Gott und die Kirchen

Teil 2

Reinigung der verbildeten Lehre Christi -
Irrige Auslegung der Worte Jesu - Was ist
unter Taufe zu verstehen? - Rechte und
Falsche Wortverkünder - Boten Gottes -
Kirchenbauten - Marienverehrung
Eine Auswahl von
Göttlichen Offenbarungen,
durch das „innere Wort“ empfangen
von Bertha Dudde

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Gott und die Kirchen - Teil 2
Inhaltsverzeichnis
B.D. Nr.
Bewegt ihr euch in der Wahrheit? ....------------------------ 8074
Irrige Auslegung der Worte Jesu ...-------------------------- 8688
Aufdecken von Irrlehren ist Gottes Wille ...----------------- 8814
Für den Gottsuchenden sind Irrlehren eine Schranke ...------- 2372
Sakramente .... (Priesterweihe - Letzte Ölung) ...----------- 8692
Erklärung über Wassertaufe ....------------------------------ 8643
Über die „Taufe“ ...----------------------------------------- 6611
Auferstehung des Fleisches ...------------------------------- 6000
Der Buchstabe tötet .... Tote Wortverkünder ...-------------- 7884
Welches Wissen ist Stückwerk? ....--------------------------- 8769
Studium garantiert kein geistiges Wissen ...----------------- 8842
Erkennen der rechten Boten ...------------------------------- 8272
Rechte Vertreter Gottes sind von Ihm Selbst berufen ...------ 8716
Allein-seligmachende Kirche ...------------------------------ 5456
Kirchenbauten? ...------------------------------------------- 6402
Gotteshäuser ...--------------------------------------------- 1083
Unfehlbarkeit des Kirchenoberhauptes ...--------------------- 2383
Unfehlbarkeit des Kirchenoberhauptes ...----------------------2383b
Unfehlbarkeit .... Kirchengebote ...------------------------- 1514
Kirchengebote ...-------------------------------------------- 4840
Gemeinschaft der „Heiligen“ ... Fürbitte sinnlos ...--------- 4328
Verehrung der Gottesmutter ...------------------------------- 4752
Einstellung der Menschen zu Maria, der Mutter Jesu ...------- 8324
Jeder Mensch muß die Konsequenzen ziehen aus seinem Wissen ...8796
Auftrag, gegen die Irrlehren anzugehen ...------------------- 8832

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Bewegt ihr euch in der Wahrheit? .... B.D. Nr. 8074  7.1.1962

Der Wille, zur Wahrheit zu gelangen, garantiert euch auch solche .... Wie selten aber
ist ein solcher ernster Wille zu finden .... Die Menschen nehmen bedenkenlos an, was
ihnen als Wahrheit zugetragen wird, und stellen dann ihr Denken danach ein, d.h.,
entsprechend diesem ihnen zugetragenen Wissen bewegen sie sich nun im Licht oder im
Dunkeln .... Denn Licht kann nur die reine Wahrheit schenken .... Irrtum aber wird
immer den Geist verdunkeln. Es geht hierbei um geistiges Wissen, nicht um irdische
Kenntnisse, die mit Beweisen erhärtet werden können, die aber keinen Einfluß haben
auf das Seelenleben eines Menschen, dem das Erdendasein geschenkt wurde zwecks
Ausreifens der Seele. Begehret nur die reine Wahrheit, und ihr werdet sie garantiert
empfangen .... Doch was euch nun als Wahrheit dargeboten wird .... wer garantiert
euch dafür, daß sie den Anspruch darauf erheben kann, Wahrheit zu sein? .... Diese
Frage müsset ihr euch immer wieder stellen. Ihr müsset wissen, daß viele
Geistesrichtungen ihr Geistesgut als Wahrheit vertreten, daß alle etwas anderes lehren,
daß es aber nur eine Wahrheit geben kann .... Also dürfet ihr weder der einen noch der
anderen „bedenkenlos“ glauben, sondern ihr müsset euch an die höchste Instanz
wenden .... an die Ewige Wahrheit Selbst .... Ihr müsset euch an Den wenden, Der
über allem steht, Der alles erschaffen hat, Der höchst vollkommen ist, Der um alles
weiß und Der die Liebe Selbst ist .... Der also auch euch, Seinen Geschöpfen, Licht
geben will, weil Er euch liebt .... Der wahrlich nicht die Wesen in Finsternis des Geistes
geschaffen hat, aber es nicht verhinderte, als sie im freien Willen der Finsternis
zustrebten und dem Herrn der Finsternis .... Luzifer .... in sein Bereich folgten. Der euch
das Leben gab, Der will aber nicht, daß ihr in der Finsternis verbleibet; Er will euch
Licht zuführen, und jederzeit könnt ihr es aus Seiner Hand entgegennehmen, jederzeit
ist Er bereit, euer Denken zu erleuchten und euch klare Erkenntnis zu geben über alle
Fragen, die euch bewegen .... über alle geistigen Zusammenhänge, über eure
Daseinsbegründung und Daseinszweck .... Und wenn euch die „Ewige Wahrheit“ Selbst
belehret, so kann und wird Sie euch nichts anderes als reinste Wahrheit vermitteln, und
dann könnet ihr auch überzeugt glauben, ihr werdet es wissen, daß ihr in der Wahrheit
wandelt. Ihr könnet dessen ganz gewiß sein, daß euch die Wahrheit geschenkt wird,
sowie ihr sie nur ernstlich begehret .... Dies ist die erste Bedingung, denn erkennet er
nun Gott als die Ewige Wahrheit an, dann wird er sich auch an Ihn Selbst wenden und
Ihn um Zuführung der Wahrheit bitten .... Er öffnet sich also bewußt der Einstrahlung
des Lichtes .... er stellt die Bindung her, die Zweck und Ziel des Erdenlebens ist .... die
einstmals im freien Willen abgebrochen wurde und darum das Wesen gefallen ist zur
Tiefe, in Lichtlosigkeit .... Nun also öffnet sich der Mensch bewußt und läßt sich
anstrahlen von der Liebe Gottes, was auch bedeutet, daß sein lichtloser Zustand sich
wandelt in einen Zustand des Lichtes .... und der Mensch nun zu einem Wissen gelangt,
das ihm bisher verschlossen war .... Daß also dieser Vorgang stattfinden kann und
stattfindet, das könnet ihr Menschen glauben .... daß ein jeder Mensch ihn erleben
könnte, das dürfet ihr auch glauben .... aber er erfordert Voraussetzungen, die nicht jeder
Mensch aufweisen kann, was aber nur den „Selbstempfang“ der Wahrheit einschränkt,
nicht aber die Zuführung der reinen Wahrheit in indirekter Form .... Denn wahrlich, ein
jeder wird empfangen, der die Wahrheit begehret .... Doch es kann sich ein jeder auch
selbst so gestalten, daß er die Wahrheit direkt empfangen kann, wenn er nur ein Leben
in uneigennütziger Liebe führt, durch das er nun den Geist in sich zum Leben erweckt,
der als Anteil Gottes in einem jeden Menschen schlummert und durch die Liebe zur
Entäußerung veranlaßt wird .... und der .... weil Anteil Gottes, auch um alles weiß und
den Menschen von innen heraus recht belehren kann. Gehet den Weg zur höchsten
Instanz, lasset euch nicht genügen daran, was Menschen euch bringen, und wenn sie
gleich die „Wahrheit“ zu vertreten glauben .... Es wäre nicht solche Finsternis auf
Erden, wenn die Wahrheit Eingang gefunden hätte unter den Menschen. Daß aber große
Finsternis herrscht, ist offensichtlich, ansonsten wahrlich ein harmonischer und
friedvoller Zustand auf Erden zu verzeichnen wäre, doch das Gegenteil davon der Fall
ist .... Amen
««««

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Irrige Auslegung der Worte Jesu .... B.D. Nr. 8688  29.11.1963

Der Menschen Denken ist irdisch gerichtet, und so legen sie auch alles irdisch aus,
was einen tiefen geistigen Sinn hatte, was als geistige Belehrung ihnen zugegangen ist
von Mir aus, Der Ich immer direkt oder durch Boten zu den Menschen gesprochen habe.
Meine Belehrungen aber hatten immer das Heil der Seelen zum Anlaß, und wenn Ich die
Menschen ansprach, sowohl in alter als auch in neuer Zeit, so habe Ich stets in Mein
Wort einen geistigen Sinn gelegt, der anfangs auch recht verstanden wurde, jedoch
niemals lange Zeit verging, bis dieser geistige Sinn weltlich durchsetzt wurde und
zuletzt im irdischen Sinn ausgelegt wurde. Und so also hat sich niemals Mein Wort rein
erhalten, es sind Handlungen und Gebräuche daraus hervorgegangen, die dem geistigen
Sinn nicht mehr entsprachen, und Mein Wort hat die Heilkraft verloren, weil es nicht
mehr Mein reines Wort geblieben ist .... Was geistig von euch verlangt wurde .... weil
Ich Mir von der Erfüllung einen Segen für eure Seelen versprach .... das habt ihr
Menschen zu irdischen Handlungen gewandelt. Ihr habt euch für jede Forderung, die Ich
an eure Seelen stellte, einen weltlichen Vorgang erdacht und ausgeführt, und ihr habt
diese Vorgänge dann „Sakramente“ genannt und ihnen eine überhohe Bedeutung
zuerkannt, so daß nun zahllose Menschen mit größter Gewissenhaftigkeit den ihnen
gestellten Forderungen nachkommen und glauben, für ihre Seelen einen Gnadenschatz
zu sammeln durch Erfüllen menschlich erlassener Gebote .... Und es ist alles nur Form
und Schein und völlig bedeutungslos für das Ausreifen der Seelen .... Doch ihr
Menschen beharret mit äußerster Zähigkeit an solchen Formen, die ihr euch selbst
geschaffen habt, die aber niemals von Mir aus von euch Menschen verlangt worden
sind. Alle Meine Worte, die Ich sprach, als Ich Selbst über die Erde ging als Mensch,
hatten tiefen geistigen Sinn und können niemals durch äußere Handlungen ersetzt
werden .... Ihr aber habt den tiefen Sinn nicht erfaßt, und ihr lasset euch genügen an
äußeren Gebräuchen, die euch niemals für eure Seele einen Vorteil eintragen können.
Bedenket, welche Auswirkung ihr schon allein der „Taufe“ zugestehet! .... Bedenket,
daß ihr eine einfache äußere Handlung ausführet und nun von geistigen Erfolgen
überzeugt seid: sei es die Freiwerdung von der „Erbsünde“, sei es die Aufnahme in
Meine Kirche .... die Aufnahme in eine religiöse Gemeinschaft .... Doch alles dieses
muß sich der Mensch selbst erwerben während seines Erdenlebens, er muß von der
Sünde sich erlösen lassen durch Jesus Christus im freien Willen. Also gehört dazu mehr
als nur der Taufakt, der an einem Kinde vorgenommen wird .... Und er kann auch nur
„Meiner Kirche“ sich angliedern wieder im freien Willen durch bewußtes Leben in
Meiner Nachfolge, daß er durch die Liebe zu einem lebendigen Glauben gelangt ....
dem Merkmal der von Mir gegründeten Kirche .... Denket an die Sakramente der
Beichte und des Altars .... Was ihr daraus gemacht habt und durch welche
Äußerlichkeiten ihr die „Vergebung der Sünden“ euch erhoffet. Denket daran, was Ich
darunter verstanden haben will, daß ihr Mir Einlaß gewähren sollet, auf daß Ich mit
euch das Abendmahl halten kann und ihr mit Mir .... und wie ihr diese Meine Worte
„Tuet dies zu Meinem Gedächtnis ....“ zu einem Vorgang werden ließet, der wieder
keine Auswirkung auf eure Seele haben kann, wenn ihr nicht ein so tiefes Liebeleben
führet, daß ihr durch die Liebe Mir innig verbunden seid und dann auch Ich Selbst in
euch gegenwärtig sein kann .... Alles, was geistig von euch verlangt wurde, womit eure
Seele allein fertigwerden sollte, das habt ihr Menschen mit irdischen Begriffen
verschmolzen und euch also selbst etwas aufgebaut, so daß ihr eifrig befolget, was von
euch verlangt wird, was als Mein Wille begründet wird .... Und immer wieder muß euch
darüber Aufklärung gegeben werden, doch solche Aufklärungen nehmet ihr nicht an,
sondern immer eifriger kommet ihr den menschlich erlassenen Geboten nach, während
ihr Meine Gebote der Gottes- und Nächstenliebe unbeachtet lasset und daher stets
finstereren Geistes werdet und zuletzt keine Möglichkeit mehr besteht, das Falsche
eures Denkens und Tuns zu erkennen. Und ihr habt euch auch selbst eine Fessel
angelegt, indem ihr widerspruchslos alles als Wahrheit annehmet, was euch als „Mein
Wort“ nahegebracht wurde .... Alle Meine Worte leget ihr rein irdisch aus, doch des
geistigen Sinnes achtet ihr nicht, und dadurch sind Irrtümer entstanden, die nur dann
bereinigt werden können, wenn ihr liebeerfüllt seid, denn dann wird es in euch selbst
Licht, und ihr erkennet es, wenn ihr euch im Irrtum bewegt .... Euch werden alle
menschlich erlassenen Gebote und sakramentalen Handlungen erkenntlich sein als
Irreführung, die nur ein finsterer Geist hinstellen konnte als göttlichen Willen und ihr
werdet euch zu lösen suchen vom Irrtum in der Erkenntnis der reinen Wahrheit, die
allein der Seele zum Heil gereichen kann und die allein nur der Mensch wird als
Wahrheit erkennen, der in der Liebe lebt, der also Mein Liebegebot als erstes erfüllt
und dann auch sich im rechten Denken bewegen wird .... Amen
««««

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Aufdecken von Irrlehren ist Gottes Wille .... B.D. Nr. 8814  18.u.19.6.1964

Daß ihr die Wahrheit hinaustragen sollet, ist Mein Wille, und dazu gehört auch das
Aufdecken von Irrlehren, die sich in Mein Wort eingeschlichen haben, was nicht anders
als durch das Gegenüber-Stellen der reinen Wahrheit geschehen kann. Ihr müsset euch
immer fragen, wer euch für die Wahrheit dessen, was euch als Meine Lehre unterbreitet
wird, garantiert. Ihr könnet nicht einfach Menschenworte hinnehmen als Wahrheit,
zumal ihr wisset, daß auf solche auch Mein Gegner einwirken kann, dem immer daran
gelegen ist, die Menschheit in Verwirrung zu stürzen. Und ihr werdet darauf auch rechte
Antwort erhalten, wenn es euch um die reine Wahrheit geht, wenn ihr nicht im Irrtum
wandeln wollet und Mich um Antwort angehet, die Ich euch wahrlich nicht vorenthalte.
Und Ich werde euch als erstes wissen lassen, daß ihr einen freien Willen besitzet, der nie
und nimmer im Zwang gehalten werden darf .... Ich werde euch darauf aufmerksam
machen, daß er von keiner Seite aus bestimmt werden kann, weder von guter noch von
schlechter Seite, und daß ihr euch für diesen Willen verantworten müsset, wie ihr ihn
genützt habt. Somit ist also jede Lehre, die im Zwang .... als Dogma .... euch zur
Annahme bestimmte, entgegen Meinem Willen. Ihr habt die Freiheit, selbst zu
bestimmen, was ihr glauben wollet, und kein Mensch kann euch diese Glaubensfreiheit
beschneiden. Ihr besitzet auch das Recht, die verschiedensten Glaubensrichtungen
gegeneinander abzuwerten, so daß ihr aus allen Geistesrichtungen das herausnehmen
könnet, was euch zusagt .... Immer werde Ich also die Menschen ansprechen, die im
Verlangen nach der reinen Wahrheit stehen, denn alle anderen sind uninteressiert, es ist
ihnen gleichgültig, ob ihnen Wahrheit dargeboten wird oder nicht. Sie begnügen sich
mit den Lehren, die Meinem Evangelium menschlicherseits hinzugesetzt wurden, die
aber als völlig widersinnig erkannt werden könnten, wenn die Menschen sich damit
befassen möchten. Und es hat Mein Gegner eine sehr feste Masche geknüpft, indem er
die Menschen zum „Gehorsam“ zwang, der jede eigene Glaubensmeinung ausschaltet,
indem sich niemand getraut, eigene Meinungen zu haben oder er sich einer großen
Sünde schuldig zu machen glaubt .... Und es gilt nur hier, den Willen Gottes
voranzustellen .... Darum also mache Ich euch auf den freien Willen aufmerksam, den
ihr also streiten müßtet, wenn ihr euch unter Menschengebot beuget .... So auch ist euch
das „Wirken des Geistes“ im Menschen unbekannt .... das alleinige Mittel, um euch in
den Besitz der Wahrheit zu setzen. Ihr glaubet es nicht, daß „Ich Selbst euch in die
Wahrheit leiten werde“, und alles so gewonnene Wissen lehnet ihr ab. Dieses aber allein
ist Wahrheit, und es deckt so manche Irrlehre auf. Doch solange ihr euch beuget einem
Gebot des Satans, daß ihr nicht frei euch entscheiden dürfet für eine von euch als recht
erkannte Lehre, solange ihr euch nicht davon frei machen könnet, was niemals Ich
Selbst von euch fordere .... seid ihr Sklaven, also völlig unfrei. Denn selbst Ich werde
keinen Menschen zwingen, die Wahrheit anzunehmen, der sie als solche nicht erkennt,
weil Ich dem Menschen freien Willen gegeben habe. Ihr setzet so oft den Einwand
entgegen, daß die Menschen in einer Gedankenrichtung erzogen werden müssen ....
Doch dann haltet euch nur an die zwei Gebote, die Ich Selbst den Menschen auf Erden
gelehrt habe .... Suchet sie nur in den Liebegeboten zu unterweisen und ihr tut wahrlich
alles, was den Menschen nötig ist zur Seelenreife .... Denn nun wird es sich wieder
herausstellen, wer des ernsten Willens ist, in der Liebe zu leben. Und dieser wird auch
dann das Wirken Meines Geistes in sich erfahren, er wird selbst eingeführt werden in
die Wahrheit, in das Wissen um Sinn und Zweck der Schöpfung, um Sinn und Zweck
des Erdenlebens und vor allem um die Begründung und Bedeutung des Erlösungswerkes
Jesu Christi, ohne Den kein Mensch selig werden kann. Ihr jedoch seid keine lebendigen
Christen .... Christen, die in der Nachfolge Jesu leben und voll überzeugt sind von der
Kraft des Erlösungswerkes .... Christen, die Ich zu Meiner Kirche zählen kann, deren
Gründer Ich Selbst bin .... ansonsten ihr wahrlich auch die Stimme Meines Geistes
hören würdet, die euch Aufschluß geben kann über die vielen Irrlehren, die in der Welt
Verbreitung finden und gegen die Ich ankämpfen werde stets und ständig. (19.6.1964)
Denn nur die Wahrheit führt zu Mir, und nur durch die Wahrheit könnet ihr selig
werden. Und darum werde Ich immer wieder Meinen Vertretern auf Erden die Wahrheit
zuführen und ihnen gleichzeitig den Auftrag erteilen, sie hinauszutragen in die Welt,
weil der Mensch in der Wahrheit stehen muß, will er selig werden .... Amen
««««

9
Für den Gottsuchenden sind Irrlehren eine Schranke .... B.D. Nr. 2372  17.6.1942

Der geistig suchende Mensch ist in einer gewissen Unfreiheit so lange, wie er sich
gedanklich nicht frei machen kann von Lehren, die ihm menschlicherseits vermittelt
wurden und die der Wahrheit nicht entsprechen. Solche Lehren hindern ihn am
Erkennen, und also setzt er sich dadurch selbst eine Grenze seines Wissens, denn bevor
er sich nicht frei gemacht hat, kann ihm die reine Wahrheit nicht geboten werden
oder .... wenn sie ihm geboten wird, erkennt er sie nicht als solche. Dem suchenden
Menschen kommt Gott zwar entgegen, Er will aber aufgenommen werden ohne jedes
Bedenken. Irrige Ansichten jedoch sind Schranken, die der Mensch errichtet, die noch
gewissermaßen eine Scheidewand bedeuten zwischen Gott und dem Menschen. Jede
irrige Lehre, die der Mensch nicht hingeben will, ist eine solche Schranke, die den
Menschen noch von Gott trennt. Gott wird nun wohl den Menschen anregen, die
Schranke einzureißen, d.h., es wird von seiten der Mitmenschen gerüttelt an seiner
Überzeugung, indem die irrigen Lehren einer abfälligen Kritik unterzogen werden und
der Mensch dadurch beeinflußt wird, diese Lehre zu verwerfen. Tut er dies, so wird er
bald in der Erkenntnis stehen. Denn nun wird er von Gott Selbst gelehret, Der ihm das
rechte Gedankengut zugehen läßt, das der Mensch nun bereitwillig annimmt. Solange er
aber in der irrigen Anschauung verharrt, wird es in diesem nicht hell werden. Er findet
keinen Zusammenhang, und sein Wissen ist Stückwerk und genügt auch nicht zum
Belehren der Mitmenschen, denn geben kann nur der, der selbst besitzet, nicht aber, dem
es selbst mangelt. Je williger aber der Mensch ist, den rechten Weg zu wandeln, d.h.,
den göttlichen Willen zu erfüllen, desto sicherer leitet Gott ihn auch dem Erkennen
entgegen, nur bedarf es längerer Zeit, ehe solche Hindernisse, die das Erkennen
unmöglich machen, beseitigt werden. Es muß mit aller Geduld versucht werden, dem
Menschen irrige Ansichten zu widerlegen. Die Liebe des Mitmenschen bringt dieses
zuwege, sowie dieser selbst in der Wahrheit stehet und also auch Wahrheit weitergeben
kann. Denn Sieger wird immer der Mensch sein, auf dessen Seite die Wahrheit ist, weil
die Wahrheit von Gott ist und Gott niemals unterliegen kann. Wer Gott suchet, wird
auch unweigerlich zu Ihm finden, denn Er gibt sich einem jeden zu erkennen, der
ernstlich Ihn zu finden trachtet .... Amen
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10
Sakramente .... (Priesterweihe - Letzte Ölung) B.D. Nr. 8692  4.12.1963

Ich will euch weiter dahin gehend belehren, daß ihr euch von Irrtum frei machen
sollet, wenn ihr Aufklärung erhaltet darüber, daß ihr Mein Wort irdisch, aber nicht
geistig verstandet. Ihr sollet wissen, daß auch nicht äußere Zeremonien dazu genügen,
daß sich Mein Geist äußert, und daß ebensowenig durch äußere Zeremonien ein Mensch
eingesetzt werden kann in ein Lehramt oder in das Amt eines Führers oder Vorstehers
einer Gemeinde .... Viele sind berufen, wenige aber nur auserwählt, und diesen wenigen
erteile Ich Selbst die Anweisungen, Ich Selbst stelle sie an den Platz, wo sie wirken
können für Mich und Mein Reich. Aber Ich stelle auch Bedingungen an den Menschen,
auf daß er fähig ist als Lehrer und Führer seiner Mitmenschen .... Es muß Mein Geist in
ihm wirken können, auf daß er selbst in der Wahrheit wandle und also er Mein
Stellvertreter sei auf Erden, der in Meinem Namen, nach Meinem Willen und von Mir
Selbst geleitet sein Amt verwaltet. Daß nun auch unter denen, die sich Meine Vertreter
auf Erden nennen, solche sind, die ganz nach Meinem Willen leben und Mir mit ganzem
Willen dienen, ist nicht zu leugnen .... Doch diese sind von Mir Selbst in ihr Amt
eingesetzt, nicht aber, daß sie durch äußere Handlungen .... von Mitmenschen
ausgeführt .... zu Meinen Dienern wurden, denn es ist ihre Berufung eine innere
Angelegenheit des freien Willens, der sich Mir völlig unterstellt, so daß der Mensch
innig verbunden ist mit Mir durch die Liebe .... daß Ich Selbst ihm nun das Amt
zuweisen kann, das er verwalten soll .... Diese innige Hingabe und ihr Liebeleben
garantieren dann auch die Erweckung ihres Geistes, und dann dringen sie auch in die
Wahrheit ein .... Sie wehren sich gegen jeglichen Irrtum, gegen die Verbildung dessen,
was von Mir ausgegangen ist, und sie werden sich auch trennen vom Irrtum .... Und es
wird euch nun verständlich sein, daß ihr Meine rechten Vertreter nicht dort findet, wo
die Menschen sie vermuten und anerkennen, denn sie schalten sich selbst aus dadurch,
daß sie Irrtum vertreten und die Wahrheit nicht ernstlich suchen .... Sie können nicht
Meine Diener und Vertreter sein, weil sie im Irrtum stehen und nichts tun, um in den
Besitz der reinen Wahrheit zu gelangen .... Und so werdet ihr auch wissen, was ihr von
dem „Sakrament der Priesterweihe“ zu halten habt, denn wenngleich ein Mensch guten
Willens ist, so muß er ihn auch unter Beweis stellen, daß er Mir seine Bereitschaft
erklärt, ganz in Meinen Willen einzugehen .... Und das bedeutet, in ihm-auftauchenden
Zweifeln nachzugehen, die Ich Selbst in sein Herz lege, auf daß er Mir und der Wahrheit
nahekomme .... Und scheut er sich, solche Zweifel zu durchdenken, dann hält er sich
selbst gewaltsam blind, er könnte zum Licht kommen, doch er schließt die Augen, und
also ist sein Herz Mir nicht geöffnet, daß Ich einen Lichtstrahl hineinfallen lassen
könnte .... Ihr Menschen dürfet nicht sagen, es sei einem ernst nach Mir-verlangenden
Menschen nicht möglich, sich zu lösen vom Irrtum, denn ihr alle wisset um Meine
Macht und Liebe, die wahrlich einem jeden beisteht, der Mir, als der Ewigen Wahrheit,
zudrängt .... Doch zuvor müsset ihr euch nur belehren lassen, Kenntnis nehmen von der
reinen Wahrheit, von dem Wirken Meines Gegners, von dem Irrtum, in den er euch
verstrickt hat, und ihr müsset den ernsten Willen haben, von ihm frei zu werden, und
Mich bitten um Beistand .... Glaubet ihr nicht, daß Ich euch diesen gewähre, wo es
immer nur Mein Bestreben ist, euch Menschen aus der Finsternis des Geistes zu lösen
und euch ein Licht zu geben? Und so ihr nur in gutem Willen euren Verstand tätig
werden lasset, müsset ihr die Fadenscheinigkeit dessen erkennen, was von euch zu
glauben gefordert wird .... Der Verstand aber ist euch gegeben worden, ansonsten ihr
euch nicht vom Tier unterscheiden würdet, das für sein Handeln nicht zur
Verantwortung gezogen werden kann. Doch ihr müsset euch dereinst verantworten, ob
und wie ihr euren Verstand genützt habt, denn er kann euch zur Erkenntnis verhelfen,
vorausgesetzt, daß euer Wille gut ist und daß ihr ein rechtes Licht begehret. Denn
Zweifel an der Wahrheit sind überall da angebracht .... wie Ich immer wieder betone ....
wo äußere Handlungen einen geistigen Erfolg verbürgen sollen, und niemals wird eure
Seele einen solchen Erfolg verzeichnen können, sei es auf Erden oder auch im Jenseits,
wenn solche äußeren Handlungen vor dem Abscheiden eines Menschen an ihm
vollzogen werden, die nichts anderes sind als Zeremonien und Gebräuche, doch ohne
jeglichen Wert für die Seele .... Ich Selbst aber kenne eine jede einzelne Seele, und Ich
bewerte sie nach ihrem Liebegrad, denn dieser allein ist maßgebend für den Lichtgrad,
in den die Seele eintritt nach ihrem Leibestode, wenn sie nicht in das Reich der
Finsternis eingeht, weil sie völlig bar ist jeder Liebe und daher Angehör dessen ist, der
das Reich der Finsternis beherrscht .... Amen
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12
Erklärung über Wassertaufe .... B.D. Nr. 8643  13.10.1963

Ihr begreifet immer noch nicht Meines Wortes geistigen Sinn .... ihr leget euch die
Buchstaben aus nach eurem Verstand, und ihr könnet daher auch nicht zu den rechten
Ergebnissen kommen, ihr könnet es nicht verstehen, was Ich euch sagen wollte, als Ich
zu Meinen Jüngern sprach: „Taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des
heiligen Geistes.“ Unter „Taufe“ verstehet ihr immer nur das Untertauchen in das
Wasser .... eine äußere Form, welche die Menschen anwendeten, um ihren Gehorsam
gegen das Gebot der Taufe kundzutun .... die aber eben auch nur eine äußere
Begleitform war und ist, niemals aber den eigentlichen Kern Meines Gebotes berührt.
Die Wassertaufe an sich bringt keinerlei Wandlung des Menschen zustande, was ihr
Menschen doch werdet zugeben müssen .... Erst die Zuwendung dessen, was vom Vater,
vom Sohn, vom Geist ausgeht .... was die Liebe des Vaters, die Weisheit des Sohnes
und die Kraft des Geistes beweiset .... das kann in dem Menschen eine Veränderung
bewirken und ist erst die wahre Taufe, die ein jeder Mensch empfangen haben muß, um
sein Ziel auf Erden zu erreichen: sich zu vollenden, um sich mit Mir
zusammenschließen zu können auf ewig. Der Vater .... die Liebe .... ist ein ewiges
Feuer, von Dem das Licht der Weisheit .... der Sohn .... ausgeht, und es muß nun auch
die Kraft des Geistes sich äußern, es muß der Mensch .... als schwaches Geschöpf, von
Liebe und Weisheit so erfüllt sein, daß er selbst nun wieder zu Kraft und Freiheit
gelangt. Er muß von Meinem Geist erfüllt sein, also Liebe, Weisheit und Geisteskraft
müssen ihn kennzeichnen als göttliches Geschöpf, das zur Vollkommenheit
zurückgekehrt ist. Es muß der Mensch untertauchen im Meer Meiner Liebe, er muß
eingeführt werden in alle Wahrheit, was immer geschehen wird durch Meinen Willen,
Meine Kraft und Meine übergroße Liebe. Taufet sie im Namen des Vaters .... bringet
ihnen Mein Wort in Liebe dar, das Weisheit in sich birgt, und machet dadurch das
Wirken des Geistes im Menschen möglich, das Liebetätigkeit voraussetzt, weil die
Äußerung Meines Geistes die Entäußerung Meiner Liebe ist, die in der Zuleitung der
Weisheit .... einem wahrheitsgemäßen Wissen .... zum Ausdruck kommt. Liebe,
Weisheit und Kraft .... darüber müsset ihr Menschen wahrheitsgemäß aufgeklärt werden,
und diese Aufklärung ist eine wahre Geistestaufe, die aber nicht durch ein Untertauchen
im Wasser ersetzt werden kann. Verstehet es doch, ihr Menschen, daß ihr euch nicht an
äußere Formen binden sollet .... verstehet es, daß Ich wahrlich nicht Äußerlichkeiten von
euch fordere, sondern immer nur das bewerte, was im Geist und in der Wahrheit
unternommen wird. Und wenn ihr nun als Beweis eures rechten Denkens die Taufe des
Johannes an Mir im Jordan anführet, so bedenket, daß die Menschen in jener Zeit noch
sehr wenig wußten von Mir, daß sie zu jener Zeit viel auf äußere Handlungen gaben und
es erst eines bestimmten Reifegrades des einzelnen bedurfte, um diesem den geistigen
Sinn der Taufe verständlich machen zu können. Zudem bewiesen die Menschen durch
den Willen, sich von Johannes taufen zu lassen, ihr Verlangen, ihrem Gott und Schöpfer
näherzukommen, und in jener Zeit war dies schon ein erheblicher geistiger Gewinn.
Und so unterzog auch Ich Selbst Mich dieser Handlung, um das Wirken Meines
Vorläufers Johannes zu legitimieren, denn es wäre sinnlos gewesen, den Menschen
diese äußere Handlung zu erklären als unwichtig, weil sie für die reine geistige
Wahrheit noch kein Verständnis hätten aufbringen können. Es brachte ihnen eine
Wassertaufe keinen Schaden, doch Nutzen erst dann, wenn sie auch das Wort Gottes
annahmen, das ihnen Johannes brachte .... Und so auch wird jetzt der Mensch die
„Taufe“ empfangen, wenn er Mein Wort, das ihm Meine endlose Vaterliebe zuleitet,
annimmt, danach lebt und dadurch zur Weisheit .... die von der Liebe ausgeht .... gelangt
und nun auch Mein Geist in ihm erweckt wird, der Licht und Kraft ist und im Menschen
wirket .... Dies alles ist jedoch nicht zu ersetzen durch die Wassertaufe, nur wird letztere
immer ein Symbol bleiben, eine äußere Form, von der die Menschen nicht abgehen
wollen, weil sie alles nach außen zu demonstrieren suchen und sich nicht mit dem Wert
rein geistigen Erlebens begnügen. Ich kann euch nur immer wieder sagen, daß alle
äußeren Handlungen und Gebräuche keinen Wert haben, daß Ich niemals einen
Menschen bewerte, was er nach außen hin tut, sondern allein die innere Einstellung zu
Mir und Meinem Wort ausschlaggebend ist, denn sowie ein Mensch Mein Wort
annimmt, es anerkennt und seinen Lebenswandel diesem Wort gemäß führet, wird er
sich vollenden noch auf Erden, denn Mein Wort ist das Wasser des Lebens, das dem
Urquell entströmt. Und in diesem Wasser sollet ihr untertauchen, dieses Wasser wird
eurem Leibe entströmen, und ihr werdet die geistige Taufe erleben, wenn der Geist in
euch zum Leben erwacht, wenn Liebe, Weisheit und Kraft euch durchdringen und ihr
wieder zu eurem Urwesen werdet, das ihr waret im Anbeginn, wenn ihr durch das
Wasser des Lebens zum ewigen Leben gelanget, das ihr nun ewiglich nicht mehr
verlieret .... Amen
««««

14
Über die „Taufe“ .... B.D. Nr. 6611  1.u.2.8.1956

Ihr könnet die große Gnade des Wortempfanges nicht ermessen, wird euch doch jede
Frage von Mir beantwortet und jeder Zweifel in euch vertrieben, wenn ihr euch nur
immer an Mich wendet um Aufklärung. Zwar beantworte Ich euch auch gedanklich
solche Fragen, doch ihr seid euch oft nicht sicher, ob die Gedanken von Mir euch
gegeben sind; und darum werden auch eure Zweifel nicht vertrieben, wohingegen das
euch zugeleitete Wort euch beglückt, sowie ihr die Gnade des Wortempfanges in
Anspruch nehmet. Es sind noch viele Fragen, die euch Menschen beschäftigen, und es
würde nur eine gläubige Bitte zu Mir genügen, daß euch Aufschluß würde, aber ihr
richtet viel zu selten solche Bitten an Mich und seid euch also auch noch nicht recht der
großen Gnade bewußt, die ihr auswerten dürfet: Jedes Menschen Seele bedarf einer
gründlichen Reinigung, eines Bades, das sie von allen ihren Schlacken reinigt, das sie
erfrischt und belebt und sie fähig macht für die Arbeit, die sie auf Erden zu leisten hat.
Und jedes Menschen Seele muß bereit sein, diese Reinigung an sich selbst vorzunehmen
oder über sich ergehen zu lassen, in der Erkenntnis, daß sie zuvor nicht so ist, wie Ich
sie haben will, wie sie sein muß, um sich Mir nahen zu können und ewiglich bei Mir zu
verbleiben. Ein solches Reinigungsbad ist aber nicht rein äußerlich zu verstehen, es ist
ein Akt, der sich innerlich abspielen muß, der nur dadurch auch äußerlich erkennbar
wird, daß sich im Wesen des Menschen eine Änderung vollzieht, die also auch dem
Menschen selbst die Gewißheit gibt, sich aus einem Sumpf emporgearbeitet zu haben,
durch ein erfrischendes Bad gegangen zu sein und diesem nun völlig gereinigt zu
entsteigen. Ein Wasser aber, das klar ist und erfrischende Wirkung hat, kann kein totes
Gewässer sein, es muß ein fließender, lebendiger Strom sein, ein Wasser, das die Kraft
hat zu reinigen und zu beleben. „Lebendiges Wasser“ also benötigt ihr .... und ihr wisset
auch, was unter dem „lebendigen Wasser“ zu verstehen ist .... Immer wieder fordere Ich
euch auf, an den Quell zu kommen, dem das lebendige Wasser entströmt, immer wieder
will Ich, daß ihr hineinsteiget in das Meer Meiner Liebe, daß ihr untertauchet, daß ihr
von Mir Selbst euch „taufen“ lasset mit Meinem Wort, das allein die Kraft hat, in euch
eine Wandlung zu bewirken, das eure Seele reinigt und neu belebt, das ihr erst das
rechte Leben gibt .... Wenn Ich also zu Meinen Jüngern gesagt habe: Taufet sie im
Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes .... so ist darunter nichts
anderes zu verstehen, als daß sie in Meinem Namen den Menschen Mein Wort bringen
sollten, das lebendige Wasser, das in Mir seinen Ursprung hat .... daß sie also zum Quell
sich begeben müssen. Die Liebe Selbst .... der Vater .... bietet es euch Menschen dar,
was euch zu tiefster Weisheit gelangen lässet, wenn ihr das Wort auslebet und dadurch
den Geist in euch zum Leben erwecket, der euch hellste Erkenntnis gibt .... Eure Seele
braucht dieses Wort, das allein eine solche Wirkung hat, wie es das klare Wasser auf
den Körper ausübt: daß sie gekräftigt dem Bade entsteigt, tauglich für jede Arbeit, die
dann verlangt wird .... Und so sollten Meine Jünger allen Menschen Mein Wort bringen,
in Liebe sollte ihnen Köstliches dargeboten werden, daß es wieder Liebe in ihnen
entzündete und dem Geist in ihnen das Leben gebe .... Lebendiges Wasser aber hat nur
in Mir seinen Ursprung, Ich Selbst bin der Quell, Dem das lebendige Wasser entströmt,
und es muß jeder Mensch herabgestiegen sein in den Brunnen Meiner Liebe, um
göttliche Weisheit zu empfangen und sie auch erkennen zu können durch seinen Geist.
(2.8.1956) Dies ist die Taufe, die jeder Mensch empfangen haben muß, um Mitglied der
Kirche Christi zu werden .... der Kirche, die Ich Selbst auf Erden gründete .... Und
darum ist vorerst euer Wille erforderlich, der sich frei entscheiden muß, in die Fluten
Meiner Liebe hinabzusteigen, Mein lebendiges Wort anzunehmen und dadurch seine
Seele nun einer Reinigung zu unterziehen, die dann Meine Gegenwart möglich macht.
Es sind Meine Worte immer nur geistig zu verstehen, und niemals wird ein äußerlicher
Vorgang die innere Umgestaltung des Wesens, die Läuterung einer Seele, zuwege
bringen. Und darum müsset ihr Menschen stets den geistigen Sinn Meiner Worte zu
ergründen suchen, der euch aber auch ganz verständlich sein wird, wenn ihr Mich Selbst
im Herzen um Aufklärung bittet, denn so euer Verlangen danach ernst ist, werdet ihr
dann auch nicht anders als recht denken können .... Dann aber nehmet ihr auch ohne
Widerstand Mein Wort an, so es euch von Meinen Jüngern gebracht wird, und dann
steiget ihr in Meine göttliche Liebeflut .... ihr empfanget die Taufe .... Meine Liebe
erfüllet euch mit Meinem Geist und führet euch ein in die Wahrheit .... Liebe, Weisheit
und Kraft sind nun sein Anteil .... Der Vater, der Sohn und der hl. Geist sind der Seelen
ständige Begleiter, die sich taufen ließen mit dem Wasser des Lebens und der Liebe ....
Amen
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16
Auferstehung des Fleisches .... B.D. Nr. 6000  13.7.1954

Der Wille zur Wahrheit garantiert rechtes Denken und rechte Erkenntnis .... Ihr, die
ihr in der Wahrheit zu stehen begehret, ihr werdet reinste Wahrheit empfangen und
keinen Irrtum zu fürchten brauchen und darum stets gesegnet sein, so ihr die Wahrheit
verbreiten wollet. Was euch noch unklar ist .... was euch zu Zweifeln Anlaß gibt ....
unterbreitet Mir, auf daß Ich euch belehren kann und es in euch Licht werde ....
Die Lehre der Auferstehung des Fleisches .... so wie ihr Menschen sie gern verstehen
möchtet .... wird hinfällig, so ihr schon etwas in geistiges Wissen eingedrungen seid,
sowie ihr der Wahrheit nähergekommen und den Sinn aller Meiner Worte geistig zu
erklären versuchet. Denn was Ich gesprochen habe, ist Wahrheit, die ewig
unveränderlich bestehenbleibt .... doch den Sinn, den ihr daraus zu lesen suchet, habe
Ich wahrlich nicht in Mein Wort gelegt .... Den geistigen Sinn Meiner Worte zu fassen
ist aber jedem Menschen möglich, der nur ernsthaft nach der Wahrheit trachtet. Wer
Mich Selbst um Verständnis bittet, wer also in die Wahrheit einzudringen suchet, wird
bald licht und klar erkennen des Wortes geistigen Sinn, und er wird nicht am
Buchstaben hängenbleiben .... „Auferstehung des Fleisches ....“ Es sind diese Worte für
euch Menschen gleichbedeutend mit „Leben nach dem Tode ....“ Für euch Menschen
bedeutet „Leben“ das gleiche wie „im Fleisch dahergehend ....“, solange euer Geist noch
nicht erweckt ist, solange euch noch fremd ist, was unter „Leben“ eigentlich zu
verstehen ist. Menschen, die nicht an ein Fortleben glauben, wähnen ihr Dasein beendet
mit ihrem Leibestode. Für sie bedeutet das Verweilen in ihrer körperlichen Hülle
„Leben“; sie wissen aber, daß sie durch den Tod diese Hülle verlieren, und sie glauben
auch nicht an eine Dreiteilung .... Körper, Seele und Geist .... Für sie besteht nur der
Leib, das „Fleisch“, und mit dessen Tode ist für sie der Begriff „Leben“ erloschen.
Auferstehung des Fleisches bedeutet für sie Auferstehung des Leibes. Sie verstehen
darunter nur ihre körperliche Hülle, und es ist eine harte Lehre .... die „Auferstehung des
Fleisches“, für welche der Glaube von den Menschen gefordert wird .... Dennoch kann
sie von Segen sein, wenn der Mensch durch diese Lehre an eine Auferstehung .... an
ein Leben nach dem Tode, glaubt. Denn mit diesem Glauben wandelt er auch sein
Wesen, und dieser Wandel kann zur Erweckung führen, zur Durchstrahlung mit
Meinem Geist .... Und dann versteht er auch das Wort „Auferstehung des Fleisches ....“
Dann fasset er dessen geistigen Sinn .... Auferstehung heißt vom Tode zum Leben
erwachen .... sich erheben aus einem Schlafzustand .... aus dem Dunkel zu treten in das
Licht .... Und so wird erstmalig alles ans Tageslicht treten, was zuvor verborgen lag im
Dunkel der Nacht .... Es ersteht und es offenbart sich .... es wird lebendig, um zu
zeugen .... Im toten Zustand geschieht nichts, was bezeugt werden könnte, doch was im
Leben geschah, in dem Zustand, als ihr im Fleisch auf Erden wandeltet, das tritt nun
hervor, das offenbart sich, das steht auf, um nun zu zeugen für oder wider euch .... Nicht
aber, daß der materielle Fleischleib sich wieder aus dem Staube erhebt, um euch aufs
neue zu umkleiden zu neuem Leben. Denn dieser Fleischleib ist nur eine vergängliche
Hülle für die Seele, die unvergänglich ist, die nicht sterben kann, die aber geistig tot sein
kann beim Abscheiden von der Erde, die auch im jenseitigen Reich noch zum Leben
erwachen kann .... die also auch dort noch auferstehen kann .... wenn sie zu Jesus
Christus findet, Der ihr nun das „Leben“ gibt .... Auch Jesus Christus nahm Fleisch an,
als Er zur Erde kam, und auch dieses Fleisch mußte den irdischen Tod erleiden; auch
Jesus stand auf von den Toten, um euch Menschen zu zeugen, daß auch euer Leben mit
dem Leibestod nicht beendet ist, daß auch eure Seele auferstehen kann zum ewigen
Leben .... Er aber ließ zum Zeichen der Wahrheit Seiner Worte auch Seinen Leib
auferstehen .... Dennoch war es keine Auferstehung des Fleisches, denn Sein Leib war
vergeistigt. Die Seele hatte das Geisteskleid angezogen und alle geistigen Substanzen
entnommen aus dem irdischen Leib, weil dieser durch Sein Leben und Sterben schon
völlig vergeistigt war .... also die materiellen Substanzen des Körpers, die im Grunde
gleichfalls geistige Substanzen sind, hatten ihre Endbestimmung schon auf Erden
erreicht und konnten sich also der Seele anschließen und .... weil Jesus es so wollte ....
auch Seinen Jüngern sichtbar werden zur Stärkung ihres Glaubens. Und da
vollkommenes Geistiges nicht erdgebunden ist, konnte Sich Jesus in geistige Sphären
erheben .... als Er auffuhr gen Himmel .... Auch ihr Menschen werdet nach eurer
Auferstehung einen Leib haben .... ein geistiges Kleid, und dieses eben wird beschaffen
sein nach dem Fleisch, denn „was ihr gesäet habt, werdet ihr ernten ....“ Habet ihr
gesündigt im Fleisch, so wird euer Seelenkleid das verraten; habet ihr gute Werke
verrichtet in Liebe, so werdet ihr strahlen und also auch erkenntlich sein. Doch niemals
wird eure Seele das schwere Erdenkleid wieder anlegen, das nur für die kurze Erdenzeit
ihr Aufenthalt war, um sich in der materiellen Welt behaupten zu können .... Wer um
Sinn und Zweck der materiellen Schöpfung weiß, um den Werdegang des gefallenen
Geistigen durch diese Schöpfung zum Zwecke des Aufstieges zu Mir, der benötigt
solche Erklärungen auch nicht, und doch soll er auch widerlegen können eine Lehre, die
unsinnig ist durch falsche Auslegung .... So ihr aber durchaus von der Auferstehung des
„Fleisches“ sprechen wollet, dann lasset euch genügen die Erklärung, daß Mein Wort
auferstehen wird, zu zeugen für oder wider euch .... Ich bin das Fleisch-gewordene
Wort .... und Ich trete jedem Menschen nahe im Wort .... Und so der letzte Tag
gekommen ist, so ihr alle vor Gericht erscheinen müsset, so wird Mein Wort selbst euch
zum Gericht werden .... euch, die ihr Mein Wort entgegennahmet und es je nach eurem
Willen ausgewertet habt .... Das Fleisch wird auferstehen .... denn es wurde euch zur
Nahrung angeboten, ihr solltet Mein „Fleisch essen“ und Mein „Blut trinken“, ihr solltet
Mein Wort hungrig entgegennehmen und euch stärken lassen .... Und ihr werdet euch
verantworten müssen vor Mir, wie ihr Meine Liebegabe genützet habt. Diese Erklärung
entspricht gleichfalls der Wahrheit, und sie soll euch anspornen, euer Leben im Fleisch
auf dieser Erde zu nützen, indem ihr euch von Ihm speisen und tränken lasset, Der das
Wort ist von Ewigkeit, Das um euretwillen „Fleisch“ geworden ist .... Aus jeglicher
Erklärung wird euch wahre Weisheit entgegenleuchten, selbst wenn ihr Menschen noch
nicht in geistiges Wissen eingedrungen seid. Und jede Meiner Erklärungen werdet ihr
bereitwillig annehmen, so ihr erweckten Geistes seid, denn sie werden euch befriedigen,
während die falsche Auslegung Meines Wortes in euch einen Abwehrwillen erregt und
auch erregen muß, weil diese falsche Auslegung ihren Ausgang hat bei Meinem Gegner,
dessen Ziel ist, die Gedanken des Menschen zu verwirren, ihn von der Wahrheit
abzudrängen und ihm jeglichen Glauben zu nehmen an ein Fortleben nach dem Tode.
Eine solche falsche Auslegung beweiset auch den geistigen Tiefstand der Menschen und
auch derer, die Mein Wort den Menschen bringen und selbst noch nicht in den Sinn
Meiner Worte eingedrungen sind .... Der Buchstabe tötet .... erst der Geist erweckt zum
Leben .... Und diesen Geist sollet ihr alle anfordern, ihr sollet beten um erleuchtetes
Denken und streben nach der reinen Wahrheit, und euer Gebet wird wahrlich nicht an
Meinen Ohren verhallen .... Amen
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19
Der Buchstabe tötet .... Tote Wortverkünder .... B.D. Nr. 7884  3.5.1961
Der Geist ist es, der lebendig macht .... und ein jeder Buchstabe, der unerweckten
Geistes gelesen wird, tötet, er wird dem Menschen unverständlich bleiben, und ob sein
Verstand noch so angestrengt dessen Sinn zu ergründen sucht .... Und das ist es, was zu
vielen Irrtümern geführt hat, daß Mein Wort übersetzt wurde oder auch den
Mitmenschen zu Gehör gebracht worden ist von Menschen, die selbst noch unerweckten
Geistes waren und ihren Verstand vorsprechen ließen, wo allein das Herz hätte urteilen
oder erklären können, wenn sich Mein Geist durch dieses hätte äußern dürfen. Ich
Selbst konnte nicht mehr reden durch einen Prediger zu den Menschen, sondern er gab
aus sich heraus ihnen Lehren und Erklärungen, die nicht mehr mit der Wahrheit
übereinstimmten. Und so wurde das Evangelium, das Ich Selbst auf Erden lehrte, im
Laufe der Zeit immer mehr verbildet in seinem Sinn, und wenige nur lesen „Mein Wort“
erweckten Geistes und ziehen den rechten Nutzen daraus für ihre Seelen. Für die
anderen aber bleibt das Wort ohne Kraftwirkung, sie hören es an, und weil sie es nicht
recht verstehen, leben sie Mein Wort auch nicht aus und können daher auch nicht zur
Erweckung des Geistes gelangen .... Denn ihnen wird kaum von seiten der Prediger des
„Geistwirkens im Menschen“ Erwähnung getan, weil jene selbst es nicht verstehen ....
weil sie selbst es nicht wissen, daß es die direkte Auswirkung eines Liebelebens ist und
daß sie selbst sich überzeugen könnten, daß eine Helligkeit sie erleuchten würde, wenn
sie selbst in der Liebe lebten .... Sie lesen den Satz: Der Buchstabe tötet, erst der Geist
macht lebendig .... und wissen nicht, was das heißt .... denn sie sind selbst noch
unerweckten Geistes. Und darum kann fast nur noch von einem toten Christentum
gesprochen werden, darum gibt auch Mein Wort, das im Buch der Bücher enthalten ist,
den Menschen nicht mehr viel, darum ist der Glaube schwach und kraftlos geworden,
ihm fehlt die Kraft des Lebens, denn er kann erst lebendig werden durch die Liebe, und
die Liebe erwecket den Geist .... Und ist nur ein zartes Pflänzchen entsprossen aus der
Liebewärme, dann wird es bald stark und kräftig werden .... Es wird ein lebendiger
Glaube erwachsen, es wird alles zum Leben erwachen, was bisher tot im Menschen
darniederlag .... Es wird die Seele sich erheben und den Geistesfunken auf sich
einwirken lassen, sie wird zum Leben kommen und dieses Leben nun ewig nicht mehr
verlieren. Dann aber wird der Mensch auch jedes Wort verstehen, das in Mir seinen
Ursprung hatte .... er wird den Irrtum von der Wahrheit zu trennen vermögen, er wird
keineswegs dem Irrtum verfallen, denn der Geist belehret ihn nun, ihm bedeuten leere
Buchstaben nichts, er weiß des Wortes geistigen Sinn .... Und jedes Wort schenkt ihm
nun auch Leben, das von Mir einst ausgegangen ist und sein Ohr und Herz nun erreicht.
Dann ist er wahrlich kein toter Christ mehr, und dann wird er auch lebendig von Mir
zeugen können, er wird sich nicht nur der Worte der Schrift bedienen, sondern er wird
deren geistigen Sinn erläutern können .... er wird in Wahrheit ein Lehrer seiner
Mitmenschen sein nach Meinem Willen, denn er läßt es nun zu, daß Ich Selbst in ihm
bin und Mich äußern kann durch den Geist, wenn er seine Mitmenschen unterweiset ....
Und diese erst sind Meine rechten Diener, die in Meinem Auftrag tätig sind .... Denn
einen Verkünder Meines Wortes, der nur die Buchstaben kennt, aber deren geistigen
Sinn selbst nicht versteht, nenne Ich nicht Meinen Diener .... Denn er hat sich selbst
berufen, nicht aber zuvor sich Meiner Berufung würdig gemacht, die voraussetzt, daß
der Geist dessen erweckt ist, der für Mich tätig sein will. Doch sowie er nicht nur die
Liebe lehret, die Inbegriff Meines Evangeliums ist .... sowie er selbst auch ein Leben in
Liebe führet, wird er auch den Geist in sich zum Leben erwecken, und dann wird er Mir
ein willkommener Diener sein, durch den Ich wirken kann, durch den Ich Selbst die
Menschen ansprechen kann, die dann auch die Kraft Meines Wortes merklich werden
spüren können .... Und es werden wieder zum Leben kommen, die sich erwecken lassen,
die ernsthaften Willens Mich suchen und Meines Geistes Kraft erbitten .... Denn sie
werden sich bemühen, Mein Wort auszuleben .... sie werden durch ein Liebeleben den
Geist in sich erwecken, sie werden nicht mehr tote Verkünder Meines Wortes sein,
sondern zeugen von Mir in aller Lebendigkeit .... Amen
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21
Welches Wissen ist „Stückwerk“? .... B.D. Nr. 8769  3.3.1964

Ihr, die ihr eintreten sollet für Mich und Mein Wort, ihr sollet auch selbst recht
unterwiesen sein, ihr sollet um alles wissen, was zu wissen nötig ist, um lehrend tätig zu
sein, um jeder Frage und jedem Einwand begegnen zu können .... Und es ist dieses
Wissen kein „Stückwerk“, selbst wenn es nicht in aller Ausführlichkeit euch geboten
werden kann, weil ihr die tiefsten Weisheiten nicht zu fassen vermögt, doch ihr werdet
in alle Zusammenhänge eingeführt und immer wieder aufgeklärt, wo ihr nicht ganz
informiert seid .... Doch immer mit der Einschränkung, daß Ich euch gebe, was ihr
wirklich benötigt, daß Ich aber auch weiß, welches Wissen für euer Erdendasein ohne
Sinn und Zweck ist und es darum euch vorenthalte. Ihr Menschen gebrauchet gern
allgemeine Redensarten, wenn euch selbst etwas fehlt, anstatt euch darum zu bemühen,
euch das Fehlende von Mir zu erbitten. So auch wendet ihr oft das Wort an: „Euer
Wissen ist Stückwerk ....“, was wohl der Wahrheit entspricht, wenn ihr die Menschheit
im Allgemeinen betrachtet und auch die Menschen, die zwar mit einem scharfen
Verstand ausgestattet sind, aber nur irdische Probleme zu lösen suchen. Denn denen
wird noch viel mangeln an Wissen, solange sie nicht durch den Geist in sich belehrt
werden .... Handelt es sich aber um die Zuleitung geistigen Wissens und dann also um
jene, die von Mir den Auftrag haben, Wahrheit zu verbreiten, dann ist es auch sicher,
daß diese von Mir aus für ihre Mission vorbereitet, also ausgebildet werden, und dann
werde Ich ihnen auch zuleiten, was sie für ihr Amt benötigen. Und dann ist wahrlich
euer Einwand unberechtigt, denn sie werden euch auf alle Fragen Antwort geben
können, es sei denn, ihr vertretet ihnen gegenüber einen Irrtum mit der Behauptung,
gleichfalls von Mir belehrt worden zu sein. Dann aber werde Ich Mich sicherlich
einschalten und die rechte Erklärung euch zugehen lassen, denn es gibt nichts, worüber
ihr euch nicht Klarheit erbitten könntet .... Denn Ich will es, daß ihr Menschen euch in
der Wahrheit beweget, und Ich werde daher auch ein lückenloses Geistesgut denen
zuleiten, die für Mich tätig sein und die Wahrheit verbreiten sollen. Der Einwand, daß
das Buch der Bücher dieses oder jenes nicht enthalte, was Ich euch unterbreite, ist nur
insofern berechtigt, als daß es auch nicht alles enthalten kann, weil es einem jeden
Menschen zugänglich, aber nicht jeder Mensch für tiefere Wahrheiten aufnahmefähig
oder aufgeschlossen ist, denn der Lebenswandel des einzelnen bestimmt auch den Grad
des Verständnisses dem Inhalt der hl. Schrift gegenüber. Und immer wird es sich so
verhalten, daß der willige, reifere Mensch auch aus der Schrift herauslesen wird, was der
andere nicht daraus ersieht, weil sein Geist unerweckt ist. Und weil das Buch der Väter
für die Menschen nicht mehr das ist, was es sein soll .... Mein Wort .... bringe Ich Mich
erneut zu Gehör denen gegenüber, die Mein Wirken in sich zulassen, und Ich kläre sie
also auch auf über Dinge, die nicht in jenem Buche geschrieben sind, die aber auch ein
jeder erfahren könnte, wenn er der Schrift nach völlig in Meinen Willen eingehen und
ein Liebeleben führen würde. Darum bleibt euer Wissen auch so lange „Stückwerk“,
wie ihr letzteres nicht tut, wie ihr eben nur Leser, doch keine Täter seid Meines Wortes.
So lange werdet ihr euch mit einem Teilwissen begnügen müssen, das ihr selbst aber
jederzeit vermehren könnet, wenn ihr dies ernstlich anstrebet. Denn von Mir aus sollet
ihr im Licht wandeln und der Finsternis entfliehen, Licht aber ist wahrheitsgemäßes
Wissen, und was Ich gebe, gebe Ich auch uneingeschränkt, je nach eurer Reife und
eurem Empfangswillen .... Und wenn Ich einem jeden schon diese Zusicherung gebe,
der nur Meinen Willen erfüllt und in der Liebe lebt, so werde Ich erst recht dem ein
umfangreiches Wissen zuleiten, der in Meinem Auftrag die Mitmenschen belehren soll,
den Ich also Selbst ausbilde für seine lehrende Tätigkeit. Denn ein Lehrer muß jede
Frage beantworten können, die ihm gestellt wird, er muß für alles eine Erklärung
wissen, und er muß und wird auch in seinem Denken stets recht gelenkt sein ....
ansonsten er nicht in Meinem Auftrag tätig sein könnte als Mein Vertreter auf Erden,
der statt Meiner die Menschen belehret, doch immer mit Meinem Geistesgut. Denn
sowie er nun lehret, spricht er nicht mehr selbst, sondern er bedienet sich Meiner Worte,
die Ich ihm in den Mund lege. Und Ich Selbst kann wahrlich nicht als unwissend
bezeichnet werden, also muß auch Mein Vertreter auf Erden die Weisheit von Mir
überkommen, sowie er in Meinem Auftrag .... an Meiner Statt .... redet. Nur darauf
kommt es an, wer als Mein rechter Vertreter auf Erden anzuerkennen ist .... Und das
werdet ihr auch bald durchschauen können, denn wo tiefe Weisheit zu erkennen ist,
kann das Wissen darum nur durch Meinen Geist ihm zugeleitet worden sein. Wo aber
Mein Geist wirket, daß Ich direkt einen Menschen ansprechen kann, dort ist auch die
Garantie gegeben für eine Missionsarbeit, für die Ich Selbst Mir Meinen Knecht erwählt
habe und den Ich also auch in die Lage setzen werde, seine Mission zu erfüllen. Und
immer werdet ihr euch dort Aufschluß holen können, denn ihr wendet euch dann direkt
an Mich, sowie ihr ihn anerkennet als Meinen Vertreter auf Erden, und Ich Selbst kann
euch dann belehren, soweit ihr nun selbst für Meine Aufklärungen aufnahmefähig
seid .... Amen
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23
Studium garantiert kein geistiges Wissen .... B.D. Nr. 8842  21.8.1964
Es ist ein weites Gebiet, das euch erschlossen wird durch Meine Ansprache von
oben. Ihr dringet ein in euch unbekanntes Land, ihr nehmet ein großes, umfangreiches
Wissen entgegen, und ihr könnet euch ungewöhnlich bereichern an geistigem Gut. Doch
das verpflichtet euch auch zur Weitergabe, denn das Geistesgut soll überall hell
erstrahlen, wo sich aufnahmewillige Herzen finden. Denn was ihr empfanget, das ist
Wahrheit, und ob sie auch immer wieder Anstoß erregen wird bei denen, die ihren
Verstand höher einschätzen als geistige Übermittlungen. Doch solange die Menschen
sich nicht frei machen können von traditionell-übernommenem Geistesgut, so lange sind
sie auch nicht fähig, die reine Wahrheit zu erkennen. Denn was durch Studium
gewonnen wird, das ist totes Wissen, wenn der Geist derer nicht erweckt ist, die sich ein
solches Wissen aneignen. Und darum werdet ihr dort die größte Ablehnung erfahren, wo
nur der Verstand beteiligt war, wo Ich Selbst nicht sprechen konnte, weil Ich zum Geist
des Menschen spreche, der mit dem Vatergeist von Ewigkeit die Bindung aufrechterhält.
Selten nur werdet ihr dort Verständnis finden, was euch aber nicht hindern soll,
einzutreten für die alleinige Wahrheit, denn es wird euch kein Mensch das zu
widerlegen imstande sein, weil Ich Selbst diese Wahrheit zur Erde leite und Meinen
Argumenten wahrlich nichts entgegengesetzt werden kann. Daß sich die Menschen
Stellen aus der Bibel nach ihrem Gutdünken auslegen, läßt nur immer deutlicher ihren
Irrtum erkennen, den sie sich nur nicht eingestehen wollen auf Grund ihres jahrelangen
Studiums. Doch was nützet dieses ohne die Erweckung des Geistes. Und welchen Irrtum
hat es schon zustande gebracht .... Und eure Aufgabe ist es, dagegen anzugehen, allen
Irrtum aufzudecken und den Menschen die unverhüllte Wahrheit darzubieten, die sie
dann auch weit eher annehmen werden als Geistesgut, das Anspruch auf „Wahrheit“
machen kann. Was ihr nun unternehmet, um das Wissen von oben den Menschen
zuzuleiten, das hat Meinen Segen, und es wird auch seinen Zweck nicht verfehlen, denn
wie viele Menschen nehmen an der verbildeten Lehre Anstoß, und sie werden glücklich
sein, eine ihnen annehmbare Erklärung gefunden zu haben. Doch ihr werdet euch die
Menschen zu Feinden machen, die auf ihrem durch Studium gewonnenen Wissen
beharren, eben weil ihnen die Erweckung des Geistes mangelt. Doch das soll euch nicht
stören, denn ihr arbeitet in Meinem Auftrag .... Ihr verkündet die Wahrheit, die allein in
Mir ihren Ausgang hat .... und ihr übertreffet wahrlich jene an Wissen, denn ihr könnt
Aufschluß geben über alle jene Dinge, die der Erschaffung der Welt und des Menschen
vorangegangen sind .... Und das ist wahrlich so bedeutungsvoll, und es kann euch nicht
widerlegt werden. Jene können es nur zurückweisen als unglaubwürdig, sie werden aber
keine bessere Erklärung und Begründung ihres Seins auf dieser Erde geben können. Sie
werden zugeben müssen, daß sie darüber auch durch Studium nichts erfahren haben ....
was aber durch Mich Selbst den Menschen erklärt worden ist. Ihr Menschen könnet
euch doch nicht einbilden, daß ihr .... die ihr in einem hohen Verstandeswissen steht ....
ein Vorrecht besitzet gegenüber dem Menschen mit schwächerem Verstand, wenn es um
die Erreichung der Seelenreife geht .... Ihr könnet doch von eurer Verstandesschärfe
nicht die „Seelenreife“ abhängig machen, weil ihr „studieren“ konntet .... wenn ihr nicht
zuvor euren Geist erwecket, der euch dann aber auch auf den Irrtum hingewiesen hätte.
Dagegen kann ein schwacher Verstand zur Erweckung des Geistes gelangen, weil dazu
nur die Liebe nötig ist und diese eben geübt werden muß, um den Geist zum Leben zu
bringen. Und wer diese Liebe lebt, der kann sich nicht mit Irrlehren einverstanden
erklären .... Er weiß es genau, wo sich der Irrtum eingeschlichen hat, und er wird sich
voll und ganz dafür einsetzen, diese Irrlehren auszurotten. Ob ihr nun dieser oder jener
Geistesrichtung angehört .... bevor ihr nicht den Geist zum Leben erwecket, bleibt euer
Wissen ein totes Wissen, das keine Kraft auszustrahlen vermag auf die Zuhörer .... Das
sei allen denen gesagt, die Meine Offenbarungen zurückweisen auf Grund ihres
Weltwissens, das Ich darum nicht anders benennen kann, weil es auf dem Wege des
Studiums erzielt wurde, aber nicht für Wahrheit garantiert, die allein nur von Mir .... als
dem Urquell der Wahrheit .... erlangt werden kann .... Amen
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25
Erkennen der rechten Boten .... B.D. Nr. 8272  14.9.1962

Den Willen des Menschen, in der Wahrheit zu stehen, werde Ich segnen, denn dann
kann Ich Mich ihm auch offenbaren, Ich kann ihm die Wahrheit zuleiten gedanklich
oder ihn ansprechen, so daß er Mein Wort vernimmt. Ich will keineswegs, daß er ein
Gedankengut annimmt, das ihm zweifelhaft erscheint, denn auch diese Zweifel sind
dann berechtigt, wenn er ernstlich nach der Wahrheit verlangt. Dann sind diese Zweifel
schon eine leise Abwehr dessen, was der Wahrheit widerspricht. Ihr fraget Mich also,
woran ihr die Wahrheit erkennet, ihr fraget, wen ihr als Meine Boten ansehen sollet ....
Wenn Ich eine große Offenbarung zur Erde leite, so werdet ihr eine solche stets als von
Mir ausgehend erkennen an dem hellen Lichtstrahl, der euer Herz erleuchtet .... Denn
eine göttliche Offenbarung muß euch einen Reichtum vermitteln, ihr müsset etwas
empfangen, was euch beglückt, was ihr nicht mehr hingeben wollet .... immer
vorausgesetzt, daß ihr ernstlich die Wahrheit begehret .... Denn dann offenbart Sich
euch die Ewige Wahrheit Selbst. Und dann ist es auch gleich, ob ihr dieses Geschenk
direkt empfanget oder durch Meine Boten, denn auch dann werdet ihr das gleiche
Empfinden haben, weil sie nur das gleiche euch vermitteln, was von Mir seinen
Ausgang hat. Lässet euch aber ein geistiges Gedankengut unberührt oder wehret ihr
euch innerlich dagegen, dann könnet ihr es unbedenklich ablehnen, dann wird es
niemals eine göttliche Offenbarung sein, sondern zumeist eigenes oder übernommenes
Gedankengut, das keine Kraftwirkung hat. Ihr brauchet auch dann nicht zu fürchten, ein
Unrecht zu tun, denn wer Mich Selbst zu hören begehrt, der erkennt auch Meine
Stimme .... „Wer Meine Gebote hält, der ist es, der Mich liebet .... ihm will Ich Mich
offenbaren ....“, d.h., Ich werde Mich ihm zu erkennen geben. Und erkennen wird Mich
der Mensch, wenn er Aufschluß erhält über Mein Wesen .... wenn ihm an Wissen das
vermittelt wird, was ihm bisher verborgen war .... Und an diesem Wissen wird er Mich
Selbst also erkennen können .... Das Wissen wiederum ist Licht, das euch von innen
heraus erleuchtet. Wird euch nun verschiedenes, d.h. voneinander abweichendes Wissen
von außen zugetragen, so brauchet ihr nur euch innig Mir zu verbinden und Mich um
rechtes Erkennen angehen, und wahrlich, ihr werdet es fühlen, welches Geistesgut von
Mir seinen Ausgang genommen hat, und unbedenklich das andere ablehnen können.
Nicht jeder Mensch vernimmt Mein Wort direkt, und doch spreche Ich Selbst ihn an,
wenn ihm das direkt empfangene Wort vermittelt wird .... Und wenn Ich Selbst ihn
anspreche eben durch diese Meine Boten, die es von Mir direkt empfangen haben, so
wird er selbst sich auch von Mir angesprochen fühlen, und das sei euch der sicherste
Beweis, daß euch reinste Wahrheit zugeht, denn dieses Gefühl lege Ich Selbst euch in
das Herz .... Ferner habt ihr einen sicheren Beweis einer „göttlichen Offenbarung“,
wenn dadurch immer wieder bestehende Irrlehren aufgedeckt werden, wenn der Inhalt
solcher Offenbarung eine offensichtliche „Reinigung des Evangeliums“ bezweckt, das
immer wieder durch Menschenwillen verbildet worden ist .... Und rechte Boten können
dann immer nur die Menschen sein, die also die Wahrheit einer solchen Offenbarung
vertreten, die dafür sorgen, daß diese Offenbarungen den Menschen zugeleitet
werden .... Da Ich die Ewige Wahrheit Selbst bin, werde Ich also auch dafür Sorge
tragen, daß die Menschen in der Wahrheit sich bewegen können, wenn sie danach
ernstlich verlangen .... Und so muß eine Offenbarung Meinerseits ihnen Aufklärung
geben über alles, was in geistiges Gebiet hineinragt. Ich nenne also nur die Menschen
„Meine Boten“, die dieses Mein direkt zur Erde geleitetes Wort zu verbreiten suchen ....
Ich gieße wohl Meinen Geist aus über alles Fleisch, wie Ich es verheißen habe .... Doch
darunter ist nicht nur eine solche offensichtliche ungewöhnliche Offenbarung
Meinerseits zu verstehen, sondern erleuchtetes Denken, rechtes Reden in geistigen
Debatten, Erkennen Meines göttlichen Wortes, also auch volles Verständnis für das
ungewöhnliche Wissen, das Inhalt Meiner Offenbarungen von oben ist .... Und es
werden stets Empfänger Meines Wortes das gleiche verkünden und vertreten, wenn sie
direkt von Mir angesprochen werden können .... Und darum kann eine ungewöhnliche
Offenbarung immer als Prüfstein für die Wahrheit von Geistesgut angesehen werden,
denn da sie vordringlich das Wissen um das Erlösungswerk Jesu Christi zum Inhalt hat,
ist auch der göttliche Ursprung erwiesen und somit auch die volle Wahrheit
garantiert .... Amen
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27
Rechte Vertreter Gottes sind von Ihm Selbst berufen .... B.D. Nr. 8716  5.1.1964

Wer sich freiwillig erbietet, Mir zu dienen, der hat einen gewissen Liebegrad erreicht,
der nun auch die Voraussetzungen schafft, tauglich zu sein für den Dienst in Meinem
Weinberg. Und so könnet ihr alle, die ihr ernstlich den Willen aufbringet, für Mich und
Mein Reich tätig zu sein, auch dessen überzeugt sein, daß Ich euren Dienst annehme.
Nun aber geben viele Menschen sich als Diener Gottes aus, und sie sind es doch nicht,
weil ihnen ebenjene Voraussetzungen fehlen, die eine gemeinsame Arbeit mit Mir
gewährleisten .... Doch für euch Menschen ist es nicht immer leicht, einen Unterschied
zu machen; es ist nicht immer leicht, Meine rechten Diener zu erkennen, denn auch die
anderen reden mit schönen Worten, aber sie haben keinen direkten Auftrag von Mir, sie
geben sich als Meine Diener aus, sind jedoch nicht von Mir Selbst zu ihrem Dienst für
Mich berufen worden. Und nur der rechte, von Mir Selbst in sein Amt eingesetzte
Diener wird erkennen, wer in Meinem Namen spricht, wer in Wahrheit tätig ist für Mich
und Mein Reich. Denn es muß eine lebendige Verbindung zwischen Meinen Dienern
und Mir hergestellt werden von deren Seite, es muß der Gott der Liebe als Vater erkannt
werden, mit Dem das Kind in direkte Verbindung treten kann .... Doch zumeist suchen
die Menschen und auch jene, die sich berufen glauben, die Menschen zu führen, Mich
noch in der Ferne, sie stehen noch weitab von Mir, die innige vertraute Bindung stellen
sie nicht her, und dann kann das eine nicht stattfinden, was einen rechten, von Mir
berufenen Diener kennzeichnet: daß er von Mir direkt belehrt wird, daß er jeden Auftrag
von Mir direkt entgegennimmt, daß er in der innigen Bindung Meine Ansprache begehrt
und nun auch von Mir mit reinster Wahrheit bedacht wird .... Was jetzt noch in der Welt
besteht als Geistesrichtung, kirchliche Verrichtungen und Organisationen, das kann alles
nur als ein Schalenwerk betrachtet werden, dem der Kern fehlt: die reine Wahrheit ....
Überall wird es Menschen geben, die jenes innige Verhältnis mit Mir herstellen und
auch in direkter Ansprache aufgeklärt werden können von Mir, aber sie werden sich
nicht durchsetzen bei den Mitmenschen, sie werden entweder an ihre Geistesrichtung
gebunden sein und zuwenig Widerstandskraft aufbringen, auf daß sie sich offen
dagegenstellen, wenn sie die Wahrheit erkannt haben .... oder sie werden verfolgt
werden und am Wirken für Mich und Mein Reich verhindert werden .... Denn die Macht
dessen ist groß, der Mein Gegner und Feind ist, doch sie ist dem Gegner von den
Menschen selbst eingeräumt worden, weil alle blinde Mitläufer sind, die bedenken- und
gedankenlos annahmen, was ihnen vorgesetzt wurde, und nicht mehr davon lassen
wollen .... Und es ist daher die Zahl Meiner rechten Vertreter auf Erden nicht sehr groß,
doch sie allein bewegen sich in der Wahrheit und können diese daher auch weiterleiten,
denn wenn nur die Menschen einmal sich fragen möchten, ob sie sich wirklich in der
Wahrheit bewegen, und Mich im Verlangen nach ihr innig bitten (würden) um
Aufklärung, um Erhellung des Geistes .... Doch es ist ihnen zumeist gleichgültig, was
sie glauben; sie nehmen nicht Stellung zu dem Geistesgut, das ihnen zugeführt wurde
(wird) .... Und sie wissen nicht, wie sich diese gleichgültige Einstellung an ihren Seelen
auswirkt, die die Folgen tragen müssen, wenn sie eingehen in das jenseitige Reich.
Derer, die für Mich in Meinem Namen arbeiten, gibt es nur wenige, doch durch diese
leite Ich die reine Wahrheit zur Erde und mache sie auch jedem Menschen zugänglich,
der nur ernstlich die Wahrheit begehret. Aber Ich zwinge niemanden, sie
anzunehmen, wie Ich aber auch nicht zwangsläufig einen Menschen bestimme, die reine
Wahrheit von Mir entgegenzunehmen .... Alles bestimmt der freie Wille, den Ich nicht
antaste. Und im freien Willen habt ihr Menschen auch die Erklärung, die ihr fraget,
warum ich eine solche Verbildung der Wahrheit zugelassen habe .... Ein jeder Mensch
kann in sich die Liebe entzünden und immer heller aufflammen lassen .... Und die Liebe
wird auch ein Licht ausstrahlen .... Und hat er nun den Willen, in der Wahrheit zu
stehen, dann wird er erkennen das Machwerk Meines Gegners, der immer die Wahrheit
zu untergraben sucht, und er wird zu Mir Selbst kommen und von Mir Aufklärung
begehren, die Ich ihm auch sicher zugehen lasse .... Und so werden sich auch
liebewillige und liebetätige Menschen abgestoßen fühlen von irrigen Lehren und die
Wahrheit gern und begierig annehmen .... Es wird der liebende Mensch immer Mich
Selbst vor alle kirchlichen Organisationen setzen, ganz gleich, welche Geistesrichtung
diese vertreten .... Er wird immer zu Mir den Weg nehmen und also sich der Kirche
anschließen, die Ich Selbst auf Erden gegründet habe, die auf dem lebendigen
Glauben .... der Liebe bedingt .... errichtet ist. Dieser Kirche sollet ihr Menschen alle
angehören, diese Kirche ist die allein seligmachende Kirche, denn diese Kirche ist eine
geistige Gemeinschaft der Gläubigen, und ihre Mitglieder können aus allen
Geistesrichtungen kommen .... Sie brauchen nur die Gebote zu erfüllen, die Ich Selbst
auf Erden gegeben habe: Die Gebote der Gottes- und der Nächstenliebe .... Dann
werden sie auch zu einem lebendigen Glauben gelangen, sie werden das Wirken
Meines Geistes in sich ermöglichen, das das Wahrzeichen der Kirche ist, die Ich auf
Erden gründete .... Glaubet es, ihr Menschen, daß Ich euch nur eurem Liebegrad nach
bewerte, und glaubet es, daß die Liebe euch auch Weisheit garantiert, die Erkenntnis,
das Wissen, das der Wahrheit entspricht. Und wo dieses Wirken des Geistes nicht
anzutreffen ist, dort sind auch nicht Meine rechten Vertreter, dort sind keine Diener, die
Ich Selbst berufen habe und eingesetzt in ihr Lehramt .... Denn sie sind selbst ohne
jegliches Lehrgut, weil sie es nicht von Mir direkt empfangen können und sie sich
dessen bedienen, was Mein Gegner immer wieder mit Irrtum durchsetzt hat .... was nicht
mehr als reine Wahrheit anzusprechen ist. Denn bedenket, daß Ich Selbst euch die
Verheißung gab, euch „einzuführen in die Wahrheit ....“ durch Meinen Geist. Und fraget
euch, warum Ich euch diese Verheißung gegeben habe, wenn Ich Selbst doch euch die
Wahrheit gebracht hatte, als Ich über die Erde wandelte als Mensch Jesus .... Und ihr
werdet aus diesen Worten schon entnehmen können, daß Ich wußte, daß die Wahrheit
sich nicht unter Menschen lange rein erhält und Ich dies nicht hindern konnte, wollte Ich
nicht den Willen der Menschen unfrei machen .... Aber Ich habe euch immer wieder die
Zuleitung der reinen Wahrheit zugesichert, weil ich es weiß, daß ihr nur durch die
Wahrheit selig werden könnet, und weil Ich auch um den Zustand jener weiß, die mit
irrigem Geistesgut eingehen in das jenseitige Reich.
Denn um selig sein zu können, müsset ihr Wahrheit austeilen können denen, die in
der Finsternis des Geistes sich noch befinden .... Und darum müsset ihr selbst erst die
Wahrheit besitzen und euch völlig frei machen von irrigem Geistesgut .... Denn das eine
werdet ihr verstehen, daß in der irdischen Welt nimmermehr die Zustände so verworren
sein könnten, wenn das Licht der Wahrheit die Menschenherzen erfüllte. Und aus dem
irdischen Zustand um euch könnet ihr auf den geistigen Tiefstand der Menschen
schließen, der allein in Lieblosigkeit und als Folge davon völliger geistiger Blindheit
seine Begründung hat. Wer zum Licht gelangen will, dem wird es leuchten .... wer in der
Finsternis verharren will, dessen Wille wird auch geachtet, aber sein Los dereinst wird
qualvoll sein .... Amen
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30
Allein-seligmachende Kirche .... B.D. Nr. 5456  4.8.1952
Es gibt keine allein-seligmachende Kirche, wenn darunter eine Organisation
verstanden wird. Wer aber der von Mir auf Erden gegründeten Kirche angehört, der
wird auch selig werden, denn schon das garantiert ihm die ewige Seligkeit, daß er ein
Glied Meiner Kirche ist, daß er also im Glauben lebt, der durch die Liebe zu einem
lebendigen geworden ist. Nicht die „Kirche“ sichert dem Menschen die Seligkeit,
sondern der Glaube und die Liebe .... die aber auch gänzlich fehlen können trotz der
Zugehörigkeit zu einer Kirche, die von Menschen ins Leben gerufen wurde und als die
„allein-seligmachende“ von Mir gegründet sein soll. Wohl können aus jeder Kirche oder
Geistesrichtung wahre Glieder Meiner Kirche hervorgehen, denn nur der Glaube und die
Liebe bestimmen dies; es kann aber niemals ein Mensch dieser Meiner Kirche
angehören, der nicht die Kennzeichen dieser aufweisen kann .... Mein Geistwirken, das
Glauben und Liebe zur Grundlage hat. Mein Reich ist nicht von dieser Welt, und so
auch waren Meine Worte wohl zu den Menschen dieser Welt gerichtet, doch sie hatten
geistigen Sinn, denn sie sollten Mein geistiges Reich gründen helfen, sie waren gegeben
im Hinblick auf das Reich, das außerhalb dieser Welt besteht, das in Ewigkeit nicht
vergeht. Das was Ich forderte von den Menschen, sollte ihnen ein ewiges Leben im
geistigen Reich sichern, es sollten wohl Meine Forderungen auf Erden erfüllt werden,
doch nicht mit irdischen Taten, bei denen die Seele unbeteiligt sein konnte .... sondern
die Seele muß Meinem Willen nachkommen .... Sie allein muß ihre Umgestaltung
zuwege bringen, und so sie danach aufrichtig strebt, ist sie schon ein Glied Meiner
Kirche, denn dann hat der Mensch auch den Glauben, und was ihn innerlich antreibt zu
eifrigem Streben, das ist Mein Geist, Meine Stimme, die er vernimmt und der Folge zu
leisten er bemüht ist. Und dieses Geistwirken beweiset die Zugehörigkeit zu Meiner
Kirche .... die dann wohl auch selig macht .... Ich brachte den Menschen das reine
Evangelium, Ich klärte die Menschen auf über alles, was nötig war, um in Mein Reich
eingehen zu können, das nicht von dieser Welt ist .... Ich lehrte sie Liebe üben und gab
ihnen also den Weg an, der hinanführt in das Reich der Seligkeit, Ich sammelte um
Mich alle, die bisher falsch belehret waren, und also war Ich ihr Prediger, Der Seine
Kirche vertrat und ihre seligmachende Wirkung den Menschen zuwenden wollte, die
Ihn hörten .... Ich gründete sonach die echte Kirche, als Ich auf Erden wandelte, und
nahm alle darin auf .... Juden, Heiden, Zöllner und Sünder .... und die an Mich glaubten,
die Meine Lehre annahmen und danach lebten, denen sandte Ich nach Meinem Tode
auch Meinen Geist .... das Wahrzeichen Meiner Kirche, die von den Pforten der Hölle
nicht überwunden werden kann .... Wo aber ist das Geistwirken in der Kirche, die sich
die „alleinseligmachende“ nennt? Wohl kann auch dort Mein Geist wehen, doch dann
muß die Bindung mit Meiner Kirche vorangegangen sein, denn Ich allein gieße Meinen
Geist aus, und immer nur dort, wo die Bedingungen erfüllt werden, die ein Wirken
Meines Geistes zur Folge haben. Und dort wird auch die wahre Kirche Christi zu
erkennen sein, denn was auch gegen die Menschen unternommen wird, die ihr
angehören, sie werden nicht überwunden oder verdrängt werden können, und ob die
Hölle selbst gegen sie vorgeht .... sie ist unüberwindlich, weil sie Mein Werk ist .... weil
sie allein die geistige Kirche ist, die zur Seligkeit führt, weil in ihr keine Scheinchristen
sein können, da diese sich selbst ausschließen aus der Gemeinschaft der Gläubigen und
darum auch nicht rechte Christibekenner und gläubige Vertreter Meines Namens sind,
wenn sie auf die Probe gestellt werden. Und diese Glaubensprobe wird von ihnen
verlangt werden, sie wird von allen verlangt, die sich gläubig nennen, und dann wird es
sich zeigen, wer der rechten Kirche, der Kirche, die Ich Selbst gegründet habe angehört;
dann wird es sich zeigen, wo Mein Geist wirksam ist und welche Kraft er zu spenden
vermag denen, die um Meines Namens willen angegriffen werden, die Mich jedoch
freudig bekennen werden vor der Welt, so die Entscheidung gefordert wird. Und dann
wird es sich auch zeigen, wie wenig die Kirche hält, was sie verspricht, die sich die
allein-selig-machende nennt .... wie alle diejenigen abfallen werden, die wohl ihr, aber
nicht Meiner Kirche angehörten, die nun ihre Haltlosigkeit erkennen, nicht aber den
geistigen Wert der Kirche, die auf dem Glauben gegründet ist, der eines Petrus Stärke
hat .... Denn ein jedes Meiner Worte war und ist geistig zu verstehen und kann auch nur
dann verstanden werden, so Mein Geist in einem Menschen wirken kann. Dann aber ist
sein Glaube lebendig, und er erstrebet nur noch das Reich, das nicht von dieser Welt
ist .... Amen
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32
Kirchenbauten? .... B.D. Nr. 6402  15.11.1955

Meinem Willen entspricht es nicht, wenn Mir Gebäude errichtet werden in Prunk und
Glanz, zu einer Zeit, wo es ganz besonders nötig ist, daß die Augen der Menschen nach
innen gerichtet sind, daß sie nicht auf Dinge gelenkt werden, die noch der Welt
angehören, die nicht geeignet sind, Mein Reich zu gewinnen mit seiner Pracht und
Herrlichkeit .... Alles, was euer Auge fesselt, alles, was die Sinne des Menschen berührt,
hindert ihn an der Selbstbetrachtung, an der stillen inneren Einkehr, die euch Menschen
so dringend nötig ist, weil ihr kurz vor dem Ende steht .... Immer wieder muß Ich euch
Meine Worte ins Gedächtnis rufen: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt ....“ Warum
glaubt ihr, Mich durch Prunkgebäude ehren zu müssen, warum richtet ihr alles nach
außen aus und nehmet nicht viel eifriger die Arbeit an euren Seelen in Angriff? .... Ihr
Menschen begreifet es noch immer nicht, daß Ich nicht dort zu finden bin, wo ihr Mich
hinversetzen wollet .... Ihr alle habt die Möglichkeit, Mich bei euch gegenwärtig sein zu
lassen .... Ihr alle habt selbst in euch den Ort, wo Ich sein will. Jedem einzelnen von
euch bin Ich so nahe, wie ihr Mich wünschet, und jeder einzelne von euch hat die
Macht, Mich zu sich zu ziehen, wenn er nur Meine einzige Forderung erfüllt, daß er sein
Herz zur Liebe gestaltet .... Denn „wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Mir und Ich in
ihm ....“ Nur die Liebe sichert euch Meine Gegenwart .... niemals aber kann Ich dort
sein, wo ihr Mich suchet, wenn nicht euer Herz liebeentflammt ist. Und darum ist es
töricht, Mir Häuser bauen zu wollen, die zu nichts anderem dienen, als zeitweise
Menschen zu versammeln, die in falschen Begriffen leben .... Denn die mit Mir reden
wollen, können es tun im Herzen und an allen Orten .... sie benötigen wahrlich nicht
Versammlungsräume solcher Art, daß dem Auge geboten wird, was jede tiefe
Sammlung ausschließt .... Überall, wo Mein Wort euch Menschen vermittelt wird, wo
ihr Predigten hören könnet, nach denen euer Herz verlangt, dort weile Ich und rede
Selbst durch den Verkünder Meines Wortes die Menschen an, die Mich hören wollen ....
Denn Mein Wort zu hören ist allein wichtig für euch Menschen, die ihr so nahe vor dem
Ende und doch noch endlos weit von Mir entfernt steht .... Nur das, was geeignet ist, die
Seele aus ihrem Schlaf zu erwecken, findet Meine Zustimmung und Meinen Segen.
Doch wie kann eure Seele zum Leben erwachen durch äußerliche Veranstaltungen,
durch weltlichen Prunk und Glanz, durch immerwährenden Ohren- und
Augenschmaus .... durch alles, was die äußeren Sinne des Menschen berührt, nicht aber
der Seele das Leben geben kann .... Sie kann nur durch die Liebe erwachen und
gesunden, und die Liebe muß daher überall vorangestellt werden .... Liebe muß
gepredigt und geübt werden, wozu euch immer Gelegenheit geboten wird. Um wie
vieles eher findet eine Seele zu Gott, der Liebe zugewendet wird, die Gegenliebe
erweckt .... Tuet Gutes eurem Nächsten, lindert dessen Not, suchet zu helfen in jeder
Weise .... geistig und irdisch sollet ihr den Mitmenschen betreuen und ihm das
zuwenden, was ihm fehlt .... nicht aber tote Dinge errichten, deren Herstellung deshalb
nicht Meinem Willen entspricht, weil auch die irdische Not auf Erden so groß ist, daß es
wahrlich Mir wohlgefälliger wäre, wenn diese Not gelindert würde .... Was glaubt ihr
wohl, Mir damit anzutun? Alle Schätze der Welt sind Mein Eigentum, das aber
dringend der Erlösung bedarf aus der Fessel Meines Gegners. Ihr aber bannet es fester,
ihr wollet Bauten errichten von Ewigkeitsdauer, und ihr glaubet, Mir damit eine Ehre zu
erweisen? Und wenn Meine Liebe nicht auch mit diesem unerlösten Geistigen Erbarmen
hätte, würden seine Qualen unermeßlich verlängert durch den Willen von Menschen, die
den Sinn des Lebens noch nicht begriffen haben, sich aber anmaßen, den Menschen
geistige Führer zu sein .... Ihr steht kurz vor dem Ende, und darum erklingen Meine
Worte überaus mahnend und warnend, denn ihr, die ihr solches befürwortet oder anregt,
ihr traget dazu bei, daß unzählige Seelen weiter ihren Todesschlaf halten, aus dem nur
Mein lebendiges Wort, das die Liebe lehrt, sie erwecken kann .... Die Liebe soll
gepredigt und geübt werden .... und ihr alle werdet es wissen, wo ein Liebewirken nötig
ist, denn ihr seht überall um euch Not und Elend, das zuerst behoben werden muß,
bevor Ich euer Tun segnen kann .... Amen
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34
Gotteshäuser .... B.D. Nr. 1083  5.9.1939
Als bleibende Stätte der Verehrung Gottes habet ihr Menschen euch Bauten
geschaffen, die dem Willen des Herrn wenig entsprechen, und es ist dadurch die
eigentliche Gottesverehrung im Herzen des Menschen auf ein Minimum gesetzt worden,
es wird weit mehr Wert gelegt auf Äußerlichkeiten in eigens dafür erbauten Häusern als
auf den innerlichen Verkehr vom Menschen zum himmlischen Vater. Doch dieser allein
muß aller Gottesverehrung zu Grunde liegen. Jede Handlung mit Schaugepränge
entbehrt der tiefen Innerlichkeit, und es ist dies auch verständlich, ist doch dabei der
Mensch mit aller irdischen Materie zu sehr verknüpft, als daß er wahrhaft schlicht und
innig sich dem Vater im Himmel verbinden könnte. Wo eine sichtbare Darstellung
etwas Geistiges motivieren soll, ist immer Gefahr, daß alles Sichtbare beachtet und das
Geistige vernachlässigt wird .... Es kann das Erdenkind überhaupt erst zu innerlicher
Ruhe, zur Vergeistigung kommen, so alles Sichtbare und dem Menschen zu Sinnen
Gehende völlig ausgeschaltet wird .... Es muß ein jeder Mensch unglaublich ringen und
ständig auf der Hut sein, daß irdische Begierden und irdische Gedanken nicht die
Oberhand gewinnen, denn im gleichen Maß, wie solche zunehmen, geht der Wille für
das Geistige zurück, und es ist maßlos schwer, dann in innigste Fühlung mit dem
Geistigen zu kommen. Und daher ist es verständlich, daß auch alle Zeremonien, alle
Handlungen, die gewissermaßen etwas Geistiges den Menschen anschaulich machen
wollen, gerade dazu geeignet sind, den Menschen äußerlich oder oberflächlich werden
zu lassen. Suchet der Mensch aus innerstem Antrieb sich selbst zu vergeistigen, dann
wird es ihm erklärlich werden, wie ausdauernd er ankämpfen muß gegen alle Einflüsse
von außen .... wie er immer wieder versuchen muß, alles um sich herum auszuschalten,
um sich voll und ganz dem Reingeistigen hingeben zu können. Und alles dieses ist nicht
möglich an einer Stätte, wo so viele Menschen weilen und auch regelmäßige
Handlungen stattfinden, die vollste Aufmerksamkeit von seiten des Menschen fordern,
aber eben umgekehrt die Aufmerksamkeit ablenkt von dem, was allein wichtig ist vor
Gott .... Es soll sich der Mensch keinen Gedanken hingeben, daß es ihm zur Sünde
angerechnet wird, so er diesen Äußerlichkeiten nicht nachkommt .... Gültig vor dem
Herrn ist allein die Tiefe des Glaubens, der Grad der Liebe und die schrankenlose
Hingabe des Erdenkindes an seinen Vater .... und wer sich dessen befleißigt, braucht
nicht das Gericht des Vaters zu fürchten .... er handelt, wie es dem Vater wohlgefällig
ist, und suchet in allem den Kern, nicht aber die Schale .... Und es achtet der Herr nicht
der formvollendeten Handlungen, die doch eben nur rein äußerlich begangen werden,
nicht aber den Kern der Sache berühren, denn zur Verinnerlichung des Gemütes gehört
ein immerwährendes Sich-Verbinden mit dem göttlichen Herrn und Heiland. Und es
genügen die festgesetzten Zeiten der Gottesverehrung nicht im entferntesten dazu, die
seelische Reife zu erlangen .... Es muß vielmehr das Erdenkind zu jeder Stunde des
Tages Gott dem Herrn seine Liebe, Verehrung und seinen Dank zollen und ständig
streben nach der Freiwerdung des Geistes .... Und dazu sind vorgeschriebene
Feierlichkeiten wahrlich nicht geeignet, denn sie lassen eher das menschliche Gemüt
gleichgültig werden und fälschlicherweise es noch im Glauben, dem göttlichen Willen
entsprochen zu haben. Und es ist dies um des geistigen Stillstandes oder Rückschrittes
wegen außerordentlich bedauerlich, da der Mensch jede Stunde nützen soll, um an sich
und seiner Seele zu arbeiten zum Zwecke der Vollendung .... Amen
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35
Unfehlbarkeit des Kirchenoberhauptes .... B.D. Nr. 2383a  25.6.1942
Jede Glaubenslehre soll geprüft werden, bevor sie angenommen wird. Dies fordert
Gott von euch, um das Wirken des Gegners von Gott abzuschwächen, denn ihr selbst
werdet dann auch erkennen, was sein Werk ist. Sein Bestreben ist, die göttliche
Wahrheit zu durchsetzen mit Irrtum, doch es kann der Mensch sehr wohl erkennen, so er
ernstlich das ihm Gebotene prüft im Verlangen, nur das Göttliche, Wahre anzunehmen.
Es bedienet sich der Widersacher des menschlichen Willens, d.h., er beeinflußt den
Menschen, eigenmächtig der göttlichen Lehre Lehren hinzuzusetzen und sie als von
Gott gegeben zu verbreiten. Menschenwerk aber ist nicht frei von Irrtum und somit auch
die reine göttliche Lehre verunstaltet, und das desto mehr, je weniger die Menschen
selbst prüfen und nachdenken. Und wieder ist es des Widersachers Werk, daß
menschliche Lehren das Prüfen und Nachdenken darüber unterbinden .... daß also
gefordert wird von den Menschen, eine jede Glaubenslehre bedingungslos anzunehmen,
und ein Prüfen derselben als Unrecht hingestellt wird. Und dadurch wird das Wirken
dessen außerordentlich begünstigt, der der Fürst der Lüge ist. Gott aber fordert von den
Menschen einen lebendigen Glauben, d.h. einen Glauben des Herzens, einen Glauben,
der voller Überzeugung bejaht, was ihm gelehrt wird. Jede göttliche Wahrheit wird der
Mensch, der ernstlich darüber nachdenkt, auch voller Überzeugung bejahen können, das
Werk des Satans aber wird er niemals annehmen können. Er wird es bald als
Menschenwerk erkennen und also leichten Herzens dahingeben können, weil er es als
wertlos erkennt. Prüfet alles und das Beste behaltet .... Und weil das Prüfen
unweigerlich zur Folge haben muß, daß jeglicher Irrtum erkannt und abgewiesen wird,
verstand es der Widersacher, das Prüfen von Glaubenslehren zu unterbinden durch
Aufstellen einer Lehre, die das menschliche Denken ausschalten sollte und daher sehr
üble Folgen gezeitigt hat .... Es ist dies die Lehre der Unfehlbarkeit des
Kirchenoberhauptes, die scheinbar den Menschen jeglicher Verantwortung enthebt, ihn
jedoch in tiefstes geistiges Dunkel führt, so sie anerkannt und als göttliche Wahrheit
gewertet wird. Denn es konnte dann jegliche irrige Lehre als göttliche Wahrheit
hinzugefügt werden, ohne daß sie beanstandet oder abgewiesen werden durfte. Und
somit war jeglichem Irrtum die Tür geöffnet .... es war dem Wirken des Widersachers
ein Feld zur Verfügung gestellt worden, auf das er ausgiebig seine Saat ausstreuen
konnte ....
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36
Unfehlbarkeit des Kirchenoberhauptes .... B.D. Nr. 2383b  25.6.1942

Wenn von den Menschen gefordert wird, die Lehre der Unfehlbarkeit des
Kirchenoberhauptes zu glauben, so bedeutet dies so viel, als daß nun kritiklos jede
weitere Lehre oder Bestimmung anerkannt oder angenommen werden muß, die das
Kirchenoberhaupt aufstellt, und also wird das Nachdenken und Entscheiden des
Menschen ausgeschaltet, was jedoch unerläßlich ist, soll der Mensch dereinst zur
Verantwortung gezogen werden für seine Stellungnahme zu Gott. Ein jeder Mensch
muß sich selbst verantworten, folglich muß er sich selbst entscheiden in vollster
Willensfreiheit .... Um sich aber entscheiden zu können, muß er prüfen und bedenken
können, wofür er sich entscheiden soll .... Nicht aber, daß ein einzelner Mensch
entscheidet und dieser Mensch nun von tausenden und abertausenden Menschen fordert,
sich seiner Entscheidung anzuschließen, und diese Forderung in die Form eines
Gebotes .... (einer Lehre) .... kleidet, was unstreitbar der Fall ist, wenn jegliches
Kirchengebot als dem Willen Gottes entsprechend anerkannt werden soll, weil ihm die
Unfehlbarkeit des Kirchenoberhauptes (angeblich) zugrunde liegt. Diese Lehren werden
nun bedenkenlos angenommen, ohne daß der Mensch sich den Sinn und Zweck derer
klarmacht, und die Folge davon ist, daß mechanische Handlungen ausgeführt werden,
die mit einer freien Entscheidung, mit einem tiefen Glauben und mit inniger
Gottverbundenheit nichts zu tun haben .... Es wurde ein Gottesdienst konstruiert, der in
Wirklichkeit kein Gottesdienst ist. Es wurden Gebräuche eingeführt, die mehr oder
weniger Formen sind .... Es ist das Wirken des Widersachers gelungen, die Menschen
unter dem Deckmantel der Frömmigkeit der Wahrheit zu entfremden, sie zu hindern an
eigener Denktätigkeit und also auch freiem Entscheid, denn alles dieses unterbindet der
Gegner Gottes durch die Lehre der Unfehlbarkeit. Denn so dem Menschen diese Lehre
glaubhaft gemacht wird, braucht er selbst nicht mehr Stellung dazu zu nehmen. Er
erkennt also an, ohne zu prüfen, er braucht sich nicht zu entscheiden, denn ein anderer
hat sich für ihn schon entschieden, und es wird der freie Wille nicht genützt, sondern es
muß der Mensch glauben, was ihm als Glaubenslehre geboten wird, will er nicht in
Konflikt kommen mit dieser einen, von der Kirche so wichtig hingestellten
Glaubenslehre, daß sich das Kirchenoberhaupt niemals irren oder falsche Maßnahmen
treffen kann, so er eine die Kirche betreffende Entscheidung ausspricht. Wert vor Gott
hat nur die freie Entscheidung, diese aber muß der Mensch selbst treffen und also jedes
Für und Wider dessen bedenken, was ihm als Glaubenslehre unterbreitet wird. Erst was
er im Herzen bejahen kann, kann Glaube genannt werden, nicht aber, wozu er sich
gezwungener Weise bekennt .... Denn eine Gott-gewollte Glaubenslehre wird jeder
Prüfung standhalten und desto überzeugter angenommen werden, je tiefer der Mensch
sich damit befaßt .... Was aber nicht von Gott ist, hält keiner Prüfung stand und wird
verworfen werden von jedem ernstlich um Erkenntnis ringenden Menschen .... Amen
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37
Unfehlbarkeit .... Kirchengebote .... B.D. Nr. 1514  11.7.1940

Ihr leget der Unfehlbarkeit eures Kirchenoberhauptes zu große Bedeutung bei, und
ihr irret doch gewaltig. Es lag nicht im Willen Gottes, daß Seine Kirche von Menschen
eigenmächtig geformt wurde dem Willen der Menschen entsprechend. Alles, was zur
Aufrechterhaltung und zur Verbreitung Seiner Lehre gut war, hat Jesus Christus auf
Erden Seinen Jüngern Selbst unterbreitet. Er hat die Verbreitung Seiner Lehre abhängig
gemacht vom Willen des einzelnen, sie anzunehmen oder nicht. Er gab genaue
Richtlinien an, die für einen jeden gültig waren, der Seiner Lehre anhangen wollte. Es
sind dies die Verheißungen, die abhängig gemacht wurden vom Erfüllen dessen, was der
Herr durch Seine Lehren von den Menschen forderte. Er ließ immer den freien Willen
des Menschen unangetastet. Von selbst und ohne äußeren Zwang sollte sich der Mensch
entscheiden und also Gottes Willen erfüllen. Und Er versprach diesen das ewige
Leben .... Mit den Worten: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben .... Ich bin das
Mittel, das Rechte und die Erfüllung .... wer an Mich glaubt, der hat das ewige
Leben ....“ fordert Er also nur den Glauben an Sich und Sein Wort. Seine Liebe will
geben, etwas unvorstellbar Herrliches .... das ewige Leben. Dazu benötigt Er nur den
Glauben der Menschen und ihren Willen. Nicht aber ist es Sein Wille, die Menschen,
die schon in gekettetem Zustand auf Erden wandeln, mit neuen Sünden zu belasten ....
Wer wirklich glaubt an Jesus und Sein Wort, dessen Fesseln werden gelöst werden, wer
jedoch nicht glaubt, der ist durch seinen geketteten Zustand schon gestraft genug, denn
er muß darin verharren durch undenkliche Zeiten. Wer die zehn Gebote, die Gott Selbst
den Menschen gegeben hat, außer acht läßt, wer sich gegen diese verstößt, der sündigt,
d.h., er lehnt sich auf gegen Gott als die Liebe, weil er gegen das Gebot der Liebe
verstößt. Er tut nichts, um sich aus seinem Zustand zu befreien, jedoch alles, um ihn zu
verschlimmern. Die Erfüllung dieser Gebote ist das einzige Lösemittel, das
Zuwiderhandeln aber gerade das Gegenteil. Die Lehre von der Unfehlbarkeit aber wurde
für die Menschen zu einem neuen Gesetzgeber insofern, als die von Gott erlassenen
zehn Gebote um weitere vermehrt wurden, daß also die neuen Gebote sich gleichsam
den Geboten Gottes angliederten und die Nichterfüllung dieser Gebote ebenso zur
Sünde gestempelt wurde wie das Handeln gegen die von Gott erlassenen Gebote. Und
dies ist ein Irrtum von entsetzlicher Auswirkung. Denn nun belasten sich die Menschen
mit völlig unwichtigen, jedoch zur Pflicht gemachten Handlungen, die aber mit dem
Gebot der Liebe zu Gott und zum Nächsten durchaus nichts zu tun haben. Und ihre
ganze Aufmerksamkeit gilt nur noch der Innehaltung dieser Gebote und der
Freiwerdung von mutmaßlichen Sünden .... Und es ist dies ihre ganze Seelenarbeit, daß
sie beachten, jenen von Menschen erlassenen Geboten nachzukommen oder die
angebliche Schuld der Übertretung zu büßen. Und der furchtbaren Knechtschaft der
Seele gedenken sie nicht, die durch Liebe nur allein gelöst werden kann. Wären diese
Gebote vonnöten gewesen, so hätte sie wahrlich der Herr Selbst auf Erden gegeben und
Seinen Jüngern die Erfüllung derer zuerst gepredigt .... Also suchten Menschen, die
Lehre Christi eigenmächtig zu verbessern, und scheuten nicht davor zurück, die
göttliche Zustimmung dazu sich selbst zu geben, indem sie sich als vom heiligen Geist
erleuchtet erachteten und nun in einem noch weit davon entfernten Zustand
Bestimmungen erließen, die Gottes Willen nicht entsprechen konnten, weil sie das
Verantwortungsgefühl den von Gott erlassenen Geboten gegenüber erheblich
verringerten durch die Tatsache, daß jenen neu erlassenen Geboten nun die größte
Aufmerksamkeit zugewendet wurde, so groß, daß nunmehr die Menschheit rein
mechanisch ihnen nachkommt und im Glauben ist, die Lehre Christi zu befolgen, so sie
die ihr auferlegten Pflichten erfüllt. Es ist der wahrhaft erleuchtete Mensch ausersehen
von Gott, diesen Übelständen Einhalt zu gebieten, d.h., sie aufzudecken. Jedoch
nimmermehr kann Gott jene erleuchtet haben, die solche Gebote gaben oder gutheißen
konnten. Es ist die Unfehlbarkeit des Kirchenoberhauptes ein verzerrtes Bild der
Ausgießung des heiligen Geistes. Es wird, wer unter der Einwirkung des heiligen
Geistes stand, jederzeit das Irrige dieser Gesetzgebung erkannt haben, doch weltlich
kirchliche Macht hinderte sie an der Richtigstellung dieses folgenschweren Irrtums.
Denn es wurden jene Gebote nicht geboren aus dem Liebegeist .... Es lag den
Gesetzgebern weniger daran, ringenden Seelen ihre Arbeit zu erleichtern zur letzten
Freiwerdung, sondern das Motiv des Entstehens jener Gebote war
Machtvergrößerungssucht und der Wille, die Menschen in ein gewisses
Hörigkeitsverhältnis zu bringen, da gleichzeitig die Nichterfüllung der Gebote als
schwere Sünde erachtet wurde. Wahre Diener Gottes haben stets diesen Mißstand
erkannt und ihm entgegentreten wollen, doch es ist die Lehre von der Unfehlbarkeit des
Kirchenoberhauptes schon zu tief verwurzelt, als daß sie so leicht ausgerottet werden
könnte. Und es wird sich davon nur frei machen können, der die reine Wahrheit sucht
und Gott Selbst um diese bittet und um den Geist der inneren Erleuchtung .... Amen
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39
Kirchengebote .... B.D. Nr. 4840  16.2.1950
Es gibt für euch keine besonderen Vorschriften von Mir aus, wie ihr euch zu den von
Menschen erlassenen Kirchengeboten einstellen sollet. Alles, was ihr aus freiem Willen
tut, wird von Mir gewertet, alles, was ihr im Zwang verrichtet, sei es aus Furcht vor
Strafe oder auch aus Gewohnheit, gilt vor Mir nichts. Was Menschen euch gebieten, soll
auch von Menschen entlohnet werden, niemals aber soll den Menschen ein Lohn von
Mir aus versprochen werden, den Ich Selbst nicht verheißen habe. Ich aber kann nicht
etwas gutheißen, was völlig Meinem Willen widerspricht, weil Ich den Menschen
Willensfreiheit gegeben habe, die jedoch menschlich erlassene Gebote antasten, denn
ein Gebot ist ein Zwang, der das Nützen des freien Willens ausschließt. Ich Selbst habe
den Menschen nur ein Gebot gegeben, das Liebegebot, das Grundgesetz ist und gehalten
werden muß, soll nicht wider Meine ewige Ordnung verstoßen werden .... Das
Liebegebot ist aber dennoch ein Gebot, das dem Willen des Menschen Freiheit läßt. Es
besteht kein Zwang, der ihn zum Wirken in Liebe nötigt, er wird auch nicht von Mir aus
in Strafe genommen, nur straft er sich selbst, weil er das einzige Mittel außer acht lässet,
das für ihn Erlösung bedeutet aus einem selbstverschuldeten gebundenen Zustand. Ich
gab den Menschen das Liebegebot, das erfüllt werden kann aus freiem Willen oder auch
nicht .... Die Menschen erließen zusätzlich Gebote, die Ich nicht gutheißen kann, denn
sie sind nicht von der Liebe zu den Mitmenschen getragen, sondern lediglich
Maßnahmen zur Stärkung der Macht, weil von dem Erfüllen dieser Gebote die
Zugehörigkeit zu einer Organisation abhängig gemacht wird, die das Recht für sich in
Anspruch nimmt, die wahre Kirche Christi zu sein. Damit stellte sie die Menschen unter
Zwang, die nun im Glauben, sich zu versündigen, jene Gebote erfüllen und eben ihre
ganze Aufmerksamkeit auf diese richten und .... Mein Liebegebot vernachlässigen ....
Die Liebe kann sich nur in der Freiheit entfalten. Liebe und Zwang stehen im
Widerspruch zueinander, und darum kann Ich auch in der Erfüllung der Kirchengebote
keine Liebe zu Mir erkennen, solange sie traditionell erfüllt werden, gewissermaßen als
Bekenntnis zu der Obrigkeit, die jene Gebote erlassen hat. Zudem sind jene Gebote auch
nicht geeignet, die Liebe zu Mir aufflammen zu lassen, weil sie Mich darstellen als ein
mit menschlichen Schwächen behaftetes Wesen, das Gehorsam, Ehrfurcht und
Anerkennung fordert, wo Es nur geliebt sein will. Vor Meinen Augen ist nichts Sünde
als das, was gegen die Liebe zu Mir und zum Nächsten verstößt. Wie auch niemals sich
Verdienste erwerben, die den kirchlichen Geboten nachkommen, weil sie Gebote sind,
die sie erfüllen sollen .... Der freie Wille soll sich für Mich aus Liebe entscheiden, und
darum benötigen die Menschen keinerlei Gebote außer Meinem, das Ich Selbst ihnen
gab in Erkenntnis des Segens, der aus dem Erfüllen für jeden Menschen entspringt.
Amen
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40
Gemeinschaft der „Heiligen“ .... Fürbitte sinnlos .... B.D. Nr. 4328  10.6.1948
Es ist eine überaus große Hilfe nötig für euch Menschen von seiten der geistigen
Welt, wollet ihr den letzten Kampf auf Erden bestehen, doch diese Hilfe steht euch im
vollsten Maß zur Verfügung, so ihr sie nur anfordert. Und darum soll euch erklärt
werden, in welcher Form euch Hilfe gewährt wird und wie ihr sie erbeten könnet. Es ist,
wie ihr Menschen es nennt, die Gemeinschaft der Heiligen, die euch helfend zur Seite
steht; doch der Begriff „Heilige“ ist nötig geklärt zu werden, sollet ihr in der Wahrheit
unterrichtet und frei von irrigen Vorstellungen sein. Es sind die Lichtwesen die treuesten
Führer und Helfer der Menschen, die immer bereit sind, so sie nur gerufen werden.
Doch wie sie den Menschen zugeteilt sind, das bestimmt Gott in Seiner Weisheit, wie
Er auch, dem Vollkommenheitsgrad entsprechend, die geistigen Wesen mit Licht und
Kraft erfüllt. Menschen können aber nicht den Reifegrad eines Mitmenschen ermessen,
weshalb sie daher auch nicht das Recht und die Fähigkeit haben, ihn zu einem Heiligen
zu erheben, denn nur Gott weiß, wie die Seele dessen beschaffen ist, so er, durch den
Leibestod frei geworden, in das geistige Reich eingeht. Gott allein weiß, in welchem
Verhältnis der Mensch auf der Erde gestanden hat zu Ihm und wieweit er in der Liebe
tätig war. Liebeswirken allein ist ausschlaggebend und kann ihm Licht und Kraft in aller
Fülle auch schon auf Erden eingetragen haben, so daß er Außergewöhnliches schon auf
Erden wirken konnte, wenn es sein Wille war. Doch Er behält es sich vor, solche reife
Seelen dem Wirkungskreis im Jenseits zuzuführen, der ihrem Reifegrad entspricht. Er
weiset ihnen die Tätigkeit im geistigen Reich zu, wie Er auch die Art der Hilfe
bestimmet, die den Menschen auf Erden gewährt werden soll. Die Lichtwesen sind
voller Kraft, ihnen ist alles möglich, weil sie mit Gott und in Seinem Willen wirken und
weil sie ständig von Seiner Kraft durchstrahlt werden. Das Lichtwesen steht aber auch
völlig im Willen Gottes, d.h., es kann selbst nichts anderes wollen, als was Gottes Wille
ist, weil es den Zusammenschluß mit Gott schon hergestellt hat und deshalb völlig im
Willen Gottes aufgeht. Es erkennt aber auch, da es voller Weisheit ist, die
Unzweckmäßigkeit mancher Bitten von seiten der Menschen und muß deshalb auch
versagen, wo eine Erfüllung von Schaden wäre für die Seele. Es ist die dem Menschen
gewährte Hilfe für das Lichtwesen ein Zustand der Beglückung, weshalb es also auch
von Gott aus zulässig ist, daß die Menschen die Lichtwesen um Beistand angehen, es ist
aber niemals richtig, bestimmte Heilige zu rufen, weil deren Tätigkeit und Bestimmung
eine ganz andere sein kann und die Menschen in ihrer Unkenntnis auch ein Wesen
anrufen können, das weitab ist von der Vollkommenheit, dem sie sich durch den Anruf
nun ausliefern und wenig vorteilhaft von diesem nun beeinflußt werden können. Denn
die Gerufenen erscheinen, sie drängen sich sofort in engste Nähe des Rufers und suchen
ihm ihre Gedanken aufzudrängen, die nicht der Wahrheit zu entsprechen brauchen.
Zudem ist die Heiligsprechung von menschlicher Seite in erster Linie abhängig von
einem Lebenswandel entsprechend einer Kirchengemeinschaft, d.h., es wird eine
Frömmigkeit zur Voraussetzung gemacht, die niemals von Gott, jedoch von jener
Kirche verlangt wird, und dieser entsprechend erfolgt die Heiligsprechung, was aber
niemals der Wille Gottes sein kann. Folglich braucht nicht ein jeder solcherart Heilig-
Gesprochene ein Lichtwesen zu sein, wie jedoch viele Lichtwesen im geistigen Reich
sind, deren Lebenswandel wohl dem Willen Gottes entsprach, nicht aber den
Forderungen, die von einer kirchlichen Gemeinschaft gestellt wurden. Allen diesen
Lichtwesen wohnt Kraft aus Gott inne, die sie verwerten möchten, und darum sind
ihnen Menschen zur Betreuung übergeben, deren Vollendung sie fördern sollen und
auch können, wenn der menschliche Wille nicht dagegengerichtet ist. Ein Anruf der
Wesen wird niemals ohne Erfolg bleiben, während ein Anruf bestimmter Wesen
ebensogut auch schädigend sein kann, während Hilfe von ihnen erwartet wird. Irrig aber
ist der Gedanke, von jenen Lichtwesen Fürbitte erlangen zu können .... Das Gebet ist ein
Bittruf zu Gott. Und es wird dann die Verbindung hergestellt von dem Menschen zu
Ihm, die Gott Selbst verlangt, weil der Bittruf die Willenszuwendung zu Ihm bekundet.
Es sollen also menschlicher Ansicht nach die Lichtwesen diese Bindung mit Gott
herstellen, die jedoch schon in engstem Zusammenschluß mit Ihm stehen, es wäre der
Mensch dann dieser Verbindung enthoben, die aber Zweck und Ziel seines Erdenganges
ist, weil in der Verbindung mit Gott erst der Kraftzustrom möglich ist, ohne den ein
Ausreifen der Seele nicht stattfinden kann. Die Kraft kann aber nicht von dem
Lichtwesen dem Menschen zugeführt werden, weil es auch im geistigen Reich Gesetze
gibt, denen sich seine Bewohner beugen in der Erkenntnis, daß sie von Gottes Liebe und
Weisheit gegeben worden sind. Die Wesen sind in jedem Falle hilfsbereit und stellen
sich unter den Willen Gottes, folglich muß der Mensch sich den Willen Gottes zuerst
geneigt machen, um nun von Ihm bedacht zu werden direkt oder auch durch die
Lichtwesen, die wahrlich keinen Menschen ohne Hilfe lassen, so dies Gottes Wille
gutheißt. Und so wird der Anruf der Lichtwesen um Hilfe niemals vergeblich sein,
jedoch der Anruf um Fürbitte ist sinnlos, weil das Kind in aller Vertraulichkeit selbst
zum Vater kommen soll, auf daß die Liebe des Vaters sich ihm schenken kann, und weil
niemals dieses vertraute Verhältnis hergestellt wird, so der Mensch glaubt, durch
Fürbitte gleichfalls zum Ziel zu kommen. Gott ist ein Gott der Liebe, und Er will nicht,
daß sich die Menschen fürchten, zu Ihm zu kommen; Er will der Vater Seiner Kinder
sein, nicht aber ein strenger Richter und Machthaber; diese sucht man durch Fürbitte
sich geneigt zu machen, jenem aber kommt man zutraulich entgegen, und diese
Zutraulichkeit verlangt Gott von Seinen Geschöpfen, weil Er sie unendlich liebt und Er
ihnen auch jede Bitte erfüllen wird .... Amen
««««

42
Verehrung der Gottesmutter .... B.D. Nr. 4752  2.10.1949

Alle geistigen Fragen werden euch beantwortet werden, weil sie zur Klärung
beitragen, wo Wahrheit vom Irrtum unterschieden werden soll. Es ist aber stets
Voraussetzung, daß euch an der reinen Wahrheit gelegen ist, denn sowie in euch das
Verlangen vorherrschend ist, bestärkt zu werden in einer schon bestehenden
Anschauung, seid ihr auch nicht empfangsfähig für die reine Wahrheit, ihr müsset bitten
um diese und die rechte Antwort empfangen wollen .... Meines irdischen Leibes Mutter
war von Ewigkeit dazu ausersehen, Gebärerin des Erlösers der Menschheit zu sein, weil
sie eine Lichtseele besaß, die ihrer hohen Mission wegen sich auf der Erde verkörperte,
also rein und vollkommen genannt werden konnte im Vergleich zu ihren
Erdenschwestern. Sie mußte aber dennoch einen schweren Lebensweg zurücklegen, um
zu höchster Glückseligkeit zu gelangen im geistigen Reich, um ein rechtes Kind Gottes
zu werden, um das höchste Ziel zu erreichen, die völlige Vereinigung mit Mir. Mit der
Erfüllung ihrer Mission erwarb sie sich wohl das Anrecht, als heiligstes Wesen im
geistigen Reich zu gelten, denn sie war zum Ebenbild Gottes geworden durch den
Leidensweg, den sie auf Erden zurücklegen mußte; sie war durch die Liebe zu Mir in
einen Leidenszustand versetzt worden, der auch ihren Körper vergeistigte. Und also war
sie ein leuchtendes Vorbild einer Mutter, die tiefstes Leid trug um ihr Kind. Dennoch ist
die göttliche Verehrung, die ihr von seiten der Menschen erwiesen wird, nicht nach
Meinem Willen, denn sie ist wohl die Mutter Meines irdischen Leibes gewesen, im
geistigen Reich aber ist sie eine Lichtgestalt, die, voller Liebe und Weisheit, euch
Menschen verhelfen möchte zum Licht und also zur Glückseligkeit. Glückseligkeit im
geistigen Reich kann es nur geben im Zusammenschluß mit Mir .... den
Zusammenschluß mit Mir aber findet eine Seele nur durch bewußtes Streben und innige
Verbindung mit Mir. Also muß Ich als einzig erstrebenswert die Gedanken dessen
erfüllen, der selig werden will .... Er muß die Verbindung suchen mit Mir im freien
Willen, unbeeinflußt von geistigen Kräften, weil .... wenn diesen Kräften es gestattet
wäre, ein jeder Mensch ihren Einfluß spüren würde, da ihre Liebe übergroß ist zu den
Menschen, denen sie helfen möchten. Die Seele ist im freien Willen Mir abtrünnig
geworden, sie muß im freien Willen zu Mir zurückkehren .... Jede Beeinflussung von
seiten der Lichtwesen wäre eine Beschränkung des freien Willens. Der Akt des freien
Willens ist der aus eigenem Antrieb Mir zugewandte Wille, der sich äußert in der
bewußten Verbindung mit Mir, und dieses Bestreben werden die Lichtwesen
unterstützen in jeder Weise. Jede Verehrung eines Lichtwesens aber ist ein falsch
gelenkter Wille. Die Lichtwesen stehen in der Liebe zu Mir und ehren und preisen Mich
stets und ständig und wollen niemals für sich eine Ehrung durch Menschen annehmen,
weil sie in Mir das anbetungswürdigste Wesen erkennen und in ihrer demütigen Liebe
zu Mir jede Ehrung für sich zurückweisen, da sie diese als Mir allein zustehend
empfinden. Wer sich des rechten Verhältnisses der Lichtwesen zu Mir bewußt ist, deren
Liebe zu Mir zu hellster Glut entfacht ist, dem wird es auch verständlich sein, wie
abwegig die Gedanken der Menschen sind, die eine solche Verehrung der Gottesmutter
zollen, wie es der Fall ist, und sie werden es verstehen, daß es nicht Mein Wille sein
kann, weil sich die Menschen gewissermaßen einen zweiten Gott schaffen, ein Wesen,
dem sie Anbetung und Ehre zollen, die es nicht annehmen will, weil der Mensch nur
immer danach trachten soll, die Verbindung mit Mir herzustellen, um auf Erden noch
zum Ziel zu gelangen .... Amen
««««

43
Einstellung der Menschen zu Maria, der Mutter Jesu .... B.D. Nr. 8324  8.11.1962

Ich bin immer bereit, euch zu antworten, wenn euch eine geistige Frage bewegt, denn
ihr, die ihr die Wahrheit aus Mir verbreiten sollet, ihr müsset auch selbst in der
Wahrheit stehen, ihr müsset Irrtum von der Wahrheit zu unterscheiden vermögen ....
Und es muß euch darum ein Licht angezündet werden, wo es noch dunkel ist im Geist,
wo noch Unklarheiten bestehen .... Denn das sei euch gesagt, daß eine irrige Lehre
immer wieder neuen Irrtum nach sich zieht .... Über die Einstellung von euch Menschen
zu Maria, der irdischen Mutter Meines Leibes, sind euch immer wieder Erklärungen
zugegangen in dem Sinne, daß sie wohl das verehrungswürdigste Wesen in Meinem
Reiche des Lichtes genannt werden kann, der ihr Menschen auch eure Liebe schenken
dürfet, doch immer mit der Einschränkung, daß sie als „Kind Gottes“ durch ihren hohen
geistigen Reifegrad in Meinem Reich weilt, in dem Ich Selbst als Gott und Schöpfer, als
Vater, als Urquell des Lichtes und der Kraft, als höchster und vollkommenster Geist in
der Unendlichkeit regiere .... Sie ist also Mein als Kind zu Mir zurückgekehrtes
Geschöpf .... während Ich der Schöpfer Selbst bin und darum von euch Menschen die
unbegrenzte Liebe erfahren möchte .... die ihr Mir auch schenken werdet, wenn ihr
gänzlich in Meinen Willen eingegangen seid und nun den Zusammenschluß mit Mir
ersehnet aus ganzem Herzen .... Diese uneingeschränkte Liebe von euch will Ich
besitzen, und alle Wesen in Meinem Lichtreich, die Mich ebenso innig lieben, werden
immer nur bemüht sein, so auf die Menschen einzuwirken, daß diese sich Mir
zuwenden .... Niemals aber werden sie dazu beitragen, daß die Liebe der Menschen sich
ein anderes Ziel sucht als Mich .... was aber dann geschieht, wenn ein Lichtwesen
ungewöhnliche Verehrung genießet von seiten der Menschen, die allein Mir gelten
soll .... Und darum wird niemals ein solches Lichtwesen sich den Menschen in einer
Weise in Erscheinung bringen, die zur vermehrten Verehrung Anlaß gibt. Denn es
würde eine solche Erscheinung immer nur eine falsche Lehre bekräftigen, als welche die
Verehrung der „Gottesmutter Maria“, wie sie bei den Menschen durchgedrungen ist,
anzusehen ist. Ich Selbst würde niemals Vorschub leisten und irrige Lehren
begünstigen .... Und da alle Lichtwesen völlig in Meinen Willen eingegangen sind und
auch selbst über die Nachteile solcher Irrlehren für die Seelen der Menschen wissen,
wird auch nicht von seiten der Lichtwesen ein solcher Versuch unternommen werden,
wohl aber bedienet sich Mein Gegner gerade eines solchen auf falschen Weg geratenen
Glaubens, und er sucht ihn zu untermauern mit Erscheinungen, deren Urheber er selbst
ist .... Denn sowie es ihm gelingt, das Augenmerk der Menschen stets mehr auf „fremde
Götter“ neben Mir zu lenken, verdrängt er Mich Selbst, Der Ich das alleinige Ziel des
Sehnens der Menschen sein will .... Mein Gegner versucht durch List und Tücke alles,
um nur die Menschen in irriges Denken zu leiten, und er kann verständlicherweise am
besten dort wirken, wo durch irrige Lehren schon der Boden bereitet wurde für die
Aufnahme seines giftigen Saatgutes .... Immer wieder offenbarte sich Meine Liebe,
Weisheit und Macht durch Zuleitung Meines Wortes, auf daß die Menschen in die
Wahrheit eingeführt wurden. Und so auch wirket Mein Gegner, indem er durch
Ankündigungen von Ereignissen, über die er sehr wohl Kenntnis hat, den Glauben der
Menschen zu gewinnen sucht .... Und da Ich Selbst nicht direkt wirken kann bei
Menschen, die auf seinem Fundament gebaut haben, tut er es eben durch Blendwerke,
und die Menschen erkennen sie nicht als Blendwerk des Gegners, der sich nicht scheut,
unter der Maske eines der höchsten Lichtwesen aufzutreten, weil er unter dieser Maske
Zutritt hat zu ihnen. Daß auch geistig ausgereifte Menschenseelen in besonderen Fällen
geistig zu schauen vermögen, wird nicht gestritten, doch sowie es sich um
Übermittlungen handelt, die den Menschen Meinerseits gemacht werden sollen zum
Heil ihrer Seelen, geschieht dies auf dem Wege einer direkten Offenbarung durch den
Geist, die dann aber auch mit dem Auftrag verbunden ist, den Mitmenschen diese
Offenbarung zuzuleiten .... Niemals aber werden solche Offenbarungen durch
unmündige Kinder gegeben mit dem Verbot, darüber zu sprechen. Schon daraus sollten
die Menschen auf den Urheber solcher Erscheinungen schließen .... In der Zeit des
Endes hat Mein Gegner große Macht, und die nützet er wahrlich gut .... Und wo Irrtum
ist, wird auch sein Wirken Wurzeln fassen, es wird der Irrtum immer mehr gestärkt
werden, und daß Irrtum euch Menschen geboten wird, geht schon daraus hervor, daß
immer wieder das Lichtwesen in den Vordergrund gestellt wird, das allen seinen
Einfluß nur darauf verwenden möchte, die Menschen zu Mir als dem göttlichen Erlöser
hinzuführen, weil es weiß, in welcher Fessel sie schmachten, und sie nur Erlösung
finden können durch Jesus Christus .... Solche Erscheinungen haben aber immer nur den
Erfolg, daß die Verehrung der Gottesmutter ungewöhnlichen Auftrieb erhält .... was
auch der Wille Meines Gegners ist: daß sich die Menschen fremde Götter schaffen, um
diese anzubeten .... Es ist ein großes Lügengebäude errichtet worden, dessen Mauern
stets mehr verstärkt werden .... das aber nur durch die reine Wahrheit zerstört werden
kann, die von Mir aus zur Erde geleitet wird .... Und wer in der Wahrheit zu stehen
begehrt, der wird auch klar erkennen und die Lüge von der Wahrheit zu unterscheiden
vermögen .... Er wird Mich Selbst anrufen um Klärung, und Ich werde ihm wahrlich
nicht die Wahrheit vorenthalten .... Amen
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45
Jeder Mensch muß die Konsequenzen ziehen aus seinem Wissen ....  B.D. Nr. 8796  2.4.1964

Das lasset euch gesagt sein, daß vor Mir nichts Äußerliches gilt, daß Ich nur das
bewerte, was dem tiefsten Herzen entsteigt .... Sowie ihr glaubet, Mich zu ehren durch
formelle Handlungen, verrichtet ihr eine Art Götzendienst, von dem ihr euch jedoch
lösen sollet, um desto inniger Mir verschmolzen zu sein .... um Meine Gegenwart in
euren Herzen möglich zu machen, die völlig unabhängig ist von äußeren Formen und
Gebräuchen und eben auch nur dort stattfinden kann, wo allein das Herz spricht.
Immer wieder sage Ich euch, daß ihr die reine Lehre Jesu verunstaltet habt, daß ihr
Menschenwerk hinein verflochtet und diesem Menschenwerk nun größere Bedeutung
zumesset als Meinem Evangelium, das nur die beiden Gebote der Liebe umfaßt .... Denn
wer in der Liebe lebt, der verbürgt Meine Lehre. Ihr könnet aber alle menschlichen
Anforderungen, die ihr Meinem Evangelium hinzugefügt habt, noch so gewissenhaft
befolgen .... ist die Liebe nicht in euch, die Ich euch lehrte, dann sind jene Handlungen
völlig wertlos, sie tragen eurer Seele nicht den geringsten Vorteil ein, verwirren euch
Menschen nur in der Weise, daß ihr glaubt, eurer Pflicht Genüge getan zu haben.
Doch jede pflichtgemäße Handlung ist schon deshalb völlig wertlos, weil sie den
menschlichen Willen ausschließt. Und wird auch freiwillig den menschlichen
Anforderungen entsprochen, so können sie doch nicht den Segen in sich tragen, den ein
einziges Werk der Liebe in sich trägt. Wer aber innige Liebe zu Mir empfindet, der
bringt alle seine Gedanken zu Mir, er hält innige Zwiesprache mit Mir, wo er allein
ist .... er wird keine Umgebung dafür brauchen, die ihn weit eher von seinen innigen
Gedanken zu Mir zurückhält.
Wer unwissend ist, der handelt auch entsprechend, und er ist dann auch zu
entschuldigen durch seine Unkenntnis .... wer aber im Besitz der Wahrheit ist, wer es
weiß, wie wertlos vor Mir äußere Handlungen und Gebräuche sind .... besonders wenn
sie dazu dienen, die Menschen in ihrem Denken irrezuleiten .... der wird auch bemüht
sein, sich davon frei zu machen. Er wird alles innere Erleben und alle Erkenntnis
auswerten als Wirken in Liebe, und immer inniger wird die Bindung mit Mir, die jedoch
nur im Herzen hergestellt werden kann.
Ich Selbst habe wohl auf Erden Meine Kirche gegründet, die auf dem Fels des
Glaubens errichtet ist, aber Ich habe keine Organisationen gegründet, was schon allein
daraus hervorgeht, daß sie nach außen erkenntlich sind und sich mehr außen
durchsetzen, den inneren Menschen aber unberührt lassen können, wenn dieser nicht
ernstlich Mich und die Wahrheit anstrebt. Nur Mein Wort allein soll der Inhalt einer
Gemeinschaft sein, und aus Meinem Wort heraus sollen die Menschen die Liebegebote
erfüllen .... durch die Liebe zu einem lebendigen Glauben gelangen .... und dadurch also
zur innigsten Bindung mit Mir. Dann sind sie Mitglieder der Kirche, die Ich Selbst auf
Erden gegründet habe.
Ich versuche nun, allen Menschen die Wahrheit zuzuführen, wenige aber nehmen sie
an. Doch wer sie annimmt, der gelangt auch bald zu einem tiefen Wissen, und aus
diesem Wissen nun soll er seine Konsequenzen ziehen, denn .... niemand kann zweien
Herren dienen .... Wenn nun aber ein Werk aufgebaut ist, das zu diesem Wissen
gegensätzlich steht, dann ist dieses Werk auch offensichtlich durch Einwirken Meines
Gegners entstanden, was jeder äußerliche Vorgang beweiset, der dazu geeignet ist, eine
völlig falsche Vorstellung von Meinem eigentlichen Willen zu geben. Und dann muß
auch der nun wissend gewordene Mensch sich lösen von den Werken Meines Gegners.
Wer die von Mir ihm zugeleitete Wahrheit nicht annehmen kann auf Grund seiner
eigenen Lieblosigkeit oder seines geringen Reifegrades, der wird verständlicherweise
auch seinen Irrtum nicht hingeben wollen. Für den Wissenden aber ist der Irrtum
erkennbar und er bleibt Irrtum, also Wirken des Gegners, er kommt dann nur noch den
(Der Wissende kommt nun diesen) weltlichen Anforderungen nach, es ist dies aber dann
kein Gottesdienst, es ist dies eine rein weltliche Angelegenheit, eine Rücksichtnahme
auf die Mitmenschen, die jedoch auch der Wahrheit zugeführt, nicht aber in ihrem
Unglauben gestärkt werden sollten.
Wohl ist es schwer, gegen eine Tradition vorzugehen, und es wird auch nicht mehr
gelingen, und nur wenige werden sich frei machen, weil ihr Wahrheitsverlangen
ungewöhnlich stark ist. Ich Selbst aber kann keine Kompromisse machen, Ich kann euch
nur klaren Aufschluß geben über Irrtum und Wahrheit, und ihr selbst müsset euch dann
entscheiden und euren Entscheid dann unter Beweis stellen. Bedenket immer, daß es ein
ungewöhnliches Gnadengeschenk ist, euch in die reine Wahrheit einzuführen, daß wohl
ein jeder Mensch sich dieses Gnadengeschenkes bedienen kann, daß es aber wiederum
ein großer Liebesakt Meinerseits ist, wenn Mein Geist so laut in einem Menschen
spricht, daß er zum Erkennen kommt, daß Ich seinem Wahrheitswillen entsprechend
ihm auch die Wahrheit zugehen lassen kann. Und dieses Gnadengeschenk soll auch
ausgewertet werden, indem nun der Mensch die Wahrheit annimmt und vertritt auch
jenen gegenüber, die noch gebunden sind an traditionelle oder organisatorische
Vorschriften. Erst wer frei ist davon, der ist auch frei von Meinem Gegner, ansonsten
immer noch die Gefahr besteht, daß der Gegner ihn zurückzugewinnen sucht, daß er
seinen Willen schwächt, wenngleich Ich keinen Menschen mehr aufgebe, der einmal
sich Mir ergeben hat, denn Ich überlasse keinen Menschen mehr Meinem Gegner, der
sich einmal ernstlich für Mich entschieden hat. Amen
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47
Auftrag, gegen die Irrlehren anzugehen .... B.D. Nr. 8832  19.u.20.7.1964

Es ist deine Aufgabe, anzugehen gegen die Irrlehren, und Ich gebe dir die Kundgaben
so, daß sie einem jeden Menschen klar sind, daß sie selbst den Widersinn dessen
erkennen, was ihnen unterbreitet worden ist, wenn sie dazu willig sind. Meine Sorge gilt
allen, die schon leise Zweifel haben, und ihnen die Wahrheit zu vermitteln, will Ich Mir
angelegen sein lassen. Die aber von ihrer Kirche sich nicht lösen wollen, denen kann
auch die reinste Wahrheit zugeleitet werden, sie erkennen sie nicht, weil sie kein
Verlangen nach der Wahrheit haben. Aber dennoch ist es gut, wenn sie eure Ansichten
kennenlernen, daß nichts zu ihrer Seelenreife beiträgt, das nicht die Liebe zum Prinzip
hat. Und solange ihr noch Redefreiheit habt, sollet ihr diese nützen und ganz offen
reden .... ihr sollet Stellung nehmen zu den Irrlehren und immer wissen, daß Ich Selbst
der Geber (der Wahrheit) bin, daß ihr mit Meinem Gut arbeitet, das euch auch die
Berechtigung gibt, dafür einzutreten. Denn es ist eine Gabe von oben, mit der ihr
arbeitet und die an sich schon die Kraft hat, dem Menschen eine Erkenntnis zu
schenken, der sich nicht dagegen wehret. (20.7.1964) Und wenn es auch schon gelingt,
die Menschen von dem Irrtum in Kenntnis zu setzen, denn das Wissen darum kann sie
doch zu Zweifeln anregen. Und ist einmal der Glaube (daran) erschüttert, so ist schon
viel gewonnen. Die reine Wahrheit gibt hellstes Licht dem, der sie ernstlich begehret ....
aber auch nur diesem; und er wird sich auch nicht verschließen ihren (jenen)
Erklärungen, und das ist Meine Absicht, denen zu helfen, die dafür aufgeschlossen sind.
Und derer sind so manche, die sich nicht zufriedengeben mit dem traditionellen
Geistesgut, das ihnen geboten wird, die aber dennoch wissen von einer Gottheit, Die
ihnen das Leben gab und Die auch dafür sorgt, daß die Menschen das Ziel erreichen, das
ihnen für das Erdenleben gesetzt ist .... die auch wissen, daß es nur eine Wahrheit geben
kann und daß diese also ausgehen muß von Dem, Der die Ewige Wahrheit Selbst ist.
Sowie sie also Erkenntnis haben, wird es auch leicht sein, ihnen das Wissen zuzuleiten,
denn diese wehren sich nicht lange, es anzunehmen, erkennen sie doch den Ausgang bei
Dem, Der dafür zuständig ist. Darum sollet ihr schonungslos aufdecken jeden Irrtum,
denn er ist nicht geeignet, die Menschen zur Seligkeit zu führen, sie werden im
Gegenteil keinen Segen davon haben, weil .... so ihnen die Möglichkeit geboten
wurde .... sie die reine Wahrheit zurückwiesen. Was also von Mir aus euch geboten
wird, das ist zur Verbreitung dessen bestimmt, doch euch soll es überlassen bleiben, wie
und in welcher Form ihr das Geistesgut anbietet, weil ein jeder Mensch anders reagiert,
aber was ihr tun werdet, um die Menschen in die Wahrheit zu leiten, das wird von Mir
gesegnet sein .... Amen
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