Denkfähigkeit und Gedanken


Was sind Gedanken? - Woher kommen sie? -
Erzeugen wir sie selbst, oder sind es Ausstrahlungen aus dem geistigen Reich? -

Was ist Denkfähigkeit?
Eine Auswahl von Göttlichen Offenbarungen, durch das „innere Wort“ empfangen von Bertha Dudde

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Denkfähigkeit und Gedanken
Inhaltsverzeichnis                                                                                                                     B.D. Nr.

Fähigkeit, denken zu können, verpflichtet ... ------------ 6679

Segen des gedanklichen Verkehrs mit Gott ...-------------- 6859
Kraft und Ichbewußtsein ... Denkfähigkeit - Wille ... ---- 8637
Irdische oder geistige Gedankenwellen ...----------------- 7222
Gedanken sind Ausstrahlungen aus dem geistigen Reich ... - 6843
Gedankenwellen entsprechend dem Willen ... --------------- 5717
Denkfähigkeit bedeutet nicht Erzeugung der Gedanken ... -- 6963
Gedankentätigkeit ... Gehirn ... Bilder ... -------------- 1417
Gedankentätigkeit ... ------------------------------------ 6375
Gedankliche Tätigkeit ... Herz ... Gehirn ... ------------ 0962
Gedankenapparat .... Zustrom guter oder schlechter Kraft ..2363
Gedankentätigkeit ... ------------------------------------ 2039
Gedankentätigkeit ... -------------------------------------2039b
Herz- und Verstandesdenken ... Wahrheit ...--------------- 2302
Gedanken geistige Kraft ... ------------------------------ 1757
Trägheit im Denken ... ----------------------------------- 6296
Einwirken des Lügenfürsten auf das Denken der Menschen ... 1580
Gott fordert Nachdenken ... ------------------------------ 7448
Segen des Gedankenaustausches ... ------------------------ 3160
Gott will unserer Gedanken Inhalt sein ...---------------- 7376
Verstandesdenken .... Wahrheit aus Gott ...--------------- 5199

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Fähigkeit, denken zu können, verpflichtet .... B.D. Nr. 6679  27.10.1956

Aus Mir seid ihr hervorgegangen und also in eurer Ursubstanz das gleiche wie Ich ....

Und ihr mußtet sonach auch vollkommen sein, weil aus Mir nichts Unvollkommenes
hervorgehen kann. Daß ihr aber nun als Mensch nicht vollkommen genannt werden
könnet, wird für euch ohne Zweifel sein, denn es mangelt euch sowohl an Kraft als auch
an Erkenntnis .... Ihr müsset zugestehen, daß euch viel des Wissens fehlt und daß ihr
auch nicht unbeschränkt schaffen und wirken könnet, selbst wenn dies euer Wille
wäre .... Letzteres braucht euch nicht bewiesen zu werden, weil ihr selbst diesen
mangelhaften Zustand an euch feststellen könnet .... Ersteres aber .... daß ihr aus Mir
hervorgegangen seid .... wird sehr oft angezweifelt. Doch es kann sich der Mensch auch
keine andere Erklärung seines Entstehens ebenso überzeugt geben, weil ihm auch dann
die Beweise fehlen. Letzteres also müsset ihr glauben, ihr müsset es annehmen ohne
Beweis .... Aber ihr könnet euch doch die innere Überzeugung dessen schaffen, wenn
ihr im Willen, der Wahrheit nahezukommen, nachdenket über euer und auch der
gesamten Schöpfung Erstehen. Diese Fähigkeit, nachdenken zu können, habe Ich in
euch gelegt, und schon diese Fähigkeit allein könnte euch Beweis sein, denn sie gibt
Zeugnis von etwas Lebendigem, Ichbewußtem, das nicht von selbst erstanden sein
kann, sondern ein ebenfalls ichbewußtes Wesen zum Ursprung haben muß. Das eigene
Leben des Menschen lässet auf ein alles umfassendes Leben schließen, weil nicht der
Mensch selbst es sich geben kann, er aber doch vorhanden ist. Denn auch der natürliche
Zeugungsvorgang ist ein Naturgesetz, das erst von einem Gesetzgeber bestimmt wurde,
Der den Willen hatte, lebende Wesen erstehen zu lassen. Also ihr Menschen könntet
verstandesmäßig schon zu dem Ergebnis kommen, daß ihr Geschöpfe seid eines
allgewaltigen Schöpfers, und dann müßte es euch befremden, daß ihr unvollkommen
seid .... Erst wenn ihr durch euer Verstandesdenken so weit gekommen seid, euch diese
Frage zu stellen, ist die Möglichkeit gegeben, euch in Form von Gedanken eure
Erdenaufgabe klarzumachen: daß ihr danach streben müsset, die uranfängliche
Vollkommenheit wiederzuerreichen, die euer Anteil war, als ihr von Mir euren Ausgang
genommen habt. Es fehlen euch Menschen die Beweise, aber ihr könnet denken. Und
dies allein verpflichtet, auch eures Daseinszweckes zu gedenken und darüber
Aufklärung zu begehren .... Und ein solches Begehren werde Ich sicher erfüllen, weil ihr
Mein Anteil seid, weil ihr Kinder Meiner Liebe seid, die Ich schuf um eines Zweckes
willen. Das euch mangelnde Wissen könnet ihr jederzeit erlangen, doch es gehört dazu
euer eigener Wille .... Ihr werdet nicht gezwungen, eben weil ihr ursprünglich frei
geschaffene Wesen seid, die nur ihre Freiheit mißbraucht haben, sie aber nun als
Mensch wieder recht gebrauchen sollen, um wieder zur Vollkommenheit zu gelangen.
Es mißbraucht aber der Mensch aufs neue seinen freien Willen, wenn er weder seinen
Verstand noch seine Lebenskraft einsetzet, um einen rechten Lebenswandel zu führen.
Denn dies ist ihm leicht möglich, weil er Hinweise genügend von Mir erhält, sei es
durch Mein Wort oder durch schicksalhaften Einfluß, immer aber ist es sein Wille, der
sich dazu einstellt positiv oder negativ .... und dieser ist frei .... Doch die Bindung
zwischen Mir und Meinen Geschöpfen bleibt bestehen, selbst wenn sie vom Menschen
geleugnet wird, denn er würde nicht bestehen können, so Ich Meinen Willen, Meine
Liebekraft, zurückziehen möchte von ihm. Er aber fühlt so lange nichts von dieser
Bindung, wie er Mich ablehnt, wie er sich selbst als völlig unabhängiges Geschöpf
ansieht .... Erst wenn er im freien Willen vollbewußt mit Mir die Bindung anstrebt,
erkennt er sich selbst und seinen Zustand .... Und dann kehrt er wieder in seinen
Urzustand zurück, dann wird er schaffen und wirken können in Licht und Kraft und
unaussprechlich selig sein .... Amen
««««

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Segen des gedanklichen Verkehrs mit Gott .... B.D. Nr. 6859  28.6.1957

Wer Mir Gehör schenkt, so Ich zu ihm spreche, der geht den sicheren Weg zur

Höhe .... Und Ich spreche zu allen jenen, die Mein Wort empfangen, die es wieder von
ihnen annehmen, die Mich in Gedanken fragen und also auch ihre ihnen nun
zugehenden Gedanken als Meine Anrede werten dürfen. Ihr könnet dann nicht falsch
denken, sowie ihr einmal Mich als den Ausgang der Wahrheit anerkannt habt durch eure
zu Mir gerichteten Gedanken, sowie ihr die Wahrheit erfahren möchtet. Ihr könnet auch
keine Irrwege mehr wandeln, sowie ihr Mich bittet, daß Ich euch führe .... Nur müsset
ihr Mir durch euren Willen selbst Gelegenheit geben, euch anzureden, und das geschieht
immer, wenn ihr euch in Gedanken mit Mir, eurem Gott und Schöpfer, befasset, denn
jeder Gedanke von euch ruft Mich zu euch, und Ich folge diesem Ruf. Ihr sollt euch oft
in Gedanken mit Mir befassen, weil dies ein Öffnen des Herzens für Meine Ansprache
bedeutet und weil ihr immer nur dabei gewinnen könnet, denn ihr empfanget dann auch
ständig Kraft, das zu tun, was Ich von euch verlange, was euch als Mein Wille durch
Meine Ansprache kundgetan wird. Die Verbindung mit Mir muß von euch selbst
hergestellt werden, weil ihr selbst euch einstens von Mir isoliertet .... Und ihr brauchet
nichts weiter zu tun, als nur an Mich zu denken ohne Abwehrwillen .... Ich bin immer
bereit, euch entgegenzukommen, sowie Ich in euren Gedanken den Willen erkenne, mit
Mir in Verbindung zu treten .... Und dann seid ihr wahrlich auch gesichert davor,
Irrwege zu gehen, weil Ich nun auch Einfluß gewonnen habe auf euch, weil Ich euch
anreden kann. Und so ist es im Erdenleben für euch wahrlich nicht schwer, euch einen
unermeßlichen Reichtum zu erwerben, der unvergänglich ist, denn die gedankliche
Bindung mit Mir trägt euch diesen ein. Es ist ganz unmöglich, daß ihr mit leeren
Händen von Mir gehet, es ist ganz unmöglich, daß Ich eine solche Bindung nicht nütze
und Mich still verhalte euch gegenüber, denn Ich harre nur solcher stillen Zeiten, wo ihr
euch Mir verbindet, wo ihr Zwiesprache haltet mit Mir oder fragend euch an euren Gott
und Schöpfer wendet, und Ich gebe euch sicherlich auch Antwort wieder in Form von
Gedanken, wenn Ich nicht direkt euch ansprechen kann durch das innere Wort. Darum
hat ein jeder Mensch die Möglichkeit und das Anrecht, mit Mir in Verkehr zu treten,
und ein jeder Mensch wird empfangen, soviel er begehrt. Auch wenn der Körper nicht
offensichtlich bedacht wird, aber die Seele kann sich bereichern unbegrenzt. Ich will zu
euch sprechen, und Ich spreche zu jedem von euch, der Mich also anhört, der Meine
Stimme vernehmen will .... Und ihr solltet alle diese Zusicherung ausnützen, ihr solltet
wetteifern und jede freie Minute Mir schenken, und es wäre wahrlich eure Zeit auf
Erden gut ausgewertet, es würde dann die Bindung immer öfter hergestellt, weil es euch
nun aus tiefstem Herzen verlangt nach Mir, Den ihr als euren Vater nun erkennet und
von Dem ihr nun ständig angesprochen zu werden begehret. Und bereitwillig werdet ihr
auch allem nachkommen, ihr werdet Meinen Willen erfüllen, weil ihr selbst euch diesen
Meinen Willen schon zu eigen gemacht habt, weil die ständige Bindung mit Mir auch
ständige Unterwerfung unter Meinen Willen zur Folge hat und weil es in euch Licht
geworden ist, wer Ich bin und wie Ich zu euch und ihr zu Mir stehet .... Denket an Mich
täglich und stündlich, schaltet Mich niemals aus, was ihr auch beginnen möget, lasset
Mich stets euch gegenwärtig sein dadurch, daß ihr durch eure Gedanken Mich zu euch
rufet .... Und ihr werdet wahrlich den Weg durch das Erdenleben nicht vergeblich
zurücklegen, ihr werdet wachsen und reifen und das Ziel erreichen .... Ihr werdet euch
Mir wieder anschließen, um nun euch ewiglich nicht mehr von Mir zu trennen .... Amen
««««

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Kraft und Ichbewußtsein .... Denkfähigkeit - Wille .... B.D. Nr. 8637
6.10.1963
Ihr Menschen würdet nicht bestehen können, wenn Meine Kraft euch nicht
durchflutete .... oder auch, ihr würdet nicht mehr leben, wenn die Seele aus euch
entflohen wäre, die von Mir einst ausgestrahlte Kraft ist und die das eigentliche Leben
in euch ist. Also seid ihr von göttlicher Kraft belebt, die Mir, als dem Urquell der Kraft,
entströmt ist. Für euch, die ihr nicht glaubet an einen Gott und Schöpfer, ist euer
Leibesleben nur ein naturmäßiger Vorgang den ihr selbst euch zwar nicht erklären
könnet, der auch eure Gedanken nicht sonderlich bewegt, der vielmehr euch gleichgültig
ist und euch nur insofern nachdenklich machen könnte, als daß ihr einmal euer
Erdenleben hingeben müsset, daß ihr vergänglich seid, wenn (da) ihr nicht an ein
Fortleben glaubet. Daß jedoch die Kraft aus Mir, die als Seele in euch ist, das
eigentliche Ichbewußtsein des Menschen begründet, könnet ihr nicht fassen, und daß ihr
im Grunde des Grundes selbst das gleiche seid in eurer Ursubstanz wie euer Gott und
Schöpfer, darüber denket ihr nicht nach, und daher wertet ihr auch euer Erdenleben
nicht aus, wenn ihr euch nicht des eigentlichen Zweckes bewußt seid. Jeder Mensch ist
ursprünglich ein göttliches Geschöpf, denn es ist das Mensch-Sein nicht der Beginn
seiner Existenz, sondern erst die Folge einer grenzenlosen Verirrung der von Mir einst
in aller Vollkommenheit erschaffenen Wesen .... Immer aber ist es die gleiche Kraft, die
sowohl die erst-erschaffenen Wesen als auch die Menschen durchströmt und sie
lebensfähig macht .... nur daß die Kraft in verschiedenen Graden in den einstigen Wesen
wie auch im Menschen wirksam ist .... daß also einstens die gleiche Kraft zu
unbegrenzter schöpferischer Tätigkeit fähig war, während sie im Menschen seines
Widerstandes wegen .... der (als) Folge des einstigen Abfalles von Mir war .... nur zu
ganz minimaler Tätigkeit gelangt. Doch durch den Willen des Menschen selbst kann
jederzeit diese Kraft vermehrt werden, bis sie sich wieder ganz nach Meinem Willen
wird betätigen können, wenn sich der Mensch vollendet auf Erden. Darüber wissen die
Menschen nichts und sie betrachten sich nicht viel anders als alle Schöpfungswerke um
sich selbst, die zwar ebenfalls Kraft aus Mir sind, ansonsten sie nicht bestehen würden.
Denn es gibt nichts, was nicht von Meiner Kraft durchflutet ist, nur sind die
Schöpfungswerke so lange ohne Ichbewußtsein, bis sich die einzelnen Kraftfunken zu
einer menschlichen Seele gesammelt haben und dann also auch wieder das
Ichbewußtsein besitzen wie ehedem. Zugleich mit dem Ichbewußtsein aber hat der
Mensch die Denkfähigkeit zurückerhalten, und diese nun ermöglicht es ihm bei gutem
Willen, die in ihm aufsteigenden Gedanken gegeneinander abzuwägen .... Aber auch ein
winziges Liebefünkchen ist in ihm, das auch ein kleines Licht entzünden kann, und so
auch können wieder göttliche Kräfte in ihm erweckt werden, die er einstmals besaß und
durch seinen Abfall von Mir verlor. Denn die Kraft, die jeden Menschen .... als
göttliches Geschöpf .... durchströmt, wirkt sich irgendwie auch aus. Der Wille des
Menschen jedoch entscheidet, ob die Kraft nach göttlichem Willen angewendet wird
und also ständige Vermehrung göttlicher Kraft erfolgt oder nur die Erhaltung des
Körpers bezweckt und dann wieder mißbraucht wird, wie einstens, als der Abfall der
Wesen von Mir stattfand, weil diese Wesen nicht nach Meinem Willen tätig waren,
sondern ihren eigenen verkehrten Willen dagegensetzten .... Erst wenn sich der Mensch
voll bewußt ist, daß er ein Geschöpf Gottes ist und also sein Bestehen nur durch das
Durchströmen göttlicher Kraft gesichert ist, wird er diese Kraft auch recht zu nutzen
sich bemühen und dann auch darauf bedacht sein, den Zustrom göttlicher Kraft ständig
zu vermehren. Denn dann wird er auch Mich Selbst liebenlernen, er wird in Liebe
wirken, und er wird stets mehr krafterfüllt sein, je liebetätiger er ist. Alles ist Kraft aus
Mir, was ihr sehet um euch, und so auch könnet ihr Menschen in eurer Ursubstanz nur
von Mir ausgestrahlte Kraft sein, und ihr solltet dies ernstlich bedenken, daß euer
Schöpfer, Der voller Weisheit ist, euch eines Zweckes willen das Leben gegeben hat ....
Daß dieser Zweck aber nicht nur in irdischen Leistungen oder Erfolgen bestehet, sollte
euch schon allein euer Verstand sagen, und ihr solltet daher nicht aufhören, zu fragen
und den Zweck eures Erdendaseins zu ergründen suchen .... Es sind solche Gedanken zu
wichtig, als daß sie zurückgewiesen werden dürfen, wenn sie in euch auftauchen, und
wer sie ernstlich in sich bewegt, der wird wahrlich nicht ohne Antwort gelassen werden,
die ihm auch annehmbar sein wird, selbst wenn sie wieder nur gedanklich ihm zugeht.
Wer sich aber selbst so geringfügig ansieht, daß er sich als (für) ein Zufallsprodukt von
Naturkräften ansieht (hält), der wird auch am Ende seines Erdenlebens keinen geistigen
Erfolg verbuchen können, er wird im gleichen Zustand sein wie zu Beginn seiner
Verkörperung als Mensch oder noch tiefer abgesunken sein, denn in ihm ist noch der
gleiche Widerstand gegen Mich, der ihn zu dem einstigen Abfall von Mir veranlaßt
hat .... Und diesen Widerstand breche Ich nicht gewaltsam, doch er wird noch
unendliche Zeiten leiden müssen, bis er einmal von selbst diesen Widerstand aufgeben
und zu Mir zurückkehren wird .... Amen
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8
Irdische oder geistige Gedankenwellen .... B.D. Nr. 7222 6.12.1958

Je mehr ihr euch von der Welt absondert, desto leichter findet ihr den Eingang in das
geistige Reich, denn es stoßen die Gedanken nicht mehr auf Widerstand, die euch aus
dem geistigen Reich zuströmen. Die Welt aber ist das ständige Hindernis für solche
geistige Gedanken, denn nur, wo völlige Abkehr ist, werden sie aufgenommen vom
Herzen des Menschen. Und so werdet ihr es auch verstehen, warum sich die Menschen
so wenig geistig befassen, wenn sie noch weltlich gebunden sind, denn die weltlichen
Gedanken werden immer geistige Gedanken verdrängen .... d.h., es wird der Mensch
nicht fähig sein für die Aufnahme eines Gedankengutes, weil sich weltliche Gedanken
vordrängen und den Menschen hindern, daß jene Gedanken zum Herzen vordringen.
Und dennoch ist der Mensch selbst verantwortlich für das Gedankengut, das ihn
beherrscht, denn allein der freie Wille bestimmt, woran der Mensch denkt, und der freie
Wille wehrt oder gibt Zugang den Gedankenwellen, die ihn umkreisen. Und der Wille
wieder ist so gerichtet, wie das Wesen des Menschen ist .... geistig oder weltlich
eingestellt. Er wird weder nach der einen noch nach der anderen Richtung hin
gezwungen, er ist völlig frei. Und doch hängt von der Richtung dieses Willens alles ab,
sein Denken und Handeln, sein gegenwärtiges und das zukünftige Los der Seele, das
herrlich, aber auch furchtbar sein kann. Die Welt also ist eine Gefahr für den Willen des
Menschen, wie sie aber doch sein muß, um die Seele zu einer Klarheit kommen zu
lassen, um sie zu einer Entscheidung zu drängen, die zwischen ihr und dem geistigen
Reich getroffen werden muß. Beide Reiche sind vorhanden, ein Reich nur kann die
Seele wollen, und dieses Reich muß sie selbst bestimmen. Und wählt sie das materielle
Reich, das die Welt ist, dann bleibt sie auch diesem Reiche verhaftet .... wählt sie das
geistige Reich, dann wird dieses ihr Aufenthalt werden, wenn die Seele den irdischen
Körper verlassen wird, wenn ihr Erdengang beendet ist. Und von beiden Reichen aus
wird sie gelockt, von beiden Reichen aus wird sie beeindruckt, aber nicht gezwungen.
Darum also trägt die Seele selbst die Verantwortung für ihr Denken und Wollen, denn
sie kann nach jeder Richtung hin sich entscheiden, es ist ihr nicht unmöglich, sich
recht zu entscheiden, selbst wenn die materielle Welt greifbar vor ihr steht und die
geistige Welt scheinbar unwirklich ist. Denn es haben die geistigen Kräfte eine gewisse
Macht der Seele gegenüber, daß sie sich immer wieder einzuschalten vermögen auch
dem Unwilligen gegenüber .... daß also auch dieser erfaßt wird von ihnen und also der
Mensch Stellung dazu nehmen muß .... nur daß er, sowie er unwillig ist, sie abwehrt ....
Aber sie haben ihn berührt, und er kann daher nicht sich der Verantwortung entziehen,
wenn sie von ihm wird gefordert werden. Der Mensch kann denken, und das ist der
Grund seiner Verantwortung .... Und niemand zwingt ihm die Gedanken auf. Was er
denkt, steht ihm völlig frei. Daß es richtig ist, wird immer das Ziel der guten
Geisteskräfte sein, die ihn zu beeinflussen suchen in positivem Sinn .... Aber da auch die
negativen Kräfte einwirken, muß also der Mensch selbst entscheiden, und es kann somit
nicht von „geistigem Zwang“ gesprochen werden, dem der eine erliegt und der andere
nicht. Und so gehören auch mitunter innere Kämpfe dazu, bei geistigen Gedanken zu
bleiben, wenn irdische Gedanken sich eindrängen wollen. Der Wille, geistig zu reifen,
kann auch Kraft geben für diesen inneren Kampf, und dann hat der Mensch schon
gesiegt, denn sein Wille war positiv und muß sich auch positiv auswirken. Und desto
größer wird der Sieg sein, je mehr der Mensch in der Welt steht, denn desto größer sind
die Widerstände, desto größer der Anreiz und desto stärker der Wille, der sich
durchsetzt und sich entscheidet für das geistige Reich. Aber die Seele wird sich dereinst
des Sieges erfreuen, denn sie hat sich selbst ihr Los gestaltet für die Ewigkeit, sie wird
einem Leben in Seligkeit entgegengehen und immer nur Gott danken, Der ihr die Kraft
gab zum Überwinden .... Amen
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10

Gedanken sind Ausstrahlungen aus dem geistigen Reich .... B.D. Nr. 6843
1.6.1957
Kein Mensch weiß um sein Lebensschicksal, und kein Mensch kann es bestimmen ....
aber jeder Mensch weiß, daß seines Bleibens auf dieser Welt nicht ewig ist und daß er
schon am nächsten Tage abgerufen werden kann, daß er auch von Schicksalsschlägen
überrascht werden kann, die er nicht abzuwenden vermag. Aber dieses sichere Wissen
werten nur die wenigsten Menschen aus, indem sie auf das Leben hinarbeiten, das
nachher kommt .... auf das Leben im geistigen Reich, das ewig währt. Und sie werten es
deshalb nicht aus, weil sie von einem Leben nach dem Tode nicht überzeugt sind .... Es
ist aber auch unmöglich, ihnen einen Beweis dafür zu geben, weil dies den ganzen
Erdenlebensweg unnütz machen würde, dessen Zweck eine völlig freie
Willensentscheidung ist .... ein Beweis aber schon einen Willenszwang ergeben würde.
Darum also sind die Menschen gleichsam auf sich selbst gestellt, sie gehen durch das
Erdenleben ohne genaue Kenntnis seines Sinnes und Zweckes, können jedoch zur klaren
Erkenntnis gelangen, wenn sie eine solche anstreben. Denn die Menschen können
denken .... Sie haben eine Gabe mitbekommen für die Zeit ihres Erdenlebens: das
Denkvermögen, also auch den Verstand, die Gedanken verarbeiten zu können und sie
auf ihre Wahrheit hin zu prüfen .... denn sie können sich in rechten und auch in falschen
Gedanken bewegen. Dies ist ein Beweis, daß ihnen von zwei Seiten aus die Gedanken
zugetragen werden, ihnen selbst es aber überlassen bleibt, für welche Gedanken sie sich
entscheiden .... Es ist also der Gedanke an sich kein eigenes Produkt, das der Mensch in
sich erzeugt und es nach außen strahlen lässet, sondern er strömt ihm selbst erst zu als
Kraft aus dem geistigen Reich. Ihr müsset aber wissen, daß mit dem Tode eures Leibes
für euch nicht das Denken aufhört, sondern dieses der ichbewußten Seele die
Zusammengehörigkeit mit Gott beweiset .... insofern, als daß sie im
Vollkommenheitszustand Seine geistigen Ausstrahlungen in Form von Gedanken
empfängt .... Im unvollkommenen Zustand dagegen gewinnt der Gegner Gottes Einfluß
auf das ichbewußte Wesen, ganz gleich, ob es noch auf Erden weilt oder auch im
jenseitigen Reich. Das Denken also setzt nicht aus, kann nur verwirrt oder gänzlich
falsch sein, wenn der Reifezustand der Seele niedrig ist und dann der Gegner Gottes
größeren Einfluß hat als Gott Selbst, Der Sich niemals zwangsmäßig durchsetzt,
sondern wartet, bis das Wesen selbst sich Ihm ergibt .... Es sind also die Gedanken
etwas Geistiges, mehr oder weniger der Wahrheit entsprechend, aber stets Zuwendungen
aus dem geistigen Reich, die darum auch als Kräfte angesprochen werden können ....
wieder mit guter oder schlechter Auswirkung, je nach ihrem Ausgang. Wer nicht an ein
Fortleben glaubt, der begnügt sich mit der Erklärung, daß der Gedanke seinen Ursprung
hat im Menschen selbst. Dann aber würde der Tod jegliches Denkvermögen auslöschen,
dann ist auch der Begriff „Seele“ nicht einfach zu erklären, die im Gegensatz zum
Körper .... der irdisch-materiellen Außenform .... das Innenleben des Menschen, das
Denken, Fühlen und Wollen ist .... Die Seele ist unvergänglich, also wird sie weiter
denken, fühlen und wollen können, wenn sie fortleben soll nach dem Tode .... Etwas
Lebendes, Ich-Bewußtes, muß diese Merkmale aufweisen können, daß es denken,
fühlen und wollen kann. Solange diese Fähigkeiten nicht vorhanden sind, befindet sich
das Wesen noch im gebundenen Zustand, in dem es noch nicht voll verantwortlich
gemacht werden kann für sein Tun. Es ist dem Wesen aber eine Aufgabe gesetzt für die
Zeit des Erdenlebens, folglich muß es fähig sein, zu denken und zu wollen und danach
zu handeln .... Es geht nun darum, freiwillig sich der göttlichen Ordnung einzufügen, die
es umgestoßen hatte, als es sich von Gott abwandte. Da es durch diesen Abfall von Gott
in Finsternis verfiel, d.h. in völlige Erkenntnislosigkeit, muß es nun zum freien
Willensentscheid auch wieder eingeführt werden in ein Wissen, das ihm nun vom
geistigen Reich aus zuströmt und nun von Menschen aufgenommen, aber auch wieder
abgelehnt werden kann. Die Gedanken des Menschen sind also solche Zuströme, die
aber sowohl aus dem Lichtreich als auch aus dem finsteren Reich kommen können. Der
Mensch selbst ist mit der Gabe des Verstandes ausgerüstet, um sich mit den ihm
zuströmenden Gedanken auseinandersetzen zu können. Es ist aber weniger die Schärfe
des Verstandes als ein liebebereites Herz ausschlaggebend, um sich den
Gedankenwellen aus dem Lichtreich aufzuschließen .... Und es wird also auch der
Erkenntnisgrad entsprechend sein und die rechte Entscheidung dem Menschen
leichtfallen, der ein Leben in Liebe führt .... wohingegen dem lieblosen Menschen die
Gedanken aus dem finsteren Reich zugesendet werden, die er bereitwilliger
entgegennimmt und dadurch auch dem Gegner Gottes stets mehr verfällt. Der Mensch
glaubt zwar, daß die Gedanken sein eigenes Geistesprodukt sind, daß er selbst sie
erzeugt kraft seines Verstandes und der ihm von außen zugehenden Belehrungen ....
doch es würde dann mit dem Moment des Todes völlig leer in seiner Seele sein, die aber
das eigentliche Ich des Menschen ist und die daher das Denken, Fühlen und Wollen
nicht verlieren kann .... die also weiter im Bereich von Gedankenwellen weilt, sich aber
selbst die Sphäre geschaffen hat oder noch schaffen kann, in der sie sich nun bewegt. Ihr
Denken wird zwar in dunklen Bereichen schwach und völlig verwirrt sein, doch sie
kann denken .... und auch dieses Denken klären, wenn sie es will. Der Gedanke ist
geistige Kraft, die nicht vergehen kann und darum auch jeder Gedanke sich irgendwie
auswirkt, negativ .... wenn er dem Reiche der Finsternis entströmt und aufgegriffen
wird, oder positiv .... wenn er seinen Ausgang hat im Lichtreich und Eingang findet im
Menschenherzen. Der Mensch selbst hat also nur seine Aufnahmebereitschaft zu
beweisen, indem er mit dem Lichtreich Verbindung zu haben wünscht. Deshalb wird
niemals der Mensch gute Gedanken in sich aufkommen lassen, der völlig im Banne des
Gegners steht, weil nicht er selbst die Gedanken gebärt, sondern sie ihm zuströmen
gleich Wellen, von denen er sich umspülen lassen muß, wenn sie eine Heilswirkung an
ihm ausüben sollen .... wenn sie ihm Erkenntnis vermitteln sollen, die ihm verhilft zur
rechten Entscheidung. Denn dies allein ist das Erdenlebensziel jedes einzelnen
Menschen, zwecks dessen er sich auf Erden verkörpern durfte .... Amen
««««

12
Gedankenwellen entsprechend dem Willen .... B.D. Nr. 5717  6.7.1953

Es drängen sich euch zuweilen Gedanken auf, die ihren Ursprung haben in dem
Reiche lichtloser Geister, die also, weil sie noch irdisch gesinnt sind, sich auch in der
Nähe der Menschen aufhalten, denen sie nun ihr materielles Denken zu übertragen
suchen. Der Mensch ist ständig von Gedankenwellen umspült, doch er nimmt immer
nur das Gedankengut in sich auf, das seinem Willen entspricht; und da der Mensch,
solange er auf Erden weilt, auch nicht vollständig sich lösen kann von Irdischem, ist es
verständlich, daß auch die Wesen Zutritt haben in seine Gedankenwelt, die noch irdisch
gesinnt sind. Sie dringen aber bei geistig strebenden Menschen nicht oft durch, die
Gedanken berühren sie wohl, bleiben aber nicht lange haften, sie beeindrucken den
Menschen nicht .... Und also ist keine Gefahr, wenn sich zuweilen solche Wesen
vordrängen, um sich Gehör zu verschaffen, weil die geistige Welt .... die Wesen des
Lichtreiches, schon weit größeren Einfluß haben und willig angehört werden und also
immer wieder irdische Gedanken verjagen, um sich selbst kundzugeben. Nur eines soll
der Mensch nicht versäumen .... sich selbst zu beobachten und möglichst irdischen
Gedanken zu wehren, wenn er eine geistige Verbindung herstellen will .... Er soll nicht
geistiges Gedankengut mit irdischem vermengen, denn er selbst gibt dazu Anlaß, wenn
sich gewisse Wesen einschalten, sowie er sich nicht frei macht von der Welt, sowie er
sich nicht in die Stille zurückzieht und sich gedanklich löset von allem, was ihn
umgibt .... Es kann der Mensch wohl den Gedanken wehren, die ihm nicht recht sind, er
braucht nur einen kurzen Anruf senden zu Gott um Schutz und Hilfe, und jede
Annäherung dieser irdisch gesinnten Wesen wird abgewehrt von Lichtwesen, die dann
das Recht dazu haben, eine Mauer zu bilden um den Menschen, der sich ihnen
verbinden will .... Dann ist jede irrige oder irdische Beeinflussung unmöglich und das
Herz geöffnet für geistige Einströmung, die immer der Wahrheit entspricht .... Sowie der
Mensch weiß um den Zusammenhang, um die gedankliche Anstrahlung von Wesen
beider Reiche, wird er sich selbst, so er es ernst meint, beachten und also schützen vor
Gedankenwellen, die ihm nicht zuträglich sind, denn der Wille des Menschen ist
ausschlaggebend, ob jene Wesen bei ihm Eingang finden, und der Wille sichert aber
auch ihm die Wahrheit, sowie sein Wille sich den Wesen zuwendet, die im Licht stehen
und nun das Recht haben und den Auftrag von Gott, ihm Licht zu vermitteln. Geistiges
Gut nun zu empfangen, um es den Mitmenschen weiterzugeben, ist ein
verantwortungsreiches Amt, das auch nur die Menschen verwalten dürfen, die ernsten
Willens sind und nur die reine Wahrheit empfangen und verbreiten wollen. Diesem
Willen wird stets entsprochen und darum immer den unwissenden Kräften der Zugang
verwehrt, wenn sich der Mensch zur Entgegennahme der Wahrheit den geistigen
Kräften überlässet .... Dann wird er geschützt sein vor jeglichem Irrtum, weil Gott Selbst
segnet, die nach der Wahrheit verlangen und diese verbreiten wollen, und Sein Segen
auch reinste Wahrheit garantiert, also Schutz vor Irreführung, Schutz vor den Kräften
der Finsternis .... Amen
««««

13

Denkfähigkeit bedeutet nicht Erzeugung der Gedanken .... B.D. Nr. 6963  7.u.8.11.1957

Ihr könnet unmöglich selbst in euch Gedanken erzeugen, aber ihr könnet die euch

zuströmenden Gedanken aufgreifen und auswerten. Denn es ist der Gedanke eine
geistige Kraftausstrahlung, was ihr verstehen werdet, wenn ihr bedenket, daß ihr wohl
die Fähigkeit habt, nachzudenken über das, was euch in irgendeiner Weise nahegebracht
wurde, daß ihr aber nicht nachdenken werdet über euch völlig Unbekanntes, bevor euch
nicht ein Gedankenstrahl getroffen hat, der aber nicht in euch selbst den Ausgang
nehmen kann. Wiederum aber hat jeder Mensch die Möglichkeit, in sich auch völlig
unbekannte Probleme wälzen und lösen zu können, wenn er die Gedankenströme in sich
einfließen lässet, die ihn aus dem geistigen Reich berühren, was aber niemals Beweis ist
dafür, daß er selbst Erzeuger jener Gedanken ist .... Als Ich euch ins Leben rief, als Ich
euch als selbständige Geschöpfe hinausstellte außer Mich, stellte Ich doch eine
Verbindung her zwischen Mir und euch, die darin bestand, daß Ich euch ansprach und
ihr Mir antworten konntet .... Und diese Ansprache konntet ihr empfinden und auch
hören .... Die Empfindung war der „Gedanke“, den ihr hörbar für euch als „Wort“
vernahmet. Ihr aber konntet euch nun zu diesem Gedanken oder Wort durch eure
„Denkfähigkeit“ einstellen und entsprechend eurem Willen nun antworten .... oder auch
den euch zugegangenen Gedanken eigenmächtig weiter ausdenken, ihn formen oder
gestalten nach eurem Willen, ihr könnet gleichsam den Gedanken nach jeder Richtung
hin weiterentwickeln, ihr könnet den euch zugesandten Gedanken recht und falsch
beurteilen .... Und das ist die Denkfähigkeit, die Ich euch als geschaffene Wesen
verliehen habe, um mit euch einen Austausch pflegen zu können, wieder entsprechend
eurem Willen. Es muß vorerst etwas da sein, dann erst könnet ihr euch damit befassen.
Und der Urgrund alles dessen, was besteht, bin Ich Selbst .... Alles nimmt von Mir
seinen Ausgang, ganz gleich, ob es das Leben der Kreatur ist oder die Glückseligkeit der
höchsten Geister .... Und so auch hat „das Wort“ in Mir seinen Ausgang, das vorerst als
Gedanke im Menschen auftaucht, aber im freien Willen von dem Menschen nun
aufgegriffen werden muß. Und dann kann er sich damit auseinandersetzen und ihn
verwerten nach seinem Willen. Das Verstandesdenken also kann keinen Gedanken
erzeugen, aber es kann die Gedankenwellen, die ihn umkreisen, auswählen und
aufnehmen. Der Verstand kann ihm zuströmende Gedankenwellen abdrängen oder
aufgreifen, und es ist dies leicht zu verstehen, wenn ihr die Sende- und
Empfangstätigkeit zum Vergleich heranzieht, auf der ihr die Radiotechnik entwickelt
habt .... Von einem höheren Willen oder Wesen gehen die Strahlungen aus, und sie sind
von jedem Wesen aufzufangen, setzen sich aber nicht gewaltsam fest, wenn das Wesen
ihnen gegenüber sich abwehrend verhält: Und weil der Wille des Wesens dieses
bestimmt, wird dieser Wille beeinflußt von guter wie auch von böser Seite aus ....
(8.11.1957) Ihr könnet euch immer umkreist wissen von Gedankenwellen jeglicher
Art .... von solchen, die von Mir ausgehen und die euch zugeleitet werden von der in
Meinem Willen wirkenden Lichtwelt, aber auch von solchen, die ursprünglich wohl
auch von Mir ausgegangen sind, jedoch durch den Willen Mir widersetzlicher Kraft und
deren Denkfähigkeit in gegnerischer Weise geformt wurden und nun auch von dieser
Kraft euch zugesendet werden .... wieder euren Willen fordernd, der sie annehmen aber
auch ablehnen kann. Und so auch könnet ihr die Gedankenwellen aus der Lichtwelt
kraft eures freien Willens falsch auswerten, d.h., eure Denkfähigkeit kann auch diesen
Gedanken negativ sich gegenüberstellen, wenn ihr dem Gegner euch ausliefert dadurch,
daß ihr euch von Mir isoliert. Die Lichtwesen werden euch niemals aufgeben, sie
werden immer auf euch einzuwirken suchen, aber sie können euch nicht hindern, wenn
ihr euch auf die Seite Meines Gegners stellt. Könntet ihr aber nicht dem Gedanken, der
euch aus der Lichtwelt zugesendet wird, eine andere Richtung geben, dann besäßet ihr
auch keinen freien Willen, ihr wäret gleichsam gezwungen, recht zu denken, und es
könnte keinen Irrtum in der Welt geben .... Ihr müsset also eure Denkfähigkeit
anwenden, ihr müsset euch in einer Weise einstellen zu dem, was euch als Gedanke
vorerst berührt .... Und das lässet euch glauben, daß ihr selbst „Erzeuger“ des
Gedankens seid .... Dann aber wäre euer „Denken“ sehr begrenzt, es würde stets um das
gleiche kreisen, um das, was eure Augen sehen und eure Hände greifen können, weil ihr
selbst körperlich auch begrenzt seid. Was aber in euch unbegrenzt ist .... eure Seele ....
das steht auch in Verbindung mit Mir und empfängt von Mir ständig den Beweis der
Zugehörigkeit zu Mir .... Aber sie kann auch das ihr von Mir Zuströmende frei
verwerten nach ihrem Willen .... weshalb also der Mensch selbst auch aus den ihm
zugesendeten Gedanken kraft seiner Denkfähigkeit machen kann, was er will .... also er
auch recht oder falsch denken kann .... Und die Garantie für rechtes Denken biete Ich
Selbst ihm, wenn er sich nur mit Mir bewußt in Verbindung setzt. Tut er das nicht, so
steht er unter dem Einfluß Meines Gegners, und dann siegt die Finsternis über das
Licht .... und alles, was der Mensch unternimmt in dieser Abhängigkeit von ihm, wird
falsch und Meiner göttlichen Ordnung zuwidergerichtet sein .... Amen
««««

15
Gedankentätigkeit .... Gehirn .... Bilder .... B.D. Nr. 1417  13.5.1940

Der Gedankenapparat des Menschen gleicht unbeschriebenen Buchseiten, solange er

außer Tätigkeit ist, d.h., solange das Denkvermögen noch nicht ausgebildet, also der
Mensch noch nicht fähig ist, Gedanken zu formulieren .... Es sind im zarten Kindesalter
die Denkorgane noch nicht in Tätigkeit, und es bedarf einer gewissen Zeit, bis das
menschliche Gehirn beginnt, Eindrücke von außen in sich aufzunehmen. Und dies
geschieht in folgender Weise: Es vermittelt das menschliche Auge ein geschautes Bild
dem Denkapparat des Menschen, dem Gehirn, und dieses beginnt nun seine eigentliche
Tätigkeit, indem es das ihm vermittelte Bild wirken läßt auf eine Netzhaut mit feinstem
Empfinden. Diese nimmt das Bild auf, und nun ergeben sich bewußte Eindrücke, die als
Gedanken im Menschen auftauchen und gewissermaßen also Rückwirkungen des Bildes
im menschlichen Gehirn sind .... Jeder Eindruck wieder macht sich kenntlich auf der
bisher leeren Fläche der Gehirnwandung und kann entweder auf lange Zeiten
unverwischbar eingegraben sein .... er kann aber auch durch neue Eindrücke unkenntlich
werden und ins Unbewußte verschwinden, also dem Menschen nicht mehr zum
Bewußtsein kommen. Solange der Mensch lebt, bilden sich immer wieder neue
Schichten, die bestimmt sind, neue Eindrücke aufzunehmen und widerzuspiegeln.
Jedoch wird die Empfindsamkeit immer geringer, und es werden sich daher die Bilder
nicht mehr so scharf abheben von der Empfangsfläche und also auch nicht mehr dem
Denkapparat die Eindrücke so stark vermitteln können, so daß sich dies äußert in
Vergeßlichkeit, in schwächerem Fassungsvermögen und im Nachlassen der
Aufnahmefähigkeit für Eindrücke, die eine gewisse Konzentration erfordern. Es arbeitet
der Denkapparat nun nur noch langsam, es sind die Eindrücke von außen nicht mehr
imstande, eine erhöhte Tätigkeit zu veranlassen; es werden die Bilder nicht mehr klar
der Gehirnwandung vermittelt, und es tritt eine Stockung ein in der gesamten
Gedankentätigkeit .... Es wird der Mensch nicht mehr leicht und unbeschwerlich die
einzelnen Vorgänge sich ins Bewußtsein rufen können, weil diese Bilder unklar und
verschwommen sind, jedoch die früheren Vorgänge mit Genauigkeit schildern können,
weil diese Bilder unverwischt und klar in seinem Bewußtsein vorhanden sind und sogar
aus frühester Zeit ans Tageslicht gefördert werden können, weil der Denkapparat von
jenen klaren Bildern beeindruckt werden kann und also in Form von Gedanken jedes
Bild zum Vorschein kommt. Der Vorgang der gedanklichen Tätigkeit ist wie ein
ständiges In-die-Tiefe-Tauchen und zur Oberfläche Herauf-Holen .... so es sich um
frühere Erlebnisse handelt. Zahllose Bilder sind in zahllose Blättchen eingegraben, alles
Freie, Unbeschriebene ist bedeckt worden von Eindrücken, die das menschliche Auge
vermittelt hat, und zahllose Flächen sind von gedanklichen Bildern bedeckt worden, die
ein von außen eindringendes Bild wieder entstehen ließ.
Die gedankliche Funktion der dazu bestimmten Organe ist also eine in sich bedingte
Tätigkeit, hervorgerufen durch äußere Eindrücke und ausgeführt durch den Willen des
Menschen, diese oder jene Bilder auf sich wirken zu lassen. Es brauchen diese Bilder
nicht immer durch das Auge zu ihm dringen, es können auch geistige Bilder den
gleichen Vorgang auslösen, Bilder, die der Mensch in sich selbst durch seinen Willen
entstehen läßt und die dann eine damit zusammenhängende Gedankentätigkeit auslösen.
Es werden jene Organe also erst durch den Willen des Menschen angeregt, tätig zu sein,
und es nehmen die Gedanken nun jene Richtung, die dem Willen des Menschen
entspricht. Rein irdische Interessen und Vorstellungen werden erklärlicherweise nur
solche Bilder der Gehirnwand vermitteln, und es wird die Denktätigkeit sich also so
äußern, daß ebensolche Gedanken den Menschen beherrschen, die mit den irdischen
Vorstellungen übereinstimmen. Immer ist der Gedankengang des Menschen konform
gehend mit seinem Willen .... Es bestimmt der Wille seine Gedankenwelt .... Und darum
ist der Mensch auch für seine Gedanken verantwortlich, da es ihm freisteht, seinem
geistigen Auge Bilder zu vermitteln gleich welcher Art. Nur darf er nicht vergessen, daß
zu viele irdische Bilder die Eindrucksfähigkeit vermindern und es also sein eigener
Nachteil ist, wenn die gedankliche Tätigkeit entsprechend geringer wird und zuletzt für
geistige Wahrheiten, d.h. gedankliche Übermittlungen, nicht mehr aufnahmefähig ist. Es
werden sonach alle Gedanken immer das ausdrücken, was den Menschen zutiefst
bewegt .... und also ist der Mensch, der vom göttlichen Schöpfer mit allen
Fähigkeiten .... wozu auch die gedankliche Tätigkeit gehört .... ausgestattet ist, voll
verantwortlich für alle seine Gedanken, weil es ihm freisteht, diese zu formulieren nach
seinem Willen .... Amen
««««

17
Gedankentätigkeit .... B.D. Nr. 6375 11.u.12.10.1955

Was ist der Gedanke? .... Diese Frage wird euch niemals wissenschaftlich
beantwortet werden können, solange die Forschenden selbst nicht in geistiges Wissen
eindringen, solange sie nur rein verstandesmäßig sie zu lösen suchen, denn der Ursprung
des Gedankens ist das geistige Reich .... Es sind Ausstrahlungen aus dem geistigen
Reich, die euch Menschen wie Wellen umkreisen, um nun je nach eurem Willen
aufgenommen oder verdrängt (zu = d. Hg.) werden .... Es sind Ausstrahlungen, die eure
Denkorgane berühren und sie in Tätigkeit setzen, wenn ihr bereit seid dazu, d.h.
willensmäßig den Kontakt aufnehmet mit den Wesen, die euch anstrahlen. Es ist ein
Kräfte-Austausch und Vorgang .... der aber von zwei Seiten aufgezogen wird, dem
Willen des Menschen es aber überlassen bleibt, mit welcher Seite er den Kontakt
herstellt .... Ihr müsset wissen, daß ihr so geschaffen wurdet, daß alle Organe eine
bestimmte Tätigkeit zu verrichten haben, und für jede Funktion sind besondere Organe
vorhanden, die nun dem Willen des Menschen entsprechend arbeiten, zum Teil auch
noch dem Naturgesetz unterliegen, weil sie eine Leben-erhaltende Funktion ausüben. Ihr
müsset ferner wissen, daß euch für die Dauer eures Erdenlebens eine gewisse Freiheit
zugebilligt wurde .... was darin zum Ausdruck kommt, daß die Funktion bestimmter
Organe von eurem Willen abhängig ist, weil dieser sich im Erdenleben erproben und
bewähren soll .... Und dazu gehört auch eure Verstandestätigkeit, die ihr selbst
entwickeln könnet, wozu aber auch eine Denkfähigkeit euch gegeben wurde. Diese
Denkfähigkeit besteht aber nicht darin, daß ihr selbst die Gedanken erzeugt, sondern
ihr müsset etwas euch Zuströmendes, etwas Geistiges, das euch ständig wie Wellen
umspült, kraft eurer Denkfähigkeit auf euch einwirken lassen .... Ihr müsset die
Gedanken, die euch zuströmen, aufnehmen und nun mit eurem Verstand verarbeiten,
aber es steht euch völlig frei, ob und welche Gedanken ihr aufgreifet, doch der Wille
und die Wahl ist entscheidend für eure seelische Aufwärtsentwicklung .... Gedanken
sind geistige Kraftausstrahlungen, die in unvorstellbarer Lichtfülle ausgehen von Gott
Selbst .... empfangen werden erst von Lichtwesen, die wieder mit dem Empfangenen zu
beglücken suchen und so unentwegt ein Weiterleiten an alles Wesenhafte, Denkfähige
bedeutet. Doch auch der nunmehrige Fürst der Finsternis war einst Licht- und
Kraftempfänger. Auch er leitet Ausstrahlungen von sich aus dem Wesenhaften zu ....
Und so wird der Mensch als denkfähiges Wesen Gedankenströme von beiden Seiten
entgegennehmen können, die Anstrahlungen guter und schlechter Kräfte werden sich
immer als Gedankenwellen äußern; es wird der Mensch stets die Gedanken annehmen,
die seinem Willen entsprechen, es werden niemals Gedanken einen zwingenden Einfluß
ausüben, sondern nur dem Willen und Wesen des Menschen entsprechend sich
vordrängen oder zurückgewiesen werden .... Niemals aber ist der Mensch selbst
Urheber seiner Gedanken .... niemals hat er die Fähigkeit, diese Gedanken selbst zu
produzieren, wenngleich er oft davon überzeugt ist, daß alles eigenes Geistesprodukt ist,
was er durch Verstandestätigkeit gewonnen hat .... Er nützet nur die ihn umkreisenden
Gedankenwellen aus .... und kann sie auch in einem sehr hohen Maße ausnützen kraft
seiner Denkfähigkeit, die ihm vom Schöpfer verliehen ist .... Und es werden lichtvolle
Gedanken immer wieder in einem Menschen auftauchen, der sich mehr den finsteren
Gedankenströmen zuwendet .... Doch niemals werden sich Gedanken, ganz gleich
welcher Richtung, festsetzen in den Denkorganen wider den Willen des Menschen ....
Und das ist seine eigene Funktion, zu wählen mit welchen Gedanken er sich befassen
will .... Unter Denkfähigkeit ist zu verstehen, sich mit den Strömungen, die als
„Gedanken“ den Menschen berühren, auseinandersetzen zu können, ihren Sinn zu
verstehen, sie folgerichtig einzuordnen .... also alle ihm zuströmenden Gedanken sich
nutzbar zu machen .... (12.10.1955) Dazu ist aber vorerst der Wille nötig .... Denn der
Mensch ist nicht gezwungen, sich den ihm zuströmenden Gedankenwellen zu öffnen,
kann also in einer gewissen Denkträgheit die Gedanken zurückweisen .... wie er
andererseits aber auch Gedanken aufgreifen kann, die ihm von unten zugehen, also
schlecht und wertlos in ihrem Inhalt sind .... Immer ist es sein Wille, der die Richtung
der Gedanken bestimmt und auch den Ursprung .... Gedankenströme aus der lichtvollen
Welt werden .... so der Wille des Menschen bereit ist, sie anzunehmen, gleichzeitig eine
Kraftwirkung haben, indem die Denkfähigkeit des Menschen sich verschärft und geklärt
ist .... Wer sich also gedanklich mit geistigen Fragen beschäftigt, der nimmt gleichsam
von Wesen des Lichtreiches diese Fragen entgegen, die Gedankenwellen lösen in seiner
Seele ein Verlangen aus, Aufklärung zu erhalten. Dieses Verlangen wird von den
Denkorganen ergriffen und von diesem Moment an erst dem Verstand des Menschen
bewußt. Und nun hat er den Kontakt hergestellt mit dem Wesen, das ihm die
Ausstrahlung zusandte .... das im Auftrag Gottes oder auch im Auftrag seines Gegners
seine Tätigkeit ausführt: Licht oder Finsternis zu verbreiten. Jeder Gedanke ist die
Entäußerung eines im Dienst Gottes oder Seines Gegners stehenden Wesens .... doch
niemals eigenes Erzeugnis des Menschen, denn selbst im Vollkommenheitszustand
dereinst im geistigen Reich strahlt das Wesen immer nur aus, was es aus dem Quell ....
von Gott Selbst .... bezieht als Liebekraft, die höchste Weisheit in sich schließt .... Aus
der Verschiedenheit des Denkens der Menschen geht hervor, daß endlos viele
verschiedene Wissensgrade die geistigen Wesen unterscheiden, daß sie aber alle Zugang
haben zu dem Menschen, weil dessen Wille selbst sich schützen kann vor Irrtum oder
mangelhaftem Geistesgut und weil Gott auch Seinem Gegner das gleiche Recht
zubilligt, auf den Menschen einzuwirken .... des Willensentscheides wegen, der Zweck
und Ziel des Erdenlebens als Mensch ist .... Die Denkfähigkeit des Menschen kann auch
die verschiedenen Gedanken gegeneinander abwägen .... Es kann der Mensch folgern,
und sein Wille kann durch diese Folgerung auch die erst-eingeschlagene Richtung
ändern, und sein Verstand wird sich wehren gegen unwahres Gedankengut, sowie er
guten Willens ist .... Denn das Bemühen der Lichtwesen, die in vollster Wahrheit
stehen, wird nie aufhören, den Menschen rechte Gedanken zuströmen zu lassen, die
ihnen zur Betreuung übergeben sind, denn das ist ihre Mission, Licht und Wahrheit zu
verbreiten und die Finsternis zu verjagen .... der sie gewissenhaft nachkommen. Und ein
Herz, das sich öffnet, ein Mensch, der die Wahrheit begehrt, wird einen
Gedankenreichtum empfangen dürfen, der in ihm Widerhall findet .... Die
Ausstrahlungen aus dem Lichtreich werden helles Licht auch in ihm selbst entzünden, es
wird der Mensch glauben, durch eigenes Nachdenken zu den Ergebnissen gelangt zu
sein, was jedoch nur insofern richtig ist, als daß er nun seine Denkfähigkeit ausgenützt
hat, um sich das zum geistigen Eigentum zu machen, was zuvor ihm zugeströmt ist ....
und ihm nun aber verbleibet, das auch er wieder ausstrahlen können wird, so er im
geistigen Reich zu beglückender Tätigkeit zugelassen ist .... Amen
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19
Gedankliche Tätigkeit .... Herz .... Gehirn .... B.D. Nr. 0962  13.6.1939

Vereinigt euch im Glauben und achtet Meiner Worte, denn der Geist in euch wird
vernehmlich Meinen Willen zum Ausdruck bringen. Und unwiderruflich wird euer
Leben zum Ziel führen, so ihr diesen Meinen Willen erfüllet. Der Gedanke ist geistige
Kraft, er pflanzt sich fort und ist somit der beste Beweis, daß er nichts Totes ist, daß er
lebt und belebt und in immerwährender Verbindung steht mit der gedanklichen
Tätigkeit des Menschen. Eine reguläre Speisung durch geistige Kraft ist eigentlich die
gedankliche Tätigkeit des Menschen. Es ist der Mensch befähigt, diesen Kraftstrom
aufzunehmen und gewissermaßen umzuleiten in das Herz, das als Aufnahmestation aller
geistigen Kraft unausgesetzt die ihm zugehende Nahrung verwertet und also verwertet
dann zurückgibt in das Gehirn-Zentrum und von da den Mechanismus des Menschen
gleichsam in Bewegung setzt .... Es ist dies ein Vorgang, der dem Menschen noch völlig
unverständlich ist, da er bisher die irrige Auffassung vertritt, daß nur allein das Gehirn
seine organische Tätigkeit ausübt und also der übrige Körper vorerst nichts damit zu
schaffen hat, bis der Wille sich in Tätigkeit setzt und die gedankliche Tätigkeit nun auch
der Körper zur Ausführung bringt .... daß aber das Herz die Empfangsstation ist und dort
erst eine Ausscheidung stattfindet, wieweit der Mensch die geistige Kraft, also
gedankliche Übertragungen, aufzunehmen gewillt ist .... und dies dann in der Weise
geschieht, daß sich der Körper und mit diesem ebendas Gehirn als Organ herbeiläßt, das
empfangene Geistige zu behalten als geistiges Gut, oder es schemenmäßig
aufgenommen und sofort wieder verworfen wird. Und deshalb geschieht es so oft, daß
sich Widerstände bemerkbar machen, wenn eine besonders einsichtsvolle und
empfangsbereite Seele das mit dem Herzen Aufgenommene auch dem Gehirn vermitteln
will .... Es weigert sich letzteres, restlos anzunehmen, sendet es zurück in das
Menschenherz, wird dort mit Bedrückung wieder empfangen, immer wieder zur Höhe
gesendet, bis im Gehirn der Widerstand erlahmt und dies nun so handelt, wie es handeln
muß, da es nun bestimmt wird von der Kraft des Geistes .... die desto stärker wirkt, je
schwächer der Widerstand des Gehirns sich ihr entgegensetzt. Und die gedankliche
Tätigkeit ist nur in dieser Art restlos zu erklären .... und es gibt dies die Lösung der
Frage, warum die gleichen Weisheiten, in gleicher Art den Menschen zur Kenntnis
gebracht, ganz verschiedenartig aufgenommen, d.h. geglaubt werden. Daß dies lediglich
am Willen des Menschen liegt, wieweit er das vom Herzen Empfangene aufnimmt und
als Geistesgut verwertet .... ob er also gewissermaßen Widerstand bietet durch die bloße
Tätigkeit der Organe, indem diese die geistige Kraft nur so weit verwerten, wie sie zur
unbedingten Tätigkeit benötigt wird, also zu rein irdischem Denken .... Um geistige
Probleme jedoch zu lösen, ist ein Zusammenarbeiten des Herzens mit den Denkorganen
unerläßlich, weil alles Geistige erst den Weg zum Herzen des Menschen nimmt, ehe es
weitergeleitet wird, und nun im vollen Umfang auch angenommen werden muß von den
Organen, denen die Denktätigkeit obliegt. Und wiederum wird ein Herz, das in der
Liebe lebt, unsäglich reich bedacht werden mit geistiger Kraft und somit auch also der
Mensch, in dem die Liebe wohnet, sein geistiges Wissen vermehren, und er wird sich in
vollster Erkenntnis befinden .... Amen
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20
Gedankenapparat .... Zustrom guter oder schlechter Kraft .... B.D. Nr. 2363  9.6.1942

Aus dem Reiche des Geistigen strömt euch unentwegt Gedankengut zu, das ihr nur

aufzunehmen braucht, um es euch selbst zu eigen zu machen. Euer Wille ist
bestimmend, welcher Art das Gedankengut ist, das ihr erfasset, denn ihr könnt sowohl
die geistige Übermittlung des Lichtes als auch der Finsternis euch zum Eigentum
machen, je nach eurem Willen. Der Gedankenapparat des Menschen ist so fein
konstruiert, daß er in Tätigkeit gesetzt wird bei jeglicher Ausstrahlung, d.h., sowie die
Gedanken gleich einer Welle ihn umspülen, tritt er in Tätigkeit, indem er
entgegennimmt, was ihm zusagt, also vom Willen des Menschen begünstigt wird. Denn
dieser entscheidet sich .... er gewährt gewissermaßen einem Teil Zutritt, während er das
andere zurückweist, und dies je nach seiner Einstellung zum Guten, Göttlichen oder zur
Gott-feindlichen Macht. Denn die Gedanken-Zuströme von beiden Mächten, von den
lichtvollen oder finsteren geistigen Kräften, empfindet der Mensch nun wohltätig oder
unangenehm und nimmt daher die einen an, während er die anderen abweiset. Also ist
die Grundeinstellung zu Gott maßgebend, welches Gedankengut des Menschen Wille
auf sich wirken läßt, denn was einmal sein Gedankenapparat aufgenommen hat, das
bleibt in ihm zur immerwährenden Verfügung, denn es kommt stets an die Oberfläche,
sowie sich der Mensch damit befassen will. Ist nun der Wille des Menschen dem Guten
zugewandt, so wird auch das Gedankengut dementsprechend sein, d.h. nur solche
Mitteilungen in sich enthalten, die aus dem Lichtreich ihm zuströmen, also dem
göttlichen Willen nicht widersprechen. Es wird sich der Mensch befassen vorwiegend
mit geistigen Dingen und weltliche Dinge außer acht lassen, er wird geistigen Hunger
verspüren und also das entgegennehmen aus den geistigen Übermittlungen, was seinem
Verlangen entspricht, während er das andere unbeachtet läßt. Und so bildet sich jeder
Mensch sein Gedankengut selbst; zugetragen wird es ihm von allen Seiten, d.h., gute
und böse Kräfte bemühen sich, ihre Gedankenwelt dem Menschen zu erschließen und
ihn geneigt zu machen zur Annahme dessen, was sie ihm darbieten. Verbindet sich nun
der Mensch in Gedanken oder im Gebet mit Gott, so wird er verständlicherweise auch
das Gedankengut entgegennehmen, das ihm von Gott-verbundenen Kräften zugeht, und
es wird von diesen Kräften dem Einfluß der Gegenmacht gewehrt, und dies wieder
äußert sich im Willen des Menschen, der also sich nun bejahend oder verneinend
einstellt zu dem ihm gebotenen Gedankengut. Und deshalb kann der nach Gott
verlangende Mensch beruhigt sein, daß er auch im rechten Denken steht, denn er macht
sich selbst durch das Verlangen nach Gott aufnahmefähig für den geistigen Zustrom
guter Kräfte und empfindet das Gedankengut der Gegenkraft als falsch und
ablehnungswert. Die guten geistigen Kräfte bilden sein Urteilsvermögen für gut und
böse eifrig aus und wachen darüber, daß der willige Mensch keinem schlechten Einfluß
verfällt .... Amen
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21
Gedankentätigkeit .... B.D. Nr. 2039  21.8.1941

Ein rein geistiger Austausch zeitigt rein geistige Ergebnisse, also muß der

Vermittlung von geistigem Wissen auch der Wille vorangegangen sein, solches von
gebenden Kräften entgegenzunehmen. Es ist also dies ein Anfordern guter geistiger
Kraft, bewußt oder unbewußt .... bewußt durch das Gebet um Erleuchtung, unbewußt
durch Fragen, die der Mensch stellt, die geistiges Gebiet berühren, daher von wissenden
Geisteskräften beantwortet werden. Steht jedoch der Mensch mehr mit der Erde in
Verbindung, d.h., sind es rein irdische Dinge, über die er Aufklärung begehrt, so kann er
rein verstandesmäßig sich die Antwort selbst geben. Der Verstand ist gleichfalls eine
Gabe Gottes, er ist aber nicht zu vergleichen mit dem geistigen Wirken der jenseitigen
Kräfte, die in der Vollkommenheit stehen und die nur den Kraftstrom aus Gott
weiterleiten, denn was diese weitergeben, ist tiefste Erkenntnis und ein Wissen um
geistige Dinge, das niemals der Verstand als solcher ergründen könnte. Irdische Fragen
jedoch können vollauf gelöst werden, und es tritt dann die Kraft aus Gott in Aktion, die
einem jeden Lebewesen zuströmt, die auch der Mensch sein eigen nennen darf, der
keinerlei geistige Fragen klären möchte. Folglich wird das Gedankengut eines irdisch
strebenden Menschen sehr groß sein können und braucht doch nicht Licht für ihn zu
bedeuten. Denn dieses Wissen ist mit dem Moment des Todes erloschen, während die
Übermittlungen aus dem geistigen Reich einer jeden Seele Eigentum bleiben, denn es ist
unvergängliches Gut, also reinste Geisteskraft, die durch Mittler von Gott zur Erde
gelangt. Der beste Beweis ist der, daß solche Weisheiten den Menschen geboten werden
ohne gedankliche Tätigkeit, während irdische Lösungen durchweg gedankliche Arbeit
erfordern, also die Lebenskraft aus Gott genützt wird .... Amen
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22

Gedankentätigkeit .... B.D. Nr. 2039b  21.8.1941

Es kann der Mensch nicht gezwungen werden, mit geistigen Kräften Fühlung zu

nehmen, sondern es ist dies ein Akt freier Willenstätigkeit. Folglich muß ihm auch die
Möglichkeit gegeben sein, gedanklich tätig zu sein, wenn er die Verbindung mit
wissenden Kräften nicht herstellt, nur daß er dann beschränkt ist in seiner Tätigkeit, daß
er nur rein irdische Fragen lösen kann. Dann ist nur sein körperlicher Organismus tätig;
er nützt die ihm zugehende Lebenskraft völlig unabhängig von jenseitiger
Unterstützung, solange er jene Kräfte nicht darum bittet. Die Gedanken, die nun der
Mensch hat, haben keinerlei geistigen Wert, also auch keinen Wert für die Ewigkeit, sie
sind also nicht geistiges, sondern irdisches, d.h. vergängliches Gut. Es kann aber die
Gedankentätigkeit auch Probleme berühren, die außerhalb des Irdischen liegen, der
Mensch aber durch seinen Willen und seine Einstellung zu Gott dem Einfluß jenseitiger
wissender Wesen widerstehen, was als Folge hat, daß die Gedanken dessen völlig der
Wahrheit widersprechen .... Es werden also immer sich die geistigen Kräfte äußern, die
der Wille des Menschen selbst anfordert .... Es sind aber immer geistige Kräfte tätig,
sowie geistige Fragen gestellt werden, während irdische Fragen nur die dem Menschen
zugehende Lebenskraft benötigen, obgleich der Mensch glaubt, daß immer das
Verstandesdenken alle Probleme löst. Wohl werden die jenseitigen unwissenden oder
leugnerischen Kräfte den Menschen glauben lassen, daß er rein verstandesmäßig das
Ergebnis erzielt hat, da es in ihrem Bestreben liegt, geistiges Wirken zu leugnen, um
auch den Glauben an göttliches Wirken zu zerstören. Folglich sieht der Mensch sich
selbst als Erzeuger eines jeden Gedankens an, und die ihn unterstützenden Kräfte
bestärken diese Ansicht, und nur der zu Gott strebende Mensch begreift das Wesen des
Gedankens. Er spürt die Strömungen, die aus dem Reich des Lichtes ihm zugehen. Er
läßt sich willig von den guten geistigen Kräften beeinflussen. Und darum wird auch nur
der zu Gott strebende Mensch in der Wahrheit stehen, denn was ihm zugeht an
Gedanken, ist von Gott .... es wird die reinste Wahrheit auf Seinen Willen durch
Lichtträger dem Menschen übermittelt, weil Gott die Wahrheit Selbst ist .... Amen
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Herz- und Verstandesdenken .... Wahrheit .... B.D. Nr. 2302  14.4.1942

In der Erkenntnis stehend wähnt sich jeder Mensch, der eine Anschauung vertritt, die

er sich verstandesmäßig gebildet hat. Es braucht jedoch nicht immer diese Anschauung
der Wahrheit entsprechen. Gott gab dem Menschen Verstand und freien Willen, Er gab
ihm aber auch ein Herz .... Solange der Verstand ohne das Herz eine geistige Frage
lösen will, wird er schwerlich der Wahrheit nahekommen, denn die Wahrheit geht von
Gott aus und kann nur vom Geist entgegengenommen werden, nicht aber vom Körper,
der doch Materie ist. Verstandesdenken ist lediglich die Funktion des Körpers .... das
Herz aber ist Sitz aller Empfindungen, das Herz birgt auch den göttlichen Liebesfunken
in sich und somit den Geist, der da Anteil ist von Gott. Ein Gedanke, der geboren ist im
Herzen, dessen Ausgang also der göttliche Geistesfunke ist, wird auch immer Anspruch
auf Wahrhaftigkeit haben, denn der Geist vermittelt nur reinste Wahrheit .... Ob aber der
Gedanke im Herzen geboren ist oder nur Produkt des Verstandesdenkens ist, das hängt
von der Liebefähigkeit des Herzens ab. Je tiefer der Mensch lieben kann, d.h. den
Zusammenschluß erstrebt mit Gott durch Wirken in Liebe, desto klarer werden die
Gedanken aus seinem Herzen emporsteigen und dem Menschen zum Bewußtsein
kommen. Denn es sind diese Gedanken geistige Kraft, die den Gott-verbundenen Wesen
entströmt und dem Herzen dessen zuströmt, der sich gleichfalls Gott verbindet durch die
Liebetätigkeit. Während das Verstandesdenken lediglich die Funktion der körperlichen
Organe ist, also ein Nützen der dem Menschen zugehenden Lebenskraft, die auch der
Mensch nützen kann, der ohne Liebe dahinlebt, d.h., dessen Herz wenig liebefähig ist.
Es muß also getrennt werden Verstandesdenken und Herzdenken. Letzteres wird immer
die Wahrheit zuwege bringen, während das Verstandesdenken nicht Wahrheit zu sein
braucht, wenngleich von gut entwickeltem Verstandesdenken gesprochen werden kann.
Nur die Liebe ist entscheidend, d.h. maßgebend, für die Wahrheit. Es ist der Mensch
über das Wesen des Gedankens zu wenig informiert, und darum wird ihm dieser
Unterschied nicht klar. Der im Herzen geborene Gedanke hat mit dem verstandesmäßig
gewonnenen Geistesgut nur das eine gemein, daß auch er dem Gehirn zugeführt werden
muß, um dem Menschen ins Bewußtsein zu dringen, und das läßt den Menschen zu der
Annahme kommen, daß jeglicher Gedanke im Gehirn seinen Ursprung hat, also
verstandesmäßig erzielt wurde. Es ist jedoch das Gedankengut eines liebenden
Menschen, also eines Menschen, dessen Leben ein ständiges Liebeswirken ist, ganz
anders zu bewerten als das pure Verstandesdenken eines Menschen, der wenig
liebefähig ist. Es wird ersteres der Wahrheit nahekommen, während letzteres keinerlei
Garantie bietet für Wahrheit und Wissen. Denn die Wahrheit behält Gott Sich Selbst
vor, und Er teilt sie nur denen aus, die Ihn anerkennen, Ihn begehren und dies durch
Wirken in Liebe bekunden. Folglich wird ungezweifelt das angenommen werden
können als Wahrheit, was einem liebenden Herzen entströmt, denn es sind solche
Gedanken einer gewissen Kontrolle unterworfen durch die im Wissen stehenden
geistigen Wesen, denen das Vermitteln der Gedanken obliegt und die darum
gewissenhaft darüber wachen, daß der Mensch im rechten Denken steht. Denn durch
seine Liebetätigkeit erwirbt sich der Mensch das Recht und den Anspruch auf den
Beistand der Lichtwesen, die den Menschen nun schützen vor Gedanken, die der
Wahrheit widersprechen .... Amen
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24

Gedanken geistige Kraft .... B.D. Nr. 1757  30.12.1940

In der Erkenntnis stehend, betrachtet der Mensch sein Gedankengut nicht mehr als

eigen erworben, d.h. als aus ihm selbst stammend, sondern als das, was es wirklich
ist .... als die Ausstrahlung geistiger Wesen, die ihr Wissen dem Menschen abgeben
wollen und es also diesem so lange zu vermitteln suchen, bis er es als Gedankengut sich
angeeignet hat. Ein jeder Gedanke ist demnach geistige Kraft, also etwas Geistiges, das
sich aus dem jenseitigen Reich einen Weg gebahnt hat zur Erde, um von dem
Gedanken-Apparat des Menschen aufgenommen zu werden, und ihm nun zum
Bewußtsein kommt. Das Denken des Menschen muß nun folglich dem Geist des
Wesens entsprechen, das von dem Menschen Besitz nimmt .... oder dem sich der
Mensch überläßt. Die Kraftausstrahlung der geistigen Wesen ist enorm, doch
gleicherweise sind gute wie böse Wesen bedacht, diese Ausstrahlungen zur Erde zu
senden, und immer wird diese Ausstrahlung empfangen werden von gleichgesinnten
irdischen Wesen. So wird also jeder Mensch die gedanklichen Übermittlungen
zugeführt bekommen, die seinem Wesen entsprechen .... immer wird das ausgeteilt
werden, was begehrt wird, und also Wahrheit dort geboten werden, wo der Mensch
wahrheitshungrig ist, Lüge aber dort, wo gleichfalls die Lüge zu Hause ist. Das
Gedankengut des Menschen wird demnach so beschaffen sein, wie es der Mensch selbst
will, da er seinem Willen entsprechend auch bedacht wird von den geistigen Wesen. Es
kann der Mensch nichts Eigenes hervorbringen, er ist völlig unfähig, aus sich heraus
Gedanken entstehen zu lassen, eben weil Gedanken geistige Kraft sind, diese Kraft ihm
aber erst zugewendet werden muß aus dem Reiche des Geistigen. Nur der unwissende
Mensch glaubt sich selbst als Urheber seiner Gedanken. Er spricht nur die Meinung
derer nach, die von der Welt sind, daß das Denken lediglich eine Funktion gewisser
Organe ist und es völlig unabhängig von fremder Einwirkung zustande kommt, daß
demnach der Mensch alle seine Gedanken selbst hegt und keine direkte oder indirekte
Beeinflussung dem Denken zugrunde liegt .... daß also gute oder böse, tiefe oder seichte
Gedanken stets ihren Ausgang haben bei dem Menschen selbst, daher eigenes Verdienst
seien. Die geistige Kraft dabei leugnet er ab, weil er solche überhaupt nicht anerkennt.
Und daher sind solche Menschen auch nicht leicht von der Wahrheit zu überzeugen, so
diese auf gedanklichem Wege vermittelt wurde, weil sie den Vorgang des Denkens noch
nicht recht begreifen, also auch nicht glauben können. Das eigentliche Wesen des
Gedankens ist ihnen noch etwas Unverständliches und wird es auch bleiben so lange, bis
sie ihre eigene Unzulänglichkeit erkennen, wenn es gilt, tiefe Probleme zu lösen ....
wenn der Gedankengang versagt, so der Mensch aus sich heraus die letzte Erklärung
geben soll. Erst wenn er sich vertrauend und die Wahrheit begehrend den geistigen
Wesen zuwendet und sie um Aufklärung bittet, wird er an sich selbst erfahren, wie ihm
nun geistige Kraft in Form von Gedanken zufließt, und er wird erkennen, daß er nicht
der Urheber solcher Gedanken sein kann, sondern etwas Geistiges ihm vermittelt wird
von geistigen Wesen aus dem jenseitigen Reich .... Amen
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25

Trägheit im Denken .... B.D. Nr. 6296   27.6.1955

Je mehr die Welt den Menschen fesselt, desto gleichgültiger ist ihm die Wahrheit,

desto weniger begehrt er sie, und er nimmt gedankenlos alles an, was ihm als Wahrheit
unterbreitet wird .... oder er lehnt gedankenlos alles ab .... Denn sein Herz verlangt nicht
danach, die Wahrheit zu erfahren. Und wieder sehet ihr daher in der Welt eine große
Gefahr für eure Seele, denn ohne Wahrheit lebet ihr nicht zweckentsprechend, ihr wisset
überhaupt nicht um Sinn und Zweck eures Erdenlebens, weil ihr keine rechte Erklärung
erhaltet, und ihr lebet daher auch nicht bewußt, sondern immer nur den irdischen Gütern
nachjagend, von denen ihr aber doch wisset, daß sie vergänglich sind, daß ihr nichts
mitnehmen könnet, sowie euer Erdenleben beendet ist .... Aber ihr glaubet auch nicht an
ein Weiterleben nach dem Tode .... wieder deshalb, weil es euch gleichgültig ist, weil
ihr nichts darüber wissen wollet und weil ihr durch diese eure Gleichgültigkeit auch
niemals zur inneren Überzeugung gelangen könnet, daß das Leben nicht aus ist mit
eurem Leibestode .... Es würden Gottes Diener auf Erden weit mehr
Annahmebereitschaft finden, wenn das Verlangen nach der Wahrheit im Mitmenschen
vorhanden wäre, doch alles andere interessiert sie mehr als das Wichtigste: rechte
Erkenntnis zu gewinnen und dieser Erkenntnis gemäß nun das Erdenleben zu führen.
Und darum ist alles zu verurteilen, was in den Menschen die Gleichgültigkeit erhöht ....
Es ist zu verurteilen, wenn ihnen gelehrt wird, daß sie nicht darüber nachzudenken
brauchten, was von ihnen zu glauben gefordert wird .... daß sie nur das annehmen
dürfen, was ihnen von bestimmter Seite geboten wird, und daß sie jeglicher
Verantwortung enthoben seien, solange sie sich angeblichen Vertretern Gottes
anvertrauen und unterordnen. Alle solchen Lehren tragen dazu bei, den Menschen zur
Trägheit im Denken zu verführen, sie tragen dazu bei, andere Menschen für sich denken
zu lassen und sich selbst unverantwortlich zu fühlen .... Und sowie nicht ein
Liebewirken das Denken eines solchen Menschen wandelt, bleibt er bis zum Ende
seines Lebens unwissend und im Irrtum verstrickt .... Doch nur die Wahrheit führet zu
Gott .... Also ist er auch noch sehr weit von Gott entfernt, wenn er abscheidet von der
Erde. Wäre das Verlangen nach der Wahrheit mehr anzutreffen unter den Menschen, es
wäre wahrlich nicht eine so große geistige Finsternis unter ihnen, denn ihr Denken
würde recht gelenkt werden als Folge des Verlangens nach der Wahrheit .... Und ein
recht denkender Mensch lebt nun auch dem Willen Gottes gemäß und kommt Ihm
dadurch immer näher .... Die Menschen aber wollen nur über Irdisches ihr Wissen
erweitern, weil geistiges Wissen ihnen keinen irdischen Erfolg bringt, durch irdisches
Wissen aber sie ihr körperliches Wohlleben verbessern können und sie darum auch für
alles andere sich verschließen, selbst wenn es ihnen als besondere Gnadengabe
angeboten wird .... Und darum bleibt die Erde in Finsternis gehüllt, denn das Licht
bricht sich nur dort Bahn, wo es begehrt wird, niemals aber dort, wo ihm sein Leuchten
verwehrt ist .... Amen
««««

26
Einwirken des Lügenfürsten auf das Denken der Menschen .... B.D. Nr. 1580  24.8.1940

Seht euch das Gebaren der Menschheit an. Es ist vom Lügengeist beherrscht, und
dieser richtet namenlose Verwirrung an. Immer mehr wird das menschliche Denken sich
entfernen von der Wahrheit, denn es nimmt der Mensch gedanklich die Lüge an und hat
kein eigenes Urteilsvermögen, sie als solche zu erkennen, und also wird das
Empfindungsleben des Menschen auch in die Irre geleitet. Und es ist nun verständlich,
daß sich die Hülle um das Geistige im Menschen immer mehr verdickt, also der Mensch
stets mehr und mehr sich von der Wahrheit entfernt, da der Geist in ihm sich nicht
äußern kann, d.h. die Seele unfähig ist, geistige Wahrheiten aufzunehmen. Sowie das
Denken des Menschen eine falsche Richtung einschlägt, tönet die Stimme des Geistes
immer leiser und wird zuletzt nicht mehr vernommen. Die Folge davon ist eine
vollständig in Unkenntnis wandelnde Menschheit, die völlig andere Ziele anstrebt, als
ihr ursprünglich gestellt wurden. Und der Erdenwandel ist somit gänzlich ergebnislos,
denn solange der Mensch im Irrtum wandelt, wendet er sich der Macht zu, von der er
sich trennen soll. Nun benützt die Gegenmacht Gottes den ihr zugekehrten Willen und
bestimmt das Wesen zu Handlungen, die gegen Gott gerichtet sind, um jegliche
Bindungen zu zerstören und das Wesen sich völlig untertan zu machen. Und dieser
Zustand ist unter der Menschheit nun merklich zu erkennen .... Es wird das Erdenleben
ganz unabhängig von Gott geführt, es wird selten nur noch Dessen gedacht, aus Dem
alles hervorgegangen ist .... oder jeder Gedanke, der dem Geistigen gilt, wird ängstlich
geheimgehalten. Es wird Gott nicht mehr öffentlich bekannt, sofern Seiner überhaupt
noch gedacht wird. Alles dies sind die sichtbaren Zeichen des Wirkens Gott-feindlicher
Kräfte, denn ihr Einfluß ist desto stärker, je kraftloser der Mensch ist. Und da der
Mensch immer mehr sich von der ewigen Gottheit entfernt, wird auch seine Kraft immer
geringer, dem bösen Einfluß zu widerstehen. Dagegen geht ihm nun die Kraft zu von
seiten der Gegenmacht Gottes und fördert ihn in allen irdischen Bestrebungen. Es ist
also der irdische Erfolg immer gewährleistet durch ebenjene Kraft, und wieder trägt der
irdische Erfolg noch dazu bei, sich gänzlich von Gott zu lösen, denn es benötigt der
Mensch nicht mehr göttliche Kraft, also ruft er auch nicht Gott an, sondern er verleugnet
Ihn .... Und das ist des Gegners Absicht, den Menschen gänzlich von Gott-Gedanken
abwendig zu machen, denn dann hat er ihn gänzlich in seiner Gewalt. Er ist zum Sieger
geworden über das Wesen, dem es freistand, wem es den Sieg einräumen wollte. Es hat
sich für den Gegner Gottes entschieden und also seinen Erdenweg gänzlich verkehrt
zurückgelegt .... Doch Gott läßt diese Wesen nicht fallen .... Er will ihnen den Beweis
liefern, daß alles Irdisch-Erstrebenswerte auch Seiner Macht unterworfen ist .... daß Er
es vernichten kann, wenn es Seinem Willen entspricht. Es ist keineswegs planloses
Zerstören dessen, was dem Menschen begehrenswert dünkt, sondern es wird auch dieses
Zerstörungswerk, geistig gesehen, von größtem Vorteil sein für unzählige Wesenheiten.
Doch die Menschen, welche die tiefe Bedeutung dessen nicht erkennen, werden zutiefst
getroffen dadurch, denn ihnen geht alles verloren, was ihnen bisher Lebensinhalt
bedeutete. Und nun stehen sie erneut vor der Entscheidung .... das gleiche wieder
anzustreben oder die Vergänglichkeit dessen zu erkennen und sich nun unvergängliche
Güter zu sammeln. Denn in dem Moment der Zerstörung verliert der Gegner an Macht,
und so der Mensch dessen Ohnmacht erkennt, ist die Möglichkeit gegeben, daß er einen
anderen Herrn über sich erkennt und sich Ihm zuwendet. Irdisches Gut ist Anteil böser
Macht, denn es birgt in sich unerlöstes Geistiges, und es soll der Mensch nicht das
begehren, was ihm selbst Aufenthaltsort gewesen ist Ewigkeiten hindurch .... er soll
nicht das anstreben, zu dessen Überwindung er endlose Zeiten gebraucht hat .... Und so
muß ihm augenscheinlich die Wertlosigkeit dessen bewiesen werden, auf daß er sich
abwende davon und sich dem zuwende, was nach ihm, nach dem Leben auf Erden,
kommt. Er muß das Irdische dahingeben und das Geistige begehren, dann überwindet er
auch die letzte Form und befreit sich aus jeglicher Fessel. Geistiges aber ist etwas, was
bestehenbleibt, und gehört sonach in das Reich der Wahrheit .... Das Irdische dagegen
ist vergänglich, also es gehört dem Reich der Finsternis, der Lüge an, denn es birgt in
sich nur das unreife Geistige, das die Wahrheit nicht erkennt und darum gebannt wurde.
Und also kann der Mensch nie in der Wahrheit stehen, solange er irdisches Gut begehrt
und dem Fürsten der Lüge Macht einräumt eben durch dieses Begehren. Und er wird so
lange von der Lüge beherrscht werden, als er irdisches Gut anstrebt, und er muß in
irrigem Denken stehen, denn der Fürst der Lüge sucht auf das Denken des Menschen
zuerst einzuwirken und ihn gänzlich von der Wahrheit zu entfernen. Und daher ist der
Zustand der Menschen ein überaus bedenklicher, und er kann nur behoben werden, so
Gott Selbst die Macht des Gegners bricht, indem Er irdischen Besitz zerstört .... Amen
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28
Gott fordert Nachdenken .... B.D. Nr. 7448  6.11.1959

Wenn ihr Meinen Ruf vernehmet, so verschließet nicht eure Herzen, sondern höret,

was Ich zu euch reden will: Gehet mit euch selbst zu Gericht, und ihr werdet es wissen,
was euch mangelt, die ihr noch nicht lebendig geworden seid, so daß euch Mein Geist
von innen belehren kann .... Ihr alle könntet erfüllt sein von Meinem Geist, denn der
Funke Meines göttlichen Vatergeistes ruhet in euch, in einem jeden Menschen .... ganz
gleich, ob er ihn entzündet oder ihn verglimmen lässet .... er ist in euch, und es bedarf
nur eines kleinen Liebefeuers in euch, daß ihr ihn entzündet und er zur hellen Flamme
wird .... Habt ihr diesem Funken in euch schon die Möglichkeit gegeben, sich zu
entzünden? Dann müßte er auch einen kleinen Schein verbreiten, und in diesem matten
Lichtschein würdet ihr Dinge erkennen, die euch zuvor nicht ersichtlich waren .... Ich
spreche zu euch, die ihr in Dunkelheit des Geistes noch dahingeht, die ihr nicht um die
Zusammenhänge wisset, die euren Gott und Vater dazu bewegen, euch durch Seinen
Geist Kenntnis zu geben .... Ich spreche zu euch, die ihr nicht nachdenket .... Denn ein
ernsthaftes Nachdenken müßte euch zu Zweifeln und Fragen veranlassen, weil ihr noch
verdunkelten Geistes seid und das Licht in euch selbst noch nicht entzündet habt. Aber
denket ihr nach? Denket ihr einmal über den mangelhaften Geisteszustand derer nach,
die wohl an der Spitze zu stehen glauben und doch so blind sind, daß sie keine „Führer“
abgeben können. Denket einmal darüber nach, ob ein Gott und Schöpfer, Der in Sich
Liebe, Weisheit und Allmacht ist, davon Abstand nehmen würde, daß alles, was Ihn
bezeugen soll, Liebe, Weisheit und Allmacht bekundet .... Und wo findet ihr Liebe,
Weisheit und Allmacht in Glaubenslehren, die euch dargeboten werden und die doch
nur verbildet oder reine Menschenlehren sind? .... Ihr brauchtet nur tiefer nachzudenken,
und es müßte euch wie Schuppen von den Augen fallen, daß der große Geist der
Unendlichkeit, der Gott der Liebe und Weisheit, nicht solche Anforderungen an euch
stellen wird, wie es euch die Kirchengebote vorschreiben. Seine einzige Anforderung an
euch Menschen ist das Erfüllen der Gebote der Gottes- und der Nächstenliebe .... Und
kommt ihr nur dieser Anforderung nach, dann wird es in euch schon hell, denn dann
erweckt ihr den Geistesfunken in euch zum Leben und dieser führt euch ein in alle
Wahrheit .... (Joh. 14, 15 - 26) Wo aber suchet ihr die Wahrheit? In verbildetem
Geistesgut, in Irrlehren und in Lehren, die geistigen Zwang allerdeutlichst erkennen
lassen, wo Ich immer nur den freien Willen der Menschen achte, weil der Mensch nur
im freien Willen zur Vollendung gelangen kann .... Habt ihr schon darüber
nachgedacht, daß die Menschen gehindert werden an ihrer Seligwerdung durch alle
diese Lehren und menschlich erlassenen Gebote? Daß sie die einzigen göttlichen
Gebote der Liebe zu Gott und zum Nächsten zumeist zurückstellen um dieser
menschlich erlassenen Gebote willen und doch glauben, dem göttlichen Willen gemäß
zu leben auf Erden? Habt ihr schon nachgedacht, welch geistige Verflachung unter den
Menschen entstehen kann und schon entstanden ist, die nicht selbst denken und sich
selbst mit ihrem Gott und Vater in Verbindung setzen, daß Er sie lehre und führe? ....
Warum stellt ihr immer ein menschliches Aufbauwerk in den Vordergrund, das keinen
Anspruch hat darauf, die von Jesus Christus gegründete Kirche zu sein? .... Wohl
können auch unter euch Menschen sein, die im lebendigen Glauben stehen, deren Geist
erweckt ist und die also Seiner Kirche angehören, aber diese von Ihm Selbst gegründete
Kirche besteht nicht in einer Organisation, die allzudeutlich menschliches Aufbauwerk
ist .... Es ist die „Gemeinschaft der wahrhaft Gläubigen“, die wohl in allen
Organisationen zu finden sind, deren Voraussetzungen aber ganz andere sind, als ihr
glaubet. Und lebet ihr in der Liebe, dann wird euch auch der Geist in euch selbst
belehren, und ihr werdet hellsichtig und hellhörig alles betrachten, was ihr als
„unerweckt“ noch verteidigt und festhaltet. Ich als euer Gott und Vater aber werte den
Menschen nur nach seiner inneren Verfassung, nach seinem Liebeleben, nach seiner
Erkenntnis; doch es darf sich der Mensch nicht selbst wehren gegen das Licht, wenn es
ihm vorgehalten wird .... Er soll sich freuen und bereit sein, sich selbst das Lebenslicht
für seine Seele daran zu entzünden, denn Meine Liebe tritt euch immer in Form eines
Lichtes entgegen, weil allein das Licht beseligt und weil allein die Wahrheit das Licht
ist von Ewigkeit und die Wahrheit immer nur von Mir Selbst ausgeht, Der Ich Selbst die
Wahrheit bin von Ewigkeit .... Amen
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30
Segen des Gedankenaustausches .... B.D. Nr. 3160  17.6.1944

Der Austausch geistiger Gedanken wird immer dem Streben nach der Wahrheit
förderlich sein, denn nur, die ernstlich letztere verlangen, werden einen solchen
Gedankenaustausch pflegen und also auch unterstützt und beraten werden von den
geistigen Kräften, die Übermittler des geistigen Gedankengutes sind, das der Wahrheit
entspricht. Und diese Kräfte fördern den Menschen stets und ständig, sie vermehren sein
Wissen und treiben seinen Willen an, dieses Wissen zu verwerten, was stets einen
geistigen Fortschritt bedeutet. Die Lichtwesen führen auch geistig Strebende zusammen,
auf daß ihnen Gelegenheit geboten werde zum Austausch ihrer Gedanken. Und Fragen
wie auch Antworten werden gestellt und gegeben auf Veranlassung dieser Lichtwesen,
die sich in den Gedankengang der Menschen einschalten und nun zur Sprache bringen,
was den Menschen zu wissen wichtig ist. Es nehmen sich die Lichtwesen der Menschen
besonders gern an, die ihren Einflüsterungen Gehör schenken, d.h., die selbst gern bei
solchen Gesprächen verweilen, die geistigen Ursprung haben, denn ihnen können sie
nun unbeschränkt Auskunft geben, sie können sie belehren, und dies in Form von Rede
und Gegenrede, deren Inhalt immer dem Reifezustand des Menschen angepaßt ist. Und
immer werden die Beteiligten seelischen Nutzen daraus ziehen, denn jede Gabe, die von
Lichtwesen den Menschen dargeboten wird, ist eine Kraftausstrahlung Gottes, die sich
aufbauend und Wissen-vermehrend auswirken muß. Und die Lichtwesen werden immer
die Berater der Menschen sein, die nur das Verlangen nach reiner Wahrheit und eine
rechte Einstellung zu Gott bewogen hat, geistige Gespräche zu führen. Es muß ein
erhöhter Reifezustand die unausbleibliche Folge davon sein, denn das einmal als
Gedankengut aufgenommene Wissen wird auch den Menschen anregen, es zu verwerten
entweder an sich oder am Mitmenschen, und beides ist geistiger Fortschritt. Darum
sollen geistige Gespräche des öfteren geführt werden, sind sie doch nicht gedankliche
Ergebnisse des einzelnen Menschen, sondern Kraftübermittlungen aus dem geistigen
Reich, die immer eine Vermehrung geistiger Substanz zur Folge haben, denn was aus
dem geistigen Reich kommt, geht unmittelbar in die Seele des Menschen über und
vermehrt deren geistige Substanz. Es ist dies also eine Kraftzufuhr, die den Menschen
zur Höhe entwickeln muß. Es ist der Gedankenaustausch gleichfalls eine Form der
Belehrung aus dem geistigen Reich, die nur nicht immer gewertet wird als solche,
erkennt doch der Mensch nicht immer den Ursprung der Gedanken, die ausgesprochen
werden, obgleich er sich darüber klar sein muß, daß immer Lichtwesen die Menschen
umgeben, sowie nur eine geistige Frage erörtert wird, vorausgesetzt, daß die Menschen
ernsten Willens sind, zu Gott zu gelangen, und sich nach Kräften bemühen, Ihn zu
erkennen. Ihnen sendet Er Seine Boten zu, die in Seinem Auftrag Licht bringen allen,
die Fragen stellen an Gott oder untereinander. Denn jeder Gedankenaustausch ist Frage
und Antwort, die sich entsprechend dem Wahrheitsverlangen auch in der Wahrheit
bewegen, doch immer erst dann als Wahrheit erkannt wird, so der Mensch auch einem
solchen Gedankenaustausch ein inniges Gebet vorangehen läßt, daß Gott seinen Geist
erleuchten möge .... Amen
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31

Gott will unserer Gedanken Inhalt sein .... B.D. Nr. 7376  27.6.1959

Welchen Weg ihr auch gehen wollet, er muß nur Mich Selbst zum Ziel haben,
ansonsten ihr in die Irre geht. Wenn ihr euch nun der Welt zuwendet, werdet ihr kaum
eure Sinne und Gedanken Mir zulenken, und dann könnet ihr gewiß sein, daß der Weg
falsch ist, den ihr wandelt. Kehrt ihr euch aber von der Welt ab, dann schweifen eure
Gedanken ganz sicher in geistige Gefilde, ihr werdet euch in Gedanken beschäftigen mit
Dingen, die außerhalb der irdischen Welt liegen, ihr werdet erfahren wollen, was euch
noch geheim ist, weil ihr dem Einfluß der Lichtwesen nachgebt, die eure Gedanken ins
geistige Reich zu lenken suchen und immer dort Erfolg haben werden, wo der Mensch
Mich suchet .... Ich muß euer Ziel sein, mit Mir müsset ihr euch in Gedanken befassen,
und ihr wandelt dann sicher den Weg, der zu Mir führt. Und so könnet ihr Menschen
immer nur gewarnt werden vor der Welt .... Nicht, daß ihr die Welt fliehen sollet, in die
ihr schicksalsmäßig versetzt worden seid zur Erprobung eures Willens. Aber ihr sollt ihr
nicht mit allen Sinnen verfallen, ihr sollt sie beherrschen lernen, ihr sollt den
Anforderungen gerecht werden, die sie an euch stellt zur Erhaltung eures Erdendaseins,
jedoch nicht der Welt mehr Recht einräumen, als nötig ist .... Ihr sollt die Welt
beherrschen und nicht ihr Knecht sein .... Und so kann euch das Schicksal in
verschiedener Weise in Anspruch nehmen, doch Mich dürfet ihr nicht auslassen aus
euren Gedanken, von Mir müsset ihr euch lenken lassen und bestimmen zu all eurem
Denken und Handeln. Und Ich werde wahrlich alles tun, um Einfluß zu gewinnen auf
euch, wenn nur euer Wille gut ist. Wessen Wille aber der Welt gehört, der wird
fehlgehen, sein Ziel wird ein anderes sein, er wird der Welt ganz verfallen und nimmer
von ihr loskommen. Darum trete Ich jedem Menschen immer wieder in den Weg und oft
in schmerzlicher Weise, wenn er Meiner leisen Mahnungen und Warnungen nicht achtet
und mit Mir wenig oder keine Verbindung hat. Dann wird er oft hart angegriffen werden
müssen von Meiner Vaterhand, Ich muß ihn die Vergänglichkeit des Irdischen oft in
schmerzlicher Weise erkennen lassen, Ich muß ihm das nehmen, was er mit seinem
Herzen begehrt, und Ich muß seine Blicke oft gewaltsam hinweglenken von der Welt,
ohne jedoch seinen Willen zu zwingen, der letzten Endes selbst über sich entscheiden
muß. Aber er kann nicht ohne Mich selig werden, und die Seligkeit betrifft sein ewiges
Leben, seinen Seelenzustand nach seinem Leibestode. Hat er Mich auf Erden nicht
gefunden, so wird er schwer zur Vereinigung mit Mir gelangen, selbst wenn dies auch
im jenseitigen Reich noch möglich ist. Aber das Ziel ist unermeßlich weit in die Ferne
gerückt, wenn er ohne Mich sein Erdenleben beendet hat und drüben nun mühselig
hingeleitet werden soll, wo es weit schwerer ist für ihn, Mich zu finden als auf Erden.
Wer Mich aber suchet auf Erden, der wird Mich auch finden, denn Ich Selbst komme
ihm entgegen und gehe nicht mehr von ihm, bis er sich mit Mir vereinigt hat. Denn Ich
bin und bleibe das Ziel, Das erreicht werden muß, wollet ihr Menschen selig werden ....
Amen
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32
Verstandesdenken .... Wahrheit aus Gott .... B.D. Nr. 5199 29.8.1951

Immer werdet ihr in Zwiespalt geraten, so ihr eigene Wege geht, so ihr euch entfernet
in Gedanken von Mir und Meinen Beistand nicht zu benötigen glaubt. Doch so ihr euch
Mir fest anschließet und eure Gedanken Mich suchen, seid ihr auch völlig überzeugt, in
der Wahrheit zu stehen, und jeden Zweifel werdet ihr entkräften können, weil Meine
Gegenwart euch nur die reine Wahrheit enthüllt und in Meiner Gegenwart ihr dem
Irrtum nicht zum Opfer fallen könnet. Dies merket euch, so ihr in Zweifel geratet, daß
ihr dann selbst diese Zweifel in euch aufsteigen lasset, weil ihr verstandesmäßig forschet
und Mich dadurch außer Wirkung setzet. Denn Ich dringe niemals mit Meinem Geist
durch, so ihr selbst es nicht wollet. Und dieser Wille fehlt, solange euer Verstand allein
tätig ist. Licht und klar wird euch der Gegenstand eures Forschens erscheinen, wenn ihr
euch Mir in Gedanken hingebet und Meine Aufklärung erbittet. Jeder Zweifel wird
hinweggeweht, weil er neben Mir, Den ihr durch euer Gebet heranrufet, nicht bestehen
kann. Versuchet es, jeden Zweifel in euch auf diese Weise zu verjagen, und es wird
euch gelingen, sowie ihr euch innig Mir anschließet und Mir dadurch die Möglichkeit
gebet, Selbst in euch zu wirken.
Es ist so einfach, Antwort auf alle Fragen von Mir zu erhalten, doch es muß der
Verstand ausgeschaltet werden so lange, bis ihr im Herzen die Antwort empfunden
habt .... ihr müsset weniger denken, doch horchen nach innen. Es ist dies ein Vorgang,
der keinem Menschen verständlich ist, der noch nicht die Probe gemacht hat, im ernsten
Willen und tiefen Glauben, daß er Mich vernehmen kann. Der Ungläubige kann
niemals Meine Antwort in sich vernehmen, weil er auch niemals ernsthaft in sich
hineinhorchen wird .... Der Glaube aber lässet ihn lauschen, und er empfindet Meine
Antwort im Herzen. Dem erscheint das unwirklich, was das eigentlich
Wirkliche ist .... Mich sprechen zu hören ....
Und so braucht sich ein Zweifler nur innig Mir verbinden im Gebet, um seiner
Zweifel ledig zu werden, während er lange grübeln kann und kein sicheres Ergebnis
findet, so er nicht mit Mir zu Rate geht. Ohne Mich könnet ihr nicht zur Wahrheit
gelangen, und ohne Mich könnet ihr auch die Wahrheit nicht als Wahrheit erkennen.
Und nehmet ihr auch die Wahrheit rein und unverfälscht entgegen aus dem Munde eines
von Mir gelehrten Dieners, eines Mitmenschen, der in inniger Verbindung mit Mir Mein
Wort vernimmt .... so wird es doch euch so lange zweifelhaft erscheinen, wie ihr selbst
es nur mit dem Verstand anhöret, solange ihr nicht gleichfalls in Verbindung tretet mit
Mir, auf daß Mein Geist euch das Verständnis gibt für die Wahrheit. Und deshalb
können Meine Vertreter auf Erden nur vermitteln, aber nicht überzeugen, solange der
Hörer die Bindung mit Mir noch nicht hergestellt hat. Doch Mein Wort soll ihn dazu
anregen, Mich zu suchen, und Ich werde Mich wahrlich gern finden lassen und ihm
geben, was ihm mangelt, vollstes Verständnis für die ewige Wahrheit, die euch reifen
lässet an eurer Seele, sowie ihr sie bewußt von Mir entgegennehmet, sowie ihr Meine
Gegenwart zulasset durch euren Willen, euren Glauben und eure Liebe .... Amen
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