen der weltlichen
Obrigkeit .... Was dem Nächsten zum Schaden gereichet, darf nimmermehr ausgeführt
werden, so es zu umgehen ist, d.h., soweit der Mensch nicht durch Zwangsmaßnahmen
unfähig ist, sich zu wehren. Und der Körper soll Leid und Drangsal auf sich nehmen, so
er dadurch eine sündige Handlung abwenden kann. Denn seine Seele wird es ihm
dereinst danken, indem sie ihm beisteht in seiner späteren Aufwärtsentwicklung. Zudem
ist die Not des Körpers nicht von langer Dauer, die Seele aber muß im Jenseits büßen,
so sie auf Erden das Gebot der Nächstenliebe nicht beachtet und um irdischen Vorteils
willen sich fügt in das Verlangen der Welt, die Lieblosigkeit fordert von den Menschen.
Denn so diese herrschet, dann regieret der Teufel die Menschen, und diesem dürfet ihr
euch nicht unterwerfen. Ihr müsset ihm Widerstand entgegensetzen, selbst wenn ihr
stark bedrängt werdet und für euer leibliches Leben fürchten müsset, denn ihr rettet
dadurch eure Seele vor dem Untergang und durch euer Beispiel auch die eurer
Mitmenschen, so ihr die Liebe übet, auch wenn die Welt euch daran hindern will ....
Amen
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43
Rechtes Verständnis bedingt Liebewirken .... B.D. Nr. 6436
27.12.1955
Jede Gelegenheit sollet ihr ergreifen, die Mitmenschen hinzuweisen auf ihre
Erdenlebensaufgabe: sich zur Liebe zu gestalten .... Ihr sollet immer die Liebe predigen
und darum Verkünder Meiner Liebelehre sein, wo euch diese Gelegenheit geboten wird.
Dies ist die Aufgabe derer, die sich Mir zum Dienst erbieten, und Ich werde sie segnen,
wenn sie diese Aufgabe ernst nehmen und bei den Mitmenschen das
Verantwortungsgefühl erwecken, wenn sie diese anregen zum Nachdenken über sich
selbst. Wo immer Liebe geübt wird, dort wird auch das Verständnis dafür vorhanden
sein, in welcher Zeit die Menschheit lebt .... Ohne Liebewirken aber fehlt den Menschen
dieses Verständnis, und darum nehmen sie auch keine Hinweise ernst, die das nahe
Ende ankünden .... Es nützt euch also nichts, nur des „nahen Endes“ Erwähnung zu tun,
wenn ihr nicht gleichzeitig die Menschen zum Liebewirken ermahnet, denn letzteres ist
noch wichtiger als das Wissen um das Ende .... Die Liebe ist das sicherste Gegenmittel
in der kommenden Zeit, wo Not und Elend über alle Menschen hereinbrechen wird; die
Liebe ist der Rettungsanker, wenn die Menschheit zu versinken droht .... Wo Liebe
geübt wird, vergeht die Angst, weil sich die Menschen innerlich stärken durch
Liebewirken und weil sie durch die Liebe mit Mir verbunden sind, Der Ich ihnen immer
Schutz sein werde in jeder Not .... Wenn ihr also Mir dienen wollet, müsset ihr eure
Mitmenschen immer hinweisen auf Mein Liebegebot; ihr müsset sie belehren, daß ihr
Erdenleben ein Leerlauf ist und bleibt, wenn sie sich nicht in uneigennütziger
Nächstenliebe betätigen, und daß sie sich nur durch ein Liebeleben Kraft holen können
in der Notzeit, der sie entgegengehen .... Wenige nur werden euch glauben, wenige nur
werden euch widerstandslos anhören und sich eure Worte überlegen, und diesen könnet
ihr auch Kunde geben von dem Kommenden, denn sie werden sich nicht verschließen,
sie werden es für möglich halten und sich gedanklich darauf einstellen .... Das Wissen
allein aber hilft ihnen nicht, wenngleich es jedem geboten werden soll .... weil ihr selbst
es nicht beurteilen könnet, ob und wieweit der Mitmensch in der Liebe steht .... Darum
sollet ihr immer wieder zum Liebewirken ermahnen, die Liebe soll immer gepredigt
werden von denen, die Mir Diener sein wollen auf Erden .... Denn die Lieblosigkeit ist
das größte Übel, das die Menschen in tiefster geistiger Finsternis wandeln lässet .... Ein
liebloser Mensch wird auch selten nur angerührt werden von eurer Liebepredigt, doch
auch sein Ohr soll es vernehmen, wenn das Herz sich verschließt .... Allen sollet ihr
Mich als die „Ewige Liebe“ nahezubringen suchen, alle sollet ihr aufklären, daß sie in
größter Not sich zum Vater wenden können, Der Selbst die Liebe ist und jedem helfen
will, der zu Ihm rufet .... Ihr sollet keine Gelegenheit versäumen, mit dem Mitmenschen
zu reden über Göttlich-Geistiges .... Immer wieder sollet ihr seine Gedanken darauf zu
lenken suchen, woran er ständig vorübergeht .... Wenn eure Gedanken selbst ständig
erfüllt sind mit Meiner Liebelehre, dann könnet ihr auch nicht anders, als euch
mitzuteilen jedem, der euren Weg kreuzet, und dann werdet ihr auch gute Vertreter
Meiner Liebelehre und Meines Namens sein. Und darum müsset ihr selbst euch stets
eines Liebelebens befleißigen, um dadurch dem Geist in euch die Möglichkeit zu geben,
sich zu äußern .... Und dieser wird euch antreiben zum Reden, wo nur eine Gelegenheit
sich bietet. Euer Geist wird euer Denken recht leiten und die rechten Worte finden
lassen, mit denen ihr eure Mitmenschen ansprechet und die ihren Eindruck nicht
verfehlen .... Aber ihr sollet nicht lau sein und halbe Arbeit ausführen, denn eure Arbeit
ist dringend in der letzten Zeit vor dem Ende .... Die Liebe muß gepredigt werden stets
und ständig, auf daß die Menschen erwachen und in sich gehen, auf daß sie nachdenken
über sich selbst, wenn sie euch und euer Leben verfolgen. Und darum sollet ihr ihnen
die Liebe vorleben, und euer Beispiel wird wirkungsvoller sein als Worte, die ihr nicht
selbst beweiset durch Taten .... Predigt die Liebe und lebet Meine Liebelehre selbst aus,
und eure Arbeit für Mich und Mein Reich wird stets gesegnet sein .... Amen
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45
„Schaffet und wirket, solange noch Tag ist ....“ B.D. Nr. 4289
29.4.1948
„Schaffet und wirket, solange noch Tag ist, denn die Nacht kommt, wo ihr nicht
mehr wirken könnet ....“ Wie nahe steht ihr vor dem Einbrechen der Nacht, es sind die
letzten Minuten des Tages, da ihr lebet, und ihr seid euch des Ernstes dessen nicht
bewußt, ihr seid lau in eurer Seelenarbeit und lebet, als sei euch noch eine lange Zeit
beschieden. Ihr irret euch .... die Nacht bricht bald herein und hüllet in tiefste Finsternis
die ganze Erde, und ihr könntet noch unsagbar viel erreichen, so ihr die letzten Minuten
nützen möchtet und allen Ernstes euch vorbereitet für das Leben nach dem Tode. Nur an
eure Seelen sollet ihr denken und nichts mehr beachten, was den Körper betrifft. Denn
nur die Seele bleibt bestehen, nichts bleibt euch von irdischen Gütern, von der
materiellen Welt. Ihr stehet schon mit einem Fuß drüben, wie aber wird das Reich
beschaffen sein, das eure Seele aufnehmen wird? Ist es das Reich des Lichtes oder das
der Finsternis? Ist es Tag oder Nacht für eure Seele? Wo Licht ist, ist Leben, die Nacht
aber ist fürchterlich. Und darum warne Ich euch eindringlich und spreche immer und
immer wieder zu euch, um euch auf die große Verantwortung aufmerksam zu machen,
die ihr eurer Seele gegenüber traget. Bringet sie nicht in eine Not, die unsagbar ist und
die ihr noch gut abwenden könnet, wenn ihr euch wandelt, alles Irdische unbeachtet
lasset und nur daran denket, Meinen Willen zu erfüllen und ein Leben zu führen gemäß
Meinen Geboten .... dem Nächsten beizustehen in jeder irdischen und geistigen Not,
helfend einzugreifen, wo eure Hilfe erforderlich ist, und stets und ständig Mein Wort
entgegenzunehmen, das euch Meinen Willen kundgibt und euch Kraft vermittelt, das
Leben zu führen, wie es Mein Wille ist. Schaffet und wirket, solange noch Tag ist .... er
neigt sich bald dem Ende zu, und es folgt eine endlos lange Nacht, vor der Ich euch
behüten möchte, weil Ich euch liebe .... Höret die Worte Meiner Liebe an und nehmet
sie ernst, auf daß ihr der Nacht entfliehet und für euch ein Tag anbricht, der ewig
währet .... Amen
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