Jesus Christus als Mensch und als Gott


Eine Auswahl von Göttlichen Offenbarungen, durch das „innere Wort“ empfangen

von Bertha Dudde
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Jesus Christus als Mensch und als Gott

Inhaltsverzeichnis                                                                                                   B.D. Nr.

Erklärung notwendig von der Mission Jesu ... ------------------------ 5789
Gott ist die Liebe ... Mysterium der Liebe ... ---------------------- 2289
Erstgeschaffenes Wesen ... Lichtträger ... Abfall von Gott ... ------ 5612
Erschaffung des Menschen ... Sündenfall .... ------------------------ 5800
Die Brücke aus dem Reich des Lichtes ist Jesus Christus ... --------- 5421
War die Seele Jesu schon vor der Menschwerdung Gottes inkarniert? ... 8750
Messias, der Retter der Menschheit ... ------------------------------ 8353
Die Seele Jesu ... -------------------------------------------------- 6642
Was war der Körper Jesu? ... ---------------------------------------- 8586
Jesusknabe Gott und Mensch ... -------------------------------------- 4175
Das Leben Jesu vor Seinen Lehrjahren ... ---------------------------- 8486
„Wer Mich sieht, der sieht den Vater ...“---------------------------- 3621
Der Kampf Jesu gegen die Versuchungen ... --------------------------- 7056
Die geistige Mission Jesu ... --------------------------------------- 6985
Jesus war Sich Seines Werkes bewußt zuvor ... ----------------------- 6088
Karfreitag ... ------------------------------------------------------ 8791
Der freie Wille des Menschen Jesus ... ------------------------------ 7992
Die Liebe hat das Erlösungswerk vollbracht ... ---------------------- 5215
Opfertod durfte nicht zum Glauben zwingen ... ----------------------- 8185
Verklärung Jesu ... „Mein Vater und Ich sind eins ...“ -------------- 1739
Auferstehung und Vergeistigung Jesu ... ----------------------------- 7693
Vergeistigung des Körpers Jesu ... ---------------------------------- 8574
Himmelfahrt Jesu Christi ... ---------------------------------------- 8189
Gott und Jesus ist eins ... Menschwerdung Gottes ... ---------------- 8250
Jesus ist Gott ... -------------------------------------------------- 8422
„Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden....“------------ 7031
Rechte Erklärung des Erlösungswerkes und der Menschwerdung Gottes ... 8587
Anerkennen oder Ablehnen ... Jesus Christus .... -------------------- 5844


3
Erklärung notwendig von der Mission Jesu .... B.D. Nr. 5789
14.10.1953
Es muß euch Menschen Aufschluß gegeben werden in der rechten Weise, dann
werdet ihr auch nicht die Glaubenslehren ablehnen, die euch unterbreitet werden über
Jesus Christus als Gottes Sohn und Erlöser der Welt .... Das Problem Seiner
Menschwerdung und Seines Todes am Kreuz ist so überaus schwer verständlich, wenn
es euch nur als geschichtliche Tatsache hingestellt wird, weil euch dann die
Handlungsweise des Menschen Jesus unverständlich ist, weil ihr dann nicht begreifen
könnet, was dieser Menschwerdung und dem Sterben am Kreuz zugrunde liegt, und ihr
dann geneigt seid, eine Mission für die gesamte Menschheit abzustreiten. Wird euch
aber die Begründung wahrheitsgemäß gegeben, dann lernet ihr auch das Erlösungswerk
Christi verstehen .... Und dann stellet ihr euch anders dazu ein als bisher. Daß den
Menschen das Wissen darüber fehlt, liegt nicht daran, daß ihnen bisher die Wahrheit
vorenthalten worden wäre .... es liegt allein daran, daß die Menschen sich selbst für die
Entgegennahme eines solchen Wissens unfähig gemacht haben, daß sie desto mehr rein
weltlich das Leben und Sterben Jesu Christi betrachten, je gleichgültiger sie sind,
darüber die Wahrheit zu erfahren. Sowie Gott in einem Menschen nur die leiseste Frage
darüber ersieht, gibt Er ihm auch Aufklärung, doch selten nur stellt ein Mensch diese
Frage und verlangt danach, Aufschluß zu erhalten über den Menschen Jesus, Der als
Gott anerkannt werden soll .... Und doch ist der Glaube daran unbedingt nötig, wenn der
Mensch sich auch in den Segen des Erlösungswerkes setzen will .... Darum gibt Gott
den Menschen eine Aufklärung, die sie wohl annehmen könnten, wenn sie ernstlich
strebten nach der Wahrheit .... Gott gibt, was die Menschen von selbst nicht mehr
verlangen, Er teilet das aus, woran die Menschen Mangel haben. Er vermittelt ihnen ein
Wissen, das bei gutem Willen den Menschen Licht geben könnte, das für sie Erkenntnis
bedeutet, wenn sie es nur annehmen .... Er sucht den Menschen das Liebewerk Jesu
begreiflich zu machen, daß es nicht irdische oder weltliche Beweggründe waren, die den
Menschen Jesus so leben und leiden und sterben ließen, sondern eine geistige Ursache
Seinem Erdenwandel zugrunde lag .... eine unvorstellbare Not von den Seelen der
Menschen abzuwenden, die sich auf ewige Zeiten erstreckte und die nur die Liebe eines
Menschen beheben konnte .... Um die geistige Ursache müssen die Menschen wissen,
soll das Erlösungswerk Jesu Christi recht gewertet und die Gnaden dessen angenommen
werden. Es müssen die Menschen wissen, daß sie einem unvorstellbar qualvollen
Zustand entgegengehen, wenn sie Jesus Christus nicht als Erlöser anerkennen, und dann
auch nicht zu den Erlösten gehören, für die der Mensch Jesus Christus am Kreuz
gestorben ist .... sie sollen wissen, daß es nicht gleich ist, ob sie Ihn anerkennen oder
nicht .... Und um Ihn anerkennen zu können, sollen sie eingeführt werden in die
Wahrheit .... Sie sollen recht belehrt werden von Gott Selbst, was den Menschensohn
bewog, ein übermenschliches Leid auf Sich zu nehmen, das mit Seinem Sterben am
Kreuz endete .... Amen
««««

4
Gott ist die Liebe .... Mysterium der Liebe .... B.D. Nr. 2289
4.4.1942
Das größte Geheimnis ist die Liebe Gottes, und es ist dieses Geheimnis zu lüften nur
durch die Liebe, d.h., nur der Mensch, der selbst liebetätig ist, ist fähig, die göttliche
Liebe zu begreifen. Jeder (liebende) geistige Gedanke ist eine Ausstrahlung Gottes, Der
in Sich Liebe ist. Und die Willigkeit, einen solchen Gedanken anzunehmen, d.h., ihn
vom Herzen, wo er geboren wird, ins Hirn zu leiten, also ihn sich gewissermaßen
anzueignen, ist die Empfangsbereitschaft für diese Liebesausstrahlung Gottes. Denn die
Willigkeit des Herzens ist Voraussetzung, daß Gottes Liebe wirksam wird. Gott ist die
Liebe .... Es ist dies ein Mysterium und wird ein Mysterium bleiben für die Menschen,
solange sie dieser Erde angehören und oft auch noch im Jenseits. Denn ihnen erscheint
die Liebe als ein Begriff, mit welchem ein Wesen in Verbindung gebracht werden muß.
Es erscheint ihnen die Liebe als Charakterisierung einer Wesenheit, und es ist doch die
Liebe die Wesenheit Selbst .... Es ist die Liebe etwas Geistiges, das nicht die Wesensart
erklärlich macht, sondern in sich etwas Wesenhaftes ist .... Es ist die Liebe das Gute,
Göttliche, so das Wort auf Menschen angewandt wird .... während Gott Selbst nur als
Liebe vorstellbar ist, dies aber nur den Menschen begreiflich wird, die selbst von der
Liebe so durchdrungen sind, daß sie im Liebeswirken auch die Nähe Gottes spüren.
Denn was sie nun spüren, ist wieder nur die Liebe, und doch sind sie nun Gott nahe,
weil Gott und die Liebe eins sind. Alles, was sich zur Liebe gestaltet, ist in inniger
Verbindung mit Gott, d.h., das Gestalten zur Liebe ist ein Angleichen des bisher
Unvollkommenen an das Vollkommene. Die Liebe ist etwas Vollkommenes .... Gott ist
die Vollkommenheit, also muß die Liebe und Gott eins sein. Mangel an Liebe aber ist
ein Unvollkommenheitsgrad, er ist auch ein Zustand der Gottferne, weil Gott ohne die
Liebe nicht vorstellbar ist. Darum wird ein Betätigen in Liebe stets ein Glücksgefühl
auslösen, und es ist dies die Nähe Gottes, die auch die Seele spürbar empfindet, folglich
muß sich auch jede erhöhte Liebetätigkeit äußern in erhöhtem Glücksgefühl, innerem
Frieden und kraftvollem Selbstbewußtsein, weil alles dieses göttlich ist, d.h. ein Beweis
ist von Gottes Nähe, die sich nur in geistiger Weise auswirken kann, also in
Empfindungen der Seele, nicht im Wohlbehagen des Körpers. Die Nähe Gottes erzeugt
wieder Liebe, denn da Gott in Sich die Liebe ist, muß sich Seine Anwesenheit wieder in
einem Gefühl der Liebe äußern. Und es strömt diese Liebe wieder zu Gott zurück als
ihrem Ausgang .... es vereinigt sich der zur Liebe gewordene Mensch, d.h. dessen Seele,
mit Gott .... Es strömt Liebe zu Liebe, und so findet der Zusammenschluß statt des
Wesenhaften mit der Urwesenheit, Die in Sich nur Liebe ist .... Amen
««««

5
Erstgeschaffenes Wesen .... Lichtträger .... Abfall von Gott .... B.D. Nr. 5612
28.2.1953
Euer Verstand fasset als Mensch nur bis zu einem bestimmten Grade die tiefere
Wahrheit, denn Reingeistiges lässet sich nur geistig erklären, diese Erklärung wird vom
Geist in euch entgegengenommen und wohl auch durch die Seele dem Verstand
zugeleitet, doch dieser ist irdisch noch zu sehr belastet, und er vermag sonach nicht in
geistiges Wissen so tief einzudringen, daß ihm alles klar ist. Mein Geist aber gibt
dessenungeachtet sich durch den Geistesfunken in euch kund, und wer die Liebe hat, der
fasset auch den Sinn dessen, was Ich ihm künde:
Mein Gestaltungswille war übergroß, Meine Kraft unversiegbar, und Ich fand Meine
Seligkeit im Verwirklichen Meiner Gedanken und Pläne. Und diese Seligkeit wollte sich
mitteilen, Meine Liebe wollte sich verschenken, Ich wollte, daß außer Mir noch ein
Wesen sich dessen erfreuen sollte, was Mich unsagbar beglückte. Ich empfand Mein
Alleinsein als ein Manko, das Ich jederzeit beheben konnte, sowie Ich es wollte .... Und
Ich wollte Mich wiederfinden in einem Wesen, das mit Mir aufs engste verbunden sein
sollte, das Ich als Spiegel Meiner Selbst, als Mein Abbild, gestalten wollte, um ihm
unbegrenzte Seligkeiten bereiten zu können und so auch Meine Seligkeit wieder zu
erhöhen. Ich wollte ein solches Wesen erschaffen, und dieser Wille genügte, denn Mein
Wille war Kraft und wirkte stets in Liebe und Weisheit.
Das aus Mir herausgestellte Wesen nun war wohl Mein Abbild, doch es konnte Mich
nicht sehen, weil es, so es Mich hätte schauen können, vergangen wäre vor Seligkeit,
weil Meinen Anblick kein Wesen ertragen könnte, denn jedes Wesen, auch das
vollkommenste Abbild Meiner Selbst, ist immer nur ein Erzeugnis Meiner Liebekraft,
während Ich die Liebekraft Selbst bin und in unvergleichlicher Stärke alles überstrahle,
darum aber nicht schaubar war dem von Mir hinausgestellten Wesen. Doch Ich hatte
Mir in diesem Wesen ein Gefäß geschaffen, in das unentwegt Meine Liebekraft
einströmen konnte, ein Wesen, das also auch Meinen Gestaltungswillen, Meine Kraft,
Meine Weisheit und Meine Liebe im Übermaß empfing von Mir durch das ständige
Einströmen der Kraft aus Mir. Es konnte also nun die gleiche Seligkeit empfinden, es
konnte sich seiner Kraft nach seinem Willen entäußern, es konnte schöpferisch tätig
sein, sich selbst zur Beglückung, und also Meine Seligkeit ständig erhöhen, weil Meine
Kraft dieses Wesen dazu befähigte, und Ich erfreute Mich an seinem Glück ....
Und nun gingen aus jenem Wesen zahllose gleiche Wesen hervor .... Es waren alles
Kinder Meiner Liebe, in strahlendem Licht, in höchster Vollkommenheit, denn es
konnte aus dem von Mir geschaffenen Abbild Meiner Selbst und Meiner unendlichen
Liebe immer nur höchst Vollkommenes hervorgehen, weil unser beider Wille gleich
war, unser beider Liebe sich in den erschaffenen Wesen wiederfand, weil es nichts
Unvollkommenes gab, solange Mein Wille und Meine Liebe wirkten durch jenes erstgeschaffene
Wesen. Es war eine lichtvolle Geisterwelt, es waren urgeschaffenen Geister
in großer Zahl .... die Kraft aus Mir strömte unbeschränkt dem Wesen zu, das Ich Mir
erkoren hatte zum Träger des Lichtes und der Kraft ....
Und das Wesen selbst war überselig .... Doch Ich wollte auch diese Seligkeit noch
erhöhen; Ich wollte, daß es nicht an Meinen Willen gebunden war, sondern aus
eigenem Willen sich betätigen sollte, der .... wenn das Wesen vollkommen war und
blieb .... Mein Wille war. Denn das Wesen war als geschaffen von Mir keines anderen
Willens fähig. Ich aber wollte, daß es frei schalten und walten konnte .... weil dies erst
das Merkmal eines göttlichen Wesens war, daß die Liebe in ihm so mächtig ist, daß
diese bestimmend ist für einen Mir gleich gerichteten Willen. Diese Liebe wollte Ich
empfangen von Meinem erst geschaffenen Wesen, die aber auch gleichzeitig dem
Wesen die höchste Vollendung eintragen sollte, so daß es nicht mehr als geschaffenes
Wesen wirkte nach Meinem Willen, sondern als aus Liebe in Meinen Willen
eingegangen unbegrenzte Seligkeit genießen sollte .... Um aber diese Willens- und
Liebeprobe ablegen zu können, mußte es sich in völliger Willensfreiheit bewegen. Es
sah Mich nicht, aber es erkannte Mich, denn es stand im Licht .... Es sah aber die
ungezählten Wesen, die sein Wille hatte erstehen lassen, und es fühlte sich selbst als
deren Erzeuger, wenngleich es darum wußte, daß es die Kraft von Mir bezogen hatte ....
Und das Wesen neidete Mir die Kraft .... Als selbst schaubar den von ihm erschaffenen
Wesen, war es sich doch des Ausganges aus Mir bewußt, aber es nahm das
Herrscherrecht über diese Wesen für sich in Anspruch, indem es sich selbst ihnen als
Kraftquell, als einzige erschaffen-könnende Macht hinstellte .... Es kündigte Mir
gleichsam die Liebe, um herrschen zu können .... Es ist dieser Vorgang für euch
Menschen unbegreiflich, daß ein sich selbst erkennendes Wesen sich in völlig falsches
Denken verirren konnte, doch der freie Wille erklärt solches, der, um in Aktion treten zu
können, auch negativ wählen können, aber nicht wählen mußte.
Der Licht- und Kraftträger sah auf der einen Seite die Beweise der durch ihn
geleiteten Kraft, doch den Kraftquell selbst sah er nicht. Also erhob er sich selbst zum
Herrscher über seine geschaffenen Geister und suchte auch diesen Mich Selbst als nichtseiend
hinzustellen. Er suchte seinen Mir nun abgekehrten Willen auf jene zu
übertragen .... Und nun kam der Moment der Entscheidung, das Beweisen ihrer
Vollkommenheit, auch für diese vom Lichtträger unter Nutzung Meiner Kraft
geschaffenen Wesen .... Meine Kraft war in allen diesen Wesen, sie waren lichtvollst
und erglühten in Liebe zu Mir, Den sie zwar nicht sahen, aber doch erkannten. Sie
waren aber auch in Liebe ihrem Erzeuger zugewandt, weil die sie erschaffende Kraft
Liebe war, die durch das erstgeschaffene Wesen geströmt und dieses zum Erschaffen
befähigt hatte. Diese Liebe sollte nun sich entscheiden, und sie spaltete sich ....
Es entstand eine heillose Verwirrung unter dem Geistigen, das zum Entscheid sich
gedrängt fühlte. Es war aber auch wieder verständlich .... da Meine Liebekraft als Licht
wirkte .... daß der Drang zum Urquell der Kraft bei vielen Wesen stärker war, daß die
Liebe sich verringerte zu dem, der sich von Mir trennte, und mit verstärkter Gewalt Mir
zudrängte .... Denn das Licht in ihnen war die Erkenntnis, daß Ich die Liebe war von
Ewigkeit. Jedes Wesen zwar hatte die Erkenntnis, doch auch den freien Willen, der
nicht durch die Erkenntnis gebunden war, ansonsten er unfrei gewesen wäre. Und die
geistige Welt spaltete sich .... Das Wesen außer Mir hatte seinen Anhang wie auch Ich
Selbst, wenngleich Ich nicht schaubar war. Die Kraft aus Mir aber wirkte so stark, daß
sich viele Wesen abwandten von dem, der sich Mir entgegenstellen wollte .... Ihr Wille
blieb recht gerichtet, während der Lichtträger mit seinem Anhang den Willen verkehrt
richtete, sie sich also willensmäßig von Mir trennten und dies den Sturz in die Tiefe
bedeutete ....
Es wurde also der Lichtträger, das aus Mir herausgestellte lichtvollste Wesen, Mein
Gegner, während das aus ihm Hervorgegangene, das unser beider Liebewille schuf, sich
teils Mir, teils ihm zuwandte, je nach der Liebeglut, von der es erfüllt war. Denn mit
dem Moment der Trennung des Lichtträgers von Mir entstand auch in den Wesen ein
unbestimmtes Verlangen nach einem gefestigten Pol. Der freie Wille begann sich zu
entfalten .... sie wurden weder von Mir noch von Meinem Gegner zwangsweise
beeinflußt, sondern nur angestrahlt von unser beider Kraft, die jedes Wesen für sich
gewinnen wollte. Meine Kraftströmung war nur Liebe und berührte die Wesen so
gewaltig, daß sie Mich erkannten, ohne Mich zu sehen, aber auch die Willenswandlung
Meines erstgeschaffenen Wesens erkennen konnten. Doch da sie dieses Wesen schauen
konnten, folgten viele ihm, d.h., sie ordneten sich seinem Willen unter und strebten also
von Mir ab. Doch ebenso fühlten sich urgeschaffene Wesen als Meine Kinder und
blieben Mir treu aus freiem Willen, nur war die Zahl derer weit geringer. Es waren dies
die erstgeschaffenen Wesen, die seligster Gestaltungswille Meines Lichtträgers und
unermeßlich ihm zuströmende Liebekraft erstehen ließ. Und diese Liebekraft war auch
diesen Wesen eigen und drängte sie unentwegt Mir zu, denn sie erkannten den
nunmehrigen Willen ihres Erzeugers als verkehrt und wandten sich daher von ihm ab.
Auch den anderen Wesen wäre dieses Erkennen möglich gewesen, doch sie folgten
blindlings dem, den sie schauen konnten, und ihr Wille wurde geachtet und in keiner
Weise auf diesen von Mir eingewirkt, weil dieser Willensentscheid sein mußte, um das
Erschaffene zu selbständiger Vollkommenheit zu gestalten. Das Wesen, das Mich
verließ, zog einen großen Anhang mit sich zur Tiefe hinab, denn von Mir sich entfernen
heißt der Tiefe zustreben, einem völlig gegensätzlichen Zustand entgegenzugehen, der
also Finsternis und Ohnmacht, Erkenntnis- und Kraftlosigkeit bedeutet. Wohingegen
Meine Kinder blieben in strahlendstem Licht und unermeßlicher Kraft, in Seligkeit.
Nach diesem Fall Luzifers, des Lichtträgers, war seine Kraft gebrochen .... Er konnte
sich nicht mehr schaffend und gestaltend betätigen, wenngleich Ich ihm nicht die Kraft
entzog, weil er Mein Geschöpf war. Seine Macht und Kraft war sein Anhang, über den
er nun herrschte als Fürst der Finsternis. Doch es sind auch Meine Liebeprodukte, die
Ich Meinem Gegner nicht auf ewig belasse. Solange diese Wesen noch seinen Willen in
sich tragen, gehören sie ihm; doch sowie es Mir gelungen ist, ihren Willen Mir
zuzuwenden, hat er sie verloren, und seine Kraft nimmt also im gleichen Maß ab, wie
Ich das ihm Hörige erlöse aus seiner Gewalt, was jedoch stets den freien Willen des
Wesens zur Voraussetzung hat. Und dies bezweckt Mein Heilsplan von Ewigkeit, der
von allen Bewohnern des Lichtreiches, von Meinen Engeln und Erzengeln, aufs eifrigste
und liebevollste unterstützt wird, denn sie alle sind Meine Mitarbeiter, die bemüht sind,
den gefallenen Brüdern die Seligkeit wiederzugeben, die sie einst freiwillig sich
verscherzten .... Und dieses Befreiungswerk wird gelingen, wenn es auch ewige Zeiten
erfordert, bis das letzte einst Gefallene zurückkehrt zu Mir, bis auch Mein aus Meiner
Liebe hervorgegangenes erstes Wesen sich Mir wieder nähert im Verlangen nach
Meiner Liebe .... bis auch dieses reumütig zurückkehrt ins Vaterhaus, das es einst
freiwillig verlassen hat .... Amen
««««

8
Erschaffung des Menschen .... Sündenfall .... B.D. Nr. 5800
31.10.u.1.11.u.2.11.1953
Endlos lange Zeit benötigte das gefallene Geistige zu seiner Aufwärtsentwicklung,
und endlos lange Zeit erforderten auch Meine einzelnen Schöpfungen, die gleichsam mit
dem darin gebundenen Geistigen auch sich entwickeln mußten, um immer reiferes
Geistiges in sich bergen zu können. Immer wieder wurden neue Formen erschaffen und
immer wieder diesen Formen eine Bestimmung zugewiesen .... Es entstand also die
irdische Schöpfung nicht im Augenblick, sondern unendlich lange Zeiträume sind
vergangen, bis das Geistige in allen Reifegraden die für dieses erforderliche Außenform
fand, weil die immer ansteigende Reife auch immer wieder neue Schöpfungen bedingte,
die es aufnehmen konnten. Solange aber das Geistige im Mußgesetz wandelte, bedeutete
also Meine schöpferische Tätigkeit: Erschaffen der Erde als Ausreifungsstation für das
zutiefst gefallene Geistige, das darin eine Reife erlangen sollte, die dem gebundenen
Geistigen den freien Willen zurückgab, den es einst mißbraucht hatte ....
Nun aber mußte auch eine Außenform geschaffen werden für dieses ausgereifte
Geistige, damit es in dieser Form wieder den freien Willen erproben konnte .... Es war
dieses Schöpfungswerk der Mensch, der sich von allen zuvor erstandenen Schöpfungen
insofern unterschied, als daß er nebst dem freien Willen auch mit Verstand und
Vernunft begabt war .... mit einer Denkfähigkeit, mit Ichbewußtsein und mit der
Fähigkeit, sich durch die Sprache austauschen zu können mit seinen Mitmenschen, weil
das Zusammenleben zur Willenserprobung die nötigen Voraussetzungen ergab. Die
äußere Form des Menschen war schon in den letzten Stadien im Mußzustand vorhanden
und zur Aufnahme unzähliger ausgereifter Seelensubstanzen bestimmt worden, doch
diese Lebewesen handelten noch im Mußzustand, wie es das Naturgesetz verlangte, und
waren sonach nicht für ihr Handeln verantwortlich .... sie waren nur in ganz geringem
Maß denkfähig, jedoch als Sammelbecken für das in endlos langer Entwicklungszeit
ausgereifte Geistige ebenfalls Schöpfungswerke, die Meine Weisheit und Liebe für
dieses Geistige geformt hatte. Als Menschen waren aber erst die Lebewesen
anzusprechen, die im Besitz des freien Willens, des Verstandes und des Ichbewußtseins
waren ....
Und nun erst setzte der Plan der Vergeistigung dieser Geschöpfe ein .... der nun
erforderte, daß diese Wesen .... die Menschen .... von Mir belehrt wurden .... die ihre
Denkfähigkeit, ihren Verstand und ihren freien Willen nützen sollten diesen Meinen
Belehrungen gemäß und die nun kraft ihres freien Willens leben und schaffen konnten
auf Erden .... die sich zu Göttern gestalten, aber auch gänzlich Meinen Belehrungen und
Meinem Willen zuwiderhandeln konnten und zur Tiefe zurückkehren, aus der sie
emporgestiegen waren .... Ich schuf den Menschen .... Ich gab dem in einem bestimmten
Reifegrad stehenden Geistigen eine Außenform, die wieder Meiner Weisheit und
Meiner Liebe entsprach und auch der Aufgabe, die nun der Mensch zu erfüllen hatte ....
Die Außenform wurde erst zu einem lebenden Wesen, als das Geistige darin Aufenthalt
nahm .... die Zusammensetzung unzähliger Partikelchen, die nun als „Seele“ der Form
das Leben gab. Denn das Geistige ist ständig wirkende Kraft und war wohl während der
Vorstadien, während des endlos langen Entwicklungsganges, gebunden und zu
ungehemmter Tätigkeit unfähig; doch in der letzten Außenform, im Menschen, kann es
wieder tätig werden. Es kann seine ihm eigene Kraft entfalten und sie durch den
Zusammenschluß mit Mir unbeschränkt vermehren .... Den ersten Menschen stand
Meine Kraft ungemessen zu Gebote; sie waren ausgestattet in ungewöhnlicher Weise,
weil ihr Probeleben auf der Erde dazu führen sollte, daß sie als völlig vergeistigt ihre
irdische Hülle ablegen und wieder zurückkehren sollten als rechte Kinder in ihr
Vaterhaus .... Doch die Willensprobe mußte ihnen gestellt werden, die Ich von einem
jeden erschaffenen Wesen fordere; das Bestehen dieser Probe der ersten Menschen
hätte alle nachfolgenden Menschen leicht das letzte Ziel erreichen lassen .... (1.11.1953)
In den ersten Menschen hatte Ich Mir Wesen geschaffen, die trotz ihrer
Unzulänglichkeit .... d.h. ihrer mangelnden Vollkommenheit als Folge des Abfalles von
Mir .... doch zur Erkenntnis Meiner Selbst gelangen konnten, die sich selbst erkannten
als Geschöpfe .... die also durch ihre Denkfähigkeit und ihren freien Willen Meinen
Willen erkennen und ausführen konnten .... Ich hatte Mir Wesen geschaffen, denen Ich
Mich trotz ihres Abstandes von Mir verständlich machen konnte, die Mein Wort
vernehmen und auf sich wirken lassen konnten, was zuvor, im Zustand des gebundenen
Willens, unmöglich war .... Der Mensch also war das erste irdische Schöpfungswerk,
das einen gefallenen Urgeist in sich trug und nun diesem Urgeist wieder verhelfen
sollte, auch in seinen Urzustand zurückzukehren, um wieder als freies Geistiges in
ewiger Vereinigung mit Mir schaffen und wirken zu können .... Das war die Aufgabe
des ersten erschaffenen Menschen, und es bleibt die Aufgabe aller Menschen bis zum
Ende, bis zur restlosen Vergeistigung alles Gefallenen .... Es war eine nicht allzu
schwere Willensprobe, die der erste Mensch abzulegen hatte .... Doch zu dieser
Erprobung mußte auch Meinem Gegner das Recht zugebilligt werden, auf ihn
einzuwirken .... Und diesem Einwirken erlag der Mensch .... Er wurde ein zweites Mal
Mir abtrünnig, und es war dies der erste Sündenfall auf dieser Erde .... der Sündenfall,
von dem die Menschheit Kenntnis hat, auch wenn sie nichts von dem einstigen Abfall
des Geistigen von Mir weiß .... Dieser aber erklärt erst alles .... Denn der erste Mensch
hätte nicht fallen können, wenn er das erste wesenhafte Schöpfungswerk aus Mir
gewesen wäre, das im Vollbesitz von Kraft und Licht hätte stehen müssen, weil aus Mir
nur Vollkommenes hervorgehen kann. Denn es hätte dann noch keine Gegenkraft auf
ihn einwirken können. Die Begründung seines Falles aber ist in jenem Abfall der
Geister zu suchen und also in der noch nicht voll ausgereiften Seele des Menschen, die
sich zwar bewähren konnte, aber nicht bewähren mußte .... Es hatte der Mensch zwar
den Verstand und den freien Willen und darum auch eine Verantwortung zu tragen für
seine Seele .... Und also mußte der Mensch seine Schuld büßen .... Mein Gegner behielt
die Macht über das als Mensch verkörperte Geistige, und das bedeutet für jeden
Menschen einen mühseligen, mit Kampf und Leiden verbundenen Erdenlebensgang mit
dem Ziel, sich seiner Gewalt zu entwinden .... ein Ziel, das auch der Mensch erreichen
kann, weil Jesus Christus dem durch den Sündenfall Adams geschwächten
Menschengeschlecht zu Hilfe kam und die Erlösung also gewährleistet ist für jeden, der
Ihn anerkennt als Gottes Sohn und Erlöser der Welt und Ihm willig nachfolgt .... Der
erste Mensch hätte die Brücke erbauen können, auf der dann alle seine Nachkommen zu
Mir gelangen konnten .... doch da er fiel, mußte die Menschheit noch lange in der
Knechtschaft des Satans verharren, bis der Erlöser kam, bis Jesus Christus zur Erde
niederstieg, um nun eine Brücke zu schlagen in das geistige Reich durch Sein Leiden
und Sterben .... durch Seinen Tod am Kreuze .... (2.11.1953) Der Willensentscheid, der
von Meinem erstgeschaffenen Wesen .... von Luzifer .... gefordert wurde, war
keineswegs als ein Gebot zu betrachten, vielmehr war es dem Wesen völlig freigestellt,
nach einer Richtung hin seinen Willen zu wenden, und die Richtung seines Willens war
allein in seinem Verlangen nach Macht und Alleinherrschaft begründet. Es war sich
wohl bewußt, aus Mir hervorgegangen zu sein, glaubte sich jedoch auch allein regierend
sein zu können, weil es Mich nicht sah .... Es erkannte Mich als seinen Ausgang, es
wollte Mich aber nicht anerkennen .... Und diesen Willen hatte nicht Ich in das Wesen
hineingelegt, sondern das Wesen selbst hatte den von Mir ihm geschenkten freien
Willen so gewandelt .... Das war der Unterschied zwischen dem ersten Fall Luzifers und
dem Sündenfall des ersten Menschen .... denn dieser trug noch den verkehrten Willen in
sich, und darum gab Ich ihm ein Gebot, das er nicht übertreten sollte .... ein Gebot, das
er auch leicht hätte halten können, wenn nicht der Gegengeist auf ihn eingewirkt hätte,
der darum einen starken Einfluß hatte auf den Menschen, weil dieser im Grunde noch
sein Anteil war .... weil er noch nicht die Vollkommenheit wiedererlangt hatte, die einen
Fall unmöglich machte. Ein vollkommen erschaffener Mensch hätte nicht fallen
können, d.h., er wäre zur Übertretung dieses Gebotes nicht fähig gewesen, weil das
vollkommene Geistige im Menschen diesen zurückgehalten hätte von jedem Gottwidrigen
Tun .... Die Erschaffung des Menschen war aber erst die Folge des Falles
Luzifers und seines Anhanges, denn Ich hätte es sonst wahrlich nicht nötig gehabt, dem
von Mir ins Leben gerufenen Geistigen Außenformen zu geben als Umhüllung. Die
Form des Menschen aber barg das gefallene Geistige, und somit war der Mensch Adam
mit jener einstigen Sünde schon belastet, die er aber abstoßen konnte, wenn er Meines
Gebotes geachtet hätte .... Es wäre ihm möglich gewesen, die Erbschuld zu tilgen ....
sein Fall verzögerte die Rückkehr des gefallenen Geistigen zu Mir wieder endlose
Zeiten, doch sie ist möglich geworden durch das Erlösungswerk des Menschen Jesus,
Der ohne ein Gebot Meinerseits das getan hat, was der Mensch Adam tun sollte ....
völlig in Meinen Willen einzugehen und durch ein Liebeleben wieder auf Erden sich mit
Mir zusammenzuschließen und in den Vollbesitz von Kraft und Licht zu gelangen ....
Amen
««««

11
Die Brücke aus dem Reich des Lichtes ist Jesus Christus .... B.D. Nr. 5421
26.6.1952
Im Namen des gekreuzigten Heilandes sei es euch gesagt, daß sich das Himmelreich
öffnet einem jeden, der Ihn anerkennt als Gottes Sohn und Erlöser der Welt, daß es aber
verschlossen bleibt dem, der Ihn nicht anerkennen will .... Ihr Menschen müsset wissen,
daß vor Seinem Kreuzestod die beiden Welten streng geschieden waren, die als Reiche
des Lichtes und der Finsternis bekannt sind, daß es zwei ganz verschiedene Bereiche
waren, die keine Verbindung miteinander hatten, weil sie völlig im Gegensatz
zueinander standen. Eine Erklärung hierfür ist zu suchen in der völligen Abkehr des
geschaffenen Geistigen von Gott, die dann eine Welt erstehen ließ in Gott-gegnerischer
Ordnung, während das zu Gott stehende Geistige in der göttlichen Ordnung verblieb
und somit auch in einem Bereich der Vollkommenheit, des Lichtes und der
ungehemmten Kraft .... Es konnte keine Verbindung geben zwischen diesen beiden
Welten, weil der Gegensatz zu groß war, weil der Abstand von Gott in jeder Weise
negative Auswirkung haben mußte, es gewissermaßen ein Streben nach
entgegengesetzten Polen wäre, niemals aber ein Pol angestrebt würde .... Es fehlte
jegliche Verbindung zwischen dem Reich des Lichtes und dem der Finsternis, was noch
verständlicher wird durch die Erklärung, daß die herrschenden Kräfte beider Bereiche
völlig gegensätzlich zueinander standen und völlig gegensätzliche Ziele verfolgten .... :
höchste Vollkommenheit in Freiheit und Licht und Kraft und Knebelung des zu
höchstem Wirken bestimmten Geistigen ....
Es bestand also eine unüberbrückbare Kluft zwischen diesen beiden Welten, die ewig
nicht hätte aufgehoben werden können von seiten der Finsternis, wohl aber von seiten
der in göttlicher Ordnung verbliebenen geistigen Welt, deren Bewohner in der
Erkenntnis standen und folglich auch um die einzige Möglichkeit, eine Brücke zu
schlagen, wußten .... Es mußte ein Wesen aus der geistigen Welt sich in die finsteren
Sphären wagen und von dort aus einen Weg anbahnen, der dann beschritten werden
konnte von jedem Wesen, das in das Lichtreich gelangen wollte. Es mußte dieses aus
der Höhe herabgestiegene Wesen die göttliche Ordnung herstellen, indem es erstmalig
selbst in dieser göttlichen Ordnung lebte und dann die Bewohner der finsteren Welt, die
Menschen auf der Erde, in Kenntnis setzte von dieser, auf daß auch sie, durch sein
Beispiel angeregt, einen anderen Lebenswandel führten als bisher, daß sie also, anstatt
entgegengesetzt, in gleicher Richtung strebten wie der Mensch Jesus, Dessen Ziel oben,
d.h. die Rückkehr war in das Reich, das Er verlassen hatte um der in Finsternis lebenden
Menschen willen .... Der Wille nach oben findet immer den rechten Weg, doch dieser
Wille mangelte den Menschen, er war nach unten gerichtet, denn das Wirken negativer
Kräfte ist in dem Reich der Finsternis stets von Erfolg, und diese Kräfte verfolgen nur
das eine Ziel, dem Wesen jegliche Erkenntnis zu nehmen, um es an der Rückkehr zu
Gott zu verhindern. Der Wille des Wesens könnte dem Fürsten der Finsternis und
seinem Wirken Einhalt gebieten, doch er tut es nicht .... Er ist selbst so schwach und
jedem ungünstigen Einfluß widerstandslos ausgesetzt ....
Darum wußte die Lichtwelt, und es erbot sich ein urgeschaffener Geist, dem
schlechten Einfluß des Gegners von Gott Seinen Willen und Seine Liebe
entgegenzusetzen .... Es kämpften nun gleichsam zwei Kinder Gottes, zwei von Ihm
Selbst ins Leben gerufene Ebenbilder, gegeneinander, weil sie nicht mehr gleichen
Willens und gleicher Liebe waren, ansonsten sie sich nicht als Gegner
gegenübergestanden hätten .... Doch es mußte dieser Kampf in der Weise stattfinden,
daß das Lichtwesen zuvor die Hülle anzog, die Es der göttlichen Kraft beraubte .... Es
mußte als Mensch kämpfen wider den, der das Menschsein aller gefallenen Geister
verschuldet hatte .... War Er stärker als jener, dann war auch dessen Macht gebrochen,
dann gab es auch für die Menschen eine Hoffnung, den Gegner Gottes zu besiegen, und
dann war auch ein Weg angebahnt, der zurückführt ins Vaterhaus. Die Seele des
Menschen Jesus, Dessen Körper wohl irdisch war, brachte etwas mit aus der Höhe und
strahlte es auf der Erde aus .... göttliche Liebekraft .... Die Liebe wird keinem Wesen
genommen, sie kann jederzeit entzündet werden, sie kann aber auch erstickt werden
durch eigenen Willen .... Und diese Liebe ist die Brücke zum Reich des Lichtes, denn
die Liebe ist nach oben gerichtet zu Gott, Der die ewige Liebe Selbst ist. Die Liebe
sucht immer den Liebepol und ist nun niemals Gott-gegnerisch tätig. Die Liebe bewog
ein Lichtwesen, zur Erde herabzusteigen, und die Liebe blieb mit der ewigen Liebe in
Verbindung .... Und es war die Brücke hergestellt zwischen dem Reiche des Lichtes und
dem der Finsternis durch Jesus Christus. Sie ist aber nicht zu sehen von den Wesen auf
der finsteren Erde, die nicht Gebrauch machen von Seiner Führung, die sich nicht Ihm
anschließen im Glauben, den rechten Führer zum Reich des Lichtes gefunden zu haben,
die Seine Liebe nicht erwidern, die nicht in Ihm den Meister erkennen, Der Seinen
Gegner bezwungen hat, und die sich Ihm dafür dankbar unterstellen, die in Ihm nicht
Den sehen, Der Herr ist über Leben und Tod, über Licht und Finsternis .... die Ihn nicht
anerkennen als Gottes Sohn und Erlöser der Welt .... Die Kluft zwischen dem Lichtreich
und dem Reich der Finsternis bleibt unwiderruflich bestehen für jeden, der nicht den
Weg geht, den Jesus Christus ihm geöffnet hat und der allein zum Vater führt .... Denn
dieser steht noch voll und ganz unter dem Einfluß des Gegners von Gott und wird nicht
eher von ihm frei werden, bis er willig ist, in das Gesetz der ewigen Ordnung
einzugehen, bis er seinen Widerstand aufgibt und sich von Jesus Christus erlösen lässet,
Der allein der Weg ist zum Vater .... Dessen unendliche Liebe einen Weg fand, der aus
der Finsternis herausführt zum Licht .... Amen
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13
War die Seele Jesu schon vor der Menschwerdung Gottes inkarniert? .... B.D. Nr. 8750
11.2.1964
Und Ich will euch Meine Liebe immer wieder offenbaren, indem Ich euch in ein
Wissen einführe, das euch beseligt, weil es wie ein helles Licht euch Dinge enthüllt, die
zuvor im Dunkeln lagen .... und weil euer Erkenntnisgrad wieder erhöht wird, was auch
Ausreifen der Seele bedeutet. Denn immer wird und muß die Liebe der Zuleitung
Meines Wortes zugrunde liegen, Ich könnte euch nicht ansprechen, wenn nicht ein
bestimmter Liebegrad vorhanden wäre, und diese Liebe also wird das Licht der
Erkenntnis immer heller in euch erstrahlen lassen. Immer noch bewegen euch Fragen,
die nur Ich euch beantworten kann, weil nur Ich diese Gebiete kenne, in die ihr Einblick
zu nehmen begehret:
Alle hohen, einst nicht gefallenen Geister inkarnieren sich auf der Erde, um auch
den Gang durch die Tiefe zu gehen zwecks Erreichung des höchsten Zieles .... der
Gotteskindschaft. Und sie müssen zu diesem Zweck im Fleisch über die Erde gehen, sie
verkörpern sich als Mensch und legen genau wie jeder einst gefallene Urgeist dieses
Erdenleben zurück. Auch sie müssen den Kampf führen und allen Versuchungen
widerstehen, die ihnen von seiten Meines Gegners gestellt werden .... Sie müssen also in
Wahrheit „durch die Tiefe“ gegangen sein, um dann .... wenn sie abgerufen werden, als
Gotteskind zurückzukehren zu Mir, ihrem Vater von Ewigkeit. Und es sind zu jeder Zeit
Lichtwesen herabgestiegen, um den Menschen beizustehen, die als einst gefallene
Wesen ihre Rückkehr zu Mir erreichen sollen .... Die Liebe dieser Lichtwesen ist sehr
stark und tief, daß sie ständig hilfsbereit sind und immer nur darauf bedacht, Mir Meine
verlorenen Kinder zurückzubringen. Und Ich wehre ihnen nicht, wenn sie zur Erde
niedersteigen wollen, um Hilfe zu bringen, die immer benötigt wird. Immer aber waren
es von Mir ausgegangene Wesen, es waren von Meinem Liebelicht durchstrahlte
Geschöpfe in höchster Vollkommenheit, die im gleichen Willen mit Mir sowohl im
geistigen Reich wirken als auch auf Erden, wenn sie zwecks einer Mission herabsteigen.
Es gibt auch kein Lichtwesen, das sich ausschließt von einer solchen Mission, den
Erdenbewohnern Licht zu bringen .... Und so auch war die Seele .... die als Mensch
Jesus auf Erden das Erlösungswerk vollbrachte .... ein solcher Lichtgeist, von Mir
uranfänglich ausgegangen als Liebelichtstrahl, dem Ich ein selbständiges Leben gab ....
Dieser Geist hatte eine ganz besondere Mission auf Sich genommen, weil Er es von
Anbeginn ersah, daß die gefallenen Wesen Ihn benötigten, weil Er von Anbeginn sah,
daß der erste Mensch versagen würde, und darum Er als „Mensch Jesus“ der
Menschheit Hilfe bringen wollte .... Er war wohl von Anbeginn auch tätig an der
Erschaffung der materiellen Welt, denn Mein Wille und Meine Kraft strömte über in
alle jene Wesen, die Mir treu verblieben waren und daher als selbständige Wesen
wirkten in der Unendlichkeit. Auch diese Seele ist zur Erde gestiegen (Auch Seine Seele
hat Mir zuvor schon als Lichtgeist gedient), und sie stellte die Verbindung her von den
Menschen zu Gott, d.h., sie kam als Lichtgeist zu den Menschen, und Ich Selbst konnte
durch diese Seele nun Mich den Menschen gegenüber äußern im Wort .... Jener
Lichtgeist also war Mir eine Hülle, jedoch nicht körperlich, sondern wohl (wenn auch)
den Menschen vorübergehend schaubar, doch nicht beständig, so daß Er nicht als
„Mensch“ über die Erde ging, sondern nur unter den Menschen wirkte scheinbar in
gleicher körperlicher Substanz und doch ein geistiges Wesen war und blieb, Der wieder
den Augen derer entschwand, denen Er Hilfe brachte durch Belehrungen und
Ansprachen. Es sind wohl auch irdische Verkörperungen von diesen hohen Lichtwesen
auf Erden eingegangen worden, die immer als Abgesandte Meiner Selbst den Menschen
auch Meinen Willen kündeten, denn es war nötig, daß jenen Aufklärung gegeben wurde,
warum sie in ihrer seelischen Not auf Erden wandelten und welchen Zweck ihr
Erdenwandel hatte. Dennoch muß ein Unterschied gemacht werden eben von einem
Erdenwandel eines Lichtwesens als Mensch oder einem (dem) Erscheinen eines
Lichtgeistes, durch den Ich Selbst Mich kundgetan habe. Dann war nicht dieser
Lichtgeist Meine sichtbare Außenhülle .... wie dies der Mensch Jesus gewesen ist ....
sondern er diente Mir nur dazu, daß Mein Wort zu den Menschen dringen konnte in
natürlicher Weise, denn Ich hätte auch direkt aus der Höhe die Menschen ansprechen
können, aber dann war es um ihre Willensfreiheit geschehen .... Also bediente Ich Mich
immer einer Außenform, die sowohl ein körperlicher Mensch als auch ein geistiger
Mensch sein konnte. Der erstere aber führte sein Dasein als Mensch auf der Erde,
während der zweite nur vorübergehend den Menschen sichtbar war, weil diese dringend
Meine Ansprache benötigten. Wenn also nun von einer mehrmaligen Inkarnation der
Seele Jesu vor Meiner Menschwerdung in Ihm gesprochen wird, so könnet ihr immer
nur ein geistiges Erscheinen annehmen, wo Ich Selbst .... die Liebe .... Mich euch
Menschen kundgeben wollte und also Sich (Mir) eine geistige Hülle wählte, um Mich
den Menschen in Erscheinung zu bringen. Eine fleischliche Verkörperung der Seele
Jesu vor Meiner Menschwerdung hat dagegen nicht stattgefunden, wenngleich Ich Mich
Selbst durch Mein Wort auch durch einen Menschen äußern konnte, wenn dieser also
aus dem Lichtreich herabgestiegen war zur Erde. Die Seele Jesu war auserkoren, Meine
Menschwerdung auf Erden zu ermöglichen, und diese Seele war wahrlich der höchste
Lichtgeist, Der als erstgeborener Sohn von Mir .... d.h. aus Meiner Kraft und dem
Willen dessen, den Meine übergroße Liebe als erstes geschaffenes Wesen herausgestellt
hatte .... ausgegangen war. Ich Selbst, als der Ewige Gottgeist, habe Mich nur in Jesus
manifestiert, in dieser höchsten Seele des Lichtes .... Diese aber hat Mir als Lichtgeist
auch zuvor schon gedient, um Mir die Ansprache an die Menschen zu ermöglichen, die
jedoch auch in dem hohen Reifegrad standen, der es Mir ermöglichte, ihnen solche
Lichtwesen zuzusenden, durch die Ich Selbst unmittelbar reden konnte. Daß aber auch
endlos viele Lichtwesen zuvor als Mensch verkörpert waren, die gleichfalls die
Verbindung aufrechterhielten von den Menschen zu Mir, die ihnen Mein Wort brachten,
die gleichsam als Sprachrohr für Mich auf der Erde weilten, ist als wahr anzunehmen,
darf aber nicht zu irrigen Vorstellungen führen, weil die Seele Jesu für Meine
Menschwerdung auserwählt war, da sie sich von Anbeginn für dieses Erbarmungswerk
erboten hatte in der Erkenntnis des Versagens der ersten Menschen .... Es ist falsch zu
sagen, daß Ich als „Gott“ schon mehrmals Mich inkarniert habe .... Denn Meine
Menschwerdung in Jesus ist und bleibt ein einmaliger Akt, den die Menschheit nicht
und auch die Lichtwelt kaum zu fassen vermag, der seinesgleichen nie zuvor und
niemals nachher wird aufzuweisen haben. Denn Jesus war nicht einer von vielen,
sondern Er war Der, Der für euch Menschen und für alle Wesen des Lichtreiches zum
schaubaren Gott werden sollte, Den Ich Selbst Mir zur Hülle wählte, die ewig sichtbar
bleiben sollte .... Und dieses Wesen hatte einen Ausnahmerang, denn Seine Liebe
war .... als erster durch Meine und Luzifers Liebe ausgestrahlter Geist .... so
unermeßlich tief, daß Er allein für Meine Menschwerdung in Frage kam und daher auch
ein zuvoriger Gang als Mensch über diese Erde ausgeschlossen war, dieses jedoch nicht
ausschaltet, daß auch Er Sich beteiligte an der Erschaffung der materiellen Welt, weil Er
um Meinen Plan der Rückführung wußte und Er immer voll und ganz in Meinen Willen
einging und diesen auch ausführen konnte als licht- und krafterfülltes Wesen. Dieses
Wesen stand Mir so nahe, daß die völlige Verschmelzung mit Mir stattfinden konnte,
daß Er und Ich eins sein mußte, weil Ich in Ihm und Er in Mir völlig aufging und dies
also das Geheimnis Meiner Menschwerdung in Jesus enthüllen wird, sowie das Wesen
wieder den Lichtgrad erreicht hat, wo ihm hellste Erkenntnis eigen ist .... Amen
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16
Messias, der Retter der Menschheit .... B.D. Nr. 8353
12.12.1962
Aus lichten Höhen bin Ich zur Erde herabgestiegen, um in die Finsternis Mein Licht
hineinzutragen .... Denn die Sonne des Geistes war untergegangen, kein Lichtstrahl
erleuchtete die dunkle Nacht, und die Menschen befanden sich in ärgster Not. Und die
ihre Not erkannten, die schrien zu Mir um Hilfe, sie riefen nach einem Retter, Der sie
befreien sollte, denn diese wenigen waren noch nicht ganz von Meinem Gegner
gefangengenommen, sie lebten ein Liebeleben und hatten die Bindung mit Mir noch
nicht ganz verloren, und darum wandten sie sich an Mich in ihrer Not, daß Ich ihnen
einen Retter senden möge. Und so sandte Ich Meinen Sohn zur Erde .... Ein Lichtgeist,
Der aus Meiner Liebe hervorgegangen war und Der Mir auch treu verblieb, als die Schar
der Urgeister abfiel von Mir .... erbot Sich Mir für ein Werk, das einmalig war, das
jedoch der gesamten Menschheit Rettung brachte .... Er stieg zur Erde herab und nahm
mitten unter den Menschen Wohnung. Er begann wie jeder andere Mensch Seinen
Erdenlauf, aber Er hatte eine große Mission auf Sich genommen: Sich Selbst, d.h. Seine
irdische Hülle, herzurichten, daß sie Mir zum Aufenthalt dienen konnte, weil Ich Selbst
Mich Meiner Geschöpfe annehmen wollte, weil Ich Selbst ihre große Schuld tilgen
wollte, die sie durch ihren freiwilligen Abfall von Mir auf sich geladen hatten .... Es
erbot Sich dieses Lichtwesen, ein Kind Meiner Liebe, als Mensch für Mich dieses
Sühnewerk zu leisten, und Er nahm als Seele Aufenthalt in dem Kindlein Jesus und
begann einen Erdengang, der so ungewöhnlich leidvoll war, weil auch Sein irdischer
Leib sich vergeistigen sollte, um Mir Selbst als der Ewigen Liebe zur Wohnung zu
dienen. Schon bei Seiner Geburt konnte die Umwelt erkennen, daß dieses Kindlein der
verheißene Messias war, denn zuweilen drang Seine übergroße Lichtfülle durch und
äußerte sich in überweisen Reden des Kindleins. Doch Seine Seele wurde ungewöhnlich
bedrängt von Meinem Gegner, der alles ihm noch angehörende Geistige antrieb, von
Seinem Körper Besitz zu nehmen, so daß also der Körper durch diesen Einfluß in starke
Versuchung geriet, gegen die nun der Mensch Jesus ankämpfen mußte, um nicht zu
erliegen. Die Liebe in Ihm gab Ihm diese Kraft dazu, doch Er mußte ungewöhnlich
ringen, und es war Sein ganzer Erdengang ein wahrer Kreuzweg, den Er jedoch
freiwillig auf Sich genommen hatte aus Liebe zu Seinen gefallenen Brüdern, um deren
große Not Er wußte. Sein Leben war aber auch ein unausgesetztes Dienen in Liebe und
da Ich die Liebe Selbst bin, konnte Ich auch immer in Ihm sein und Ihn mit der Kraft
versehen, die Mission zu erfüllen: das Sühnewerk für die große Sündenschuld der
Menschen zu leisten .... Er war Mein Sohn, Er war eine Seele des Lichtes, die auf Erden
die gänzliche Vereinigung fand mit Mir, die das Werk der Vergöttlichung vollbrachte,
das Ziel eines jeden von Mir geschaffenen Wesens ist: aus einem „Geschöpf“ Mein
„Kind“ zu werden, das im freien Willen gänzlich in Meinen Willen eingeht und somit
den höchsten Grad der Vollendung erreichen kann. Jesus war ein nicht-gefallener
Urgeist, aber dennoch mußte diese Vergöttlichung stattfinden im freien Willen, die der
Gang durch das Erdenleben .... der Gang durch die Tiefe .... zuwege gebracht hat. Und
also mußte auch Seine Seele allen Bedrängungen von seiten Meines Gegners ausgesetzt
sein, weil dieser auch jene Seele besitzen wollte, die er nicht zum Fall hatte bringen
können. Und da die Erde sein Reich .... also das Reich des gefallenen Geistigen .... war,
ist auch die Seele Jesu allen luziferischen Trieben und Bedrängungen ausgesetzt
gewesen, und der Mensch Jesus mußte ihnen Widerstand leisten, Er mußte trotz aller
Versuchungen zu Mir als Seinem Vater von Ewigkeit stehen, Er mußte Mich Selbst zu
Seinem Mitkämpfer machen, und Er hat es getan, indem Er unausgesetzt Meine Liebe
anforderte und durch Sein Liebewirken auch empfing, weil die Liebe Sich nicht versagt
und die große Liebe des Menschen Jesus Mich übermächtig anzog. Und kraft dieser
Liebe .... denn die Liebe ist Kraft in sich .... konnte Er Widerstand leisten und das Werk
der Erlösung durchführen bis zum Ende. Es war der Menschheit in Wahrheit der Retter
gesandt, es war der Messias gekommen, wie es verheißen war lange zuvor .... Es war
das Licht zur Erde gestiegen, um die Menschenherzen zu erleuchten, die Ihn
anerkannten, die Mich Selbst in Ihm erkannten, Der Ich den Menschen Rettung bringen
wollte von Sünde und Tod .... Und es durchbrach das Licht die Finsternis .... Es erstand
Meinem Gegner in Jesus ein Kämpfer, Der ihn besiegte .... Denn Seine Waffe war die
Liebe, und gegen die Liebe kämpfet Mein Gegner vergebens an, der Liebe wird er
immer erliegen, denn die Liebe bin Ich Selbst, und Ich bin wahrlich stärker als der, der
euch einstens in die Tiefe stürzte .... Amen
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18
Die Seele Jesu .... B.D. Nr. 6642
11.9.1956
Alles, was euch der Geist aus Mir vermittelt, wird auch übereinstimmen in seinem
Sinn .... Wohl steht es den Menschen frei, sich eigenwillig eine andere Bedeutung zu
unterlegen den Worten, die Mein Geist euch kundtut, doch dann ist dessen Geist nicht
erleuchtet, aber es kann nicht behauptet werden, daß von Mir aus Sichwidersprechendes-
Geistesgut euch zugeleitet wurde. Denn der „Geist aus Gott“ irret
nicht .... Und wo nun ein Widerspruch vorhanden zu sein scheint, dort muß um Klärung
gebeten werden; Ich Selbst muß angegangen werden, auf daß Ich Aufschluß gebe: ....
Die Seele des Menschen Jesus war von oben .... Ein Lichtgeist stieg zur Erde herab, ein
Wesen, Das aus Mir hervorgegangen war und in aller Willensfreiheit bei Mir verblieb,
als ein großes Heer geschaffener Geister abfiel von Mir und in die Tiefe stürzte ....
Dieser Lichtgeist aber hatte eine Mission zu erfüllen als Mensch, Er mußte in ein
lichtloses Gebiet herabsteigen, also vorerst Seine Lichtfülle zurücklassen, die auf Erden
nur eine verheerende Wirkung gehabt hätte, weil die Menschen für ein solches Licht von
oben nicht annahmefähig waren, also vergangen wären in seinem Strahl. Ein Mensch
mußte die Mission durchführen .... das Erlösungswerk an den Menschen .... Und es
mußte dieser Mensch in der gleichen Sphäre stehen wie die Mitmenschen, denn es galt,
diesen einen Weg zu zeigen, ihnen ein Leben vorzuleben, dem sie nachfolgen sollten ....
Folglich mußte der Mensch Jesus genau so beschaffen sein wie jene .... Und Er war so
beschaffen, trotzdem die Seele aus dem Reich des Lichtes herniedergestiegen war .... In
dem Körper des Kindleins Jesus barg sich eine Seele, die durch ihre irdische Außenform
genauso bestimmt wurde in ihrem Denken, Wollen und Fühlen wie jeder andere
Mensch .... Also mußten auch durch die sie umgebende Sphäre wie auch durch ihre
Außenhülle die gleichen Leidenschaften und Begierden in ihr erwachen, denn den
Erdengang „als Mensch“ zu gehen hieß auch, ankämpfen zu müssen gegen die gleichen
Triebe von innen und außen .... Denn es galt doch, die Vergeistigung der Seele
anzustreben, die Einigung der Seele mit ihrem Geist zu erreichen, die Zweck und Ziel
eines jeden Menschen Erdenleben ist .... Es galt, den Menschen den Beweis zu liefern,
daß es möglich war, diese Vergeistigung auf Erden zu erreichen .... Und so waren die
Kämpfe und das Ringen des Menschen Jesus von gleicher Art .... was eben eine
gleichgeartete Seele bedingte .... die aber dennoch aus dem Reiche des Lichtes
herabgestiegen war, um Gott Selbst als Aufenthalt dienen zu können, Der Sich
nimmermehr in einer sündigen Seele hätte manifestieren können .... Denn die Seele
Jesu war sündenlos, was aber nicht bedeutet, daß sie gänzlich bar gewesen wäre der
Triebe und Leidenschaften, denn so stark auch diese Seine Schwächen und
Leidenschaften waren, so stark auch die Versuchungen waren, die an Ihn herantraten, Er
hat ihnen Widerstand geleistet und leisten können darum, weil auch Seine Liebe stark
war und diese Ihm Kraft gab zum Widerstand. Die Seele des Menschen Jesus ließ das
Licht zurück und betrat die Finsternis .... Und es hängten sich an diese Seele zahllose
irdisch-gebundene Wesen, sie also bedrängend in gleicher Weise, wie jede menschliche
Seele von finsteren Kräften bedrängt wird .... Und da Jesus den Weg als Mensch gehen
mußte, konnte die Seele auch diese Wesen nicht abdrängen, sondern sie mußte sie in
hartem Kampf zu überwinden suchen, sie mußte selbst den Willen aufbringen, ihnen
nicht nachzugeben, wenn sie versucht wurde. Und sie konnte diesen Willen aufbringen
kraft der Liebe, die sie nicht dahingegeben hatte, die ihr Anteil war und blieb, weil es
göttliche Kraft war, mit deren Hilfe der Mensch Jesus Seine Mission erfüllen sollte und
konnte .... die aber auch jeden Menschen zum Überwinder machen könnte, wenn er nur
die Liebe in sich entzünden und nähren würde .... Immer wieder muß betont werden, daß
das Erlösungswerk von einem Menschen vollbracht werden mußte, daß also Jesus
erstmalig nur als Mensch betrachtet werden muß, Dem es gelungen ist, Sich auf Erden
zu vergöttlichen .... und daß darum dieser Mensch Sich völlig dem Naturgesetz
unterordnete, daß Er dem Leibe nach geschaffen war wie jeder andere Mensch und daß
auch Seine Seele sich nicht wehren durfte, als von ihr unlautere Geister Besitz
nahmen .... Aber niemals ließ Er diese Geister Oberhand gewinnen, weil Sein Wille dies
verhinderte und weil Er durch die Liebe auch die dafür nötige Kraft aufbrachte. Aber Er
mußte ringen wie jeder andere Mensch, denn Er sollte und wollte ihnen Vorbild sein, Er
wollte ihnen den Weg zeigen, den auch sie gehen konnten, um sich auf Erden noch zu
vergeistigen. Denn es konnte von den Menschen nur das verlangt werden, was auch
menschenmöglich war .... Und hätte Jesus über eine Kraft verfügt, die den Menschen
gänzlich unmöglich zu erwerben war, dann hätte Er nimmermehr sagen können: „Folget
Mir nach ....“ Doch es schließt dies niemals aus, daß Seine Seele von oben kam, daß es
eine Seele des Lichtes gewesen ist, in der Gott Selbst Aufenthalt nahm und nehmen
konnte, weil sie sündenlos und rein war, weil ihr die Liebe Kraft gab, allen
Versuchungen zu widerstehen .... Amen
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20
Was war der Körper Jesu? .... B.D. Nr. 8586
13.u.14.8.1963
Nichts ist Mir als eurem Gott und Schöpfer unmöglich .... was Ich will, das geschieht,
und was Ich erschaffen will, steht als ausgeführter Gedanke schon vor Mir .... Mir sind
keine Grenzen gesetzt, weder in Ideen noch in ausgeführten Werken, seien sie geistiger
oder irdischer Substanz. Denn im Grund des Grundes ist alles Geistiges, ganz gleich, ob
irdische oder geistige Schöpfungen vor euren Augen stehen. Wie aber diese geistige
Substanz in sich beschaffen ist, das kann allein Ich Selbst beurteilen .... Ich allein weiß
es, ob es einst von Mir abgefallenes Geistiges ist, das sich verhärtet hat zur festen
Materie, oder ob geistige Kraft von Mir direkt ausgestrahlt ist und Form angenommen
hat nach Meinem Willen. Denn jegliche Kraft kann Ich wandeln oder formen zu
Schöpfungswerken aller Art. Ich kann auch der von Mir direkt ausgestrahlten Kraft die
Eigenheiten geben, die dem einst sündig gewordenen Geistigen anhaften, wenn es sie als
letzte Form, als menschlicher Körper, eine Seele in sich birgt zwecks ihrer
Vollendung .... Es kann ein von Mir gezeugter Körper, der nicht-sündig-gewordenes
Geistiges ist, durch Meinen Willen sich in einem Schwächezustand befinden oder
Merkmale an sich haben, die jedem anderen Körper anhaften, wenn dies einem
bestimmten Zweck dienet .... Alles liegt in Meinem Willen und in Meiner Macht .... Es
wird aber immer alles Reine, Göttliche durch die Bindung mit der Welt, mit der
Materie .... die unreines Geistiges ist .... beeinflußt werden und in Bedrängungen
geraten, und da es sich bei dem Erlösungswerk Jesu um eine überaus wichtige Mission
handelte, waren die unlauteren Gegenkräfte ganz besonders am Werk, auf das reine
Göttliche, die Außenform Jesu, einzuwirken, denn diese göttlich-geistige
Kraftausstrahlung, als die Sein Körper anzusehen war, wurde nicht wirksam in der
Weise, daß sie alles Gegnerische zerstörte oder sein Wirken hinderte .... sondern es ließ
sich genügen, in gleicher Weise wie jede andere körperliche Außenform Widerstand zu
leisten, das sie bedrängende Geistige zu sänftigen und also den gleichen Kampf zu
führen gegen alle Anfechtungen, denn der Mensch Jesus wollte den Mitmenschen das
Leben vorleben, das sie alle führen sollten, um von den Kräften der Finsternis
freizukommen. Doch daß der Leib Jesu irdische Materie war, ist nicht zu leugnen, aber
diese irdische Materie war das Werk Meiner Liebe, Weisheit und Macht, sie es war kein
gefallener Geist, dem diese Substanz entnommen war, sondern von Mir ausgegangene
Kraft, die sich verdichtet hatte durch Meinen Willen zu einer Form .... die aber
keineswegs weniger harte Anforderungen stellte an den Menschen Jesus, denn sowie
Kraft aus Mir zur Erde kommt .... wo also vollkommenes Geistiges in das Reich Meines
Gegners gelangt, wird dieses Vollkommene bedrängt von ungeistigen Substanzen, und
alle diese Substanzen sollten erlöst werden, die sich an die Seele Jesu anklammerten
und auch den Leib gleichsam in Besitz nahmen, der nun ankämpfen mußte, um nicht zu
erliegen, aber auch nicht übermenschlich seine Kraft gebrauchen durfte, weil er den
Menschen als Vorbild dienen sollte und darum keine Vergünstigung durch
ungewöhnliche Kraft dem Menschen Jesus gewährt war .... (14.8.1963) Er mußte als
Mensch beschaffen sein wie alle anderen Menschen, und auch (der Umstand), daß Sein
Leib ein Produkt (Erzeugnis) Meiner Kraft war, trug Ihm keine Vergünstigung ein in
Seinem Streben nach Vergöttlichung .... Er war für Seine Seele nur eine Fessel, die sie
endlos quälte, weil die Seele aus der Freiheit und dem hellsten Licht kam und in der
Finsternis Aufenthalt nehmen mußte .... Und diese Finsternis überfiel auch den Körper
und bereitete ihm Qualen, welche die Seele empfand und doch nicht dem Körper
ersparen konnte (erspart bleiben konnten). Denn Jesus erkannte als Folge Seiner Liebe
alle Zusammenhänge und ergab Sich in Sein Schicksal, das Er genau voraussah und
schon dadurch unbeschreibliche Qualen erdulden mußte. Die restlose Vergöttlichung
jedoch konnten nur ungewöhnliche Leiden und ein Übermaß von Liebe zuwege
bringen .... Und dazu trug schon allein der Aufenthalt eines reinen, sündenlosen Körpers
und einer Seele aus dem Reiche des Lichtes im Bereiche des Fürsten der Finsternis bei,
weil sie sich ständig zur Wehr setzen mußten gegen ihn und seine Kräfte, die alles
versuchten, um auch den Körper zur Sünde zu verleiten, um auch den Menschen Jesus
in Schuld zu stürzen, was ihm jedoch nicht gelang. Der Kampf aber war schwer, und
doch hat ihn der Mensch Jesus bestanden und auch allen Menschen den Beweis
gegeben, daß sie durch die Liebe auch die Kraft erwerben, Widerstand zu leisten allen
Anfechtungen von seiten des Gegners, und zudem hat Er durch Seinen Kreuzestod auch
allen Menschen die Gnade eines verstärkten Willens erworben, so daß es auch allen
Menschen möglich ist, frei zu werden aus der Fessel ihres Kerkermeisters, daß sie nicht
dem Gegner ausgeliefert sind, sondern in Jesus Christus eine Hilfe haben, Dem sie sich
anvertrauen können und Der sie doch versteht als Mensch und sie wahrlich der Gewalt
des Gegners entreißen wird, wenn sie Ihn darum angehen. Denn Er weiß es, wie er euren
Körper bedrängt, um eure Seele am Ausreifen zu verhindern .... Er weiß es, daß der
Kampf im Erdenleben schwer ist, weil der Körper noch des Gegners Anteil ist und
dieser ihn nicht freigeben will, aber Jesus hat das Opfer am Kreuz dargebracht für euch,
auf daß ihr frei werden könnet, Er hat euch erlöset durch Sein Blut, auf daß ihr frei
werdet von allen Sünden .... Amen
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22
Jesusknabe Gott und Mensch .... B.D. Nr. 4175
25.11.1947
Fordert Aufklärung, und sie wird euch werden .... Auf wen sich der Geist Gottes
herabsenkt, der vermag auch wahrheitsgemäß Antwort zu geben auf Fragen, die ihm
gestellt werden in geistiger Hinsicht. Es ist das Mysterium der Menschwerdung Gottes
ein so schweres Problem für die Erdenmenschen, daß sie niemals restlos belehrt werden
können, es sei denn, sie nehmen vom Geist Gottes selbst die Erklärung in Empfang, so
daß sie von dem Empfänger geistiger Botschaften wohl verstanden werden, aber nicht
den Mitmenschen verständlich zugeleitet werden kann .... Der Mensch Jesus wurde
zwar geboren auf wunderbare Weise, und Seine Geburt war begleitet von überirdischen
Erscheinungen jeglicher Art. Dennoch war und blieb der Körper vorerst irdisch
materiell; die Seele entstammte dem Lichtreich und war somit ohne Sünde zur Welt
gekommen, und folglich konnte Gott Sich Selbst durch diese Seele offenbaren, Er
konnte wirken, weil nichts vorhanden war, was Seinem Wirken sich als Hindernis
entgegengestellt hätte. Also war Gott und Mensch zugleich in dem Jesuskind .... alles
dem menschlichen Auge Schaubare war Mensch, Der aber dem Kinde das Leben gab,
Der die Menschen anzog und sie zur Anbetung veranlaßte durch Seine Nähe, war Gott.
Die ewige Gottheit Selbst offenbarte Sich und wurde auch erkannt von denen, die guten
Willens waren, deren Herzen liebefähig und liebewillig waren und die darum dem Geist
Gottes sich öffneten zum Wirken in ihnen. Zur Zeit der Geburt Jesu kamen nur
Menschen in Seine Nähe, die vom Geist Gottes hingeführt wurden, die also Gott Selbst
würdigte, das Kind zu schauen, denen Er Sich durch das Kind näherte und in denen Er
auch das Bewußtsein erweckte, in der Nähe Gottes zu sein. Einem anderen als solchem
Menschen aber wäre das Kind nur rein menschlich erschienen, nicht anders wie andere
Kinder, wie es auch war Seinem irdischen Körper nach. Und so auch sahen Ihn in Seiner
Jugend und in späteren Jahren die Menschen, denn Er trat nicht offensichtlich mit
Seiner Göttlichkeit, mit Seinem vom Geist Gottes erfüllten Wesen hervor, wenngleich
Er Sich stets mehr und mehr mit Gott vereinigte durch Sein vorbildliches Liebeleben,
das auch Seinen Körper vergeistigte und zu einem Aufnahmegefäß des göttlichen
Geistes machte. Doch es war der Mensch Jesus, Der Sich Selbst durch Liebetätigkeit
gestalten mußte zu einer würdigen Hülle des Gottesgeistes, auf daß dieser in aller Fülle
in Ihm sich bergen und durch Ihn wirken konnte unbegrenzt. Was aus Ihm sprach,
Wunder verrichtete und selbst dem Tode gebot, war Gott Selbst, was den Menschen
schaubar war, war Mensch .... Der Glaube an die göttliche Sendung des Menschen Jesus
ließ auch die Menschen Gott in Ihm erkennen, sowohl als Kind als auch in Seinen
Lehrjahren, wo gleichfalls wieder die Ihn erkannten, die selbst gleichen Geistes waren,
die also ein Leben führten dem göttlichen Willen gemäß und daher sich auch Seinem
göttlichen Wesen erschlossen. Für sie war es ohne Zweifel, daß Gott Selbst in Ihm Sich
barg und durch Ihn wirkte. Doch die menschliche Außenform ließ auch in jenen
mitunter Zweifel aufkommen, weil auch sie das Mysterium der Menschwerdung Gottes
und des völligen Zusammenschlusses von Gott und Mensch nicht fassen konnten, wie es
auch nie restlos geklärt werden kann den Menschen, die nicht geistig geweckt sind.
Diese würden es wohl mit ihrer Seele erfassen können, jedoch niemals kann es rein
verstandesmäßig so dargestellt werden, wie es zum vollen Verständnis nötig wäre. Doch
nie und nimmer kann und darf dem Jesuskind die Gottheit abgestritten werden, denn
Dieses war würdig der höchsten Gnade, daß Gott Selbst Sich in Ihm barg, daß Er Sich
offenbarte denen, die Ihn liebten und nach Seinem Willen lebten. Amen
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23
Das Leben Jesu vor Seinen Lehrjahren .... B.D. Nr. 8486
3.5.1963
Ich werde euch immer in aller Wahrheit belehren, sowie ihr diese nur begehret ....
Und Ich werde euch auch Antwort geben auf Fragen, die euch bewegen, weil ihr die
Antwort auch nur um der Wahrheit willen begehret .... d.h. ihr Klarheit besitzen
möchtet, wo sich verschiedene Ansichten behaupten wollen .... Wenn Ich euch den
Auftrag gebe, Wahrheit zu verbreiten, sollet ihr auch stets Aufklärung erhalten, was es
auch sei: Der Erdenweg des Menschen Jesus kann nicht mehr nachgewiesen werden, es
kann nur auf geistigem Wege euch Menschen Bericht gegeben werden, wie und wo
Jesus die Jahre verbrachte, die Seiner eigentlichen Lehrtätigkeit vorangingen .... Doch
das eine ist gewiß, daß Er das einfachste Leben geführt hat inmitten Seiner Familie und
daß Er stets in äußerster Zurückhaltung verblieb auch im Kreise der Menschen, die in
Seinem Elternhaus verkehrten. Er hielt Sich fern von allen Lustbarkeiten, wie auch
größeren Zusammenkünften, Er blieb stets für Sich und reifte innerlich aus durch Seine
ungewöhnliche hilfsbereite Einstellung Seinen in Not befindlichen Mitmenschen
gegenüber .... Denn Sein Herz war voller Liebe, und diese Liebe bewirkte, daß Er
zunahm an Weisheit, daß Sich Ihm ein Wissen erschloß, daß Er alles hell erkannte ....
wenngleich anfangs diese innere Helligkeit blitzartig in Ihm aufleuchtete, um dann
wieder zeitweise zurückzutreten, und Er wieder wie jeder andere Mensch sprach und
dachte, doch Er war allen Seinen Altersgenossen weit voraus an Wissen. Doch Er
weigerte Sich, von Menschen Belehrungen anzunehmen .... Das eine dürfet ihr
Menschen glauben, daß die Liebe der beste Lehrmeister ist und daß .... wer die Liebe in
sich zur rechten Entfaltung bringt .... von innen heraus zu Kenntnissen gelangt, die ihm
von seiten eines Mitmenschen niemals so lückenlos geboten werden können .... Ihr
müsset nun wissen, daß die Seele Jesu aus dem Lichtreich kam, daß sie wohl das Licht
hingab für die Zeit ihres Erdenwandels, niemals aber die Liebe, die sie erfüllte, weil sie
als reinstes Lichtwesen durchstrahlt wurde von Meiner ewigen Vaterliebe .... Als
Mensch konnte das Liebelicht nicht in aller Fülle wirken, weil die Mitmenschen es nicht
hätten ertragen können, doch in dem Menschen Jesus strahlte es fort, und es erschloß
Ihm alles Wissen, weshalb Er auch sehr bald die große Not der Menschheit und Seine
Mission erkannte und bewußt Sich für diese vorbereitete .... Ihr wisset nun aber auch,
daß Er als Knabe schon im Tempel lehrte .... daß Er den Schriftgelehrten Antworten
gab, die diese stutzen ließen .... Also beweiset euch dies, daß Er schon als Knabe über
ein Wissen verfügte, das Ihm nicht von Menschen gelehrt wurde, sondern die helle
Flamme in Ihm zur Begründung hatte .... Seine Liebe wurde immer stärker, und also
nahm er auch zu an Weisheit .... und wurde schon in Seiner Jugend angefeindet von den
Lehrern und Schriftgelehrten, weil Er Sich nicht von Ihnen belehren ließ, sondern Sich
fernhielt von jeder Schule .... Über die Zeit zwischen Seiner Belehrung im Tempel und
dem Beginn Seiner eigentlichen Lehrtätigkeit sind der Nachwelt keine Aufzeichnungen
verblieben, und daher werden die verschiedensten Vermutungen und Angaben vertreten,
wie sie sich der Menschen Verstand zurechtlegte .... Und es bestehen deshalb keine
Aufzeichnungen, weil sich das Leben Jesu in aller Stille im Elternhaus vollzog, weil
Ihm in dieser Zeit jede göttliche Fähigkeit verlorengegangen schien, Er aus dem
Blickfeld der Öffentlichkeit trat und ein ganz zurückgezogenes Leben führte und als
Sohn eines Zimmermannes auch Seinen Beruf als solcher ausführte .... Es trat nichts
Ungewöhnliches an Ihn heran, denn es waren dies die Jahre, wo Jesus als „Mensch“
ausreifen mußte, weil Er den Menschen den Erdengang vorleben wollte, der zum
Ausreifen, zur Vollendung führt .... In dieser Zeit war alles still um Ihn, Er besaß keine
ungewöhnliche Fähigkeit, Er machte eher den Eindruck eines geistig zurückgebliebenen
Menschen, weil Er Sich von allen Menschen zurückzog und immer nur
kurz in Seinen Antworten war und auch das übliche weltliche Wissen Ihm fremd
schien .... Und Er vermied vor allem den Umgang mit denen, die dem Tempel
angehörten und deren Aufgabe es sein sollte, die Menschen geistig zu führen .... Und so
war auch bald kein Mensch in Seiner Umgebung .... auch Seine nahen Verwandten
nicht .... die noch von einer göttlichen Sendung des einst so ungewöhnlichen Kindes
überzeugt waren .... Es ist diese Zeit des Erdenwandels für Jesus ganz besonders leidvoll
gewesen, denn was nach außen nicht mehr erkenntlich war, das lag doch tief im Inneren
verborgen, nur mußte Jesus Selbst damit fertig werden, Er mußte als Mensch Sich mit
allem auseinandersetzen, Er mußte als Mensch alle inneren Triebe und Leidenschaften,
die den Körper ebenso bedrängten wie bei allen anderen Menschen bekämpfen .... Er
mußte leiden und kämpfen und durch Dienen in Liebe ausreifen .... Denn Er erkannte
kraft Seiner Liebe, die Weisheit ausstrahlt, bald alle Zusammenhänge, und Er wußte,
daß Er Selbst erst einen Reifegrad erlangen mußte, der Ihn dann zum Ausführen Seiner
Mission befähigte .... Und diesen Entwicklungsgang legte Er in aller Stille und
Zurückgezogenheit zurück als einfacher Zimmermannssohn .... Der Seine Heimat nicht
verließ, Der nur zwecks inneren Ausreifens oft die Einsamkeit aufsuchte, indem Er Sich
zurückzog in abgelegene Gebiete, indem Er Berge bestieg und Sich oft tagelang in der
Einsamkeit aufhielt, nur mit Seinem Gott und Vater verbunden und ausharrend im
Gebet um Kraft und Stärkung für das, was vor Ihm lag und was Ihm oft bis in alle
Einzelheiten vor Augen stand und Ihn in furchtbare Angstzustände versetzte, in denen
Er dann bei Mir Hilfe suchte .... Und Ich war mit Meinem Sohn, Ich stärkte Ihn, und Ich
schenkte Ihm immer hellere Erkenntnis, so daß Er stets von neuem Sich erbot, das Werk
zu Ende zu führen, das der Menschheit Erlösung bringen sollte von Sünden und Tod ....
Völlig irrig aber ist die Ansicht, daß der Mensch Jesus Sich ein tieferes Wissen
angeeignet habe durch Umgang mit Weisen und Lehrern in fremden Ländern .... Wer
wohl hätte Jesus besser belehren können als Ich Selbst .... Ich Selbst aber war in dem
Menschen Jesus als Auswirkung Seiner übergroßen Liebe .... Es ist ein völlig absurder
Gedanke, daß Jesus Belehrungen von seiten eines Mitmenschen benötigt hätte .... um
dann Seine Lehrtätigkeit auf Erden in Seinem Heimatgebiet ausführen zu können ....
Wenn ihr Menschen nun den Beweis habet, daß Ich Selbst die Wahrheit zur Erde leite,
wenn nur bestimmte Voraussetzungen vorhanden sind .... um wieviel eher also war
Jesus fähig, von Mir direkt belehrt zu werden, Der doch euch Menschen alle übertraf an
Liebe und völliger Hingabe an Mich .... Nur wer von der Auswirkung eines Liebelebens
noch keine Ahnung hat, der kann solche Behauptungen aufstellen, daß Jesus in anderen
Ländern Sich die Kenntnisse erworben habe, um lehrend aufzutreten, daß Er andere
Menschen aufsuchen mußte, um deren Lehren zu studieren .... Was Ich an einem
einfachen Erdenkind offensichtlich geschehen lasse: daß Ich ihm die reine Wahrheit von
oben zuführe durch den Geist, das müsset ihr Menschen wahrlich auch dem Menschen
Jesus zuerkennen, Der zur Erde niederstieg, um Mich Selbst durch Sich zu euch
sprechen zu lassen, Der also wahrlich keine Lehrer benötigte, sondern die tiefste
Weisheit von Mir direkt entgegennahm und durch diese Belehrungen als Mensch
tauglich wurde, zu lehren und den Mitmenschen reine Wahrheit zu vermitteln .... Und
ihr könnet nun auch diese Meine Worte als reinste Wahrheit in Empfang nehmen, will
Ich doch, daß ihr nicht irret und daß euch Aufschluß gegeben werde, wo ihr selbst noch
unwissend seid. Es geht vor allem darum, daß ihr Menschen ein klares Bild gewinnet,
wer Jesus ureigentlich war und warum Er in den kleinsten und ärmlichsten
Verhältnissen zur Welt kam und darin aufgewachsen ist .... Denn obwohl Er Mensch
war wie jeder andere Mensch, so hat Er doch den Menschen bewiesen, daß ein jeder in
sich die höchsten geistigen Fähigkeiten entwickeln kann und daß Er Selbst aus Sich
heraus ein Wissen besaß, das Er nun den Menschen vermittelte .... daß aber Er Selbst
niemals nötig hatte, Sich von anderen belehren zu lassen oder Kenntnis zu nehmen von
Lehren, da Ihm doch alles bekannt war, ansonsten Er nicht die höchste Vollendung
erreicht hätte auf Erden, die zur gänzlichen Vereinigung führte mit Mir, daß Er eins
wurde mit Mir .... in Dem Ich Selbst Mensch geworden bin, um euch zu erlösen ....
Amen
««««

26
„Wer Mich sieht, der sieht den Vater ....“ B.D. Nr. 3621
6.12.1945
Wer Mich sieht, der sieht den Vater, denn der Vater und Ich sind eins .... Ich brachte
den Menschen das Wort, doch sie erkannten es nicht als Gottes Wort, als Äußerung
Seiner unendlichen Liebe zu Seinen Geschöpfen; sie sahen es an als Menschenwort, von
Mir geboten aus Mir Selbst, weil es in ihnen dunkel war und sie um das Wirken Gottes
im Menschen nichts wußten .... und also sie die Stimme Gottes nicht mehr selbst
vernehmen konnten, die ihnen Beweis gewesen wäre für die Gegenwart Gottes, für
Seine Wesenheit und Seine enge Verbindung mit den Menschen. Ich aber wollte ihnen
dieses Wissen wiederbringen, Ich wollte sie einführen in die Kraft der Liebe und des
Glaubens, auf daß sie spürbar dieser Gegenwart Gottes innewerden sollten, so sie Meine
Lehre beherzigten .... Ich kam als Mittler zu ihnen, von Gott gesandt, um in Seinem
Auftrag Sein Wort zu verkünden den Menschen, die guten Willens waren. Der
Vatergeist von Ewigkeit nahm in Mir Aufenthalt, um offensichtlich zu wirken durch
Mich .... Was Ich redete und was Ich tat, war Sein Werk, Sein Wille, Seine Kraft und
Seine Liebe .... Ich war nur die Form, durch Die Gott Sich äußerte, weil anders Seine
Gegenwart für die im tiefen Geistesdunkel stehenden Menschen unerträglich gewesen
wäre .... Und was den Vatergeist verhüllte, war gleichfalls Sein, denn alles in Mir strebte
dem Vatergeist entgegen, wenngleich es eine sterbliche Hülle war wie jeder andere
Mensch .... Doch Sie wurde unsterblich durch den Geist, der in Ihr war .... Ich war der
Mensch Jesus, doch nur der äußeren Form nach, denn alles in und an Mir war vergeistigt
durch die Liebe, es war vereint mit der ewigen Liebe, mit Der Ich untrennbar verbunden
war seit Ewigkeit. Gott als Geist ist den Menschen nicht schaubar, doch in Meiner
Person brachte Er Sich ihnen zur Anschauung, Er nahm Mein körperliches Kleid an und
zeigte Sich in diesem den Menschen, Sich erkennen gebend als Weisheit, Liebe und
Allmacht. Und Mein Wirken auf Erden bewies denen, die an Mich glaubten, die
Göttlichkeit durch Wunder, die nur Gott möglich waren und die Mein Wille ausführen
konnte, weil Gott in Mir war und also Sein Wille Mich durchströmte, Seine Weisheit
und Seine Kraft .... Und so gab es keine Trennung mehr zwischen Gott und Meiner
sterblichen Hülle, Sie war eins geworden mit Ihm, Er füllte Sie gänzlich aus, Er
wandelte Selbst auf der Erde in Meiner Außenform, Die wieder nur ein Werk Seiner
Liebe war, um den Menschen Sich nahezubringen .... Und Ich brachte ihnen Sein
Wort .... Er redete Selbst durch Mich, Er, das ewige Wort Selbst, hatte Fleisch
angenommen, um Sich den Menschen zu Gehör zu bringen. Denn sie wußten nicht mehr
um das Mysterium der ewigen Liebe, des Vatergeistes von Ewigkeit, Dessen Wort die
Verbindung herstellt mit den Menschen .... Sie wußten nicht mehr um die Kraft Seines
Wortes, die alles zu Sich zieht, so sie wirksam werden kann am Menschen .... sie
wußten nicht, daß ein jeder Mensch fähig war, das göttliche Wort Selbst in sich zu
vernehmen, so er sich gestaltet nach Gottes Willen zur Liebe, um die göttliche Liebe
Selbst in sich aufnehmen zu können .... Und darum kam Gott Selbst zur Erde, und Er
brachte ihnen wieder jenes Wissen, das die Menschen erlösen sollte aus ihrer
Dunkelheit .... Und die Menschen erkannten Ihn nicht, sie verfolgten Mich als Mensch,
Der Ich das Göttliche in Mir barg .... Und Ich mußte es geschehen lassen, um ihren
Willen nicht unfrei zu machen. Ich brachte ihnen das Wort, aber sie nahmen es nicht an,
und sie erkannten in Mir nicht Den, Der Mich voll und ganz erfüllte .... sie sahen Mich,
aber nicht Gott in Mir, Der Sich vor ihren Augen nicht verbarg, sondern Zeichen und
Wunder tat, um die Blinden sehend zu machen .... Die aber glaubten, denen offenbarte
Er Sich in Seiner Liebe, Weisheit und Allmacht .... Und sie sahen Ihn emporschweben
zum Himmel in aller Glorie, sie sahen Seine Hülle, die sich vergeistigte vor ihren Augen
und in strahlendem Licht zur Höhe stieg, in das Reich, das ihre Heimat war von
Ewigkeit .... Amen
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28
Der Kampf Jesu gegen die Versuchungen .... B.D. Nr. 7056
5.3.1958
Auch Mein irdisches Leben war den gleichen Versuchungen und Kämpfen
ausgesetzt, die ihr zu überwinden habt .... auch Ich mußte ringen, um alle Substanzen
des irdischen Körpers in die rechte Ordnung zu bringen. Auch Ich kannte die Begierden
und mußte gegen sie ankämpfen, denn Ich war mit den gleichen Schwächen behaftet,
die euch zu schaffen machen, und nur die Willenskraft in Mir wurde ihrer Herr. Und Ich
tat daher Meinem Körper Gewalt an, Ich ließ ihn nicht über Meine Seele Macht
gewinnen, sondern Ich überwand ihn und konnte dies kraft der Liebe, die in Mir
aufglühte, als Ich mitten unter der geknechteten Menschheit wandelte .... Ich sah die Not
um Mich, die sowohl irdisch als auch geistig die Menschen bedrückte. Und in Mir
entflammte das heiße Verlangen, ihnen zu helfen .... Darum achtete Ich nicht des
körperlichen Verlangens in Mir, Ich kam ihm nicht nach, denn Ich wußte, daß Ich nur
geschwächt worden wäre in Meinem Hilfswillen, hätte Ich Meiner leiblichen Begierden
geachtet und sie erfüllt. Doch es war ein schwerer Kampf, denn von allen Seiten
drängten die Versuchungen auf Mich ein, und das Menschliche in Mir suchte
Erfüllung .... Aber Meine Seele wandte sich zu Gott, sie suchte stets mehr die
Verbindung mit dem Vater, je heftiger die Anfechtungen wurden, und sie empfing daher
auch stets mehr Kraft, weil diese Bindung niemals ohne Wirkung blieb. Ich hatte
wahrlich kein leichtes Leben auf Erden zurückzulegen, bis die völlige Vereinigung mit
dem Vatergeist stattgefunden hatte .... Denn Ich war ein Mensch gleichwie ihr, und Ich
mußte zuvor das gleiche tun, was auch eure Aufgabe ist: die Liebe zur höchsten
Entfaltung zu bringen, um dadurch Gott .... die Ewige Liebe .... in ganzer Fülle in Mich
aufnehmen zu können, also den endgültigen Zusammenschluß mit Ihm zu finden, der
auch euer Ziel auf Erden ist. Und wenngleich Meine Seele aus dem Lichtreich war, so
wurde sie doch von ihrer fleischlichen Hülle überaus bedrängt, die Materie war wie euer
Körper und die daher aus geistig-unreifen Substanzen bestand, über die der Gegner noch
Gewalt hatte, die er ständig antrieb zu Begierden und Leidenschaften aller Art. Daß Ich
diesen nicht erlag als Mensch, brachte nur die Liebe in Mir zuwege, die den Willen in
Mir stärkte zum Widerstand. Und der Aufenthalt in der finsteren, sündhaften Umgebung
gab auch den Ungeistern von außen Gelegenheit, den Körper zu bedrängen und ihm
verlockende Bilder vorzugaukeln, welche die Sinne benebeln und Mich schwächen
sollten im Widerstand. Aber Ich durfte nicht diese Ungeister abdrängen .... Ich mußte sie
zu sänftigen suchen, Ich mußte auch ihnen gegenüber die Liebe hervortreten lassen, weil
Ich erkannte, daß auch sie erbarmungswürdige Wesenheiten waren, die der Gegner in
seiner Gewalt hatte und die einmal erlöst werden sollten von ihm. Und darum durfte Ich
nicht mit Gewalt gegen diese Ungeister vorgehen, sondern Ich mußte Mich in Geduld
und Sanftmut üben, Ich mußte ihnen widerstehen und durch Meinen Liebewillen sie
sänftigen, bis sie von Mir abließen .... Ich war ein Mensch und habe kämpfen und leiden
müssen wie ein Mensch, weil alles dieses zu dem Erlösungswerk gehörte, das Ich für
Meine gefallenen Brüder vollbringen wollte .... Denn Ich wollte gleichzeitig auch den
Menschen zeigen, durch welche Weise sie Herr ihrer Schwächen und Begierden werden
können, Ich wollte ihnen das Leben vorleben, das auch ihnen zur Freiwerdung und zum
Zusammenschluß mit dem Vater von Ewigkeit verhelfen soll .... Ich wollte ihnen
beweisen, daß es möglich ist, allen Versuchungen zu widerstehen mit der Kraft der
Liebe, daß also die Liebe erste und letzte Bedingung ist, um das Erdenleben mit dem
Erfolg zurückzulegen, vollkommen zu werden und sich mit Gott zu vereinen .... Die
Liebe in Mir gab Mir als Mensch die Erkenntnis von der Ursache des unglückseligen
Zustandes, wie auch ihr Menschen durch die Liebe erst zur rechten Erkenntnis gelangen
könnet. Und die Liebe in Mir gab Mir auch den starken Willen, das Werk der Erlösung
auszuführen, zwecks dessen sich Meine Seele auf Erden verkörpert hatte .... Ich wußte
es als Mensch, daß Ich nur mit der Liebekraft aus Gott dieses Werk würde vollbringen
können, und darum forderte Ich die „Liebe“ an, Ich flehte Sie an, Sich Mir zu schenken,
und Ich richtete Mich Selbst also auch dazu her, die Liebekraft Gottes in Mich
aufzunehmen .... Ich suchte allen Begierden zu wehren, allen unreinen Gedanken, die
der Gegner in Mir erwecken wollte, wehrte Ich den Einlaß, Ich setzte immer wieder
Meine Liebe ihm entgegen, der er weichen mußte, und so erfüllte bald nur die Liebe
Mein Herz, Ich verband Mich immer inniger mit der Ewigen Liebe, Die Sich Mir
verschenkte und Mich nun auch kraftvoll werden ließ, so daß Ich starken Willens dem
Endziel Meines Erdendaseins entgegenging. Dennoch ließ der Gegner nicht ab, immer
wieder Meinen Körper ungewöhnlich zu bedrängen, indem er Mich stets mehr
versuchte, je ersichtlicher ihm Mein Vorhaben wurde .... Und Ich mußte kämpfen gegen
ihn bis zu Meinem Ende .... immer wieder trat das Menschliche in Mir hervor, so daß
Ich in Meiner Schwäche zum Vater betete: „Wenn es möglich ist, so lasse diesen Kelch
an Mir vorübergehen ....“ Aber die Bindung mit dem Vater war stärker, und Ich ergab
Mich völlig in Seinen Willen .... Ich ersah das grenzenlose Elend der Menschheit, und
die immer gewaltiger-werdende Liebe war zum Rettungswerk für diese Menschheit
bereit .... Es litt und starb ein Mensch den Tod am Kreuz, doch dieser Mensch war nur
die Hülle Meiner Selbst, Ich konnte in Ihm Wohnung nehmen, und es war die Liebe,
Die das Erlösungswerk vollbrachte, es war die Liebe, Welche die Sündenschuld der
Menschheit tilgte, und diese Liebe war Ich Selbst .... Amen
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30
Die geistige Mission Jesu .... B.D. Nr. 6985
5.12.1957
Wenn ihr die hohe geistige Mission des Menschen Jesus erkannt habt, dann wird es
euch auch verständlich sein, warum unausgesetzt des göttlichen Erlösers Erwähnung
getan werden muß, denn erst, wenn der Mensch frei ist von seiner Urschuld, ist ihm ein
Aufstieg in lichte Höhen möglich. Die Menschen wissen nicht um diese Urschuld, und
darum wissen sie auch nicht, was das Erlösungswerk bedeutet .... Sie können keinen
Zusammenhang finden zwischen dem Kreuzestod des Menschen Jesus, an Den sie
vielleicht noch glauben, und der Seligwerdung der Menschen .... Und darum lehnen so
viele Ihn ab, weil ihnen dieses Erlösungswerk nur verkündet, aber nicht
wahrheitsgemäß begründet wurde. Und wiederum kann eine solche Begründung nur
denen gegeben werden, die ernstlich Aufklärung wünschen, und es werden das immer
nur wenige sein. Denn auch die deutlichsten Erklärungen wären den Menschen
unbegreiflich, die keinen Blick tun in das geistige Reich, die nur die irdische Welt
anerkennen und alles, was ihnen sichtbar und beweisbar ist. Die Mission des Menschen
Jesus war aber keine nur irdische Angelegenheit, wenngleich sie den Menschensichtbar
vor sich ging .... Sie hatte eine tiefe geistige Begründung, und solange die
Menschen nicht um diese wissen, stehen sie auch noch nicht dem göttlichen Erlöser
Jesus Christus als schuldbeladene Brüder gegenüber, die Ihm ihre Schuld aufbürden, die
Ihn bitten um Tilgung. Und doch muß diese Bitte vorangehen, wollen sie Erlösung
finden, und sie müssen darum wissen um ihre Sündenschuld, um das große Vergehen
gegen Gott, das sie sündig werden ließ und das nicht anders als durch jenes große
Sühneopfer des Menschen Jesus getilgt werden konnte. Solange sich also die Menschen
nicht sündig fühlen, gehen sie nicht den Weg zu Ihm, zum Kreuz mit ihrer Schuld. Und
so lange erkennen sie auch den göttlichen Erlöser Jesus Christus nicht an. Erst das
Wissen um ihren Uranfang, um ihre einstige Beschaffenheit und um ihren Widerstand
gegen Gott schenkt ihnen auch das Verständnis für die Erlösungstat Jesu, Der als
Mensch so gelebt hat, daß Er Gott Selbst in Sich aufnehmen konnte und nun das
Erlösungswerk vollbracht wurde von der Ewigen Liebe, Die Ihre Geschöpfe aus den
Fesseln Ihres Gegners befreien wollte. Eine solche Darstellung der Mission Jesu wird
den Menschen glaubwürdiger sein, als wenn nur von den Sünden gesprochen wird, die
im Erdenleben von ihnen begangen werden und die den Menschen oft zu gering
erscheinen, als daß eine solche Erlösungstat nötig gewesen wäre, um diese Sünden zu
tilgen. Zwar ist jede Sünde ein Vergehen gegen die Liebe, also ein Vergehen gegen
Gott .... doch die Ursünde des einstigen Abfalles von Gott war so groß, daß das Wesen
selbst sie nicht hätte entsühnen können, und wenn Ewigkeiten darüber vergangen wären.
Das zu verstehen ist euch Menschen nicht möglich .... Aber eine so ungeheure Sünde
forderte auch eine ungeheure Sühne, die wohl ein „Mensch“ geleistet hat, aber nur
deshalb leisten konnte, weil dieser Mensch Gott in Sich barg, also die Kraft aus Gott
Ihn dazu befähigte, die aber nur „Liebe“ war .... die Ursubstanz Gottes .... Die Menschen
hatten einstens als urgeschaffene Wesen diese Liebekraft Gottes zurückgewiesen und
waren also ohne jegliche Kraft .... Der Mensch Jesus aber nahm bewußt die Liebekraft
Gottes in Anspruch und nützte sie zu einem Werk der Barmherzigkeit für Seine
gefallenen Brüder .... um deren Schuld zu entsühnen. Es wissen aber die Menschen auch
nicht, daß ihr Dasein als Mensch auf dieser Erde die Folge jener Urschuld ist und daß
sie ihren Urzustand wohl einmal wiedererreichen werden, aber niemals ohne die
Anerkennung Dessen, Der sie getilgt hat aus übergroßer Liebe. Denn ihr Abfall von
Gott war ein bewußtes „Sich-von-Ihm-Abkehren“, das ein bewußtes „Ihm-wieder-
Zuwenden“ bedingt, um in das Urverhältnis zu Gott wiedereintreten zu können. Wenn
den Menschen dieses Wissen darum zugeleitet wird, dann ist das eine unerhörte Gnade,
die jeder auswerten sollte insofern, als daß er nur sich gedanklich damit beschäftigt, daß
er das als wahr annehmen sollte, was ihm vermittelt wird. Denn er braucht dann nur sich
an den „Menschen Jesus“ zu wenden und mit Ihm gedanklich zu reden .... Und Dieser
wird als „Gott“ ihm antworten, Er wird ihm helfen, zur rechten Erkenntnis seiner Schuld
zu gelangen, und sie ihm abnehmen, wenn er sich dazu bekennt und Ihn um Hilfe
bittet .... Und es kann jeder einzelne Mensch zu der Erkenntnis gelangen, daß er sich
einmal vergangen haben muß, sowie er nur darüber nachdenkt, daß er ein
unvollkommenes, schwaches und unwissendes Wesen ist und er die Ursache dessen zu
ergründen sucht. Denn keine solche innerliche Frage bleibt unbeantwortet, nur muß sie
vorerst gestellt werden, was aber die meisten Menschen unterlassen, jedoch skrupellos
jeden Hinweis auf den göttlichen Erlöser ablehnen, wenn sie auf Ihn aufmerksam
gemacht werden und auch Seine große geistige Mission. Doch von seiten Gottes wird
den Menschen immer wieder der göttliche Erlöser Jesus Christus verkündet werden, und
alle Seine Diener, die auf Erden für Ihn tätig sind, werden mit stets größerem Eifer
Seinen Namen und Sein Evangelium predigen, auf daß alle frei werden von ihrer großen
Schuld, die darauf hören und selbst in innige Verbindung treten mit Jesus Christus, in
Dem Gott Selbst Mensch geworden ist, um zu erlösen, was gebunden ist von Seinem
Gegner .... Amen
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32
Jesus war Sich Seines Werkes bewußt zuvor .... B.D. Nr. 6088
24.10.1954
Ich wollte für euch leiden und bereitete Mich daher bewußt auf den Tod am Kreuz
vor .... Ich wußte um den überaus schweren Leidensgang, den Ich gehen mußte, um euch
zu erlösen aus Not und Tod .... Ich sah alles vor Mir, und Mir war nichts geheim, was
Ich erdulden mußte, und dennoch ging Ich darauf zu .... Ich wehrte Mich nicht, Ich floh
nicht die Gefahr, sondern ging ihr bewußt entgegen. Denn Ich ersah nicht nur diesen
Verlauf Meines Erlösungswerkes, Ich ersah die Schwäche und Gebundenheit Meiner
Geschöpfe, die in größter Not am Boden lagen und denen Ich nur Befreiung bringen
konnte durch Mein Leiden und Sterben am Kreuz .... Hell und klar stand alles vor
Meinem geistigen Auge, die grausame Macht Meines Gegners, die abgrundtiefe
Entfernung des Gefallenen von Gott, die sich stets vergrößerte .... Ich sah tiefste
Finsternis auf der einen und hellstes Licht und Glückseligkeit auf der anderen Seite ....
Ich kam aus dem Licht und wollte das Licht auch in die Finsternis tragen, aber es
bedurfte dazu einer Brücke, Ich mußte etwas dafür bieten, um das Recht zu haben, aus
der Tiefe die gequälten Seelen emporzuheben zum Licht .... Ich mußte Mein Leben
einsetzen, um das Leben der unglückseligen Geschöpfe zu erkaufen. Es gab nur diesen
einen Weg der Selbsthingabe: .... des Opferns des Höchsten, was Ich besaß .... Meines
Lebens, aus Liebe zu denen, die tot waren als Folge der Sünde. Mit Meinem Leben
mußte Ich das Leben derer bezahlen .... Hell und klar stand alles vor Meinen Augen, und
darum litt Ich zuvor schon unsäglich, weil Ich als Mensch mit den gleichen
Empfindungen erschaffen war wie ihr .... mit der Furcht vor dem Tode, vor den
entsetzlichen Leiden und vor Mir Selbst, daß Ich erlahmen könne, daß Meine Kraft zu
schwach sei und daß Meine gefallenen Brüder weiter in der großen Not verbleiben
müßten, wenn Ich versagte .... Doch Meine Kraft wuchs, je näher der Tag kam, da es
geschehen sollte .... Meine Kraft wuchs wie Meine Liebe zu der unglückseligen
Menschheit, deren Not Ich täglich mehr erkannte .... Und wenngleich Ich zeitweilig von
einer Schwäche befallen wurde angesichts dessen, was vor Mir lag, so wurde doch Mein
Wille nicht schwächer, das Werk zu vollenden, das Ich begonnen hatte .... Denn das
Menschliche in Mir blieb allzeit mit dem Vater verbunden, Der Mich mit Kraft erfüllte,
so daß Meine Liebe stets mächtiger wurde und Ich zuletzt vollbewußt in den Tod ging,
weil Ich nun auch erkannte, daß der Tod überwunden werden müsse und auch dies
Meine Aufgabe war .... Der Weg zum Kreuz war bitter und qualvoll, denn Ich mußte
durch die tiefste Finsternis hindurch, um das Tor zum Lichtreich zu öffnen für alle, die
aus der Tiefe zum Licht emporsteigen wollen .... Als Mensch aber mußte Ich die
bittersten Leiden und Qualen erdulden, um euch zu helfen, die ihr ohne Meinen
Erlösungsakt, ohne Meinen Tod am Kreuze, unrettbar verloren waret .... Und darum war
auch Mein Erdendasein als Mensch ungeheuer leidvoll, denn von Stund an, da Sich der
Vater in Meiner Hülle Mir offenbarte, wußte Ich auch um alles, was Mich erwartete,
und Ich ging dennoch freiwillig den Weg zum Kreuz, denn nicht des Vaters Wille,
sondern Meine Liebe zu dem Gefallenen trieb Mich an, das Erlösungswerk zu
vollbringen, und diese Liebe gab Mir die Kraft, durchzuhalten bis zur Stunde des
Todes .... Amen
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33
Karfreitag .... B.D. Nr. 8791
27.3.1964
Keiner von euch Menschen kann die Leiden des Kreuzganges und der Kreuzigung
ermessen, denn für menschliche Begriffe waren sie unerträglich, und nur die Kraft
Meiner Liebe zu euch machte es Mir möglich, dieses schwerste Opfer zu vollbringen,
das der Menschheit wieder die Versöhnung mit dem Vater eintragen sollte .... Und ob
ihr auch versuchet, euch Meine Qualen und Schmerzen vorzustellen, es wird immer nur
ein schwacher Vergleich bleiben, denn sie waren übermenschlich, sie waren so groß,
daß Mein Kreuzesopfer wahrlich einmalig gewesen ist und bleiben wird, weil ein
„Mensch“ diese Zeit der Qualen nicht überstanden hätte, weil jeder andere Mensch es
nicht hätte durchführen können, denn schon ein geringer Teil hätte genügt, dem
Menschen das Leben zu nehmen. Ich aber wollte leiden und sterben, um die gerechte
Sühne zu leisten für die Sünden der Menschheit, Ich wollte alle Schuld der Menschen
auf Mich nehmen und dafür das Sühneopfer darbringen, um dem Vater Seine verlorenen
Kinder wiederzugeben, die ohne dieses Erlösungswerk niemals mehr in Seine Nähe
hätten kommen können .... Und Ich bin den Weg gegangen .... freiwillig und aus Liebe
zum Vater und zu Meinen gefallenen Brüdern. Ich habe gewußt um das schwere Los,
das Mich erwartete, und darum doppelt gelitten, denn immer stand Mir das Bild der
Kreuzigung vor Augen, immer sah Ich den Leidensweg, der zum Kreuz hinführte ....
Aber Ich erfüllte im freien Willen diese Mission, und Ich kaufte dem Gegner alle seine
Seelen ab, die bereit waren, sich von Mir erlösen zu lassen. Denn Ich wußte um die
Ursache der Schwäche der Menschen und erwarb ihnen allen durch Meinen Kreuzestod
Stärkung ihres Willens, Ich erwarb ihnen Gnaden ohne Zahl, mit deren Hilfe sie wieder
die Höhe erreichen konnten, aus der sie einstmals abgestürzt waren zur tiefsten Tiefe ....
Ich wußte es, daß sie niemals allein wieder zur Höhe gelangen konnten, wenn ihnen
nicht geholfen würde. Und Meine gefallenen Brüder erbarmten Mich, denn Ich kannte
die Seligkeit der Gottnähe, Ich wußte es, was sie dahingegeben hatten und daß sie
ewiglich vom Angesicht des Vaters verbannt waren, wenn nicht Einer die große Schuld
tilgte, die sie durch ihren einstigen Abfall vom Vater auf sich geladen hatten .... Aber es
war ein überaus schweres Werk, mit vollem Bewußtsein des Ausganges alle
körperlichen und seelischen Schmerzen auf sich zu nehmen und einen Gang zu gehen in
Angst und Not, das Erbarmungswerk durchführen zu können bis zum Ende .... Denn Ich
war ein Mensch mit allen körperlichen Empfindungen, und stets mehr menschlich war
Mein Denken, als es zur Ausführung der letzten Mission ging, als Ich
gefangengenommen wurde und erbarmungslos verurteilt zu dem grausamsten Tode, den
sich die Menschen erdenken konnten .... Denn zur Tilgung der unermeßlichen Schuld,
zur Tilgung der Urschuld des einstigen Abfalles von Gott, war die Leidensfähigkeit
eines Menschen nötig .... weil Gott, Der wohl als Liebe in Mir war, nicht leiden konnte
und somit Er Sich für die letzte Phase des Erlösungswerkes zurückzog, was in Mir eine
unaussprechliche Angst auslöste und Mich zu den Worte trieb: Mein Gott, Mein Gott,
warum hast Du Mich verlassen .... Das Bewußtsein des Vaters in Mir wäre eine
Linderung der Schmerzen gewesen, doch das Maß Meiner Schmerzen konnte wiederum
nicht groß genug sein angesichts der Schuld der gesamten Menschheit, der Schuld aller
abgefallenen Urgeister, die Ich erretten wollte aus der Tiefe .... Ich wollte als „nur
Mensch“ das Werk zu Ende führen, und darum ergab Ich Mich in den Willen des
Vaters, der auch Mein Wille gewesen ist von Anbeginn, nur angesichts des Todes für
kurze Zeit ins Wanken geriet, Ich Mich aber dann gänzlich Seinem Willen beugte, als
Ich ausrief: „Vater, nicht Mein, sondern Dein Wille geschehe ....“ Und Ich habe
wahrlich ein schweres Opfer gebracht, das weder zuvor noch nachher ein Mensch
vollbracht hatte und vollbringen konnte, weil es die menschliche Kraft überstieg .... Ich
aber aus der Liebe des Vaters die Kraft bezog, denn die Liebe blieb in Mir bis zur
Stunde des Todes .... ansonsten Ich nicht die Worte ausgesprochen hätte: „Vater, vergib
ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun ....“ Und also war und blieb Ich mit dem Vater
verbunden, obgleich Ich die Kraft der Liebe nicht anwandte, um Mich dem Opfertod zu
entziehen .... Einmal werdet ihr auch diesen Meinen Kreuzestod miterleben dürfen,
wenn ihr im Reiche des Lichtes weilet, und dann erst wird euch auch Meine übergroße
Liebe ersichtlich sein, die Meinen Brüdern galt, die alles auf sich nahm, um denen das
Leben wiederzugeben, die freiwillig den Tod gewählt hatten. Und jeder kann nun auch
wieder zum Leben kommen, der im freien Willen Mich anerkennt als seinen Erlöser und
es will, daß Ich auch für ihn gestorben sein möge, daß auch er zu den Erlösten gehören
dürfe, für die Ich Mein Blut vergossen habe und die durch Mein Blut Vergebung finden
von ihrer Sündenschuld, die sie vom Vater getrennt hielt und die Ich also entsühnt habe
durch Meinen Tod am Kreuz .... Amen
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35
Der freie Wille des Menschen Jesus .... B.D. Nr. 7992
15.9.1961
Auch Mein Leiden und Sterben am Kreuz blieb bis zuletzt eine freie
Willensangelegenheit, denn Ich hätte es wohl auch verhindern können, Ich hätte die in
Mir sich bergende Gotteskraft in Anwendung bringen können und allen Feinden
wehren, die an Mir ihre Haßgedanken zur Ausführung bringen wollten .... Das Werk,
das Ich vollbracht habe, verrichtete Mein völlig freier Wille; Ich war bereit, zu leiden
und zu sterben für Meine Mitmenschen, weil Ich als „Mensch Jesus“ wußte um den
entsetzlichen Elendszustand, in dem sich die gesamte Menschheit befand durch den
einstigen Sündenfall, und weil Meine Liebe allen Meinen gefallenen Brüdern helfen
wollte und Ich darum Mich Selbst dem Vater anbot als Sühneopfer .... Ich war
keineswegs dazu gezwungen, der Vater in Mir bestimmte nicht Meinen Willen, Ich
handelte vollkommen frei aus Mir heraus .... Und es ist Mir entsetzlich schwer
geworden, weil Ich alles voraussah, was sich ereignete, bis das Werk der Erlösung
restlos vollbracht war .... Ich rang und betete als Mensch zum Vater in tiefster Not, daß
Er den Kelch an Mir vorübergehen lassen möge .... und Ich wurde gestärkt und gab
Mich völlig dem Vater zu eigen. Denn die Liebe in Mir war übermächtig, also es war
wohl die Ewige Liebe Selbst in Mir, und von Ihr ließ Ich Mich bestimmen in Meinem
Werk, was jedoch unmöglich gewesen wäre, wenn Mein Wille als Mensch sich dagegen
gewehrt hätte .... Mich trieb die Liebe zu der unglückseligen Menschheit, und Ich wollte
ihr helfen, und diese Liebe ließ Mich ein Maß von Leiden auf Mich nehmen, das ihr
Menschen nicht ermessen könnet. Doch es war die Schuld auch unermeßlich, die ihr
durch euren Abfall von Gott auf euch geladen hattet. Und um diese Schuld zu tilgen,
mußte Ich als Mensch maßlos leiden und die Qualen des Kreuzestodes auf Mich
nehmen. Liebe aber ist Kraft, und darum hielt Ich auch durch bis zum Ende, ansonsten
die Leiden wahrlich genügt hätten, Meinen Körper schon vorzeitig zu töten, wenn nicht
die Kraft der Liebe Meinen Körper befähigt hätte, auch den Tod am Kreuz auf Mich zu
nehmen und auszuhalten, bis das Werk vollbracht war .... bis die Erlösung von Sünde
und Tod für alle Menschen gesichert war, die Mein Kreuzesopfer annehmen und
Erlösung finden wollen. Denn wieder hängt es vom freien Willen des Menschen selbst
ab, wie er sich zu Mir und Meinem Erlösungswerk einstellt. Denn im freien Willen hat
jedes Wesen selbst sich von Mir abgewandt, und im freien Willen muß es sich wieder
Mir zuwenden, was also geschieht, wenn es als Mensch Jesus Christus und Sein
Erlösungswerk anerkennt, Mich Selbst in Jesus erkennet und Mir freiwillig sich selbst
und seine Schuld übergibt .... wenn es Vergebung erbittet und wieder zu Mir
zurückkehren will, von Dem es einst freiwillig gegangen ist. Dann nimmt der Mensch
auch bewußt die Gnaden Meines Erlösungswerkes in Anspruch, er erfährt Stärkung
seines geschwächten Willens, und es ist dann auch seine Rückkehr gesichert in sein
Vaterhaus. Die unermeßlichen Leiden, die Ich als Mensch auf Mich genommen habe,
standen immer noch nicht im Verhältnis zu der übergroßen Schuld des gefallenen
Geistigen, doch da der Mensch Jesus voller Liebe war und freiwillig das schwerste
Opfer bringen wollte, indem er Sein Leben hingab am Kreuz, ließ Ich Mir an diesem
Opfer genügen und tilgte alle Schuld um der großen Liebe Jesu willen, Der Mir Seine
gefallenen Brüder wieder zurückbringen wollte .... Ich ließ Mir daran genügen, und es
war also auch Meiner Gerechtigkeit Genüge getan .... denn Ich konnte keine Schuld
tilgen, die ohne Sühne geblieben wäre. Daher aber mußte auch das Werk der Erlösung
im freien Willen vollbracht werden. Ich durfte kein Wesen zwingen zu dieser
Sühneleistung .... Und weil die große Sünde des Abfalls von Mir ein Vergehen gegen
Meine Liebe war, mußte nun der Sühneakt wieder eine Tat der Liebe sein, denn nur
die Liebe konnte diese unermeßliche Schuld tilgen .... Und diese Liebe war in dem
Menschen Jesus, Er gab ihr so viel Raum, daß Er ganz erfüllt war von der Liebe, die Ihn
nun auch zu Seinem Erlösungswerk befähigte .... Die Liebe hat die Schuld getilgt .... die
Liebe hat einen Menschen ganz erfüllt .... Die Liebe bin Ich Selbst, und also war Ich
Selbst im Menschen Jesus, Ich Selbst litt und starb für die Menschheit. Doch da Ich als
Gott nicht leiden konnte, nahm der „Mensch Jesus“ alles Leid auf Sich. Doch alles tat
Er im freien Willen, denn die Liebe zwingt nicht, aber sie ist zu den größten Opfern
bereit .... und die Liebe bringt alles zuwege, denn sie ist eine Kraft, die mächtig ist ....
die auch schwerstes Leid erdulden kann. Ich Selbst, als die Ewige Liebe, erfüllte den
Menschen Jesus, und so wirkte Ich Selbst in Ihm und brachte den Menschen Erlösung
von Sünde und Tod .... Amen
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37
Die Liebe hat das Erlösungswerk vollbracht .... B.D. Nr. 5215
21.9.1951
Ich bin für euch gestorben am Kreuz. Meine Liebe zu euch war grenzenlos und
entflammte im Menschen Jesus zu einer Stärke auf, die das Vergöttlichen Seiner Seele
bewirkte, ein Zustand, der Ihn über die menschlich irdische Sphäre hinaushob und er
eins wurde mit Mir .... Nur eine so starke Liebe war fähig, das Kreuzesopfer zu bringen,
denn sonst hätte Er als Mensch nicht standhalten können, wenn nicht die Kraft der Liebe
Ihn gestärkt hätte. Er starb als Mensch den Kreuzestod, und doch war Ich Selbst es, Der
Sich für euch Menschen hingegeben hat am Kreuz, denn der Mensch Jesus blieb in der
Liebe, bis Er Seinen Geist aufgab .... Die Liebe also brachte das Opfer, und die Liebe
war Ich Selbst .... Es ist dies auch ein Mysterium und wird es bleiben, solange die Erde
besteht und ihr Menschen mit irdisch gerichteten Sinnen das Erlösungswerk beurteilt ....
Der Mensch Jesus starb am Kreuze .... Ich Selbst kam zur Erde, um euch zu erlösen ....
Ein scheinbarer Widerspruch, und doch ist es die Wahrheit, die so lange unbegreiflich
ist, wie ihr Menschen nicht verstehen könnet, daß Ich Selbst die Liebe bin .... daß die
Liebe die Ursubstanz der ewigen Gottheit ist und daß also die Liebe dieses Werk
vollbracht hat, das die Menschheit erlösen sollte von der Sünde. Die Liebe aber war im
Menschen Jesus, den Kreuzestod starb demnach ein Mensch .... doch daß dieser Mensch
schon göttlich war, das bewies das Übermaß Seiner Leiden, dem Er nicht zuvor schon
erlag .... Seine Liebe zur Menschheit war so tief, daß Er begehrte, zu leiden, um ihnen
zu helfen .... Ein übermenschliches Maß von Leiden hat Er auf Sich genommen, das
allein schon genügte, einem menschlichen Körper die Lebensfähigkeit zu nehmen, doch
Seine Liebekraft hielt diesen Körper so lange am Leben, bis Ihn Seine Feinde erhöht
hatten, bis sie Ihn an das Kreuz genagelt, bis der Höhepunkt Seines Leidens erreicht
war. Er wollte die Menschen die Schandtaten ausführen lassen, zu denen sie Mein
Gegner antrieb, um auch diesem zu zeigen, daß die Macht eines Gottsohnes auch über
den Tod hinausreichte, daß Er auch Herr war über den Tod ....
Und von Seinem Tod sollte die ganze Menschheit Kenntnis nehmen, so sie erlöst
werden wollte .... Er war durch Seine Liebe bis zuletzt mit Mir, dem Vater, verbunden,
doch Seine geängstete Seele erkannte Mich nicht mehr, sie suchte Mich außer sich, und
Jesus rief daher die Worte aus: „Mein Gott, Mein Gott, warum hast Du Mich
verlassen?“ Die machtvolle Gottheit nur hatte Sich zurückgezogen, doch die Liebe war
und blieb in Ihm .... Die Liebe war wohl in sich Kraft, doch Jesus nützte diese Kraft
nicht mehr, um Seine Kreuzigung zu verhindern, sondern nur noch dazu, sie erleben zu
können, weil Er sie erleben wollte, um Mir als Mensch zu dienen und für die
Mitmenschen zu leiden und zu büßen. Darum hat Er bewußt gelitten und ist auch
bewußt gestorben, darum bat Er Mich um Erbarmen für Seine Peiniger, und in vollem
Bewußtsein sprach Er die Worte: „Vater, in Deine Hände empfehle ich Meinen
Geist ....“ Die Bindung zwischen Sich und Mir hielt Er aufrecht, denn Er konnte Sich
nicht mehr lösen von Dem, mit Dem Er eins geworden war durch die Liebe .... Und
darum war Ich Er und Er Ich, es gab keine Trennung zwischen uns beiden, weil die
Liebe, die Ursubstanz Meiner Selbst, auch Ihn voll und ganz erfüllte, Ich also bei und in
Ihm sein mußte, wenngleich Ich als Kraft untätig blieb, bis der Mensch Jesus Sein Werk
vollbracht hatte. Er und Ich, wir sind eins, und wer Ihn sieht, der sieht den Vater, denn
der Vater ist die Liebe, und die Liebe war im Sohn .... Die Liebe aber konnte nicht
sterben, und also ist sie am dritten Tag wieder auferstanden, und sie belebte auch den
Körper, der durch das Leiden Jesu völlig vergeistigt war und keinen weiteren
Entwicklungsgang auf Erden mehr benötigt. So hat die Liebe den Tod überwunden ....
der göttliche Heiland überwand den Satan .... das Licht durchbrach die Finsternis, und
der Weg zum ewigen Licht wurde frei .... Amen
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39
Opfertod durfte nicht zum Glauben zwingen .... B.D. Nr. 8185
24.5.1962
Auch Mein Opfertod am Kreuz durfte nicht zwangsmäßig zum Glauben führen an
Meine Gottheit in dem Menschen Jesus .... Denn wenngleich die Liebe Selbst dieses
Opfer dargebracht hat, wenngleich Ich Selbst in Ihm war bis zu Seinem Tode, weil Er
Sich gänzlich mit Mir vereinigt hatte, so zog Sich doch die „Gottheit“ in Ihm zurück ....
d.h., Er litt und starb als Mensch, Er nahm Seine Macht nicht mehr in Anspruch, die Er
durch die Einigung mit Mir besaß .... Er hat als Mensch alle Leiden und Schmerzen auf
Sich genommen und dadurch die große Sündenschuld getilgt, welche die gesamte
Menschheit belastete .... Und es mußte also auch der Kreuzestod ein Vorgang sein, der
sich ganz menschlich abspielte, weil niemand zum Glauben gezwungen werden durfte
und jede ungewöhnliche Erscheinung einen solchen Glaubenszwang bedeutet hätte ....
Wohl wurden so manche Menschen von einer Unruhe erfaßt, die der Kreuzestod
hervorrief, es wurden manche Menschen angerührt, und sie waren bedrückt ob des
Urteils, das an einem Menschen ausgeführt wurde, Den sie nicht für schuldig hielten ....
Doch daß es ein Opfer war, das die Gottheit Selbst im Menschen Jesus vollbrachte,
dafür fehlte jeglicher Beweis, und es mußte dies auch so sein, weil auch die Annahme
der Gnaden des Erlösungswerkes ein Akt des freien Willens sein mußte .... weil anders
die Vergebung der Sünde nicht stattfinden konnte als durch die freiwillige Hingabe an
Jesus und das Anerkennen Seiner Selbst als Gottes Sohn und Erlöser der Welt, in Dem
Sich die ewige Gottheit Selbst verkörpert hatte. Niemand darf zum Glauben gezwungen
werden, einem jeden Menschen sollte es freistehen, Jesus Christus als Erlöser der Welt
anzuerkennen und Sein Gnadenopfer anzunehmen. Darum war auch der Tod Jesu eine
ganz menschliche Begebenheit, die in keiner Weise zwingend einwirkte auf die
Menschen, die Seiner Todesstunde beiwohnten oder auch nachher von ihr erfuhren. Und
auch für alle Menschen bleibt das Erlösungswerk Jesu eine Angelegenheit, die sie
glauben, aber auch anzweifeln können, denn die rechte Erkenntnis erfordert einen
gewissen Fortschritt der Seele, eine Zuwendung zu Mir, Den sie dann auch in Jesus
Christus zu erkennen vermögen. Ein Mensch, der noch ganz in der Gewalt Meines
Gegners ist, der wird niemals an das Erlösungswerk Jesu Christi glauben, und ob ihm
dies auch noch so wahrheitsgetreu geschildert würde .... Denn er will es nicht glauben,
weil er noch unter dem Einfluß des Gegners steht, der alles tun wird, um eine Erlösung
durch Jesus Christus zu verhindern. Und doch können Menschen auch einen ganz
überzeugten Glauben an Ihn gewinnen, wenn sie es ermöglichen, daß Mein Geist sie
belehret .... wenn sie durch ein Liebeleben nach Meinem Willen auch Mein
gedankliches Einwirken zulassen .... Es sind aber dann keine äußeren Beweise, die den
Menschen überzeugen von der Wahrheit des göttlichen Barmherzigkeitswerkes, sondern
es werden dann seine Gedanken der Wahrheit entsprechend gelenkt, und es versteht der
Mensch die Zusammenhänge und die Begründung des Kreuzesopfers, und er kann
glauben auch ohne Beweise. Jeder Beweis ist und bleibt ein Glaubenszwang für die
Menschen; es ist aber die freie Willensprobe das allein Entscheidende im Erdenleben,
und so auch müssen sich die Menschen frei entscheiden zur Annahme und Anerkennung
Jesu und Seines Kreuzesopfers .... Der Mensch wird keineswegs gezwungen zur
Annahme, und es müssen daher alle Geschehnisse in ihrer Wahrheit geschildert werden,
wie es sich auch wirklich zugetragen hat: wie die Aburteilung eines Verbrechers, der
zum schändlichsten Tode verurteilt wurde, zum Tod am Kreuz. Mit Seiner Macht hätte
Jesus wahrlich diesen Tod von Sich abwenden können .... denn sie stand Ihm zu Gebote
durch die völlige Vereinigung mit Mir .... aber Er wandte sie nicht mehr an, weil Er als
völlig machtlos den Tod erleiden wollte, um den Menschen Hilfe zu bringen in einer
Not, aus der sie selbst sich nicht hätten befreien können .... Er aber konnte ihnen zur
Freiheit verhelfen, Er konnte den Weg frei machen zum Vater, Er konnte ihnen das Tor
zum Lichtreich öffnen, doch immer nur, indem Er eine riesengroße Schuld auf Sich
nahm und damit den Weg zum Kreuz ging .... indem Er ein Maß von Leiden auf Sich
nahm, das kaum ein Mensch hätte ertragen können, wenn nicht die Liebe Ihm die Kraft
dazu gegeben hätte .... Die wiederum Ich Selbst war .... Aber Er wandte diese Kraft
nicht an, um Sich Seiner Leiden zu entledigen, sondern nur dazu, die Leiden und den
bittersten Tod am Kreuz ertragen zu können .... Denn Er wollte die Menschheit erlösen
von Sünde und Tod .... Daß auch die Meinen zweifelten an Mir, war verständlich, sahen
sie Mich doch plötzlich aller Macht entblößt, als sie zusehen mußten, wie man mit Mir
umging, wie Ich Mich nicht wehrte und nicht die Macht zur Anwendung brachte, die sie
so oft bei Mir hatten feststellen können .... Doch dann wäre das Kreuzesopfer nicht
vollbracht worden, und es wäre auch Mein Gang als Mensch über die Erde zwecklos
gewesen, weil trotz Meiner Lehren und Unterweisungen die Menschen stets in der
Schwäche Meinem Feind gegenüber verblieben wären, denn die ungetilgte
Sündenschuld war die Schwäche, die Last, die auf der Menschheit lag, von der sie aus
eigener Kraft nicht frei werden konnten .... Und zur Stärkung ihres Willens bin Ich
gestorben am Kreuz, zur Stärkung ihres Willens nahm Ich Selbst die ungeheure Last der
Sünde auf Mich und tilgte sie durch das schmerzensreichste Erbarmungswerk, das sich
je auf dieser Erde vollzogen hat und sich auch nimmermehr vollziehen wird .... Ich starb
für alle Menschen der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft, doch ein jeder
Mensch muß im freien Willen dieses Mein Erlösungswerk erkennen und annehmen,
denn dann erkennt er auch Mich Selbst an, Dem er einstens seine Anerkennung versagt
hat und darum in die Tiefe gestürzt ist .... Amen
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41
Verklärung Jesu .... „Mein Vater und Ich sind eins ....“ B.D. Nr. 1739
15.12.1940
Das Problem der Verklärung Jesu nach Seinem Kreuzestod ist bei rechter Lösung
gleichzeitig auch ein Verständlich-(machen) werden der Worte Jesu „Mein Vater und
Ich sind eins.“ Es hat Gott Sich Selbst zum Opfer gebracht durch einen Menschen, Der
alles Menschliche überwand aus Liebe zu Gott und Der deshalb Seine Seele so gestaltet
hatte, daß Gott in aller Fülle Wohnung nehmen konnte in Ihm. Seine Außenform, Sein
Körper, gehorchte völlig dem Willen der Seele und war gleichfalls nur dem Göttlichen
zugewandt; also war jegliche Substanz zu Gott gerichtetes Geistiges, so daß es den
irdischen Entwicklungsgang nicht mehr benötigte und somit nach dem leiblichen Tode
eingehen konnte in das Reich des Geistigen in aller Vollkommenheit. Alles
vollkommene Geistige schließt sich mit der Urkraft zusammen und wird durch innigste
Verschmelzung eins mit Ihr. Der Entwicklungsgang des einst von Gott abgefallenen
Geistigen dauert unendliche Zeiten und wird auch im Jenseits über zahllose Stufen zur
Höhe führen, immer aber wird die Außenform, das noch weniger entwickelte Geistige,
zurückbleiben und die Seele freigeben, die dann als geistiges Wesen den
Zusammenschluß sucht mit ebensolchem reifen Wesenhaften im Jenseits. Die
Außenhülle löst sich auf, und die einzelnen geistigen Substanzen treten wieder mit
ähnlichen in Verbindung, um ihren Entwicklungsgang fortzusetzen .... Der Leib Jesu
aber war in seiner Reinheit und seinem Liebeswirken schon zu geistiger
Vollkommenheit gelangt, und die unermeßlichen Leiden am Kreuz waren der letzte
Läuterungsprozeß für das zur Form gewordene Geistige, so daß es völlig entschlackt
sich der vollkommenen Seele anschließen konnte, also nicht mehr auf Erden zu bleiben
genötigt war, und nun der Gottesgeist, die Seele und der Körper sich vereinigten, also
eins wurden. Es war der Mensch Jesus der Mittler zwischen Gott und den Menschen ....
es ist aber nun Gott und Jesus Christus eins .... es sind nicht zwei Wesenheiten, die
nebeneinander zu denken sind, sondern es ist nur eine Wesenheit, Die alles
Vollkommene in Sich aufnimmt. Es ist die Gottheit Jesu nicht anders vorstellbar als die
ewige Gottheit Selbst, Die nur die Außenform des Menschen Jesus Sich angegliedert
hat, d.h., Dessen geistige Substanzen sich verschmelzen durften mit der Urkraft, weil sie
schon beim Ableben Jesu den Vollkommenheitsgrad erreicht hatten, der Vorbedingung
ist zum innigsten Zusammenschluß mit Gott ....
Es ist der Leib Jesu durch das Verachten irdischer Freuden und strenge Selbstzucht
zum Überwinder jeglicher Materie geworden und hatte sonach keinen weiteren
Entwicklungsgang mehr nötig. Es konnten sich alle in ihm verformten geistigen
Substanzen der Seele zugesellen und mit ihr zugleich das Erdental verlassen, um in
Lichthöhen einzugehen. Es war also strahlendstes Licht von nun an die Umgebung
dieser Seele, folglich mußte der Leib und die Seele Jesu in verklärtem Zustand die Erde
verlassen, denn ein Wesen, das völlig mit Gott verschmolzen ist, mußte nun auch Licht
und Kraft von Ihm entgegennehmen und also dieses in gleicher Weise ausstrahlen wie
die ewige Gottheit Selbst, denn es war ja nun eins mit Gott, folglich auch Licht und
Kraft in aller Fülle. Dieser Vorgang der Lichtausstrahlung bleibt den Menschen sonst
verborgen, doch die unendliche Liebe Gottes zu den Menschen ließ die Verklärung Jesu
sichtbar vor sich gehen, um ihnen ein Zeichen Seiner Macht und Herrlichkeit zu geben,
um den Glauben derer zu stärken, die Seine Macht und Herrlichkeit in der Welt
verkünden sollten, und um den Menschen den Beweis zu geben, daß Jesus den Tod
überwunden hatte .... daß es nun keinen Tod mehr gibt für die Menschen, die Ihm
nachfolgen, die den gleichen Weg auf Erden zu gehen sich bemühen. Es ist die
Verklärung Jesu eine vielumstrittene Frage für die Menschheit gewesen, und meist
wurde sie als Fabel abgelehnt, weil den Menschen jegliches geistige Verständnis
mangelt für das Endziel eines jeden Wesens .... für den endgültigen Zusammenschluß
mit Gott .... für die Einswerdung mit Ihm .... Jesus aber sagt: „Der Vater und Ich sind
eins ....“ Denn in Ihm hatte der Zusammenschluß schon stattgefunden, Seine Seele war
so gestaltet, daß sie Gott in sich aufnehmen konnte und also schon Licht- und
Kraftempfänger aus Gott war, Er also lehren konnte alle Weisheit und wirken konnte
durch göttliche Kraft. Er war vollkommen, wie Sein Vater im Himmel vollkommen war,
und konnte schaffen und gestalten gleich Ihm .... Sein Wesen war Liebe, Seine Worte
waren Liebe, und so konnte Er wirken kraft Seiner großen Liebe zu den Menschen.
Denn alles, was ist und geschieht, bringt nur die Liebe zustande .... Sein Erdenlauf war
eine endlose Reihe von Wundertaten ohne Prunk und Glanz, den Er aber beendete in
strahlendem Licht .... indem Er vor den Augen der Seinen Sich verklärte und aufstieg
zur Höhe, zur ewigen Herrlichkeit .... Amen
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43
Auferstehung und Vergeistigung Jesu .... B.D. Nr. 7693
6.9.1960
Dies könnet ihr getrost als Wahrheit annehmen, daß sich Mein Körper zugleich mit
Meiner Seele vergeistigt hat, daß Ich also deshalb auferstehen konnte von den Toten,
weil nichts Materielles mehr im Grabe zurückblieb, das den Gang seiner Entwicklung
noch hätte weitergehen müssen. Ich war im Erdenleben Herr geworden auch über
Meinen Körper, Ich hatte alle Substanzen vergeistigt, d.h. sie als Mensch Jesus Meinem
Vater von Ewigkeit zugewendet; es war nichts mehr am Körper, was sich dem Vater in
Mir widersetzte, und Ich habe die Qualen am Kreuz nicht um Meinetwillen .... um der
Vergeistigung Meines Körpers willen .... erlitten, sondern mit diesen nur die Sünden der
Menschheit getilgt. Aber Mein Körper war doch noch menschlich ausgerichtet, so daß
er die großen Schmerzen gefühlt und ertragen hat .... Doch als Ich mit Meinem Tod am
Kreuz das Erlösungswerk für die Menschheit vollendete, wollte Ich euch noch den
Beweis bringen von Meiner Vergeistigung, die zur Folge hatte Meine Auferstehung von
den Toten .... Körper und Seele also konnten auferstehen, weil sie das Werk der
Vergeistigung vollbracht hatten, und nichts war fähig, dieses Geistige nun im Grabe
festzuhalten, denn der Geist durchdringt alles, selbst die festeste Materie. Diese
Vergeistigung des Körpers war Mir wohl möglich, weil Ich ganz von der Liebe erfüllt
war und weil die Liebe jegliche unreine Substanz auflöst, weil .... wo Liebe ist .... sich
nichts Unreifes mehr halten kann, weil die Liebe ein Verschmelzen mit der Ewigen
Liebe garantiert, weil sie alles aufzehrt und nur das Reingeistige zurückbleibt, das sich
nun zusammenschließen kann mit dem Urgeist von Ewigkeit. Ich stand in dieser Liebe,
und so ihr Menschen euch gleichfalls zur Liebe gestaltet, werdet ihr auch gleichfalls
euren Körper vergeistigen können, ihr werdet alle materiellen Substanzen in die rechte
Ordnung bringen, und alles darin gebundene Geistige wird sich Mir als der Ewigen
Liebe zuwenden und jeglichen Widerstand aufgeben, der einstmals seine Substanzen
verhärtete und Ursache der Bannung in der Materie gewesen ist. Aber diese
Vergeistigung ihres Körpers wird nur wenigen Menschen noch auf Erden gelingen,
doch sie ist möglich. Und dann wird auch der Körper auferstehen können zugleich mit
der Seele, nur wird euch Menschen dies nicht oft ersichtlich sein, weil es für das
Seelenheil nicht nötig ist, daß ihr ungewöhnliche Dinge erlebet, die den Menschen
allgemein nicht verständlich sind. Doch daß Ich Selbst auferstanden bin von den Toten,
daß auch Mein Leib dem Grabe entstieg, könnet ihr glauben, denn Mein Leben als
Mensch war wahrlich so, daß die Vergeistigung des Körpers stattfinden konnte, daß
nichts mehr zurückzubleiben brauchte, um eine weitere Entwicklungsphase
durchzumachen. Ich hatte den Zusammenschluß gefunden mit dem Vater von
Ewigkeit .... Ich war völlig durchdrungen von Ihm, Ich stand nicht mehr außerhalb
Seines Wesens, Ich war mit Ihm verschmolzen bis in alle Ewigkeit. Doch euch ist das
„Wesen Gottes“ nicht verständlich zu machen, denn Er ist ein Geist, Der alles erfüllt
und alles durchdringt .... Er kann nicht personifiziert werden, Er ist auch nicht schaubar,
Er ist Kraft und Licht in einem Ausmaß, das alles verzehren würde, wenn es sich nicht
zu einem hohen Grad der Liebe gestaltet hätte, die in Mir war während der Zeit Meines
Erdenwandels als Mensch. Und darum konnte Ich völlig durchstrahlt werden von
diesem Licht und der Kraft, ohne zu vergehen, aber auch Mein vergeistigter Leib behielt
seine Form trotz der größten Fülle des göttlichen Geistes, so daß Ich also schaubar blieb
den Wesen, die in einem hohen Reifegrad Mir Selbst gegenübertreten .... Der große
Geist von Ewigkeit, Der das ganze All erfüllte, hatte Sich manifestiert in einer
menschlichen Form .... Ich wurde schaubar Meinen erschaffenen Wesen in Jesus
Christus, denn Ich Selbst bin auch eine Wesenheit, was euch Menschen erst begreiflich
sein wird, wenn ihr selbst voller Liebe und die Vereinigung mit Mir eingegangen sein
werdet .... Und dann fasset ihr auch das Problem Meiner Auferstehung, der
Vergeistigung von Körper und Seele und Meiner völligen Verschmelzung mit dem
Vatergeist von Ewigkeit .... Dann erst fasset ihr die Einheit Jesu und des Vaters .... Dann
erst seid ihr Mir ganz verbunden, und ihr erkennet Mich Selbst, euren Gott und Vater
von Ewigkeit, in Jesus Christus .... Denn Er und Ich sind eins, und wer Mich sieht, der
sieht auch den Vater .... Amen
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45
Vergeistigung des Körpers Jesu .... B.D. Nr. 8574
29.7.1963
Anders aber verhält es sich mit dem Leib Jesu Christi, der gänzlich vergeistigt
auferstand von den Toten und der als schaubare Hülle Meiner Selbst bestehenblieb, um
ewig den von Mir erschaffenen Wesen ein schaubarer Gott zu sein und zu bleiben ....
Dieser Leib Jesu war wohl auch irdische Materie, doch er war von göttlicher Kraft
gezeugt .... Es waren gleichfalls geistige Substanzen, welche die irdische Leibesmutter
Maria ausgeboren hatte und die sich in ihren Forderungen, Trieben und auch Schwächen
einstellten auf die Umgebung, die also von der sie umgebenden Materie beeinflußt
wurden, so daß das Verlangen des Körpers genau so gerichtet war wie das anderer
Menschen .... daß also der Körper reagierte auf alle Versuchungen von außen .... aber
immer wieder durch die Willensstärke Jesu allen diesen Versuchungen widerstand ....
Und das erforderte einen ständigen Kampf, es erforderte eine ständige Bereitschaft, in
Liebe zu wirken, weil Jesus auch alle Substanzen erlösen wollte, die durch Sein
Mensch-Sein mit Seiner Seele in Verbindung getreten waren, die aber keinem anderen
gefallenen Urgeist angehörten, sondern ein Erschaffungswerk Meinerseits gewesen ist,
wozu Ich den Menschen ausgesucht hatte, der fähig war, in Gott-gewollter Ordnung
einen Menschen zu gebären, Der also dann die Substanzen dessen in Sich trug, die Ihm
nun auch die leibliche Hülle bildeten .... die auch erlöst werden sollten, doch Angehör
der Seele blieben, die sich darin barg .... Verstehet es: Der Körper Jesu und der Körper
Marias waren rein und sündenlos gezeugt .... aber sie nahmen Aufenthalt in einer
sündigen Welt und blieben daher auch nicht von Anfechtungen durch diese Welt
verschont .... Sie mußten sich darin bewähren, sie mußten einen noch härteren Kampf
führen gegen solche Anfechtungen, weil Mein Gegner sich durch die Materie noch
äußern konnte, weil er durch alles, was eine reine Seele umgab, Gelegenheit hatte
einzuwirken und sein Wirken in den verschiedensten Versuchungen bestand, denen
jeder Mensch ausgesetzt ist und gegen die anzukämpfen Aufgabe eines jeden Menschen
ist .... Dieses wird euch Menschen noch unverständlich sein, doch immer dürfet ihr
glauben, daß die restlose Vergeistigung des Körpers Jesu sowohl als auch Marias
gelungen ist, daß Jesus jedoch als einzigstes Wesen Seine Hülle mitnahm in das geistige
Reich und sie beibehielt, weil Ich allen von Mir erschaffenen Wesen zum schaubaren
Gott werden wollte und die restlose Einigung von Körper und Seele mit Mir
stattgefunden hatte, die auch nimmermehr aufgelöst werden kann. Daß sich an die Seele
Jesu noch viel unerlöstes Geistiges anhängte und sie bedrängte, steht ebenfalls fest, und
daß darum der Kampf Jesu gegen diese finsteren Mächte sehr schwer gewesen ist, wird
auch immer wieder betont, denn diese Kräfte suchten Ihn im Auftrag Meines Gegners
zum Fall zu bringen, und so hat Jesus auch ankämpfen müssen gegen solche
Versuchungen, die niemals von Seinem eigenen Körper ausgingen, doch von seiten
jener finsteren Kraft ausgeübt wurden, die sich alles Außenstehenden und den
Menschen Jesus Umgebenden bediente, um Ihn zu versuchen, und Er darum trotz Seines
reinen, sündenlosen Körpers unermeßlich zu leiden und zu kämpfen hatte gegen die
Bedrängungen aller Art. Aber Er hat auch viel des unreifen Geistigen erlöst, das dann
auch das letzte Ausreifen als Mensch auf Erden erfahren durfte .... und diese Menschen
dann auch oft erkenntlich waren an ihrer offensichtlichen Stellungnahme zu Jesus und
an einem Leben in der Nachfolge Jesu .... Daß Sein Kampf leichter gewesen wäre
Seines reinen, sündenlosen Körpers wegen, darf niemals angenommen werden, denn es
hing sich genug unreifes Geistiges an Seine Seele an, das Er nicht einfach abschütteln
durfte, sondern das Er auch erlösen wollte, um ihm zu helfen in seinem weiteren
Entwicklungswege. Daß aber Sein eigener Körper in restlos vergeistigtem Zustand auch
der Seele Angehör wurde und blieb, muß euch Menschen ebenso glaubwürdig sein,
denn Mein Aufenthalt in einem Menschen setzte alle diese ungewöhnlichen
Bedingungen voraus, wie eben auch eine reine geistige Zeugung und ein
Geburtsvorgang, der ungewöhnlich war und göttliches Wirken verriet .... Dennoch war
Jesus ein Mensch, und Sein Kampf und die Vergeistung aller körperlichen Substanzen
fanden in gleicher Weise statt wie bei allen anderen Menschen: Liebe und Leid brachte
sie zuwege .... und immer nur wird Liebe und Leid nötig sein zur restlosen
Vergeistigung des Menschen auf Erden .... Amen
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47
Himmelfahrt Jesu Christi .... B.D. Nr. 8189
31.5.1962
Es war Meine Mission erfüllt auf Erden, als Ich auffuhr zum Himmel .... Ich hatte die
Welt erlöst von Sünde und Tod, Ich war auferstanden und Meinen Jüngern erschienen,
um sie zu stärken für ihren Weg der Verkündigung des Evangeliums .... Ich war Selbst
licht- und kraftdurchflutet und konnte nun die Erde verlassen, um wiedereinzugehen in
Mein Reich, woher Ich gekommen war .... in das Reich des Lichtes und der Seligkeit ....
Denn Mein Leib war verklärt. Es war Mein geistiges Kleid, das nicht mehr an die
Gesetze der Natur gebunden war, sondern der Leib konnte nun weilen, wohin Mein
Wille ihn versetzte, denn er war Geist wie Mein Vatergeist von Ewigkeit, der auch nicht
an eine Form gebunden war, sondern das ganze All erfüllte und also auch Mich Selbst,
den Menschen Jesus, Der die Ewige Gottheit in Sich aufgenommen hatte, um Ihr eine
menschliche Hülle zu geben, die Sie benötigte, weil Sie mitten unter den Menschen
weilen wollte, die jedoch noch den Naturgesetzen unterworfen war und die darum erst
einen hohen Reifegrad besitzen mußte, um die ewige Gottheit in sich aufnehmen zu
können .... Es war nun Meine Mission beendet, und es sollte auch von diesem Akt der
Auffahrt zum Himmel Zeugnis abgelegt werden, denn es war die Krönung, es war dies
der Beweis für die Menschheit, daß Ich ein Umgestaltungswerk an Mir Selbst vollbracht
hatte, das sichtlich zu beweisen war .... denn alle Naturgesetze ließ Ich unbeachtet, als
Ich aufgefahren bin zum Himmel, und Ich umhüllte Mich mit aller Glorie und war
Meinen Jüngern doch schaubar .... Ich gab ihnen die Kraft, Mich schauen zu können,
ansonsten sie wahrlich vergangen wären. Aber es haben Mich auch nur jene Jünger
schauen dürfen, die Mir innig verbunden waren durch ihre Liebe und also schon den
Reifegrad besaßen, der ein solches Schauen ermöglichte. Und es kehrt so manche Seele
im gleichen Zustand von der Erde zurück in das Lichtreich, und auch diesen ist es
möglich, daß sie Mich schauen in Glanz und Herrlichkeit, weil ihr Reifegrad ein
geistiges Schauen zuläßt. Denn auch für diese gibt es nun keine Begrenzung mehr ....
auch sie werden mit aller Glorie umkleidet sein, sie werden Gott schauen dürfen von
Angesicht zu Angesicht und nun in ihrem Urelement sich befinden, in der Liebe, die
Licht und Kraft zugleich ist, und es ist dies ihr Geisteskleid, das eine jede Seele anlegen
darf, sowie sie das Erdenleben verläßt und ausgereift eingeht in das jenseitige Reich ....
Und dieses sollet ihr glauben, ihr sollet nicht zweifeln an der Liebe und Macht eures
Gottes und Vaters, Der euch allen dereinst Seligkeiten schaffen wird, die für euch so
lange noch unvorstellbar sind, wie ihr noch auf Erden weilet. Aber Ich habe euch ein
Beispiel gegeben, was ein Mensch erreichen kann durch ein Leben in uneigennütziger
Liebe und wie sein Los beschaffen ist, wenn er immer in Meinem Willen gelebt hat auf
Erden, wenn sein Lebenswandel einen Wandel seines Wesens zur Liebe zur Folge hat,
das nun gleich ist Meinem Urwesen und daher auch in allem Glanz und in aller
Herrlichkeit erstrahlen wird und auch allen denen schaubar, die in gleicher Reifestufe
stehen und sich mit Mir nun zusammengeschlossen haben, Der Ich ein Licht und Kraft
ausstrahlendes Wesen bin und bleiben werde bis in alle Ewigkeit .... Es hat der Vorgang
der Himmelfahrt wirklich und wahrhaftig stattgefunden, es hat der Mensch Jesus den
letzten Beweis Seiner Göttlichkeit auf Erden gegeben, als Er in strahlender Lichtfülle
diese Erde verließ und dem Reich Sich zuwandte, von dem Seine Seele ihren Ausgang
genommen hatte .... Denn Er kam aus dem Reiche des Lichtes, Er war bei Gott, und Er
kehrte wieder zu Gott zurück, Dessen Kind Er war und blieb, mit Dem Er Sich völlig
verschmolzen hatte. Und es war also die Himmelfahrt der letzte Beweis, daß Ich nicht
von dieser Erde war, sondern herniedergestiegen bin aus einem Reich des Lichtes und
der Herrlichkeit, das nun auch wieder Mein Ziel war und das auch ewig euer Ziel sein
und bleiben wird, denn auch ihr sollet zurückkehren zum Licht, ihr sollt durch den
Zusammenschluß mit Mir wieder Mein Licht und Meine Kraft in aller Fülle
entgegennehmen dürfen und also auch auferstehen und auffahren zum Himmel, in eure
wahre Heimat .... Amen
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49
Gott und Jesus ist eins .... Menschwerdung Gottes .... B.D. Nr. 8250
24.8.1962
Daß sich der Geisteszustand der Menschen stets mehr verfinstert, geht auch daraus
hervor, daß sie die „Einswerdung“ Gottes mit Jesus nicht recht zu verstehen
vermögen .... und daß sie deshalb auch für die „Menschwerdung“ Gottes nicht das
rechte Verständnis haben .... Sie sind durch die Lehre von der dreipersönlichen Gottheit
zu falschem Denken gekommen. Doch immer wieder muß gesagt werden, daß die
Ewige Gottheit nicht personifiziert werden kann .... daß Sie also nicht anders vorstellbar
ist, als Kraft, Welche die ganze Unendlichkeit erfüllt .... Diese Kraft ist nicht zu
begrenzen und kann also auch nicht als „Form“ gedacht werden .... aber Sie kann eine
Form gänzlich durchstrahlen .... Und der Vorgang einer gänzlichen Durchstrahlung mit
göttlicher Kraft hat stattgefunden bei dem Menschen Jesus .... Er war voller Liebe, und
Liebe ist die Ursubstanz der Ewigen Gottheit .... die unausgesetzt ausgestrahlt wird in
die Unendlichkeit, die alles erstehen läßt und alles erhält .... Und diese göttliche
Liebekraft also durchstrahlte die menschliche Form Jesus, und also manifestierte sie
sich in Ihm, das Urwesen Gottes nahm Aufenthalt im Menschen Jesus und also wurde
Gott „Mensch“ .... und da Jesus gänzlich erfüllt war von der Ursubstanz Gottes, wurde
Er „Gott“ .... Denn auch die menschliche Außenhülle konnte nach Seinem Kreuzestod
als gänzlich vergeistigt sich mit Gott vereinigen, so daß also Jesus nun zur vorstellbaren
Gottheit wurde .... daß der Mensch sich Gott nicht anders vorstellen kann als in
Jesus .... daß aber nimmermehr von „zwei Personen“ die Rede sein kann .... Es hatte der
Mensch Jesus auf Erden das Ziel erreicht, die völlige Vergöttlichung, die alle
geschaffenen Wesen erreichen sollen .... Denn Gott wollte Ebenbilder schaffen, deren
letzte Vollendung jedoch der freie Wille des Wesens selbst erreichen muß. Der Mensch
Jesus hat nicht nur durch ein Liebeleben diese Vergöttlichung erreicht, sondern durch
das Erlösungswerk auch die Sündenschuld der Menschheit getilgt .... denn Er nahm die
Liebekraft Gottes in Anspruch, ansonsten Er nicht fähig gewesen wäre, das entsetzliche
Leid und den Kreuzestod zu ertragen, und diese Liebekraft war das Urelement Gottes,
also war Gott Selbst in aller Fülle in dem Menschen Jesus und hat das Erlösungswerk
vollbracht .... Wenn ihr Menschen jedoch von einem dreipersönlichen Gott sprechet, so
ist das ein irreführender Begriff, denn die Ewige Gottheit kann nicht personifiziert
werden, denn Sie ist nur Liebe, und diese Liebe manifestierte Sich in Jesus, und es
wirkte nun der Ewige Gottgeist in Jesus, und Er ist für alle Wesen nur in Jesus
vorstellbar .... Weil die von Gott einst erschaffenen Wesen deshalb abfielen von Ihm,
weil sie Ihn nicht schauen konnten, ist Er in Jesus für sie zum schaubaren Gott
geworden .... Aber es ist Jesus kein zweites Wesen, Das neben Gott zu denken ist .... Er
ist Gott, denn Gott ist Liebekraft, Die eine völlig vergeistigte Form durchstrahlte, also
diese nur noch göttliche Ursubstanz war und daher auch nur schaubar den Wesen, die
gleichfalls sich vergeistigt haben, um Geistiges schauen zu können .... Wenn von Vater,
Sohn und hl. Geist gesprochen wird, so ist das als Bezeichnung für das Wesen Gottes
wohl gültig, wenn der Vater als Liebe, der Sohn als Weisheit und der hl. Geist als Kraft,
als Wille oder Macht Gottes anerkannt wird .... Denn das Wesen Gottes ist Liebe,
Weisheit und Macht .... Doch das Ziel, das Gott Sich setzte bei der Erschaffung der
Wesen, die Vergöttlichung dieser Wesen im freien Willen, erklärt .... so es erreicht
wird .... auch die Menschwerdung Gottes in Jesus .... die schaubare Gottheit in Jesus,
während die „dreipersönliche“ Gottheit überhaupt keine rechte, d.h. wahrheitsgemäße
Erklärung zuläßt. Es haben sich die Menschen selbst Begriffe geschaffen, die darum
hinderlich sind für das geistige Ausreifen, weil nur ein Gott angerufen werden kann,
nicht aber zu drei verschiedenen Göttern gebetet werden darf, sondern Gott Selbst
erkannt werden will in Jesus und darum auch Er nur angebetet werden kann in Jesus ....
Und Er fordert von allen Menschen diese Anerkennung, weil Ihm einstens die
Anerkennung verweigert wurde und weil gleichzeitig auch das Erlösungswerk anerkannt
werden muß .... Denn ohne Jesus Christus kann kein Mensch Vergebung seiner
Urschuld finden, und es muß sich der Mensch daher zu Ihm bekennen .... er muß
glauben, daß Gott Selbst Sich der Menschheit annahm und in Jesus das Erlösungswerk
vollbracht hat .... Amen
««««

51
Jesus ist Gott .... B.D. Nr. 8422
25.2.1963
Euch können tiefste Weisheiten erschlossen werden, sowie ihr dafür aufnahmefähig
seid, und ihr werdet dann auch eindringen können in ein Wissen, das nur ein erweckter
Geist verstehen wird in seiner ganzen Tiefe. Doch immer will Ich euch zum Verständnis
verhelfen, wenn es euch nach der Wahrheit verlangt, wenn ihr Aufschluß begehret, wo
euer Denken noch nicht völlig geklärt ist. Und Ich will so zu euch reden, daß ihr Mich
verstehen könnet .... Ich will mit der Stimme des Vaters Meine Kinder ansprechen ihrem
Erkenntnisgrad gemäß: Es ist wohl Mein Wesen unergründlich, und ob ihr euch auch
ständig mehr vollendet, so wird es euch doch unergründlich bleiben bis in alle Ewigkeit.
Ihr sollet dennoch die höchste Vollendung anstreben und dadurch endlich auch den
Zusammenschluß finden mit Mir .... Ihr sollet völlig in Mein Wesen eingehen, ihr
sollet .... als einstmals ausgestrahlte Lichtfunken, euch wieder mit dem ewigen Feuer
Meiner Liebe verschmelzen und dennoch ichbewußte Wesen bleiben .... Dieses werdet
ihr niemals begreifen können, solange ihr als Mensch auf der Erde lebt, weil euer
Denken so lange auch begrenzt ist, aber jener Vorgang der Verschmelzung mit Mir nur
damit zu erklären, daß alles Vollkommene keine Begrenzung kennt, daß der
Zusammenschluß mit Mir wohl völliges Durchströmen Meiner Liebekraft bedeutet, daß
Ich Selbst aber euch ewiglich unerreichbar sein werde .... daß Ich euch also nahe bin und
doch ihr niemals Mich erreichen werdet .... Denn ihr dürfet euch von Mir keine
begrenzte Vorstellung eines Wesens machen, da Ich nicht an Zeit und Raum gebunden
bin. Ihr werdet ewig nicht mehr das Bewußtsein eures Ichs verlieren, und ob ihr noch so
innig mit Mir verschmolzen seid, weil ihr gänzlich durchstrahlt werdet von Mir mit
Meiner Kraft .... Doch ihr wirket in der Unendlichkeit als ich-bewußte Wesen, und das
gerade ist eure Seligkeit. Ihr habt dann also eure Vergöttlichung erreicht, das Ziel, das
Ich Mir setzte, als Ich euch erschuf, ihr seid zu Meinen Ebenbildern geworden, ihr seid
das gleiche wie Ich in eurer Ursubstanz, und ihr könnet im hellsten Licht der Weisheit,
im Besitz von unbeschränkter Kraft und völlig freiem Willen schaffen und wirken und
aus euch heraus neues Leben erstehen lassen .... Ihr seid Miniaturen Meiner Selbst, weil
ihr vollkommen geworden seid, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist .... Auch die
Seele Jesu stand unter dem gleichen Gesetz, als sie .... als von Mir ausgestrahltes
Wesen .... ihre Willensprobe ablegen sollte, die sie bestand, also bei Mir verblieb, als
das Heer urgeschaffener Geister abgefallen ist von Mir .... Dieses Wesen war Mir so in
Liebe ergeben, daß Es freiwillig Sich zu der Mission auf Erden erbot, für die gefallenen
Brüder zu leiden und zu sterben als Mensch, um jene zu erlösen und Mir Meine Kinder
wieder zurückzubringen .... Und es vollbrachte der Mensch Jesus das einmalige Werk,
das nie zuvor und auch niemals nachher ein Mensch leistete und leisten wird: auf Erden
schon sich gänzlich mit Mir zu einigen, die restlose Vergeistigung von Seele und Körper
zustande zu bringen, so daß das ganze Wesen völlig durchstrahlt werden konnte, was
seine Himmelfahrt deutlich zum Ausdruck brachte .... In Ihm konnte Ich Selbst Mich
manifestieren, d.h., Ich Selbst, als die Ewige Gottheit, als die alles erfüllende und
durchdringende Kraft, konnte niemals personifiziert werden .... Doch Ich konnte eine
Form gänzlich durchstrahlen, und es blieb an dieser Form nichts Menschliches mehr
zurück, es war auch die Außenform Geist von Meinem Geist, die Seele ging völlig in
Mir auf, und es wurde „Jesus“ im Sinne des Wortes „Gott“ .... Sein Wille, Sein Denken,
Sein Handeln war Mein Wille, Mein Denken und Mein Handeln .... Es konnte nicht
mehr von zwei Wesen gesprochen werden .... Die Vereinigung mit Mir war eine totale,
Jesus war, ist und bleibt der für alle von Mir erschaffenen Wesen schaubare Gott .... Die
ichbewußte Jesu-Seele ist in ihr Ursein zurückgekehrt, denn sie war die gleiche
ausgestrahlte Liebekraft, die sich nur mit der Urkraft zusammenschloß und so völlig in
ihr aufging, daß nun nur noch von der Urkraft .... von Gott Selbst, dem alles erfüllenden
Urgeist .... gesprochen werden kann, wenn von Jesus gesprochen wird .... Es kehrte
Seine Jesu-Seele nicht als vollendeter Geist von der Erde zurück, sondern sie gab sich
selbst ganz und gar der Ewigen Gottheit zu eigen noch auf Erden, sie gab sich selbst auf,
um des größten Mysteriums willen: die Menschwerdung Gottes und Seine Schaubar-
Werdung für alle einst aus Ihm hervorgegangenen Wesen .... Gott und Jesus ist eins,
Jesus ist kein zweites ichbewußtes Wesen, sondern Sein Gang über die Erde hat Ihm das
Höchste und Letzte eingetragen: die restlose Verschmelzung mit Mir, so daß Mein
Wille und Mein Denken nur noch das Wesen beherrscht, Das als schaubarer Gott
herrschet und regieret im geistigen Reich .... Doch dieses zu begreifen wird euch
Menschen erst dann möglich sein, wenn es für euch keine begrenzten Vorstellungen
mehr gibt; und auch dann noch wird euch Mein Wesen unergründlich sein und bleiben,
doch ihr werdet euren Gott und Schöpfer .... das vollkommenste Wesen in der
Unendlichkeit .... schauen dürfen von Angesicht zu Angesicht, und ihr werdet dann auch
wissen, daß es außer Ihm, Der euch in Jesus schaubar wurde, keinen anderen Gott mehr
gibt .... Und ihr werdet in Liebe erglühen und Ihm zustreben immer und ewig, und Er
wird euch eure Liebe erwidern und euch beglücken im Übermaß .... Denn Meine Liebe
kennt keine Grenzen, und so auch wird die Seligkeit nicht begrenzt sein, sondern ewig
währen .... Amen
««««

53
„Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden ....“ B.D. Nr. 7031
2.2.1958
„Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden ....“, diese Worte konnte Ich
wohl berechtigt aussprechen, als Ich auf Erden wandelte, denn es war Mein Vater, Der
in Mir war, Der Mir diese Gewalt gegeben hatte, mit Dem Ich eins geworden war und
Der darum Mich gänzlich durchdrang, so daß Er Selbst wirkte in Mir und durch Mich.
Und diese Gewalt blieb Mir auch nach Meinem Erdenwandel, denn nur Meine irdische
Hülle war vor Meiner Himmelfahrt etwas „Menschliches“, alles in ihr Sich Bergende
aber war Gott, Der Sich nur in Jesus Christus allen Seinen Wesen schaubar machte. Und
somit also sprach wohl der „Mensch“ Jesus die Worte: „Mir ist alle Gewalt gegeben“,
doch die Gottheit in diesem Menschen verfügte Selbst über die Gewalt. Ich konnte also
Mich Selbst als Den bezeichnen, Der alle Macht hatte im Himmel und auf Erden ....
weil es keine Trennung gab zwischen Mir, dem ewigen Schöpfergeist, und Dem, Der
Mich in Sich aufgenommen hatte .... Und diese Gewalt werde Ich auch keinem Wesen
außer Mir abtreten, denn sie gehört zu Meinem Urwesen, das in sich Liebe, Weisheit
und Allmacht ist .... Wer dies begreifet, der weiß auch, daß somit allein Mein Wille
regieret und daß es also nur Beauftragte in Meinem Willen geben kann oder sich
Meinem Willen-widersetzende Wesen .... daß erstere gleichsam mit Mir regieren,
während letztere regiert werden müssen. Obgleich nun aber Mein Wille und Meine
Macht in Ewigkeit nicht abnehmen werden, wende Ich doch nicht immer diese an,
sondern Ich lasse auch zuweilen den Mir noch gegnerischen Willen sich auswirken,
doch immer nur bis zu einer gewissen Grenze, um es deutlich zu machen, Wessen
Macht unbegrenzt ist. Denn Meine Macht allein sichert das Bestehen sowohl als auch
den Fortschritt und die Möglichkeit einer Vollendung, während gegnerisches Wirken ....
würde es nicht zur rechten Zeit beendet .... völlige Zerstörung bedeutete. Mir also ist die
Macht gegeben .... das soll euch Menschen auch ein Hinweis sein, an Wen ihr euch zu
wenden habt, Wer allein euch alles gewähren kann, Wem ihr euch anvertrauen sollet,
wenn ihr einen machtvollen Beschützer und Helfer benötigt .... Nicht der Gott in der
Ferne wird euch diese Hilfe schenken, sondern allein Der, Der als göttlicher Erlöser
Jesus Christus in voller Macht steht, weil in Ihm Sich die Ewige Gottheit, der Geist der
Unendlichkeit, verkörperte und weil ihr mit „Gott“ in Verbindung tretet erst in „Jesus
Christus“, weil ihr Mich Selbst erst dann anerkennet, wenn ihr Mich in Jesus Christus
anrufet, weil es außer Jesus Christus keinen Gott gibt, der mächtiger wäre als Er. Und so
gibt es auch nur Einen, Der im gesamten Universum regieret, Dem alle Schöpfungen
unterstehen, in Dessen Auftrag unzählige Wesen diese Schöpfungen betreuen und Der
alles ausrichtet Seinem ewigen Heilsplan gemäß. Von Mir Selbst nehmen sie Meine
Anweisungen entgegen, von Mir Selbst sind sie ausgestattet mit der für ihre Tätigkeit
nötigen Kraft, und von Mir Selbst wird alles so geleitet, wie es auch Meiner Liebe und
Weisheit entspricht. Und kein Wesen wird jemals wider Meinen Willen sich betätigen,
denen die Erhaltung und Betreuung der endlos vielen Schöpfungswerke obliegt. Denn
Mein Wille durchflutet sie, weil es vollendete Wesen sind, die von Meiner Liebe
durchglüht, von Meiner Weisheit durchstrahlt und von Meiner Kraft erfüllt sind und
darum immer nur Ausführende Meines Willens sind. Wo aber Mein Wille
vorübergehend zurücktritt, dort drängen sich unreife, Mir noch abtrünnige Wesen hervor
und wirken Mir wohl entgegen, doch immer unter Meiner Kontrolle, so daß auch sie
von Meinem Willen dann gebändigt werden, wenn Ich es für nötig erachte, denn Einer
nur regieret im Himmel und auf Erden .... Einem nur steht alle Macht zu Gebote .... Ihm
müssen sich beugen alle Wesen des Lichtes und der Finsternis .... Denn Meine Macht ist
unbegrenzt und wird es bleiben bis in alle Ewigkeit .... Amen
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55
Rechte Erklärung des Erlösungswerkes und der Menschwerdung Gottes .... B.D. Nr. 8587
15.8.1963
Und immer wieder wird euch Mein Wort ertönen, um euch mit aller Eindringlichkeit
hinzuweisen auf Jesus Christus, den göttlichen Erlöser, in Dem Ich Selbst Mich
verkörperte, um euch Menschen das Tor zum Lichtreich zu öffnen, das für euch
verschlossen war durch euren einstigen Abfall von Gott. Ihr geht darum den Gang über
diese Erde, um erlöst zu werden von eurer Urschuld, und da euer freier Wille diese
Erlösung anstreben muß, ist es auch nötig, daß euch eine wahrheitsgemäße Aufklärung
gegeben wird, was das Erlösungswerk Jesu für eine Begründung und Bedeutung hat ....
Ihr müsset ein Wissen darüber zugeleitet bekommen, um dann freiwillig euch zu Ihm zu
stellen oder Ihn abzulehnen. Und demgemäß wird nun auch euer ferneres Los sein,
wenn ihr diese Erde wieder verlassen müsset und in das jenseitige Reich eingeht. Immer
wieder ist euch dieses Wissen unterbreitet worden, doch ihr seid zumeist zu
gleichgültig, um die Konsequenz daraus zu ziehen .... Und doch ist es die dringendste
Aufgabe auf Erden, daß ihr den Weg zum Kreuz nehmet, daß ihr zu Jesus Christus
findet und euch von Ihm Hilfe erbittet für euren Erdenweg, auf daß ihr zum rechten Ziel
gelanget. Denn sehr schnell ist die Erdenzeit als Mensch vorüber, und was ihr im
Erdenleben versäumet, das werdet ihr nicht mehr nachholen können, selbst wenn ihr
nicht ewig verlorengehet .... Doch der Mensch Jesus ist für euch am Kreuz gestorben,
um euch das höchste Ziel erreichbar zu machen, ein „Kind Gottes“ zu werden .... Er hat
für euch die Gnaden erworben durch Sein Leiden und Sterben, die ihr nur zu nützen
brauchet, um im Erdenleben das Ziel zu erreichen .... Er hat Sich Selbst hingegeben, um
euch das Leben wiederzuerkaufen, das jedoch die Bindung mit Mir zur Voraussetzung
hat und diese Bindung nur möglich ist, wenn ihr wieder frei seid von Schuld, die der
einstige Abfall von Mir euch eintrug .... Ihr mußtet zuvor frei sein von aller Schuld, es
mußte ein Mensch für euch das Sühneopfer darbringen, auf daß Meiner Gerechtigkeit
Genüge getan wurde, denn Ich bin überaus vollkommen und konnte nicht die
Gerechtigkeit umgehen, selbst wenn Meine Liebe zu euch endlos ist .... Und dieses
Sühneopfer hat der Mensch Jesus aus Liebe zu Seinen gefallenen Brüdern dargebracht
und dadurch wieder den Weg frei gemacht zu Mir .... Wenn ihr nun als Mensch über die
Erde geht, sollet ihr eure einstige Schuld hintragen unter das Kreuz und sie Dem
übergeben, Der dafür gestorben ist .... Ihr sollet und müsset zu Jesus finden, um einmal
von eurer großen Urschuld erlöst zu werden, ansonsten euer Erdenleben vergeblich
gelebt ist, weil die Schuld den Eingang ins Lichtreich verhindert und ihr ewiglich in der
Finsternis schmachten müßtet, denn die einstige Sünde verhindert jegliches Licht aus
Mir, die Sünde trennt euch von Mir, Der Ich Mich niemals mit einem sündhaft
gewordenen Geschöpf vereinigen kann. Bedenket es, daß ihr noch mit dieser
Sündenschuld behaftet die Erde betretet als Mensch und daß die Erdenzeit nur kurz ist,
daß ihr aber während dieser kurzen Zeit völlig frei werden könnet und als seligste
Wesen eingehen könnet in das Reich des Lichtes, wenn Jesus euch die Pforte geöffnet
hat, wenn ihr Ihn im Erdenleben gefunden habt, wenn ihr euch Ihm anvertraut und den
Weg zum Kreuz genommen habt .... wo ihr aller Schuld ledig werden könnet und nun
auch wiedereintreten dürfet in Sein Reich, das nicht in der Finsternis ist, sondern im
Licht .... Bedenket es, daß ihr in völlig freiem Willen euch Ihm hingeben müsset und
daß ebendarum ein rechtes Wissen nötig ist, denn sowie ihr erkennet, daß Seine Liebe
für euch gelitten hat und gestorben ist, um euch Mir wieder zuzuführen, werdet ihr auch
alles tun, um die Vergebung eurer Sündenschuld zu erlangen .... Denn Seine Liebe, die
Er durch den Kreuzestod euch bewiesen hat, werdet ihr erwidern, und da diese Liebe Ich
Selbst bin, werdet ihr auch Mich Selbst, euren Vater von Ewigkeit, erkennen in Jesus
und mit Mir wieder die Bindung herstellen, die ihr einstens löstet im freien Willen ....
Immer wieder muß Ich daher zu euch reden und euch ein rechtes Bild geben .... Immer
wieder muß euch ein wahrheitsgemäßes Wissen vermittelt werden über Jesus Christus,
den Erlöser der Welt, Der aus Liebe zu euch gestorben ist und Der also Mich Selbst, als
die Ewige Liebe, in Sich aufgenommen hat .... Denn Ich Selbst wollte euch erlösen von
eurer Schuld und mußte dazu Mich einer menschlichen Form bedienen .... die Ich
beziehen konnte, weil der Mensch Jesus voller Liebe war und Mir also Wohnung
bereitete in Sich .... Seine menschliche Hülle umschloß Meine Liebe, sie barg also Mich
Selbst in sich, und es wurde Gott „Mensch“, und der Mensch Jesus wurde „Gott“ ....
Denn Ich bin ein Geist, Der nicht begrenzt ist, Mir aber eine begrenzte Hülle geschaffen
habe, in der Ich den Wesen, die einst aus Mir hervorgegangen waren, ein schaubarer
Gott sein konnte, die einen Anblick Meiner ganzen Liebeflamme niemals hätten
ertragen können, ohne zu vergehen .... Ich Selbst verkörperte Mich in Jesus, Der Sich
Selbst gänzlich vergeistigte und also nur die schaubare Form des Ewigen Gottgeistes
wurde, die nun alle Wesen in einem bestimmten Reifegrade schauen können von
Angesicht zu Angesicht .... Erst wenn ihr Menschen liebeerfüllt seid, werdet ihr dieses
große Geheimnis Meiner Menschwerdung annähernd begreifen können, aber es muß
auch einem liebenden Menschen wahrheitsgemäß erklärt werden, und darum werde Ich
immer wieder ein Licht unter die Menschen tragen, immer wieder werde Ich Aufschluß
geben über geistige Geheimnisse, die der menschliche Verstand allein niemals begreifen
kann .... Ich kann daher nur dem Geist im Menschen entsprechen, und dieser muß zuvor
durch die Liebe zum Leben erweckt werden .... Also ermahne Ich euch dringend, Meine
Gebote der Liebe zu erfüllen, auf daß ihr begreifet, was euch an geistigen Wahrheiten
vermittelt wird .... Denn dann werdet ihr auch den rechten Weg gehen, ihr werdet selbst
den Weg zum Kreuz nehmen und erlöst werden von Sünde und Tod .... Amen
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57
Anerkennen oder Ablehnen .... Jesus Christus .... B.D. Nr. 5844
3.1.1954
Ihr Menschen könnet nur Mich anerkennen oder Mich ablehnen. Letzteres beweiset
euren vollen Unglauben und wird sich für euch sehr schmerzlich auswirken, denn Mich
ablehnen heißt, noch ganz in der Gewalt Meines Gegners zu sein und Mir offenen
Widerstand zu leisten. Mich anerkennen aber heißt, voll und ganz zu Mir stehen und
also auch in Meine Ordnung von Ewigkeit eingetreten zu sein, Mich anerkennen heißt,
an Jesus Christus als Gottes Sohn und Erlöser der Welt zu glauben und in der Nachfolge
Jesu zu leben; Mich anerkennen heißt, Mich, als die ewige Liebe, anzustreben, was nur
durch ein Leben in Liebe möglich ist, weil nur ein solches den Zusammenschluß mit
Mir herstellt .... Und so wird es euch nun verständlich sein, daß Ich nur ein Ja oder ein
Nein kenne und daß man Mich nicht mit Ausweich-Worten täuschen kann, die dann
angewendet werden, wenn nur der Mund sich zu Mir bekennt, das Herz aber unbeteiligt
ist an dem, was der Mund ausspricht .... Ihr kennet Mich nicht an, wenn euer
Lebenswandel nicht das ernste Streben zu Mir verrät, wenn euer Lebenswandel die
Liebe vermissen lässet, wenn ihr nicht Mein Bild im Herzen traget, wenn der Glaube in
euch noch nicht so lebendig geworden ist, daß nun eine emsige Arbeit einsetzt an eurer
Seele, wenn ihr nicht inständig euch an Jesus Christus wendet mit der Bitte um Hilfe
und Gnade, wenn ihr ohne Jesus Christus eure Wege gehet .... Dann sind alle eure
Worte, die einen Glauben beweisen sollen, nur leere Redensarten, die Mich nicht
täuschen über euren wahren Seelenzustand und die gleich sind einem Abweisen Meiner
Selbst .... Wer Mich anerkennet, der lebt auch mit Mir, er verbindet sich immer und
immer wieder mit Mir in Gedanken, er hält innige Zwiesprache mit Mir, er lässet Mich
als Vater zu sich sprechen, denn er fühlt sich als Mein Kind, und er gehört also zu den
Meinen, die Ich zurückgewonnen habe für ewig. Er gehört zu den Erlösten, denn sein
Wille, zu Mir zu gelangen, konnte nur die Stärkung erfahren durch die Gnade des
Erlösungswerkes .... Verstehet es .... zu Mir kann der Weg nur führen über Jesus
Christus .... Es erreicht Mich niemand, und es strebt Mich auch niemand an, der nicht
die durch Jesus Christus erworbenen Gnaden angefordert hat .... der sich also bewußt
unter das Kreuz Christi stellt. Denn Mich ernsthaft anstreben kann er erst, wenn er
lebendig geworden ist durch die Gnaden des göttlichen Erlösers Jesus Christus, in Dem
Ich für euch Menschen zum schaubaren Gott geworden bin. Doch fraget euch selbst, ob
und wieweit ihr Mich ernstlich anstrebet, und glaubet nicht, daß ihr zu den Meinen
gezählt werden könnet, wenn ihr noch nicht durchdrungen seid von Meinem Liebegeist,
wenn ihr nur nach außen den Glauben an Mich bekunden wollet, euer Lebenswandel
aber jede Verbindung mit Mir vermissen lässet .... Worte allein tun es nicht, und auch
die Zugehörigkeit zu christlichen Konfessionen macht euch nicht zu Anwärtern Meines
Reiches, wenn ihr den Weg zu Jesus Christus noch nicht gefunden habt, wenn ihr an Ihn
noch nicht den ernsten Ruf gerichtet habt, daß Er Sich eurer erbarme, die ihr ohne Ihn
und Seine Erlösung noch in den Banden des Gegners liegt .... Erkennen müsset ihr euch
als schuldbeladen und Ihm eure Schuld bekennen und um Erlösung bitten um Seines
Blutes willen, das Er für euch vergossen hat .... Dann gehöret ihr zu jenen, die ein lautes
Ja sprechen, wenn der Lieberuf des Vaters ertönt, ihr gehört zu jenen, die Ihm
entgegeneilen, die sich endgültig getrennt haben von Meinem Gegner, die Mich innig
lieben und sich Mir vermählen .... die Mein bleiben bis in alle Ewigkeit .... Amen
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