Jesus Christus ist die Liebe


Eine Auswahl von Göttlichen Offenbarungen, durch das „innere Wort“ empfangen
von Bertha Dudde
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Jesus Christus ist die Liebe

Inhaltsverzeichnis                                                                                                   B.D. Nr.

Gott Selbst neigt Sich Seinen Geschöpfen zu ... ----------------------- 8428
Gott ist die Liebe ... ------------------------------------------------ 8082
Vorgang des Liebekraft-Austausches ... -------------------------------- 8888
Begründung der Niederkunft Christi ... Erbarmungsakt ... -------------- 6130
Geburt Jesu ... Licht ... (Weihnachten ...) --------------------------- 5832
Der Kampf des „Menschen“ Jesus ... ------------------------------------ 7872
Unermeßliche Leiden Jesu Christi ... ---------------------------------- 6045
Karfreitag ... -------------------------------------------------------- 7083
Die Liebe vollbrachte das Erlösungswerk ... --------------------------- 7986
Auferstehung am dritten Tage ... -------------------------------------- 6810
Der Tod ist überwunden ... Macht des Satans gebrochen durch Kreuzestod .4997
Kreuzweg über Golgatha ... -------------------------------------------- 6512
Der Geist Jesu Christi ist die Liebe ... Gottes Gegenwart ... --------- 7446
Wesenswandlung zur Liebe mit Hilfe Jesu Christi ... ------------------- 8019
Werktätige Nächstenliebe ... Zusammenschluß mit Gott ... -------------- 4474
Gottes Liebe bestimmt das Schicksal des Menschen .... ----------------- 3317
Kreuzgang .... Kreuzträger Jesus Christus ... ------------------------- 6378
Vaterworte der Liebe ... ---------------------------------------------- 2752
Anruf Jesu Christi ... Ernste Ansprache Gottes .... ------------------- 7472
Gottes Liebe verfolgt den Menschen, bis er selbst sein Herz öffnet ...  7272

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Gott Selbst neigt Sich Seinen Geschöpfen zu .... B.D. Nr. 8428
3.3.1963
Warum wollet ihr Menschen es nicht glauben, daß ihr so nahe mit Mir in Verbindung
treten könnet, daß ihr Mein Wort vernehmet? Warum ist euch das Natürlichste von der
Welt, daß der Vater mit Seinem Kind spricht, so unglaubwürdig? Warum zweifelt ihr
an, daß Sich das höchste und vollkommenste Wesen zu euch herniederneigt, um euch
köstliche Gabe darzubieten, wo doch dieses auch nur ein Beweis Meiner
Vollkommenheit ist, daß Meine Liebe zu euch unbegrenzt ist und euch ständig
beschenken möchte? .... Warum nur sprechet ihr Mir diese Liebe und Macht ab, Mich
den Menschen gegenüber äußern zu wollen und zu können? Ihr seid doch alle aus Mir
hervorgegangen, und auch jedes Schöpfungswerk um euch zeuget von Mir, und alles hat
seinen Sinn und Zweck .... Euch aber ist das Wissen darum verborgen, und daß Ich es
euch geben will, daran glaubet ihr nicht .... Und es fällt euch deshalb schwer, zu
glauben, weil ihr euch keine rechte Vorstellung macht von Mir, weil ihr Mich nicht
kennt in Meinem Wesen und weil ihr selbst in falsches Denken geleitet wurdet durch
Meine Gegenkraft, die es vor allem darauf abgesehen hat, euch von Mir ein falsches,
total verzerrtes Bild zu geben, um euch daran zu hindern, Mich zu lieben, wie ein Vater
von seinen Kindern geliebt werden will .... Ihr aber solltet vorerst das rechte Verhältnis
zu Mir herstellen, das Verhältnis eines Kindes zum Vater, und dann wird euch alles
leicht verständlich sein, und es wird euch Meine direkte Ansprache nicht mehr
zweifelhaft vorkommen, sondern nur euch eine Bestätigung Meiner Vaterliebe sein, die
euch beglücken will, die euch das Leben geben will, das ewig währet. Und wenngleich
euch noch ein tiefes Wissen mangelt, so wisset ihr doch, daß ihr von einer Macht
geschaffen worden seid, da ihr selbst euch nicht schaffen konntet als ein ichbewußtes,
denkendes Wesen mit freiem Willen. Ihr müsset also aus einer Kraft hervorgegangen
sein, die mächtig ist und überaus weise, denn jegliches Schöpfungswerk um euch und
auch ihr selbst seid Beweise einer weisheitsvollen Schöpfermacht, die also nicht zu
leugnen ist. Diese Macht hat Geschöpfe erstehen lassen, als die ihr selbst euch erkennen
müsset .... Und es ist der Mensch gleichsam die Krone der Schöpfung, denn kein
sonstiges Schöpfungswerk besitzt Verstand und freien Willen .... Und es ist daraus zu
schließen, daß der Schöpfer Selbst in aller Vollkommenheit diese Eigenschaften haben
muß, daß Er ein denkfähiges, frei-wollendes Wesen ist in höchster Vollendung .... Denn
es kann das geschaffene Werk nicht mehr sein, als sein Schöpfer ist .... Und so muß es
auch dem Menschen leicht sein, als „gezeugt“ sich seinem „Erzeuger“ hinzugeben, also
letzeren als Vater anzusehen und anzuerkennen, zu Dem das Kind freiwillig den Weg
nimmt, weil es sich Ihm zugehörig fühlt .... Denn ihr seid denkfähige Wesen, und ihr
sollet diese völlig naturmäßige Bindung herstellen mit eurem Schöpfer und Vater von
Ewigkeit. Und tut ihr dies, dann hebet ihr selbst die Schranken auf, die euch scheinbar
von dem höchsten und vollkommensten Wesen trennen, ihr suchet dann euren Gott und
Schöpfer nicht mehr in der Ferne, wie es der gänzlich unwissende Mensch tut, sondern
ihr lasset Meine Gegenwart in euch zu durch eure Gedanken, die sich zu Mir richten,
wie es rechte Kinder tun, und dann wird es euch nicht mehr sonderlich erscheinen, daß
euer Gott und Vater euch anspricht, dann werdet ihr nur immer wollen, daß Ich ständig
euch gegenwärtig bin, daß Ich ständig euch mit Meiner Ansprache beglücke, daß ihr von
Mir empfanget, was euch mangelt im Erdenleben: Licht und Kraft, d.h. Erkenntnis eurer
selbst und eurer Bestimmung und auch die Fähigkeit, das zu erreichen, was Ich euch als
Ziel gesetzt habe .... Ihr werdet, sowie ihr Mich als Vater erkennet, Mir auch eure Liebe
schenken, die ihr Mir einstens verweigert hattet, und die Liebe in euch wird zu heller
Glut aufflammen und Mich gar mächtig anziehen, so daß ihr euch Mir wieder gänzlich
anschließet und nun auch wieder selbst euer Urwesen erreicht habt, in dem ihr
unermeßlich selig waret .... Das allein ist der Zweck Meiner Ansprache, denn solange
ihr nicht euren Vater vernehmen könnet, seid ihr noch sehr entfernt von Mir, und diese
Entfernung müsset ihr selbst verringern und zuletzt aufheben, ihr müsset es wollen, daß
Sich der Vater euch zuneigt, und wahrlich, Ich werde Mein Ohr und Herz nicht
verschließen, so ihr Mich Selbst innig bittet um Meine Gegenwart .... Aber glaubet
nicht, daß Ich euch für zu gering ansehe, um zu euch zu sprechen .... Ich bin und bleibe
euer Vater, Dessen Liebe zu Seinen Kindern unbegrenzt ist und Der nicht eher ruhet, bis
diese zu Ihm zurückgekehrt sind, wenngleich sie einst freiwillig sich von Ihm
trennten .... Meine Liebe aber hat sich nicht verringert und wird sich auch ewig nicht
verringern, sondern alles von Mir einst hervorgegangene Wesenhafte verfolgen bis zu
seiner endgültigen Rückkehr zu Mir .... Und sowie es Mir möglich ist, euch
anzusprechen, seid ihr auch auf dem Wege der Heimkehr, ihr seid auf dem Wege in euer
Vaterhaus, von dem ihr einst ausgegangen seid in Licht und Kraft und auch wieder in
Licht und Kraft stehen müsset, um euch mit Mir auf ewig zu vereinen .... Amen
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5
Gott ist die Liebe .... B.D. Nr. 8082
19.1.1962
Aus der Liebekraft Gottes ist alles erstanden .... Er Selbst ist der Urquell der Kraft,
Sein Urelement ist Liebe, Er Selbst ist also die Liebe .... Und doch ist Er ein Wesen,
Das wirket und schaffet nach weisem Ermessen .... Er ist ein Wesen, Das Seine
Gedanken zur Ausführung bringt, Das unentwegt neue Schöpfungen erstehen lässet, Das
Seine Liebekraft hinausstrahlt in die Unendlichkeit, die aber immer ihren Zweck erfüllt,
die nicht willkürlich wirket, sondern von der Weisheit und Macht Gottes bestimmt wird
in ihrer Auswirkung .... Gott ist die Liebe .... Diesen Ausspruch werdet ihr Menschen
nicht verstehen, solange ihr nicht das Wesen der Liebe ergründen könnet, was eine
Selbstgestaltung zur Liebe bedingt. Denn immer werdet ihr die Liebe betrachten als eine
Eigenschaft, die ihr dem höchsten und vollkommensten Wesen zuerkennt. Daß aber
dieses Wesen Selbst die Liebe ist, wird euch unbegreiflich bleiben, solange ihr als
Mensch über die Erde geht. Und ihr alle seid aus jener Liebe hervorgegangen, ihr seid
ausgestrahlte Kraft, ihr seid in eurer Urbeschaffenheit selbst Liebe .... doch ebenfalls
Wesen, die denken und wollen können .... die Beweise einer „Wesenheit“ .... Nichts ist
daher planlos, was erstanden ist und noch erstehen wird .... Alles ist weisheitsvoll
bedacht, alles sind Gedanken eines höchst vollkommenen Wesens, Das ihr Menschen
„Gott“ benennet .... Und dieses Wesen vervielfältigte Sich .... Es ließ aus Sich heraus
gleiche Wesen erstehen, Es strömte Seine Liebekraft aus und gab ihr Formen .... Es
erschuf .... Alles, was Gott erschaffen hat, ist und bleibt in seiner Ursubstanz Liebe. Es
ist und bleibt eine Kraft, die wirksam werden soll laut göttlichem Willen .... Wird sie
jedoch gehindert in ihrer Wirksamkeit, so wird die göttliche Ordnung umgestoßen ....
Das Liebeprinzip wird verkehrt in das Gegenteil. Es wird dem Wesen, Das in Sich
Liebe, Weisheit und Macht .... also „Gott“ ist .... Widerstand entgegengesetzt, was wohl
geschehen kann von seiten der Wesen, die Er ins Leben rief, weil Er sie auch mit freiem
Willen ausgestattet hatte als Seine Ebenbilder .... Doch dann tritt das Wesen aus seiner
gesetzlichen Ordnung heraus .... es verkehret sich selbst in das Gegenteil .... es besteht
wohl, läßt aber die Liebekraft nicht mehr wirksam werden, und das bedeutet Erstarren,
es bedeutet Beweglosigkeit, es bedeutet den Tod dessen, was einst als „Leben“
hinausstrahlte von Gott .... Der Mensch ist in seiner Ursubstanz Liebe, doch er befindet
sich zumeist noch im Widerstand gegen Den, Der ihn als ein Wesen ausgestrahlt
hatte .... Und darum erkennt er auch nicht, was die Liebe ist .... Darum ist ihm auch das
Wesen Gottes unbegreiflich, Der die Liebe Selbst ist. Denn die Liebe ist auch
gleichzeitig Licht, Das dem Menschen jedoch noch wenig leuchtet, solange seine Liebe
schwach ist. Er kann daher Gott auch nicht erkennen in Seinem Wesen, er kann nur
glauben, was ihm darüber berichtet wird, doch sowie solche Berichte der Wahrheit
entsprechen, werden sie ihm auch Licht bringen, denn dann wird er sich bemühen, sein
Wesen zur Liebe zu wandeln, und er wird sich auch dem Wesen zuwenden, Das überaus
vollkommen ist und Das er nun als „Ewige Liebe“ zu erkennen beginnt .... Aber er wird
das Wesen Gottes niemals zu ergründen vermögen, denn Er ist das Kraftzentrum von
Ewigkeit, während alle erschaffenen Wesen Kraftfunken sind, die ausgestrahlt wurden,
die aber in ihrer Winzigkeit niemals das Urfeuer schauen konnten, ohne zu vergehen ....
Die Liebe, Weisheit und Macht eines wesenhaften Gottes wird auch der Mensch auf
Erden schon erkennen können, wenn sein Wille gut ist und sein Herz sich öffnet der
erneuten Liebeanstrahlung des Wesens, aus Dem er seinen Ausgang nahm .... Denn
dieses höchst vollkommene Wesen offenbart Sich Seinen Geschöpfen .... Und das ist
der größte Liebesbeweis Dessen, Der Selbst die Liebe ist, daß Er Sich Selbst kundgibt,
daß Er den von Ihm geschaffenen Wesen Aufschluß gibt über Sich Selbst, soweit diese
es zu fassen vermögen .... und daß Er dadurch die Liebe wieder entflammen will, auf
daß sie wieder wirksam werden kann dem Urelement entsprechend .... auf daß Seine
Geschöpfe wiedereintreten in die ewige Ordnung, um ihrer Bestimmung nach schaffen
und wirken zu können, wie es war im Anbeginn .... Amen
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7
Vorgang des Liebekraft-Austausches .... B.D. Nr. 8888
28.11.1964
Als Ich euch das Leben gab, war dies ein unvergleichlich beseligender
Erschaffungsakt, sowohl für Mich als auch für das aus Mir Selbst hinausgestellte
Wesen, das sich ebenfalls an eurer Schöpfung beteiligte. Dieser Vorgang war ein
Liebekraft-Austausch .... Meine endlose Liebe durchflutete das erste Wesen, die Kraft
mußte sich irgendwie äußern, und diese Kraftäußerungen waren Wesen, die genau so
beschaffen waren wie Ich Selbst und auch der, der Meinen Liebekraftstrom in Empfang
genommen hatte .... Sie konnten auch nicht anders sein, da die Liebe die Urkraft ist
und aus der Liebe eben nur Höchst-Vollkommenes ausstrahlen konnte. Dieses wird
euch erst dann verständlich, wenn ihr wisset, daß Mein Urwesen Liebe, Weisheit und
Allmacht ist, daß sie unbegrenzt sich äußern und also die Weisheit und die Allmacht es
niemals zuläßt, daß die Liebe je etwas Mangelhaftes aus sich herausstellen könnte, wie
andererseits von der Weisheit und der Allmacht die Liebe zur letzten Entäußerung
veranlaßt wird, also alle Voraussetzungen zum Erschaffen von etwas Höchst-
Vollendetem gegeben sind .... Ihr alle seid von Gott ausgegangen .... Wisset ihr, was das
heißt? .... Daß ihr von dem Vollkommensten ausgestrahlt wurdet und daß ihr nur ein
Ziel hattet, Mir die Liebe zu erwidern, was ihr auch ewige Zeiten getan habt, und eure
Liebe fortgesetzt zurück-sandtet zu Mir .... Gerade dieser Vorgang war das Beseligende,
daß ihr genau so empfandet wie Ich Selbst. Der Austausch unserer Liebesehnsucht
erfüllte sich in einem unvorstellbarem Maß .... Ihr nahmet den Weg zu Meinem Herzen
immer und immer wieder, und das Glück unserer Vereinigung war unermeßlich, weil
immer wieder Meine Liebekraft euch durchstrahlte .... Doch für euch, die ihr als Mensch
auf dieser Erde weilet, nahm einmal diese Seligkeit ein Ende .... als ihr euch
verschlosset Meiner Liebeanstrahlung und abfielet von Mir .... Doch ihr waret
keineswegs ohne Licht, daß ihr deshalb euch zur Tiefe verirrtet. Ihr standet in vollem
Bewußtsein, Wem ihr diesen Liebestrom zu verdanken hattet, der euch Ewigkeiten
beglückte. Aber der, der beteiligt war an eurer Erschaffung, der wollte Mich schauen,
dies (aber) ganz unmöglich war, weil Ich für kein von Mir erschaffenes Wesen schaubar
war und bin .... Er sah sich in seiner Herrlichkeit und forderte von seinen Wesen die
volle Anerkennung als Gott und Herr .... Also verloren diese Wesen ihr Licht, ihre
Vollkommenheit, denn sie wiesen das Licht von Ewigkeit zurück. Der Liebelicht- und
Kraft-Austausch hatte nun für diese Wesen aufgehört .... der aber dazugehört, daß die
Wesen unbegrenzt selig sind .... Und wieder war es Meine unendliche Liebe, Meine
Weisheit und Meine Allmacht, die nun Schöpfungen erstehen ließ, um dieses in die
Tiefe Gefallene wieder emporzuziehen, um ihm wieder Licht zustrahlen zu lassen, das
nun wieder freiwillig angenommen werden muß und darum das Wesen endlos lange
Zeit in der Finsternis verharrt, wenn es sich nicht dazu entschließen kann, sich freiwillig
zu öffnen .... Aber daß das Wesen .... einst Mein Lichtträger .... der in ungeahntem Maß
selig gewesen ist, sich nun zu Meinem Gegenpol gewandelt hat, das ist ein solch
gewaltiges Geschehen, daß niemand dafür Verständnis aufbringen können wird, denn er
hat die größte Seligkeit genossen und sie im freien Willen dahingegeben .... Er ist von
der höchsten Höhe herabgestürzt zur tiefsten Tiefe, er hat sich in seinem Wesen völlig
verkehrt und ist urböse geworden .... Aber niemals hätte Ich das Böse erschaffen
können, denn er ging in strahlender Lichtfülle aus Mir hervor sowie auch alle durch
unsere Kraft und Willen entstandenen Wesen. Doch um der Vergöttlichung der
geschaffenen Wesen willen ließ Ich diese Verirrungen zu und wehrte dem freien Willen
nicht, als sich die Wesen von Mir abwandten .... Denn einmal werde Ich es erreichen,
daß sich Mir alles wieder öffnet, um Meine Liebeanstrahlung zu empfangen, und daß es
dann auch wieder unbegrenzt selig sein wird, wie es war zu Anbeginn .... Amen
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9
Begründung der Niederkunft Christi .... Erbarmungsakt .... B.D. Nr. 6130
9.12.1954
Voller Erbarmen sah Ich zur Erde herab auf die geknechtete Menschheit .... Ich sah
ihre große Not, die zwar selbstverschuldet war, doch Ich sah auch die große Schwäche
der Menschen, die darum von ihrer Last niedergedrückt wurden und sich aus eigener
Kraft nicht mehr erheben konnten .... Und Meine Liebe wurde so mächtig, daß sie der
leidenden Menschheit Hilfe bringen wollte .... Meine Liebe war so groß, daß Ich Selbst
zur Erde herniederstieg, um die Menschen von ihrer Sündenlast zu befreien und ihnen
wieder den Weg zu Mir frei zu machen. Meine Niederkunft zur Erde war ein Akt der
Liebe und Barmherzigkeit eures Schöpfers und Vaters von Ewigkeit .... Ich wollte den
Menschen den Frieden bringen, das Heil .... Ich wollte, daß sie sich wieder des Lichtes
und der Kraft erfreuen konnten, die sie verloren hatten durch die Sünde der einstigen
Auflehnung wider Mich .... Die Menschheit steckte so tief in der Finsternis, und sie
konnte aus ihr nicht mehr hinausfinden, weil sie auch völlig kraftlos war .... Es war ein
Zustand größter Unglückseligkeit, denn sie wurden gefangengehalten von einem Herrn,
der sie in seiner Gewalt hatte, der sie ewig nicht mehr freigeben wollte .... Ich aber
besaß auch Anspruch auf euch, weil ihr einst aus Meiner Liebekraft hervorgegangen
waret .... Und Meinen Anspruch gebe Ich nicht verloren .... Ich war bereit, mit Meinem
Gegner zu kämpfen um euch, und kam darum zur Erde, weil nicht die Gottheit diesen
Kampf führen wollte, sondern die Liebe und diese sich nun in einem Menschen
verkörperte .... also gleichsam ein Mensch den Kampf aufnahm mit dem Gegner, Der
Sich als Waffe nur der Liebe bediente .... Die Liebe also führt den Kampf .... die Liebe
bewog Mich, zur Erde zu steigen und in dem Menschen Jesus Wohnung zu nehmen ....
Der Mir mit ganzer Seele ergeben war, Der nach dem Zusammenschluß mit Mir strebte
mit allen Sinnen, Der Selbst die Seele des Lichtes in Sich barg, die ihren gefallenen
Brüdern helfen wollte, daß sie wieder zum Vater, zur Höhe emporsteigen konnten, um
selig zu sein. Das Vollkommen-Gebliebene wollte dem unvollkommen Gewordenen
wieder zur Vollkommenheit verhelfen .... Die Liebe Selbst wollte Sich einsetzen, um
den geknechteten Menschen die Freiheit zu bringen .... Und darum stieg Ich Selbst zur
Erde hernieder, darum verschloß Ich Mich nicht länger den Notrufen, die von der Erde
zu Mir heraufstiegen, Ich kam als Retter und Erlöser, um allen den Frieden zu bringen,
die eines guten Willens sind .... Denn es war die Zeit herangekommen, wo die
Menschheit so tief gesunken war, daß ihr Hilfe gebracht werden mußte, sollte sie nicht
ganz dem Verderben anheimfallen. Und so erfüllte sich, was lange zuvor schon
angekündigt war .... Das Licht kam zur Erde und leuchtete in die Finsternis .... Aber die
Finsternis erkannte das Licht nicht, und nur wenige waren, die es erkannten als den
Retter, Der gesandt war von oben, um die Menschen zu erlösen und allen den Frieden
zu bringen, die eines guten Willens sind .... Amen
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10
Geburt Jesu .... Licht .... (Weihnachten .... ) B.D. Nr. 5832
21.12.1953
Ihr alle sollet heimkehren zum Vater, und ihr alle sollet ewig selig sein .... Und um
dieses Ziel zu erreichen, tue Ich alles, weil Ich euch liebe von Anbeginn und lieben
werde in Ewigkeit. Nimmermehr werde Ich es zulassen, daß Mein Gegner auf ewig von
euch Besitz ergreifet, weil ihr Kinder Meiner Liebe seid und die Liebe niemals ewig
Verzicht leistet auf das, was ihr Anteil ist .... Und so wird es euch auch verständlich
sein, warum Ich Selbst zur Erde niederstieg, inmitten der Welt Meines Gegners zu
Meinen Geschöpfen, die sich abgesondert hatten von Mir. Mein Gegner wollte Mir
Meinen Anteil streitig machen, er wollte es ewig von Mir getrennthalten, und er hatte
Meine Geschöpfe in seiner Gewalt. Also mußte Ich sie aus dieser Gewalt erlösen, wollte
Ich sie wieder zurückholen zu Mir .... Darum stieg Ich zur Erde herab, denn Meine
Liebe zog Mich zu dem unglückselig Gewordenen und wollte ihm wieder unnennbares
Glück bereiten .... Und Meine Liebe fand einen Weg der Rückkehr des Gefallenen ins
Vaterhaus .... Ich Selbst nahm alle Schuld auf Mich Meinem Gegner gegenüber und
zahlte für alle Seelen in der Tiefe den Kaufpreis an ihn .... Ich opferte Mich Selbst, Ich
gab Mein Leben hin am Kreuz .... Und also manifestierte Ich Mich in einem Menschen,
weil das Opferwerk inmitten der Menschen gebracht werden mußte und weil für die
Menschen nur das Bedeutung haben konnte, was ihnen sichtbar vor sich ging .... weil
die Menschen selbst die Schuld hätten zahlen müssen und weil eine solche Sühne ....
von Menschen geleistet .... endlos viele Leiden und Schmerzen im Erdenleben bedeutet
hätte, die Meine Liebe den Menschen abnehmen wollte. Ich kam zur Erde .... Die Liebe
bezog eine menschliche Form; in dem Kindlein Jesus nahm Mein Liebegeist Aufenthalt
zum Zwecke eines Erbarmungswerkes einmaliger Art. Denn was der Mensch Jesus auf
Sich nahm und zur Ausführung bringen wollte, war so gewaltig, daß es nur möglich war
durch Meine Liebekraft, die Sich der Mensch Jesus im Übermaß erwarb, um für Seine
Mitmenschen leiden und sterben zu können. Er vollbrachte das Erlösungswerk mit Mir,
oder Ich Selbst vollbrachte es im Menschen Jesus; also wurde Ich Mensch .... Jesus
wurde Gott, weil Er die Liebe in aller Fülle in Sich barg. Es gibt kein größeres
Mysterium als die Menschwerdung Gottes in Jesus, und doch ist auch dieses Mysterium
begreiflich für den Menschen, der den Begriff „Liebe“ erfaßt hat, der in Meiner
unendlichen Liebe zu Meinen Geschöpfen die Begründung sucht, daß Sich die ewige
Liebe verkörperte in einem Menschen, Der im freien Willen die eigene Vergöttlichung
erreicht hat durch die Liebe .... Ich konnte Mich nur in einem solchen Menschen
manifestieren, und Ich bewies den Menschen durch eine ungewöhnliche Geburt und ihre
Begleiterscheinungen, daß Ich Selbst Mir die rechte Außenform erwählt hatte .... daß
nur eine sündenlose Form Mein Aufenthalt sein konnte, Die aber nun Sich Selbst
freiwillig so gestalten mußte, daß Sie zum Gefäß göttlicher Liebekraft wurde und blieb,
auch als Gegenkräfte auf Sie einwirkten und Mich aus Ihr zu verdrängen suchten. Der
Mensch Jesus mußte die Vergöttlichung anstreben und erreichen und als Mensch die
Sündenschuld tilgen, doch die Liebe bestimmte Ihn zu Seinem Erlösungswerk, das Er
niemals ohne Liebe hätte vollbringen können. Tiefste Finsternis war zuvor (über = d. Hg.)
die Erde gebreitet, denn alle Menschen waren noch dem Fürsten der Finsternis
ausgeliefert, der kein Licht zu ihnen gelangen ließ .... Da stieg das Licht von oben
herab .... und brachte in die Finsternis das Licht, auf daß es nie wieder verlöschen sollte.
Und im Licht wird wandeln, wer des göttlichen Erlösers gedenket, wer sich von Meiner
Liebe erlösen lässet, wer sich unter Sein Kreuz stellt und wer den Weg wandelt, den
Jesus gegangen ist .... den Weg der Liebe und des Leides .... Amen
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11
Der Kampf des „Menschen“ Jesus .... B.D. Nr. 7872
14.4.1961
Als Ich die Erde betrat als Mensch, war der Gottgeist in Mir gewaltig tätig, denn Ich
brachte die Liebe mit zur Erde, die Mich erfüllte von Anbeginn und die nur Meinem
Vater von Ewigkeit galt .... Und so geschahen ungewöhnliche Dinge bei Meiner Geburt,
die ihr Menschen der Jetztzeit nicht mehr glauben wollet, die aber den Menschen, die
um Mich waren, einen Beweis gaben, daß Ich der angekündigte Messias war. Ich
brachte also die Liebe mit zur Erde .... des Lichtes aber mußte Ich Mich begeben, denn
die Menschen hätten die Leuchtkraft nicht ertragen können .... Und Ich mußte nun also
den Kampf mit allem unreifen Geistigen aufnehmen, das über Meinen Körper die Seele
bedrängte, denn Ich mußte als „Mensch“ ausreifen, weil Ich den Menschen den Weg
zeigen wollte zur Vergeistigung, die nur die Liebe zustande bringt. Und also mußte Ich
alles Unreife, das Mich bedrängte, zu sänftigen suchen, ich mußte durch die Liebe, die
in mir war, auf dieses Geistige einzuwirken suchen, daß es von seinem Verlangen
abließ, daß es sich dem Verlangen der Seele unterordnete, daß es also noch in der Zeit
meines Erdenwandels sich vergeistigte und mit der Seele zusammenschloß. Es war
dieser Kampf wahrlich nicht leicht, denn das Menschliche an Mir hatte die gleichen
Begierden, das gleiche Verlangen nach Erfüllung, wie es bei allen Menschen der Fall
war, Ich war trotz meiner Herkunft von oben nicht anders geartet, wie ihr Menschen es
seid .... Es reizte Mich die Welt mit ihren Verlockungen genau so wie euch, nur nahm
Meine Seele Abstand davon, weil durch die in Mir weilende Liebe sie auch erkannte,
welche Gefahren diese weltlichen Verlockungen boten, und weil Ich auch um die
Mission wußte, die Ich als „Mensch Jesus“ zu erfüllen hatte. Aber der Körper verlangte
das Seine, und Mein Kampf war darum oft überaus schwer, dem Begehren der Seele
nachzukommen und allen Versuchungen standhaft zu widerstehen. Doch die „Liebe“ in
Mir gab Mir die Kraft, die Liebe in Mir zog Mich unwiderstehlich zum Vater, und der
Vater versagte Sich Mir nicht, Er erfüllte Mich stets mehr und Er wurde tätig in Mir,
dem „Menschen Jesus“ .... Ich erkannte es, in welcher Not die Menschheit war, der die
Liebe fehlte und die daher ohne Kraft war, den gleichen Versuchungen zu
widerstehen .... Ich wußte es, warum die Menschen ohne Liebe waren und daß sie
beherrscht wurden von dem, der völlig bar jeder Liebe ist .... Also suchte Ich, die
Menschen zu veranlassen, in der Liebe zu leben .... ich lebte ihnen ein Liebeleben vor
und lehrte sie ständig .... Ich gab ihnen die Gebote der Gottes- und der Nächstenliebe ....
Ich suchte ihnen die Auswirkung eines Liebelebens verständlich zu machen und bewies
ihnen diese an Mir Selbst .... Ich heilte Kranke und wirkte Wunder, und Ich konnte
solches tun, weil Ich die Kraft der Liebe tätig werden ließ, denn die Liebe ist Gott, und
Gott Selbst also wirkte durch Mich, weil Er als die „Ewige Liebe“ in Mir war .... Die
Liebe mangelte den Menschen, als Ich zur Erde niederstieg, Mich aber erfüllte sie, denn
Ich war dem Vater in Liebe treu ergeben, Ich war bei Ihm verblieben, als das Heer
urgeschaffener Geister von Ihm abfiel .... Meine Liebe zu Ihm war übergroß und diese
gab Ich nicht hin, als Ich zur Erde niederstieg .... Und Mein ganzer Erdenlebenswandel
war ein unentwegtes Wirken in Liebe .... so daß auch bald der Körper sich dieser Liebe
unterstellte, daß die Seele ihn an sich zog und mit dem Körper gemeinsam sich mit der
Ewigen Liebe in Mir vereinte .... Aber es wäre falsch, zu sagen, daß des
ungewöhnlichen Liebemaßes wegen Mein Erdengang weniger schwer gewesen wäre,
denn Ich stand ungewöhnlich stark unter dem Einfluß der Mich bedrängenden
Ungeister, die sich an Mich hängten und Mich hinabzuziehen suchten .... die Ich auch
nicht abschütteln durfte, weil Meine „Liebe“ in Mir das nicht zuließ, sondern die Ich
sänftigen mußte, die Ich in Liebe dazu bewegen mußte, von Mir abzulassen, denen Ich
auch Meinen Beistand versprach, aus der Tiefe wieder zur Höhe zu gelangen. Kraft
Meiner Macht, die in Mir groß war, konnte Ich diese Ungeister nicht verjagen, und
darum habe Ich weit mehr gelitten, als euch Menschen das verständlich ist, und nur die
große Liebekraft hat Mein Erlösungswerk vollbringen lassen, ansonsten Ich Selbst den
Ungeistern zur Beute geworden wäre, was aber niemals möglich war, weil die Liebe, der
Vater Selbst, in Mir war .... Ihr Menschen nun sollet Mir nachfolgen, ihr sollt gleichfalls
den Kampf aufnehmen gegen alles Ungeistige in und um euch .... Ihr wäret jedoch aus
eigener Kraft nicht fähig, weil ihr die Liebe noch nicht in euch habt, die eure Kraft
vermehrt .... Aber ihr könnt euch nun an Mich wenden und Mich bitten um Zuführung
von Kraft, und sie wird euch wahrlich zugehen als Gnade des Erlösungswerkes, die Ich
für euch durch Meinen Tod am Kreuz erworben habe. Ohne Mich aber werdet ihr nicht
frei von der gegnerischen Macht, ohne Mich ist euer Wille zu schwach, und es mangelt
euch an Kraft .... Ich habe Selbst einen harten Kampf gekämpft gegen Meinen Gegner,
der Mich hindern wollte, das Erlösungswerk zu vollbringen, aber Ich habe den Kampf
bestanden durch die Liebe, und euch will Ich helfen, weil ihr zu schwach seid. Denn ihr
lebet in einer völlig ungeistigen Welt, ihr lebet in der Welt des gefallenen Geistes und
werdet von ihrem Fürsten gefangengehalten. Aber Ich habe euch erlöst aus dessen
Gewalt, und also könnet auch ihr das gleiche vollbringen wie Ich .... daß ihr siegreich
aus dem Kampf gegen alle weltlichen Begierden hervorgeht, daß euer Körper sich mit
der Seele zugleich vergeistigt, daß sie sich vereinigen mit dem Vater von Ewigkeit, weil
ihr dieses Werk nicht mehr allein zu vollbringen brauchet, weil ihr nur zu Mir zu
kommen brauchet, um nun auch die Kraft zu empfangen, um den Weg zurückgehen zu
können zum Vater, von Dem ihr einstens ausgegangen seid. Und diese Kraftzufuhr
bedeutet, daß in euch die Liebe sich entzündet und auflodert zu höchster Glut, daß ihr
durch die Liebe alles Ungeistige in euch selbst zur Ordnung bringet, daß ihr Widerstand
leisten könnet jeglicher Versuchung und daß ihr euch dadurch frei machet von eurem
Gegner .... denn ihr stehet dann auf Meiner Seite, und Ich mache euch wahrlich von ihm
frei .... Amen
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13
Unermeßliche Leiden Jesu Christi .... B.D. Nr. 6045
8.u.9.9.1954
Was Ich für euch erduldet habe, das könnet ihr nicht ermessen, solange ihr auf Erden
weilet; es wird euch aber dereinst offenbar werden, und ihr werdet dann erst Meine
unendliche Liebe begreifen, die dieses Opfer für euch brachte, um euch zu erlösen aus
der Nacht des Todes. Es war wohl das Werk eines Menschen, und ihr Menschen
betrachtet daher „Meinen Opfertod“ am Kreuz als einen Akt menschlichen Fanatismus,
wenn ihr nicht an die Mission des Menschen Jesus glaubt, oder als einen Sühneakt für
die Menschheit, der die ganze Kraft und Überzeugung eines Menschen erfordert hat ....
Aber ihr wisset es nicht, woher der Mensch Jesus diese ungewöhnliche Kraft nahm. Ihr
wisset es nicht, daß es die unendliche Liebe war, die Ihn zu diesem Opfer befähigte, und
daß Er nur durch die Liebe ein Übermaß von Leiden auf Sich nehmen konnte .... und Er
diese Leiden darum freiwillig auf Sich nahm, um die große Sündenschuld der Menschen
zu entsühnen .... Die Außenform des Menschen Jesus, in Dem Ich Selbst Mich
verkörpert habe, erklärte sich bereit, übermenschliche Qualen zu erdulden, weil die
Liebe sie erfüllte .... weil Ich Selbst als die Ewige Liebe alles für euch ertragen wollte,
was ihr sonst als Folge eurer Sünde hättet ertragen müssen Ewigkeiten hindurch .... Die
Liebe zu euch, Meinen von Mir abgefallenen Geschöpfen, konnte auch durch euren
Abfall nicht geringer werden. Und sie fand daher diesen einen Weg, um euch wieder
zurückzugewinnen: Meine Liebe wollte eure Schuld streichen und die Sühne dafür
Selbst leisten .... was aber nur möglich war, wenn diese Liebe sich in einem Menschen
verkörpern konnte, so daß dieser Mensch alle Leiden auf Sich nahm, die ihr Menschen
hättet erdulden müssen um eurer Sünden willen .... Ihr Menschen hattet den Tod zu
gewärtigen, ihr hattet euch das Leben im freien Willen verscherzt .... Und diesen Tod
mußte nun ein Mensch für euch erdulden, wenn ihr wieder zum Leben erweckt werden
solltet .... (9.9.1954) Er gab Sein Leben dahin, für euch, um euch das Leben
wiederzugeben. Und die Liebe zu euch bewog Ihn dazu, die übergroß war .... denn Ich,
als die Ewige Liebe, war Selbst in Ihm .... Und die Kraft der Liebe hat den Menschen
Jesus dazu befähigt, die größten Schmerzen zu erdulden und bewußt in den Tod zu
gehen .... Doch welche Qualen Er ausgestanden hat, welch seelisches und körperliches
Leid Er ertragen hat, das könnet ihr Menschen nicht ermessen, denn er starb nicht für
einen Menschen, sondern für alle und Er nahm die Sünden aller Menschen auf Seine
Schultern, Er leistete die Sühne für alle Menschen, und also waren Seine Leiden darum
übermenschlich, sie überstiegen alle Vorstellungen, die ihr euch von Seinem Leiden und
Sterben machen könnet .... Und alles dieses wird euch dereinst offenbar werden; was ihr
heut noch nicht fassen könnet, das wird euch dereinst berühren wie ein überaus
leuchtender Strahl, der euch zu Boden strecken würde, wenn nicht Meine übergroße
Liebe euch halten und diese Erkenntnis für euch zur Seligkeit werden ließe .... zu einer
Seligkeit, die Lobpreisung und Dank und heiße Gegenliebe in sich schließt, weil ihr nun
erst das Sühneopfer, das Erlösungswerk Meiner Liebe und Erbarmung in seinem ganzen
Umfang ermessen könnet .... Es kann euch aber nicht eher dieser Lichtstrahl treffen, bis
ihr im jenseitigen Reich einen bestimmten Reifegrad erreicht habt, bis die Erlösung
durch Jesus Christus an euch vollzogen ist .... bis ihr Vergebung aller Schuld gefunden
habt durch den lebendigen Glauben an Ihn .... bis ihr also frei von aller Schuld in
Meinem Reich weilen und von Meiner Liebekraft durchstrahlt werden könnet. Solange
ihr Menschen unerlöst seid, ist auch der Kreuzestod des Menschen Jesus für euch nicht
von größerer Bedeutung als der Tod eines jeden anderen Menschen, weil ihr euch von
den unermeßlichen Leiden keinen Begriff machen könnet, deren Anlaß die große
Sündenschuld der gesamten Menschheit war. Doch gewaltig wird euch dereinst die
Erkenntnis berühren, was der Menschensohn für euch getan hat, Der Mir Seinen Körper
zum Aufenthalt gab, auf daß nun Ich Selbst .... die Liebe .... euch Menschen erlöste vom
ewigen Tode .... Amen
««««

15
Karfreitag .... B.D. Nr. 7083
4.4.1958
Gedenket immer nur Meiner endlosen Liebe zu euch, die Mich bewog, das
Erlösungswerk für euch zu vollbringen .... Was der Mensch Jesus auf Erden erlebt und
erduldet hat, das tat Er aus Liebe zu den Mitmenschen, die Er in größter geistiger Not
wußte. Ihm war als Mensch schon das Wissen eigen von der großen Sündenschuld der
Menschen und der Hoffnungslosigkeit, von dieser frei zu werden ohne Hilfe. Dieses
Wissen war die Auswirkung Seines Liebelebens, und darum erbarmte Ihn die
Menschheit, und Er wollte ihr helfen. Zugleich aber erkannte Er auch als Folge Seiner
Liebe, daß Er eine Mission zu erfüllen hatte .... daß Ich Selbst Ihn zur Erde gesandt
hatte, auf daß Er Mir als Hülle dienen und also Ich Selbst das Erlösungswerk zur
Tilgung jener großen Sündenschuld in Ihm vollbringen konnte .... Und dieser Mission
gemäß erfüllte sich Sein Erdenwandel .... ein Weg unermeßlicher Nöte und Leiden, die
Ihn vorerst heranreifen lassen mußten und die schon der Aufenthalt inmitten der
sündigen Menschen Seiner Seele bereitete. Denn Seine Seele kam aus dem Reiche des
Lichtes herab in die Finsternis. Aber die irdische Hülle, welche die Seele barg, mußte
durch jene Leiden und Nöte, durch ständige Kämpfe wider die ihr anhaftenden
Begierden und Leidenschaften vorerst geläutert werden, um nun ein würdiges
Aufnahmegefäß zu sein für Mich Selbst, Der Ich Ihn nun aber voll und ganz erfüllte und
also eins wurde mit Ihm .... Und nun setzte Seine eigentliche Mission ein: den
Menschen Licht zu bringen, ihnen die Wahrheit zu verkünden, das Evangelium der
Liebe zu predigen und ihnen also den Weg zu zeigen und vorzuleben, den auch sie
gehen mußten, wollten sie nach ihrem Tode eingehen in das Reich des Lichtes und der
Seligkeit .... um dann als letztes Seinen Erdenweg zu beschließen mit einem
unvergleichbaren Erbarmungswerk .... mit Seinem bittersten Leidensweg und dem
schmerzvollsten Tode am Kreuz als Opfer für die Sündenschuld der Menschheit .... Und
diese Mission führte wohl ein Mensch aus, aber Ich Selbst war in diesem Menschen,
Ich Selbst als die Ewige Liebe vollbrachte das Werk der Erlösung, denn nur allein die
Liebe war zu einem solchen Opfer fähig, nur die Liebe konnte die Qualen des
Kreuzweges ertragen und nur die Liebe konnte die Kraft aufbringen, geduldig
auszuhalten in vollstem Bewußtsein bis zu Seinem Tode .... Und wenngleich der
Mensch Jesus am Kreuz die Worte ausrief: „Mein Gott, Mein Gott, warum hast Du
Mich verlassen ....“, so war dieser Ausruf doch nur ein Bekenntnis dessen, daß die
Gottheit in Ihm Ihn nicht zu Seiner Tat drängte, sondern daß der Mensch Jesus in völlig
freiem Willen das Opfer brachte für Seine Mitmenschen, daß Ihn die Liebe in Sich zur
Ausführung veranlaßte, Die Ihn aber nicht unfrei machte in Seinem Denken und
Handeln. Die ganze Sündenlast der Menschheit nahm der Mensch Jesus auf Seine
Schultern und ging damit zum Kreuz .... Keiner von euch Menschen kann diesen
Ausspruch in seiner ganzen Tiefe erfassen .... Zwar vollbrachte Ich Selbst das Werk der
Erbarmung, weil auch der Mensch Jesus ohne Liebe nicht wäre fähig gewesen, dieses
Maß von Leiden und Qualen auf Sich zu nehmen .... doch wiederum konnte die
„Gottheit“ nicht leiden, und darum mußte das Maß von Schmerzen und Leiden eine
leidensfähige Seele ertragen, ein Mensch, Dessen Körper schmerzempfindlich war und
Der also gleichsam sühnte, was die gesamte Menschheit an Gott schuldig werden ließ.
Und auch Dessen Seele litt unbeschreiblich, weil sie aus dem Lichtreich kam und schon
die Finsternis auf Erden für sie eine unbeschreibliche Qual bedeutete .... Der Mensch
Jesus war „Mein Sohn, an Dem Ich großes Wohlgefallen hatte ....“ Er war Mir mit allen
Sinnen, mit all Seiner Liebe, zugewandt, Er bewegte Sich inmitten der sündigen
Menschheit, und Seine Seele suchte unausgesetzt Mich, Seinen Gott und Vater von
Ewigkeit, Seine Liebe zwang Mich zu unausgesetztem Einfließen in Ihn, und so also
konnte die Einigung stattfinden von Mensch und Gott, oder auch: Die „Menschwerdung
Gottes“ konnte erfolgen in völlig gesetzmäßiger Ordnung. Denn niemals konnte Ich Mir
eine menschliche Hülle zum Aufenthalt wählen, die nicht pur Liebe gewesen wäre, weil
Ich Selbst Mich nicht mit etwas Unreinem hätte verbinden können .... Und jegliche
unreife Substanz wurde durch den Leidensweg des Menschen Jesus vergeistigt .... und
zugleich die Sündenschuld abgetragen für die gesamte Menschheit, weil Einer aus Liebe
Sich opferte für Seine Mitmenschen. Der Mensch Jesus verherrlichte durch Seinen Tod
Mich Selbst, und Ich verherrlichte Ihn, indem Ich Ihn zur schaubaren Hülle Meiner
Selbst wählte für ewig .... indem Ich Selbst in Ihm zur schaubaren Gottheit wurde für
alle Meine geschaffenen Wesen, die sich der „Anschauung Gottes“ würdig machen. Ihr
könnet, solange ihr auf Erden weilet, euch immer nur Meine endlose Liebe vor Augen
stellen, die euch zur Freiwerdung verhalf durch das Erlösungswerk .... Begreifen aber
werdet ihr diesen Erbarmungsakt erst in seiner ganzen Tiefe, wenn ihr selbst in das
Lichtreich werdet eingegangen sein, wenn das Licht der Erkenntnis euch wieder
durchstrahlt wie einst .... Dann werdet ihr auch selbst teilnehmen können, ihr werdet es
selbst als gegenwärtig erleben und nun erst Meine unendliche Liebe begreifen, die alles
getan hat, um ihre Kinder wieder zurückzugewinnen, die ihr einstens verlorengingen
durch jene große Schuld des Abfalles von Mir .... Amen
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17
Die Liebe vollbrachte das Erlösungswerk .... B.D. Nr. 7986
7.9.1961
Die Liebe des Menschen Jesus zu Seinen Mitmenschen war so groß, daß sie Ihn
bewog, schwerstes Leid auf Sich zu nehmen, um ihnen dadurch zu helfen, weil Er ihre
große geistige Not erkannte, ihre Unseligkeit und ihre Hilflosigkeit, sich von Meinem
Gegner frei zu machen aus eigener Kraft .... Die Liebe des Menschen Jesus gab Ihm
hellstes Licht über den Zustand der Menschen, über dessen Ursache und einzige
Rettungsmöglichkeit .... Die Liebe opferte sich also selbst für deren Erlösung, denn Er
erkannte auch kraft Seiner Liebe die Mission, die Er Selbst übernommen hatte .... Er
wußte es, daß Er Sich Selbst Mir erboten hatte, zur Erde herabzusteigen, in einer
menschlichen Hülle Aufenthalt zu nehmen und diese so zu gestalten, daß sie Mir Selbst
zur Hülle dienen konnte .... dem großen Geist der Unendlichkeit, Der unbegrenzt war,
doch eine menschliche Hülle voll und ganz durchstrahlen konnte. Und also wurde Ich
Selbst Mensch, d. h., Meine Liebekraft, Meine Ursubstanz, erfüllte gänzlich eine
menschliche Form, die eine reine Seele von oben barg .... eine Seele aus dem Reiche des
Lichtes, die sich selbst erboten hatte, für die große Urschuld der gefallenen Geister ein
Sühnewerk zu leisten, wie dies Meine Gerechtigkeit verlangte, um die gefallenen Wesen
wiederaufnehmen zu können in Mein Reich. Der Mensch Jesus war diese Seele des
Lichtes, Er war die menschliche Form, die Ich Mir zum Aufenthalt wählte und in der Ich
Selbst das Erlösungswerk für euch vollbracht habe .... Unermeßliches Leid mußte der
Mensch Jesus erdulden während Seines Erdenwandels, weil Seine Seele die Finsternis
empfand, in der sie weilen mußte, und weil Er Seinen Leidensweg krönte mit Seinem
Tod am Kreuz, der unermeßlich qualvoll war und den Menschen der Vergangenheit, der
Gegenwart und der Zukunft die Freiheit brachte aus den Händen der Macht, die Mir
feindlich gesinnt war und das Geistige einst zur Tiefe hinabgerissen hatte .... Doch Er
muß anerkannt werden als Erlöser Jesus Christus, in Dem die Ewige Gottheit Selbst das
Tilgungswerk für die große Sündenschuld vollbracht hat. Denn erst diese Anerkennung
bringt ihm die Lösung von Meinem Gegner .... Die Anerkennung Jesu als Hülle Meiner
Selbst bedeutet für den Menschen auch das Freiwerden von der einstigen Schuld. Und
diese Anerkennung muß lebendig sein, nicht nur tote Worte, die der Mund ausspricht,
sondern überzeugter Glaube daran, daß Er und Ich eins wurden .... daß Jesus Gott ist,
daß Ich Selbst in dem Menschen Jesus gewesen bin und also Ich Selbst die Menschen
erlöste von Sünde und Tod. Um zu diesem lebendigen, d.h. überzeugten Glauben zu
gelangen, müsset ihr in der Liebe leben .... Ihr müsset dem Menschen Jesus nachfolgen,
Dessen Leben ein unausgesetztes Liebewirken war .... Und wenn ihr nur des Willens
seid, wird Er auch diesen Willen stärken, auf daß ihr euch überzeugt zu Ihm bekennet
und dadurch auch die Gnaden des Erlösungswerkes in Anspruch nehmen dürfet, die
euch volle Erlösung sichern. Ihr sollet wissen um die große Bedeutung Seiner
Niederkunft, um Seine Mission und um das Geheimnis Meiner Menschwerdung in
Ihm .... Ihr sollt wissen, daß Er nur die schaubare Hülle gewesen ist für Mich Selbst, Der
Ich als unendlicher Geist euch nicht schaubar sein konnte und Mir daher Selbst eine
Hülle erwählte, die Ich voll und ganz durchstrahlen konnte, auf daß ihr Mich nun
schauen könnet, wenn ihr dieses Mein Erlösungswerk anerkennet und das Opfer des
Menschen Jesus annehmen wollet .... wenn ihr selbst die Tilgung eurer Urschuld
begehret und darum unter das Kreuz flüchtet mit eurer Schuld. Und sie wird euch
wahrlich abgenommen werden, ihr werdet frei sein und wiedereingehen können in Mein
Reich des Lichtes und der Seligkeit, und ihr werdet Mich Selbst dann schauen können in
Ihm .... in Jesus Christus, in Dem Ich Selbst für euch am Kreuz gestorben bin .... Denn
es war die Liebe, Die in Jesus zur Erde herniederstieg, es war die Liebe, Die Ihn erfüllte
und Die für euch Menschen das schwerste Opfer vollbrachte, und diese Liebe war Ich
Selbst .... Amen
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19
Auferstehung am dritten Tage .... B.D. Nr. 6810
20.4.1957
Wie ihr Menschen euch bekennet zu Meinem Erlösungswerk, das ist
ausschlaggebend, ob ihr an ein Leben nach dem Tode glaubt, an eine Auferstehung aus
dem Grabe und Eintritt in das jenseitige Reich. Denn das Erlösungswerk, Mein Leiden
und Sterben am Kreuz, fand seine Krönung in der Auferstehung am dritten Tage, die
alle Meine Lehren zuvor bestätigen sollte, die den Menschen einen Beweis dafür geben
sollte, daß mit dem Tode des Leibes das Leben nicht beendet ist, sondern nun das
geistige Leben beginnt, sowie der Mensch nach Meiner Lehre lebt. Wohl wird diese
Meine Auferstehung angezweifelt und als Legende nur zur Kenntnis genommen .... Und
sie kann auch nicht bewiesen werden, es können solche Lehren nur geglaubt oder
abgelehnt werden. Und der Glaube ist auch eine Auswirkung Meines Erlösungswerkes
oder ein Zeichen dessen, daß der Mensch erlöst ist durch Jesus Christus .... weil er an
Ihn als den göttlichen Erlöser glaubt und also auch die Gnaden des Erlösungswerkes
auswertet. Daß Mein Leib sichtbar dem Grabe entstieg, bedeutet aber nicht, daß „das
Fleisch“ auferstanden ist, sondern es hatte sich Meine körperliche Hülle völlig
vergeistigt durch das Leiden und Sterben am Kreuz, es war das Geisteskleid, das die
Seele angezogen hatte und das Ich nur deshalb für die Menschen sichtbar sein ließ, um
ihnen zu zeigen, daß der Tod nun alle Schrecken verloren hatte, weil Ich den Tod
besiegte. Mein Erdenwandel sollte den Menschen den Weg aufzeigen, der aus der Tiefe
zur Höhe führte .... An alle Meine Lehren knüpfte Ich die Verheißung, daß ein ewiges
Leben sie erwarte .... Aber Ich forderte den Glauben an Mich in Jesus Christus .... Doch
diesen fand Ich nur wenig, und selbst Meine Jünger waren schwachen Glaubens, und sie
waren zu Tode erschrocken, als Ich Mich Meinen Feinden in die Hände gab .... Ihr
Glaube war noch nicht so stark, daß Ich ein Herr war auch über den Tod, und daher
gedachten sie auch nicht Meiner Worte: „In drei Tagen will Ich den Tempel wieder
aufbauen ....“ Große Betrübnis hatte alle erfaßt, die in Meiner engsten Gefolgschaft
waren, für sie war etwas zusammengestürzt, als sie Meinen Tod am Kreuz erleben
mußten .... Und ihnen wollte Ich zu Hilfe kommen, ihren Glauben wieder zu stärken und
gleichzeitig ihnen den Beweis zu geben, daß Ich ein Herr bin über Leben und Tod ....
Darum ließ Ich etwas sichtbar vor sich gehen, was jedoch allen Seelen beschieden
ist .... daß sie nicht sterben können, sondern erwachen in einem anderen Reiche, das
jedoch beschaffen ist nach ihrem Wandel auf Erden. Die Seele verläßt den Körper,
dieser aber, als noch unausgereift, bleibt zurück, und darum hat der Mensch keinen
Beweis für eine Auferstehung nach dem Tode, der ihm aber auch nicht gegeben werden
kann seiner Willensfreiheit wegen. Ich aber konnte den Leib gleichzeitig erstehen
lassen, weil seine Substanzen sich vergeistigt hatten, und also braucht auch diese Meine
Auferstehung am dritten Tage nicht angezweifelt zu werden. Schauen aber konnten
Mich nicht alle Menschen, sondern nur die Meinen, denen Ich darum erschienen bin,
weil Ich ihnen Meine Auferstehung am dritten Tage angekündigt hatte und weil deren
Reifegrad es auch zuließ .... Die aber Mein Grab leer fanden, suchten sich genügend
andere Erklärungen für das Verschwinden Meines Leibes, und darum war es für diese
kein Glaubenszwang. Ich war auferstanden von den Toten .... Es konnten die Menschen
nur Meinen Leib töten, und selbst dieser unterlag nach Meinem Kreuzestod nicht mehr
den natürlichen Gesetzen, denn er war frei geworden von jeglicher Fessel .... Selten aber
erreicht ein Mensch auf Erden den Reifegrad, daß die Substanzen des Körpers sich der
Seele angleichen können nach dem irdischen Leibestod, und darum ist der Glaube an
eine Auferstehung nur überaus schwach oder mit falschen Begriffen verbunden. Und
darum muß die Erlösung durch Jesus Christus vorangegangen sein, denn ein Mensch,
der noch mit seiner Sündenschuld belastet ist, steht auch noch völlig unter der Gewalt
Meines Gegners .... Und dieser wird jeden Gedanken an eine mögliche Auferstehung
ersticken, er wird den Menschen immer in negativem Sinne beeinflussen und so also
auch Mein Erlösungswerk und Meine Auferstehung ihnen als unglaubwürdig hinstellen.
Daß aber die Auferstehung am dritten Tage doch erfolgt ist, wird kaum ein Mensch
anzweifeln, der voll und ganz sich zu Jesus Christus und Seinem Erlösungswerk
bekennt, denn ihm sagt es Mein Geist, und seine Gedanken werden also von Mir recht
gelenkt, weil Ich durch Meinen Geist in jedem Menschen wirken kann, der wieder zu
Mir in Jesus Christus gefunden hat. Er wird auch den Tod nicht mehr schmecken, denn
er wird zum Leben eingehen, das Jesus Christus ihm verheißen hat .... Er ist dem Tode
entronnen, weil er dem entronnen ist, der den Tod in die Welt gebracht hat. Und er ist
diesem entronnen, weil er zu Mir in Jesus Christus geflüchtet ist. Er ist auferstanden von
den Toten schon mit dem Moment seiner Hingabe an Jesus Christus, er ist nun erst
lebendig geworden, und er wird sein Leben ewig nicht mehr verlieren. Aber auch der
Ungläubige wird nicht vergehen, auch er wird nur seinen irdischen Körper verlieren,
doch nicht die Existenz seiner Seele, nur wird diese in einem Zustand in das jenseitige
Reich eingehen, der gleich ist dem Tode .... Das Grab wird sie noch
eingeschlossenhalten, und wenn nicht Jesus Christus Selbst den Grabstein hinwegwälzt,
wird sie auch in ihrem Grabe verbleiben. Doch der göttliche Erlöser ist für alle
gestorben am Kreuz, und einmal wird für jede Seele die Stunde der Auferstehung
schlagen, denn einmal wird sie selbst rufen nach Mir in Jesus Christus, und ihren Ruf
werde Ich nicht ungehört verhallen lassen .... Dann wird sie dem Grabe entsteigen und
erwachen zum Leben, dann wird das Grabesdunkel von ihr weichen, und sie wird das
Licht schauen dürfen .... Denn Ich bin für alle Menschen gestorben, und auch die in
ihren Gräbern ruhen, werden davon Kenntnis nehmen, daß Ich auferstanden bin von den
Toten und daß Ich auch jedem das Leben gebe, der zu leben begehrt .... Amen
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21
Der Tod ist überwunden .... Macht des Satans gebrochen durch Kreuzestod ....  B.D. Nr. 4997
9.11.1950
In der Stunde der Kreuzigung Christi geschah der große Akt der Erlösung des
Geistigen aus der Fessel des Satans. Es wurde seine Macht gebrochen, er verlor die
Gewalt über das als Mensch verkörperte Geistige, sowie dieser von ihm frei sein wollte.
Durch Seinen Kreuzestod, durch Sein Blut hatte der Mensch Jesus die gesamte
Menschheit losgekauft von dem, der Mein Gegner war und das Geistige nicht freigeben
wollte, das sein Wille unter Nutzung Meiner Kraft ins Leben gerufen hatte. Es war also
kein hoffnungsloser Zustand mehr, in dem sich die Menschheit befand; sie konnte sich
von seiner Macht lösen, so sie den Willen dazu hatte, weil der Mensch Jesus den
Kaufpreis gezahlt hatte mit Seinem Blut ....
Mit dieser Erklärung will Ich euch Menschen verständlich machen, daß ihr nicht
hoffnungslos der Macht des Satans ausgeliefert seid, daß ihr alle euch befreien könnt,
sowie ihr Jesus Christus als Erlöser anerkennet, Der in aller Fülle Meine Liebekraft in
Sich barg, die Ihn zum göttlichen Wesen werden ließ, Das Sich ewig mit Mir vereinte.
Der Satan hat nicht mehr die Macht, eines Menschen Willen zu zwingen, wenn dieser
selbst sich dem göttlichen Erlöser Jesus Christus zuwendet, er kann ihn wohl versuchen
in jeder Weise, jedoch niemals zwangsmäßig auf ihn einwirken, ansonsten seine Macht
noch ungebrochen wäre. Der Tod ist überwunden .... Tod ist ein Zustand völliger
Kraftlosigkeit, ein Zustand des Verderbens und der Finsternis .... Der Tod ist
überwunden, weil Jesus Christus Selbst ihn besiegt hat, weil Er dem das ewige Leben
gibt, der an Seinem Erlösungswerk Anteil nimmt, der also gewillt ist, die von Jesus
erworbenen Gnaden in Anspruch zu nehmen .... der will, daß Jesus auch für ihn
gestorben ist, daß Er auch für ihn Sein Blut vergossen hat, um ihn zu erlösen. Wohl hat
der Satan noch große Macht, doch nur über die Menschen, die keinen Glauben haben an
Jesus Christus, den göttlichen Erlöser. Dort ist seine Macht noch ungebrochen, so lange,
bis auch sie sich unter das Kreuz Christi stellen und Ihn bitten um Hilfe wider ihn. Die
Liebe des Gottmenschen Jesu ist ohne Grenzen, ansonsten Er nicht eins geworden wäre
mit Mir. Und diese Liebe versagt sich keinem, der zu Ihm kommt und um Beistand
bittet. Er steht als Gegner wider den Satan zum Kampf auf, so es nur die Gewinnung
einer gefesselten Seele gilt. Und darum wird jedes Menschen ernstes Gebet um Schutz
und Hilfe wider ihn erhört werden und der Satan nur dann Gewalt haben über einen
Menschen, wenn dieser sich willig ihm überläßt. Ihr Menschen könnet also fest daran
glauben, daß die Liebe Jesu tausendmal stärker ist als die Macht des Satans. Und daß
Seine Liebe jedem gefesselten Wesen gilt, das nur seine Augen aufrichtet zu Ihm in
seiner Not. Der Satan gehet wohl einher wie ein brüllender Löwe und suchet, wen er
verschlinge .... Doch Jesus Christus als eins mit Mir ist auch ein Herr über ihn .... Er ist
der gute Hirt, Der Seine Schäflein hütet vor dem Feind, und zu Seinen Schäflein zählen
alle, die nicht wider Ihn sind. Er gab Sein Leben hin für Seine Schafe .... Also wird Er
auch nicht eines von ihnen in die Klauen des Feindes fallen lassen, so es sich zu Ihm
bekennt im Herzen. Denn Er hat unendlich größere Macht, weil Er eins geworden ist mit
Mir und alle Kraft und Macht von Mir besitzt. Denn Er ist Mein Sohn, Der aus Liebe
die Schuld der Menschheit auf Sich nahm und Sich Selbst Mir zum Opfer brachte. Und
so ihr Menschen Ihn rufet um Hilfe wider euren Feind, wird Er euch auch hören und
dem Satan jede Seele entreißen, die sich ihm entwinden will. Nur euer Wille muß zu
Ihm gerichtet sein, Der die Welt erlöst hat durch Seinen Kreuzestod .... Amen
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22
Kreuzweg über Golgatha .... B.D. Nr. 6512
28.u.29.3.1956
Der Weg zum Kreuz muß unwiderruflich gegangen werden, denn er allein führt euch
zur Pforte der Seligkeit .... Der Weg zum Kreuz ist der Weg der Liebe und des Leides ....
es ist der Weg zu Jesus Christus, es ist der Weg nach Golgatha .... Jesus Christus Selbst
ging ihn für euch, dennoch müsset ihr Ihm nachfolgen und alles auf euch nehmen, was
euch beschieden ist .... Doch wollet ihr ernsthaft den Weg zum Kreuz nehmen, zu Ihm,
dem göttlichen Erlöser, dann schreitet Er auch sicher euch zur Seite, denn jeden, der zu
Ihm kommen will, den fasset Er an der Hand und hilft ihm, so er schwach wird. Ihr
müsset den Weg über Golgatha nehmen, wollet ihr zum Tor der Seligkeit gelangen. Alle
Leiden und Schmerzen des göttlichen Erlösers Jesus Christus müsset ihr euch
veranschaulichen und euch sagen, daß Er sie für euch getragen hat .... Ihr müsset Ihn
gleichsam begleiten in Gedanken auf diesem Wege und bei Ihm verweilen bis zur
Stunde Seines Todes .... Sein Leid muß euer Leid sein, daß es euer Herz trifft und die
Liebe in euch zu heller Glut auflodern lässet .... Ihr müsset mit Ihm leiden wollen in der
Erkenntnis, daß es eure Sünden sind, für die Er gelitten hat und gestorben ist am
Kreuz .... Und so nehmet ihr auch teil an Seinem Erlösungswerk, und ihr werdet zu
lebendigen Bekennern Seines Namens. Es kann niemand zur Seligkeit gelangen, der
sich nicht auseinandersetzet mit diesem größten geistigen Erlebnis, mit einer Tat, die
ihresgleichen sucht .... Es kann keiner erlöst werden, der das Erlösungswerk selbst noch
nicht gedanklich erlebt hat, der also einmal den Weg zum Kreuz genommen hat, um nun
in aller Stille sich Jesus auf dem Kreuzgang anzuschließen und bei Ihm zu verbleiben
bis zu Seinem Tode .... Immer wieder müsset ihr Menschen euch diesen Vorgang ins
Gedächtnis rufen, und immer tiefer wird eure Liebe werden zu Dem, Der für euch
gelitten hat und gestorben ist am Kreuz .... Es ist dieser Kreuzgang zu Ihm und mit Ihm
unerläßlich, denn dann erst dringet ihr ein in das große Geheimnis der Menschwerdung
Gottes und Seines Erlösungswerkes; dann erst wird euch bewußt, was der Mensch Jesus
getan hat für euch, und dann erst werdet ihr rechte Nachfolger Jesu werden, weil euch
die Liebe zu Ihm antreibt, weil ihr nicht mehr von Seiner Seite gehen wollet, weil ihr
dann auch bereit seid, größtes Leid zu tragen, um euch an Seinem Erlösungswerk zu
beteiligen .... Es dürfen für euch die Vorgänge der Kreuzigung Jesu nicht nur Worte
bleiben, ihr müsset sie lebendig werden lassen in euch, ihr müsset euch hineinversenken
in das übergroße Leid, das Er getragen hat, und darum oft den Weg zum Kreuz nehmen
in Gedanken .... Und das Kreuz wird für euch ein leuchtendes werden, das hinweiset zur
Pforte der Seligkeit. Dann erst werdet ihr lebendig Seinen Namen vertreten können,
dann erst werdet ihr selbst von „Erlösung“ sprechen können, dann wird eure Seele
angerührt werden von der übergroßen Liebe des göttlichen Erlösers, dann aber lässet sie
nimmermehr von Ihm, (29.3.1956) und dann wird sie an Seiner Seite das Lichtreich
betreten können nach dem irdischen Ableben, weil ihr Weg über Golgatha führte. Und
namenlose Seligkeit wird ihr beschieden sein, denn sie ist nun zum wahren Leben
erwacht, sie hat den Tod überwunden dank Dessen, Der für sie gestorben ist .... Das
Erlösungswerk Jesu Christi ist von so großer Bedeutung, daß Seines Kreuzestodes
immer wieder und in aller Innigkeit gedacht werden muß, daß der Mensch sich immer
wieder Sein Leben und Sterben vorstellen sollte, um einzudringen in das Mysterium
Seines Liebewerkes, denn je mehr er sich bewußt wird des Liebewerkes Jesu, desto
mehr entflammt auch seine Liebe auf zu Ihm, und die Liebe drängt ihn nun von selbst
zum Kreuz, die Liebe nimmt auch die Leiden eines Kreuzganges auf sich, die Liebe ist
zu allem bereit, um das Opfer Jesu Christi auszuwerten und gleichsam selbst daran
teilzunehmen, denn die Liebe opfert sich selbst .... Amen
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24
Der Geist Jesu Christi ist die Liebe .... Gottes Gegenwart .... B.D. Nr. 7446
4.11.1959
Niemand wird ohne Jesus Christus selig .... Immer wieder wird euch das gesagt, denn
ihr Menschen seid noch nicht sehr vom Geist Jesu Christi durchdrungen, ansonsten ihr
nicht in Glaubensschwäche und Kraftlosigkeit dahingehen würdet, selbst wenn ihr den
Willen habt, zu den Meinen zu gehören. Der Geist Jesu Christi ist der Liebegeist, von
dem Er so völlig durchdrungen war, daß Meine Gegenwart in Ihm also möglich wurde,
oder auch: Mein Liebegeist durchdrang Ihn, und so war Ich Selbst es, Der in Ihm war.
Der göttliche Liebegeist muß vorerst in euch wirken können, dann erst werdet ihr sagen
können: „Jesus Christus ist in mir .... Gott Selbst ist mir gegenwärtig ....“ Und Ich will
in euch gegenwärtig sein. Und euer ganzes Dasein ist daher eine Kette von Erlebnissen,
die alle geeignet sind, euch Mir in Liebe zu nähern und so Meine Gegenwart möglich zu
machen .... Denn ihr werdet ständig zum Liebewirken angeregt, und so ihr dieses übet,
wird euch der göttliche Liebegeist stets mehr durchstrahlen, und ihr werdet mit Mir in
Jesus Christus verbunden sein, und Ich werde euch mit Kraft und Licht erfüllen, weil Ich
euch gegenwärtig sein kann .... Aber lebendig muß dieses Verhältnis sein zwischen
euch und Mir, ansonsten auch euer Glaube ein toter ist, ansonsten Ich euch nicht
gegenwärtig sein kann .... Und in der Liebe nur wird euer Glaube das wahre Leben
finden .... Lasset die göttliche Liebe Selbst in euch sein, denn mit jedem Werk der Liebe
ziehet ihr Sie an euch heran, und so ihr also in der Liebe lebet, lebet ihr auch mit Mir,
Der Ich die Ewige Liebe bin .... Und Ich verlasse euch ewig nicht mehr, auch dann nicht,
wenn ihr Meine Nähe nicht zu spüren vermögt .... Ich bin bei euch, die ihr eines guten
Willens seid .... Aber denket immer darüber nach, warum ihr Mich oft nicht zu spüren
vermögt. Denket darüber nach, daß Meine Liebe nicht wirksam werden kann,
wenngleich sie euch immer gilt, daß Meine Liebe erst dann von euch empfunden wird,
wenn ihr selbst sie erwidert und ihr Mir also mit heißer Liebe entgegenkommet, die Mir
dann die spürbare Gegenwart gestattet. Es ist kein Zurückziehen Meiner Liebe von euch,
nur eine Unwirksamkeit, die ihr selbst veranlaßt, wenn ihr es an Liebewirken mangeln
lasset, aber immer wieder wirke Ich von innen auf euch ein, die Liebe zu üben, und
immer wieder werdet ihr Mich dadurch in eure Nähe ziehen und sagen können: Jesus
Christus, die verkörperte Liebe, ist in mir und mir gegenwärtig .... Und wenn ihr diese
Meine Gegenwart nicht spüret, so bemüht euch immer nur, ein Leben in der Liebe zu
führen, und ihr werdet es innerlich fühlen, daß ihr Mir verbunden seid, es wird euch
Meine Gegenwart nicht mehr zweifelhaft erscheinen, ihr werdet reden können in aller
Innigkeit, wie ein Kind mit seinem Vater redet .... und euer Glaube wird fest und
unerschütterlich werden, weil er durch die Liebe lebendig ist .... Amen
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25
Wesenswandlung zur Liebe mit Hilfe Jesu Christi .... B.D. Nr. 8019
15.10.1961
Der Erdenlebensweg als Mensch ist die letzte kurze Phase eures Entwicklungsganges
von der tiefsten Tiefe zur Höhe .... Ob er euch aber den Abschluß bringt, das bestimmet
ihr selbst als Mensch, wo euch wieder der freie Wille zurückgegeben ist und ihr diesen
nun recht richten müsset, um zur letzten Vollendung zu gelangen. Darum tragt ihr eine
große Verantwortung, weil ihr euer Los entscheidet für wieder endlos lange Zeit oder
für die Ewigkeit .... Ihr könnet bei recht gerichtetem Willen frei werden von jeglicher
Außenform, wenn ihr euren irdischen Leib verlasset; ihr könnt aber auch erneut die
härteste Außenform beziehen, wenn ihr die Freiheit eures Willens mißbrauchet, wenn
ihr das Erdenleben nicht auswertet, wenn ihr nicht die Umgestaltung eures Wesens
vollzieht, das wieder zur Liebe werden muß, wie es war im Anbeginn .... Diese
Umgestaltung eures Wesens zur Liebe ist einziger Zweck eures Erdenlebens als
Mensch, und ihr habt auch stets die Möglichkeit, dieses Werk der Umgestaltung zu
vollbringen, weil Ich euch wahrlich jegliche Unterstützung zuteil werden lasse .... Denn
Ich sehne Mich nach Meinen Geschöpfen, daß sie als „Kinder“ zu Mir zurückkehren,
und Ich tue wahrlich auch alles, daß sie ihr Ziel erreichen .... aber Ich mache nicht ihren
Willen unfrei .... Sie selbst müssen zu Mir zurückkehren im freien Willen, so wie sie
einst von Mir gegangen sind und dadurch in die tiefste Tiefe stürzten. Ich trage allen
Schwächen und Fehlern Rechnung, Ich helfe nach, wo ihr Menschen allein zu schwach
seid; Ich offenbare Mich euch, auf daß ihr Mich erkennen und lieben lernet; Ich
überschütte euch mit einem Gnadenmaß, das unbegrenzt ist, das ihr nur zu nützen
brauchet, um zu Überwindern werden zu können im Erdenleben .... Denn ihr müsset
einen Kampf führen mit Meinem Gegner, der euch nicht freigeben will, der aber
gleichfalls euren freien Willen nicht bestimmen kann, wenn dieser sich abwendet von
ihm .... Ihr müsset gegen alle Triebe und Begierden ankämpfen, die eurer Seele noch
anhaften .... ihr müsset des festen Willens sein, vorwärtszuschreiten und den
Erdenlebensweg mit Erfolg zurückzulegen .... Ihr müsset zu Mir verlangen, und
wahrlich, Ich werde euch entgegenkommen und euch zu Mir ziehen, um euch ewiglich
nicht mehr zu lassen. Denn Ich liebe euch, und darum ersehne Ich eure Rückkehr zu
Mir .... Und niemals brauchet ihr zu fürchten, daß euch die Kraft mangelt für eure
Vollendung, denn Einer hat sie für euch erworben durch Seinen Tod am Kreuz .... Jesus
Christus, Der euch erlöste von Sünde und Tod .... Und dieser Eine wird euch die Gnaden
Seines Erlösungswerkes zuwenden, wenn ihr nur sie anfordert, wenn ihr es wollet, daß
Er auch eure Sündenschuld getilgt haben möge, und wenn ihr Ihn bittet um Stärkung
eures Willens, das Umgestaltungswerk zur Liebe auf Erden zu vollbringen .... Sowie ihr
euch an Ihn wendet, erkennet ihr auch Mich wieder an, und dann ist auch eure Rückkehr
zu Mir gesichert, eure Heimkehr ins Vaterhaus, das ihr einst freiwillig verlassen
hattet .... Ihr könnet wahrlich während des kurzen Erdenlebens das letzte Ziel erreichen,
wenn ihr nur Jesus Christus anerkennet als Erlöser der Welt, Der Mich Selbst in aller
Fülle in Sich barg .... Denn durch diese Anerkennung und die Bitte um Vergebung eurer
Schuld ist eure Ursünde des Abfalles von Mir getilgt .... weil der Mensch Jesus dafür am
Kreuz gestorben ist, daß Er mit Seinem Blut die große Schuld sühnte um der
Gerechtigkeit willen .... Ihr selbst hättet niemals diese Schuld abtragen und dafür Sühne
leisten können, darum starb Ich Selbst in dem Menschen Jesus den Tod am Kreuz, weil
nur die Liebe eine solche Schuld entsühnen konnte, die der Mensch Jesus für Seine
leidenden Brüder aufbrachte und die Ihn erfüllte und alle Leiden und Schmerzen auf
Sich nehmen ließ .... Die Liebe aber war Ich Selbst .... Und darum wurde für euch
Menschen der Weg wieder frei zu Mir, ihr könnt zurückkehren in euer Vaterhaus, Ich
kann euch wieder annehmen als Meine Kinder, weil eure Schuld getilgt ist durch Jesus,
wenn ihr Ihn anerkennet und also Mich in Ihm, denn Er und Ich sind eins .... wer Ihn
anrufet, der rufet Mich an, und wer Ihn einst schauen darf, der schauet Mich von
Angesicht zu Angesicht .... Amen
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27
Werktätige Nächstenliebe .... Zusammenschluß mit Gott .... B.D. Nr. 4474
2.11.1948
Werktätige Nächstenliebe verbindet euch mit Mir. Darum sollet ihr sie üben,
ansonsten Ich nicht in eurer Nähe weilen kann, ansonsten Ich euch nicht gegenwärtig
bin. Wie aber sieht es in der Welt aus? Wie weit sind die Menschen von Mir entfernt,
weil sie ohne Liebe dahinleben, weil sie nur ihr eigenes Wohl im Auge haben und der
Not der Mitmenschen nicht achten. Sie sind fern von Mir .... Ihr Menschen wisset nicht,
was das bedeutet, wenn Ich euch nicht gegenwärtig sein kann, ihr wisset nicht, wie
kraftlos ihr seid, wie wenig ihr tun könnet für eure geistige Entwicklung, die doch das
Ziel und der Zweck eures Erdenlebens ist. Ihr seid ohne Licht und ohne Kraft,
wenngleich ihr auf Erden machtvoll seid und irdisch Großes schaffet. Habt ihr die Liebe
nicht, dann ist all euer Streben auf Erden nichtig, denn der Leibestod macht allem ein
Ende, ihr müsset alles zurücklassen, was ihr auf Erden euch geschaffen habt, denn nur
Werke der Liebe folgen euch nach in die Ewigkeit. Und Ich will euch doch gewinnen
für die Ewigkeit, Ich will, daß ihr euch in den Strahlen Meiner Liebesonne wärmet, daß
ihr lebet in Licht und Seligkeit, daß ihr nach Mir Verlangen traget und Ich euer
Verlangen stillen kann, stets und ständig. Ich will euch zu Anwärtern Meines Reiches
machen und euch besitzen auf ewig .... Und alles dieses ist euer Anteil, sowie ihr in der
Liebe tätig seid, sowie ihr werktätige Nächstenliebe übet und also Mich zu euch ziehet,
Der Ich Selbst die Liebe bin. Machet eine Probe, bringet den Willen auf, Dienste der
Nächstenliebe zu verrichten, im Gedanken an Mich teilet Gaben aus, die ihr selbst von
Mir empfangen habt und die euch selbst beglücken, lasset niemals den Nächsten darben,
so er euch bittet um Gaben der Liebe, stellet eure Ichliebe zurück, und ihr werdet den
Erfolg spüren, indem ihr gedanklich euch mit Mir befasset, indem ihr nach der Wahrheit
suchet und sie auch finden werdet, denn dann werdet ihr von selbst in der Liebe leben,
weil Meine Nähe euch dazu treibt. Mit Meiner Nähe beglücke Ich jeden, der um Meines
Wortes willen in der Nächstenliebe tätig ist. Haltet dieses Gebot, und so ihr es als
einzigstes erfüllet, wird es wahrlich genügen, euch Meine Nähe zu sichern. Und seid ihr
Mir also verbunden, dann seid ihr auch gewonnen für das geistige Reich. Ihr müsset
dieses Gebot erfüllen, wollet ihr selig werden .... ihr müsset einander helfen, in geistiger
wie auch in irdischer Not, auf daß auch Ich dann euch helfen kann im selben Maß. Ich
kann euch erst dann nahetreten, wenn ihr Mir eure Liebe beweiset, indem ihr sie dem
Mitmenschen gegenüber äußert. Ihr seid alle Meine Geschöpfe, ihr seid Meine Kinder
und Ich euer Vater von Ewigkeit, und also sollet ihr auch untereinander euch behandeln,
daß ihr einander Gutes tut, daß ihr Not lindert und Hilfe leistet, wo sie benötigt wird.
Dann werde Ich euch ständig gegenwärtig sein, und ihr werdet im Bewußtsein Meiner
Gegenwart schon auf Erden den Frieden finden, den Ich euch verheißen habe .... Amen
««««

28
Gottes Liebe bestimmt das Schicksal des Menschen .... B.D. Nr. 3317
4.11.1944
In unverminderter Kraft strömt Meine Liebe gleichfort Meinen Geschöpfen zu, und
diese Liebe lenkt auch das Schicksal des Menschen auf Erden. Immer setze Ich das
geistige Ausreifen dessen allem zum Ziel, was geschieht. Jedoch Ich nehme Anteil an
jedem Geschehen und dessen Auswirkung. Ich begleite den Menschen stets und ständig,
fühlbar für ihn, wenn er sich Mir hingibt, oder auch unbemerkt, wenn er keine Fühlung
mit Mir sucht. Niemals lässet Meine Liebe zu Meinen Geschöpfen nach, und diese
Liebe müsset ihr Menschen immer als Grund gelten lassen, ob Freude oder Leid euch
auf eurem Erdenwege begegnet, denn Ich weiß wahrlich am besten, was euch dienlich
ist für euer geistiges Ausreifen. Und darum dürfet ihr niemals verzagt oder enttäuscht
sein von eurem Schicksal, denn da Meine Liebe es bestimmt hat, ist es gut für euch,
wenngleich ihr es zuweilen schmerzlich empfindet. Meine Liebe gilt euch seit Ewigkeit,
doch ihr fasset dies nicht, solange ihr euch nicht selbst zur Liebe gewandelt habt; Meine
Liebe bleibt gleichfort dieselbe, und die Innigkeit Meiner Liebe kommt zum Ausdruck
in Meinem Heilsplan, der jeglichem Geschehen und jeglichem Schöpfungswerk
zugrunde liegt. Wollte Ich euch nicht retten aus geistiger Not, wollte Ich euch nicht zu
Mir ziehen, weil Ich euch liebe, so wäre die gesamte Schöpfung nicht, denn sie hat
allein diese Annäherung von euch an Mich zum Zweck. Und so wie die gesamte
Schöpfung entstanden ist aus Meiner Liebe zu dem Geistigen, das von Mir abgefallen
ist, so wie Ich für euch unfaßbare und unübersehbare Werke entstehen ließ zum Zwecke
der Rückgewinnung dieses Geistigen, so ist auch das Erdenleben des Geistigen in der
Verkörperung als Mensch von Meiner Liebe gelenkt und jede Einzelheit des Lebens
vorausbestimmt, auf daß ihr das letzte Ziel erreichet, mit Mir euch wieder
zusammenzuschließen. Doch ihr müsset wissen und glauben, daß Meine Liebe euch
umgibt immer und ewig, und diese Liebe auch erkennen im Leid, in für euch schwer
tragbaren Lebensverhältnissen, in irdischen Mißerfolgen, in Krankheit und Unglück
jeglicher Art. Wenn Meine Liebe dies nicht für euch als heilsam erkennen würde, dann
würde es euch wahrlich nicht beschieden sein. Ich aber wende Mittel an, die euch Erfolg
eintragen können, weil Meine Liebe zu euch übergroß ist, ihr aber in Gefahr seid, Mir
verlorenzugehen, so Ich euch alles erspare, was euch auf Erden bedrückt. Vertrauet Mir
und Meiner Liebe, die nie aufhört .... Und gebet euch schrankenlos Meiner Führung hin,
lasset Mich sorgen in jeder irdischen Not, und denket nur an euer Seelenheil. Schaffet
emsig für eure Seele, strebet Mein Reich an, das nicht von dieser Welt ist, und
überlasset Mir jegliche Sorge um euer Erdendasein. Es ist nicht mehr lang, und jede Zeit
sollet ihr nützen und geistig streben. Ich allein weiß um eines jeden Menschen
Lebenslauf, und dieser wird nach Meinem Willen zurückgelegt, also ist jede ängstliche
Sorge unnötig, weil ihr nichts ändern könnt, was Ich bestimmt habe, also auch nichts
verbessern könnt durch eure ängstliche Sorge. Nur seid liebevoll gegeneinander, helfet,
wo ihr helfen könnt, und wo eure Kraft nicht ausreichet, dort vertrauet auf Meine Hilfe,
denn Meine Liebe ist immer für euch bereit und sie lässet euch nicht länger in der Not,
als es dienlich ist für eure Seele. Und wenn euch euer Schicksal hart dünkt, auch dann
dürfet ihr nicht an Meiner Liebe zweifeln. Denn kann wohl etwas über euch kommen
ohne Meinen Willen? Und Mein Wille ist von Meiner Weisheit und Liebe bestimmt, die
allem, was geschieht, zugrunde liegen. Selbst das Schlechte lenkt Meine Liebe zu euch
zum Guten für eure Seele, so ihr euch nicht Meinem Willen widersetzet, so ihr
widerstandslos und ergeben alles entgegennehmet und traget, was Ich euch sende ....
Und darum banget nicht, und seid nicht verzagt, Meine Liebe ist ständig bei euch, weil
sie nie und nimmer geringer werden kann, als sie war von Ewigkeit .... Nur trachtet
danach, daß ihr diese Liebe zu spüren vermöget, indem ihr einen Lebenswandel führet
nach Meinem Willen, indem ihr euch in der Liebe übet und dadurch Meine Liebekraft in
euch aufnehmen könnt. Denn ob ihr euch für Meine Liebeausstrahlung empfänglich
macht oder nicht, das steht euch völlig frei .... Euer Leben aber ist um vieles leichter, so
ihr euch von Meiner Liebe geführt und betreut wißt, so ihr Mich fühlet und in allem
Meine Liebe erkennet. Darum bleibet verbunden mit Mir durch Gebet und
Liebeswirken, und ihr werdet Kraft empfangen für euren Erdenlebensweg und nichts zu
fürchten brauchen, was auch kommen mag, denn Ich Selbst leite euch bis zu eurem
Lebensende .... Amen
««««

30
Kreuzgang .... Kreuzträger Jesus Christus .... B.D. Nr. 6378
15.10.1955
Traget euer Kreuz in Geduld, denn es ist nicht schwerer, als ihr zu tragen fähig
seid .... Niemand braucht unter seiner Kreuzeslast zusammenzubrechen, weil Einer ist,
Der ihm tragen hilft, wenn er nur diesen Einen anruft, wenn er sich seiner Schwäche
bewußt ist und vertrauensvoll zu Dem hingeht, Der ihm Kraft und Stärkung geben kann
und es auch tut, sowie Er darum angegangen wird. Wer aber glaubt, göttliche Hilfe nicht
zu benötigen, wer sich selbst stark genug fühlt, wer keinen Herrn über sich anerkennen
will, der wird sehr oft die Last des Kreuzes zu spüren bekommen, denn durch diese
Kreuzeslast wirke Ich Selbst auf solche Menschen ein, um ihnen den Gang zu Mir
leichter zu machen, weil Ich ihre Anerkennung fordern muß, um ihnen dereinst ein
seliges Leben bereiten zu können. Traget euer Kreuz in Geduld, denn ihr gehet dann
schon einen Kreuzgang, der für euch zum Segen sein kann. Doch ihr könnet auch
aufbrausen und euch empören wider euer Schicksal .... Dann seid ihr in arger Gefahr,
denn dann seid ihr schon eine Beute Meines Gegners, wenn euch auffällig schnell Hilfe
kommt, wenn ihr ledig werdet jeglicher Last .... denn dann hilft er euch, weil ihr euch
gegen Mich empöret, Der Ich euch das Kreuz auferlegte zu eurem Heil. Ich bin für euch
den Weg zum Kreuz gegangen, Ich bin Selbst unter der Last des Kreuzes
zusammengebrochen, weil es unermeßlich schwer war .... aber Ich tat es für euch, daß
ihr nicht so schwer zu tragen haben solltet, daß es für euch jederzeit tragbar sein
sollte .... Darum gehe Ich als unsichtbarer Kreuzträger neben euch, und jede
hilfesuchende Wendung zu Mir wird euch auch Mich bereit finden, euch die Last
abzunehmen. Doch wer verstockt dahingeht, wer Meine Hilfe nicht in Anspruch nimmt,
der wird sie stets schwerer empfinden .... Aber sein eigener Wille bestimmt die Schwere
seiner Kreuzeslast .... und es soll sich der Mensch hüten, durch Unwillen und
überhebliche Gesinnung den heranzurufen, der nur auf den Moment wartet, wo er
einspringen kann, der aber keine Hilfe bieten, sondern nur euch verderben will .... Ich
bin euch den Weg vorangegangen, und Ich fordere euch immer wieder zur Nachfolge
auf .... Ich habe Mein Ziel erreicht, indem Ich als Mensch Jesus Mich vereinigt habe mit
dem Vater, Der von Meinem Körper Besitz nahm und Mich mit Licht und Kraft
erfüllte .... Auch euer Weg kann zu diesem Ziel führen, auch ihr könntet zu
unermeßlicher Seligkeit gelangen, wenn ihr euch bemühtet, Mir nachzufolgen, was aber
auch das Tragen einer Kreuzeslast in sich schließt .... Aber ihr brauchet nicht allein zu
gehen, ihr habt in Mir immer einen Begleiter, Der euch stützt und euch tragen hilft,
sowie ihr nur bewußt euch Mir anvertraut und Meine Hilfe erbittet .... Ihr werdet aber
wenig Fortschritt erzielen, wenn euer Erdenleben leicht und sorglos ist, wenn ihr nicht
durch das Tragen einer Kreuzeslast die Seele von Schlacken befreiet, die ihr sehr lange
hinderlich sind zur Lichteinstrahlung. Von diesen Schlacken sollet ihr eure Seele
erlösen, was euch nicht schwerfallen wird, wenn ihr den göttlichen Erlöser Jesus
Christus um Hilfe rufet .... Darum aber lege Ich euch Menschen ein Kreuz auf, damit ihr
Seiner gedenket .... Durch die Kreuzeslast will Ich euch rufen zu Mir, die ihr selbst zu
lau seid, den Weg zu Mir einzuschlagen .... Ich will euch in Erinnerung bringen, was Ich
für euch getan habe durch Meinen Kreuzgang, durch Mein Leiden und Sterben am
Kreuz .... So es euch gutgeht auf Erden, gedenket ihr nur wenig Meiner größten
Liebetat .... Erst wenn euch selbst das Kreuz drückt, wendet ihr eure Augen zu Mir, und
dann erkennet ihr Mich auch an, wenn ihr Mich um Hilfe bittet .... Dann geht ihr bewußt
den Weg der Nachfolge Jesu, wenn ihr euch beuget unter Meinen Willen, wenn ihr
gedenket Meines Kreuzganges, Meiner unermeßlichen Leiden, aber auch Meiner Liebe,
die sich für euch aufgeopfert hat .... Amen
««««

32
Vaterworte der Liebe .... B.D. Nr. 2752
24.5.1943
Bleibet Mir nur in Liebe ergeben, dann habt ihr nichts zu fürchten, was auch kommen
mag. Und vergesset nicht, daß Ich euer Schicksal lenke, daß alles gut ist so, wie es über
euch kommt. Vergesset nicht, daß Meine Liebe euch das Leben so gestaltet, wie es gut
ist für eure Höherentwicklung. Glaubet an Meine Liebe, dann werdet ihr auch alles
verstehen lernen, ihr werdet das Schwerste ertragen in Geduld, und ihr werdet in
Zuversicht Meine Hilfe erwarten, so euch das Leben unerträglich erscheint. Meine Liebe
und Mein Wille gelten ja nur eurer Vollendung, und Meine Weisheit erkennt die Mittel
und Wege für euch; und darum vertrauet Mir, daß Ich nur auf euer geistiges Wohl
bedacht bin und nichts über euch sende, was diesem nicht förderlich wäre. Werdet wie
die Kinder, lasset euch führen von Mir ohne Widerstreben, immer in der Hoffnung und
im Glauben, daß Ich euch keinen falschen Weg gehen lasse, selbst wenn der Weg steinig
und mühevoll ist. Eure Seele dankt es Mir dereinst, daß Ich euch leiden ließ während
eures Erdenlebens. Was ist das kurze Erdenleben, gemessen an der Ewigkeit .... wo euch
Herrlichkeiten erwarten, von denen ihr euch als Menschen keinen Begriff machen
könnt. Warum verzagt ihr, so ihr an Mich glaubt? .... Ich bin die Liebe .... und die Liebe
lässet euch wahrlich nicht leiden, wenn ihr dieses Leid nicht benötigen würdet für eure
Seele .... Ich lasse euch leiden, weil Ich euch liebe und euch helfen will und weil ihr
anders nicht zu Mir findet. Euer Weg ist dornig und mühevoll, doch der breite gangbare
Weg führt nicht zu Mir, sondern ins Lager Meines Gegners, und Meine Liebe kann es
nimmermehr zulassen, daß ihr diesen Weg beschreitet, der unweigerlich ins Verderben
führt. Vertrauet Mir und gebt euch willig in Meine Hände, nehmet das Kreuz auf euch
und bittet Mich, daß Ich es euch tragen helfe; werdet nicht mutlos und verzagt, sondern
freuet euch, daß ihr durch das Leid Meiner Liebe inne werdet, die ihr in jedem Leid
erkennen sollt. Seid geduldig und erwartet Meine Hilfe, die euch gewiß ist, so ihr nur
glaubt .... Und so euch eine Schwäche befällt, so ihr wankend werdet im Glauben, dann
betet .... Rufet Mich an, daß Ich euch stärke, sendet nur einen Gedanken zur Höhe, zu
Mir, und empfehlt euch Meiner Gnade .... Und Ich werde euch wahrlich nicht
ungetröstet lassen, Ich werde euch stärken, und eure Seele wird fröhlich sein. Denn sie
spürt Meine Nähe, und sie empfindet die Kraft, die ein inniges Gebet zu Mir ihr einträgt.
Solange ihr mit Mir Zwiesprache halten könnt, seid ihr nicht einsam und verlassen, denn
Ich höre euch jederzeit, und Ich bin ständig auf eure Seele bedacht, daß sie ausreife,
solange ihr noch auf Erden wandelt. Und Ich helfe euch, auch wenn eurem Körper die
Hilfe nicht spürbar ist .... Ich helfe dem, was unvergänglich ist, weil dieses
Unvergängliche zu Mir gehört und also auch zu Mir gelangen soll. Und so sollet ihr
allzeit Meine Liebe erkennen und ergeben alles aus Meiner Hand entgegennehmen, sei
es Freude oder Leid .... Eure Not auf Erden ist gering zu nennen, gemessen an der Not
im Jenseits, die Ich euch ersparen will, indem Ich euch auf der Erde hart anfasse. Seid
gläubig und vertrauet Mir .... Einst werdet ihr erkennen, daß nur die Liebe Mich
bestimmte, die Erde mit so großem Leid heimzusuchen, daß Ich euch durch eine harte
Schule gehen ließ, um euch zu gewinnen für Mein Reich, um euch zum ewigen Leben in
Glückseligkeit zu verhelfen in diesem Reich. Solange euch die Erdenschwere noch
drückt, erkennet ihr noch nicht restlos die Liebe eures Vaters zu euch, doch Ich rufe
euch tröstend zu: Lasset nicht ab in der Liebe zu Mir, auf daß Meine Liebe euch
erfassen und euch tausendfach entschädigen kann für alle irdischen Leiden und Nöte ....
Nehmet Zuflucht zu Mir, auf daß Ich euch das Leid tragen helfen kann, und verzaget
nicht, denn euer Erdenleben währt nicht ewig .... Ich beende es, so eure Stunde
gekommen ist, und rufe eure Seele zu Mir .... Amen
««««

34
Anruf Jesu Christi .... Ernste Ansprache Gottes .... B.D. Nr. 7472
6.12.1959
Alle werdet ihr wieder in euer Vaterhaus zurückkehren und einmal unaussprechlich
selig sein .... Die Zeit eurer Rückkehr aber bestimmet ihr selbst .... Und darum rede Ich
euch immer wieder an, und Ich suche euch anzuregen, alles zu tun, daß ihr in diesem
Erdenleben euch so weit gestaltet, um ins Lichtreich aufgenommen werden zu können,
weil es ohne Licht keine Seligkeit gibt und die Rückkehr ins Vaterhaus gleichbedeutend
ist mit höchster Seligkeit in Licht und Kraft und Freiheit. Ihr könnet euch die Zeit der
Rückkehr erheblich verkürzen, ihr könnt sie aber auch wieder endlos verlängern, und
das will Ich verhüten. Darum rede Ich euch immer wieder an und stelle euch das große
Elend und die Qualen eines Rückganges von euch vor Augen, Ich setze dem gegenüber
die Herrlichkeiten Meines Reiches, und Ich will euch nur dadurch veranlassen, Mein
Reich anzustreben mit allem Ernst und Eifer, denn einstmals werdet ihr es erkennen,
was es heißt, noch endlose Zeiten in der Gebundenheit, in Not und Qual, wandeln zu
müssen auf dieser Erde, wo es aber auch möglich ist, zu Licht und Freiheit zu gelangen
bei gutem Willen. Seid nicht gleichgültig, und lebet eure Tage nicht dahin, als wäre
euch ein nie-endendes Erdenleben beschieden .... Denket daran, daß euch nur kurze Zeit
bleibt, die aber doch genügt, euch frei zu machen aus der Gebundenheit, die vollauf
genügt, euch den Weg ins Vaterhaus zu ebnen und Dem in die Arme zu eilen, in Dem
allein ihr selig sein könnet .... Und nützet diese kurze Zeit für euer Seelenheil .... Schiebt
nicht hinaus, was ihr bald tun solltet, denn ihr wisset nicht, welche Zeit euch noch auf
Erden vergönnt ist .... Es ist dies eine Gnadenzeit von größter Bedeutung, denn sie kann
genügen, euch zur Seligkeit zu führen, aber es muß euer freier Wille dies anstreben. Die
Zeitspanne ist nur sehr kurz, die euch noch beschieden ist, und doch kann sie genügen
zur völligen Vergeistigung eurer Seele .... Aber unermeßlich lang ist die Zeit eures
erneuten Kampfes, wenn ihr ganz versaget und ihr wieder erneut gebunden werdet in
den Schöpfungen der neuen Erde. Immer wieder möchte Ich euch ermahnen, dessen zu
gedenken, daß es eine unerhörte Gnade ist, daß ihr noch leben dürfet, um euch selbst zu
gestalten und zu formen zu Wesen, die Meinem Ebenbild entsprechen, und daß ihr dies
auch könnet mit Meiner Unterstützung .... Ihr müsset aber frei wollen und eure Schritte
lenken zum Kreuz, zu Jesus Christus, Der euch wahrlich helfen wird, euer Ziel zu
erreichen. Das allein bestimmt eure Rückkehr ins Vaterhaus, daß ihr Jesus Christus
anrufet um Hilfe, denn allein vermögt ihr eure Schritte nicht dem rechten Ziel
zuzulenken. Er aber hilft euch, und euer Erdenleben wird kein Leerlauf sein, wenn ihr
nur Ihn anrufet, weil ihr dann Mich Selbst erkennet in Ihm und die Verbindung also mit
Mir Selbst herstellet, die nötig ist, um euer Ziel zu erreichen .... Und ein jeder Tag kann
diese Umwandlung des Wesens zuwege bringen, weil ihr sofort mit Kraft versehen
werdet, wenn ihr euch gläubig an Jesus Christus wendet, Der nur eures Rufes harret, um
euch liebevoll zu bedenken, Der immer euch Kraft zuleiten wird, wenn ihr solche nur
innig begehret. Denket daran, daß ihr in kurzer Zeit eurer Außenform ledig sein könnet,
um dann ewig in Freiheit und Licht selig zu sein .... daß ihr aber auch bei falscher
Nutzung eures Willens ewig noch in Unfreiheit verbleiben könnet, wenn ihr in diesem
Erdenleben versagt und gleichgültig nur des Weltlichen achtet, nicht aber eurer Seele
gedenket, die in großer Not ist .... Denn schneller, als ihr denkt, ist das Ende da .... Für
jeden von euch kommt die Stunde unerwartet, weil niemand es weiß, wann sie bestimmt
ist durch Meinen Willen. Und jeder soll daher sich ernstlich bemühen, so zu leben, daß
jederzeit für ihn der Abruf vom Leben kommen kann, jeder soll so leben, daß er die
Bindung mit Jesus Christus hergestellt hat und für sein Erdenleben und die Gestaltung
seiner Seele Kraft empfangen kann von Mir, Der Ich Selbst nun in Jesus Christus
anerkannt werde, wenn der Mensch zu Dem rufet, in Dem Ich Selbst Mich verkörpert
habe, zu Jesus, mit Dem Ich Mich vereinigt habe, mit Dem Ich eins geworden bin, Der
nur die Hülle gewesen ist, in der Ich Selbst Mich bergen konnte, um euch Menschen zu
erlösen .... Ich war in Ihm, und Er war in Mir .... und wer Ihn erkennet und anerkennt,
der erkennt auch Mich an, und er wird nach seinem Tode zurückkehren zu Mir in sein
Vaterhaus .... Amen
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36
Gottes Liebe verfolgt den Menschen, bis er selbst sein Herz öffnet .... B.D. Nr. 7272
1.2.1959
Ihr werdet Meiner Liebe ewig nicht verlustig gehen, und ob ihr euch noch so weit
von Mir entfernt haltet, denn ihr seid aus Meiner Liebe hervorgegangen, und eure
Ursubstanz ist und bleibt Liebe, wie auch Mein Urwesen Liebe ist. Doch solange ihr
selbst in Abwehr stehet zu Mir, findet auch Meine Liebe einen Widerstand, gegen den
sie nicht zwangsweise vorgeht. Meine Liebe wartet ab, bis ihr selbst den Widerstand
aufgebt und euch Mir freiwillig zuwendet. Und das muß geschehen während eurer
Erdenlebenszeit als Mensch, wo ihr mit Verstand und freiem Willen begabt seid, denn
letzteren müsset ihr bewußt Mir zuwenden und euch also dadurch Meiner
Liebeanstrahlung öffnen. Solange ihr dies nicht tut, solange ihr euch noch abwendet von
Mir, kann Meine Liebe nicht wirksam werden an euch, also ihr werdet nichts von
Meiner Liebe spüren, und doch gilt sie euch, sie verfolgt euch auch in Zeiten der
Abwehr, sie lässet nicht von euch, weil die Liebe unentwegt den Zusammenschluß sucht
mit dem Gegenstand ihrer Liebe. Doch da dies nur freiwillig von euch aus geschehen
kann .... weil Meine Liebe jederzeit dazu bereit ist .... geht sie immerwährend euch
nach, euch zu bestimmen suchend, gleichfalls Liebe zu suchen, die dann wahrlich in
reichstem Maße in euch einströmen wird. Gelingt es Mir nur, euer Denken und Wollen
Mir zuzuwenden, dann kann Ich euch auch aufmerksam machen auf den Gott, Der euer
Vater sein will .... Ich kann euch alle Werke vor Augen führen, Ich kann euch durch die
Schöpfungswerke aufmerksam machen auf ein Wesen, Das euch liebt und euch Freude
bereiten will, und Ich kann dann langsam in euch Liebe entzünden zu diesem Wesen,
Ich kann Mich Selbst euch als den Vater vorstellen, Der in Liebe zu euch alles tun
möchte, um euch zu beglücken. Und Ich habe euch gewonnen, sowie ihr selbst euch von
Meiner Liebe berührt fühlt, sowie ihr nachdenket über den Gott und Schöpfer, Der euer
Vater ist von Ewigkeit. Beschäftigen euch nur einmal solche Gedanken, dann habe Ich
Wurzeln gefaßt in euren Herzen, und ihr werdet Mich dann auch ewiglich nicht mehr
daraus verdrängen können, selbst wenn ihr zeitweise wieder eure Gedanken der Welt
zuwendet, aber den Gott, Den ihr als Vater einmal erkannt habt, Den gebt ihr dann
selbst nicht mehr auf, denn Ich liebe euch, und Meine Liebe hält euch gefangen, wenn
sie einmal nur in euren Herzen zünden konnte. Es war ein weiter Weg, den ihr gehen
mußtet, um im Stadium des Ichbewußtseins auch Mich erkennen lernen zu können; aber
habt ihr einmal Mich erkannt als das Wesen, von Dem ihr einst euren Ausgang nahmet,
dann auch seid ihr bald am Ende eurer Entwicklung angelangt, denn dann kann Meine
Liebe euch ergreifen, und ihr werdet dies spüren, weil ihr nicht mehr von den Gedanken
an Mich loskommt, weil ihr immer wieder euch zu Mir wenden werdet, nach Dessen
Liebe ihr nun verlangt, und sie euch auch sicher gewährt wird. Und könnt ihr nun selbst
Mich auch lieben, dann ist die Bindung schon hergestellt, die das Ziel eines jeden
Menschen auf Erden ist .... Dann hat Meine Liebe gezündet in euch, und was sie erfaßt,
lässet sie ewiglich nicht mehr von sich. Weil Ich Selbst die Liebe bin, muß Mir einmal
auch das Rückführungswerk gelingen, denn auch eure Ursubstanz ist Liebe, die einmal
sich auch ihrer selbst besinnen wird, die entflammen wird, sowie ein Funke gezündet
hat .... Und dieser Liebefunke ist in eines jeden Menschen Herz gelegt worden, und
kommt er mit Meinem Liebefeuer in Berührung, dann muß er sich entzünden und sich
mit dem Feuer der Ewigen Liebe zu vereinen suchen, weil die Liebe den
Zusammenschluß sucht und nicht eher ruhet, bis sie ihn eingegangen ist .... Einmal
werdet ihr alle Mein werden auf diesem Wege der Liebe, und um die Zeit der Trennung
zwischen uns zu verkürzen, die euer freier Wille aufheben muß, verfolgt euch Meine
Liebe, bis ihr euch umwendet und euch Mir erschließet, bis ihr selbst Mir euer Herz
öffnet, in das Meine Liebe nun einstrahlet mit hellstem Licht .... bis das Feuer Meiner
Liebe euch gänzlich verkläret und ihr eins geworden seid mit der Ewigen Liebe, mit Mir
Selbst, Der Ich euer Vater bin von Ewigkeit .... Amen
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